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  • Mutter-Kind-Bindung: Babys brauchen unsere Aufmerksamkeit

    Mutter-Kind-Bindung: Babys brauchen unsere Aufmerksamkeit

    Mutter-Kind-Bindung: Babys fühlen sich nach ihrer Geburt in dieser fremden, lauten und hellen Welt verloren. Das Einzige, was ihnen hilft sich einigermaßen sicher zu fühlen, ist die aktive Aufmerksamkeit ihrer vertrauten Mutter. In den ersten Wochen geschieht dies vor allem über direkten Augenkontakt.

    Immer auf der Suche nach Gefahren

    Überlegt mal, was macht ihr, wenn ihr euch in einer fremden Umgebung befindet, wo ihr die Menschen nicht versteht?

    Vermutlich achtet ihr auf deren Mimik und Gestik und Körperhaltung und hofft darüber ihre Haltung euch gegenüber herauszufinden. Sind sie euch feindlich oder wohlgesonnen sind. Dies ist ein uralter menschlicher Instinkt. Und wenn euch auch nur eine Person in dieser Umgebung einigermaßen vertraut ist oder ihr mit dieser Person kommunizieren könnt, sucht ihr vermutlich erstmal dessen Nähe.

    Ziemlich genauso geht es Babys, wenn sie in die Welt geboren wurden und fast täglich neue Dinge und Menschen sehen, hören, riechen und deren Emotionen wahrnehmen. Diese Erfahrungen müssen erstmal verdaut werden. Dafür brauchen und suchen sie die Nähe ihrer Eltern, insbesondere ihrer Mutter, weil ihnen deren „Stimme“ und deren Geruch aus der Schwangerschaft vertraut sind.

    Auch wenn sie nicht in der Lage sind, sich körperlich und verbal dem entsprechend zu äußern oder gar logisch zu denken, sind sie uns in diesem Alter in Bezug auf ihre Wahrnehmung noch haushoch überlegen. Sie nehmen zwischenmenschliche Spannungen, wie zwischen ihren Eltern und anderen Mitmenschen, sehr genau wahr und sind sich deren Emotionen wesentlich bewusster als wir Erwachsene.

    Mutter-Kind-Bindung durch direkten „Augen-“Kontakt

    Aus vielen wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass in den ersten drei Lebensjahren eines Menschen die „frühkindliche Bindung“ stattfindet. Das heißt, hier werden über die Beziehung zu den Eltern, die Überzeugungen über sich selbst und seine Umwelt geprägt. Dazu gehören Überzeugungen, wie ich bin liebenswert oder nicht, ich kann meinen Eltern vertrauen oder nicht, die Welt ist sicher oder nicht … . Fühlt sich ein Kind in den ersten drei Lebensjahre geborgen, geliebt und angenommen, hat es danach im Leben einfacher.

    Die Beziehung bzw. Bindung zu den Eltern findet, mangels Kommunikationsmöglichkeiten über Körperkontakt, wie z.B. beim Stillen (Berührungen) und vor allem über die Augen statt und ist die Grundlage für eine lebenslange vertrauensvolle Bindung. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer wieder in direkten Augenkontakt mit eurem Baby zu gehen und auf sein Verhalten zu reagieren. Dies gibt ihm zudem das Gefühl „wichtig“ zu sein und als „Wesen“ wahrgenommen zu werden.

    Ablenkung unserer Aufmerksamkeit

    Unser „Wohlstand“ und die damit verbundenen Haushaltsgeräte haben dazu geführt, dass uns sehr viel Arbeit im Haushalt abgenommen wird. Dennoch haben wir viel weniger Zeit für unsere Babys und Kinder. Der größter „Zeitfresser“ ist dabei das Smartphone gefolgt vom Fernsehen, welche Mütter und Väter häufig ablenken. So fehlt den Kindern das direkte Feedback, dass sie sich gerade in Sicherheit befinden. Zudem fühlen sie sich nutzlos und „unwirksam“, da sie immer wieder die Erfahrung machen, keinen Einfluss auf ihre Umwelt zu haben. Dies lässt sie mit der Zeit ihren „Lebenssinn“ verlieren.

    Wenn ich eh nicht wahrgenommen werde und mein Dasein nichts verändert, hat mein Leben keinen Sinn.

    Die Frage, wie sich die Nutzung von Smartphones durch Mütter und Väter auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt, wurde vor eineinhalb Jahren wissenschaftlich nicht näher untersucht. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat dies nun in folgender Studie nachgeholt: «Smart Start – Wie nutzen werdende Eltern ihr Smartphone?» Die Studie widmet sich dem Einfluss der elterlichen Smartphone-Nutzung auf die Eltern-Kind-Beziehung in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt.

    Studie mit depressiven Müttern

    In einer Studie wurde untersucht, wie stark Kleinkinder auf direkte Reaktionen durch ihre Mütter angewiesen sind. Die Mütter agierten wenig bis gar nicht mit ihren Babys. Sie sahen ihre Kinder nicht an und ihre Gesichtsausdrücke wirkten abwesend. Es zeigte sich, dass bereits drei Monate alte Babys gestresst reagierten und zu brabbeln begannen. Dabei ruderten sie mit ihren Armen und Beinen und probierten immer wieder den Kontakt zu ihrer Mutter herzustellen.

    In dem nachfolgenden Video reagieren Mütter kurzzeitig nicht auf die Interaktiongesuche ihrer Babys und schauen diese „nur“ abwesend an. Ihre Reaktion zeigt sehr nachdrücklich, was das mit ihnen macht.

    Das Video ist aktuell leider von youtube runtergenommen worden. Ich hoffen, dass sich das zeitnah klären wird.

    https://www.youtube.com/watch?v=apzXGEbZht0

    Tipps, wie wir es schaffen können unseren Kindern wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken

    Meiner Meinung nach ist Entschleunigung eine oder gar die Grundvoraussetzung hierfür. Nur wenn wir wieder entspannter und gelassener werden, gewinnen wir den Blick für das Wesentliche im Leben zurück. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Unser hohes „Lebenstempo“: kurz Frühstücken, schnell zur Arbeit, in den Pausen die nächsten Aufgaben und Herausforderungen planen bzw. lösen und auf der Heimfahrt schnell noch Einkaufen, Kind abholen und je nachdem noch schnell einen Kaffee schlürfen um die nächste Folge unserer Lieblingsserien nicht zu verpassen, Kind abfüllen und ins Bett bringen, nächste Folge …

    Auch wenn dies absichtlich überspitzt formuliert ist, befinden wir uns bereits lange vor dem ersten Kind (nicht selten schon während der Schulzeit) in solch einem Hamsterrad. Nicht selten auch als „Modern Art of Life“ bezeichnet. Nicht selten versteckt sich die Angst etwas zu verpassen oder nicht (gut) genug zu sein dahinter.

    Das Gefährliche daran ist vor allem, dass wir dies nicht wahrnehmen und uns auch gar nicht mehr anders vorstellen können. Anders ausgedrückt „wir haben den Kontakt zu unserem Inneren Kind“ verloren“, welches immer wieder (vergeblich) versucht uns auf unsere Bedürfnisse und Gefühle aufmerksam zu machen.

    Wobei das „Liebes-“ Hormon Oxytocin vor, bei und nach der Geburt alles daran setzt uns mit unserem „Inneren Kind“ wieder zu verbinden. So dass wir allein durch den Anblick unseres Babys berührt werden.

    Es bedarf viel Disziplin und Geduld, um aus diesem Hamsterrad heraus zu kommen!

    Sich auf das konzentrieren, was man gerade macht

    Dabei kann es hilfreich sein, sich immer wieder bewusst dafür zu entscheiden, sich nur auf die Sache zu konzentrieren, die man gerade macht, unabhängig davon, ob es sich um Arbeits- oder Haushaltsaufgaben handelt. Auch wenn viele Computer und Menschen es zur Perfektion bringen, so zu tun, als ob sie multitaskingfähig wären, sind sie es nicht. Die Prozessoren bzw. das Gehirn arbeiten ständig und extrem auf Hochtouren.

    bewusst langsam gehen

    Bei allen Gängen, die Chance zu nutzen, bewusst bzw. absichtlich wesentlich langsamer zu gehen. Dies bringt uns sehr schnell aus unserem „Trott“ raus.

    bewusst langsam essen

    Wie viele es als Kind von ihren Eltern gesagt bekamen, ist es nicht nur für die Verdauung, sondern auch zum Runterkommen, hilfreich lange zu kauen. Ich kenne noch die Empfehlung alles 30-mal zu kauen.

    bewusst zu atmen

    Dabei kommt es gar nicht so genau darauf an, welche Atemtechnik man verwendet, solange sie einem gut tut. Wichtig ist, dass man sich auf seinen Atem konzentrieren „muss“.

    in der Natur (Wald) spazieren gehen

    Spaziergänge im Wald helfen uns extrem schnell zu entspannen bzw. runter zu kommen.

    das Handy beiseite legen

    Es ist hilfreich, sich „zu trauen“ bei Gängen außer Haus sein Handy willentlich zu Hause zu lassen.

    Handarbeiten

    Für die, die es mal gelernt haben, ist Stricken oder Häkeln eine gute Beschäftigung, doch auch das Malen von Mandals oder das … kann sehr entspannend wirken.

    Über die Entschleunigung fällt es uns leichter achtsam zu sein und wieder viele Dinge neu und somit auch anders wahrzunehmen. Wir wünschen Euch die Ruhe und Gelassenheit für eine verlässliche  Mutter-Kind-Bindung mit ganz viel Interaktion vor allem über die Augen und über körperliche Nähe.

    Euer Deva (Persönlichkeitsentwickler und Familientherapeut)

    Beitragsfoto: Syda Productions

  • Achtsamkeit im Umgang mit Babys und die 7 B´s

    Achtsamkeit im Umgang mit Babys und die 7 B´s

    Auch Babys haben unsere Achtsamkeit und unseren vollen Respekt verdient. Gerade weil sie sich nicht wehren können, weil sie schutzbedürftig und wehrlos sind. Diese Grundhaltung mag für viele selbstverständlich sein und das ist gut so.

    Achtsamkeit ist in aller Munde. Doch es ist nicht nur ein Modewort. Dahinter steckt eine Haltung im Umgang mit anderen Lebewesen. Sind das nun Tiere und Pflanzen, andere Erwachsene oder eben Kinder. 

    Dennoch gibt es Situationen, in denen wir unaufmerksam und zerstreut reagieren. Dies passiert häufig, wenn wir in Eile oder im Stress sind. Wie oft geht jede Achtsamkeit in der Hektik des Alltags verloren.

    In diesen Momenten hilft es tief durchzuatmen, um mit allen Sinnen ins Hier und Jetzt zurück zu kehren. Sind wir präsent, sind wir achtsam. Wir schauen unserem Kind in die Augen, wenn wir mit ihm sprechen, wir achten auf seine Reaktionen und probieren vorurteilsfrei hinzu spüren bzw. zu hören.

    Achtsam an Bedürfnissen orientieren

    Auf Bedürfnisse unmittelbar reagieren ist der richtige Weg. Auf das eigene Bauchgefühl hören und der aktuellen Situation entsprechend reagieren ist wichtiger als irgendwelche angelesenen Theorien über Kindererziehung. Oder auch dem gegenüber, was die eigene Mutter, Tante, Nachbarin meint, als sakrosankt in den Vordergrund zu stellen.

    Attachment Parenting oder auf deutsch Bindungserziehung, auch bekannt als bindungsorientierte oder bedürfnisorientierte Erziehung, ist ein von Grund auf achtsamer Ansatz.

    Dieser geht zurück auf den amerikanischen Kinderarzt William Sears, der ihn bereits 1982 formulierte. Zusammen mit seiner Frau Martha Sears veröffentlichte er 2001 The Attachment Parenting Book. A Commonsense Guide to Understanding and Nurturing Your Baby.

    Stabile Mutter-Kind-Bindungen

    Wie vor ihm schon die Bindungstheorie nahelegt, weist auch William Sears daraufhin, dass stabile Mutter-Kind-Bindungen aus einer harmonischen Gefühlskommunikation erwachsen.

    Dabei geht die Mutter stets „responsiv“ vor, also feinfühlig. Dieser Begriff stammt ebenfalls aus der von Mary Ainsworth stark geprägten Bindungstheorie. Er steht für die Qualität der Reaktion der direkten Bezugsperson auf den Säugling. Durch diese wiederum entsteht sichere Bindung.

    William Sears schreibt vom „Babyreading“, ein selbsterklärender und sehr anschaulicher Begriff. Die Mama „liest“ die Signale ihres Kindes, liest ihm förmlich von den Lippen, den Augen und aus seinem Verhalten.

    Damit beide sich auf eine gemeinsame Welle einschwingen können, ist Körperkontakt ein ganz wichtiger Aspekt.

    Die sieben Baby-Bs

    Er gehört zu den von William Sears formulierten sieben Baby-Bs, die helfen sollen, die Sensibilität der Mutter zu steigern.

    Neben der Aufnahme des Körper- und Augenkontakts unmittelbar nach der Geburt, gehört dazu Stillen nach Bedarf. Möglichst häufiges Tragen des Kindes, das Schlafen im Familienbett und der Versuch jedem Schreien zuvorzukommen. Dies gelingt am Besten, indem auf die Signale des Kindes unmittelbar eingegangen wird. Und wenn auf Einschlaftraining à la Ferber & Co. verzichtet wird und stattdessen immer eine Balance der Bedürfnisse von Kind und Mutter gesucht wird.

    Der Letzter Punkt ist besonders wichtig für einen achtsamen Umgang mit dem Baby. Denn wie eingangs bereits erwähnt, hindern Stress und Hast uns daran achtsam zu sein.

    Von allen anderen Punkten – ohne Zweifel allesamt gut und wichtig für eine sichere Bindung – sollte sich keine frischgebackene Mutter unter Druck setzen lassen.

    Klar ist es wunderbar zu stillen, doch auch ein Flaschenbaby bekommt keinen psychischen Knacks, weil es mit dem Stillen nicht geklappt hat, wenn es achtsam und liebevoll gefüttert wird.

    Auf Situationen achtsam reagieren lernen

    Achtsamkeit Baby sitzt mit Spielzeug am Strand

    Achtsamkeit lehrt uns, sich mit spannenden Theorien zu beschäftigen, ihnen aber nicht sklavisch zu folgen. Vielmehr hilft das Konzept der Achtsamkeit, auf die aktuelle Situation einzugehen.

    Daher lohnt es sich für jedes Elternpaar, konkret und ständig von Neuem zu überprüfen, ob alle Beteiligten sich wohl und zufrieden fühlen.

    Ich bin ein vehementer Befürworter des Familienbetts und gegen jedes Einschlaftraining. Doch als ich plötzlich mit drei kleinen Wesen unter 2 Jahren da saß, war mir klar, das ich in so einem „überbevölkerten“ Familienbett die ganze Nacht kein Auge zudrücken würde.

    Zuviel Angst hatte ich, eines der Babys zu überrollen, um entspannt schlafen zu können. Da ich aber bis zu zehn Mal in der Nacht aufstehen musste, um zu stillen und zu trösten, benötigte ich ein Rückzugsgebiet: mein Bett.

    Also reagierten wir auf unsere spezielle Situation und verabschiedeten uns vom Konzept Familienbett, das wir mit nur einem Kind entspannt praktiziert hatten.

    Präsents setzt Achtsamkeit voraus

    Um auf plötzlich auftretende Situationen im Umgang mit dem Kind achtsam und angemessen zu reagieren, ist geistige und körperliche Aufmerksamkeit erforderlich.

    Nur ein präsenter Mensch ordnet die Äußerungen des Kindes richtig ein. Dazu gehören Mimik- und Verhaltensänderungen.

    Natürlich ist dies nicht immer ganz einfach und es dauert bisweilen ein wenig, bis der Grund des Unwohlseins eines Säuglings erkannt ist.

    Wichtiger als immer gleich zu wissen, was das Baby braucht, ist es sich nicht von den eigenen Empfindlichkeiten und Befindlichkeiten beeinflussen zu lassen.

    Mit einer unmittelbaren, prompten Reaktion vermittelt der Erwachsene dem Kind übrigens auch die Wirksamkeit seines Verhaltens.

    Dies geschieht entsprechend dem Alter des Kindes mit Körperkontakt, einer beruhigenden Melodie oder mit erklärenden Worten.

    Achtsamkeit lässt Angst schmelzen – Einige Beispiele

    Bei Angst etwa würde man ein Baby schützend in den Arm nehmen, einem größeren Kind aber zusätzlich eine Geschichte erzählen, die ihm die Angst nimmt oder mit ihm ein Gespräch über angsteinflößende Dinge beginnen.

    Auch bei offensichtlicher Langeweile reagiert der Erwachsene mit einer Einladung, die den Entdeckerdrang des Kindes anregt, etwa durch ein Spielzeug.

    Weitere Beispiele betreffen etwa passende Kleidung: bei 35 Grad im Sommer braucht das Baby eben keine Mütze (ggf. einen Sonnenschutz) und keinen Langarmbody plus Babydecke wie das in Mitteleuropa von Generation zu Generation als tradiertes Babywissen eben so weiter gegeben wird.

    „Es könnte ja ein Zug kommen.“ (O-Ton Oma). In südlichen Ländern, wo es den ganzen Sommer über so heiß ist, haben die Kleinen meist nichts mehr an als Windeln und einen kurzen Body.

    Darüber war ich sehr erstaunt. Ebenso oft habe ich mein Baby im Winter und in der Übergangszeit viel zu dick angezogen, bis mir eine Hebamme den Tipp gab, die Temperatur im Nacken zu fühlen und nicht an den Händen.

    Doch auch zu so etwas scheinbar simplen, wie der richtigen Kleidung braucht es Selbstvertrauen. Das heißt ein Vertrauen in sich selbst, das Richtige zu tun bzw. auch einmal einen Fehler zu riskieren.

    Das Motto für alle Baby-Belange heißt fühlen, in Kontakt treten, reagieren.

    Achtsamkeit mit und in der Natur

    Ein weiterer Bereich der Achtsamkeit ist das Erleben der Natur. Selbst kleine Babys sollten nicht stets steril verpackt in ihrer Babyschale liegen. Lasst sie frei, die Babys.

    Legt sie auf einer Decke mitten in die Wiese, im Schatten eines Baumes und ermöglicht ihnen die kühle Brise im Sommer. Oder einen Ausflug mit dem Schlitten durch den Schnee in klirrender Kälte, gut geschützt in einem kuscheligen Lammfellsack.

    Müssen es immer nur Plastik und synthetische Stoffe sein? Lammfelle und Baumwolle, Leinen, Rohseide und Wolle, unbehandeltes Holz und Filz sind alles Materialien, die Babys und Kindern auf keinen Fall (!) vorenthalten werden dürfen.

    Holt euch die Natur mit Naturmaterialien in die Stube. Die Kleinen können nach Herzenslust auf diesen Herumkauen und sich nackig auf einem Lammfell räkeln.

    Lasst Kleinkinder barfuss gehen, damit sie spüren lernen  und kitzelt die Kleinsten mit einem Grashalm. Es ist so wichtig die Elemente zu spüren, Sonne, Wind und Regen, aber auch das Fell einer Katze ist eine aufregende Erfahrung.

    Das gemeinsame Erleben der Natur hat übrigens noch einen positiven Nebeneffekt:

    Auch die Eltern beginnen wieder, die Welt mit Babys Augen zu entdecken. Hier einen Käfer oder einen Regenwurm zu verfolgen, dort barfuss mit den Zehen im Matsch graben …

    All das ist für die eigene Achtsamkeit oft eine wahre Befreiung vom Erwachsenenleben. Wieder Kindsein dürfen, spielen und entdecken, gefällt vielen Erwachsenen richtig gut, denn was sind wir denn anders als großgewordene Kinder!

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

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