Autor: Mira Mondstein

  • Das ist „meine Uni“: Die HSG-Bochum

    [et_pb_section admin_label=“section“] [et_pb_row admin_label=“row“] [et_pb_column type=“4_4″][et_pb_text admin_label=“Text“] Wie oft glaubt ihr, habe ich diese Video bereits angesehen?;) Ich kann es jedenfalls nicht mehr aufzählen, sogar meine Tochter hängt jedes Mal mit vor dem Bildschirm, wenn wir uns dieses Portrait des Studienganges anschauen. Ach, es sieht alles so Zucker aus, aber ich weiß von unserer Freundin Anja Lehnertz auch, dass das Hebammen-Sein alles andere als das sein kann… Die Uni jedenfalls hat mich an drei Infoständen (u.a. in Münster als wir eigentlich wegen unserer großen Tochter auf der Ausbildungsmesse waren) gefesselt und es brodelt in mir, ich will genau da hin. Einmal war ich ja bereits so gut wie eingeschrieben, aber dann kam… Das Leben:) Und nun geht es endlich bald los![/et_pb_text][/et_pb_column] [/et_pb_row] [/et_pb_section]
  • Die Zusage! Zugelassen an der HSG Bochum

    Was habe ich gehibbelt.

    Was es nicht schon „schlimm“ genug, dass die Bewerbungsfrist dieses Jahr durch Corona einige Wochen nach hinten gelegt wurde, dann brach auch noch der Server von hochschulstart.de (die Zulassungsstelle für zulassungsbeschränkte Studiengänge) zusammen.

    Gefühlt aktualisierte ich sowohl mein Emailkonto als auch die Seite von Hochschulstart im Minutentakt, obwohl ich mir bewusst war, dass mich das nur noch verrückter macht…

    Heute dann hatte ich plötzlich ein seltsames Gefühl in der Magengrube. Ich versuchte mich auf Hochschulstart einzuloggen und scheiterte wieder.

    Auf Youtube zeigte ich meiner Tochter (die seit Juni acht Jahre alt ist) ein Video über das Studium an meiner Wunschuni in Bochum und steckte die Maus dann ins Bett (Mittags, sie ist krank).

    Und dann plötzlich: Als ich mal NICHT wegen der Bewerbung in mein Emailkonto schaute sondern einen Newsletter bestätigen wollte, war sie da: Die Email, dass ich zugelassen bin.
    IN BOCHUM, meiner absoluten Wunschuni!!!!

    Wie oft schon habe ich an Infotagen teilgenommen, und die Studenten neidisch beäugt… Nun werde ich bald selbst dazu gehören.

    Dass das nicht einfach wird, alleine von dem Lernstoff und der Praxis, ist jedem klar, der sich mit dem Beruf der Hebamme auseinander setzt.
    Aber werden auch das Familienleben, die Pendelei zur Uni und die Einsätze im Krankenhaus klappen?

    Ich habe ein wenig das Gefühl, dass es nicht allein in meiner Hand liegt. Und trotzdem:

    Wer es nicht wagt der kann nicht gewinnen (ja, etwas abgewandelt, aber ich finde es klingt schöner).

    Ich halte euch auf dem Laufenden!
    Aber erst einmal:

    Am 2.11.2020 ist der erste Tag:)

    Und ich freue mich!

    Liebe Grüße
    Eure Mira

  • Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt: Welcher Geburtsort soll es sein?

    Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt: Welcher Geburtsort soll es sein?

    Spätestens mit dem fortschreiten eurer Schwangerschaft stellt ihr euch die Frage nach dem Geburtsort für eine sichere Geburt. Dabei ist es vor allem wichtig, dass ihr Eltern euch wohl fühlt und was ihr denkt, wo euer Baby am liebsten die Welt erblicken würde? Diese beiden Fragen können euch werdenden Eltern und insbesondere euch werdenden Müttern helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden, wo ihr euch am sichersten fühlt.

    Nachfolgend stellen wir euch die verschiedenen Geburtsorte mit ihren Eigenheiten, sowie Vor- und Nachteilen vor.

    Geburtsort: Klinik

    Vor allem Erstgebärende wünschen sich eine Klinik als Geburtsort, da die Unsicherheit groß ist, wie eine Geburt abläuft und was dabei auf sie zu kommt. Dort fühlen sie sich sicher. Nicht zuletzt spricht die schnelle Bereitschaft der Ärzte bei größeren Schwierigkeiten während der Geburt sowie beim Neugeborenen dafür.

    Nachteilig bei länger dauernden schichtübergreifenden Geburten ist es, dass die werdenden Eltern gegebenenfalls von mehreren Geburtshelfern begleitet werden. Einige Kliniken haben Verträge mit sogenannten Beleghebammen, so dass die Eltern über die gesamte Dauer der Geburt von einer von ihnen persönlich ausgewählten Hebamme begleiten werden können.

    Bei einer Steiß- oder Querlage des Babys oder schwerwiegenden Erkrankungen bei Mutter oder Kind ist eine Klinikgeburt nahezu unausweichlich bzw. angezeigt.

    Mittlerweile bieten viele Geburtskliniken Alternativen neben den konventionellen Methoden der Geburtsintervention, wie Wehentropf oder PDA (Periduralanästhesie) an.

    Betreuung durch eine Doula

    Eine Doula ist eine mit dem Verlauf einer Geburt vertrauten Person, die die werdende Mutter bzw. Eltern während der Geburt durchgehend im Kreißsaal betreut.

    Sie kümmert sich um das Wohlergehen Eltern und hilft der Mutter mit Massagegriffen zu entspannen. Auf Wunsch übernimmt sie auch die Kommunikation mit den Geburtshelfern des Krankenhauses, z.B. um den Eltern, den von ihnen gewünschten Geburtsverlauf soweit es die Gesundheit von Mutter und Kind zulässt, zu gewährleisten.

    Ist ein einladender Geburtsraum vorhanden?

    Geburtsort

    Bei der Auswahl der Geburtsklinik, sofern eine Auswahl überhaupt zur Verfügung steht, sollte die Ausstattung der Kreißsäle berücksichtigt werden. Handelt es sich um kalte sterile Klinikräume oder sind sie eher „gemütlich“ eingerichtete Gebärzimmer.

    Wie sieht das Bett aus, ist es ein typisches Kranken Bett oder schon ein rundes Bett, welches zum „Verweilen“ einlädt. Möglicherweise ist es schon mit einem flexibel „aufstellbaren“ für alle Geburtspositionen geeigneten Bett ausgestattet.

    Gibt es einen großen Sitzball, Gebärschemel oder ein Seil bzw. Tuch, an denen sich die Gebärende während der Wehen festhalten kann?

    Ist eine Wanne zur Entspannung oder Wassergeburt vorhanden?

    Nicht zu vergessen ist die Einrichtung der Wochenbettstation. Ist das Bad direkt angegliedert und für wie viele Mütter ist es vorgesehen.

    Um all diese Punkte zu beachten, ist es wichtig, sich frühzeitig nach einer passenden Klinik umzuschauen und vorzustellen. Wenn die Kreißsäle und Arbeitsweise zusagen, ist es sinnvoll sich voran anzumelden, damit dies, wenn es soweit ist, weniger Zeit in Anspruch nimmt.

    Geburtsort: Die ambulante Geburt im Krankenhaus

    Eltern, die nicht auf die Sicherheit einer Geburtsklinik verzichten und nach einer natürlichen Geburt so schnell wie möglich wieder nach Hause wollen, können dies nach einer ambulanten Geburt nach 24 Stunden. Vorausgesetzt Mutter und Kind geht es gut und die Geburt verlief ohne größere Komplikationen.

    Für die Betreuung nach einer ambulanten Geburt muss für eine Hebamme organisiert werden. Für die U2 Untersuchung nach dem dritten Lebenstag muss in diesem Fall ein Kinderarzt aufgesucht werden. Der Termin sollte soweit möglich bereits vor der Geburt ausgemacht werden.

    Geburtsort: Geburtshaus

    Geburtsort - Das Geburtshaus

    Geburtshäuser verzichten im Gegensatz zu Kliniken ganz auf den Einsatz von der PDA als von außen einwirkende Hilfe. Sie stehen für einen natürlichen Geburtsprozess, der so nicht in jeder Geburtsklinik umsetzbar ist oder verfolgt wird. Dies liegt nicht zuletzt an der Unrentabilität einer länger dauernden natürlichen Geburt.

    Die hier tätigen Hebammen setzen mehr auf ganzheitliche Mittel wie Homöopathie, Bachblüten-Essenzen, Aromatherapie sowie Akupressur oder Akupunktur. Als von außenwirkenden Geburtshilfen schwören viele Geburtshäuser auf Anwendungen in warmen Wasser.

    Leider werden die Betriebskostenpauschalen in der Höhe von ca. 300 Euro nicht von den Krankenkassen übernommen Unserer Ansicht nach eine sehr sinnvolle Investition. Auch wenn man für die anschließende Betreuung durch eine Hebamme und der U2 durch einen Kinderarzt, wie bei einer Hausgeburt selber verantwortlich ist. Die U1 wird in der Regen noch von der Hebamme übernommen.

    Der Kontakt zur Hebamme

    In einem Geburtshaus beginnt der Kontakt zur Hebamme häufig bereits in den von ihnen angebotenen Geburtsvorbereitungskursen. Und da die Anzahl der dort tätigen Hebammen sehr überschaubar ist, ist die Voraussetzung für einen vertrauensvollen Kontakt gegeben.

    Ausstattung der Geburtsräume

    Nach der Gesundheit von Mutter und Kind sind Entspannung und Vertrauen die wichtigsten Voraussetzungen für eine schöne Geburt. Dementsprechend sind die Räume heimelig eingerichtet. Damit es nicht zu größeren Schwierigkeiten kommt, sind Geburtshäuser mit Herzwehen-Schreiber und Notfall-Sauerstoffgeräten ausgestattet. Falls es während der Geburt zu größeren Schwierigkeiten kommt, kann die werdende Mutter zeitnah in eine Klinik verlegt werden. Denn Geburtshäuser müssen immer in der Nähe einer Klinik angesiedelt sein.  

    Wer kümmert sich um Mutter und Kind nach der Geburt?

    Wünschenswert wäre in den meisten Fällen bestimmt die liebevolle Versorgung der jungen Mutter und ggf. der älteren Geschwister durch den Vater. Sofern dieser sich freinehmen kann. Des weiteren könnte die eigene Mutter, Schwester und oder Freundin die Familie in den ersten Tagen nach der Geburt beim Einkaufen, Essen kochen, Putzen etc. unterstützten.

    Zudem besteht die Möglichkeit eine Familienhelferin bzw. Mütterpflegerin zu beauftragen. Die Kosten werden größtenteils von der Krankenkasse übernommen.

    Geburtsort: Zu Hause

    Für die Mütter bzw. Eltern, die sich in der eher sterilen Umgebung einer Klinik nicht wohl fühlen und für die auch das Geburtshaus nicht in Frage kommt, besteht ggf. die Möglichkeit das Kind zu Hause zur Welt zu bringen. Gegebenenfalls unter anderem deshalb weil kaum noch Hebammen Hausgeburten begleiten. Was neben an den hohen Versicherungsbeiträgen vermutlich vor allem an dem gestiegenen Risiko bei Komplikationen verklagt zu werden, liegt.

    Bevor eine Hausgeburt angegangen werden kann, muss am besten direkt nach Bekanntwerden der Schwangerschaft eine Hebamme gesucht werden. Später ist die Chance eine hausgeburtbegleitende Hebamme zu finden schon fast aussichtslos.

    Die Zahl der Hausgeburten ist in den letzten Jahrzehnten extrem gesunken und so kommen derzeit in Deutschland gerade noch zwei Prozent aller Kinder nicht in einer Klinik zur Welt. Nach Abzug der Geburten in einem Geburtshaus bleiben vermutlich weniger als ein Prozent der Babys, die zu Hause zur Welt kommen.

    Hebammen, die eine Hausgeburt begleiten setzen eine Rufbereitschaftspauschale in Rechnung. Diese wird derzeit je nach Krankenkasse in Höhe von ca. 250 Euro übernommen.

    Die Voraussetzungen für eine Hausgeburt sind überschaubar. So muss im Notfall der Zugang des Geburtsraumes mit einer Trage sowie die Anfahrt durch einen Krankenwagen ans Haus bzw. eine zeitnahe Erreichbarkeit einer Geburtsklinik gewährleistet sein. Eine Wärmelampe ist wünschenswert.

    In der Mehrheit handelt es sich bei Hausgeburten nicht um Erstgebärende. Diese Eltern wünschen sich häufig eine selbstbestimmte Geburt innerhalb des familiären Umfelds. Diese Eltern haben sich in der Regel sehr gut über die Geburt und deren Risiken informiert. Zudem haben sie ein großes Vertrauen in den natürlichen Geburtsprozess und in das Können der sie begleitenden Hebamme. Diese haben sie in der Regel bereits im Geburtsvorbereitungskurs näher kennengelernt.

    Inwieweit ist eine Notfallversorgung bei einer Hausgeburt gewährleistet?

    Viele Mediziner haben eher kein Verständnis bei dem Wunsch von werdenden Eltern zu Hause zu gebären. Nichtsdestotrotz sind Hausgeburts-Hebammen heutzutage auch notfalltechnisch besser ausgerüstet. Sie haben sie ein mobiles Überwachungsgerät und ein Notfall-Sauerstoffgerät dabei.

    Zu beachten ist, dass die werdenden Eltern sich vor der Geburt bei einer Klinik zwecks der Versorgung und Erreichbarkeit im Notfall melden sollten. Dies erspart im Ernstfall das zeitraubende und nervtötende Klären von Formalitäten.

    Fazit

    Wir empfehlen euch werdenden Eltern, euch genau über den Geburtsverlauf sowie über die in fragekommenden Geburtsorte und Geburtspositionen zu informieren. Am besten solltet ihr diese zuvor besichtigen und euch nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden geben! Die Geburt ist häufig nicht nur für die Neugeborenen eine traumatische Erfahrung. Sie beeinflusst vor allem deren Überzeugungen über die Welt, in die sie hineingeboren werden. Egal was eure eigenen oder Schwiegereltern sagen, vor allem die werdende Mutter muss sich sicher und gut in dem ausgewählten Geburtsort fühlen.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto: SimpleFoto / Canva Pro
    Foto2: Science Photo Library / Canva Pro
    Foto3: Kzenon / Canva Pro 
  • Die Bewerbung bzw. Einschreibung

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    Hallo liebe Leser,

    es ist vollbracht: Ich habe es geschafft mich durch den Dschungel der verschiedenen Einschreibeportale zu orientieren. Und siehe da: Die Bewerbung um den Studienplatz an meiner Wunschuni ist eingegangen:)

    Da ich bereits einmal eine Zusage an dieser Uni hatte, weiß ich jetzt schon, dass die Bewerbung auch durchgehen wird. Damals kam das Leben ins Spiel und hatte meine Pläne durchkreuzt^^

    Dieses Jahr wird es endlich soweit sein: Ich werde Hebamme:-)

    Das Einschreiben an der Uni für den Studiengang Hebammenkunde (Bachelor) funktioniert über die zentrale Studienplatzvergabe. Das Portal ist mit dem hauseigenen Bewerberportal der Uni verknüpft, wodurch ich mittels Numerus Clausus und Anrechnung von Wartesemestern in eine Rangliste gelange, die dann die 50 Studienplätze an die gelisteten Bewerber austeilt.

    Nun heißt es bis November warten, denn dieses Jahr werden durch die Corona-Pandemie die Semester später beginnen. Mein Start ist der 2. November.

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  • Schlafregression – wenn dein Baby nicht mehr schlafen kann

    Schlafregression – wenn dein Baby nicht mehr schlafen kann

    Als Schlafregression bezeichnet man das „plötzliche“ Zurückfallen des Schlafverhaltens eines Kindes auf einen früheren Entwicklungstand, insbesondere, wenn die Ursache des Rückfalls auf einen Wachstumsschub des Babys zurückzuführen ist. Diese Wachstumsschübe sind Phasen in denen euer Baby durch kognitive oder motorische (Weiter-) Entwicklungen neue Fähigkeiten erlangt.

    Wenn euer Kind in der letzten Zeit nachts nur noch ein bis zwei Mal wach wurde, wird es bei einer Schlafregression nun wieder häufiger wach.

    Häufig liegen die Entwicklungssprünge im kognitive und/oder motorischen Bereich, wenn euer Kind z.B. zu krabbeln, zu stehen oder mit dem Laufen beginnt. In diesen Phasen ist das Gehirn eures Kindes vor allem in der Nacht, so sehr mit der Verarbeitung dieser neu erlernten Bewegungsabläufe beschäftigt, dass deren Schlaf oberflächiger und unruhiger wird.

    Nicht selten üben Babys, wenn sie in der Nacht wach werden, dass was sie am vorherigen Tag(en) neu erlernt haben. So kann es sein, dass sie nachts ausdauernd immer wieder probieren sich auf den Bauch zu drehen. Wenn ihr diese Wachstumsschübe mitbekommt, könnt ihr euer Kind unterstützen, wenn ihr seine Umgebung so anpasst, dass es die neuen Fähigkeiten sicher üben kann. Dies macht sowohl euer Kind als auch euch Eltern stolz und beruhigt zudem seinen Schlaf wieder.

    Schlafregression und Wachstumsschübe

    Wenn auch nicht alle, so werden doch viele Wachstumsschübe von Schlafregressionen eines Kindes begleite. Dies liegt u.a. daran, dass ihr sie mit zunehmendem Alter und gefestigter Schlafroutine häufig nicht mehr als Störung wahrnimmt. Viele Kinder haben mit 5/8 Woche, sowie mit 4,6,8,10,12 und 18 Monaten einen Wachstumsschub, wobei eine Schlafregression zwischen 1 und 2 Wochen andauern kann.

    Eine Schlafregression ist nicht nur wegen den nächtlichen Schlafunterbrechungen von Eltern und Kind mühsam, dazu kommt, dass häufig auch der mühsam eingeübte Tagesablauf wieder durcheinander geschmissen wird.

    Dabei ist es wichtig, dass ihr euch immer wieder vor Augen haltet, dass auch dieser Schub wieder vorbei geht und sich ansonsten über die Fortschritte eures Kindes zu erfreuen.

    Tipps zur Bewältigung der Schlafregressionen

    Bedenkt, dass euer Baby mit eurem Limbischen System verbunden ist und somit eure Stimmungen und Gefühle die eures Kindes beeinflussen. Und wenn ihr Angst bzw. Stress bekommt, „es nicht zu schaffen“, überträgt sich dieser auf euer Baby.

    Dieser Stress macht es eurem Kind nicht gerade leichter, diese aufregende und auch beängstigende Zeit gut zu überstehen. Deshalb schaut, von welchen Seiten ihr Unterstützung bekommen und euch Auszeiten für Ruhe und andere Bedürfnisse schaffen könnt. Diese manchmal extrem anstrengenden Wochen gehen vorbei und ihr könnt nicht mehr als euer bestes geben.

    Schlaf- und Wachzeiten

    Probiert die kürzeren Schlafzeiten über Tag, so gut es geht, zu ähnlichen Uhrzeiten bei zuhalten. Dies verhindert, dass euer Kind übermüdet und dies würde nicht nur bei eurem Kind, sondern anschließend auch bei euch zu Stress führen.

    Mit jedem weiteren Entwicklungsschub brauchen Babys weniger schlaf und schaffen es länger wach zu bleiben. Nachfolgend findet ihr eine Übersicht über die „typischen“ Längen der Wachzeiten für Babys und Kleinkinder.

    0-6 Monate: ca. 1-2 Stunden
    6–12 Monate: ca. 2–3,5 Stunden

    Bis zum zweiten Lebensjahr dehnt sich diese Zeit auf bis zu fünf Stunden aus.

    An den obenstehenden Wachzeiten könnt ihr euch zumindest grob orientieren, doch macht euch keinen Stress, wenn euer Kind eine andere „Meinung“ dazu hat. Die Crux an diesen Entwicklungs-/Übersichtstabellen ist, dass sie einerseits Sicherheit vermitteln, aber bei Abweichungen auch die Ängste von uns Eltern verstärken. Dabei verlieren Eltern immer wieder den ganz individuellen Entwicklungsplan ihres Kindes aus den Augen.

    Babys brauchen regelmäßig und somit auch tagsüber ihren Schlaf, ihr Gehirn verbraucht sehr viel Energie bei der Verarbeitung der neu gewonnenen Eindrücke und nicht zuletzt für die Aufrechterhaltung der körperlichen Lebensfunktionen. Je älter die Kinder sind, ums so eher können durch Wachstumsschübe hervorgerufene Schlafregressionen bei manchen dazu führen, dass sie tagsüber weniger Schlafzeiten brauchen und auch schon mal ihren Mittagsschlaf verweigern.

    Ausnahmen sind die Wachstumsschübe, wenn Kinder ihren Schlafrhythmus von drei auf zwei Schlafzeiten umstellen, was in der Regel um den 8. Monat herum der Fall ist und ebenso, wenn die Umstellung von zwei zu einem Mittagsschlaf erfolgt. Diese Umstellung geschieht sehr individuell zwischen einem und eineinhalb Jahren.

    Wachstumsschübe machen hungrig

    Vermutlich werden eure Kinder während ihrer Wachstumsschübe einen größeren Hunger haben. Vor allem Kinder, die gestillt werden, wollen ihren erhöhten Energiebedarf bzw. Hunger auch nachts öfter stillen.

    Sobald sich die Muttermilch an die neuen Bedürfnisse eures Kindes angepasst hat, entspannt sich das Schlafverhalten eures Babys. Und wenn ihr eurem Baby tagsüber häufiger eure Brust oder Nahrung anbietet, wird es nachts seltener aus Hunger wach.

    Eure Mira

    Beitragsfoto: encrier / Getty Images Pro
  • Dreimonats–Koliken beim Baby

    Dreimonats–Koliken beim Baby

    Was sind Dreimonats-Koliken?

    Dreimonats-Koliken beim Baby sind keine spezifische Erkrankung. Sie beschreiben eher ein bestimmtes Verhalten des Babys, welches verschiedene Ursachen haben kann.

    Die Koliken treten ab der zweiten Lebenswochen des Babys auf und dauern in der Regel nicht länger als bis zum dritten Monat.

    Die Babys schreien viel oder zeigen zumindest ein schmerzverzerrtes Gesicht. Sie krümmen sich und ziehen ihre Beine an den Bauch und stoßen sie wieder weg.  scheinen Bauchschmerzen zu haben und lassen sich nur schwer beruhige. Die Koliken zeigen sich vor allem zum Abend hin.

    Häufig Luft will aus dem Darm entweichen oder es leidet an einer Verstopfung. Die Darmflora ist in den ersten Wochen noch nicht ausgereift und das Baby reagiert sensibler auf bestimmte Nahrungsmittel der Mutter.

    Je nach Ursache für die Dreimonats-Koliken gibt es unterschiedliche Möglichkeiten Abhilfe oder zumindest Linderung zu schaffen.

    Aber Vorsicht, nicht alle Koliken sind auf Bauchschmerzen zurückzuführen. Sie können auch darauf hinweisen, dass das Baby sich nicht wohl in seiner Haut fühlt.

    Dies kann ein Anzeichen eines noch nicht verarbeiteten Geburtstraumas sein. Generell ist es empfehlenswert, sowohl für das Baby als auch für die Mutter, nach der Geburt einen Osteopathen aufzusuchen.

    Auch wenn es leichter gesagt als getan ist, bleibt gelassen! Ihr macht sehr wahrscheinlich nichts falsch und könnt und „nur“ probieren eurem Baby Linderung zu schaffen.

    Die jungen Mütter bzw. Eltern sollten sich frühzeitig Hilfe bemühen, je nachdem von ihrem Partner, Schwester, Freundin oder Mutter. Nachfolgend werden die typischsten Ursachen für Koliken beschrieben.

    Es ist bei diesen Anzeichen immer empfehlenswert einen Kinderarzt aufzusuchen, um etwaige andere Erkrankungen auszuschließen. Dies hilft euch vor allem ruhiger und gelassener zu bleiben. Eure Ängste übertragen sich auf euer Baby und können selbst Ursache für Koliken sein.

    Wenn ihr eine andere Erkrankung ausschließen konntet, kommen folgende Ursachen in Betracht.

    Mögliche Ursachen für Dreimonats-Koliken

    Was kann die Mutter bzw. können Eltern ändern?

    • Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, Rauchen und Alkohol ist beim Stillen ein No-Go. Zudem solltet ihr euch nicht mit eurem Baby in Räumen aufhalten, in denen geraucht wird oder geraucht wurde.
    • Blähungen können auch weniger Ursache als viel mehr Folge von vielem Schreien/Weinen sein. In diesem Fall ist ganz viel Anlegen und Körperkontakt hilfreich. Am besten nutzt eine Tragehilfe und tragt es lange wie es für euch ok ist. Ansonsten kann eine Federwiege Entlastung schaffen.

      Wichtig ist, immer direkt aufs Schreien eingehen und das Baby auf den Arm nehmen oder mit sich gemeinsam mit ihm auf die Coach zu legen.
    • Häufig sind Dreimonats-Koliken auch die Folge von Reizüberflutungen. So mögen die meisten Babys in den ersten Wochen nicht zu viel Besuch (auf einmal) und weniger Reize durch Geräusche und Trubel, wie z.B. auf einem Wochenmarkt oder in einem Kaufhaus.

      Dazu ist es hilfreich zum Abend hin die Reize, wie durch Fernseher, Computer oder Hektik, wenn der Partner von der Arbeit nach Hause kommt, zu verringern.
    • Generell ist es wichtig, dass die Mutter isst, was ihr schmeckt und nur bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit (z.B. Kuhmilch) probiert diese auszusparen. Wenn die Mutter stillt, ist es bei Koliken empfehlenswert vor allem die folgenden Nahrungsmittel nacheinander ein paar Tage zu vermeiden, und einzeln zu sich zu nehmen, um herauszufinden, welche das Baby nicht verträgt. Hierzu gehören insbesondere Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Hefebackwaren, Schokolade, Kaffee, O- oder Apfelsaft sowie Pflaumen. Diese sind häufig in den ersten Wochen noch nicht so gut verträglich fürs Baby. Gegebenenfalls helfen Tees, wie Fenchen-, Kümmel- oder Anistee.
    • Getreu dem Motto: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, hilft Lachen Anspannung und Stress loszulassen und gelassener zu werden. Was sich zudem auf das Baby überträgt.  
    • Man kann als frischgebackene Mutter bzw. Eltern nicht früh genug damit anfangen auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten. Zugegeben, in der ersten Zeit werden diese notwendigerweise häufig erstmal hintenangestellt.

      Die Gefahr dabei ist, dass man den Absprung aus diesem Verhalten verpasst. Dabei ist die Berücksichtigung unserer Bedürfnisse extrem wichtig. Sie geben uns Kraft, helfen Stress zu vermeiden und alten die Partnerschaft am Leben. Falls ihr einen ausgeprägten Perfektionismus euer eigen nennt, ist dies der Zeitpunkt ihn in den Urlaub zu schicken. Eltern sein und Perfektionismus widersprechen sich regelrecht.

    Babys die nicht gestillt werden bzw. künstliche Säuglingsnahrung

    • Babys, die nicht gestillt werden, haben vermehrt Verdauungsprobleme, das liegt vor allem daran, dass in der Muttermilch die notwendigen Bakterien enthalten sind, die den Verdauungstrakt auf seine Arbeit vorbereiten. Ohne diese Nährstoffe dauert es einfach länger bis der Darm Nahrung gut verdauen kann und zudem ist die Chance unter Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu leiden größer.
    • Das Loch des Saugers der Babyflasche kann zu groß sein, so dass das Baby zu viel Milch in zu kurzer Zeit trinkt und sich verschluckt. Hier bietet sich ein anderer Sauger an.
    • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass euer Baby zu gierig trinkt, da es hungrig ist, weil es länger keine Flasche bekam. Häufigeres Stillen ist in diesem Fall hilfreich.
    • Das Baby kann an einer Kuhmilchunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz leiden, die aber ärztlich untersucht werden sollte. In diesem Fall ist ein Umstieg auf hypoallergene Nahrung eine Lösung.
    • Babynahrung, die zu sehr im Magen schäumt, führt zu Blähungen. Wobei der Wechsel auf einen anderen Säuglingsnahrungshersteller bei Dreimonats-Koliken selten erfolgreich ist.

    Änderungen beim Stillen vornehmen

    • Das Baby nimmt die Brustwarze seiner Mutter nicht vollständig in den Mund, so schluckt das Baby zusätzlich Luft mit runter. Die Mutter sollte in diesem Fall darauf achten, dass ihr Kind ihre Brustwarze tief genug in seinen Mund nimmt. Zudem kann es helfen, das Baby dichter an den Körper bzw. die Brust zu halten, damit es nicht so viel Luft schlucken kann.
    • Eine andere Stillposition kann bei Dreimonats-Koliken Abhilfe schaffen. Notfalls ist es ratsam eine Stillberaterin in Anspruch zu nehmen.
    • Die Mutter hat einen sehr starken Milchspendereflex, d.h. es kommt zu viel Milch auf einmal. Hierbei kann es helfen, dass die Mutter nach dem Ansaugen, dass Baby kurz ablegt bis das Spritzen aufhört oder die spritzende Milch in einem Handtuch aufnimmt. Sie kann auch probieren in Rücklage zu stillen, dies verringert den „Milchdruck“ und somit das Spritzen der Milch. Des Weiteren kann es hilfreich sein, das Baby senkrecht auf den Schoß nehmen, damit das Baby die überschüssige Milch einfach aus seinem Mund laufen lassen kann.
    • Das Baby trinkt zu gierig. Vermutlich hat es bereits länger Hunger. In diesem Fall ist es ratsam besonders auf die Hunger-Zeichen des Babys achten und es ggf. eher anzulegen.
    • Eine Ursache beim Stillen kann darin liegen, dass zu früh die Seite gewechselt wird. Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich während des Stillens: Zu Beginn geht es darum erstmal den Durst zu stillen, aus diesem Grund enthält die Milch relativ viel Milchzucker (Laktose) und wenig Fett.

      Im Laufe des Stillens wird die Milch immer sahniger und somit sättigender. Sobald das Baby an die zweite Brust wechselt, trinkt das Baby zunächst wieder Milch mit relativ viel Milchzucker. Dies kann zu Blähungen führen, da das Kind mehr Milchzucker aufnimmt als sein Magen verdauen kann.

      In diesem Fall empfiehlt es sich, das Baby so lange an der ersten Brust trinken zu lassen, bis es von alleine aufhört. Die andere Brust bekommt es dann erst bei der nächsten Mahlzeit. Vorausgesetzt, dass es nach der ersten Brust keinen Hunger mehr hat.

      Zudem kann es in diesen Fällen vorkommen, dass der Magen des Babys bereits voll ist ohne das das Kind wirklich satt ist. Dies kann schon mal schnell, zu Unzufriedenheit bei diesem führen.

    Was kann die Mutter tun, um ihrem Baby Linderung zu verschaffen?

    Dreimonats-Koliken
    • Die meisten Babys genießen Wärme an ihrem Bauch. Dies kann durch ein bäuchlings Liegen auf einer Wärmflasche oder einem erwärmte Kirschkissen oder einem warmen Bad realisiert werden. Das bäuchlings Liegen sollte nur unter Aufsicht vorgenommen werden.
    • Zudem lieben Babys sanft massiert zu werden. Dies sollte am Bauch auf jeden Fall im Uhrzeigersinn vorgenommen werden. Dazu bietet sich das Bäuchleinöl von Weleda an. Auch leichte Fußmassage kann Linderung schaffen.  
    • Tragen tragen tragen! Spaziergänge mittels einer Tragehilfe an der frischen Luft tun nicht nur dem Baby, sondern auch der Mutter gut. Sie verstärken die Bindung und können helfen den Kopf frei zu bekommen und zu entspannen.
    • Spielerische Bewegungsübungen und Möglichkeiten seine Beine gegen einen Widerstand zu drücken. Dies regt die Verdauung an.
    • Eine weitere Möglichkeit besteht in der Abhaltetechnik wie beim Windelfrei-Training. Dabei hält man das Baby mit seinem Rücken an den eigenen Bauch und die Beine an den Oberschenkeln mit den Händen etwas nach vorne gerichtet. Dies kann helfen die überschüssige Luft aus dem Darm entweichen zu lassen.
    • Bei vielen Babys bewirkt der Fliegergriff Wunder. Hierbei wird das Baby bäuchlings auf einem Unterarm gehalten. Wobei der Kopf des Babys auf dem Unterarm liegt. Die andere Hand kann dem Baby liebevoll über den Rücken streichen oder das Becken des Babys leicht kreisen und dabei stabilisieren.

    Sollten diese Tipps nicht helfen dem Baby bei seinen Dreimonats-Koliken Linderung zu verschaffen, ist es empfehlenswert Tagebuch  zu schreiben, um die Ursache besser eingrenzen und somit herausfinden zu können.

    Eure Mira (Stillberaterin der AfS)

    Beitragsfoto: Jose Manuel Gelpi / Canva
    Foto2: RuslanDashinsky / Getty Images
  • Die wichtigsten Wachstumsschübe eures Babys

    Die wichtigsten Wachstumsschübe eures Babys

    Geborgenheit lässt dein Kind sicherer „wachsen“

    In den ersten Monaten seines Lebens macht euer Baby viele Wachstumsschübe durch. Dabei lernt es seinen Körper immer besser unter Kontrolle zu bringen, Greifen, Rollen, Sitzen, Rutschen, Krabbeln und nicht zu vergessen zu laufen. Doch bei den Wachstumsschüben geht es vor allem um die Entwicklung des Gehirns und der damit verbundenen Möglichkeit neue Zusammenhänge zu verstehen. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen, erlernten Fähigkeiten und vor allem die daraus gezogenen „Schlüsse“ bestimmen ihren späteren Blick auf sich und die Welt.

    Euer Kind macht fast jeden Tag neue Erfahrungen. Anders ausgedrückt, seine ersten Lebensmonate bestehen aus einer Vielzahl an Veränderungen. Und wie ihr vermutlich von euch kennt, bereiten Veränderungen Angst. Deshalb ist es so wichtig, dass euer Baby sich in dieser Zeit sicher und geborgen fühlt, am besten durch ganz viel Körperkontakt bzw. getragen werden.

    Wie könnt ihr einen weiteren Wachstumsschub eures Babys erkennen?

    Auch wenn Kinder sehr unterschiedlich auf Veränderungen und neue Fähigkeiten reagiert, gibt es einige sehr typische Erkennungsmerkmale:

    • euer Kind verhält sich auffällig
    • probiert, ob es etwas Neues kann
    • sucht verstärkt eure Nähe oder
    • weint mehr als sonst.
    Wachstumsschübe

    Vorsicht beim Betrachten von Wachstumstabellen

    Es gibt eine Vielzahl an Wachstumstabellen, die beschreiben, was ein Kind, wann können sollte. Wir werden nachfolgend auch die wichtigsten 8 Wachstumsschübe, der ersten 14 Monate vorstellen. Sie sollen euch aufzeigen, welche Entwicklungsschübe euch mit eurem Baby bevorstehen, so dass ihr ihnen gelassener begegnen könnt. Wir finden, dass man diese Tabellen mit Vorsicht betrachten sollte. Denn jedes Kind ist anders und grundsätzlich gibt es in der Natur kein Timing, was wann gekonnt oder gemacht werden muss.

    Wichtig ist, dass sie alle Wachstumsschübe durchlaufen, denn so ist gewährleistet, dass zumindest die wichtigsten Reflexe integriert werden. Voraussetzung dafür ist, dass wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren und ihre Grenzen in gesicherten Rahmen auszuweiten. Wir hindern unsere Kinder ja auch nicht laufen zu lernen, aus Angst sie könnten hinfallen.

    8 Wachstums-/Entwicklungsschübe – eine kurze Übersicht

    Erster Wachstumsschub

    Um die 5. Woche herum nimmt euer Baby seine die Umwelt immer stärken wahr und kann immer mehr Gegenstände erkennen. Vor allem die, die sich bewegen. Seine Welt wird immer eindrucksvoller, aufregender und bunter.

    Zweiter Wachstumsschub – hier weitermachen

    Um die 8. Woche reift die Funktionsfähigkeit der Sinne heran: Euer Baby beginnt vermutlich mit viel Freude seine ersten Grimassen zu ziehen und mit seinen Händchen, die eigenen Füße erreichen. Da der Hörsinn nun fast ausgebildet ist, kann euer Baby nun Geräusche besser hören, was ggf. aber auch zu Reizüberflutungen und viel Weinen / Schreien führen kann.

    Dritter Wachstumsschub

    Um die Woche 12 herum ist es vorbei mit der Ruhe. Die Motorik verbessert sich und euer Baby will diese auch gleich trainieren. Ab nun stehen tägliche “Strampelübungen” begleitet von einem endlosen plappern und kreischen auf dem Programm. Die Daumen und Finger schmecken ihm besonders gut. Nichts ist mehr vor den Händen eures Babys sicher. Zumindest, wenn ihr es nicht niet und nagelfest befestig habt.

    Vierter Wachstumsschub

    Um die 19. Woche wird alles gegriffen und mit dem Mund erkundet. In den nächsten Wochen könnte sich die Beikostreife einstellen (bitte beachtet, ob euer Kind die Beikostreifezeichen alle erfüllt). Hier findet ihr mehr zur Beikosteinführung. Da nicht wenige Babys ab diesem Zeitpunkt mit dem Zahnen beginnen, kann es durchaus eine anstrengende Zeit werden. Auch wenn sie noch nicht unbedingt von Erfolg gekrönt werden, beginnen die ersten Drehversuche eures Babys.

    Fünfter Wachstumsschub

    Um die Woche 26 beginnt euer Baby seine Gefühlen sichtbar auszudrücken. Es zeigt seine Freude, lächelt bewusst und zeigt seinen Unmut. Einen großen Schuss Gelassenheit schenken wir euch. Es beginnt zu fremdeln und spielt mit euch das Heb-Auf-Spiel. Und herzlichen Glückwunsch: „bestimmt schafft es jetzt bald seine erste Drehung“. Ab nun erkundet es seine Welt aus der Bauchlage.

    Sechster Wachstumsschub

    Um die Woche 37 herum ist kein Gegenstand in der Wohnung mehr sicher vor eurem Kind. Freude kommt auf, wenn es nun die ersten erkennbaren Worte spricht. Wetten können aufgenommen werden, ob es zu erst Mama oder Papa sagen wird. Das Löffeln wird fleißig geübt und ab und zu findet es auch sein Ziel. Wenn ihr bis jetzt noch nicht eure Schränke und Treppen gesichert habt, wird es Zeit.

    Siebter Wachstumsschub Baby

    Um die Woche 46 finden eure Babys Spaß daran, euch alles nach zu machen. Sie ziehen sich an allen möglichen Möbeln hoch und laufen die ersten Schritte an der Hand. Es sitzt immer sicherer und beginnt im Sitzen zu spielen.

    Achter Wachstumsschub

    Um die Woche 55 herum wird euer Baby vermutlich beginnen alleine zu essen. Vielleicht läuft es bereits sicher und es macht ihm Spaß Dinge durch die Gegend zu werfen und ihren eigenen Willen durchzusetzen. Manche nennen diese Phase auch die erste Trotzphase, denn es entwickelt sich ein kleiner Mensch mit schönen und anstrengenden Seiten.

    Detaillierte Informationen zu den einzelnen Wachstumsschüben eures Babys findet ihr in dem Buch “Oje ich wachse” von Dr. Hetty van de Rijt und Dr. Frans X. Plooij, welches wir euch sehr ans Herz legen.

    Mit Ruhe und Gelassenheit …

    Es ist gerade in diesen ersten sehr anspruchsvollen und anstrengenden Monaten gut auf euch zu achten. Schau, ob euch regelmäßig jemand unter die Arme greift und organisiert euch am besten einen vertrauten Babysitter, damit ihr euch als Paar nicht verliert und eure Bedürfnisse nicht vollständig hinten anstellt.

    Das ist wichtig, damit ihr während den bevorstehenden Entwicklungsschüben nicht die Nerven verliert. Denn je entspannter ihr seid, desto gelassener reagiert ihr in diesen stressigen Zeiten. Und selbst, wenn ihr manchmal gestresst und ausgebrannt zu sein scheint, macht euch keine Vorwürfe, das ist völlig normal. Eltern werden, ist mindestens eine, wenn nicht die anspruchsvollste Herausforderung im Leben.

    Eure Mira (BellyBasics- und BabySteps- Kursleiterin)

    Beitragsfoto: Billion Photos / Canva
    Foto2: Nejron Photo / shutterstock
  • Ina May Gaskin: Die selbstbestimmte Geburt / Buchempfehlung

    Ina May Gaskin: Die selbstbestimmte Geburt / Buchempfehlung

    Es gibt so Bücher. So Bücher, die ALLE, also wirklich ABSOLUT ALLE werdenden Eltern lesen sollten.

    Ich nenne diese Bücher immer gerne „die Bibeln“ des Elternseins.

    Und stelle euch heute eine dieser „Must Read!“-Bücher vor:

    Von Ina May Gaskin:

    Die selbstbestimmte Geburt

    Das Buch „Die selbstbestimmte Geburt“ vermittelt genau das, was der Titel verrät: Die wichtigsten Infos für Eltern rund um die Geburt.

    Wie eine Geburt funktioniert. Was eine Geburt stört. Wie eine Geburt selbstbestimmt wird.

    Das Wissen, welches man hier erhält stammt von der berühmtesten Hebamme der Welt: Ina May Gaskin.

    Ina May Gaskin ist Hebamme in Amerika und hat eine sog. Geburtsfarm gegründet. Eine Farm, auf der die Eltern bereits Tage vor dem Geburtstermin einquartiert werden, damit das Baby entspannt, sicher und selbstbestimmt zur Welt kommt.

    Ein Hartes Urteil fällt die Autorin zum Beispiel über den Einsatz von Oxytocin, welcher viel zu oft in Kliniken unbedacht und aus Zeitdruck heraus entsteht. Sie erklärt aber auch, dass es Situationen gibt, in denen eine gut ausgebildete Hebamme in einer Klinik damit wirklich helfen kann.

    Zuerst 100 Seiten Geburtsberichte

    Erst dachte ich: Oh nee, ich will nicht lesen, wie andere Leute ihre Babys bekommen. Aber dann erkannte ich schnell: Das sind nicht einfach nur „Berichte“!

    Hier werden besondere Geburtssituationen betrachtet und erläutert, was die Hebammen der Farm entschieden haben.

    Alle Geburtsberichte sind absolut rührend, man fühlt wirklich mit den Eltern mit und man lernt auch hier bereits eine Menge über Geburten!

    Ina May Gaskin’s Hauptanliegen ist die Erinnerung an die Geduld unter der Geburt

    Geduld ist etwas, was die meisten Geburtsabteilungen heute nicht mehr aushalten / kennen.

    Kreißsäle sind überfüllt, die Hebammen betreuen oft zu viele Eltern auf einmal und dann gibt es auch noch vorgeschriebene Maximalzeiten für Geburten.

    Diesen und viele andere „Systemfehler“ zeigt Ina May Gaskin auf. Was bedeutet, dass die Eltern, die dieses Buch gelesen haben darauf nicht mehr herein fallen werden:)

    Wir empfehlen dieses Buch wirklich unbedingt allen Schwangeren und deren Partnern.

    Hier findet ihr das Buch auf Amazon: (per Affiliatelink: solltet ihr das Buch bestellen, bekommen wir eine Mini „Vermittlergebühr“, die ihr aber nicht zu spüren bekommt^^).

    Liebe Grüße,

    Eure Mira

  • Buchempfehlung: Dr. Shri Balaji També Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys

    Buchempfehlung: Dr. Shri Balaji També Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys

    Du bist schwanger und suchst einen schönen und gleichzeitig umfangreichen Ratgeber rund um die Kugelzeit und das Wochenbett? Dann können wir dir dieses Buch, welches wir rezensieren dürfen, sehr ans Herz legen:

    „Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys“ von Dr. Shri Balaji També ist ein ayurvedisch geleitetes Buch für die Seele der werdenden und frisch gebackenen Mama.

    Es ist nicht nur ein Begleiter durch diese spannende Zeit sondern wirklich ein umfassendes Komplettpaket, denn es sind viele Yogaübungen, ayurvedische Rezepte und tolle Alltagshelfer enthalten, die wirklich zauberhaft sind. Auch Rituale und Tipps für die Kinderwunsch-Zeit sind enthalten.

    Glückliche Schwangerschaft - glückliche Babys

    Dieses komplexe Wissen haben der renommierte Ayurveda-Experte Shri Balaji També und die Gynäkologin Yasmin Khushbu Varandani-Gogia zu diesem wunderschönen Buch zusammen gefasst. Somit bekommt man das Wissen von Experten hier als Ratgeber nach Hause und kann die Schwangerschaft und Babyzeit vollkommen ganzheitlich angehen.

    Hier findet ihr das Buch „Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys“ auf Amazon: (per Affiliatelink: solltet ihr das Buch bestellen, bekommen wir eine Mini „Vermittlergebühr“, die ihr aber nicht zu spüren bekommt^^).

    Liebe Grüße

    Eure Babytalk-Redaktion

  • Stillen sollte nicht weh tun

    Stillen sollte nicht weh tun

    Schmerzen beim Stillen sind immer ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt und geändert werden sollte, egal ob es sich hierbei um eine andere Stillposition oder eine entspanntere Lebensführung handelt. In den meisten Fällen suchen bzw. verlassen wir uns auf Experten, ob es nun Ärzte, Hebammen oder Therapeuten sind.

    Stillen – ein beidseitiger Lernprozess

    Vielen jungen Müttern wird „eingeredet“, dass Stillen etwas ganz Natürliches ist und jede Mutter und jedes Baby es können. Und es ist auch so. Nur wenigen Müttern fehlt die Voraussetzungen zur Milchbildung. Nichtsdestotrotz ist das Stillen ein beidseitiger Lernprozess von Mutter und Kind.

    Beim Stillen wird das Liebeshormon Oxytocin ausgeschüttet, welches der Mutter hilft, sich während des Stillens zu entspannen und wohl zu fühlen. Trotzdem hört man sehr häufig von Müttern, die unter Schmerzen stillen und sich teils wochenlang mit wunden Brustwarzen herumquälen.

    Und falls es mit der Milch nicht so weit her ist, wird der Stillenden die Mär von der vererbten Milchbildungsschwäche eingeredet.

    Wochenbettbetreuung und Stillberatung

    Vor der Geburt stehen andere Themen, wie die vielerorts aufwendige Suche einer Hebamme oder Doula und der Nestbau im Vordergrund und so ist die Mutter schnell verunsichert, wenn es mit dem Stillen nicht direkt klappt.

    Nicht zuletzt, da eine Wochenbettbetreuung und Stillberaterin immer schwieriger zu finden ist, da diese von vielen Hebammen aus von uns nachvollziehbaren Gründen nicht mehr angeboten werden.

    Durch die Schließung vieler Geburtskliniken und die damit verbundene Konzentration der Gebärenden auf die übrigen Geburtshäuser ist eine ausreichende Betreuung der werdenden und der jungen Mütter immer weniger gewährleistet. So auch in Bezug auf eine professionelle Stillberatung.

    Zudem ist das Ausbildungsniveau von Hebammen in Bezug aufs Stillen sehr unterschiedlich und in der Ausbildung von Ärzten nimmt es einen nur sehr geringen Stellenwert ein. Dabei gehörte die Stillberatung mit zu den originären Tätigkeiten einer Hebamme.

    Es stimmt tatsächlich, dass fast jede Mutter die Voraussetzung zur Milchbildung mitbringt. Aber das Stillen selbst ist ein Lernprozess, der vielen externen Einflussfaktoren unterliegt.

    Früher wurde das Stillwissen von Generation zu Generation weitergegeben. Vermutlich haben Mädchen es schon von klein auf immer wieder beobachten können und wussten daher, wie man ein Baby am besten anlegt.

    In ihrer Hilflosigkeit schmieren sich Frauen alles mögliche auf ihre Brust, was der Markt an Produkten und Hausmittelchen so hergibt. Das diese, wenn überhaupt, nur die Symptome behandeln und viele davon die Sache noch verschlimmert, können sie nicht wissen.

    Wir empfehlen sich zeitnah Hilfe und Unterstützung zu holen

    In den ersten Tagen nach der Geburt fühlen sich die Brustwarzen nicht selten empfindlich oder gereizt an. Möglicherweise liegt dies am sehr hohen Prolaktinspiegel zu Beginn der Stillzeit. Sobald aber die Beschwerden, über eine etwas unangenehme Irritation der Brustwarze hinaus gehen, sollte unvermittelt eine professionelle Stillberaterin aufgesucht werden. Bestenfalls hat die Mutter eine stillerfahrende Wochenbetthebamme an ihrer Seite, die direkt unterstützend eingreift.

    Evolutionsbiologisch ist eine längere Stillzeit vorgesehen, bei der sich nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter wohl fühlt. Wenn diese aber unter andauernden Schmerzen leidet, beendet sie die Stillbeziehung zu ihrem Kind frühzeitig. Deshalb empfehlen wir allen jungen Müttern sich nach der Geburt, so früh wie möglich Hilfe und Unterstützung zu suchen.

    Stillerfahrene Hebammen und professionelle Stillberaterinnen beraten ihre anvertrauten Mütter individuell, sowohl beim Stillen wie auch beim Abstillen und sind nicht darauf aus, alle Mütter zum Langzeitstillen zu überreden.

    Euer Babytalk-Team

    * Prolaktin ist bei der Frau ein wichtiges Reproduktionshormon. Es allein ermöglicht der Mutter, ihr Neugeborenes mit Muttermilch zu ernähren. Darüber hinaus sorgt Prolaktin dafür, dass während der Stillphase die Eierstockfunktion ruhig gestellt wird, damit die Frau in dieser Zeit nicht wieder schwanger werden kann. Dies setzt voraus, dass die Mutter ihr Kind 7x oder häufiger am Tag stillt („Natürliche Geburtenkontrolle“… Quelle Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie .

    Beitragsfoto: RomanovaAnn / Getty Images Pro