Kategorie: Familienleben

  • Brauchen wir dieses Jahr schon einen Nikolaus, Schatz?

    Brauchen wir dieses Jahr schon einen Nikolaus, Schatz?

    Wenn Babys brüllen, weil sie der fremde bärtige Mann da im Wohnzimmer erschreckt und Mama sich doch solche Mühe mit der Party zu Nikolaus plus extra engagiertem Weihnachtsmann gegeben hat, dann passt da irgendwas nicht zusammen. Bei wem läuten jetzt die Alarmglocken?

    So wenig wie Einjährige ein großes Geschenk und eine Mega-Party zum ersten Geburtstag brauchen, so wenig erfassen sie den Sinn von Ostern und Nikolaus.

    Lasst Euch doch alle etwas mehr Zeit, liebe Eltern, denn solange Eure Kinder nichts von den Schokoeiern und den in silbernes Papier verpackten Zuckermännern wissen, solange habt ihr auch Ruhe.

    Erst nachdem das Kind auf den Geschmack gekommen ist, wird es schwierig. Das ist auch nicht gemein und euren Kindern wird nicht etwa Lebensnotwendiges vorenthalten. Das sind alles nur Vorstellungen, die uns Handel und Werbung gerne vormachen würden.

    Manchmal fällt es schwer, noch ein Jahr abzuwarten, denn wer möchte seinem Kind nicht all das schöne unserer Traditionen zeigen?

    Ein tolles Weihnachtsfest feiern mit festlich geschmücktem Christbaum, glitzernder Weihnachtsdekoration und flackerndem Kerzenlicht?

    Das ist so verständlich und doch kriegt ein einjähriges Kind gar nichts und ein zweijähriges Kind wenig von all dem mit.

    Stimmung und Atmosphäre 

    Ganz sicher aber bekommen auch kleine Kinder die besondere und festliche Stimmung mit, in der wir uns an Festen wie Weihnachten und in der Adventszeit befinden.

    Deshalb kann zwar getrost auf schädliches Zuckerzeug wie Schokoladennikoläuse und Osterhasen verzichtet werden. Das muss aber nicht heißen, dass die Kinder nicht artgerecht und bindungsorientiert in die Feste der Familie mit einbezogen werden können.

    Wie schön ist es doch mit einem kleinen Kind auf dem Schoß weihnachtliche Lieder zu singen, vielleicht zuzuhören wie ein Familienmitglied auf einem Instrument etwas vorspielt.

    Der Duft des Kerzenwachs und der Tannennadeln haben so eine beruhigende Wirkung auf sie wie auf uns. Unsere Stimmung, Musik, Harmonie in der Familie, Kerzenlicht und der Duft selbst gebackener Weihnachtskekse – das sind alles Elemente, die beruhigen und in der Erinnerung des Kindes verankert bleiben.

    Als das, was Familie aus macht. So ein vertrauenerweckendes Grundgefühl kann einem im späteren Leben keiner mehr nehmen.

    Auch wenn sich Kinder schon mit sieben Jahren immer weniger an die erste Zeit von null bis drei Jahren erinnern können, hier gibt es definitiv viel, was sie mitnehmen können.

    Das festliche und besondere der Weihnachtszeit geben wir ihnen schon ganz früh weiter – und zwar altersgerecht. Dazu brauchen wir keinen Süßkram und keine Massen an neuem Spielzeug unterm Baum.

    Wenn Großeltern und Verwandte das nicht verstehen, können die Geschenke ja auch von den Eltern aufgehoben werden.

    Ich habe es gehasst, wenn irgendjemand aus dem Verwandtenkreis versucht hat, meinen Kindern unter drei Jahren Süßigkeiten zu füttern.

    Das habe ich auch jeden wissen lassen. Manchmal hilft es nichts und man muss zum Wohle des Kindes ein Machtwort sprechen. Einfach verschwinden lassen geht eben nicht immer.

    Aber die meisten Menschen verstehen die dahinter stehende Haltung wohl – vor allem wenn man dazu sagt, singen sie meinem Baby doch lieber ein weihnachtliches Wiegenlied anstatt es mit Zucker zu füttern.

    Aber das Geschwisterchen

    Natürlich ist es bei weitem schwieriger, wenn schon Geschwisterkinder im Haus sind, die sich sehnsüchtig auf ihren Nikolausstiefel freuen.

    Im ersten Jahr kriegt das Baby auch hier nichts mit. Aber mit zwei oder drei Jahren passt es sehr genau auf, was die Großen sagen, spielen und bekommen.

    Natürlich lässt es der große Bruder kosten, wie könnte er seinem kleinen Schwesterchen auch diesen Leckerbissen vorenthalten.

    Auch hier kann viel erklärt und gemeinsam über gesunde Alternativen nachgedacht werden. Wenn viel gesundes dabei ist, fällt ein kleiner Schoko-Weihnachtsmann auch nicht so sehr ins Gewicht, oder? Es ist wie bei so vielem eine Frage des rechten Maßes.

    Nikolaus - Kinder beim Backen

    Tradition statt Konsum

    Viel wichtiger als ständiger Konsum ist doch gerade bei den Festen des Jahreskreises das Zusammensein mit der Familie. Wieso nicht gemeinsam Lebkuchenmänner backen? Das Baby kann kosten und hat das Gefühl bei allem mit dabei zu sein.

    Ein weiterer schöner Brauch sind auch Weihnachtswichtel. Jeden Tag im Advent versteckt sich der Wichtel woanders im Haus. Damit er nicht verschwindet, stellt man dem kleinen Mann (eine Puppe aus Filz oder Wolle) einen Schluck Milch und einen Keks vor dem Zubettgehen in die Küche.

    Welche Freude, wenn der Wichtel von den Keksen am nächsten Morgen nur noch ein paar Krümel übrig gelassen hat.

    Am Vorabend des Nikolaustages gibt es ebenfalls den Brauch, dem Nikolaus und seinem Reittier eine Brotzeit, Kekse, einen Apfel und etwas Heu vor die Tür zu stellen.

    Auch das Schuhe bzw. Stiefel hinausstellen ist eine beliebte Tradition zu Nikolaus. Es geht also nicht um die Bräuche und Tradition, sondern darum sie gezielt auszuwählen. Mit den Kindern zu leben und zu gestalten und sie altersgerecht umzusetzen.

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

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    Foto2: Yulai Studio / shutterstock
  • Der Herbst: Mit Kindern den Jahreskreis erleben

    Der Herbst: Mit Kindern den Jahreskreis erleben

    Im folgenden werde ich euch mitnehmen auf der Reise durch Jahreskreis – Teil „Herbst“ mit den Kindern erleben.

    Jahreskreis Herbst

    Plötzlich ist es wieder soweit. Die Kälte ist da. Ein, zwei verregnete Tage genügen, und die Bäume sind fast kahl. Was gerade noch in buntester Blätterpracht in rot, orange und gelb geleuchtet hat, liegt auf dem Boden.

    Wenn die Sonnenstrahlen alles wieder getrocknet haben, geht es los mit dem wilden Rascheln. Selbst Erwachsene – wie mich – sieht man im Schlurfschritt durch die Blätterhaufen rascheln, zumindest wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

    Für viele ist das wohl eine der bleibenden Kindheitserinnerungen. Der erdige Duft des Laubes, die Farben und Formen der Blätter – und zu guter Letzt das Zusammenrechen großer Laubhaufen.

    Schließlich sollen auch die Igel ihr Plätzchen für den anstehenden Winterschlaf bekommen. Das ist ein Ritual, das Kinder lieben – denn was für eine Freude ist es doch, im Frühling mit dem Besuch eines igeligen Gartenbewohners überrascht zu werden – oder gar mit Nachwuchs in der Igelfamilie.

    Deshalb darf der Laubbläser, Feind allen Kleingetiers, getrost weg bleiben. Die gemeinsame herbstliche Arbeit mit dem Rechen im Garten lohnt sich gleich in vielerlei Hinsicht:

    Die motorische Geschicklichkeit wird mit Kinderrechen, Schaufel und Schubkarren geübt und durch die Arbeit wird das zu dieser Jahreszeit oft so triste Draußen zu einem abenteuerlichen Ort.

    Kälte hin oder her, ein warmer Kakao oder Tee in der warmen Stube belohnt die Arbeiter mit roten Bäckchen und bestens gestärkt mit vielen frischen Widerstandskräften.

    Und wer mit seinen Kindern bereits die Schätze des Waldes gesammelt hat – Blätter, Eicheln und ihre Kappen, kugelige Kastanien und ihre stacheligen Bettchen, Nasenzwicker vom Ahornbaum, orange leuchtende Vogelbeeren, Zapfen von Tanne und Kiefer, Steine und Kiesel, Moose, Zweige und Stöckchen – der hat vorgesorgt.

    Jahreskreis - Bastellein des Herbstes

    Basteleien, wenn es draußen stürmt

    Keine Jahreszeit ist schöner zum Basteln, als der Herbst mit seinen zahlreichen Festen im Jahreskreis. Aber auch ohne besonderen Anlass, liefert die Natur in dieser Jahreszeit einfach so viel interessantes Bastelmaterial.

    Die bunten Blätter von den Bäumen lassen sich wunderbar in schweren, großen Büchern pressen. Damit können die Kinder dann nach ein paar Tagen Gesichter, Waldgnome oder Tiere kombinieren und auf weiße Blätter kleben.

    Mit den Früchten des Waldes lassen sich wunderschöne Jahreszeitentische gestalten. Das sind kleine Stilleben mit den Schätzen, die uns die Natur zu jeder Jahreszeit schenkt.

    Dazu passen bunte Tücher in den Farben des Herbstes, Schurwolle, schöne Steine, Mineralien und Holzfiguren. Zum Erntefest auch Feldfrüchte wie Mais, Hafer oder Kartoffeln.

    Der Erntemonat Oktober mündet in Halloween – für viele kein traditionelles Jahreskreis – Fest und damit verpönt. Doch jenseits der amerikanischen Trick-or-Treat- und Monsterpartys gibt es auch vergleichbare keltische Bräuche.

    Das Totenfest Samhain feiert den Abschluss des Jahreskreis und verabschiedet das Licht bis es um die Weihnachtszeit zurückzukehren beginnt. Sobald die Tage bereits unmerklich wieder länger zu werden beginnen.

    Jahreskreis – Fest Halloween oder Samhain

    In dieser dunkelsten Zeit des Jahres hieß es, sei die Nähe zum Totenreich spürbar, und genau dies symbolisiert Halloween mit seinen gruseligen Kostümen. Ein schöner Brauch ist es etwa, ein Licht ins Fenster zu stellen. Das soll Gespenster und anderes lichtscheues Gesindel fern halten.

    Kinder sind sehr empfindsam für Brauchtum, Traditionen und Rituale. Eine passende Geschichte zum Vorlesen, selbst gebackene Gespensterkekse oder Hexenfinger und eine einfache Bastelei runden ein Thema ab.

    An Halloween können das gemalte Gespenster sein, gebastelte aus weißen Plastikflaschen, altem Stoff, Klopapierrollen oder aus Salzteig zum Kneten.

    Der Salzteig besteht aus Mehl, Salz und Wasser. Nach dem Knetspaß müssen die Kunstwerke im Ofen bei 120 Grad gebacken werden. Wenn der Teig an den Rändern braun wird, ist er fertig.

    St. Martin und Laterne gehen

    Das nächste schöne Fest folgt kurz darauf, St. Martin. Sehr beliebt ist das Fest im Kindergarten. Doch vielerorts können auch Kleinkind und Baby-Mamas beim Umzug mitgehen.

    Auch wenn ein Kleinkind seine selbst gebastelte Laterne vielleicht nicht besonders lange tragen kann oder will, mit leuchtenden Augen wird es das tanzende Licht in den Händen der Mama bewundern.

    So ein Laternenumzug hat eine derart magische Stimmung, dass es für unsere Kids stets zu den Highlights des Herbstes gehört.

    Für eine zauberhafte Laterne braucht ihr am besten buntes Transparentpapier, z.B. für eine runde Sonne. Für eine einfache Variante, bei der auch schon kleine Kinder helfen können, reißt ihr buntes Transparentpapier in Schnipsel und klebt diese auf einen mit Kleister eingestrichenen, hellen Bogen.

    Diesen darf die Mama dann oben und unten an das Ober- und das Unterteil einer Käseschachtel kleben. Oben muss jetzt noch eine Angel aus Draht befestigt und diese an einen Stock gehängt werden.

    Solche Vorrichtungen gibt es übrigens auch schon fertig aus Holz und Draht in Bastelgeschäften.

    Für eine zweite schöne Variante derselben Machart können in einem Buch gepresste Blätter mit Kleister auf das Transparentpapier geklebt werden.

    Echte Kerzen haben übrigens den Vorteil, dass Kinder ihre Laterne sehr viel ehrfürchtiger und vorsichtiger tragen, als sie das mit Plastiklichtern tun.

    Auch ein Martinsbrot ist ein schöner Brauch. Dieses Gebäck kann man mit seinem Kind teilen – oder auch das Kind mit anderen Kindern, wie es der heilige Mann mit dem Bettler getan hat.

    In diesem Zusammenhang könnte euch auch der Beitrag „Rituale fürs Baby“ interessieren  (Hinweis der Redaktion).

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: Olesia Bilkei / shutterstock
    Foto2: Ingo Sch / shutterstock
    Foto3: Young Swee Ming / shutterstock
  • „elternschule“ – Ein Kommentar zum Film

    „elternschule“ – Ein Kommentar zum Film

    Ich muss gestehen, ich habe lange gehadert mit meiner Entscheidung, ob ich mich zur der im Film „elternschule“ gezeigten Therapiepraxis äußern soll, und tue es noch immer.

    Dennoch wünsche ich mir einen anderen „Umgang“ mit dem Film und der berechtigten Kritik.

    Aus meiner langjährigen Erfahrungen der Traumabewältigung mit dem „inneren Kind“, weiß ich wie Kinder und Erwachsene mit Verletzungen bzw. Schmerz und Zurückweisung umgehen.

    Die vielen Menschen, die in der „elternschule“ zu sehen sind, sind aus meiner Sicht gebrochen bzw. werden gebrochen, indem sie die Kinder nachts schreiend allein lassen und ihnen das Essen in den Mund pressen. Das macht mich einfach nur endlos traurig.

    Verlorengegangene Empathiefähigkeit

    Unter gebrochen verstehe ich dabei, dass den betroffenen Eltern und Kindern das Mitgefühl bzw. die Empathiefähigkeit, die unserer Gesellschaft (Welt) zur Zeit so sehr fehlt, „abtrainiert“ wird. Dabei ist es gerade das, was sie gerade so sehr brauchen.

    Diese Kinder werden empathieunfähig aufwachsen, aus Angst vor Strafe und Zurückweisung versuchen sich entsprechend den Erwartungen ihrer Erziehungsberechtigten zu verhalten. Dabei werden sie aber nicht lernen, was „richtig oder falsch“ ist. Stattdessen werden sie lernen, wie sie dem Schmerz durch Strafe entgehen können.

    Diese Kinder werden als Erwachsene, sofern sie keine Heilung erfahren, sehr wahrscheinlich ohne Selbstbewusstsein aufwachsen. Und entweder nachdem Motto „ich zu erst“ (das zur Zeit leider sehr populär ist) leben oder ohne zu wissen, was sie wollen, versuchen zu „überleben“ ohne weiterhin verletzt zu werden.

    Beide Wahrscheinlichkeiten des Umgangs nach diesen Therapieformen wünsche ich niemanden.

    Das Verhalten des Klinikpersonals kann nur von Menschen durchgeführt werden, die diese Fähigkeit nicht mehr besitzen.

    Das Klinikpersonal wird sich ihre Empathiefähigkeit entweder bereits in der Kindheit aus Schutz vor Verletzungen unterdrückt haben oder als Personal in der Klinik wegzudrücken lernen müssen. Ansonsten würden sie den Schmerz, den sie den Eltern und Kindern in gut gemeinter Absicht zufügen, nicht aushalten.

    Kinder sind frei von Schuld

    Kinder, die das Licht der Welt erblicken, sind unschuldig und kennen keinen Schmerz bzw. Verletzungen, außer sie erlebten während der Schwangerschaft und/oder Geburt schwere Traumata. Und wenn dies der Fall war, fühlen sie sich ausnahmslos selbst dafür verantwortlich und handeln nicht „rachsüchtig“.

    Kinder brauchen generell keine Therapie, was nicht heißt, dass sie keine Unterstützung vor allem in Form von Verständnis, Aufmerksamkeit und aus Liebe gesetzten Grenzen bauchen, in denen sie sich und die Welt erkunden und weder sich noch andere „verletzen“ können.

    Und wenn sie den Ansprüchen dieser „Welt“ anscheinend nicht gerecht werden, was aber an unserer „Wirtschaftlichkeit und auf Erfolg über andere“ geprägten Gesellschaft liegt, werden sie „zurechtgebogen“ und bestenfalls beim „Verbiegen“ liebevoll unterstützt.

    Doch sie sind, wie jeder andere Mensch auch, OK so wie sie sind!

    Elternschaft ist eine der schwierigsten Aufgaben, zu der es aber keine Ausbildung gibt

    Wenn, dann sind es immer die Eltern, die Unterstützung brauchen. Was in keinem Fall den Schluss beinhaltet, dass sie keine guten Eltern oder gar „schlechte“ Menschen sind! Sie geben immer ihr Bestes, zudem sie in diesem Moment (ohne Unterstützung) fähig sind.

    Sie sind diejenigen, die sich die meisten Sorgen und Gedanken machen und in der Regel nicht weniger unter den Situationen leiden, wie ihr Kinder.

    Finger in die Wunden legen

    Kinder haben ein untrügerisches Talent ihre Finger immer auf die schmerzhaftesten Wunden ihrer Eltern zu legen. Welche dann die alten Verletzungen der Eltern aus deren Kindheit hochholen. Aus dem damit verbundenen Schmerz und Hilflosigkeit heraus, reagieren sie häufig unüberlegt und verletzend.

    Und so wünsche ich mir, dass wir in Bezug auf die Personen in dem Film „elternschule“ und dieser Klinik nicht mit Wut und Aggressivität, ob verbal oder nonverbal reagieren.

    Stattdessen wünsche ich mir Verständnis und Empathie für die Betroffenen, denn „Alles was nicht Liebe ist, ist ein Schrei nach Liebe“.

    Zudem ist es das, was diese Therapieform am schnellsten in „Liebe“ umwandeln kann.

    Mir ist es wichtig klar zu stellen, dass ich nicht für eine „grenzenlose“ Erziehung stehe. Kinder brauchen Grenzen. Sie geben ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Näheres findet ihr in meinem Beitrag „Grenzen setzen, heißt Verantwortung übernehmen“.

    Werbung: Unser Buch

    Mehr dazu, eure Kinder bindungsorientiert und liebevoll in die Selbstständigkeit zu begleiten, findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“ welches im Humboldt-Verlag erschienen ist:

    Deva (Trauma-, Familien- und Atemtherapeut)

    Beitragsfoto: Nadezhda1906 / Getty Images Pro
  • Müde Eltern & Werbung

    Müde Eltern & Werbung

    Müde Eltern – als ich noch nicht Mutter war, kannte ich bleierne Müdigkeit vor allem aus diesen Situationen:

    • Vor Prüfungen
    • Nach exzessivem Feiern
    • Direkt nach der Ankunft in der Heimat nach Klassenfahrten …

    Doch dann wurde ich Schwanger. Und entdeckte eine völlig neue Art von Schlappheit, die sich mit der Ankunft meines süßen, wohlriechenden, einfach herzzerreißend lieblichen Babys noch einmal intensivierte:

    Der Schlaf, der in der Nacht wegen den Bedürfnissen meines „Äffchens“ abgezwackt wurde, wurde tagsüber nicht eingespart.

    Irgendwie weiß ich noch, dass ich das mit dem Baby wunderbar hinbekam. Aber der Haushalt, meine Freunde, der Kontakt zu meiner Arbeitsstelle, all das litt unter nicht vorhandener Energie für Dinge, die nichts mit dem Baby zu tun hatten.

    Ich frage mich bis heute, wie zur Hölle es die Mütter schaffen, denen es nicht erspart bleibt, nach dem Mutterschutz schon wieder „Vollgas“ zu geben. Echt, das ist eines der Rätsel, die ich nicht verstehe.

    Und nun bin ich selbst, wo mein „Baby“ seit acht Wochen ein Schulkind ist, damit dran. Ich gehe also wieder Vollzeit arbeiten, da wir schlichtweg das Einkommen benötigen.

    Und siehe da: Ich freue mich sehr, diesen Schritt gewählt zu haben. Denn es ist wirklich eine Wohltat, wieder unter andere Menschen zu kommen:)

    Aber: Ich bin unfassbar erledigt. Bis zu dem Moment, in dem meine Uhr „Feierabend“ schlägt, funktioniert mein Organismus auf hochtouren. Und dann, kaum bin ich zu Hause, falle ich allen Ernstes in einen tiefen Schlaf auf der Couch.

    Dabei sah mein Plan so aus:
    Ich wollte doch eigentlich nach dem Büro noch mit meiner Tochter spielen, ein wenig Haushalt erledigen und Abends gemütlich mit meinem Herzmann vorm Fernseher sitzen und die Ruhe genießen. Halt so, wie man es aus dem Fernsehen kennt.

    Aber nein. Bei mir funktioniert das nicht.

    Ich bin also nicht normal, dachte ich zunächst.

    Aber in Wirklichkeit stellt diese Umstellung für alle Menschen eine riesige Herausforderung an den Organismus! Nur sieht man es bei den anderen nur nie, dass sie ebenso „hinüber“ sind. Das kommuniziert man ja nun auch nicht wirklich gerne nach außen;)

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    Uns hat ein Hersteller angeschrieben, der sich Gedanken um diese Phänomene macht. Mit einer Mischung aus Sport und Supplements kann man so der Müdigkeit entgegenwirken und auch vor besonders stressigen Situationen, in denen Konzentration gefordert ist, vorbereitend dem Organismus nachhelfen.

    Besser ist es immer, das völlig mit einer richtig guten Ernährung zu schaffen. Aber das ist ja eher selten Realität. Da können die Supplements von ahead der Schlappheit entgegen wirken.

    Zu allen möglichen Problemchen, denen man entkommen möchte, gibt es in der hauseigenen „Academy“ tolle Beiträge mit wertvollen Tipps. Zum Beispiel passend für alle Eltern diesen hier:

    müde Eltern

    Ich werde die kommenden Wochen mit den Supplements „deep sleep“ und „sharp mind“ versuchen, meine Energiereserven wieder zu aktivieren:)

    Und werde dann wieder berichten, wie es läuft. Bisher kann ich folgendes dokumentieren: Mein Hausarzt hat mir grünes Licht gegeben. Man findet wirklich nichts unnatürliches oder Nebenwirkungen auslösendes in den Kapseln. Und schmecken tun sie normal, was mir sehr gelegen kommt:)

    Liebe Grüße

    Eure Mira

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    Foto:YAKOBCHUK VIACHESLAV / shutterstock
  • Der erste Geburtstag deines Babys mit Tipps zur Gestaltung

    Der erste Geburtstag deines Babys mit Tipps zur Gestaltung

    Der erste Geburtstag

    Was, das Baby wird eins? Nach einem besonders intensiv erlebten ersten Lebensjahr ist plötzlich schon der erste Geburtstag da. Viele junge Eltern können es gar nicht fassen, wie schnell ihr kleiner Liebling wächst.

    Die zahlreichen Entwicklungsschritte, die das Kind im ersten Jahr durchlebt, begleiten sie auch noch über die große Eins hinaus, die jetzt auf dem ersten Kuchen prangen soll. Noch zählt man auch weiterhin das Alter in Monaten.

    Nachdem die Monate irgendwann das Zählen in Wochen abgelöst haben, beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Doch bis nur noch in Jahren gezählt wird, vergeht noch ganz schön viel Zeit.

    Doch der erste Geburtstag des Nachwuchs ist, zugegeben, schon etwas ganz Besonderes. Aber wie ihn denn nun feierlich begehen, wie ihn gebührend würdigen?

    Für eine große Kinderparty ist so ein Baby noch viel zu klein. Davon hat es selbst doch gar nichts – erinnern wird es sich später einmal auch nicht mehr daran. Alle vernünftigen Eltern wissen das. Und doch, die Freude überwiegt so sehr, dass dies doch wirklich ein Anlass zum Feiern ist, wenn auch erst einmal nur für die Großen.

    Wenn einem diese Tatsache bewusst ist, geht auch nichts schief. Das Geburtstagskind  sollte weder durch aufwendige und stressige Party-Vorbereitungen aus seinem gewohnten Rhythmus gerissen werden noch sollte ihn die Feier selbst mit zu viel Reizen überfluten.

    Partygäste

    Der erste Geburtstag, wen sollen wir einladen?

    Daher sollten sich Eltern genau überlegen, wieviele Menschen sie einladen wollen. Weniger ist mehr, heißt die Devise beim ersten Geburtstag. Natürlich gehören Oma und Opa und/oder andere enge Verwandte unbedingt zum Kreis der Partygäste. Ebenso gut können natürlich andere enge Freunde oder Bezugspersonen wichtig sein.

    Dem Baby vertraute Personen bringen es auch nicht so durcheinander als viele Fremde, die es gar nicht kennt. Fremde Menschen sollten unbedingt zu einem anderen Termin zur „Babyschau“ eingeladen werden.

    Dennoch, auch zu viele vertraute Personen auf einen Schlag können einem kleinen Menschen schnell zu viel werden. Das Kind schaut hin und her und ein guter Beobachter glaubt förmlich zu sehen, wie die Synapsen im kleinen Gehirn schalten.

    Große Vielfalt bewirkt viel, oft zu viel auf einmal. Schreien, weinen und unruhige Nächte sind dann häufig die Folge des ersten Geburtstag. Aber gut, immer kann man die Reizüberflutung wohl nicht vermeiden. Um sie zu lindern, könnten die Besucher zu verschiedenen Uhrzeiten eingeladen werden.

    Hört sich vielleicht zunächst ungewohnt an, ergibt aber viel Zeit und Aufmerksamkeit für jeden einzelnen Gast. Dabei ist es gut, die gewohnten Schlafenszeiten des kleinen Geburtstagskinds zu berücksichtigen.

    Passende Geschenke

    Der erste Geburtstag, was sollen wir unserem liebsten Schatz schenken?

    Viele Eltern grübeln über sinnvolle Geschenke zum ersten Geburtstag. Viele kaufen das erste Bobby Car, ein Laufrad oder ein Dreirad. Klassiker sind ebenso Schaukeltiere, Kugelbahnen, Bauklötze oder eine Holzeisenbahn.

    Aber ganz ehrlich, so richtig viel Spielzeug brauchen Einjährige noch nicht, oder? Klar, Türme aus Bausteinen umschmeißen, muss unbedingt sein. Und der Papa spielt mit der Eisenbahn; Junior guckt mit großen Augen zu und schubst den Zug um, wenn er vorbeifahrt. Und mit einem Dreirad kann ein Einjähriger auch noch nicht so viel anfangen.

    Motorisch geschickte Kinder können jetzt aber bald mit einem Rutschauto wie Bobby Car los starten. Welches Geschenk sinnvoll wäre, kommt also zum einen auf die individuelle Entwicklungsstufe an, in der sich das Einjährige gerade befindet. Zum anderen hängt viel davon ab, was sich denn schon so alles im Haus angesammelt hat.

    Steht der Fuhrpark noch vom Geschwisterkind vor der Tür oder haben die Großeltern bereits zur Geburt den halben Spielwarenladen leer gekauft, fallen diese klassischen Geschenkideen alle aus.

    Und jetzt immer höher zu klettern in der Spielzeugleiter und dem Einjährigen einen ferngesteuerten Jeep zu schenken, ist völliger Quatsch. Außer natürlich, es gibt Erwachsene, die sich da eigentlich insgeheim was selber schenken.

    Auch erlaubt, doch dann sollte man sich das auch eingestehen. Der Nachwuchs hat bestimmt Freude beim Zugucken. Auch die Holzeisenbahn kann er frühestens mit drei Jahren bedienen.

    Also was dann zum Geburtstag?

    In diesem Alter beginnen die Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erleben. Immer mehr nehmen sie von ihrer Umgebung wahr. Sie haben große Freude bei der Mama in der Küche zu sitzen, selber etwas zu rühren, die Welt der Musik und Klänge zu entdecken und Abenteuer im Garten zu erleben.

    Dennoch dürfen sie vieles noch nicht haben: Kleine Teile, die sie in den Mund stecken können, sind absolut tabu. Doch wie wäre es mit einer Matschküche im Garten oder einer Spielküche für drinnen?

    Das ist eine schöne Investition, die in den nächsten Jahren mit immer neuen Lebensmitteln aus Holz und Stoff ausgestattet werden kann. Vorerst genügen ein paar Schüsseln und Kochlöffel zum Klappern und Rühren.

    Wer sagt, das ist total übertrieben zum ersten Geburtstag, hat auch irgendwie recht. Wie wäre es dann mit einem Klangspiel für die Terrasse? Es ist so faszinierend, wie ein Baby die Ohren spitzt und den zarten Klängen lauscht, die der Wind spielt. Auch Klanghölzer, Rasseln oder ein Xylophon sind tolle Investitionen, welche die Kinder auf ihre Art benutzen können und lange Freude daran haben.

    Weitere extrem tolle Spielzeuge aus Holz sind Schiebeautos, Bagger und Krane, Tierfiguren und Sortierspiele, bei dem etwa gleiche Körper in gleiche Löcher gesteckt werden müssen.

    Unbehandeltes Holz ist das beste Material in diesem Alter,denn was Plastik und Lack so alles für Inhaltsstoffe beinhalten, das sollte sich kein Einjähriger in den Mund stecken, zudem fühlt es sich haptisch auch nicht so spannend an. Auch eine Motorikschlaufe ist ein Must Have und wertvolles Lieblingsspielzeug.

    Hier sind schon einige Tipps für Geburtstagsgäste dabei. Die sollten sich überlegen, dass sie in erster Linie die Eltern des Kindes beschenken. Denn obwohl kleine Kinder raschelndes Geschenkpapier gern aufreißen, nehmen sie ihre Geschenke noch nicht wirklich wahr.

    Und so dürfen es durchaus auch sinnvolle Geschenke dabei sein, wie etwas Neues zum Anziehen oder lederne Lauflernschuhe, die die Eltern dann nicht mehr kaufen müssen.

    Was für einen Kuchen backen?

    erste Geburtstag - Geburtstagskuchen mit einer eins drauf

    Der erste Geburtstag, was solle wir auftischen, dass auch das Geburtstagskind etwas davon hat?

    Wie wäre es mit babygerechten Partysnacks? Wäre ja sonst gemein, wenn die Hauptperson heute zusehen muss. Zuerst einmal gehört natürlich ein Geburtstagskuchen dazu, am besten selbst gebacken. Das hat den Vorteil, das der Zuckergehalt des Kuchens dosiert werden kann.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es vollauf genügt, die Hälfte des in Rezepten angegebenen Zuckers zu verwenden. Wenn Kinder von klein auf nicht mit Zucker überfüttert werden, empfinden ihre Geschmacksknospen auch eine viel geringere Menge Zucker schon als süß.

    Statt Kristallzucker eignet sich der kalorienarme und für die Zähne sehr gesunde Birkenzucker. Auch Süßungsmittel wie Agavensirup oder Kokosblütenzucker sind gute Alternativen zum Rübenzucker.

    Am besten sind trockene Rührkuchen, die selbstverständlich alle mit pflanzlicher „Milch“ statt mit Kuhmilch gebacken werden können. Damit der Kuchen nicht allzu bröselig gerät, sind Varianten mit Bananen- oder Apfel-Mangomus empfehlenswert.

    Zur Verzierung eignen sich kleine bunte Zuckerstreusel, bei denen keine Erstickungsgefahr durch Verschlucken besteht wie etwa bei den größeren Zuckerperlen. Mehr Aufwand ist nicht nötig. Dem Baby wird sein Kuchen schmecken und seine erste Kerze wunderbar leuchten.

    Weitere Snacks sind alles, was das Kleinkind zu diesem Zeitpunkt schon gerne ist, wie frisches Obst und Gemüse, Avocado und Brezel. Jeder kennt wahrscheinlich die Lieblingshappen seines Babys selbst am Besten.

    Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim ersten Geburtstag eures Kindes wünscht Euch

    Eure Verena Mami rocks (Babytalk-Autorin)

    Beitragsfoto: IT Stock Free von Photo Images (über Canva)
    Foto2:  Mischenko83 / shutterstock
    Pinterest: BananaStock von Photo Images (über Canva)
  • Die besten Tipps für heiße Sommertage mit den Kleinsten

    Die besten Tipps für heiße Sommertage mit den Kleinsten

    Tipps für heiße Sommertage: Wann wird es mal wieder richtig Sommer, … Lange haben wir darauf gewartet, dass es wieder Sommer wird. Doch was machen mit den Kleinsten, wenn wir es schon selber kaum mehr in der Hitze aushalten?

    Nachfolgend findet ihr viele Tipps unserer grandiosen Babytalk-Community für heiße Sommertage, die wir bei einer vergangenen Verlosung erfragt haben.

    Tipps für heiße Sommertage:

    Tipps zum „Abkühlen“:

    Tipps für heiße Sommertage: Kind unter einem Wassersprenger
    • Planschbecken unter einem Sonnenschirm, auf dem Balkon oder im Schatten aufbauen
    • Wäschekorb mit Wasser füllen
    • eine Wasserballon-Schlacht veranstalten
    • den Rasensprenger im Garten an machen und gemeinsam durch laufen
    • Spritzen mit dem Gartenschlauch
    • eine Schüssel Eiswürfel und ein paar Becherchen
    • unter einer Dusche mit lauwarmen Wasser spielen, mit 10 Monaten der Hit und dabei die Hände vor den Duschkopf halten
    • Gießkannen
    • Wassereimer
    • Waschbecken, Bade- oder Duschwanne
    • kindersichere Ventilatoren
    • Feuchte Stoffwindeln
    • Wasserpistolen
    • Wasserrutschbahnen
    • beim Spazieren gehen den Kinderwagen mit einem feuchten Tuch abdecken und auf genügende Sauerstoffversorgung des Kindes achten
    • die kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen und/oder die Füße in eine Wasserschüssel stecken
    • nur in Pampers oder Badehose/Unterhose rumrobben lassen
    • Beißring ins Eisfach legen und zum „Lutschen“ geben
    • für extreme Momente immer wieder T-Shirts in kühles Wasser zum Anziehen legen und nicht länger als fünf Minuten tragen lassen (länger wird nicht empfohlen, wegen Erkältungsgefahr)
    • Wasser Becher und Strohhalme und Blibberblasen machen lassen
    • natürlich Rasensprenger an und drüber hüpfen, krabbeln oder durchlaufen
    • Schaukeln (Netzschaukel) im Schatten geschützt mit einem Tuch, das gibt luftigen „Fahrtwind“.
    • Die Kids verkriechen sich unter ihrem Trampolin und ihr lasst es dann mit dem Wasserschlauch darauf regnen. Dass ist dann wie eine Riesen Dusche, wenn es durch das Trampolin prasselt. Die Kids lieben das und gleichzeitig sitzen sie auch noch im Schatten.

    Besonders unsere Kleinen müssen vor zu viel direkter Sonneneinstrahlung geschützt (und mit Sonnencreme eingecremt) werden. Ein schattiges Plätzchen ist für Babys ganz wichtig! Achtet zudem darauf, dass das Köpfchen mit einem Sonnenhut, der auch über Ohren und Nacken geht, geschützt ist. Zieht ihnen keine Polyester- oder Nickybodys über, sondern Baumwolle; die ist nämlich atmungsaktiv.

    Tipps zum Spielen:

    • Entweder der Garten Schlauch oder Eiswürfel zum Rühren oder in einem Wasserbehälter schmelzen lassen oder ein Fetzen zum Spielen der immer wieder nass gemacht wird oder ein Kübel mit Wasser und verschiedene Löffel und Schöpfer zum rausschöpfen.
    • eine Wasserballon-Schlacht veranstalten
    • natürlich Rasensprenger an und drüber hüpfen, krabbeln oder durchlaufen
    • Schneeballschlachten mit künstlichem Schnee im Garten
    • Seifenblasen machen
    • Wasserbomben so lange kneten bis sie platzen
    • Planschbecken und eine Wasserbahn mit Schiffen zum Spielen
    • Planschbecken auf die Terrasse, großen Bagger rein und er darf „Losbuddeln“
    • Sandkästen, hälfte Wasser, hälfte Sand zum Matschen
    • eine Plane auslegen und Fingerfarben drauf und mit Wasser wegspritzen oder Plane auslegen und Wasser und Seife drauf zum Rutschen
    • Kübel Wasser und Kübel mit Sand daneben, mit Förmchen und Becher
    • nicht zuletzt natürlich die Besuche eines Frei- oder Spaßbades, sowie von Seen und Strände

    An heißen Tage ist es besonders wichtig zwischendurch immer wieder Ruhephasen einzubauen.

    Tipps zum Essen

    • ein Eis essen gehen, am besten, wo es ein großes Wasserspiel oder Springbrunnen zum Abkühlen gibt
    • selbstgemachtes Eis aus Obstmus oder aus pürierten Früchten und Buttermilch oder Muttermilcheis
    • Wassereis selber machen (z.B. aus O- oder Apfelsaft)
    • jede Menge Getränke, insbesondere Wasser und Apfelschorlen
    • leckeres Obst und rohes Gemüse
    • Wassermelonen sind eine Wohltat bei heißen Temperaturen

    Bitte daran denken, dass warme Getränke bei großer Hitze dem Körper auf Dauer mehr helfen als kalte Getränke, so z.B. etwas abgekühlte Früchtetees. Kalte Getränke (und Eis) lassen den Körper glauben, dass es ist ihm zu kalt ist und regt dadurch den Körper an, mehr Kohlehydrate zu verbrennen, um die Körpertemperatur zu erhöhen.

    Vollgestillte Babys brauchen keine zusätzlichen Flüssigkeiten. Wenn ihnen Flüssigkeit fehlen sollte, werden sie sich diese durch mehr oder häufigeres Stillen holen. Zudem passt sich die Muttermilch den besonderen Bedürfnissen des Babys an heiße Tage an.

    Noch eine Hinweis von uns: Babys an heißen Tagen nie allein im Kinderwagen oder Auto lassen auch nicht im Schatten. Das wissen zwar eigentlich alle Eltern. Das Problem ist jedoch, dass es wir denken, ich springe ja nur mal kurz in den Laden, Arztpraxis … und bin ja gleich wieder zurück. Doch nicht selten kommt dann irgendetwas dazwischen, z.B klingelt das Handy, was nicht mal an uns Eltern liegen muss und es dauert dann doch länger und dies kann besonders für die ganz Kleinen gefährlich werden. Denn im Auto und selbst im Kinderwagen staut sich die Hitze noch wesentlich stärker und im Stand findet fast kein Luftaustausch mehr statt.

    Wir denken mit diesen Tipps für heiße Sommertage, werdet ihr alle gut durch den Sommer kommen. Viele Grüße

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto u. Foto2: FamVeld / shutterstock
    Foto3: Dudaeva / shutterstock
    
    
  • Erziehung – Was Kinder unter einem NEIN verstehen

    Erziehung – Was Kinder unter einem NEIN verstehen

    Erziehung ohne Nein: Habt ihr schon einmal darauf geachtet, wie häufig ihr zu euren Kleinen „Nein“ oder „das geht nicht“, „dass kannst du nicht haben“ etc. sagt? Studien meinen es sind weit über 100 verneinende Aussagen dieser Art pro Tag.

    Was ist an einem NEIN verwerflich?

    An sich nichts. Nur verstehen vor allem eure Kleinen unter einem NEIN nicht nur den „Ausschlag eines Wunsches“, sondern: „Ich bin nicht OK“, was für sie gleichbedeutend ist, mit „Ich bin nicht liebenswert !!!„.  Das liegt daran, dass Kleinkinder ihre Bedürfnisse und Wünsche noch nicht von ihrer „Person“ trennen können. Dies fällt übrigens auch noch vielen Erwachsenen sehr schwer.

    Viele von Euch können sich bestimmt nicht mehr daran erinnern, was sie empfunden haben. Das liegt vor allem daran, weil sich das Meiste davon vor allem auf einer uns unbewussten Ebene abspielt.

    Was nun? Sollt ihr jetzt euren Kindern etwa immer alles geben, was sie sich wünschen und keine Grenzen mehr setzen???? – Nein.

    Doch ihr könnt eure Kommunikation bzw. Formulierungen verändern. Dies ist zwar zu beginn etwas „mühseelig“, doch es ist eine lohnenswerte Investition in die Beziehung zu eurem Kind.

    Hier ein paar Beispiele wie ihr ein NEIN umgehen könnt:

    Kind: „Ich will jetzt fernsehen!“  –  Mama: „Nein, Du darfst jetzt kein Fernsehen mehr schauen!“

    – besser: „Ich kann verstehen, dass Du jetzt gerne Fernsehen möchtest. Was ich Dir anbieten kann, ist, dass wir jetzt erst in Ruhe zu Abendessen und wenn wir gemeinsam den Tisch abgeräumt haben, lese ich Dir gerne noch eine Geschichte vor. „

    Kind (im Geschäft): „Ich will diese Puppe!!!!!“  –  Mama: „Nein, die gibt es nicht.“

    – Unsere Vorschläge: „Oh, ja, diese Puppe ist wirklich schön. Die hätte ich auch gerne gehabt. (Hier geht es darum, unserem Kind Verständnis für ihr Bedürfnis/ihren Wunsch zu schenken.)

     oder „Diese Puppe werde ich Dir zwar nicht kaufen, doch was ich Dir vorschlagen kann, ist, dass wir, wenn ich mit dem Einkaufen fertig bin, ein Eis essen gehen“.

    Es ist besser, euren Kindern Verständnis für ihre Bedürfnisse/Wünsche entgegen zu bringen und ihnen eine Alternative anzubieten. Dies ist aber nicht immer zwingend notwendig. Es hilft aber in Stresssituationen häufig, euer Kind schneller zu beruhigen. Es sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden.

    Ebenso ist es gerade bei Kleinkindern hilfreicher ihnen je nach Alter eine oder mehrere Alternativen vorzuschlagen, als sie „offen/frei“ nach ihren Wünschen zu fragen. Denn das überfordert sie.

    Papa: „Na, was sollen wir am Wochenende unternehmen?“ Kind: Ich will ins Disney Land.“

    Wenn ihr eure Kleinen häufiger nach ihren Wünschen fragt und dann ablehnen (müsst), fühlen sie sich nicht ernstgenommen und nehmen auch eure Fragen nicht mehr ernst. Und verlieren dann schnell ihr Vertrauen, in euren Wunsch sie glücklich zu machen und an eure Liebe.

    Ich möchte noch ausdrücklich betonen, dass einzelne Neins das Selbstbewusstsein von Kleinkindern nicht unbedingt schwächen werden, da sie ansonsten bestimmt noch viel Anerkennung, Wertschätzung und Bestätigung von euch erhalten.

    Erziehung ohne Nein - Kind greif beim Einkaufen in die Eistruhe

    Erziehung: Das Vertrauen unserer Kinder wächst mit jeden JA.

    Je mehr ihr eine Nein vermeidende Kommunikation übt, umso stärker wächst das Vertrauen eurer Kinder euch gegenüber und zu sich selbst.

    Vor allem in Gefahrensituationen sind Neins wenig hilfreich. Da ihnen in diesen Momenten die Aufforderung fehlt, was sie stattdessen machen sollen.

    Ich empfehle euch in diesen Situationen klar auszudrücken, was euer Kind machen soll, wie z.B. „Bleib stehen!“ oder „Stopp!“, „Komm zu mir!“ (…). Dabei gilt: je kürzer und klarer umso besser!

    Hilfreich ist es, wie in allen Anweisungen euren Kindern zu sagen, was ihr euch von ihnen wünscht und nicht, was ihr euch nicht wünscht. „Betrete nicht den Rasen“, „Denke jetzt nicht an einen rosa Elefanten“.

    Diese Anweisungen gehen häufig in die „Hose“. Da unser Gehirn mit Bildern arbeitet und es für die Worte „nicht“ und „verboten“ (und vielen gleichbedeutenderen) keine klaren Bilder gibt, werden diese Worte in unseren „Bildern“ weggelassen. Und es bleiben Bilder übrig, wie sie den Rasen betreten oder es taucht ein Rosa Elefant vor ihrem inneren Auge auf.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung als Papa, dass es eine sehr anstrengende, aber auch lohnenswerte Investition, in ein entspannteres Familienleben und in das Selbstbewusstsein unserer Kinder ist und kann euch dies nur nahelegen.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns eure Erfahrungen, Fragen und Ideen in diesem Zusammenhang mitteilt, z.B. Welche „Neins“ findet ihr besonders schwer, umzuformulieren?

    Werbung: Unser Buch

    Wenn ihr gerne noch mehr darüber erfahren möchtet, wie ihr eure Kinder liebevoll in die Selbstständigkeit begleiten könnt, findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“ welches im Humboldt-Verlag erschienen ist, wertvolle Tipps.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto: HTeam / shutterstock
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  • Sonnencreme: Alle feiern nur einer nicht – unsere Haut! *Werbung*

    Sonnencreme: Alle feiern nur einer nicht – unsere Haut! *Werbung*

    Die Sonnencreme – Vor zwei Jahren saß ich bei Dr. Yael Adler, der wunderbaren Hautärztin, die inzwischen einen richtigen Bestseller geschrieben hat, in einem Seminar bzw. Workshop, in dem sie uns alles mögliche über unsere Haut erklärte.

    Dieser Workshop hat mich tief beeindruckt. Dachte ich damals zunächst, dieser Workshop würde sicher von irgendeiner Kosmetik Firma veranstaltet werden, die sich tolle Werbung verspricht, wurde ich eines besseren belehrt:

    Frau Doktor Adler rät von den aller meisten Cremes, Gelen, Ölen, Pflegeprodukten ab! Man soll möglichst wenig bis gar nichts täglich benutzen, damit die Haut gesund bleibt.

    Nur eines, da war sie sehr „streng“ damals, ist nicht nur erlaubt sondern ein absolutes MUSS, was wir Deutschen jedoch gerne verdrängen:

    Die Sonnencreme

    Die Sonnencreme ist für uns Sonnenliebhaber ein absolutes Pflichtprodukt, denn ungeschützt wird unsere Haut auf Dauer krank. Das kann sich akut in Form von einem Sonnenbrand zeigen.

    Aber auch unbemerkt über Jahrzehnte hinweg durch eine sehr unelastische und spröde Haut, die man gar nicht mehr beruhigt bekommt, da die UV-Strahlen sie nach und nach zerstört.

    Die Haut wird im Prinzip von ihrer genialen Fähigkeit, sich selber zu regenerieren, entbunden. Und da wir Eltern eine besondere Verantwortung tragen, möchten wir Euch noch einmal eindringlich an ein paar wichtige Fakten erinnern:

    • Kinder sollten nie der prallen Sonne ausgesetzt sein. Aber auch im Schatten sind jede Menge UV-Strahlen vorhanden (auch hier cremen!)
    • Wasserfeste Sonnencreme heißt NICHT, dass sie nach dem Baden noch ausreichend schützt. Es MUSS nach jedem Gang ins Wasser erneut gecremt werden
    • Sonnencreme schützt nicht vor Sonnenbrand! Gerade junge Kinderhaut sollte mit Kleidung geschützt werden. Und auch hier muss man aufpassen: Nur Kleidung mit einem UV-Schutz Siegel hält „dicht“ und lässt so gut wie keine Sonnenstrahlen durch.
    • Sonnencreme ist NICHT GLEICH Sonnencreme. Man sollte für Kinder einen möglichst hohen Sonnenschutzfaktor auswählen und zudem darauf achten, dass man Produkte wählt, die möglichst wenig chemische Substanzen enthalten.

    Wisst ihr eigentlich, was der Sonnenschutzfaktor auf der Cremetube bedeutet?

    – MITNICHTEN HEIßT EINE HÖHERE ZAHL EINEN BESSEREN SCHUTZ!!!!

    Durch den Lichtschutzfaktor (LSF, englisch: Sun Protection Factor, SPF) wird angegeben, wie viel länger man sich bei Verwendung des entsprechenden Produktes in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

    Also sollte ein Kind generell nie länger als eine Stunde der Sonne ausgesetzt sein. Am besten lässt man sich übrigens in der Apotheke beraten, um eine Hauttypgerechte Creme zu finden.

    In der Schweiz  findet ihr zum Beispiel die besonders familienfreundliche Apotheken von „Coop Vitality“. Zudem verfügt Coop Vitality über eine praktische Online-Apotheke.

    In den Coop Vitality Apotheken wird besonders viel Wert auf eine ausführliche Beratung gelegt. So könnt ihr beruhigt die Sonnencreme für Euer Kind benutzen, da auf den Hauttyp, die Bedüfnisse der Haut und auch die Art des Schutzes (weitestgehend davon abhängig, was ihr plant) abgestimmt ist.

    Übrigens hat auch unser Team diese Beratung ausprobiert. Und direkt gelernt, dass die handelsübliche Sonnencreme nicht wirklich für das Gesicht Erwachsener geeignet ist. Dafür gibt es extra Cremes, die weniger Fett enthalten und schnell einziehen.

    Wo wir auch schon bei einem besonders prägnanten Wunsch der meisten Eltern und Kinder sind: Die Sonnencreme soll leicht aufzutragen sein (am besten wie ein Spray), schnell einziehen und auch möglichst wenig aufdringlich riechen (das ist manchen Mamis nicht so ganz klar, aber der intensive Geruch von manchen Cremes macht viele Babys und Kleinkinder verrückt!).

    An all diese Faktoren denken die Mitarbeiter in der Apotheke, zudem sind die auch weitaus besser geschult über die Haut und ihre Funktionen.

    Sonnencreme - das Spray von A-DERMA

    Wir fanden das Spray von A-DERMA übrigens am angenehmsten für Kinder. Und selber streiten wir uns ständig über das geniale Thermalwasser von Avéne, welches einfach herrlich erfrischt und die Haut abkühlt.

    Liebe Grüße

    Eure MIRA – Babytalk-Redaktion

  • Soll ich mein Kind in die Kita geben oder „noch“ zu Hause lassen

    Soll ich mein Kind in die Kita geben oder „noch“ zu Hause lassen

    Soll mein Kind in die Kita ja oder nein?

    Auf diese Frage „Wann und ob ein Kind in die Kita soll“ gibt es keine eindeutige Antwort. Es liegt an den Bedürfnissen und Wünschen der Eltern und ihrer beruflichen und familiären Situation. Viele Paare können es sich finanziell auch nicht leisten länger auf ein Gehalt zu verzichten.

    Manche Elternteile, meistens die Frauen, müssen leider immer noch längere Zeiten mit dem Kind zu Hause mit Karriereeinbussen bezahlen und stehen dadurch häufig vor einer sehr schweren Gewissenentscheidung, die sie nicht glücklich macht, egal wofür sie sich entscheiden.

    Ich weiß, dass viele junge Frauen in Deutschland und vermutlich sieht es in vielen anderen Ländern auch so aus, immer noch schlechtere Aufstiegschancen haben, einfach, weil sie in der Zukunft ein Kind bekommen könnten.

    Bei der Entscheidung ist es wichtig nicht nur die Bedürfnisse unseres Kindes zu sehen, sondern unsere eigenen auch. Es hilft nichts, wenn wir „leiden“ bzw. auf Dauer unglücklich sind auf „Kosten“ des „Wohlergehens“ unserer Kinder.

    Als Familie bilden wir ein zusammengehöriges / verbundenes System, in dem alle Teile und damit ihr Befinden, Einfluss auf die anderen Familienmitglieder hat.

    Ab wann soll mein Kind in die Kita?

    Manche Frauen und einige Männer gehen in ihrer Rolle als Mutter bzw. Vater auf, was nicht zuletzt häufig auf Unverständnis von außen stößt.

    Wenn es irgendwie machbar ist, wäre es für die Mutterkind- bzw. Vaterkind-Bindung und für die Entwicklung des Urvertrauens des Kindes hilfreich, wenn es mindestens ein Jahr mit einem von ihnen zu Hause verbringen könnte.

    Drei Jahre wären super und wenn es Spielgefährten in der Familie oder in der Nachbarschaft geben sollte, die auch zu Hause sind, gerne noch etwas länger.

    Dies ermöglicht es ihnen ganz nebenbei soziales Verhalten zu erlernen. Und wenn sie ländlicher wohnen, werden sie zudem noch Zeit finden, die Welt mit ihren eignen Augen zu erkunden und so ihren natürlichen Forschungsdrang stärken.

    Wieviel Zeit braucht mein Kind mich am Tag?

    Vorweg, es sind viel weniger als wir häufig vermuten. Ein bis zwei Stunden reichen in der Regel aus. Vorausgesetzt, dass Mama oder Papa in dieser Zeit mit ihrer Aufmerksamkeit voll und ganz beim „Spielen“ bzw. beim ihrem Kind sind.

    Und nicht in Gedanken z.B. schon die nächsten anstehenden Aufgaben planen. Zudem sollten sie entspannt und nicht gestresst sein.

    Das hilft dem Kind seine Spielideen/-wünsche hochkommen zu lassen und auszudrücken.

    Doch ansonsten kann das Kind in den ersten Jahren nicht zu viel Nähe erhalten. Je mehr desto besser, vorausgesetzt es möchte es in diesem Moment auch. Kinder die sehr viel Kuscheln und Geborgenheit erfahren haben, sollen sogar „schlauer“ sein.

    Doch egal wie Ihr euch als Eltern entscheidet, seid euch bewusst, dass ihr bei eurer Entscheidung euer Bestes gibt und dies alles ist, was sich euer Kind wünscht. Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet.

    Welche Kita ist die richtige für mein Kind?

    Die richtige Kita für sein Kind zu finden, ist leichter gesagt als getan. Denn einerseits sind in sehr vielen Gebieten Kindergartenplätze sehr rar und zudem gibt es mittlerweile so viele verschiedene Kindergartenkonzepte, die sich grob zusammengefasst in ihrem „Menschenbild“ und im Freiraum, den sie den Kindern gewähren, unterscheiden.

    Auch wenn ich tendenziell mehr Raum fürs freie Spielen präferiere, bin ich der Meinung, dass Eltern ihr Kind am besten kennen und einschätzen können, was dieses braucht. Aus diesem Grund möchte ich ihnen auch nur einen Tipp für ihre schwere Entscheidung mitgeben.

    Liebe Eltern bitte sucht euch den Kindergarten eures Kindes nicht aus der Angst heraus aus, dass euer Kind bereits einen bestimmten Kindergarten braucht, da es ansonsten später in der Schule versagen und so nicht beruflich erfolgreich und somit auch nicht glücklich werden kann. Denn das ist vollkommener Quatsch und geht meistens „in die Hose“.

    Die „Wahrscheinlichkeit“ im Leben glücklich zu sein, steigt mit der Zahl der glücklichen oder besser gesagt zufriedenen „Momenten“ im Leben und nicht am beruflichen Abschluss bzw. Erfolg.

    Und die Zahl der zufriedenen Momente hängt vor allem vom Glücksempfinden der Eltern ab. Wie sehr sie mit sich und ihrem Leben zufrieden sind und gelernt haben vertrauensvoll in die Zukunft zu sehen und sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen.

    Getreu dem Motto: „Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ Das heißt nicht das immer alles „gut“ wird, doch diese Haltung uns und somit unsere Mitmenschen zufriedener macht.

    Ich halte dies für die wichtigste Fähigkeit, die wir unseren Kindern mitgeben und somit vorleben sollten. Die meisten anderen wichtigen Fähigkeiten sind eher Begleiterscheinungen des Glücks anstatt dessen Voraussetzung.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Wahl

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfotos: Kaesler Media / shutterstock 
    Pinterest: DAPA Images (über Canva) & UvGroup / shutterstock 
    
  • Kräuter für Babys und kleine Kinder

    Kräuter für Babys und kleine Kinder

    Aus der Kräuterapotheke gibt es wahre Schätze für junge Mamas und ihre Kleinen. Allerdings möchte ich hier gleich vorwegschicken, dass es auch viele Heilkräuter gibt, die nicht geeignet sind für Babys.

    Auch schwangere Frauen sollten sich sehr genau mit dem Thema Naturheilkunde und Heilkräuter auseinandersetzen. Nicht alles, was sie vielleicht schon ihr ganzes Leben in der Hausapotheke haben, ist jetzt angebracht.

    Sehr viele Hebammen kennen sich richtig gut mit den Themen Kräuter in der Schwangerschaft und passende Heilkräuter für Babys und Kleinkinder aus. Mein liebstes Buch dazu heißt die „Hebammensprechstunde“ von der Allgäuer Hebamme und Kräuterkundigen Ingeborg Stadelmann.

    Sie gibt geniale Tipps für Kräuteranwendungen explizit für Schwangere und für die allererste Zeit mit dem Neugeborenen. Ein weiteres Buch von ihr heißt „Bewährte Aromamischungen – mit ätherischen Ölen leben, gebären, sterben“.

    Die vorgeschlagenen Mischöle haben ihren Ursprung in der Hausgeburtshilfe. Hier geht es auch um Pflanzenöle und ihre Anwendungen. Neben Informationen zu den Wirkungen der Düfte selbst gibt es Wissenswertes darüber zu lesen, etwa welche Trägersubstanzen für die eigene Herstellung naturreiner Bio-Öle infrage kommen.

    Kräuter anwenden

    Wer anstatt mit 100 % natürlichen Duftölen lieber oder zusätzlich mit Kräutern in Rohform arbeiten möchte, findet viele Kräuter in gut sortierten Apotheken oder in speziellen Kräuterläden bereits in getrockneter Form.

    Eine Kombination aus beiden Bereichen ist ideal, denn so ein klassischer Tee wirkt manchmal Wunder, ebenso wie viele andere einfache Hausmittel.

    Selber pflanzen und pflücken geht natürlich ebenfalls. Hier gibt es allerdings wichtige Regeln, die jeder stets beachten sollte. Es ist auf keinen Fall der Gesundheit förderlich, Heilkräuter in der Nähe von Straße zu pflücken.

    Am besten buchen interessierte Laien einen Kräuterkurs oder besuchen einen Kräutergarten in der Nähe. Das Tolle an so einem Besuch ist nämlich, dass mit jeder solchen Aktion, das eigene Wissen um die Kräuter und ihre Verarbeitung wächst.

    Denn Kräuterkundige haben ein umfassendes, seit Generationen überliefertes Wissen angesammelt, das sie gerne weitergeben.

    Bitte nichts pflücken oder sammeln, was unter Naturschutz steht und nichts mitnehmen, was ihr nicht zu 100 % sicher kennt.

    Häufig sieht eine Pflanze ohne Blüten beispielsweise einer anderen giftigen Pflanze sehr ähnlich. Die Blüte, die sie klar unterscheidet, ist aber schon verblüht – also lieber Finger weg, falls ihr auch nur den geringsten Zweifel habt.

    Tipps

    Für alle, die ihre Kinder mit Kräutern verwöhnen möchten, gibt es hier ein paar ganz einfache Tipps.

    Gute Cremes zur Vorbeugung von wunden Popos enthalten Kamille und Calendula, die Ringelblume, eine wunderbare Hautpflege für Groß und Klein.

    Für mich kommt nur Naturkosmetik infrage. Warum? Mineralöle behindern die normale Funktionstätigkeit unserer Haut. Diese verliert damit ihren eigenen Schutzmechanismus.

    Sie dringen nicht in die Haut ein, sondern bleiben an deren Oberfläche. Auch Vaseline und Paraffinöle sind übrigens Produkte aus Erdöl. Zum Schmieren meiner Nähmaschine ist das ok, aber für uns selbst, geschweige denn für zarte Babyhaut?

    Auch raffinierte, also industriell verarbeitete Pflanzenöle haben nicht die Wirkkraft von kaltgepressten und unraffinierten Ölen.

    Kamille, Fenchel, Kümmel, Anis – das Baby-Quartett

    Die Kamille ist ein sehr altes und sehr bekanntes Heilmittel. Sie wirkt beruhigend und entspannend, verdauungsfördernd und schmerzstillend. Daher wird Kamille als Tee ebenso wie in der Duftlampe als sehr beruhigend und wohltuend empfunden.

    Ein Tropfen in Babys Badewanne hilft entspannen und löst Krämpfe. Immer daran denken, nicht mehr als ein Tröpfchen! Ob als Badezusatz oder als Duft, Babys sind kleine, zarte Wesen und Kräuter und Öle können ganz sparsam eingesetzt werden.

    Anis hat ebenfalls verdauungs- sowie auch milchfördernde Wirkung. Auch Fenchel ist so ein wunderbares Kraut mit ähnlichen Eigenschaften. Wie auch der Kümmel wirkt er krampflösend und ebenfalls beruhigend.

    Unsere Hebamme beim ersten Baby hat uns wegen der offensichtlichen Bauchkrämpfe schon in den ersten Wochen zu Fencheltee geraten. Den haben wir abkühlen lassen und dann dem Kleinen lauwarm in sein Fläschchen gefüllt. Das hat geholfen, um sein Bäuchlein zu beruhigen.

    Ich hatte sehr viel Muttermilch und den Eindruck, seine Bauchschmerzen verstärkten sich durch sein rasches Trinken und Schlucken. Es kam so viel Milch, dass er sie viel zu rasch in seinen Bauch bekam.

    Mir haben die Teepausen übrigens auch geholfen, da ich so nicht alle ein bis zwei Stunden dauerstillen musste.

    Kümmel gibt es ebenfalls als Heilmittel in Form von Kümmelzäpfchen. Auch hier hat uns die Hebamme geraten nur ein halbes Zäpfchen zu verwenden. Die sind nämlich ganz schön überdimensioniert für so einen kleinen Popo.

    Also, einfach der Länge nach mit einem scharfen, vorher erwärmten Messer halbieren – so schmilzt das Zäpfchen ein wenig an und beim dritten Mal klappt es schon richtig gut. Die Zäpfchen halfen bei uns übrigens auch prima, wenn es mit dem Stuhlgang nicht klappen wollte.

    Baby Bäuchlein-Öl

    Von Ingeborg Stadelmann gibt es all diese vier Heilkräuter als Ölansatz zu kaufen, auch gemischt. Bekannt sind solche Mischungen auch als Baby Bäuchlein-Öl. Diese sind ebenfalls bei Bauchweh im Einsatz.

    Ich habe sie auch gerne für unsere tägliche Baby-Massage verwendet. Wichtig ist beim Kauf von Bäuchlein-Öl darauf zu achten, dass die verwendeten Trägerstoffe naturreine, unraffinierte Pflanzenöle sind.

    Es lohnt sich wirklich Naturkosmetik zu wählen. Die Molekularbiologin Bettina Görner von Aetherio.de, die selbst eigene Bio-Sprays für die ganze Familie aus Kombinationen ätherischer Öle entwickelt, rät: „Babys können von ätherischen Ölen profitieren, wenn man ein paar Dinge beachtet:

    Ihre Näschen sind empfindlicher als die von Erwachsenen, deshalb muss man ätherische Öle sehr stark verdünnen. Für Babys hat sich eine Verdünnung von fünf Tropfen ätherisches Öl auf 50 ml Trägeröl bewährt.“ Sie empfiehlt Öle wie Lavendel, Vanille, Kamille und Rose als gut für Babys geeignet.

    Schnupfennäschen

    „Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze und andere sind dagegen gefährlich. Also erst in seriöser Literatur nachlesen oder hier (https://www.facebook.com/aromamamma) fragen.

    Ansonsten dran denken, dass Neugeborene lieber nur den Elternduft riechen sollten, welches das Bonding unterstützt und dass kleine Näschen auf keinen Fall dauerbeduftet werden dürfen!“, betont sie.

    Eukalyptus, Pfefferminze, Menthol und alle Mischungen mit Campher und Terpentinöl, die alle häufig in herkömmlichen Erkältungsbalsamen und Badezusätzen vorkommen, sollten auf keinen Fall für Kinder unter vier Jahren verwendet werden.

    Pfefferminzöl etwa kann bei Kleinkindern Atemnot auslösen! Also auch im Kindergartenalter nur in sehr sparsamer Dosis oder lieber noch ein Jährchen warten – so habe ich das zumindest gemacht.

    Ich ziehe auch heute noch im Grundschulalter für die Kinder den Thymian, die Schlüsselblume und die Zwiebel vor. Der milde Thymian, eine Pflanze mit fabelhaften schleimlösenden und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen, ist eine gute Alternative für Kinder ab etwa zwei Jahren.

    Ein lang gezogener Thymiantee hilft übrigens auch bei Durchfall. Weitere Infos hier in den Pflanzenprofilen der #Kräutermamas.

    Wenn Babys Näschen verstopft ist, helfen zwei einfache Dinge. Die Heilkraft der Zwiebel ist unübertroffen:

    • Eine halbe rohe Zwiebel fein hacken und ca. eine halbe Stunde stehen lassen, bevor ihr das Brett mit der Zwiebel ans Babybett stellt. So sind die sehr scharfen Düfte der Zwiebel bereits verflogen. Das Aroma der Zwiebel hilft dem Baby besser durchzuatmen. Zugegeben, das Zimmer stinkt am nächsten Morgen ganz schön zwiebelig, aber wenn Baby so besser durchschlafen kann.
    • Eine weitere Hilfe ist es, einfach den Wäscheständer mit möglichst feuchter Wäsche im Kinderzimmer aufzustellen. Feuchte Luft erleichtert generell das Atmen bei Erkältungen.

    Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag einige hilfreiche Tipps für die Nutzung von natürlichen Heilkräutern geben.

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: Iakov Filimonov / shutterstock