Autor: Mira Mondstein

  • Solidarität unter Müttern. Wie eine Gemeinschaftsaktion einer Familie das Leben versüßte

    Solidarität unter Müttern. Wie eine Gemeinschaftsaktion einer Familie das Leben versüßte

    Unsere Babytalk-Autorin Yasmin berichtet Euch heute von einer sehr rührenden Solidarität unter Müttern, die auch uns so beeindruckte, dass wir uns kurzerhand an einer kleinen-großen Rettungsaktion beteiligten:


    Gerade erst hatte ich die „heiße Phase“ – also das erste Trimester meiner Schwangerschaft überstanden und begonnen mich richtig auf mein Baby zu freuen – da kam eine weitere Nachricht in mein Postfach geflattert.

    Dani ist schwanger! Was nicht für möglich gehalten wurde, wurde möglich und so sahen wir unseren Bäuchlein quasi gegenseitig beim Wachsen zu. Schon immer mochte ich die Glucke gern – keine Ahnung warum.

    Als ich sie dann das erste Mal auf der WestFam sah, war es „Liebe auf den ersten Blick!“. Waren es die Heimatgefühle, die sie in mir wach rief, als sie mich im mir bekannten Dialekt begrüßte? Waren es ihre Gesichtszüge, die mich unglaublich an eine liebe Person erinnerten, die meine Kindheit schöner gemacht hat? Ich weiß es nicht.

    Mit Bauchschmerzen fing alles an

    Ich weiß aber, dass ich mir irre für sie und ihre Familie gefreut habe. Ich weiß auch, dass ich mir große Sorgen gemacht habe, als sie kurz vor Weihnachten twitterte, dass sie starke Bauchschmerzen habe. Und dabei dachte ich zuerst an Wehen, aber es klang dann doch nicht so.

    Ich riet ihr zum Arzt zu fahren, andere Leser stimmten mit ein. Und dann begann etwas, was ich von außen betrachtet, als kleinen Trip zur Hölle bezeichnen würde:

    Dani durchlebte hatte Komplikationen zur Geburt und litt damit an einem richtig langen Krankenhausaufenthalt – statt zu Hause bei ihrer Familie zu sein.

    Ein Schlag nach dem anderen

    Als wäre das nicht genug gewesen, musste das Baby dann auch noch auf die Intensivstation. Ich kann mich nur bedingt einfühlen, was sie in den Tagen durchmachen musste. Ihre Erfahrungen triggerten mich, erinnerten mich an die dunklen Wolken, die mich nach meiner ersten Geburt umworben hatten.

    Als sie dann auch noch schrieb, dass sie Abstillen muss – obwohl sie es eigentlich gern wollte – habe ich den Entschluss gefasst, ihr irgendwie zu helfen! Ich wollte ihr einen Lichtstrahl schicken, der die Wolken verjagen sollte. Irgendwie!

    Eine Milchmaschine soll es sein

    Mir fiel spontan ein, ihr eine Milchmaschine zu besorgen. Quasi ein Kaffeeautomat nur eben für Babymilch. Bedienbar über W-Lan, sodass man eigentlich nur vom Bett aus ein Knöpfchen drücken muss, um in der Küche die frische Milch abzuholen. Ich hielt diese Idee für gut, weil sie ihr den Alltag erleichtern sollte.

    Weil sie sich daran erfreuen sollte, Milch zuzubereiten. Klingt vielleicht irgendwie komisch, in meinem verqueren Kopf klang diese Idee aber richtig gut. Das Problem: Diese Milchmaschine ist schon etwas teuer.

    Und kurz vor Weihnachten (und meiner Elternzeit) war es einfach nicht im Budget drin, ihr das Ding mal eben so zu kaufen. Also habe ich getan, was ich sonst total ungern und fast nie tue: Ich habe nach Hilfe gefragt. Heimlich.

    Twittermassennachricht erwünscht!

    Über eine heimliche „Twittermassennachricht“ habe ich die Blogger zusammengerufen, die bei Danis tollen #Gluckewillwichteln-Aktion mitgemischt hatten und die ich sonst in Verbindung mit ihr gebracht habe. Ich habe die Situation grob geschildert und einen Spende-Aufruf gepostet und bat, jeden – der kann – 2 bis 3 Euro zu spenden, damit wir diese Maschine gemeinsam verschenken können. Was dann kam, hat mich umgehaun!

    Zunächst wurden weitere Namen genannt, weitere Blogger hinzu eingeladen. Anfangs waren wir knapp 12 Blogger, dann wurden es immer mehr. Die Bereitschaft war riesengroß! Über 30 Blogger haben sich letztlich bereiterklärt zu helfen.

    Als wir die 100 Euro Marke geknackt hatten, war ich erleichtert, als wir die 200 Euro-Marke geknackt haben, erfreut, als wir die 300 Euro-Marke knackten verblüfft und bei 400 Euro nur noch sprachlos.

    Ich wusste gar nicht wohin mit all meinen Emotionen. Und vor allem war ich so mega-happy und hätte es Dani so gern erzählt, aber durfte nicht. MENSCH! Das war wohl der schwierigste Teil für mich: Nichts verraten.

    Die ersten Wunder

    Dann kam der nächste Hammer: Mira und Deva erklärten sich bereit, sich gegen eine kleine Gegenleistung um die Milchmaschine zu kümmern. Vom Budget hatten wir bis zu diesem Moment nur einen üppigen dm-Gutschein besorgt. Aus eigener Tasche kamen dann viele kleine Präsente für einen Geschenkkorb hinzu, die das Care-Paket ausfüllen sollten. Und nun?

    Wir entschieden mit dem übrigen Geld eine Federwiege zu besorgen. Schon allein, weil sich dadurch der gesundheitliche Zustand des Babys bessern könne, wie ich erfahren hatte, schien das sinnvoll.

    Eine Federwiege gegen die Krämpfe

    Kurz vor Weihnachten rief ich also bei swing2sleep an, um eine Nachfrage (ich wollte gern die neue Babyhängematte kaufen, die ich in Anzeigen gesehen hatte) zu stellen. Zu meinem Glück waren alle Mitarbeiter auf einer Weihnachtsfeier – naja, fast.

    Der Geschäftsführer höchstpersönlich war noch da und am Telefon. Ich hatte kurz geschildert, was ich vor habe und warum und dann haut er den nächsten Klopper raus: Er schenkt Dani die Federwiege!

    „Ja ist denn heut´ schon Weihnachten?!“ Ich hatte so einen Lauf, dass ich kurz vor hatte bei Porsche anzurufen und nach einem Auto zu fragen. Er setzte zudem alle Hebel in Bewegung, dass Dani ein komplettes Federwiegenset inklusive neuer Babyhängematte und Motor noch vor Weihnachten erreichte. Tausend Dank an dieser Stelle nochmal an Maik, der sich da so ins Zeug gelegt hat!

    Als Dani amMorgen des Heilig Abend entlassen wurde, warteten da neben unzähliger Aufmerksamkeiten auch unsere zwei Care-Pakete auf Dani. Ich konnte es kaum erwarten, dass sie sie endlich öffnete!

    Dani ruft eine langfristige Spendenaktion ins Leben

    Ihre Reaktion fiel dementsprechend verblüfft und heftig aus und ich habe mich einfach gefreut, dass sie sich so sehr gefreut hat! Allerdings hatte ich noch immer einen „Joker“ in der Hand.

    Es waren noch Spendengelder übrig. Immerhin wurde uns die Federwiege ja bereitwillig gestellt. Wir entschieden, dass Dani nun einfach selbst entscheiden sollte, in was sie das Geld investieren wollte.

    Und was macht die Herzensgute damit? Sie gründet eine kleine Aktion, um Bloggern, die ins Not geraten zu helfen. Die Idee eines Blogger-Spendenkontos „Blogger Charity- Blogger helfen Blogger“ war geboren. Typisch Dani halt.

    Tausend Dank an alle Beteiligten!

    Diese gesamte Aktion war ein riesiges Weihnachtswunder unter Bloggern! Alle Blogger zogen an einem Strang, boten Hilfe an, haben Geld gespendet und sehr konstruktiv miteinander diskutiert, wie man Dani helfen könne.

    Alle hatten nur das Ziel vor Augen ein Weihnachtswunder auf die Beine zu stellen und haben da einfach toll zusammengearbeitet. So sollte Zusammenhalt unter Elternbloggern sein, und nicht anders.

    Ich bin noch immer geflasht davon, wie selbstverständlich Geld gespendet worden ist, welch tollen Gedanken zusammengetragen wurden und auch, wie sehr mir in dieser Sache vertraut wurde.

    Alle Diskrepanzen, die es vielleicht zwischen dem ein oder anderen Blogger gibt, wurden Beiseite geschoben, es wurde einander vertraut, einander wertgeschätzt, einander zugehört.

    Es war einfach super flauschig. Vielen Dank liebe Spender, dass ihr diese tolle Aktion ermöglicht habt und mir euer Vertrauen geschenkt habt. Vielen Dank für den Zusammenhalt und euer Feedback, trotz des weihnachtlichen Stresses, den ihr sicherlich mit euren Familien hattet. Danke!

    Alle Beteiligten der Weihnachtswunder-Aktion:

    www.schwesternliebeundwir.de

    www.tollabea.de/

    www.mama-und-die-matschhose.de/

    http://infemme.com/

    www.feiersun.de

    https://familieberlin.de/

    www.grossekoepfe.de

    https://liniert-kariert.de/
    https://www.2kindchaos.com/
    http://aufbruch-zum-umdenken.de/
    https://kinder-kueche-kaufrausch.blogspot.de/
    https://motherbirthblog.wordpress.com/
    http://grummelmama.de/

    www.elternkram.blog/

    https://familiert.de/

    www.muenstermama.de/

    https://www.nordhessenmami.de/
    https://fruehesvogerl.de/
    https://meinglueck.wordpress.com/
    http://chaoshoch2.com/
    https://mamahoi.wordpress.com/
    https://ostfriesenmutti.wordpress.com/
    https://einhaufenliebe.com/

    www.erdbeerlila.de

    https://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.de
    https://mama-juja.de/
    http://die-gute-kinderstube.blogspot.de/
    https://vorstadtzauber.wordpress.com/

    und natürlich: http://www.babytalk.world/

    Beitragsfoto: Rawpixel.com / shutterstock
  • Wochenbett – Erfahrungsbericht: Vom Schwiegermutter – zum Traumwochenbett

    Wochenbett – Erfahrungsbericht: Vom Schwiegermutter – zum Traumwochenbett

    Wochenbett – Viktorias Geburt vor über fünf Jahren war eine kleine Herausforderung für unsere Nerven. Denn in einem Krankenhaus, in dem normalerweise elf Kinder im Monat das Licht der Welt erblickten, war Viktoria das elfte Kind an ihrem Geburts-Tag.
    Es wurde ein Notkaiserschnitt, da ihre Herztöne nicht mehr optimal waren, zudem lag sie damals quer im Bauch. Ein bisschen sah es auf vorher im Ultraschall aus, als würde sie unter einer Palme liegen;) Mein Frauenarzt schickte mich vorsichtshalber am späten Nachmittag, nach einem CTG bei ihm in der Praxis, in die Klinik.

    Da unter diesen Umständen keine natürliche Geburt in diesem Krankenhaus in Frage kam, wurde nicht viel diskutiert. Keine Stunde nach der Ankunft im Krankenhaus kam die Hebamme bereits mit den Thrombosestrümpfen ins Zimmer geflogen und machte mich OP-fertig.

    Der Notkaiserschnitt

    Der Kaiserschnitt lief für die Maus zum Glück super, sie war etwas blau aber ansonsten top fit und sofort neugierig auf die Welt☺. Um 22:26 Uhr war bzw. wurde sie „geschlüpft“. (Hier findet Ihr den entsprechenden Beitrag zu diesem Kaiserschnitt)

    Was mich betrifft, so war der Kaiserschnitt ein Horror. Ich hatte Schmerzen ohne Ende, was jedoch keiner außer dem Vater von Viktoria interessierte. Als ich anfing zu weinen, wurde es mit „typisch Mutter“ kommentiert. Und nach der OP vergaß man den Papa von Viktoria und mich im Kreißsaal, in den man mich schob, um von dort auf die Station verlegt zu werden.

    Erst nach drei Stunden kam eine genervte Schwester von der Station. Diese fragte ganz aufgelöst, was wir denn bitte im Kreißsaal machten und brachte mich um kurz nach zwei in mein Zimmer. Dort fingen heftige Schmerzen an und ich fragte nach einer Infusion.

    Die war aber nicht möglich, da kein Arzt sie verordnet hatte und alle Ärzte derzeit „ausgeflogen“ waren. Deshalb kam sie mit einem Paracetamol-Zäpfchen. Und um dieses zu verabreichen, warf sie mich auf den Bauch, indem sie das Betttuch mit einem Ruck auf Ihre Seite zog.

    Kurze Ohnmacht

    Ich war kurz ohnmächtig und kam nach einer Sekunde wieder zu mir. Mir liefen die Tränen über die Backe. Daraufhin kam der Kommentar des Jahrhunderts: „Zu einer Geburt gehören nun einmal Schmerzen, glauben Sie ja nicht, dass sie bloß wegen einem Kaiserschnitt drum herum kommen!“

    Meine Tochter sah ich das erste mal am nächsten Morgen um acht Uhr. Sie wurde mir gebracht und hatte in der Nacht schon drei Fläschchen Milch getrunken. Dabei hatte man mir versprochen, sie zum ersten Anlegen zu bringen, sobald sie hungrig ist.

    Wenn die Brüste gar nicht erst sprundeln

    Ich versuchte, auf Zurufen meiner Bettnachbarin, sie anzulegen. Das klappte absolut nicht. Ich hatte keine Ahnung, wie man das macht. Für alle, die sich wundern, was am Stillen so schwer ist: Die Kleine hatte durch die drei Flaschen keine Ahnung, was sie an der Brust denn bitte sollte. Zudem waren meine Brustwarzen alles andere als geeignet zum Stillen, was ich jedoch erst Wochen später erfuhr…

    Also fing das Kind an zu schreien. Sie hatte so einen Hunger, und auf mein Klingeln kam erst einmal über dreißig Minuten keiner ins Zimmer …

    Kurz bevor ich durchdrehte, kam der Papa von der Maus und stürmte auf die Babystation, wo er direkt eine Flasche in die Hand gedrückt bekam. Damit war uns erst einmal geholfen, das Mäuschen nuckelte seelenruhig ihre Flasche und lag von da an wie eine Königin auf meinem Bett.

    In den ersten drei Tagen kam keine Hebamme vorbei. Auch auf unser Nachfragen nicht.
    Um irgendetwas zu versuchen, damit ich vielleicht in ein paar Tagen stillen könnte, fing ich einfach mal an, Milch abzupumpen. Da kam allerdings nichts. Ein Tropfen war die ganze Ausbeute.

    Man sagte mir, dass sich mehr Milch bilden würde, wenn ich regelmäßig abpumpen würde. Also saß ich zehn Stunden am Tag vor der Milchpumpe.
    Es kamen pro Tag keine fünf Tropfen Milch und daran änderte sich leider auch nichts mehr…

    Das Wochenbett

    Nach der Entlassung begann das eigentliche Wochenbett.
    Wir wohnten bei meinen Schwiegereltern in Spe im Dachgeschoss. Und wie das Klischee es will, kam meine Schwiegermutter morgens nach oben und fegte mich aus dem Bett. Hier war staubzusaugen und dort der Boden zu wischen.

    Mein Baby nahm sie ständig und zog ihm erst einmal neue Klamotten an. „Das hier ist nichts für die Kleine!“, war ihr Standardsatz.
    Nach einer Woche öffnete sich die Naht der Kaiserschnittnarbe und ich wurde von meinem sehr, sehr einfühlsamen Frauenarzt in seiner Belegklinik stationär aufgenommen. Mit meinem Baby. Und was ab da an begann, könnt ihr Euch nicht vorstellen:

    Ein traumhaftes Wochenbett

    Man kümmerte sich rührend um uns beide. Wir hatten ein „Familienzimmer“, sodass niemand anderes ins Zimmer gelegt werden konnte und Viktorias Papa die Option hatte, dort zu übernachten.

    Wir hatten eine Kinderkrankenschwester für uns allein, da wir die einzigen mit Baby waren, bekamen alles, was wir auch nur andeuteten, und das Beste: Von Schmerzen war in dem Krankenhaus keine Rede mehr, denn wozu sollte man Schmerzen haben, wenn es doch so tolle Schmerzmittel gab?!

    Es wurden drei Wochen „Traum“ – Wochenbett“ in der Klinik, meine Mutter kam täglich vorbei, Viktorias Papa natürlich auch (der musste ja auch arbeiten). Und ich hatte Zeit für MICH und unser Baby.

    Ich las Bücher, Zeitschriften, und Facebook-Beiträge, nahm an Gewinnspielen teil, gewann eine CloudB Schildkröte (damals waren es nur elf Teilnehmer, da die Marke gerade erst auf dem Markt kam), gewann ein Eltern.de Gewinnspiel und lag oft nur im Bett und schaute meine wunderschöne Tochter an.

    Queen Viktoria zeigte ihre vorbildlichen „Manieren“

    Die Kleine trug übrigens zum Glück auf Ihre Art uns Weise hinzu: Sie schlief die Nächte durch!

    Und sie schrie fast nie. Nun gut, ich hatte ja auch genug Zeit, um ihre Bedürfnisse zu erspüren, aber sie hatte auch eine lustige Angewohnheit:

    Bevor sie anfing zu quengeln, räusperte sie sich ein paar Minuten lang!!! Die Krankenschwestern mussten sich ehrlich jedesmal „wegschmeißen“, wenn sie das Baby hüsteln hörten. So bekam Viktoria den Beinamen „Queen Viktoria“;)

    Wie ihr seht, hat mein damaliger Arzt mir eine Kehrtwende geschenkt. Von einem potentiellen „Horror“ – Wochenbett zum Traumwochenbett.

    Ich kann es jeder Mama empfehlen, noch BEVOR man einen körperlichen Grund bekommt (meine Naht, die sich öffnete), sich in gute Hände zu begeben. Heute würde ich vieles anders machen und wesentlich mehr auf meine Rechte pochen (vor allem in der Klinik, in der Viktoria geboren wurde).

    Aber man muss vieles erst lernen. Ich nehme die Erfahrung dankbar als Hinweis dafür, dass eine Mutter sich sehr viel um sich selber kümmern muss. Und nein, die Wohnung muss man nicht blitzeblank im Wochenbett halten.

    Wenn ihr dafür ein amtliches Schreiben braucht, stelle ich es Euch gerne aus 🙂

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto: Mikhail Tchkheidze / shutterstock
  • Nachtschreck, was ist das, was können wir als Eltern tun?

    Nachtschreck, was ist das, was können wir als Eltern tun?

    Der Nachtschreck: In diesem Beitrag möchten wir Euch von schlaflosen und zuerst sehr beunruhigenden Nächten berichten, die wir mit Viktoria durchlebten. Stellt Euch folgendes Szenario vor.

    Szenario

    Viktoria schreckt einige Male in der Nacht wimmernd und weinend auf, klettert zu mir Mira ins Bett, kuschelt sich fest an mich und schläft direkt weiter.

    Meine Versuche, sie aufzuwecken sind erfolglos. Viktoria schläft trotz ihrer offensichtlichen Angst so tief, dass ich sie richtig gehend rütteln müsste, um sie zu wecken.

    Nachdem ich im Kindergarten den Tipp bekam, dass viele Kinder in Viktorias Alter an dem sogenannten „Nachtschreck“ leiden, habe ich mich darüber informiert und möchte Euch nachfolgend mitteilen, was ich darüber herausfinden konnte:

    Das Phänomen des Nachtschrecks?

    Das Phänomen des Nachtschrecks, der in der in Fachkreisen auch „pavor nocturnus“ genannt wird, kann ab dem ersten  bis zum 7. Lebensjahr vor allem bei Kleinkindern auftreten. Sie wachen häufig ca. 3 Stunden nachdem einschlafen auf und sitzen dann aufrecht, schreien oder weinend im Bett. In seltenen Fällen laufen sie sogar umher.

    Wie für mich sind diese Nächte mit Viktoria auch für viele andere Eltern eine höchst beunruhigende Erfahrung, auch wenn sie eher zu den harmloseren Schlafstörungen gehört. Wie gesagt, nur in Bezug auf die Kleinen und nicht auf uns Eltern.

    Ein Nachtschreck ist eine Störung des Schlafs, bei dem Euer Kind ca. 3 Stunden nachdem Einschlafen plötzlich aufrecht im Bett sitzt, weint, schreit, stöhnt oder murmelt. Die Augen hat es dabei meistens weit offen, ohne jedoch wirklich wach zu sein.

    Weil Euer Kind in einer Art Grauzone zwischen Schlaf und Wachsein festhängt, nimmt es Eure Anwesenheit nicht wahr und reagiert auf nichts, was Ihr tut oder sagt. Das gute an dem Phänomen ist, dass Eure Kleinen sich am Morgen an nichts erinnern.

    Wie häufig und wann tritt der Nachtschreck auf?

    Die Schlafstörung tritt zwischen 5 bis 30 Prozent der Kinder zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr auf. Je nachdem welche Studie man heranzieht. Sie kann aber auch durchaus bereits bei Einjährigen oder sogar bei Säuglingen vorkommen.

    Der Nachtschreck taucht häufig vor oder nach einschneidenden Erlebnissen auf, wie zum Beispiel dem ersten „bewussten“ Geburtstag: Viktoria wird übermorgen vier;) Oder nach aufregenden Tagen.

    Viktoria macht von ihrem 4. Geburtstag (selber) viele Entwicklungsschritte abhängig, obwohl von außen kein Druck auf sie wirkt … . Sie glaubt zum Beispiel an ihrem Geburtstag plötzlich körperlich GROß zu sein. Am Morgen ihres vierten Geburtstags schaute sie sich direkt ihre Beine an und war enttäuscht, dass sie nicht merklich gewachsen waren;)

    Zudem tritt der Nachtschritt häufig bei der Eingewöhnung in den Kindergarten (oder Kita) wie auch während der Einschulung auf.

    Besonders schlimm ist es für uns besorgte Eltern vor allem deshalb, weil wir eigentlich nichts machen können. Denn nichts hilft, weder beruhigendes Zureden, die Trinkflasche oder das geliebte Kuscheltier.

    Wie sollen uns beim Nachtschreck verhalten?

    Das „einzige“ was betroffene Eltern machen können, ist es, ihre Liebsten so entspannt wie möglich zu begleiten und vor „Verletzungen“ zu schützen. Denn es kann vorkommen, dass diese um sich schlagen oder sich herumwälzen.

    Egal was Ihr macht, es gibt nichts, was den Nachtschreck abkürzen könnte. Er dauert so lange, wie er dauert. Meistens ist es auch gar nicht so hilfreich, wenn wir sie berühren, ansprechen oder gar wecken, da sie in der Regel sowieso nicht darauf reagieren. Das Kind scheint regelrecht in seiner eigenen Welt gefangen zu sein. 

    Das Nachtschreck-Syndrom kann sich gelegentlich wiederholen, ist aber kein regelmäßig auftretendes Schlafproblem. Dass es bei Viktoria jetzt bereits mehrere Nächte hintereinander aufgetreten ist, ist eher selten.

    In der Regel wird diese Schlafstörung von Medizinern als harmlos eingestuft. Es besteht keine Gefahr von Folgeschäden für das Kind. Seid ihr aber trotzdem sehr besorgt, solltet ihr eure Ängste und Bedenken beim nächsten Kinderarzt-Besuch auf jeden Fall zur Sprache bringen.

    Ergänzung: Jetzt nach ihrem 4. Geburtstag und ihrer, wenn auch leicht enttäuschenden Erfahrung, dass sie immer noch „die gleiche“ ist, hat sich ihr Nachtschreck wieder gelegt.

    Was löst ein Nachtschreck aus und wie kann man ihn verhindern?

    Es gibt nichts, was einen Nachtschreck verhindern kann, u.a. weil man sich nicht einmal mehr sicher ist, was genau ihn auslöst. Feststeht, dass Nachtschrecken nicht bedeutet, dass Ihr Kind ein psychologisches Problem hat oder bedrückt ist.

    Wie oben bereits beschrieben können Nachtschrecken ihre Ursache in Stress oder Übermüdung haben oder aber von unregelmäßiger Schlafroutine oder mangelndem Schlaf kommen.

    Wie kann ich einen Nachtschreck von einem Alptraum unterscheiden?

    Im Unterschied zu einem Nachtschreck wird ihr Kind bei einem Alptraum wirklich wach. In der Regel kann es sich an seinen Alptraum erinnern und auch darüber sprechen. Zudem wird Ihre beruhigende Anwesenheit ihr Kind trösten können.

    Wissenschaftlich gesehen finden Alpträume in der Regel während der REM-Phase (Rapid Eye Movement) des Schlafes statt, das heißt in der Regel zwischen 2 und 6 Uhr morgens. Der Nachtschreck erfolgt dagegen oft in den ersten Nachtstunden, in denen das Kind nicht träumt.

    Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Beitrag etwas beruhigen oder „vorwarnen“. Unter diesem Link findet ihr einen Erfahrungsbericht einer Babytalk-Leserin.

    Eure Mira (Babytalk-Redaktion)

    Beitragsfoto: Twin Design / shutterstock
  • Hyperemesis – ist nicht einfach nur eine Schwangerschaftsübelkeit!

    Hyperemesis – ist nicht einfach nur eine Schwangerschaftsübelkeit!

    Vor einigen Monaten gab es so gut wie kein Magazin bzw. Blatt, welches nicht den Augenmerk auf Prinzessin Kate in England richtete, die mit ihrem dritten Kind schwanger ist und an Hyperemesis litt.

    Uns fällt auf, dass es nach wie vor sehr wenige Stellen gibt, die mit dieser Schwangerschaftserkrankung fair umgehen und möchten Euch aus diesem Grund Einblick geben.

    Ich hatte in der Schwangerschaft mit meiner Tochter mit genau diesem Problem zu kämpfen:

    Die Schwangerschaft mit meiner Tochter (heute fünf Jahre alt) begann zunächst sehr entspannt. Die ersten sieben Wochen waren sehr angenehm, das einzige, was ich merkte waren seltsame Gelüste, was das Essen betraf.

    Ab der achten Schwangerschaftswoche begann eine normale Morgenübelkeit, die ich allerdings mit viel Fencheltee ganz gut in den Griff bekam.

    Hyperemesis in der 13. SSW

    Das erste mal haute mich die Hyperemesis in der dreizehnten Woche so richtig um.

    Der Papa der Kleinen und ich waren in der Stadt unterwegs, als ich plötzlich nicht nur wackelig auf den Beinen war, sondern auch einen schrecklichen Brechreiz hatte.

    Ich kam von der Toilette eines Restaurant nicht mehr weg, da ich immer, sobald ich versuchte, mich auf die Beine zu stellen, erneut brechen musste.

    Hyperemesis Schwangere Frau liegt an einem Tropfer angeschlossen im Bett

    Krankenhausaufenthalte in meiner Schwangerschaft

    An diesem Tag wurde ich das erste mal stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

    Dort verbrachte ich direkt erstmal sechs Wochen am Tropf, da ich nicht mal einen einzigen Schluck Tee oder Wasser in mir behielt.  Von Essen ganz zu schweigen …

    Ich konnte mich kaum bewegen, war extrem erschöpft und konnte mich nicht eine Minute auf ein Buch oder Zeitschrift konzentrieren.

    Die Zeit im Krankenhaus habe ich allerdings als sehr positiv in Erinnerung, da ich dort einfach meinen Bedürfnissen nachgehen konnte und zu nichts gezwungen wurde.

    Ich schrieb viel Tagebuch für die Maus, lag unfassbar viel im Bett und hörte Hörbücher, auch wenn ich meistens am Abend  nicht mehr wusste, wovon sie handelten …

    Dort habe ich dann übrigens auch damit begonnen meinem ersten Blog zu schreiben.

    Die Infusionen verhinderten, dass ich austrocknete. Die Krankenschwestern waren super lieb, und blöden Fragen musste ich mich wegen meines „Unwohlseins“ auch nicht stellen.

    In der Mitte der Schwangerschaft ging es ein paar Wochen ganz gut. Sprich, „ich musste nur drei mal am Tag brechen und nicht rund um die Uhr“ und ich konnte das Krankenhaus erst einmal verlassen.

    Doch im sechsten Monat ging es wieder extrem mit meinem Brechen los und ich lag wieder auf meiner zu meiner zweiten Heimat etablierten Station.

    Hyperemesisi Behandlung mit Akupunktur

    Mit Akupunktur und Infusionen wurde ich gegen das Brechen behandelt. Zum Glück war mein Frauenarzt der Belegarzt in dem Krankenhaus, wodurch mit auch erspart blieb, nicht ernst genommen zu werden.

    Ich möchte betonen!, dass es handelt sich bei dieser unangenehmen Schwangerschaftserkrankung nicht einfach nur um eine ausgeprägte typische Morgenübelkeit handelt!

    Hyperemesis würde ohne Behandlung zu Austrocknung und Nährstoffmangel führen, was sowohl der Mutter als auch dem Fetus gefährden und / oder schaden würde.

    Liebe Grüße

    Eure Mira

    Hier findet ihr einen weiteren Erfahrungsbericht unserer Hebamme Anja Lehnertz zu Hyperemesis, Hinweis der Redaktion.

    Beitragsfoto: PhotoMediaGroup / shutterstock
    Foto 2: Roman Kosolapov / shutterstock
  • Das Wickeltaschen – Spiel

    Das Wickeltaschen – Spiel

    Was sagen Wickeltaschen über deine Persönlichkeit aus???

    Wickeltasche - Was sagt der Inhalt deiner Wickeltasche über Dich als Mutter aus?

    Das Wickeltaschen – Spiel (Klick zum Download)

    Wir verraten dir mit einem Blick in deine Wickeltasche, was für ein Mensch du bist;)

    Addiere dafür alle Punkte zusammen und schaue hier nach, in welche Gruppe du gehörst:

    Bis zu 30 Punkte:

    Wir sind nicht sicher, ob du eine Wickeltasche oder versehentlich deine Party-Tasche erwischt hast?

    Tipp unseres Wickeltaschen – Experten: 

    Könnte es sein, dass Du Angst hast den Überblick zu verlieren und im Chaos unterzugehen? Schau lieber noch einmal in deinem Kinderwagen nach, ob Du bei deiner Vorsicht nicht dein Kind vergessen hast;)

    31 – 70 Punkte:

    Du bist entweder ein PAPA oder eine strukturierte Mama, die nur das notwendigste mitnimmt und in deren Wickeltasche immer Ordnung herrscht. Wenn du deinen Autoschlüssel suchst, findest du ihn mit einem zielsicheren Griff in das dafür vorgesehene Fach, in den Nebenfächern würde nie ein zerkrümelter Keks zu finden sein. Stimmt´s?

    Tipp unseres Wickeltaschen – Experten:

    Glückwunsch, deine Wickeltasche spart dir viel Zeit und Nerven. Nutze diese für Auszeiten, genieße ein paar Sekunden lang das Kitzeln der Sonne oder der Regentropfen in deinem Gesicht. Du wirst nicht an einer Panikattacke wegen vermeintlich verlorenen Gegenständen in Wickeltaschen sterben.

    71 – 120 Punkte:

    Du bist die absolute Wickeltaschen-Queen. Deine Wickeltasche ist weder steril noch das Chaos schlechthin, du bist, was den Inhalt angeht, ziemlich entspannt. Da du nur die Verbrauchsmaterialien immer wieder einmal nachfüllst, bist du immer sprungbereit. Wenn wirklich etwas fehlt, bekommst du das fehlende Utensil in jeder gängigen Drogerie. Vorausgesetzt Du hast noch eine zweite Handtasche mit deinem Portemonnaie dabei.

    Tipp unseres Wickeltaschen – Experten: 

    Nun ja, da gibt es nicht viel zu sagen. Eigentlich ist deine Wickeltasche perfekt. Vorsicht sei nur mit Kekskrümeln und leeren Packungen von Quetschies, Fruchtriegeln etc. geboten. Schaue einmal wöchentlich die Tasche nach solchen potentiellen Müllbergen durch. Solltest du dazu neigen, Sachen zu vergessen, hänge an die Wohnungstür einen kleinen Reminder mit den wichtigsten Utensilien.

    121 – 150 Punkte:

    Oh ha. Hast du vor, mit deinem Kind zu verreisen? Du gehörst du den Mamas, die man locker samt Kind ein paar Tage entführen könnte, es würde Euch dank der prall gefüllten Wickeltasche weder an Nahrung noch an Windeln oder Lektüre fehlen. Du hast eher zu viel als zu wenig dabei, fühlst dich aber so einfach besser ausgerüstet.

    Tipp unseres Wickeltaschen – Experten:

    Du gehörst zu den sicherheitsbewussten Übermamas, doch es besteht noch Hoffnung. Ich empfehle dir, öfter mal die komplette Wickeltasche auf den Kopf zu stellen und den herausfallenden Inhalt zu überprüfen: MUSS DAS WIRKLICH ALLES MIT? Mache drei Haufen:

    1. unentbehrlich: Dies habe ich in den letzten 2 Tagen in den Händen gehalten.
    2. möglicherweise entbehrlich: Ich markiere es mit einem Marker. Wenn Du dies in den nächsten 3 Tagen in den Händen hattest, lass es in der Tasche, ansonsten raus damit!
    3. überflüssig: Alles was Du in den letzten 7 Tagen nicht in der Hand hattest, solltest Du rausnehmen.

    Nun probierst du mal einen Spaziergang ohne Kind mit der entrümpelten Tasche aus.
    Na, war es so schlimm?

    Ab 151 Punkte:

    … du hast echt ´nen Knall!!
    Wir attestieren dir hiermit offiziell den absoluten Wickeltaschen-Wahnsinn!!! Ist neben dieser Wickeltasche auch noch irgendwo Platz für dein Kind im Kinderwagen?

    Tipp unseres Wickeltaschen – Experten:

    Wir raten dir unbedingt, dich den anonymen Wickeltaschenmamas anzuvertrauen. Du findest sie ganz einfach: Überall, wo man mehr Wickeltasche als Kind sieht.

    Viel Spaß!
    Eure Babytalk-Redaktion

    Beitragsbild: Victoria 1 / shutterstock
    
  • Mein positiver Schwangerschaftstest – Blogpararde

    Mein positiver Schwangerschaftstest – Blogpararde

    Heute eröffne ich eine neue Blogparade mit dem Thema „Mein positiver Schwangerschaftstest“, mit dem ich vor knapp fünf Jahren von meiner Tochter Viktoria erfuhr.

    Damals war ich in einer Tagesklinik mit Verdacht auf Depression. Mir war ständig übel, ich war müde, konnte mich kaum konzentrieren.

    Schwanger statt akute Depression

    Und ich konnte kaum essen. Für die Ärzte, die mich und meine mentale Vorgeschichte kannten, war die Diagnose klar, eine absolute akute Depression.

    Damals war ich auch überzeugt, dass dem so sei, schließlich ist der Winter für uns „Depris“ immer so ein Seiltanz. Nach einer Woche in der Tagesklinik kam dann Mittags mein Lieblingsessen: Lasagne!

    Und ich hob den Deckel des Tablets ab, und musste: brechen. Alleine der Geruch der Lasagne drehte in mir alles um. Eine Mitpatientin fragte aus Spaß: „Na, biste Schwanger?“

    Und ich kam ins Grübeln. Noch während des Mittagessens rannte ich ins Schwesternzimmer und bekam auch promt ein Gespräch beim Stationsarzt. Seine Reaktion bleibt mir wohl für den Rest meines Lebens ins Gehirn gebrannt:

    Mein positiver Schwangerschaftstest

    „Sie und schwanger? Na, es kann bei Patienten mit schweren Depressionen schon mal vorkommen, dass diese sich eine Situation einbilden, die ihr Leben auf den Kopf stellen würde…“.

    Aber eine Krankenschwester ließ mehr oder weniger aus „Spaß“ und zu meiner Beruhigung einen Test machen. Ich gab eine Urinprobe ab, die sie in das Labor schickte.

    Das Ergebnis sollte zwei Stunden später im Computer zu sehen sein. Besagte zwei Stunden später kam ich also ins Schwesternzimmer geschlichen und fragte nach dem Ergebnis.

    Sie ging noch scherzend zum Computer, suchte meine Akte und schluckte.

    „Frau Mondstein. – Sie sind schwanger!“

    Ich so: „Hehe, der (Scherz) war gut!“ mit einem unsicheren Zittern in der Stimme. Denn das, was der Arzt sagte, war gar nicht so verkehrt. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als ein Kind.

    Eigentlich war ich mit dem Thema Kinderkriegen durch

    Aber nach einer Diagnose, nie Kinder bekommen zu können UND der Einnahme der Pille (und eines Antibiotikums^^Jaja, ich weiß…), war ich mit dem Thema Kinder eigentlich „durch“.

    Die Krankenschwester holte mich an den Computer, um mir zu zeigen, dass sie nicht scherzte und druckte mir das Laborergebnis aus. Ich saß erstmal überwältigt da und konnte gar nicht fassen, was da los war.

    Am Nachmittag holte mich der Papa von Püppilotta aus der Tagesklinik ab (die ich übrigens an diesem Tag noch verlassen konnte…) und war genau wie ich: überwältigt.

    Erst einmal wurde uns beiden abwechselnd heiß und kalt. Aber die Freude war definitiv absolut vorrangig.

    Übrigens folgten noch vier weitere positive Schwangerschaftstests aus der Apotheke. Und erst am folgenden Tag bei meinem Frauenarzt konnte ich es dann glauben: Ich war schwanger. Unfassbar und schwanger!

    positiver Schwangerschaftstest - Ultraschallfoto

    Mein positiver Schwangerschaftstest – Die Freude stand mir ins Gesicht geschrieben

    Als ich das Zimmer des Arztes verließ, stand es mir so ausdrücklich ins Gesicht geschrieben, dass mir eine Patientin im Wartezimmer direkt gratulierte. Und da kam mit einem mal die reine Freude in mir auf.

    Dieser folgten noch viele bange Stunden, in denen ich mich fragte, ob ich überhaupt reif genug sein würde (mit 25…), ob ich ein Kind glücklich machen könne und, und, und. Ich denke mit diesen Zweifel bin ich nicht allein, oder was meint ihr?

    Das war der Moment, in dem ich von Viktoria erfuhr. Ein Moment, der mein Leben und das vieler anderer Menschen sehr veränderte. Und einer der schönsten Momente meines Lebens:) Tja. Und nun ist dieser positive Schwangerschaftstest schon viereinhalb. Wahnsinn!

    Wie war es bei Euch? Wo und in welcher Situation habt ihr von Eurem Baby erfahren?

    Postet Eure Beiträge einfach hier in den Kommentar, wir werden diese dann verlinken.

    Liebe Grüße

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsbild: Africa Studio / shutterstock
    Foto2: Bunwit Unseree / shutterstock
  • Schwangerschaftssymptome sollte man nicht googeln

    Schwangerschaftssymptome sollte man nicht googeln

    Schwangerschaftssymptome: Welche Schwangere ist nicht sofort besorgt, wenn unerklärliche Schmerzen oder andere beunruhigende Zeichen des Körpers wahrgenommen werden?

    Auch ich war eine von den eher besorgten Schwangeren: Immer genau dann, wenn die Praxis meines Frauenarztes gerade nicht auf war, bekam ich Panik wegen irgendwelchen vermeintlichen Symptomen.

    Und ich hielt die aufkommende Verunsicherung nicht aus und suchte bei nach „Schwangerschaftssymptome“ bei Dr. Google.

    Auf Dr. Google greift man aus zwei verschiedenen Gründen zu:

    • entweder man möchte in der Tat zu einem Symptom gehörende Ursachen finden, also Bestätigung erhalten oder
    • man hat bereits mögliche Ursachen im Kopf und möchte gerne einen Beweis finden, der die eigene Vermutung widerlegt.

    Beides hilft in der Regel nicht.

    Ich gehörte meistens dank angefangenem Heilpraktikerstudiums zu denen, die bereits schlimme Ursachen im Kopf hatten…

    Ein Ziehen im Bauch kann zum Beispiel laut der schlauen Suchmaschine sowohl auf eine Wehe hinweisen oder einfach, und bei fast allen Schwangeren vorhanden, auf wachsende und strapazierte Mutterbänder.

    Grundsätzlich ist dem Drang, schnell eine beruhigende Antwort zu finden natürlich nichts entgegen zu setzen. Welche Mutter würde nicht zu jeder Zeit die Gewissheit haben wollen, dass alles in Ordnung ist? Dennoch können wir aus eigener Erfahrung und dem Rat diverser Ärzte folgendes raten:

    Google ist keine gute Idee vor allem bei der Suche nach „Schwangerschaftssymptome

    Man wird zu fast 100% beunruhigter als vorher.

    Viel besser als jedes technische Gerät, liebe Mamas, ist: EUER BAUCHGEFÜHL! Die Natur hat uns mit etwas ganz einzigartigem ausgestattet, und leider findet es heute ziemlich häufig nicht mehr ausreichend Gehör. Hört mal in Euch hinein.

    Ist da nicht ein Gefühl, das Euch sagt, das alles in Ordnung ist? Versucht mal mit dem Baby in Gedanken zu kommunizieren, knufft euren Bauch, hüpft ganz sachte. Kommt da nicht ein RUMPS aus dem Bauch?

    Überlegt Euch, was euch beruhigen oder entspannen könnte. Vielleicht ist es möglich Kontakt mit Euren Eltern aufzunehmen und ihnen Eure Sorgen mitzuteilen. Alles was euch entspannt, hilft Euch und somit Eurem Baby.

    Noch viel besser, aber leider heute nicht mehr immer möglich ist es natürlich, wenn man schon vom Anfang der Schwangerschaft an eine Hebamme an der Hand hat, die man kontaktieren kann. Diese kann einen professionellen Rat geben und WIRKLICH beruhigen:)

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsbild: George Rudy / shutterstock
  • Geburtsbericht: Ein Kaiserschnitt, der nicht optimal verlief, aber ein gutes Ende nahm

    Geburtsbericht: Ein Kaiserschnitt, der nicht optimal verlief, aber ein gutes Ende nahm

    Ein Geburtsbericht von Mira zu ihrem Kaiserschnitt. Er zeigt, dass ein akuter Personalmangel bzw. Stress in der Belegschaft direkte Auswirkungen auf das Geburtserlebnis haben kann. Auch bzw. gerade bei einem Kaiserschnitt.


    Wir dachten, wir hätten noch 5 Tage bis zur geplanten Entbindung, doch Püppilotta sah das wohl nicht so und wie es nun mal so ist, kommt es im Leben gerne anders als man denkt.

    Herztöne zu schnell

    Am Morgen eines lange geplanten Kontrolltermins erhielten wir beim CTG die unschöne Nachricht „Die Herztöne sind zu schnell“. Die kleine Viktoria hatte Stress!

    Zur Sicherheit sollte das CTG nach mehreren Stunden nochmals wiederholt werden, aber auch da war es nicht besser, und damit die Einweisung ins Krankenhaus unausweichlich.

    Einweisung ins Krankenhaus

    Aber doch nur zu Beobachtung, damit man im Notfall schnell eingreifen kann, dachten wir zumindest. Also packten wir die Taschen, und fuhren ein wenig scherzend in die Klinik unserer Wahl.

    Dort angekommen kam dann CTG Nummer 3 an diesem Tag. Und zwar fast eine Stunde lang. Viktorias Papa und ich machten uns ständig drüber lustig, was wohl wäre, wenn sie jetzt entschieden, Viktoria direkt zu holen.

    Doch das nur, WEIL WIR TOTAL SICHER WAREN, dass wir bis zum ET auf der Station bleiben würden.

    Nach dem CTG wurde ich dann in ein Zimmer gebracht. Und plötzlich kam meine Hebamme mit THROMBOSESTRÜMPFEN. „Also, doch sofort ein Kaiserschnitt?“

    Aber die Frage konnte sie nicht eindeutig beantworten, sie sollte nur vorsichtshalber schon einmal alles vorbereiten. Kurze Zeit danach kam der Narkosearzt. Und machte sich über mich lustig.

    Er fragte mich spöttisch, wie gefährlich eine PDA ist. „Na, zählen Sie doch mal die Nebenwirkungen auf.“ Ok, ich realisierte: Jetzt geht es los! Wir wurden runter in den OP Bereich gebracht. Der Kaiserschnitt war nun leider für mich unausweichlich.

    Kaiserschnitt: Verlegung in den OP

    Und der arme Papa musste erst mal warten und sich OP tauglich anziehen. Ich wurde auf den OP Tisch gesetzt und den Katheter gelegt bekommen.

    Alle waren ziemlich wortlos und etwas genervt, da es bereits die elfte Geburt an diesem Tag war. Und zeitgleich ein EM-Deutschland Fußballspiel lief. Das machte es mir nicht gerade leichter.

    Und dann kam der Narkosearzt in den OP-Saal. Derselbe, der so unfreundlich beim Aufklärungsgespräch war. Aber siehe da: Auf einmal war er richtig nett. Und die OP-Pfleger waren auch sehr nett. So konnte ich mich vor dem bevorstehenden Kaiserschnitt erstmal wieder etwas entspannen.

    Die PDA selber hab ich kaum gemerkt. Und davor hatte ich doch sooo Angst gehabt. Anschließend ist erst mal mein Kreislauf weg gekippt. Auch völlig normal, sagte der Narkosearzt.

    Ich dachte wirklich ich speie gleich neben den OP-Tisch, was ziemlich schwierig geworden wäre, denn ich war wie auf einem Kreuz festgebunden und konnte mich nicht bewegen.

    Aber er sollte Recht behalten: Es wurde besser. Und dann kam auch endlich der umgezogene und aufgeregte Papa von unserer Kleinen.

    PDA wirkte nicht

    Er streichelte während der gesamten Kaiserschnitt – OP meinen Kopf. Als die Ärzte anfingen, an meinem Bauch zu hantieren, fühlte ich unglaubliche Schmerzen. Mir wurde gesagt, das könne gar nicht sein, ich sei einfach zu sensibel.

    Mir wurde wieder total schlecht und schwarz vor Augen. Ich bekam noch alles mit, die PDA wirkte scheinbar noch nicht richtig.

    Aber dann auf einmal, nach einer gefühlten Minute, meinte Viktorias Papa, sie ist wäre raus! Aber ich hatte gar nichts gehört! Da kam Panik hoch: Warum schreit sie nicht?

    Die Hebamme lief flott mit Viktoria zur Babystation, und dann nach einer gefühlten Ewigkeit: endlich ein „Wuuuääääh“.

    DA WAR UNSER BABY!

    Dann wurde sie mir ganz kurz vors Gesicht gehalten, aber ich konnte kaum was sehen, weil ich schon wieder mit dem Kreislauf zu kämpfen hatte.

    Und dann war Viktoria weg. Einfach fort. Sie sollte an das EKG, nur zur Sicherheit. Und ich musste zurück auf die Wöchnerinnenstation. Doch ich muss doch mein Baby in den Arm nehmen!!!

    Ich war nur noch am weinen. Nach einer halben Stunde im Aufwachraum, in der der Narkosearzt sich wirklich lieb mit mir unterhalten hatte, wurde ich dann mit Viktorias Papa in den Kreisssaal gefahren.

    Irgendwie sau ironisch, denn ohne Baby war es dort so schrecklich einsam. Und ich musste wieder weinen.

    Um 1 Uhr morgens kamen wir dann aufs Zimmer zurück. Man hätte uns im Kreißsaal vergessen, erzählte uns die Nachtschwester, die mich bereits gesucht hatte. Ich kam in ein Dreibettzimmer.

    Obwohl uns in den Informationsstunden immer erzählt wurde, dass es das nicht gäbe. Hier war es extrem eng.

    Und Viktorias Papa konnte als frischgebackener Papa und total müde nach Haus fahren.

    Schmerzen wurden wieder stärker

    Natürlich ließ so langsam die Wirkung der PDA nach. Und ich klingelte, um nach Schmerzmittel zu fragen. Die Schwestern kamen mit einem Zäpfchen, und ich sollte mich zur Seite drehen.

    Das ging aber nicht, es tat so schrecklich weh, und ich hatte keine Idee, wie ich mich bewegen sollte. Irgendwie waren die Verbindungen zu den Muskeln weg.

    Also nahmen die Schwestern das Laken vom Bett und warfen mich auf die Seite. Es tat soo weh. Und ich war erst mal kurz weggetreten. Und das Paracetamolzäpfchen hätten sie sich sparen können. Selbst das Atmen gelang mir nicht ohne extreme Schmerzen:(((

    Erste Kontakt mit meinem Baby

    Viktoria bekam ich übrigens erst am nächsten Morgen um 8 Uhr. Und sie hatte bis dahin schon 4 Flaschen Fertigmilch getrunken, obwohl man mir versprochen hatte, sie fürs erste Anlegen zu bringen, sobald sie Hunger hat.

    Ich sollte sie anlegen. Die Schwesternschülerin legte Püppilatta in meinen Arm, und ging. Und ich lag da, mit meinem Würmchen und war total überfordert. Wie geht denn das überhaupt?

    Also wie sollte ich sie ohne Bauchmuskeln von dem Bett zu meiner Brust hochbekommen, und wie bekomme ich sie angedockt? Zudem wusste sie dank der Flaschen gar mehr, was sie mit meiner Brust anfangen sollte.

    Letztlich schrie mich eine Kinderkrankenschwester an, ich sein ja wohl bekloppt dem Baby nicht seine Mahlzeit zu gewähren. Und der Papa von Püppilotta sollte schleunigst eine Flasche besorgen.

    Erklärt wurde mir erst zu Hause im Wochenbett, wie das Stillen geht. Im Krankenhaus hatte keiner Zeit dafür. Und meine Hebamme kam in den 5 Tagen genau einmal für genau eine Minute zu mir.

    Hab ich zu viel Hilfe erwartet?

    Ist es immer so schrecklich kaltherzig, wenn man ein Kind bekommt?

    Also ich werde nie wieder in dieses Krankenhaus gehen, aber bei der nächsten Geburt wird mich neben der Hebamme auch eine Doula begleiten. Da weiß ich wenigstens, dass auf jeden Fall jemand da ist, der auf der Wochenstation hilft, und Ratschläge hat:)

    Übrigens ging es Viktoria von Anfang an sehr gut. Ich möchte den Bericht gerne damit beenden, dass dies alles mental eine ganz schöne Tour war, aber letztlich zählt, dass die Maus gesund ist und rechtzeitig geholt wurde.

    Und nun ist sie eine wunderbare, lebensfrohe siebenjährige Supermaus!:)

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Foto: SweetLeMontea / shutterstock

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  • Verlosung: Pinkes Rockstar-Girl Bobby Car

    Verlosung: Pinkes Rockstar-Girl Bobby Car

    Hallo Ihr Lieben,

    heute melden wir uns aus dem Urlaub, mit einer großartigen Überraschung für Euch:)

    Dieses geniale Bobby Car von BIG haben wir bekommen, um einen unserer Leser glücklich zu machen!

    Das tolle brandneue ROSA Rockstar-Girl Bobby Car kommt mit der Extraausstattung „super leise Reifen“ daher und schont damit nicht nur die Nerven der Eltern, sondern auch die Fußböden der Nation.

    Das Design trumpft mit einem“Tankdeckel“ (zum Beispiel für den Schnuller?) sowie wunderschönen silbernen Felgen!

    Wir haben das Bobby Car einmal durch die Redaktion sausen lassen und sind begeistert! Nicht nur das schnittige Design ist sehr stylisch, die Räder sind wirklich klasse und viel leiser als gewöhnlich!

    Was müsst ihr nun tun, um dieses tolle Gefährt zu gewinnen??

    – Werdet Fan unserer Fanpage auf Facebook oder abonniert unseren Newsletter

    – schreibt uns in dem Kommentarfeld, was Euch bei der Geburt besonders gut getan hat. Egal ob Kaiserschnitt oder natürliche Geburt, wir sind auf alle Tipps sehr gespannt:)

    Teilnahme bis zum 15. Februar 12 Uhr.

    Viel Glück!

    Eure Babytalk Redaktion

    P.S.: Gewinner des Einhorns ist: Simone Fonseca

  • Das Wochenbett – Tipps für die ersten acht Wochen mit dem Baby

    Das Wochenbett – Tipps für die ersten acht Wochen mit dem Baby

    Wenn man in der Schwangerschaft an die Zeit nach der Geburt also an das Wochenbett denkt, ist man meist voller Vorfreude, kann es kaum abwarten, dass endlich die Zeit des Kuschelns beginnt.

    Kaum eine werdende Mutter macht sich großartig Gedanken darüber, was in den ersten Wochen alles mit ihrem Körper passiert. Man kann bereits vor der Geburt einige Sachen vorbereiten, damit man nicht direkt in Stress verfällt, sobald das Baby da ist.

    Aber zunächst einmal möchten wir hier ein paar Fakten über das Wochenbett für Euch auflisten:

    Das Wochenbett heißt so, weil es in der Tat empfohlen wird, dass die frisch gebackene Mutter viel Zeit im Bett verbringt bzw. sich viel Ruhe gönnen sollte. Natürlich mit dem Baby.

    Die meisten Mamas, die diesen Tipp ignorieren und zu schnell zu viel körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind, werden anschließend häufig von ihrem Körper in Form von Entzündungen oder ähnlichem gebremst.

    Warum ist das so, auch wenn man sich nach einer natürlichen Geburt bereits schnell wieder sehr fit fühlt?

    Im Körper der Mutter passiert nach der Geburt sehr viel:

    • Die Wunde von der Plazentaloslösung heilt in der Gebärmutter, während diese sich in einem irren Tempo wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammenzieht. Das Wundsekret kommt in Form einer starken Blutung, die aber recht schnell geringer wird.
    • Der Milcheinschuss kommt und sorgt für eine Neuregulierung des Stoffwechsels: Schließlich muss der Körper nun immer genug nährreiche Milch bereit stellen.
    • Das passiert auch erst einmal, wenn die Mutter schon vor der Geburt genau wusste, dass sie nicht stillen möchte … Wenn dies der Fall ist, muss „abgestillt“ werden.
    • Die Strapazen einer Geburt werden gerne schnell vergessen, doch der Körper möchte sich nun erst einmal erholen.

    Das gleiche gilt auch für das Baby. Das Baby hat Schwerstarbeit geleistet. Egal, ob vaginale Geburt oder Kaiserschnitt, mit dem ersten Atemzug beginnt eine enorme Wandlung, nicht nur des Stoffwechsels.

    Mit dem neuen Erdenbürger beginnt ein völlig neuer Alltag! Nun wäre es gut Zeit zu haben, sich kennenzulernen. Schließlich muss eine neue Familienroutine muss gefunden werden.

    Na, man kann schon erkennen, dass zum Wochenbett möglichst alles vorbereitet sein sollte, oder? Zum Beispiel sollten in den ersten Tage keine große Einkäufe anstehen. Deswegen haben wir hier eine Einkaufsliste für Euch vorbereitet.

    Diese Dinge sollten am besten schon vor der Geburt im Haus sein:

    • Die Erstausstattung für das Baby (um Himmels Willen, kauft nicht erst auf den letzten Drücker diese Sachen!)
    • Binden für den Wochenfluss. Im Allgemeinen braucht kaum eine Frau die ganze Packung, aber es lohnt sich, wenigstens zehn bis zwanzig von den berühmt berüchtigten Wöchnerinnen-Binden (bei dm zum Beispiel die „Pelzys“). Denn eine normale Binde „schafft“ den Wochenfluss der ersten Tage einfach nicht und man möchte sich ja nicht unbedingt die Wäsche ruinieren.
    • Achtung: Auf keinen Fall Tampons benutzen! Wir haben von Ärzten bestätigt bekommen, dass diese beim Wochenbett sehr schell zu Infektionen führen, die sich ganz einfach vermeiden lassen, wenn ihr dies berücksichtigt.
    • Es lohnt sich im übrigen auch, für die ersten Tage mit dem starken Wochenfluss entweder alte oder wirklich billige Unterhosen zu nutzen.
    • Nahrungsmittel, die haltbar sind und schnell zubereitet werden können. Vor allem, wenn der Papa die ersten Wochen nicht zu Hause bleiben kann und auch sonst niemand zur Unterstützung da sein kann. Es ist sehr verwunderlich, wie wahnsinnig müde eine Mutter sein kann;) Da kann einer sogar das Kochen schon zu viel werden …
    • Da das Baby den körpereigenen Geruch der Eltern liebt (über den Geruch erkennt es die ersten Wochen am meisten), sind Duschgele ohne Duftstoffe super. Auch auf besonders viel Chemie sollte frau gerne verzichten, um Allergien zu vermeiden.
    • Damit man nicht gleich nach der Geburt Shoppen muss, empfiehlt es sich, Still BH´s auch in zwei Nummern größer als bei der Geburt daheim zu haben. Die Brüste wachsen oft mit dem Milcheinschuss um zwei Größen!
    • Stilleinlagen

    Von Hebammen empfohlen:

    • Brustwarzen-Creme
    • Chinesische Kraftsuppenmischung (bei der Hebamme erfragen)
    • Babybäuchlein-Öl
    • Weißkohlblätter (welche enorm angenehm sind, wenn die Brust sehr schmerzt, am besten schön kühl aus dem Kühlschrank)
    • Stilltee

    Langeweile

    Übrigens: das Baby schläft die ersten Wochen sehr viele Stunden (bis zu siebzehn) pro Tag! So entsteht im besten Falle ein Leerlauf für die Mutter, den man sehr gut nutzen kann, um selbst ein wenig Schlaf nachzuholen und um vorzuschlafen.

    Im Wochenbett kommen in der Regel kommen Wochen mit einer oder mehreren Stillunterbrechungen auf eine Mutter zu.

    Aber es sollte auch genügend Beschäftigung geben (Bücher, Handarbeit etc.), damit keine Langeweile während des Wochenbett aufkommt (ja, das glaubt man kaum, aber die gibt es!!).

    Ausgenommen man hat bereits ein oder mehrere Kinder. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn man im Wochenbett von einer guten Freundin oder der Mutter, sofern man sich mit ihr gut versteht, unterstützt wird.

    Es ist übrigens nicht empfehlenswert, aus Langeweile besonders viel fernzusehen. Zu viel Fernsehen soll bekanntlich Depressionen fördern.

    Besucher während der Wochenbett – Zeit:

    Natürlich wollen viele Freunde und Verwandte so schnell wie möglich den neuen Erdenbürger besuchen und bestaunen. Das kann man auch keinem übel nehmen;)

    Aber: Denkt daran, dass nicht nur ihr, sondern auch das Baby viel Ruhe braucht! Die täglich neuen Eindrücke überfordern, die Neugeborenen sehr schnell, deren Verarbeitung nicht selten von Schreien begleitet werden.

    Aus diesem Grund wäre es ratsam zu Beginn keinen Übernachtungsbesuch im Wochenbett zu planen.

    Und die Besucher, die tagsüber kommen, sollten über ein Zeitlimit informiert werden, denn länger als eine Stunde sollte man am Tag nicht seine Aufmerksamkeit auf andere richten müssen.

    Das ist zuletzt natürlich vor allem von Euch selbst abhängig. Eltern sind diesbezüglich sehr unterschiedlich. Nur nehmt Euch nicht zu viel vor und achtet auf Eure Grenzen!

    Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne Kuschelzeit!

    Hier findet ihr einen Bericht einer Babytalk-Leserin über ihr nicht so entspanntes Wochenbett.

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

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    Beitragsfoto: George Rudy / shutterstock
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