Autor: Deva Wallow

  • Kinderwunsch und der Einfluss unserer Psyche

    Kinderwunsch und der Einfluss unserer Psyche

    Es gibt viele unzählige Berichte und Erfahrungen über die Ursachen, warum es mit dem Kinderwunsch nicht klappt. Ich möchte aufgrund meiner Erfahrung in der Arbeit mit Kinderwunscheltern tiefer auf die bekanntesten Einflüsse eingehen.

    Wünsche ich mir oder brauche ich ein Kind?

    Bei vielen meiner Klientinnen mit einem Kinderwunsch stellt sich häufig heraus, dass sie zwar denken, dass sie sich ein Kind wünschen, um diesem all ihre Liebe zu schenken.

    Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sie sich gerade gar nicht in der „Lage“ sehen Liebe zu schenken, sondern selbst bedürftig nach Liebe und Nähe sind. Die sie sich nicht zuletzt unbewusst durch die Zeit mit ihrem Kind erhoffen.

    In diesen Fällen braucht die Frau ihr Kind mehr als dass es sich eines wünscht.

    Der darauffolgende Prozess macht ihnen dann meistens sehr schnell bewusst, wie sie unbedacht auf die Wünsche und Bedürfnisse all der anderen eingehen und ihre wie selbstverständlich hintenanstellen.

    In vielen Fällen stellt sich dabei heraus, dass alte unbewusste Schuldgefühle der Grund sind. Da diese Schuldgefühle fast ausnahmslos ihren Ursprung in ihrer eigenen Schwangerschaft, Geburt oder ihren ersten Lebensjahren hatten, stellen sie sich sehr schnell als unberechtigt heraus.

    Kinder als Mittel um sich ganz zu fühlen bzw. das Loch in einem zu füllen

    Eine nicht erfüllende Partnerschaft ist wie eine nicht heilen wollende Wunde. Sie hinterlässt einen leeren Raum im Herzen des Liebenden. Es fühlt sich für den Liebenden so an, als ob etwas fehlen würde, um sich ganz, vollständig und somit liebenswert zu fühlen.

    Diese „Leere im Herzen“ führt auch häufig zu einem Kinderwunsch, um die Leere durch die Nähe und Liebe zum Baby zu füllen. Was wie oben bedeutet, dass ein Kind mehr gebraucht als gewünscht wird.

    Kinderwunsch als Klebstoff einer Partnerschaft

    In meiner Arbeit als Paarberater mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Paare zwar große Schwierigkeiten haben, sich aber unbedingt ein Kind wünschen.

    In tiefergehender Betrachtung stellt sich meist heraus, dass der Zeitpunkt des Kinderwunsches aufkam, als das Feuer der Beziehung erlosch.

    Manchmal ist der Hausbau der erste Versuch wieder „Leben in die Beziehung zu bringen“. Manchmal der zweite nach der Erfüllung eines Kinderwunsches.

    Wenn Paare dann beginnen die Enttäuschungen ihrer Beziehung aufzuarbeiten und sich (wieder) trauen für ihre Bedürfnisse einzustehen, entspannt sich der Kinderwunsch und ein Kind fühlt sich willkommen und macht sich auf den Weg.

    Manchmal kommen verzweifelte Paare zu mir, bei denen sich der Kinderwunsch  bereits zu einer Art „Wahn“ geworden ist. Sie haben sich so sehr ihrem Wunsch nach einem Kind verschrieben, dass sie alle anderen Bedürfnisse diesem Wunsch untergeordnet haben.

    Doch wenn es dann mit der Schwangerschaft nicht gleich klappt, gleicht die Vorfreude auf das zukünftige Kind die zurückgestellten Bedürfnisse nicht mehr aus. Die abnehmende Vorfreude und das gleichzeitig zunehmende Gefühl, dass einem etwas fehlt, blockiert den Kinderwunsch.

    Auch wenn es nicht immer nachzuvollziehen ist, warum und wann ein Kind geboren wird, achtet ein Teil, wie in der „Natur“, darauf, ob es gerade passt. Unterdrückte Bedürfnisse, Anspannung und Beziehungsstress gehören, allerdings selten dazu.

    Kinderwunsch zur Erfüllung der Rolle als Eltern-/Mutter

    Auch wenn man es in dieser scheinbar so aufgeklärten Welt kaum glauben kann, fühlen sich viele Frauen zumindest unbewusst, ohne Kind, nicht als „vollständige/richtige“ Frau. Doch auch die Natur des weiblichen Körpers hat mit ihrem inneren Fortpflanzungstrieb und den dazugehörigen Hormonen, einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Psyche einer Frau. Dazu kommen die, durch die Sozialisation immer wieder vermittelten Überzeugungen, dass es die Aufgabe einer Frau ist, Kinder zu gebären.

    Doch da dieser vermeintliche Kinderwunsch den eigenen Bedürfnissen diametral gegenüberstehen, „blockieren“ die eigentlichen Wünsche dem des Kinderwunsches.

    Fazit „oder“ der Einfluss des Entspanntseins auf den Kinderwunsch

    Alle obenstehenden Aspekte wirken sich negativ auf den Entspannungszustand von Mann und Frau und damit auf den Kinderwunsch aus.

    Spannungen in der Beziehung, auf der Arbeit, in der Familie und in einem selbst, fördern die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol. Diese beiden Stresshormone werden vom Körper produziert, um uns vor Gefahren zu schützen. Sie stärken uns für einen Kampf sowie für die Flucht.

    Beide hemmen allerdings die Produktion der schwangerschaftsfördernden Sexualhormone Östrogen und Testosteron und verringern somit auch die Erfolgschancen einer künstliche Befruchtung.

    Regelmäßiger Sport, die Entschleunigung des Alltags und die Klärung von Beziehungsstress wirken sich dagegen positiv auf den Abbau von Adrenalin und Cortisol sowie die Produktion von Östrogen aus. Immer wieder wird mir von Paaren erzählt, dass sie nach erfolglosen Versuchen ein Kind zu zeugen eines adoptiert haben und kurz danach noch ein eigenes Kind bekamen. Was vermutlich häufig mit dem Nachlassen des Kinderwunsch-Stresses zusammenhängt.

    Euer Deva (Kinderwunsch- & Paartherapeut)

    Beitragsfoto: Dmitry Melnikov / shutterstock
  • Kann ich meinen Kindern gleichermaßen gerecht werden?

    Kann ich meinen Kindern gleichermaßen gerecht werden?

    Wie schaffe ich es, meine Kinder gleich zu lieben?

    Die Frage, ob ich meinen Kindern gerecht werden kann, stellen sich bestimmt viele Eltern. In der Praxis zeigt sich, dass sich durchschnittlich mehr Mütter mit dieser Frage konfrontiert fühlen als Väter.

    Das sich mehr Mütter diese Frage stellen, ist verständlich. da sie häufig auch mehr mit den Kindern zusammen sind als die Väter.

    Im Alltag taucht diese Frage meist dann auf, wenn wir als Eltern merken, dass wir ein Kind anders anstrengend als das andere empfinden.

    Warum empfinden wir unsere Kinder als unterschiedlich anstrengend?

    Kinder haben das außergewöhnliche Talent unsere empfindsamen Druckknöpfe zu drücken. Wenn diese betätigt werden, laufen automatisch mehrere kleine dahinter gespeicherte Programme ab. Das eine sorgt dafür, dass unsere Stimme hoch geht. Das andere dafür, dass wir zudem lauter werden. Manchmal haken diese Programme und starten mit zeitlicher Verzögerung.

    Das Hauptprogramm bestimmt den Inhalt unserer „Kommunikation“. Von Kommunikation kann man dann zwar eigentlich nicht mehr reden, da es sich eher um einen immer „gleichen“ Monolog handelt.

    Typische Inhalte sind „Kannst Du denn nicht aufpassen“, „Musst Du immer so schreien“, „Warum hörst Du nicht auf mich“ „Musst Du die Tür immer so laut zu knallen“ …

    Diese Monologe beinhalten die von unseren Eltern (oder anderen Bezugspersonen) übernommenen Urteile auf bestimmtes Verhalten. Wie z.B. den ungeschickten Umgang mit vollen Tellern und Gläsern, die dann eindrucksvoll auf dem Boden landen oder auf kunstvoll beschmierte Zimmerwände …

    Urteile auf unser kindliches Verhalten

    Diese Urteile wollen von unserem inneren, verletzten Kind (welches wir mal waren) wahrgenommen und revidiert werden. Warum? Weil sie hinter den Urteilen auf ihr Verhalten vor allem eines verstanden haben, „Ich bin nicht ok“ bzw. „Ich bin nicht liebenswert“.

    Und da unsere Kinder nun mal Individuen sind und schon mit ihren eigenen Glaubenssätzen über diese Welt heranwachsen, drücken sie nicht alle die gleichen Knöpfe.

    Das Kind, welches die schmerzhaftesten Knöpfe bedient und häufig auch als uns sehr ähnlich wahrgenommen wird, wird daraufhin schnell als nicht so „liebenswert“ empfunden. Dabei erfüllt es eine sehr wichtige (und undankbare) Aufgabe: Uns auf unsere eigenen Glaubensmuster aufmerksam machen!

    Aus der Sicht des Persönlichkeitsentwicklers in mir sind es die Aufgaben unser Kinder, wie auch unserer Partner, die damals übernommenen Urteile unserer Eltern über unser Verhalten zu heilen bzw. zu revidieren. Um uns immer mehr so zu liebe wie wir sind!

    Geschlechterfrage: Junge oder Mädchen, was soll es werden?

    Durch unsere Erfahrungen mit unseren Geschwistern, Freunden und Mitschülern haben wir uns bestimmte Meinungen darüber gebildet, mit wem wir bestimmte Unternehmungen besser machen können und mit wem wir uns besser verstehen. Diese Urteile (und vor allem die von unseren Eltern gelebten Rollen) prägen unbewusst unsere Gedanken bzw. Urteile über die Geschlechterrollen. Und auch diese „Urteile“ fließen häufig in unsere Wünsche in Bezug auf das Geschlecht unseres Kindes mit ein.

    Weitere Aspekte die bei der Frage „ob bzw. wie wir unseren Kindern gerecht werden können“ mit einfließen

    Dazu kommen die unterschiedlichen Talente, das Aussehen und die Charaktereigenschaften unserer Kinder. Manche hätten wir selber gerne und „stufen“ sie dadurch schon mal schnell, wenn auch unbewusst höher ein.

    Nicht zu letzt gibt es die typischen „Mütter-„ und „Väter-Kinder“, deren „Zuordnung“ nicht selten mit den oben stehenden Aspekten zusammenhängt. Manche Kinder fordern auch mehr Aufmerksamkeit ein oder erhalten einfach mehr, egal, ob durch „Erfolge“, Krankheiten oder andere Besonderheiten. 

    Alle diese Beurteilungen fließen ebenso unbewusst in unsere Wahrnehmung mit ein, wie lieb wir unsere Kinder haben.

    Fazit und Tipp

    Diese Urteile haben absolut nichts damit zu tun, wie unendlich lieb wir ALLE unsere Kinder haben und wir notfalls auch bereit wären unser Leben für sie zu geben.

    Kindern gleichermaßen gerecht zu werden, könnte man fälschlicherweise so verstehen, als ob alle Kinder immer gleich behandelt werden müssten. Doch das ist weder durchgängig möglich noch sinnvoll. Warum? Weil unsere Kinder unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche haben. M

    Stattdessen geht es darum, seine Liebsten unvoreingenommen wahrzunehmen und sie in ihrer Unterschiedlichkeit zu sehen und anzunehmen.

    Und wenn du dir immer wieder Zeit nimmst, dein vermeintlich weniger geliebtes Kind liebevoll mit all seinen Fähigkeiten und Eigenschaften zu betrachten, wird es sich deiner Liebe immer mehr bewusst werden, auch wenn es ggf. nicht seine Passion ist, sie durch Knuddeln und Spaßen zu erfahren.

    Euer Deva (Familientherapeut, Persönlichkeitsentwickler und Autor)

    Werbung: Unser Erziehungsratgeber

    Mehr dazu, eure Kinder bindungsorientiert und liebevoll in die Selbstständigkeit zu begleiten, findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“ welches im Humboldt-Verlag erschienen ist.

    Beitragsfoto: Argument / Getty Images
  • Geburtsschmerzen lindern: Mit Atemtechniken durch die Wehen

    Geburtsschmerzen lindern: Mit Atemtechniken durch die Wehen

    Für viele Schwangere ist die Vorfreude auf das Baby auch mit Angst vor möglichen Geburtsschmerzen, sowie Sorge um das Wohlergehen des Babys verbunden. In einer solch angespannten Situationen ist es normal, dass die Atmung flacher und schneller wird. Mit dieser aufsteigenden Angst ziehen sich die Schultern häufig nach oben (Schutzhaltung) und der Kopf sinkt immer weiter runter Richtung Brustkorb. Als Konsequenz verspannen sich die Nackenmuskeln.

    Falls die Gebärende in einem solchen Moment nicht an das regelmäßige Atmen erinnert wird, kann sich die Angst bis hin zur Panik steigern. Der damit verbundene Sauerstoffmangel hat eine zunehmende Muskelkontraktion (Zusammenziehen der Muskulatur) zur Folge.

    Am besten ist es, die richtigen Atemtechniken für die Wehen bereits frühzeitig mit seinem Partner in einem Geburtsvorbereitungskurs zu erlernen. In denen meist verschiedene, auf die einzelnen Geburtsphasen oder Wehenstadien zugeschnittene Atemtechniken vorgestellt werden.

    Während der Schwangerschaft sollten diese am besten jeden Abend geübt werden, so dass sie bis zur Geburt ganz selbstverständlich werden.

    Die „richtige“ Atmung ist eine sehr wichtige Voraussetzung dafür, dass ihr die Geburt so entspannt und schmerzfrei, wie möglich erleben könnt.

    Vorteile der richtigen Atmung während der Geburt

    Die wichtigsten Vorteile sind:

    • Euer Baby wird unter der Geburt mit ausreichend Sauerstoff versorgt, damit es dieses traumatische Ereignis und seine Strapazen gut übersteht.
    • Sie gibt euch Kraft für den Geburtsprozess, der sich über Stunden oder manchmal auch über Tage hinstrecken kann.
    • Die Konzentration auf die Atmung und die damit verbundene Sauerstoffversorgung, hilft euren Muskeln sich zu entspannen und somit leichter zu dehnen.
    • Der bewusste (kontrollierte) Atemrhythmus stärkt euer Gefühl von Kontrolle und mindert Ängste.
    • Das Tönen beim Ausatmen, besonders bei öffnenden A-Lauten, fördert sowohl die Öffnung eures Muttermunds als auch die eures Beckenbodens. Dies erleichtert euch und eurem Kind die Geburt.
    • Das bewusste Atmen hilft den Wehenschmerz zu lindern und Verletzungen unter Geburt zu vermeiden. Darunter zählen der Dammschnitt, der Damm- und Scheidenriss sowie die Analfissur.

    So gelingt der Umgang mit den Geburtsschmerzen

    Unser Körper hat die erlernbare Fähigkeit, sich willentlich zu entspannen. Die Fähigkeit sich zu entspannen, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen guten und störungsfreien Geburtsverlauf. Durch die Fokussierung auf die natürlichen Körperfunktionen können Schmerzen ausgeblendet bzw. vermindert werden.

    Geburtsschmerzen sind Hinweis auf eine „Blockade“

    Schmerzen während des Geburtsprozesses sind immer ein Hinweis, dass etwas gerade nicht passt. Die meisten Schmerzen entstehen durch extremen Druck des Babykopfes auf seinem Weg durch den Geburtskanal. Häufig ist die Position des Beckens gerade nicht optimal und der Kopf stößt gegen einen Knochen oder empfindsames Gewebe, wie z.B. den Damm. Wenn kein medizinischer Befund vorliegt, sollte geschaut werden, ob die Position der Gebärenden angepasst werden kann. Vor allem handelt es sich hierbei um Bewegungen, die auf das Becken einwirken.

    Weitere wirkungsvolle Entspannungstechniken, wie z.B. sie auch von der Lamaze-Organisation empfohlenen werden, helfen Spannungen und Verkrampfungen zu lösen und verhindern die Kontraktion der Muskulatur. Nur einer entspannten Muskulatur ist weich und fällt es leicht sich zu dehnen .

    Dabei ist es hilfreich bewusst ruhig in den Schmerz hinein zu atmen. Eine stockende Atmung wirkt krampffördernd, was die Geburtsschmerzen verstärken würde. Nicht weiter zu atmen bedeutet im Schmerz stecken zu bleiben und kann ohne Intervention durch einen Partner, Hebamme oder Doula leicht in einer Panik enden.

    Unsere Atmung hat einen Einfluss auf unsere Körperchemie und ist in der Lage uns in einen tiefen und ruhigen Bewusstseinszustand zu versetzen. Aus diesem Grund stellen wir euch nachfolgend die hilfreichsten Atemtechniken für die verschiedenen Geburtsphasen vor.

    Die Latenzphase – Beginn der ersten Vor-Wehen

    Diese Phase, die bis zu zwei Nächste dauern kann, wird von vielen noch nicht zu den Geburtsphasen gezählt. Sie ist gekennzeichnet durch das erstes Wehen-Ziehen im Bauch, wobei der Körper beginnt, seine Muskeln für die Geburt zu trainieren. Diese Wehen, werden Vor-Wehen genannt und dauern in der Regel weniger als 30 Sekunden und kommen noch sehr unregelmäßig.

    In dieser Phase ist es wichtig Ruhe zu bewahren, sich ablenken und am besten eine entspannte und krafttankende Zeit in der gewohnten Umgebung zu gönnen. Auf keinen Fall sollte die werdende Mutter sich in die Wehen hineinsteigern.“ Schwangere, die in der Latenzphase ins Krankenhaus kommen, werden in der Regel wieder nach Hause geschickt.

    Ein sicheres Startsignal, dass nun die Eröffnungsphase beginnt, ist, wenn die Schwangere mit den Wehen nicht mehr allein sein möchte. Jetzt ist ggf. der Zeitpunkt ins Geburtshaus oder Geburtsklinik zu fahren.

    Die Eröffnungsphase: Atemtechniken für die Wehen:

    Die Dauer der Eröffnungsphase kann sehr unterschiedlich lang sein. Beim ersten Kind beträgt sie durchschnittlich zehn Stunden. Sie kann aber auch bis zu 24 Stunden oder länger dauern. Dabei ist es wichtig, die Gebärende so weit wie möglich in Ruhe zu lassen, sodass sie in eine Art Trance-Zustand kommt und das Geburtsgeschehen an ihren Körper abgeben kann.

    Während des gesamten Geburtsprozesses ist das gleichmäßige und tiefe Atmen wichtig. Es vermeidet bzw. korrigiert immer wieder hektisches oder das Anhalten eures Atems.

    In der Eröffnungsphase kommen die Wellen in noch relativ großen Zeitabständen. Sie werden aber abgesehen von Unterbrechungen stetig kürzer und dauern zur Geburt hin ca. 1 bis 1,5 Minuten.

    Es gilt die Faustregel „Dreimal länger ausatmen als einatmen“ bzw. solange bis sich die Lungen „leer“ anfühlen.

    Wenn ihr also eine Welle anrollen spürt, holt tief Luft und atmet mit der Vorstellung in die Welle und euren Bauch hinein und lasst euren Ausatem durch euren locker und leicht geöffneten Mund sanft und ruhig fließend entweichen. Das Atmen in den Bauch weitet den Platz für euer Baby mehr als man denkt und macht es ihm leichter auf seinem Weg durch euer Becken.

    Manche Frauen empfinden das Tönen beim Ausatmen als mit Lauten wie einem „Ahhhh“ oder „Jaaaaa“ als sehr wohltuend. Probiert mit der Ausatmung sämtliche Anspannungen im Körper bewusst loszulassen. Legt dabei den Fokus vor allem auf euer ausatmen. Das Einatmen geschieht von allein.

    Heute empfiehlt man anders als früher kein Hecheln, da es zur Hyperventilation und somit zu Muskelkontraktionen führen kann.

    In der Wehenpause trägt eine lange und tiefe Atmung dazu bei, den Teufelskreis aus Muskelanspannung, Angst und Schmerz zu durchbrechen.

    Die Übergangsphase der Geburt: tiefe und ruhige Atemzüge helfen

    Viele Gebärende empfinden die Übergangsphase für sehr anstrengend, weil sie einen starken Druck auf ihrem Beckenboden spüren und dem Drang zu Pressen noch nicht nachgeben dürfen.

    In dieser Phase erfordert das Atmen eine große Konzentration.

    Atmet zu Beginn einer Wehe tief ein- und dann in vielen kleinen Stößen aus. Diese Atemtechnik solltet ihr bis zum Ende der Wehe fortsetzen. Nach dem Ende der Wehe ist es hilfreich, wenn ihr über euren geöffneten Mund einmal ganz tief ein- und ausatmet.

    Die Austreibungsphase: Atemtechniken für die Presswehen

    Sobald der Muttermund sich vollständig geöffnet hat, was bei ca. 10 cm der Fall ist, spricht man vom Beginn der Austreibungsphase. Mit der Austreibungsphase beginnt der letzte Abschnitt der Entbindung. Jetzt setzen die schmerzhaften Press- bzw. Austreibungswehen ein und die werdende Mutter beginnt, reflexartig zu pressen.

    Nun darf dem Pressdrang nachgeben werden und das empfinden die allermeisten Frauen als absolute Erleichterung.

    Dabei atmet die Frau zu Beginn einer Wehe tief ein, hält die Luft an und dann schiebt Richtung Beckenboden. So wird das Kind immer tiefer in den Geburtskanal geschoben.

    Allerdings sollte die Frau auch nicht zu lange die Luft anhalten, weil sonst die ausreichende Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind gefährdet wird. In diesem Fall sollte die Gebärende wieder tief Luft holen und den Prozess wiederholen.

    Als Daumenregel gilt, dass man etwa dreimal pro Wehe tief Luft holt und schiebt. Ist die Wehe vorbei, atmet man ruhig ein und aus. Die Wehenpausen muss man auf jeden Fall zum Verschnaufen und Kräftesammeln nutzen.

    Wichtig ist es bei der Atmung darauf zu achten, dass man nicht zu schnell ein- und ausatmet, denn sonst kann dies zu Kreislaufproblemen und Hyperventilation führen.

    Achtet beim Pressen bzw. beim Schieben darauf nach unten in Richtung euer Beckenboden zu schieben. Dabei ist es hilfreich, wenn ihr euch dies beim Atmen bildlich vorstellt.

    Geburtsschmerzen und -verletzungen vermeiden

    Sobald eine Wehe beginnt, atmet ihr tief ein. Mit eurem Ausatem schiebt ihr unterstützt durch ein Tönen, egal ob mit einem langgezogenen „Aaaah“, „Jaaaaa“ oder einem langen und sanften „Ffffff“ (bei dem ihr eure Lippen leicht vibrieren lasst“) euer Baby immer weiter aus euch heraus. So wird euer Damm entlastet und mögliche Geburtsverletzungen vermieden.

    Während einer Welle schiebt ihr so oft, wie es sich für euch gut anfühlt, was vermutlich drei- bis fünfmal sein wird, euer Kind Richtung Ausgang.

    Zwischen den Wellen hilft es euch auf ein tiefes Ein- und langes Ausatmen zu konzentrieren. Dies ist erholsam und verhindert, dass eure Muskulatur fest wird.

    Pausen beim Pressen

    Hinweis: In dem Moment, wo eure Hebamme euch auffordert, mit dem Pressen aufzuhören, vertraut ihr, hört auf mit dem Pressen und atmet weiter.

    Wenn ihr länger oder stärker als von eurer Hebamme empfohlen, presst, kann sich euer Damm nicht langsam dehnen, was leicht in einer Geburtsverletzung endet. In dieser Phase ist bereits das Köpfchen eures Babys sichtbar und ein zusätzlicher Druck auf den Damm gefährlich. Atmet in dieser Situation etwas flacher ein und aus, ohne es aber ganz zu vergessen.

    Euer Partner bzw. Begleitung sollten euch immer wieder liebevoll und bestimmt daran erinnern, tief Luft zu holen und lang und gedehnt auszuatmen.

    Auch wenn es euch schwerfällt und die Schmerzen schon sehr groß sind, widersteht dem Impuls die Luft anzuhalten. In der Regel ist die Angst unten zu zerreißen der Grund.

    Nutzt die Wirkung eines lockeren Kiefers auf eure Beckenmuskulatur.

    Das Tönen von öffnenden A-Lauten unterstützt die Weitung eures Beckens und hat somit einen unterstützenden Einfluss auf den Geburtsverlauf und lindert die Geburtsschmerzen.

    Macht euch immer wieder bewusst, „Euer Körper weiß, was zu tun ist! Vertraut dem natürlichen Prozess der Geburt. Euer Baby wird den Weg durch euer Becken finden. Eine liebevolle und mutmachende Begleitung wird euch dabei unterstützen, eure letzten Kräfte zu mobilisieren. Genauso wie die folgenden Atemübungen;

    Die Luftballon-Übung

    Atmet nach jeder Wehe einmal tief in den Bauch als wolltet ihr einen inneren Luftballon aufblasen. So bekommt euer Baby mehr Platz und eine Extraportion Sauerstoff.

    Die Eisenbahn-Übung

    Falls der Muttermund noch nicht weitgenug geöffnet ist, atmet wie eine Lokomotive auf tsch, tsch, tsch, tsch – Laute aus, um den Pressdrang zu unterdrücken.

    Die Zählmethode

    Das Zählen beim Einatmen und Ausatmen hilft euch ganz auf eure Atmung zu konzentrieren. Mit dem Effekt, dass ihr nicht gleichzeitig Grübeln und euch in Angst schürenden Gedanken verlieren könnt. Ängste lassen uns Verspannen und das ist etwas, was wir unter der Geburt absolut nicht gebrauchen können.

    Anspannungen und Ängste führten dazu, dass wir den Kiefer und damit gleichzeitig das Becken zusammenpressen.

    Übt gemeinsam die Zählatmung, in dem ihr dreimal so lange ausatmet, wie ihr einatmet. Zählt: „1, 2, 3“ beim Einatmen und „1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9“ beim Ausatmen. Diese Methode nennt man Zählmethode und wird u.a. beim Hypnobirthing praktiziert.

    Geburtsmantras einsetzen

    Das „Aufsagen“ von oder Meditieren mit Mantras hilft sich zu fokussieren und alle anderen Gedanken immer wieder, wie bei einem Film, vorbeilaufen zu lassen. Das laute oder stille Aufsagen von Geburtsmantras hilft euch neben der Konzentration auf die Geburt sich durch ihre enthaltenden „Bilder“ zu öffnen. Ihr könnt die untenstehenden Mantras verwenden oder euch von ihnen inspirieren lassen und eigene formulieren.

    Geburtsschmerzen lindern - Geburtsmantras
    Geburtsmantras

     

    Massage und Reflexzonenmassage bei der Geburt

    Alles was während des Geburtsprozesses zur Entspannung der werdenden Mutter beiträgt ist willkommen. Alle sanften Berührungen und vor allem Massagen sind eine hervorragende Methode zur Entspannung und Schmerzlinderung, so kann sich die Muskulatur viel leichter und somit weniger schmerzhaft dehnen. Voraussetzung ist eine gute bzw. ausreichende Sauerstoffversorgung der Muskeln.

    Am besten immer wieder probieren, welche Körperstellen gerade als berührungsbedürftig empfunden werden.

    Es gibt aber auch Frauen, die zeitweise während der Schwangerschaft und vor allem während der Geburt nicht berührt werden möchten. Auch wenn es manchmal schwer verständlich ist, es sollte nicht als Zurückweisung aufgefasst und so von ihrem Partner respektiert werden.

    Als besonders wohltunend werden Druckmassagen im Bereich des Kreuz-bzw. Steißbeins empfunden. Auch das Rollen von sauberen Tennisbällen, Igelbällen sowie Massagestäben wirkt sehr entspannend.

    Zusätzliche Tipps

    Entspannungsübungen während der Schwangerschaft können euch dabei unterstützen, der Geburt mit Freude entgegenzusehen und bei den ersten Wehen ruhig zu reagieren.

    Viele Frauen verspüren bereits vor der notwendigen Öffnung des Muttermunds den Drang zu pressen, obwohl es dafür noch zu früh ist. In diesen Fällen kann es helfen, wenn ihr in den Vierfüßlerstand geht, dabei das Gesäß in die Höhe streckt und eine Wange auf den Boden ablegt. Und sobald eine Welle ankommt, atmen ihr immer wieder viermal stoßweise kurz aus und anschließend schnell wieder ein. Zwischen den Wehen atmen ihr wieder normal.

    Trotz möglichen Übens ist es völlig normal, dass es während der Geburt dennoch mal dazu kommt, dass ihr euch verkrampft. Dann ist es wichtig, dass ihr von eurem Partner und oder Doula dabei unterstützt werdet, euch wieder auf eure Atmung und euren Atemrhythmus zu konzentrieren.

    Falls ihr das Bedürfnis habt lauter zu atmen, zu tönen oder zu schreien, gibt eurem Bedürfnis nach. Für eure Geburtshelfer ist dies völlig verständlich und normal.

    Sie erleben dies tagtäglich. Euer Partner sollte zuvor, z.B. in einem Geburtsvorbereitungskurs darauf vorbereiten werden. Damit dieser sich nicht erschreckt und Angst bekommt. Denn dies könnte zur Folge haben, dass ihr dann den Wunsch verspürt euren Partner zu beruhigen und den Fokus auf eure Geburt verliert. Oder dass seine Angst auf euch überschwappt und ihr euch immer mehr verspannt.

    Auch in der Nachgeburtsphase kann die Atmung schmerzlindernd wirken, wenn es darum geht, die Plazenta abzustoßen. In dieser Phase hilft die Atmung aus der Eröffnungsphase: Tief durch die Nase ein- und lange durch den Mund wieder auszuatmen.

    Euer Deva (Atemtherapeut und Autor)

    Beitragsfoto: gorodenkoff / Getty Images Pro
    Foto2: inarik / Getty Images Pro
  • Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen

    Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen

    und wie man diese begegnen sollte

    In den aktuellen Zeiten der Corona – Pandemie ist eine Schwangerschaft alles andere als unbeschwerlich. Auch wenn Schwangere und Babys nicht zur Risikogruppe dieses Virus gehören, ist diese Zeit mit vielen Ängsten und Unannehmlichkeiten verbunden.

    In der Schwangerschaft spielen bzw. fahren die Hormone und somit die Gefühle der werdenden Mutter eh schon Achterbahn. Dies in Kombination mit den Kontaktsperren, insbesondere den begrenzten Kontakt mit dem Vater unter der Geburt bzw. nach der Geburt, die Angst vor dem Verlust von Angehörigen (Eltern) und Zukunftsängsten, wie jetzt in der Zeit der Corona Pandemie, sind ein eher unbekömmlicher (wenn auch alkoholfreier) Cocktail.

    Nach den Gesetzen der Natur werden in Zeiten von Gefahr und Nahrungsmangel eher keine Nachkommen gezeugt und ich bin gespannt, ob sich dies in der Geburtenrate im nächsten Jahr 2021 zeigt.

    Ängste in der Schwangerschaft

    Da Embryos die Gefühle der werdenden Mutter und nicht selten auch die des Vaters wahrnehmen, werden sie wohl viel Angst fühlen. Ängste führen immer zu Verspannungen und dies kann in den letzten Wochen der Schwangerschaft dazu führen, so dass es dem Baby erschwert wird sich kopfüber ins Becken zu drehen.

    Wie umgehen mit Ängsten in der Schwangerschaft?

    Auch wenn es sowieso wichtig ist mit dem werdenden Baby zu sprechen, ist es bei ängstlichen Gefühlen umso wichtiger. Auf keinen Fall sollte die schwangere Frau probieren ihre Ängste und Sorgen wegzudrücken oder zu überspielen. Denn diese werden vom Embryo trotzdem wahrgenommen. Viel hilfreicher ist es diese auszudrücken, ganz nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“.

    Sich seine Ängste einzugestehen, beinhaltet zumindest teilweise schon das Vertrauen diese bewältigen zu können. Sowie jeder bewusst genommener tiefer Atemzug bei Angst ein Ja zum Leben bzw. ein sich größer machen als die Angst beinhaltet.

    So kann die werdende Mutter, dass Kind in ihrem Bauch sagen, dass es gerade eine schwierige Zeit ist und sie ab und zu immer wieder Angst bekommt. Doch dass sie nicht allein ist und sich freut, es in ihre Arme zu nehmen und ihr bestes geben wird es zu schützen und zu nähren. Und dass sie diese Zeit gemeinsam gut überstehen werden und es dann auch wieder leichter werden wird. Dabei hilft es sich diese gemeinsame Zeit so schön und plastisch wie möglich vorzustellen.

    Umso stärker wird es das Gefühl von Verbunden- und Geborgenheit mit jedem Austausch stärken.

    Um diese Ängste nicht immer wieder zu schüren, sollte man sich nicht jeden Tag die neuesten Nachrichten anhören und es sich stattdessen so „gemütlich“ wie möglich in dieser Zeit zu machen und wenn schon kein persönlicher Kontakt mit Freunden und Eltern möglich ist, sich per Telefon oder Internet auszutauschen. Und wenn immer möglich Spaziergänge in einem nahe gelegenen Wald machen!!! Bewegung ist das Heilmittel gegen Depressionen schlechthin und zu dem die beste Vorbereitung für die Geburt.

    Wir wünschen allen Schwangeren trotz Corona eine wunderschöne Kugelzeit und eine sichere und schöne Geburt!

    Euer Deva Babytalk-Team

    Beitragsfoto: AntonioGuillem / Getty Images Pro
  • Die Bedeutung des Kuschelns nach der Geburt und im Wochenbett

    Die Bedeutung des Kuschelns nach der Geburt und im Wochenbett

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    In der Ausbildungen an der Babycoach-Akademie wird sehr viel Wert daraufgelegt, dass die angehenden Doulas und Mütterpflegerinnen die Bedeutung des Bondings kennen und wertschätzen und diese ihren zu betreuenden Eltern weitergeben.

    Leider ist es auch heute noch immer nicht selbstverständlich, dass Mutter und Kind (oder Papa und Kind) nach der Geburt Zeit erhalten, um in direktem Hautkontakt sich erst einmal beschnuppern zu können und in ihren Rollen als Mama / Papa ankommen zu dürfen.

    Für das Baby bedeutet diese Kuschelphase nach der Geburt so unfassbar viel:

    • Geborgenheit
    • Co-Regulation
    • Beruhigung
    • Das Gefühl, willkommen zu sein
    • Zeit zu erhalten sich im eigenen Tempo an das neue Leben außerhalb des Bauches anzupassen

    Das ungestörte Kennenlernen

    Babyfreundliche Krankenhäuser unterstützen das Entstehen der Eltern-Kind-Bindung. Das ungestörte erste Kennenlernen, der Hautkontakt direkt nach der Geburt und das allmähliche Vertraut werden sind für den Bindungsaufbau ganz wesentlich.

    Frauen, die nicht stillen können oder wollen, wird in solchen Krankenhäusern gezeigt, wie sie dem Baby auch mit Flasche Nähe schenken können.

    Ein gelungenes Bonding erhöht den Oxytocinspiegel, der den Milcheinschuss fördert und wirkt zudem einer Wochenbettdepression entgegen.

    In unseren Modulen über die Geburtsphysiologie mit der Hebamme Anja Lehnertz sind uns die Themen Respekt gegenüber der Familie und dem Krankenhauspersonal, der Kontakt zum Baby und eine möglichst interventionsfreie Geburt besonders wichtig.

    Wir diskutierten, wieso es im Krankenhaus (u.a. aufgrund der personellen Knappheit) immer öfter zu Eingriffen in die Geburt kommt, die man eigentlich vermeiden könnte.

    Und wir gingen der Frage auf den Grund, warum das Bonding so wichtig ist:

    Warum ist Bonding so wichtig? 

    In der Bonding-Phase entscheidet sich, wie ein Kind in Zukunft mit Gefühlen umgeht und Beziehungen zu anderen empfindet. Sie trägt zudem maßgeblich dazu bei, das bestehende Urvertrauen zu erhalten und zu stärken, umso den Mut aufzubringen gelassen in unbekannte Situationen zu gehen.

    Liebe, Geborgenheit, Schutz, Wärme: Für das Neugeborene bedeutet Zuneigung nicht nur Sicherheit. Bezugspersonen zu haben, die auf seine Bedürfnisse reagieren, ist für sie überlebenswichtig. Das Neugeborene kann sich schließlich nicht selbst versorgen.

    Bonding-Tuch oder -Top für den Haut-zu-Haut-Kontakt

    Eltern können sogenannte Bonding -Tops erwerben. Ein solches Top wird von der Mutter übergezogen, das Baby darin eingepackt und davon sicher gehalten.

    Wir haben von SERAPHINE (Werbung wegen Markennennung und der Bereitstellung von Tops zum Testen) drei Bondingtops gestellt bekommen, die wir getestet haben. Über den Rabattcode „Kuscheln15“ erhaltet ihr übrigens 15% Rabatt auf diese Tops.

    Unser Fazit: Nicht nur das Kuscheln (Haut auf Haut) wird unterstützt. Die frisch gebackene Mutter hat zudem ein schönes, weiches und schickes Oberteil an, welches sich maßgeblich von den Hemdchen, die leider immer noch viele Mamas im Kreißsaal anziehen sollen, abhebt.

    Worin liegt der Unterschied zu einem einfachen T-Shirt?

    Wir diskutierten, warum nicht einfach auch ein normales T-Shirt denselben Zweck erfüllt. Ganz klar: einem normalen Shirt fehlt die Möglichkeit, das Baby zu sichern. Und das Umwickeln von Mutter und Kind ist dann eher „dürftig“. Durch die Wickeltechnik, die das Top mitbringt, ist es in seiner Funktionalität nicht mehr weit von einem elastischen Tuch entfernt.

    Und warum dann nicht einfach ein elastisches Tragetuch mitnehmen?

    Ganz ehrlich: Wer hatte nach der Geburt direkt Lust und den Nerv dazu, sich das sichere Einbinden des Babys erklären zu lassen?

    Wir kennen jedenfalls niemanden, der dazu bereit war;) Da kann man noch so optimistisch sein, die Zeit nach der Geburt gehört nicht in den Erklärmodus.

    Die Aufmerksamkeit wäre ja auch bei den Eltern gar nicht vorhanden. Also bietet das Top, welches super schnell und sehr einfach angelegt ist, beste Kuschel-VoraussetzungenJ

    Und: Es gibt auch eine Ausführung für den Papa!!! Das finden wir unfassbar toll, denn wie sagt man so schön:

    „Das Tragen (Kuscheln) ist das Stillen der Papas.“

    Euer Babytalk-Team

    R. Feldman et al. (2010): Natural variations in maternal and paternal care are associated with systematic changes in oxytocin following parent-infant contact. PSYCHONEUROENDOCRINOLOGY Bd. 35 Nr. 8, S. 1133-1141. 
  • Mein wütendes Kind: Humor ist, wenn man trotzdem lacht

    Mein wütendes Kind: Humor ist, wenn man trotzdem lacht

    Was soll ich machen, wenn mein Kind mich beschimpft oder haut?

    Wie soll ich auf mein wütendes Kind reagieren? Zu allererst ist es hilfreich, sich nicht angegriffen zu fühlen. Ihr Hauen oder Beleidigen ist nie Ausdruck von reiner Böswilligkeit, sondern vor allem von Hilflosigkeit!

    Ich nenne es „Alles was nicht Liebe ist, ist ein Schrei nach Liebe“. (Dies ist eine Aussage aus „Ein Kurs in Wundern“, Hinweis der Redaktion)

    Wenn es deinem Kind gut gehen bzw. wenn es sich nicht hilflos fühlen würde, würde es sein unerfülltes Bedürfnis anders ausdrücken. Dieses unbefriedigte Bedürfnis geht es zu ergründen und zu respektieren, was nicht heißt, es immer auch zu erfüllen.

    Euer Kind beschimpft euch

    Wenn euer wütendes Kind euch Schimpfwörter „um die Ohren haut“, könntet ihr mit Humor – auf keinen Fall mit Ironie! – darauf reagieren.

    „Was Du alles für Schimpfwörter kennst. Ich bin ich wirklich beeindruckt. Wo hast Du die denn her? Kennst Du noch mehr?

    Während ihr euer Kind die Chance gibt seine Wuttirade rauszulassen, entspannt ihr die Situation und die hochgekochten Emotionen eures Kindes. Anschließend könnt ihr entspannt damit beginnen zu erforschen, wer oder was euer Kind verletzt hat und schauen, wie ihr helfen könnt.

    Euer Kind haut euch

    Wenn euer Kind euch haut, aber noch nicht so stark ist, könnt ihr auch darauf gut mit Humor reagieren. Wichtig dabei ist, euch immer vor versehentlichen Verletzungen zu schützen und wenn möglich auch darauf zu achten, dass euer Kind sich nicht ernsthaft weh tut oder etwas euch Wertvolles dabei kaputt machen kann.

    Denn dieses würde es später, wenn es sich wieder beruhigt hat, sehr bedauern und sich „Schuldgefühle in seinen Rucksack packen“. Wir alle tragen solch einen Rucksack voller Schuldgefühle mit uns, solange wir uns nicht vergeben.

    Humorvoll könnt ihr auf sein Hauen reagieren in dem ihr ihm etwas weinerlich sagt: „Du bist ja schon richtig kräftig. Das tut ja schon richtig weh. Aua Aua. Vielleicht solltest Du warten bis Papa nach Hause kommt.

    Dem machen blaue Flecken nicht so viel aus. Mit dem kannst Du dann einen richtigen Boxkampf machen. …“ Und wenn ihr das Gefühl hat, dass hilft eurem Kind gerade nicht, haltet ein Kissen vor euch. Daran kann euer Kind dann seine angestaute Wut/Aggressionen rauslassen …

    Wenn sich euer Kind beruhigt hat und sich die Situation entspannt, könnt ihr euch auf die Suche nach der Ursache für seine Wut machen.

    Diese Ursache kann ggf. etwas länger zurückliegen und eine relativ unbedeutende Sache hat die sich angestaute Wut dann zum Ausbruch gebracht.

    Hierzu könnte Euch auch unser Beitrag „Mit Kindern schimpfen und wie ihr es besser machen könnt“ interessieren.

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    Mehr dazu, eure Kinder bindungsorientiert und liebevoll in die Selbstständigkeit zu begleiten, findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“ welches im Humboldt-Verlag erschienen ist.

    Euer Deva (Familientherapeut)

    Beitragsfoto: soupstock von Canva.com
  • Was tun, wenn mein Kind haut?

    Was tun, wenn mein Kind haut?

    Stellt euch folgende Situation vor, ihr seid mit eurem Kind auf einem beliebten Spielplatz in dessen Verlauf euer Kind ein anderes haut. Die erste Reaktion könnte ein mit lauten „Beschimpfungen“ begleitetes wegreißen sein. Das ist vollkommen verständlich, nicht zuletzt, weil wir in diesem Moment so „enttäuscht“ und wütend auf unser Kind sind und befürchten als Eltern versagt zu haben und die erwartenden Reaktionen in den Gesichtern der anderen Eltern sehen oder erahnen.

    Was braucht ihr, um entspannt auf das Hauen eures Kindes zu reagieren?

    Wichtig bzw. Voraussetzung für eine unvoreingenommene und überstürzte Reaktion ist es, dass ihr euch so gut wie möglich entspannt. Und selbst dann ist es hilfreich, wenn ihr erstmal ein paar tiefe Atemzüge nimmt und so probiert euch zu beruhigen. Macht euch bewusst, „Euer Kind ist immer noch das gleiche liebenswerte Wesen, wie es bis zu dem Vorfall war“.

    Ein Grundsatz könnte euch dabei helfen. „Alles was nicht Liebe ist, ist ein Schrei nach liebe“.

    Das heißt, wenn euer Kind sich nicht kooperativ verhält und wie in diesem Beispiel ein anderes Kind haut, geht es ihm gerade nicht gut. Und dann nimmt euch doch noch einen Moment, um zu überlegen, was ihr euch als Kind in dieser Situation von euren Eltern gewünscht hättet.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr gewollt hättet, „am Boden liegend“ noch weiter attackiert zu werden, oder?

    Welche Reaktion hättet ihr euch gewünscht?

    Und so empfehle ich euch, euch bei dem geschlagenen Kind zu entschuldigen und zu fragen, ob es etwas braucht und ggf. es zu seiner Mutter/Vater zu begleiten. Anschließend geht so entspannt wie möglich auf euer Kind zu und fragt es: „So kenne ich Dich gar nicht. Was ist denn los mit Dir, was fehlt Dir, … (vermutlich weiß es das in diesem Moment selbst nicht) was hat Dich denn so verletzt, dass Du das Kind geschlagen hast?“

    Habt keine Angst, dass sich euer Kind vermutlich durch ein Verhalten oder nicht reagieren eurerseits „verletzt“ fühlte. Es war nicht eure Absicht, denn sonst wüsstet ihr es ja. Vermutlich hat euer Kind eine Grenzsetzung oder Kritik von euch, nicht damit in Übereinstimmung bringen können, dass ihr es dennoch uneingeschränkt lieb habt. Natürlich kann sich euer Kind, aber auch von einer anderen Person verletzt fühlen.

    Bedenkt dabei:
    Vor allem Kinder können eine Kritik an ihrem Verhalten nicht von ihrer „Person“ trennen!

    Ich kann mir vorstellen, dass ihr euch diese Reaktion vielleicht nicht gleich zutraut, doch gerade in solchen Situationen könnt ihr mit einem entspannten Eingreifen, viel für eine vertrauensvolle Beziehung zu eurem Kind tun. Und selbst wenn die anderen Eltern erstmal irritiert schauen, wird euer Verhalten einen bleibenden und nachdenklich machenden Eindruck hinterlassen.

    Ich wünsche euch ganz viel Mut und Vertrauen in eurer Erziehung.

    Deva

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    Mehr dazu, eure Kinder bindungsorientiert und liebevoll in die Selbstständigkeit zu begleiten, findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“ welches im Humboldt-Verlag erschienen ist.

    Beitragsfoto: AlexSmith / shutterstock
  • Babys sicher ablegen

    Babys sicher ablegen

    Mein Baby ablegen: Babys brauchen den Körperkontakt und wenn es nicht der der Mutter ist, dann zu einer anderen vertrauten Bezugsperson. Die Mutter stellt mit ihrer Brust die Versorgung und zudem den Schutz des Babys vor Kälte, Hitze, Nässe und Gefahr sicher, welcher für die Entwicklung eures Babys enorm wichtig ist.

    Wenn ihr euer Neugeborenes ablegt, wird es dies zumindest zu Beginn häufig mit Schreien, dem Hilferuf eines Babys, quittieren.

    Das große Bedürfnis nach der Nähe zur Mutter ist allen Säugetieren gemeinsam.

    Babys ablegen

    Wenn Ihr euer Baby ablegt, ist es wichtig, dass ihr ihm dabei die ganze Zeit das Gefühl vermittelt, dass es vollkommen sicher ist. Dafür ist es hilfreich euer Baby mit einer Hand den Kopf zu stützen und mit der anderen Hand die Beine sanft an den Bauch deines Babys zu drücken. Zudem ist es wichtig, dass ihr dabei auf einen sicheren Stand eurerseits achtet und euer Baby während des Ablegens immer nah am Körper haltet.

    Das verhindert, dass die Beine runterhängen und euer Baby Angst bekommt und der Moro-Reflex ausgelöst wird und es haltsuchend seine Arme nach vorne oben ausstreckt und zu schreien beginnt.

    Anschließend setzt ihr es auf seinen Po und rollt es über die Seite auf den Rücken. Am besten schenkt ihr eurem Baby mit eurer Hand auf dessen Bauch noch etwas länger das Gefühl der Geborgenheit.

    Mit der Zeit, nach ca. 8 Monaten, kann euer Baby immer mehr euer das Vertrauen gewinnen, dass es auch dann sicher ist, wenn ihr es nicht tragt und später selbst, wenn es euch nicht sieht.

    Kann ich das Ablegen mit meinem Baby üben?

    Hilfreich ist es zu Beginn euer Kind nur für wenige Sekunden abzulegen und es anschließend sicher haltend in umgekehrter Form des Ablegens wieder aufzunehmen und am besten in einer Traghilfe am Körper zu tragen. Dadurch stärkt ihr das Vertrauen eures Kindes zu euch.

    Baby ablegen Mutter hält ihre Hand auf dem Bauch ihres Babys

    Mit der Zeit entwickelt ihr immer mehr ein Gespür dafür, wann die Vertrauensgrenze ausgereizt ist. Und wann es besser euer Baby wieder aufzunehmen, bevor es dies durch Schreien einfordert. Ganz fatal dagegen ist es, sein Kind schreien zu lassen! Auch wenn es mit der Zeit aufhört zu schreien, bedeutet dies nicht, dass es ab nun ok ist bzw. verstanden hat, dass ihr gleich wiederkommt, sondern ein Zeichen der Resignation.

    Dieser Vertrauensverlust bedeutet für die so wichtige Bindung zur Mutter bzw. Vater einen großen Rückschlag, der sich ohne bewusste Versuche des erneuten Vertrauensaufbaus extrem belastend in der weiteren Beziehung zeigen kann.

    Euer Deva

    Beitragsfotos: TrendSetter Images / Canva

    Pinterest: Lorado / Getty Images
  • Elternsex: Unser Kind hat uns beim Sex überrascht

    Elternsex: Unser Kind hat uns beim Sex überrascht

    Na und?! Was ist eigentlich so erschreckend, traumatisierend, wenn ein Elternpaar leidenschaftlichen, befriedigenden Sex hat und dabei von einem ihrer Kinder überrascht wird. Ist es die Nacktheit der Genitalien? Oder befriedigende ggf. laute Geräusche? …

    Auch wenn es für Sex noch viele andere Orte gibt, wird eine schlafendes Baby oder Kleinkind nur sehr selten beim Sex ihrer Eltern wach, wenn sie im elterlichen Schlafzimmer schlafen. Und wenn, dann legen sie sich in den meisten Fällen einfach wieder hin und schlafen entspannt weiter.

    Beim Elternsex spielen die inneren Kinder

    Beim Sex spielen die inneren Kinder der Erwachsenen, heißt es. Und ermöglicht einen Zugang bzw. neue Kontaktaufnahme der Eltern zu ihren inneren Kindern und somit zu ihren Bedürfnissen und Gefühlen. Dieser Zugang ist Grundvoraussetzung für eine bindungsorientierte Elternschaft.

    Wie häufig bekommen unsere Kinder in Stresssituationen unsere „Aggressionen gegen wen oder was auch immer mit? Selbst wenn sie keinen Streit zwischen uns Eltern mitbekommen, spüren sie unsere Gefühle, wie Wut, Angst, Hilflosigkeit und oder Traurigkeit. Egal wie gut wir glauben sie hinter einer Maske der Gelassenheit zu verbergen.

    Unsere (Klein-)Kinder fühlen sich für alles verantwortlich

    Und sie fühlen sich dafür noch verantwortlich/schuldig. IMMER!

    Sex ist ein tolles „Spielzeug“, um Stress ab- und Nähe und Vertrauen aufzubauen. Und unseren zuvor verschlossenen Zugang zu unseren Gefühlen wieder herzustellen.

    Ich will damit ausdrücklich keinen über Liebkosungen absichtlichen „Elternsex“ vor Kindern propagieren. Stattdessen will ich Eltern dazu einladen ihre „Beklemmungen“ davor, beim Sex von ihren Kindern überrascht zu werden, abzulegen.

    Wie reagiere ich, wenn unser Kind uns darauf anspricht oder sich doch erschreckt hat?

    Am hilfreichsten ist es entspannt und wenn möglich humorvoll zu reagieren. Es ist nichts schlimmes, was euer Kind gesehen hat. Es wird auch keine Traumen zurücklassen. (Zumindest wenn wir „Gewaltpraktiken“ außen vor lassen). Sag ihm mit einfachen kindgerechten Worten, was es gesehen hat oder hätte sehen können.

    Das Mama und Papa gekuschelt haben, wie es Erwachsene machen und wie auch es selber in den Bauch von Mama gekommen ist. Dass man miteinander getobt hat. Das verstehen Kinder ganz schnell;)

    Fazit zum Thema überrascht beim Elternsex

    Sex ist das natürlichste der Welt! Und nichts weswegen Eltern / Paare sich schämen sollten. Es ist zum Glück noch immer das „Spiel“, bei dem keiner zu verlieren braucht und welches die allergrößten Gewinne ermöglicht* . Unsere Kindern!

    Um es aber noch einmal ganz deutlich auszudrücken, dieser Beitrag soll nicht aussagen, dass man als Eltern Sex vor seinen Kindern haben sollte!!!
    Es geht darum, wie man reagiert, wenn man dann aber doch einmal von seinen Kindern (wenn sie z.B. plötzlich in der Tür stehen) überrascht wird.

    Nicht selten war bei diesen Paaren Nacktheit bei ihren eignen Eltern noch ein Tabu, trotz der sexuellen Revolution in den 60er Jahren. Nicht selten schlummern noch unbewusste Urteile auf Sex oder bestimmte Praktiken in den Köpfen eines oder beider Elternteile.

    Soviel wir uns Eltern auch bemühen, unter Stress passiert es immer mal, dass wir „lauter“ werden oder uns vor unseren Kinder streiten. Was nicht so tragisch wäre, wenn unsere Kinder auch mitbekommen würden, wie wir uns anschließend wieder versöhnen. In welchem Verhältnis steht es da, wenn sie uns bei der schönsten Nebensache der Welt überraschen?

    Solltet ihr noch weitergehende Fragen haben, scheut euch nicht, mir zu schreiben. Ich werde mein bestes geben, sie zeitnah zu beantworten.

    Viel Spaß beim Spielen wünscht euch euer Deva (Familien- und Paartherapeut)

    Mehr über unsere Vorstellung von Bindungsorientierter Erziehung findet ihr in unserem Erziehungsratgeber „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“, der 2019 im Humboldt-Verlag erschienen ist.

    *Dabei meine ich, dass unsere Kinder bei nicht gleichgeschlechtlichen Eltern glücklicherweise in den allermeisten Fällen noch beim Sex gezeugt werden.

     Beitragsfoto: Thinkstock Images / Photo Images
  • Buchempfehlung: „Es war eine schwere Geburt“ von Viresha J. Bloemeke

    Buchempfehlung: „Es war eine schwere Geburt“ von Viresha J. Bloemeke

    Heute möchten wir euch dieses Buch empfehlen, welches sowohl für Eltern mit traumatischen Geburtserfahrungen als auch für Fachleute (Hebammen, Doulas, Frauenärzte etc.) super geeignet ist:

    Wie schmerzliche Erfahrungen heilen

    Wenn die Geburt anders verläuft als wie die Eltern es sich vorgestellt haben, ist das oft schon schwer anzunehmen. Wenn dann auch noch traumatische Situationen hinzukommen, die aus dem schönsten Tag im Leben eine so negativ prägende Erfahrung gemacht haben, dass es einen nicht mehr los lässt, dann brauchen die Eltern Hilfe.

    Und Wissen. Denn wer mehr weiß, kann sich selber besser helfen.

    In diesem Buch ist erklärt, wie man einem Geburtstrauma begegnet. Wie man sich aus der Schockstarre befreien kann. Welche Menschen einem dabei wie helfen können.

    Und es sind sehr viele tolle Tipps beschrieben, wie die Eltern auch dem Baby helfen können, das Geburtserlebnis zu verarbeiten.

    Auch der Frage, wie man Ängsten begegnet, wenn man ein weiteres Baby bekommt und die vorherige Geburt noch in den Knochen liegt, wird hier dankenswerterweise betrachtet.

    Selbsthilfemethoden zur Heilung

    Ein Kapitel fanden wir besonders hilfreich: Die Selbsthilfemethoden.

    Von Imaginationen über Schreibtherapie bis hin zu Bewegungsübungen sind viele verschiedene Methoden vorgestellt, so dass jeder die eine oder andere passende Idee finden sollte.

    Wo bekommt ihr das Buch?

    Das Buch bekommt ihr selbstredend in jeder Buchhandlung.

    Hier findet ihr das Buch auf Amazon: (per Affiliatelink: solltet ihr das Buch bestellen, bekommen wir eine Mini „Vermittlergebühr“, die ihr aber nicht zu spüren bekommt^^).

    Wir wünschen allen, die das Buch kaufen, weil sie selber eine schwere Geburt erleben mussten, dass ihr die passende Hilfe findet und euer Weg wieder leichter und befreiter wird!

    Eure

    Mira und Deva