Autor: Mira Mondstein

  • Eine 40 Stunden Woche als Hebammentudentin plus Nebenjobs und Kind

    Eine 40 Stunden Woche als Hebammentudentin plus Nebenjobs und Kind

    Und wieder bereue ich es, nicht bis zum nächsten Jahr gewartet zu haben mit dem Studium. Denn ab da hätte ich ein festes Einkommen sicher. Wir Hebammenstudenten aus diesem Jahr hingegen haben mit mehreren Minuspunkten gleichzeitig zu kämpfen: Kein Einkommen (wie alle Studenten vor uns auch), ein verkürztes Semester (da wir einige Wochen später wegen Corona gestartet sind) und keine Treffen vor Ort, die Gruppenarbeiten erleichtern würden.

    Kinder, die mangels Kita und Schulen beschäftigt werden wollen.
    Ehemänner, die keinen Urlaub mehr haben.

    Das Hebammenstudium: Geprägt von den Dozenten

    Aber dann sind da wieder die Dozenten, die uns immer wie auf ihre Art und Weise mental abholen. Ich habe ein paar Lieblingsdozenten, die ich auch dankenswerter Weise oft im Stundenplan stehen habe. Deren Art und die Authentizität, mit der unterrichtet wird, kurbeln dann wieder die Freude am Studium an. Und auch die eine praktische Übung, die wir hatten, tat mir sehr gut, denn endlich konnte ich einmal eine Ahnung davon bekommen, was es in der Umsetzung heißt, verschiedene Handgriffe durchzuführen.

    Die Kommilitonen geben dem Hebammenstudium den Beigeschmack

    Aber wisst ihr, was noch am meisten hilft, die Motivation zu bewahren?

    DIE MITSTUDENTEN!

    Die Gruppe meiner Kohorte ist einfach herzig, humorvoll, hilfsbereit und einfach …tragend. Wir motivieren und gegenseitig, schicken und Erklärfilme und retten uns immer wieder im Wirrwarr der verschiedenen Zoomräume.
    Aber auch privates wird ausgetauscht, von Sorgen um Kinder bis zu Sorgen rund ums Studium (O-Ton: „ich schaff das nie!“ – „Doch, WIR schaffen das!“).

    Ich danke den Mädels, denn die Gruppendynamik ist insbesondere, da wir uns ja noch gar nicht richtig alle live kennen, super aufgeblüht:)

    Im Moment stehen viele Gruppen-Aufgaben an die allesamt den Wochenplan enorm ausdehnen. Dummerweise ist das gerade in vielen Fächern parallel der Fall, wodurch viel schlicht und einfach liegen bleibt.

    Für viele Aufgaben stehen in den Quellenangaben Bücher, die wir aus der Bibliothek holen müssten. Oder halt eben kaufen. Kaufen ist keine Option bei den Preisen, nach Bochum in die Bibliothek bin ich nun bereits zwei mal gefahren (nach Recherche ob das Buch da ist) und musste feststellen, dass jemand vor mir am selben Tag den gleichen Gedanken hatte.
    Kosten und Zeit die ich mir hätte sparen können.

    Wäre Corona nicht, würden wir uns in den Gruppen in der Bibliothek treffen und DORT gemeinsam in den Büchern lesen, anstatt alle vorrätigen mit nach Hause zu nehmen…

    Wer kennt ein Stipendium o.ä., welches studierende Mütter unterstützt?

    Ich arbeite mich im Moment tot. Nachts wird gearbeitet und an Hausarbeiten geschrieben, tagsüber haben wir oft fünf bis sieben Stunden Vorlesung / Seminar.

    Ich bin müde und ratlos.

    Und hoffe auf ein Weihnachtswunder.

    Liebe Grüße

    Eure Mira

  • Hebammensuche – Hebammenstudenten finden oft nur sehr schwer einen Externatsplatz

    Hebammensuche – Hebammenstudenten finden oft nur sehr schwer einen Externatsplatz

    Dass ich noch erleben würde, verzweifelt eine Hebamme zu suchen, hätte ich ja nun wirklich nicht mehr gedacht, da unsere Familienplanung bereits abgeschlossen ist. Aber genau so kam es nun: Wie viele Mütter hier in der Region habe ich mich vor einigen Wochen auf die Suche nach einer Hebamme / einer Praxis begeben, bei der ich mein Externat (außerklinische Praxisphase) absolvieren kann.

    Was ist das „Externat“?

    Das Externat ist der Praxiseinsatz, der nicht in einer Klinik stattfindet. Also bei einer freiberuflichen Hebamme, einem Geburtshaus, einer Hebammenpraxis etc.

    Erst war ich sehr optimistisch:

    Ich schrieb direkt, als wir die Daten bekamen, alle Geburtshäuser und eine Hebamme an, die hier in der Region Hausgeburten begleitet. In der Hoffnung, im Externat Geburten in einem ganz anderen Setting als in der Klinik zu erleben.

    Das Externat: Die Suche nach einer Hebamme

    Und was geschah?

    (Alle Mamas, die in den letzten Jahren eine Hebamme suchten, werden jetzt merken, dass sie die Situation wohl leider auch nur zu gut kennen…)

    Es hagelte Abesagen.

    Entweder war ich zu spät (die Hebammenschulen haben bereits vor einem Jahr den Schülerinnen die Zeiträume, auch Herbst 2021 mitgeteilt, deswegen waren die natürlich schneller). Oder es werden grundsätzlich keine Schülerinnen / Studentinnen mitgenommen. Oder es ist gar nicht klar, ob man in dem Zeitraum überhaupt arbeiten wird.

    Ich begann zu ahnen, dass das hier eine harte Nuss wird. Und bekam bereits Panik, dass ich gar keinen Platz bekommen werde.

    In unserer WhatsApp Gruppe war schnell zu erkennen, dass ich nicht alleine mit dem Problem bin. Auch die anderen haben bisher fast nur Absagen kassiert… Offensichtlich haben sehr viele Hebammenschulen und Unis genau zeitgleich die Externatszeiträume geplant.

    Es heißt also Glück haben und jemanden finden, der noch nicht „besetzt“ist.

    So makaber das klingt…

    Und man muss seine Wünsche korrigieren. Jetzt reicht es, überhaupt einen Platz zu bekommen. Und wenn es wenigstens Vor- und Nachsorge sind. Leider. Denn Geburten sind natürlich das, wofür wir mit am meisten brennen.

    Nachtrag:

    Vorgestern habe ich es einfach gewagt und eine sehr beliebte Hebamme hier aus der Region, die auf noch keine Mail geantwortet hatte, angerufen.

    Sie hat mich angenommen!!!!!!! 🙂 Und das Beste neben der Tatsache dass ich SIE begleiten darf: Sie betreut Geburten!:)

    Ich bin so froh!!!! Und sehr, sehr dankbar!

    Liebe Grüße
    Eure Mira

  • Stalker, die sich unter Hebammenstudentinnen mischen

    Gestern ist uns Studentinnen aus Bochum und Düsseldorf etwas sehr kurioses passiert, was mich leicht schockiert hat aber auch dank der fantastischen Reaktionen von den Düsseldorfer Kommilitoninnen zum Schmunzeln brachte.

    Was war geschehen?

    In unserer WhatsApp Gruppe der Studentinnen in Hebammenkunde Bochum, die 2020 begonnen haben, tauchte plötzlich eine neue Nummer auf. Ein gewisser „Aaron“ stellte sich mit den Worten „Hallo ich bin Aaron!
    Ich bin im Losverfahren noch reingekommen und freue mich sehr hier in Düsseldorf mit euch zu studieren 😊“ vor.

    Innerlich jubelte ich kurz, denn einen Mann in unserer Kohorte vermissen wir ja dann doch ein wenig… Gleichzeitig schrieben einige bereits Willkommensgrüße mit dem Hinweis, dass wir ja die Gruppe aus Bochum und nicht Düsseldorf sind. Wir waren dann doch ein wenig traurig, dass nicht wir die glücklichen sind, die einEN MitstudenTEN (wahre Raritäten in unserem Fach!) bekämen.

    Da ich über Instagram ein Mädel aus der Düsseldorfer Kohorte kenne, bot ich dem gewissen Aaron an, dass ich ihn an „seine“ Kohorte weiterleiten könne, wenn er wolle, damit er in der richtigen WhatsAppp Gruppe lande.

    Darauf hin verabschiedete sich dieser „Aaron“ mit schnellen Worten, die meinem Bauchgefühl verrieten, dass da was nicht stimmt. Und in Frieden lassen? Wenn er wirklich ein Hebammenstudent wäre, hätte er so nicht reagiert und wäre nicht so hektisch geworden.

    Zudem bekam ich zeitgleich die Info, dass in der Kohorte Düsseldorf gar kein Platz frei geworden ist, also ein Nachrücken unmöglich sei zu diesem Zeitpunkt.

    Aaron verließ unsere Gruppe und ich forschte, wie er überhaupt in unsere Gruppe rein gekommen sein konnte.

    Dabei fiel mir unser Einladungslink ein, den wir wahrscheinlich u.a. per Messenger etc. geteilt hatten. Und in Facebookgruppen gepostet damit sich die Kohorte schnell finden würde.

    Das war also unsere „Schwachstelle“ im System.

    Ich vermute, dass da jemand gehofft hatte, „entsprechende“ thematische Bilder über unsere Gruppe zu erlangen…

    Für wie doof muss man uns eigentlich halten?

    Im Ernst: Denkt die Welt da draußen, dass wir uns Fotos von unseren Brüsten oder andren Körperteilen über WhatsApp schicken???

    Wir haben den Link unserer Gruppe nun zurückgesetzt. Damit kann man verhindern, dass über den alten Link noch irgendwelche Fremden in unsere Gruppe gelangen, die nichts bei uns zu suchen haben.

    Die Düsseldorfer Gruppe hat übrigens mit viel Humor auf diese seltsame Begebenheit reagiert. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir uns mal uniübergreifend treffen werden sobald Corona das zulässt!!! Eine sehr sympathische Gruppe ist das:)

    Wir hatten im Nachhinein alle unseren Spaß, da ja nichts passiert ist. Dieser Aaron wird sicher nicht mehr versuchen, in Hebammengruppen zu stalken!

    Gleichzeitig an dieser Stelle die Warnung an alle, die in WhatsApp Gruppen unterwegs sind:

    • Habt ein Auge darauf, wer sich da alles mit einschleust! Und teilt keine Einladungslinks in Social Media Kanälen:)
    • Falls ihr nicht sicher seid, ob der Link mal irgendwo gepostet wurde, kann man den Link über „Link zurücksetzen“ ändern:

    Liebe Grüße und: Unterschätzt niemals Hebammen! Auch wenn es werdende Hebammen sind:)

    Eure Mira

  • #Coronastudent: Es fehlt der Cut: Keine Trennung von Studium und Familie, Vorlesung im Schlafzimmer

    #Coronastudent: Es fehlt der Cut: Keine Trennung von Studium und Familie, Vorlesung im Schlafzimmer

    Gerade eben hatten wir unsere erste Vorlesung im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten“. Eine Anmerkung von unserem Professor dort trifft den Nerv dieser Zeit so unfassbar gut, deswegen möchte ich diesen Satz hier einmal mit meinen Lesern teilen:

    „Es fehlt der Cut zwischen Freizeit und Studium“ bzw. „Es fehlt der Cut zwischen Familie und Studium“.

    Man fällt quasi vom Bett an den Schreibtisch, der bei vielen auch noch im Schlafzimmer steht. Sind Kinder da, flüchtet man sich in die Ruhe des Schlafzimmers, oder bei den Studentinnen ohne Kinder ist es oft das WG-Zimmer.

    Der Weg zur Uni fehlt, wird ggf. durch den Weg zum Kindergarten ersetzt.

    Um einen herum läuft der Familienalltag weiter. Es wird gekocht (Geschirr kann sooo laut sein!!), Kinder kreischen, es wird gerannt, ach was kann ich hier Störfaktoren aufzählen…

    Andererseits: Wer ständig seinen Haushalt um sich herum hat, wird schnell dazu verleitet, anstehende Aufgaben „mal schnell nebenbei abzuarbeiten“. Das kann schnell zu einer massiven Reizüberflutung führen.

    Der einzige Trost gerade: Man ist damit ja nun einmal nicht alleine. Das Wissen, dass alle mit irgendwelchen Stolpersteinen zu kämpfen haben, tröstet. Trost hilft zwar nicht, besser klar zu kommen aber schwächt das pessimistische Gefühl ziemlich ab.

    Insgeheim frage ich mich aber auch jetzt schon:

    Wie wird es sein, wenn wieder alles in Präsenz ist?

    Dann jammern wir wahrscheinlich über die langen Anfahrtswege, über die Zeiten die im Zug verloren gehen…;)

    Ich werde hier berichten, wie es mit dem „Fernstudium“ klappt und freue mich enorm auf die Zeiten, in denen wir vor Ort studieren dürfen (ganz besonders das Skillslab!!!).

    Liebe Grüße
    Eure Mira

  • #Vereinbarkeit: Anwesenheitspflichten. Wann muss ich wirklich vor Ort sein? Und: Selbststudium. Nicht zu unterschätzen!

    Viele Fragen erreichen mich insbesondere bezüglich der Vereinbarkeit von diesem Studium und meiner Familie.

    Nun muss ich ganz ehrlich sagen: Es ist nicht ganz einfach. Mein Partner ist zum Glück freiberuflich und kann sich die Zeiten selbst einteilen. Das macht alles um einiges leichter, da er immer dann bereit steht, wenn unsere Tochter aus der Schule kommt (oder auch bald, wenn sie zur Schule muss und ich dann gerade arbeiten bin).

    Aber noch bin ich ja in der Theoriephase dieses Semesters und habe vor allem Vorlesungen und Seminare. Und das auch noch derzeit alles online, also nicht in Bochum.

    Wäre das alles in Bochum, müsste ich zu allen Veranstaltungen, bei denen man vor Ort (also anwesend) sein muss, fast zwei Stunden nach Bochum und zurück pendeln.

    Um ganz ehrlich zu sein, keine Traumvorstellung:( Aber ein Umzug kommt absolut nicht in Frage.

    Zum Glück sind nicht alle Vorlesungen mit einer Anwesenheitspflicht besezt.

    Das heißt, ich muss die Prüfung schaffen, kann aber auch auf den Luxus des Unterrichts verzichten. Was wiederum bedeutet, dass man verpassen könnte, welche Inhalte wirklich sitzen müssen.

    Da ich nicht aus einer Medizinerfamilie komme, bin ich zudem auch bei vielen Themen auf das Erklären angewiesen, weshalb ich gerade super dankbar bin, dass ich alles online erhalten kann.

    Fluch und Segen zugleich: Es ist tierisch anstrengend, sieben Stunden vor dem Computer zu sitzen… Und die Lernumgebung (also das Wohnzimmer) ist eher ungünstig, da um mich herum das Familienleben weiter geht;)

    Übrigens, damit ihr einen kleinen Einblick bekommt: So sieht mein Kalender aus (zwar ist dieser jede Woche anders, aber nur die Fächer wechseln):

    Bitte versteht. das ich das Foto nicht scharf stelle, es stehen Vor- und Nachnamen von Dozenten dort und wer möchte gerne, dass die ganze Welt weiß, wo diese sich zu welcher Zeit befinden?:)

    PBL: Nah am Leben und effektiv als Lernstrategie

    Man könnte meinen, dass man im Studium vor allem eines hat: Vorlesungen im Stil des Frontalunterrichts. Dies trifft auf die HSG (im Studiengang Hebammenkunde) definitiv nicht zu. Ungefähr 1/3 der Einträge sind Vorlesungen, der Rest sind Seminargruppen, in denen wir u.a. Fälle bearbeiten. Das nennt man „Problembased-Learning“. Wir erarbeiten uns teilweise das Wissen durch das Bearbeiten von Fallsituationen.

    Das macht ziemlich Spaß auf den ersten Blick, auch wenn ich gestehen muss, dass mir nach der ersten Gruppe wirklich der Kopf qualmte;)

    Und natürlich lernen wir, wenn nicht gerade Corona alles lahmlegt praktische Fertigkeiten. Zunächst im Skillslab, bevor wir in die Praxiseinsätze gehen.
    Das ha den Vorteil, dass man erst einmal alles in Ruhe und in einem geschützten Rahmen erlernt.

    Auch wieder etwas, was ich einfach nur wundervoll finde:)

    Hoffentlich dürfen wir bald in das Skillslab! Ich bin so unfassbar gespannt, wie es funktioniert und ob ich diese vielen Dinge überhaupt in der Lage bin zu lernen^^Es gibt da einiges, was mir noch einen riesigen Respekt einflößt…

    So, nun heißt es erst einmal wieder: Lernen.

    Liebe Grüße

    Eure Mira

  • Die Orientierungswoche an der HSG Bochum

    Die Orientierungswoche an der HSG Bochum

    Wenn ich Deva nach seinen Erinnerungen an seine O-Woche an der Uni Münster vor vielen Jahren frage, dann ist vor allem ein Thema besonders präsent: Feiern;)

    … nun muss ich gestehen, dass es wohl ein großer Unterschied ist, ob man mit 18 -20 Jahren in ein Studium einsteigt und noch kaum etwas anderes im Kopf hat als das Studentenleben oder eben 34, Mutter und auch Partnerin und zusätzlich Studentin.

    So richtig feiern wäre ich also schon allein wegen dem langen Weg bis zur Uni nicht gewesen. Und dennoch ist es eine „seltsame“ O-Woche, die wir „Erstis“ erleben: Alles virtuell.

    Corona-Start ins Studentenleben

    Die Asta hat sich ganz viele tolle Ideen einfallen lassen, es gibt Spieleabende, eine Schnitzeljagt durch Bochum (zum Kennenlernen der Stadt), einen DJ-Abend und ein Kneipenquiz:)

    Und die Studierendenberatung hält auch ein paar allgemeine Info-Meetings ab, die alle „Erstis“ betreffen.

    Alles von zu Hause aus, man kann also schon einmal „probesitzen“ an seinem zukünftigen Arbeitsplatz^^

    Ich glaube ein bisschen, dass wir Hebammenstudentinnen erst nächste Woche unsere eigentliche O-Woche haben, denn dann lernen wir unsere Dozenten und Mitstudenten hoffentlich vor Ort kennen in den ersten fachspezifischen Vorlesungen:)

    Die allgemeine O-Woche lässt letztlich einige Fragen offen, die uns WeHen der HSG unter den Nägeln brennen:

    Wohin werden wir in die Kliniken verteilt? Hat man da Einfluss drauf? Wann werden wir Urlaub haben? Wann sind die Praxiseinsätze in den kommenden Jahren?

    Und viele, viele Fragen mehr…

    Ich freue mich jetzt einfach mal auf die kommende Woche. Im Moment fehlt mir absolut das Gefühl, „angekommen“ zu sein, wobei das wohl generell kaum in der O-Woche erfolgt^^

    Liebe Grüße

    Eure Mira

  • Das erste Mal an der Uni

    Das erste Mal an der Uni

    Gestern war ich das erste Mal an der HSG in Bochum und habe direkt die ersten Kommilitonen kennen gelernt!

    Nach einer wirklich unangenehm langen Fahrt (lang, da ich diese Strecke bald regelmäßig pendeln werde) bin ich nach über zwei Stunden endlich am Hauptbahnhof in Bochum gelandet.

    Die Zugstrecke ist ziemlich ungünstig für mich, in Rheda-Wiedenbrück muss ich über 50 Minuten auf den nächsten Zug warten. Der Bahnhof ist ziemlich mickrig, es gibt keinen Buchladen oder sonstiges in der Nähe in dem man die Zeit vertreiben kann…

    Und wenn ich allein wegen dieser Umstiegszeit nun immer bis zur Uni (es folgen noch rund 15 Minuten S-Bahn-Fahrt), wird mir ganz anders.

    Aber ich habe ja auch noch die Möglichkeit, unser Auto ab und zu zu nehmen.

    Am Hauptbahnhof traf ich das erste Mal auf eine Hand voll meiner zukünftigen Kolleginnen:) Die Runde war einfach nur super sympathisch, das schürt nun natürlich noch mehr die Vorfreude auf die kommenden Wochen mit den ersten Vorlesungen:)

    Auf Instagram könnt ihr übrigens immer aktuelle Fotos und Stories sehen, sicherlich öfter als wie ich hier schreibe.

    Liebe Grüße

    Eure MIra

  • Vorstellung: Meine Familie und ich

    Vorstellung: Meine Familie und ich

    Wie es sich am Anfang einer Reise gehört, stelle ich mich heute mal meine Familie, die meinen Rückhalt und meine Basis von allem bildet, einmal vor:

    Zum einen ist da mein liebster Schatz: Deva. Er ist 57 Jahre alt, Familientherapeut und mein großer Rückhalt. Was wir alles in letzter Zeit zusammen erlebt und durchgestanden haben kann man sich gar nicht ausmalen…

    Deva ist ein Mensch voller Vertrauen in die Welt. Nicht passiert ohne Grund für ihn. Auch nicht, dass wir gerade sehr in Not sind, da wir ganz schnell eine neue Wohnung brauchen.

    Ich bin da ganz anders: Viele Jahre habe ich erst lernen müssen, in meine Fähigkeiten und den Sinn von allem zu glauben. Das Leben hat mir mehr als deutlich gezeigt, dass es einen krank macht, wenn man seiner Berufung nicht folgt.

    Deva und ich haben zusammen zwei Elternratgeber beim Humboldt Verlag geschrieben und den Blog Babytalk (http://Babytalk.world) ins Leben gerufen.

    Und wir haben zwei wundervolle Töchter. Jeder von uns hat eine mit in die Beziehung gebracht:

    Rebecca, Devas Tochter, die gerade Pferdephysiotherapeutin wird und Viki, unsere kleine süße Maus, die mit mir in die Beziehung kam.

    Viki ist sehr sensibel und liebt wie ich alles, was mit dem Thema Geburt und Schwangerschaft zu tun hat:)

    Unsere Familie ist sehr harmonieliebend und wir alle haben ein Faible für Pferde.

    Wir lieben es zu kuscheln und gehen oft raus in die Natur.

    Und wir sehen uns nach einem zu Hause.

    Ein Haus in dem wir ohne Angst vor einem boshaften Vermieter leben können. Ich glaube, so richtig glücklich sind wir erst, wenn wir das gefunden haben…

    Ich freue mich, euch, liebe Leser mit auf die Reise zu nehmen:)

    Bis bald

    Eure Mira

  • Das Problem mit der Krankenversicherung

    Verdammte Hacke. Das Thema mit den Finanzen nimmt im Moment kein Ende. Eigentlich muss ich wirklich auf eine Anstellung in geringfügiger Basis oder so hoffen, denn:

    Ich bin zu alt für die Studenten-Krankenversicherung

    und zahle somit fast 200 Euro im Monat für die freiwillige Versicherung, die ich dann benötige…

    Oh man, das heißt: Es entfällt nicht nur mein bisheriges Einkommen, ich muss auch mehr ausgeben, wenn ich studieren möchte…

    Das ist wieder eine Sache, die mir nicht bewusst war.

    Es wird im Moment immer mehr eine kleine Utopie, dieses Studium, aber: Wir werden es versuchen.

    Irgendwie MUSS das einfach klappen…!!!

    Schritt 1: Telefonat mit meiner Krankenversicherung

    Morgen werde ich erst einmal meine Krankenversicherung befragen, bei welchem Betrag ich letztlich wirklich lande.

    Und dann sehen wir weiter.

    Soweit ich weiß, dürfte ich neben dem Studium bis zu 20 Stunden arbeiten. Das wäre sehr wahrscheinlich die Rettung schlechthin, aber dafür muss auch erst einmal der passende Job her, der neben einem Vollzeitstudium mit Schichtdiensten im Krankenhaus ins Leben passt.

    Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche morgen!

    Eure Mira

  • Lasst uns über Geld reden… Studieren ohne Grundgehalt nach vorherigem Vollzeit-Einkommen

    Wer die Ausbildung auf den traditionellen Wege absolviert, hat ein Grundeinkommen. Nicht viel aber immerhin ein Grundstock.

    Das entfällt bei uns Hebammenstudentinnen (vorerst noch) vollständig, also alle, die dieses Jahr das Studium beginnen, stehen vor einer Herausforderung:

    Wie soll man das Leben mit Kind und Kegel finanzieren?

    In der Tat wird es bei uns wirklich wackelig in finanzieller Hinsicht. Denn mein Einkommen entfällt komplett. Und Bafög bekomme ich keines mehr, da ich mit 34 Jahren zu alt bin.

    Alle, die jetzt an das neue Hebammenausbildungs-Gesetz denken: Würde ich im kommenden Jahr an der selben Hochschule mit dem selben Studiengang starten, hätte ich ein Grundegehalt, da dann die Studentinnen Verträge mit den Kliniken haben. Aber solange warten möchte ich nicht, zumal ich ja gar nicht weiß, ob ich einen Vertrag bekommen würde (bin ich nicht schon zu „alt“?

    Woher kann ich also Hilfe bekommen?

    Ja, ich werde es versuchen, ein Stipendium zu bekommen.

    Und einen KfW-Kredit kann man auch beantragen, mal sehen ob das geht.

    Und: ich habe einen Bachelor-Abschluss in Online-Marketing. Ich kann Webseiten bauen und Suchmaschinenoptimierung. Vielleicht gibt es ja ein paar Jobs, die uns über Wasser halten.

    Zunächst muss ich den Semesterbeitrag irgendwie „wuppen“.

    Denn der ist von jetzt auf gleich UMGEHEND fällig. Ich dachte ja eigentlich, der kommt erst im Oktober und hatte auch schon für Oktober eine Lösung, aber nun heißt es: Geld auftreiben…

    Ich bin dennoch voller Vorfreude und hoffe, dass ein starker Wille dem Universum zeigt, wo es helfen darf:)

    Liebe Grüße
    Eure Mira