Kategorie: Mama Talk

  • Ein besonderes Ritual vor der Geburt: Das Blessingway

    Ein besonderes Ritual vor der Geburt: Das Blessingway

    Was ist ein Blessingway?

    Ein „Blessingway“ ist eine spirituelle und kulturelle Feier, die ursprünglich von den Navajo-Indianern stammt, aber auch von anderen indigenen Gemeinschaften übernommen wurde. In der modernen westlichen Kultur wird der Begriff „Blessingway“ jedoch oft verwendet, um eine alternative Form des Babyshowers oder eine spirituelle Segnungszeremonie für werdende Mütter zu beschreiben.

    Im traditionellen Kontext der Navajo-Indianer ist ein Blessingway eine Zeremonie, die dazu dient, positive Energie zu fördern, Schutz zu gewähren und Segnungen für eine Frau während ihrer Schwangerschaft und Geburt zu erhalten. Die Zeremonie kann Lieder, Gebete, Rituale und Geschenke umfassen, die darauf abzielen, die werdende Mutter zu stärken und zu unterstützen.

    In der modernen Interpretation wird der Begriff Blessingway oft verwendet, um eine Feier für werdende Mütter zu beschreiben, die sich von traditionellen Babyshowern unterscheidet. Statt sich nur auf Geschenke und Spiele zu konzentrieren, betont der Blessingway die spirituelle und emotionale Unterstützung für die Mutter. Es können Elemente wie Meditation, Rituale, Segnungen und das Teilen von Geschichten und Weisheit eingebunden werden, um eine positive und unterstützende Atmosphäre zu schaffen.

    Wer bietet Blessingway Rituale an?

    Blessingway-Rituale werden oft von spirituellen Führern, Geburtsbegleitern, Doula-Praktizierenden, Hebamme oder auch von Frauen in der Gemeinschaft angeboten, die sich auf diese Art von Zeremonie spezialisiert haben. Es gibt auch professionelle Blessingway-Organisatoren oder Zeremonienleiterinnen, die solche Feierlichkeiten für werdende Mütter und ihre Gemeinschaft planen und durchführen.

    Es kann hilfreich sein, lokale spirituelle Gemeinschaften, Geburtszentren, Hebammen-Praxen oder Doula-Dienstleister nach Empfehlungen zu fragen. Es gibt auch Online-Ressourcen und Plattformen, auf denen Sie nach Experten suchen können, die Blessingway-Rituale anbieten. Es ist wichtig, jemanden zu finden, der mit den kulturellen und spirituellen Aspekten vertraut ist und die Bedürfnisse und Wünsche der werdenden Mutter respektiert.

    Wenn Sie daran interessiert sind, ein Blessingway-Ritual zu organisieren, können Sie auch in Erwägung ziehen, dies selbst zu tun, indem Sie Informationen über die traditionellen Elemente sammeln und kreative Wege finden, um eine unterstützende und bedeutungsvolle Zeremonie für die werdende Mutter zu gestalten.

    Wie kann ich selber Blessingway Ritualleiterin werden?

    Zertifizierung zur Ritualleiterin (optional):
    – Einige Ausbilder bieten Zertifizierungen zur Blessingway Ritualleiterin an. Dies ist optional, kann jedoch Ihre Glaubwürdigkeit und Fachkenntnisse stärken.

    Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Arbeit als Blessingway-Ritualleiterin oft mit tiefen emotionalen und spirituellen Aspekten verbunden ist. Eine respektvolle und einfühlsame Herangehensweise ist entscheidend, um Frauen und ihre Gemeinschaften während dieser bedeutenden Lebensphasen zu unterstützen.

  • Hautpflege beim Baby – von der Hebammenstudentin

    Hautpflege beim Baby – von der Hebammenstudentin

    Hallo Ihr Lieben,

    heute geht es um das Thema Hautpflege beim Baby.

    Inzwischen ist schon wieder einiges an Zeit vergangen und ich melde mich aus dem fünften, fast sechsten Semester bei euch:) Das Hebammenstudium ist also in den letzten Zügen und ich habe bereits so unfassbar viel gelernt und gesehen. Ich könnte vor Ungeduld fast platzen, um das ganze Wissen, welches ich für wichtig erachte, dass Eltern es bekommen, in die Welt hinaus zu tragen.

    Heute widmen wir uns einem Thema, welches insbesondere die Zeit NACH der Geburt betrifft:

    Wie pflege ich die Haut meines Babys?

    Dazu muss man zunächst einmal wissen, warum sich die Haut eines Babys von der Erwachsenen Haut grundlegend unterscheidet:

    Das neugeborene Kind kommt aus einer Welt, in der es bis zu zehn Monate lang im wohlig warmen Fruchtwasser eingebettet, in Mamas Bauch verbracht hat.

    Und plötzlich ist es kalt, trocken und man muss nach der Geburt nicht nur atmen und verdauen können, sondern auch noch lernen die Körpertemperatur zu halten.

    All das ist neu für das Baby. Und die Haut ist auch, wenn man sich mal überlegt wie viel Prozent diese im Verhältnis zum restlichen Körper ausmacht. Es ist das größte Organ im menschlichen Körper.

    Wer weiß schon, dass die Babyhaut fünf Mal dünner ist als die Haut eines Erwachsenen. Wenn man sich das nun im Detail anschaut, ist es sogar so, dass die Hornschicht um 30% dünner ist als bei einem Erwachsenen.

    Daran erkennt man bereits, dass die Babyhaut ganz andere Bedürfnisse hat und eine andere Art der Pflege benötigt.

    Grundsatz gilt bei der Hautpflege von Babys: Weniger ist mehr!

    Da die Haut noch sehr viele Entwicklungsschritte vor sich hat und sich nach und nach an das Leben außerhalb des Fruchtwassers anpasst, sollte man eines ganz besonders vermeiden: Unnötiges Reizen durch falsche oder zu viel Hautpflege.

    Und dazu gehört auch das Baden, Waschen und Cremen. Denn die Haut hat ein ganz eigenes Schutzsystem, welches in der Regel immer perfekt auf den Zustand abgestimmt ist und sich selbst durch eigene Fette und Substanzen perfekt schützt.

    Nun kann man sich aber auch vorstellen, das Stuhlgang, Schweiß, Urin und auch die Milch, die ggf. mal aus dem Mund wieder heraus blubbert, nicht unbedingt dieser Schutzschicht gut tun. Insbesondere harnhaltige Substanzen wie Urin und Schweiß sind besonders angriffslustig, wobei Schwitzen extrem wichtig für die Wärmeregulierung des Babys ist. Und Urin ist halt nun mal in Windeln, je nach Material, längere Zeit in der Nähe der Haut. Das ist lediglich bei Babys, die windelfrei aufwachsen ein zu vernachlässigendes Problem.

    Alle Substanzen, die man der Haut zusätzlich auf das eigene Schutzsystem hinzufügt, haben einen Einfluss auf die Funktion dieser Barriere. Deswegen gilt, dass man ein Baby am besten mit klarem, warmen Wasser wäscht und möglichst wenig cremt. Das Baden sollte maximal zwei Mal pro Woche stattfinden.

    So kann man die Haut am besten davor schützen, dass sie austrocknet oder die eigene Schutzfunktion verliert.

    Nun leben wir und unsere Babys aber in beheizen Räumen und tragen Kleidung. Das ist zwar auch gut so, denn sonst würden wir sehr frieren, aber manche Haut reagiert sehr empfindlich auf trockene Luft, wie beim Heizen und wird trocken und spröde.

    In diesen Fällen kann man die Haut mit hochwertigen Cremes unterstützen:

    Welche Produkte sind denn für die Hautpflege von Babys besonders geeignet?

    Am besten sind natürliche Produkte geeignet, die möglichst parfümfrei sind und wenig Chemie enthalten, die zur Konservierung zugegeben wird. Zum Beispiel gibt es hochwertige Öle und Cremes, die auf biologischer Basis und inhaltlich auf das wesentliche reduziert sind. Diese Produkte erkennt man unter anderem daran, dass sie beispielsweise der Kategorie „Clean Beauty“ zugeteilt sind.

    Ganz viele wirklich tolle und ergänzende Tipps zum Thema Hautpflege bei Babys hat die Hebamme Evi Bodman hier in einem sehr ausführlichen Beitrag aufgeführt: Trockene Haut bei Babys.

    Denkt daran, dass ihr mit dem Kauf hochwertiger Produkte der Haut eures Babys einen großen Gefallen tut. Und ihr werdet sehen, wie viel Zeit ihr spart, wenn ihr nicht täglich euer Baby badet:)

    Liebe Grüße
    Eure Mira

  • Stoffwindeln von Windelzauberland

    Stoffwindeln von Windelzauberland

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    Stoffwindeln sind das Babypflege Produkt schlechthin, wenn man sich anschaut, welche Babyprodukte sich in den letzten Jahren enorm auf dem deutschen Markt durchgesetzt haben. Denn sie decken viele Bedürfnisse von Eltern gleichzeitig ab:

    • sie sind unschlagbar in der Nachhaltigkeit
    • auf Dauer sind sie einfach viel günstiger als Wegwerfwindeln
    • sie sehen viel besser aus und fühlen sich auch besser an
    • und ja, sie sind in gewisser Weise auch ein Trend. Ein Trend, den wir mögen:)

    Durch die immer leichter werdende Handhabung ist das frühere Gegenargument „zu kompliziert“ heute auch nicht mehr so ausschlaggebend wie noch vor ein paar Jahren. Wir haben und auf dem Markt der Stoffwindeln einmal umgesehen und haben sind dabei auf einen Hersteller gestoßen, der nicht nur hübsche Stoffwindeln herstellt sondern auch bei der Funktionalität und der Qualität auf viele Punkte achtet: Windelzauberland, ein Unternehmen, in welches zwei sympathische Mütter ihr Herzblut investieren.   Zunächst einmal haben wir uns angesehen, was die Windeln von Windelzauberland so besonders machen:

    Nachhaltigkeit bis ins kleinste Detail und faire Herstellung

    Bei der Konzeption der Stoffwindeln wird bei Windelzauberland viel Wert auf echte Nachhaltigkeit gelegt. Die Erfahrung in der Produktentwicklung aus den letzten Jahren, in denen sich das Unternehmen einen Namen aufgebaut hat, spiegeln sich in den kleinsten Details wieder. Vom Material bis zur Verarbeitung von diesem wird darauf geachtet, dass die Stoffe nicht nur hautverträglich sind und die Anforderungen an die Usability der Stoffwindel mit sich bringen, auch in der Herstellung der Stoffe wird auf jede Zutat geachtet. Woher kommt das Grundmaterial? Welche Mittel werden in der Verarbeitung verwendet? Wie sind die Ressourcen des Rohstoffes? All diese Fragen sind wichtig und machen die Auswahl des Materials komplex. Wer auf all diese Merkmale achtet, kann nicht einfach den nächsten hübschen Stoff nehmen. Zudem werden die Windeln fair hergestellt. In Deutschland und mit persönlichem Kontakt zu den Näherinnen.  

    Schöne Motive und eine einfache Nutzung

    Windelzauberland bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Varianten an, mit denen man Stoffwindeln auf verschiedenste Weise nutzen kann: Von der klassischen Wollwindel mit Mullwindeln bis hin zu praktischen Pocketwindeln und All-In-Two-Systemen, man findet für alle Bedürfnisse und Altersklassen das perfekte System. Wer absolut auf künstliche Stoffe verzichten möchte wird mit dem Wollwindelsystem wunderbar ausgestattet. Dies muss zwar gefettet werden, ist aber in der Handhabung ansonsten nicht viel komplizierter als die anderen Systeme. Aber auch PUL-beschichtete Außenwindeln und Pocketwindeln findet man. Egal welches System man nutzen möchte, auch die passenden Einlagen findet man. Von Hanf über Baumwolle bis hin zu Mikrofaser, alle möglichen schnell – oder vielsaugenden Stoffe sind vertreten. Man wird auch gut beraten auf der Homepage, welche Einlagen eher schnell saugen (und dafür weniger aufnehmen) und welche viel Flüssigkeit aufnehmen aber dafür etwas langsamer. Zur Info: Man sollte gut kombinieren. Einerseits soll die Flüssigkeit schnell aufgenommen werden, damit der Popo nicht unnötig lange feucht ist, andererseits braucht man ja auch eine saugstarke Grundlage darunter, damit man insgesamt weniger wechseln muss.

    Ideales Stoffwindelsystem für Neugeborene

    Am Anfang, also in der Neugeborenenzeit braucht man vor allem saugstarkes Material, da das Baby vor der Beikosteinführung sehr flüssigen Stuhl hat und zudem auch einfach vom Körper her sehr klein ist. Daher bietet sich hier an, entweder mit Mullwindeln und einer Nässe undurchlässigen Außenwindel (aus Wolle oder PUL-beschichtet) zu arbeiten. Wem das falten der Mullwindeln zu kompliziert erscheint, kann die Höschenwindeln nutzen, die ebenfalls wie Mullwindeln sehr gut und viel Flüssigkeit aufsaugen.

    Wenn das Baby größer wird

    Wird das Kind größer, steigt zum einen natürlich auch die Ausscheidung aber vor allem natürlich auch der Körper:)

    Nach der Neugeborenenphase sind die Windeln von Windelzauberland mitwachsend. Man kann also mit Druckknöpfen die Windelgröße ganz einfach anpassen.

    Hier braucht man wieder ein Außensystem (Wolle oder PUL-beschichtet) und dazu dann passende Einlagen, die man im „Hamburger-Stil“ übereinander legt. 

    Ganz unten in die Windel kommt ein saugstarkes Material, oben direkt am Popo sollte eine schnellsaugende Einlage liegen. 

    Wer möchte, kann dazu noch ein Vlies nutzen, welches festen Stuhl auffängt und so die Windel schützt (den kann man dann einfach ins Klo werfen, ohne das Vlies).

    Wer gerne erst einmal ausprobieren möchte, ob Stoffwindeln zur Familie passen, findet auch Testpakete zum Mieten.

    Auch die Mama kommt nicht zu kurz

    Wer nun denkt, dass man beim Windelzauberland nur Stoffwindeln bekommt, wird sich freuen, denn auch die Mama wird hier gut bedient: Man kann Stoffbinden kaufen, Abschminkpads und Stilleinlagen.

    Und natürlich auch alles, was man zum Stoffwindel-Wickeln braucht: Wetbags, Wollwachs, Wickelunterlagen etc.

    Wer nun neugierig geworden ist, schaut am besten einfach bei Windelzauberland vorbei.

     

  • Osterumarmungen mit Abstand: #ZusammenGegenCorona – eine Aktion von MyPostcard.de / Werbung

    Osterumarmungen mit Abstand: #ZusammenGegenCorona – eine Aktion von MyPostcard.de / Werbung

    Hallo Ihr Lieben,

    wir kennen alle dieses doofe Dilemma: Man möchte so gerne die „Groß-“ bzw. Eltern zu Ostern besuchen und noch lieber in die Arme nehmen. Das geht nur leider derzeit meistens nicht, da wir auch im Familienkreis zum gegenseitigen Schutz auf Abstand gehen…

    Aber trotzdem möchte man den Liebsten, Freunden und Verwandten ein Lächeln ins Gesicht zaubern!

    Eine Möglichkeit besteht dank der tollen Aktion von MyPostcard:

    Sendet euren Liebsten KOSTENLOS eine von 500.000 Postkarten mit eurem persönlichen Gruß!

    Ihr könnt aus 1000 Motiven auswählen und sofort damit beginnen, dieses zu personalisieren. Das heißt, zum Beispiel ein Foto von Euch hochladen und euren eigenen Text hinzufügen.

    Übrigens: Diese Aktion ist religionsunabhängig und so findet ihr nicht nur tolle Motive zu Ostern, sondern auch zu vielen anderen internationalen Feiertagen, wie z.B. zu Ramadan oder zum Pessachfest u.v.m.

    Wie könnt ihr bei dieser Aktion mitmachen?

    Ganz einfach: Ihr gelangt über diesen Link zu der Aktionsseite von MyPostcard.

    Dort wählt ihr ein passendes Motiv aus, ladet ggf. euer Foto hoch und könnt dann den Grußtext bearbeiten.
    Anschließend gebt ihr die Adresse des Empfängers ein und könnt die Karte in Auftrag geben. Material, Druck und Porto übernimmt Mypostcard im Rahmen dieser Aktion.

    Noch einfacher: Per MyPostcard-App

    Noch einfacher geht es am Handy: Einfach die MyPostcard-App installieren, im Designshop das Profil #ZusammenGegenCorona aufrufen, Foto hochladen, Text und Adresse eingeben und fertig. Meistens hat man die Fotos, die man nutzen möchte, eh dort abgespeichert:)

    Die Kampagne läuft bis das Kontingent von 500.000 Postkarten aufgebraucht ist. Pro Nutzer dürfen maximal 3 Postkarten versendet werden.

    Warum unterstützt MyPostcard uns mit dieser Aktion?

    Dazu dieses Zitat vom Geschäftsführer Oliver Kray:

    „Es ist uns nach wie vor ein wichtiges Anliegen, den Menschen in diesen schwierigen Zeiten etwas zurückzugeben und sie zum Durchhalten zu motivieren. Daher verschenken wir 500 Tausend persönliche Postkarten Grüße – um trotz Distanz in diesem Frühling verbunden zu sein mit den Menschen, die einem so wichtig sind“.

     

    Wir werden unseren Omas und Opas jedenfalls gleich einen Gruß zukommen lassen!

    Und nun seid ihr dran: Nutzt diese Chance und sendet ein Lächeln per Postkarte:)

    Liebe Grüße

    Eure Babytalk-Redaktion

     

  • Buchempfehlung: „Sanft gebären“ von Katharina Pahl

    Buchempfehlung: „Sanft gebären“ von Katharina Pahl

    Schwangerschaftsratgeber und Bücher rund um die Geburt bekommen wir wirklich viele zugesendet. Insbesondere seit Mira Hebammenstudentin in Bochum ist, sind wir wahre „Suchtis“ im Bezug auf Bücher rund um die Geburt.

    Heute stellen wir euch ein Buch vor, welches wir ganz besonders gelungen finden und wirklich von Herzen allen werdenden Eltern aber auch jenen empfehlen, die sich über die Geburt informieren wollen:

    „Sanft gebären“ von Katharina Pahl, erschienen im EMF-Verlag

    Dieses Buch erklärt nicht nur sehr verständlich, wie die Geburt an sich verläuft sondern nimmt durch eben dieses Wissen auch einen Großteil der Ängste, die zum Thema bei den meisten Schwangeren und deren Geburtspartner/innen herrschen.

    Grundsätzlich haben wir in unseren Beobachtungen festgestellt, dass ELTERNWISSEN einer der wichtigsten Faktoren ist, die den Verlauf von Geburten beeinflussen.

    Und mit diesem Buch werden folgende Themen abgedeckt:

    • Der Geburtsschmerz
    • Selbstbestimmung
    • Wichtiges Geburtswissen
    • Woran erkenne ich sinnvolle und hochwertige Texte zum Thema?
    • Ernährung
    • Selbstfürsorge
    • Geburtsvorbereitung
    • Achtsamkeit
    • Der Atem
    • Der Geburtsverlauf
    • Das Gehirn
    • Das Unterbewusstsein / Angst
    • Wertvolle Tipps
    • Kliniktasche

    Die einzelnen Themen werden zum einen sehr gut erklärt es gibt also die  „Fakten“, die in dem Buch deutlich hervorgehoben sind, aber es wird auch zu jedem Thema sehr sympathisch erläutert, warum dieses Wissen so wichtig ist und wie man es anwendet.

    Übrigens gab es auch für die Hebammenstudentin in dem Buch spannende Tipps, die sie noch nicht kannte:)

    Wir empfehlen euch dieses Buch wirklich sehr, ihr bekommt es zum Beispiel bei Amazon*:

    *Affiliatelink, wir bekommen eine kleine Provion, wenn ihr über diesen Link kauf, ohne dass für euch das Produkt teurer wird

    Miras Tagebuch auf dem Weg zur Hebamme findet ihr hier:

    http://hebammenstudentin.babytalk.world

    Liebe Grüße

    Euer Babytalk Team (Mira)

     

  • Dürfen Schwangere Honig in der Schwangerschaft konsumieren?

    Dürfen Schwangere Honig in der Schwangerschaft konsumieren?

    Nicht wenige Schwangere sind verunsichert und fragen sich, ob sie Honig in der Schwangerschaft und nicht zuletzt auch in der Stillzeit Honig essen dürfen.

    Warum sollte Honig in der Schwangerschaft gefährlich sein können für das ungeborene Kind?

    „Aufgrund seiner Naturbelassenheit ist Honig für Säuglinge unter 12 Monate nicht geeignet“. Solche Warnhinweise sind auf Honiggläsern zu finden. Dies liegt daran, dass Mediziner davor warnen Kinder unter einem Jahr Honig zu essen zu geben. Denn Honig kann in selten Fällen das Bakterium Clostridium Botulinum enthalten, welches ein lähmendes Gift entwickeln kann, welches bei Kindern, die von Natur aus noch keine vollständig entwickelte Magen- und Darmflora besitzen, zu schweren Erkrankungen führen kann. Diese Erkrankung wird auch Säuglingsbotulismus genannt.

    Aufgrund dieser Gefahr gibt es die Vermutung, dass ein Fötus sich auch mit diesem Bakterium infizieren könnte. Da der Honig jedoch den Magen- und Darm-Trakt der werdenden Mutter durchläuft, werden diese von den Keimen und Bakterien der Schwangeren unschädlich gemacht.

    Honig kann zudem Listerien beinhalten, welche sich aber aufgrund des hohen Zuckergehalts des Honigs nicht vermehren können. Nicht zuletzt enthält Honig antimikrobielle Substanzen, welche eine Vielzahl von Mikroorganismen bekämpfen, was durch viele wissenschaftliche Studien belegt ist. Womit Listerien für Schwangere ungefährlich sind.

    Somit erhält der Fötus über die Plazenta vom verspeisten Honig nur seine Nährstoffe.

    Listerien treten in der Schwangerschaft häufiger auf, was daran liegt, dass sie in mehreren tierischen Lebensmitteln, wie Milchprodukte, geräucherten Fisch und manchen Fleischerzeugnissen vorkommen können. Zudem sind sie immer wieder auf pflanzlichen Lebensmitteln, wie z.B. in vorbereiteten Salaten zu finden.

    Verzerr von Honig in der Schwangerschaft

    In Honig stecken eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe, wie zum Beispiel

    • Aminosäuren und Enzyme
    • Vitamine A, B2, B6 sowie
    • Niacin und Pantothensäure
    • Mineralstoffe, wie Natrium, Kalium, Eisen und Kalzium und
    • viele Spurenelemente

    Diese Inhaltsstoffe fördern ein gesundes Wachstum für das ungeborene Kind.

    Zucker und Honig nur in Maßen essen – Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes

    Da Honig fast zu 80% aus Zucker besteht und pro 100 Gramm ca. 300 Kilokalorien enthält, sollten Schwangere nicht zu viel davon zu sich nehmen. Denn gerade in der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes, wenn Schwangere übermäßig Gewicht zu nehmen. Diese kann für Mutter und Kind langfristige und schwerwiegende Folgen haben.

    Studien, die Honig antidiabetische Wirkungen zuschreiben, beziehen sich nicht auf Schwangerschaftsdiabetes, sondern nur auf den Typ 1 und 2. Somit kann es für Schwangere ratsam sein während der Schwangerschaft soweit wie möglich auf Zucker und Honig zu verzichten und die Empfehlungen ihrer Ärzte folgen.

    Wie bei fast allen Lebensmitteln kommt es auch beim Verzerr von Honig auf die Menge an. Denn über die Dauer der Schwangerschaft kann ein zu großer Konsum von Honig zu einer zu unnötig hohen Gewichtszunahme führen. Somit ist nichts dagegen einzuwenden ein Brötchen mit Honig zu bestreichen oder auch Tee und Kaffee mit Honig statt mit Zucker zu süßen.

    Honig während der Stillzeit?

    Honig ist auch während der Stillzeit für Mütter unbedenklich zu genießen, da die Erreger, welche Bakterien ermöglichen, auch unter ungünstigen Bedingungen wie Hitze, Kälte und Austrocknung zu überleben, nicht über die Muttermilch aufs Baby übertragen werden.

    Allerdings sollten entzündete Brustwarzen der Mutter nicht mit Honig bestrichen werden, da das Baby in diesem Fall beim Stillen den Honig aufnehmen kann und sich so womöglich mit dem Erreger infiziert.

    Honig in der Schwangerschaft – Fazit

    Honig ist für Schwangere und stillenden Mütter ohne Gefahr zu genießen. Aufgrund des hohen Zuckergehalts sollte dies in Maßen geschehen. Da viele Medikamente bei Erkältungen für Schwangere nicht geeignet sind, bietet Honig eine gute Alternative, um die damit verbundenen Beschwerden zu lindern.

    Einen qualitativ hochwertigen und geschmackvollen Honig bekommst du auf https://www.manuka-honig.de/.

    Kinder unter 12 Monaten sollten kein Honig erhalten, da deren Immunsystem schlichtweg noch nicht bereit ist, um sich gegen mögliche Erreger durchzusetzen.

    Euer Babytalk-Team

  • Tipps für einen kindgerechten Babyschlaf

    Tipps für einen kindgerechten Babyschlaf

    Babyschlaf: Babys besitzen ein relativ kurzes Schlaffenster, in denen sich die Pforten von „Schlummerland“ öffnen und sie leichter in den Schlaf gleiten. Doch wehe, wenn diese nicht eingehalten werden.

    Sie haben wie wir Erwachsenen eine innere Uhr, die ihnen zu verstehen gibt, wann es Zeit für ein kurzes Schläfchen und wann zum wach sein ist. Nur zwischen Tag und Nacht können sie zu Beginn noch nicht so gut unterscheiden.

    So wie wir schlecht einschlafen können, wenn unsere biologische Uhr auf „wach“ steht, ebenso so schwer ist es für uns wach zu bleiben, wenn sie auf „Schlaf“ steht.

    Und natürlich hängt die Zeitspanne, wie lange euer Baby wachbleiben kann, neben seinem Alter von seinem ganz individuellen Schlafbedürfnis und davon ab, wie lange und gut es zuvor geschlafen hat.

    Vor allem für Neugeborene ist es enorm wichtig, dass sie kein Schläfchen auslassen. Egal ob es sich dabei über ein Nickerchen am Tage oder in der Nacht handelt. Denn in diesem Fall schüttet ihr kleiner Körper das Hormon Kortisol aus. Kortisol hat in Bezug auf unseren Schlaf eine abgemilderte Wirkung wie Adrenalin. So als hätten wir vor dem Schlafen gehen Cola oder Kaffee getrunken.

    Die Pforten für den Babyschlaf

    Um die Pforten für den Babyschlaf nicht zu verpassen, ist es wichtig, dass ihr darauf achtet, wann euer Baby beginnt müde zu werden. Denn wenn es übermüdet, und ihr es Schlafen legt, schreit es womöglich länger als sonst. Und nicht selten braucht es dann auch länger, um in den Schlafmodus zu finden. Vermutlich solange, bis es durch das Schreien das Kortisol in seinem Körper „abgebaut“ hat. Und wenn es dann doch endlich eingeschlafen ist, ist es vermutlich völlig erschöpft und es wird wahrscheinlich unruhiger, leichter und kürzer schlafen. Kennt ihr das?

    In der Regel führt ein solch unausgeglichener Schlaf zu einem Teufelskreis aus Übermüdung, Kortisolausschüttung, verpasster Schlafbeginn, unruhiger Schlaf, Übermüdung, Kortisolausschüttung … und so weiter und so weiter.

    Daher ist es umso wichtiger, dass ihr die Zeitspanne im Auge behaltet, in denen euer Baby normalerweise seine Umwelt voller Neugier beobachtet und genießt. Wenn ihr dann bemerkt, dass sich langsam aber sicher die Pforten zum Schlummerland öffnen, merkt euch die Anzeichen.

    Müdigkeitsanzeichen des Babys

    Typische Anzeichen ihrer Müdigkeit sehen folgendermaßen aus:

    • es wird unruhig, quengelig, auch wenn es gerade gestillt wurde
    • bekommt glasige Augen, die es sich reibt
    • beginnt zu gähnen und reibt sich die Äuglein
    • es nimmt uns und seine Umwelt immer weniger wahr und starrt ins Leere
    • seine Bewegungen werden langsamer
    • es beginnt möglicherweise an seinem Daumen zu lutschen
    • oder verlangt seinen Schnuller.

    Das Schlaffenster

    Wenn es trotz aller Bemühungen nicht müde wird, viel schreit, unruhig und sehr aktiv ist, habt ihr das Schlaffenster, was in der Regel zwischen 10 bis 20 Minuten beträgt, vermutlich verpasst. Denn dies sind typische Anzeichen für die Übermüdung eures Babys.

    Sollte es euch dagegen noch entspannt wirken und euch neugierig anlächeln, ist es wohl noch nicht müde.

    Ziel sollte es sein, das passende Zeitfenster zu erkennen, um unseren Schatz ohne viel Quengelei und Protest in sein Bettchen oder ins Familienbett zu legen.

    Der Schlaf eines Baby beginnt sich erst wenige Wochen nach der Geburt zu organisieren. Die Schlafzyklen bilden sich nun immer mehr heraus und der Schlaf teilt sich klarer in Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und Traumschlafphasen auf.

    Neben dem Erkennen der Müdigkeitsanzeichen ist es aber auch wichtig, wie ihr dann reagiert. Probiert ihm statt zu stillen, andere Einschlafhilfen oder „Rituale“ anzubieten. Was nicht heißt, dass es nicht ok ist, wenn das Baby danach verlangt.

    Ins Bettchen legen

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie man sein Baby den Übergang in den Schlaf erleichtern kann:

    • Voraussetzung ist, dass  es satt und eine trockene Windel trägt.
    • Je nach Alter und Vorliebe könnt ihr euer Baby auch einpucken (bitte beachtet dabei, ob euer Baby das auch mag!) oder einen Schlafsack anziehen (sehr empfehlenswert).  
    • Das Zimmer, in dem ihr euer Baby ablegt, ob es nun in seinem eigenen Bett und Zimmer oder in eurem Familienbett ist, sollte abgedunkelt sein. Insbesondere sind hierbei auch Quellen künstlichen Lichts zu beachten (Handy, Babyphone, Spielzeug). Viele Kinder mögen es, wenn ihnen ein Lied zum Einschlafen vorgesungen oder gespielt wird. Dabei ist es am besten, immer das gleiche Lied bzw. Ritual zu begehen. Dies erhöht den Wiedererkennungsfaktor, der wichtig ist, um dem Gehirn des Babys „Schlafenszeit“ zu signalisieren.
    • Vielleicht mögt ihr euer Baby bevor ihr es in „sein“ Bett legt noch einen Moment herumtragen und sobald es die Augen zum ersten Mal geschlossen hat, legt ihr es sanft in sein Bettchen.
    • Viele Babys mögen es zudem, wenn sie dann noch etwas Körperkontakt mit euch haben. So könnt ihr eure Hand mit kurzen Unterbrechungen immer wieder auf sein Bäuchlein legen.
    • Wenn es für euch ok ist, könnt ihr auch neben eurem Baby stehen bleiben und beruhigend mit ihm reden, „sch“-Laute machen, ihn streicheln, sein Bettchen sanft schaukeln bzw. rütteln, ihn streicheln oder leicht an der Seite klopfen.

    Ergänzende Hinweise zum Babyschlaf

    Entgegen vielen empfohlenen Trends gibt es Babys, denen das ständige, liebevoll gemeinte Hochnehmen und Herumtragen einfach zu viel ist. Und dann gibt es Babys, die es brauchen sich leise in den Schlaf zu „weinen“. Was in diesem Fall nur wenige Minuten dauert, wogegen sie auf dem Arm wesentlich länger schreien. Falls euer Kind es braucht sich „ruhig“ in den Schlaf zu weinen“, empfehlen wir euch ruhig und voller Vertrauen, dass sie es schaffen, in ihrer Nähe zu bleiben.

    Probiert die für euch beide passende Form mit der Zeit immer weniger anzuwenden. Sonst wird es schnell zu einer neuen Einschlafgewohnheit und euer Schatz wird dies möglicherweise eine sehr lange Zeit einfordern.

    Hinweis: Legt euer Neugeborenes nicht immer erst hin, wenn es bereits fest schläft. Denn dann verpasst es eine ganz wichtige Gewöhnungsmöglichkeit, die euch beiden das Leben später schwerer machen kann.

    Fazit zum Babyschlaf

    Je entspannter und geduldiger ihr an die „Sache“ geht, umso schneller findet ihr heraus, was eurem Schatz hilft den Übergang in seinen Schlaf zu finden. Denn vielen Babys macht es zu Beginn Angst „Loszulassen“. Aus diesem Grund brauchen sie die Sicherheit, dass ihr da seid. So ist es hilfreich, wenn ihr  die Tür zu euch auflasst, damit es immer wieder eure Stimmen hört. Denn zu beginnt hat es eher noch einen leichten Schlaf.

    Wenn ihr diese Dinge beachtet, kann das Thema Babyschlaf wesentlich entspannter werden, da ihr die natürlichen Signale und Bedürfnisse eures Babys erkennt und annehmt.

    Euer Deva (Babytalk-Team)

    Beitragsfoto: encrier / Getty Images Pro
  • Neugeborenengelbsucht und wie sie behandelt wird

    Neugeborenengelbsucht und wie sie behandelt wird

    An eine Gelbsucht kann man in jedem Alter erkranken. Bei Neugeborenen kommt dies besonders häufig vor. So erkranken mehr als die Hälfte aller Neugeborenen an einer Neugeborenengelbsucht (Icterus neonatorum). Anzeichen sind eine Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel.

    Bei den allermeisten Neugeborenen verläuft eine Neugeborenengelbsucht ohne nennenswerte Komplikationen. Doch bei den wenigen, wo es doch zu größeren Komplikationen kommt, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Sie gilt als harmlos, wenn die Bilirubinwerte im Blut nicht über einen bestimmten Wert ansteigen.

    Anders als eine Hepatitis (Gelbsucht) bei Erwachsenen handelt es sich bei Neugeborenen nicht um eine schwere durch Viren verursachte Infektionserkrankung, sondern um einen natürlichen Anpassungsprozess der Leber in den ersten Lebenstagen. Da bei Frühgeborenen die Leber noch weniger ausgereift ist, tritt bei ihnen deutlich häufiger eine Gelbfärbung auf.

    Ursachen einer Neugeborenengelbsucht

    Bei Neugeborenen ist die Leber meist noch nicht vollständig ausgereift und schafft es anfangs nicht das Bilirubin zu verstoffwechseln. In diesem Fall lagert sich der Farbstoff im Gewebe ab, was zu der typischen gelblichen Verfärbung von Haut und Augen führt.

    Neugeborene kommen mit einem Überschuss an roten Blutkörperchen zur Welt, welche während der Schwangerschaft für den Transport von Sauerstoff notwendig sind. Beim Abbau der überschüssigen roten Blutkörperchen durch die Leber entsteht in der Milz und im Knochenmark der gelblich-braune Farbstoff Bilirubin. Normalerweise schafft es die Leber das Bilirubin umzuwandeln und nach Zwischenstationen in Galle und Darm über Stuhlgang und Urin auszuscheiden.

    Auslöser einer Neugeborenengelbsucht sind entweder ein zu großer Überschuss an Bilirubin im Körper oder das dessen Aufnahme und Weiterverarbeitung durch die Leber zu wasserlöslichem Bilirubin versagt oder seine Ausscheidung über die Galle gestört ist.

    Das wasserlösliche bzw. direkte Bilirubin wird über die Gallengänge in den Darm abgegeben, worüber der größte Teil einfach ausgeschieden wird. Ein kleiner Teil gelangt wieder in den Blutkreislauf zurück und wird anschließend in der Niere nach verschiedenen Verarbeitungsstufen ausgeschieden.

    Falls die Leber des Babys noch nicht in der Lage ist, dieses Bilirubin schnell genug abzubauen, sammelt sich der gelbe Gallenfarbstoff im Körper an. Und es kommt zu der typischen Gelbfärbung der Haut.

    Der Bilirubinwert wird durch einen Bluttests ermittelt. Der Grenzwert ist abhängig vom Alter und Gewicht des Babys. Wenn es der Leber gelingt das Bilirubin stetig abzubauen, stellt die Neugeborenengelbsucht kein Risiko für das Baby da. Sollte dies aber nicht gelingen, besteht die Gefahr, dass es sich im Gehirn ablagert und die Nervenzellen schädigt.

    Aus diesem Grund müssen die Bilirubinwerte begleitend kontrolliert und ggf. behandelt werden. Denn falls es zu einer sogenannten Bilirubin-Enzephalopathie, einer schweren Schädigung des Nervensystems kommen sollte, kann dies sogar zum Tod des Babys führen.

    Symptome einer Neugeborenengelbsucht

    Es gibt vor allem diese 4 typischen und auch leichterkennbare Symptome:

    • gelb gefärbte Haut
    • Gelbfärbung des weiß im Auge
    • bräunlicher Urin
    • heller Stuhl

    Dauer einer Neugeborenengelbsucht

    Nach dem die Gelb-Färbung in der Regel am fünften bis sechsten Lebenstag ihren Höhepunkt erreicht, bildet sie sich anschließend von alleine zurück. Spätestens nach 14 Tagen sollte die Haut des Babys nicht mehr gelb verfärbt sein.

    Die Arten der Neugeborenengelbsucht

    Es werden 4 Arten von Neugeborenengelbsucht unterschieden, die durch ihren Verlauf und Ursache unterschieden werden:

    • Icterus neonatorum physiologische oder auch harmlose Neugeborengelbsucht : Sie beginnt in der Regel ab dem 2. bis 3. Lebenstag und bildet sich bis zum zehnten Lebenstag wieder von alleine zurück.
    • Pathologischer Icterus (krankhafte Neugeborenengelbsucht)
      • Icterus praecox, frühe Neugeborenengelbsucht:
        Frühe Gelbsucht: Der Bilirubinwert beträgt am ersten Tag mehr als 7 mg/dL. Diese Gelbsucht tritt bei einer Blutunverträglichkeit zwischen mütterlichem und kindlichem Blut auf. Auch Verletzungen wie Hämatome während der Geburt gelten als Risikofaktoren. Die typischen Symptome entstehen meist schon am ersten Tag.
      • Icterus gravis, ernste Neugeborenengelbsucht mit sehr hohem Bilirubinwert:
        Diese Neugeborenengelbsucht zeichnet sich durch einen sehr hohen Bilirubinwert aus. Sprich, bei einem Neugeborenen übersteigt er je nach Alter und Gewicht die 15 bis 20 mg/dl. Hier besteht die Gefahr, dass sich ein sogenannter Kernikterus entwickelt. Dabei lagert sich das Bilirubin in den sogenannten Ganglienzellen des Stammhirns von Neugeborenen ein. Das kann unter Umständen zu bleibenden Hirnschäden und sogar zum Tod des Kindes führen.
      • Icterus prolongatus, verlängerte Neugeborenengelbsucht: Von dieser Variante spricht man, wenn die Neugeborenengelbsucht länger als 14 Tage anhält.

    Wie behandelt man eine Neugeborenengelbsucht?

    Neugeborenengelbsucht - Foto- bzw. Lichttherapie

    Bei normalem Verlauf einer physiologischen Neugeborenengelbsucht ist keine spezifische Behandlung notwendig. Dennoch kann es hilfreich sein, den Körper des Babys beim Abbau des überschüssigen Bilirubins zu unterstützen.

    Wärme

    Da ein Neugeborenes sehr viel Energie verbraucht, um seinen eigenen Körper warm zu halten, ist es sinnvoll, das Baby mit entsprechender Kleidung dabei zu unterstützen. Denn je weniger Energie das Baby fürs warmhalten aufbringen muss, umso mehr bleibt ihm, um seinen Stoffwechsel in Gang zu halten. Eine Wärmelampe und vor allem ganz viel Kuscheln mit Hautkontakt bietet eine super Unterstützung.

    Tageslicht

    Auf wenn Neugeborene nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden sollen, fördert doch auch natürliches Tageslicht den Abbau von Bilirubin. Und ein Spaziergang an der frischen Luft tut nicht nur dem Baby sehr gut. Hilfreich kann es zudem sein, das Babybett direkt ans Fenster zu stellen.

    Stillen

    Für an Gelbsucht erkrankte Neugeborene ist es besonders wichtig in den ersten Tagen viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn dies bringt seine Verdauung in Gang, die wiederum die Ausscheidung von Bilirubin fördert.

    Denn vor allem die Vormilch (Kolostrum) beinhaltet einen wertvollen Mix aus Wachstums-, Immun- und Heilungsstoffen und nicht zuletzt aus sehr wertvollen Darmbakterien. Aus diesem Grund sollten Neugeborene am ersten Tag so häufig wie möglich angelegt werden.

    Wenn das Neugeborene nicht an der Brust gestillt wird, sollte es stattdessen ausschließlich mit Pre-Milch gestillt werden.

    Foto- bzw. Lichttherapie

    Eine ernste Neugeborenengelbsucht (Icterus gravis) mit mehr als 15 bis 20 mg/dl wird in aller Regel mit einer Fototherapie behandelt. Dabei werden die Neugeborenen einem bestimmten ausgesetzt, dessen enthaltenen Blaulicht, das im Körper angesammelte Bilirubin in ein wasserlösliches Bilirubin umwandelt, welches über das Urin des Babys ausgeschieden werden kann. Den Neugeborenen werden bei der Lichttherapie die Augen verbunden, weil das Licht die Netzhaut der Augen schädigt.

    Austauschtransfusionen

    In sehr seltenen schweren Fällen einer Neugeborenengelbsucht wird die gesamte Blutmenge des Babys mit Bluttransfusionen ausgetauscht, was den weiteren Abbau der roten Blutkörperchen verhindern kann.

    Im Krankenhaus beobachten und/oder behandeln die Kinderärzte die Neugeborenengelbsucht. Wie lange der Aufenthalt der Neugeborenen in der Geburtsklinik dauert, hängt davon ab, wie schnell sich die Bilirubinwerte normalisieren.

    Fazit zu Icterus neonatorum oder Neugeborenenikterus

    Wenn sich die Haut und die Augäpfel eines Neugeborenen in seinen ersten Lebenstagen gelb färben, sollten Eltern umgehend einen Arzt aufsuchen. Selbst wenn die Neugeborenengelbsucht in den allermeisten Fällen ein ganz normaler Abbauprozess ist, sollte der Verlauf der Gelbsucht unbedingt ärztlich begleitet und überwacht werden.

    Euer Babytalk-Team

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  • Die wichtigsten Funktionen der Plazenta während der Schwangerschaft

    Die wichtigsten Funktionen der Plazenta während der Schwangerschaft

    Die Plazenta oder auch Mutterkuchen genannt, beginnt sich nach der Nidation bzw. der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut zu entwickeln.

    Plazentaaufbau und Aussehen

    Für die Versorgung des Embryos mit Nährstoffen für dessen Zellwachstum, wachsen Chorionzotten auf der äußeren Eihaut des Embryos. Sie stellen die erste Verbindung zwischen der Mutter und Embryo dar. Später bilden sie mit ihrem dichten und weitverzweigten Netz von Blutgefäßen die Plazenta.

    Sie besteht aus dunkelrotem, schwammigem Gewebe mit baumartig verzweigten kleinen und großen Blutgefäßen. In dem Raum zwischen der mütterlichen und kindlichen Seite befinden sich viele Zotten mit Verästelungen, an deren Oberfläche der Austausch zwischen mütterlichem und kindlichem Blut stattfindet.

    Der Mutterkuchen wächst mit dem heranwachsen des Fetus und hat bis zur Geburt die Form einer ca. 2-4 cm dicken und im Durchmesser ca. 20 cm großen Scheibe und wiegt durchschnittlich 500 Gramm.

    Sie bildet während der Schwangerschaft ein extrem leistungsfähiges Organ und übernimmt die Aufgaben der Lunge, Niere, Leber und Darm etc. des Fetus. Mit deren zunehmenden Leistungsfähigkeit überlässt sie den Organen des Fetus immer mehr Aufgaben, bleibt aber für diesen bis zur Geburt ein lebensnotwendiges Organ.

    Eine gesunde Plazenta sieht ein wenig wie eine frische Leber aus. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Der Mutterkuchen kann löchrig sein und Verkalkungen aufweisen. Diese Fälle sind jedoch ungefährlich für das ungeborene Baby.

    Funktionen und Aufgaben der Plazenta

    Die Plazenta übernimmt während der Schwangerschaft die Versorgung des Fetus mit Sauerstoff, Nährstoffen und Hormonen (Östrogen und Progesteron), die die Schwangerschaft aufrechterhalten. Dies sind Stoffe, die der Fetus für den Aufbau seines Körpers und für seine Energieversorgung braucht.

    Hierbei handelt es sich vor allem um Glukose, Proteine, Fette, Aminosäuren, Elektrolyte und Vitamine. Diese Stoffe werden über die Plazenta vom mütterlichen in den Blutkreislauf des Kindes übergeben.

    Gleichzeitig schützt die Plazenta den Fetus vor Bakterien, Viren und andere schädliche Stoffe und indem es ihn mit selbsterstellten Immunstoffen zur Infektionsabwehr versorgt. Unteranderem durch diese Immunglobuline und weitere Antikörper ist das Baby im ersten Lebensjahr gegen viele Infektionserkrankungen geschützt, was auch als Nestschutz bezeichnet wird.

    Da das heranwachsende Baby selbst noch keine Darm- und Lungenfunktion sowie keine soweit entwickelte Nierenfunktion besitzt, übernimmt die Plazenta die Aufgabe der Entsorgung von Abfallprodukten, die der Kreislauf des Fetus hervorbringt Dabei handelt es sich um Kohlendioxid, Harnstoff, Harnsäure, Milchsäure und Wasser.

    Über die Plazenta können allerdings auch Medikamente und Gifte, wie Alkohol und Nikotin in den Blutkreislauf des Fetus gelangen. Aus diesem Grund sollte sich jede Schwangere sehr gesundheitsbewusst ernähren, bestimmte Medikamente und schädliche Stoffe vermeiden, sowie sich vor umweltbedingten Risiken schützen.

    Die Nabelschnur

    Die Nabelschnur beginnt in der Regel ab der 7. Woche der Schwangerschaft mittig aus der Plazenta hervor zu wachsen. Mit der Größe des Fetus wächst auch die Nabelschnur mit, wobei die Bewegungen des Fetus das Wachstum zusätzlich anregen. Damit passt sich die Nabelschnur immer der Größe und dem Bewegungsdrang des heranwachsenden Babys an.

    Die Nabelschnur ist von einem geleeartigen Bindegewebe umgeben, welches die enthaltenden Blutgefäße vor einem Abknicken schützt, was sie zudem besonders elastisch macht und das Überleben des Fetus sichert. Ihre Spiralform verdankt die Nabelschnur den beiden Nabelarterien, die sich spiralförmig um die Nabelvene windet.

    Austauschfunktion

    Über die beiden Nabelschnurarterien des Fetus gelangt dessen sauerstoffarmes und mit Stoffwechsel-Abbaustoffen belastete Blut in die Plazenta. Die Auffrischung des sauerstoffarmen Blutes erfolgt, in dem dieses langsam auf der kindlichen Seite an der Stoffwechselmembran (Plazentaschranke) zwischen den Zotten hindurchsickert.

    Der mütterliche (Blut-) Kreislauf steuert diesen Austauschprozess und hält ihn zusammen mit dem „eigenen Pulsschlag“ der Zotten sowie das regelmäßige Zusammenziehen der Gebärmutter am Laufen.

    Frisches und mit viel Sauerstoff und Nährstoffen beladenes Blut der Mutter rinnt durch die Zotten der Membran von der mütterlichen zur kindlichen Seite.

    Da die Membran in der Plazenta für Blutkörperchen zu dicht ist, bleibt der Blutkreislauf der Mutter von dem des Fetus getrennt.

    Ort der Plazenta in der Gebärmutter

    Der Platz, an dem sich die Plazenta niederlässt, hängt vor allem von dem Ort der Einnistung ab. In der Regel wächst sie an der oberen Hälfte der Gebärmutter an. Nichts destotrotz kann es auch vorkommen, dass sie an der Vorder- oder Hinterwand der Gebärmutter festwächst, was in den allermeisten Fällen aber keine Probleme nach sich zieht.

    Wenn sich die Plazenta an der Vorderwand niedergelassen hat, kann es vorkommen, dass die Herztöne des Babys nicht so gut zu hören sind. Dagegen ist bei einer Hinterwandplazenta die Entnahme von Plazentagewebe problematischer.

    In wenigen Fällen kommt es vor, dass die Plazenta teilweise oder vollständig den Muttermund verdeckt, was bei der anstehenden Geburt zu Komplikationen führen kann. In der Regel wird dies schon frühzeitig im Ultraschall entdeckt.

    Plazentainsuffizienz

    Jede Störung der vielfältigen Aufgaben der Plazenta gefährdet die gesunde Entwicklung des Babys. Dies zeigt sich bei einer Ultraschalluntersuchung häufig durch eine Wachstumsstörung oder -verzögerung beim Fetus. Durch weitergehende Ultraschalluntersuchungen werden die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ermittelt. In den meisten Fällen ist sowohl eine Stressreduzierung als auch körperliche Schonung erfolgreich, die Plazenta wieder ausreichend mit Blut versorgt.

    Die Nachgeburt

    Im Anschluss auf die Geburt erfolgt die sogenannte Nachgeburt, in der die Plazenta „geboren“ wird.

    Um die Plazenta von der Gebärmutter zu lösen, werden von ihr Gewebehormone bzw. Prostaglandine ausgeschüttet, die die sogenannten Nachwehen fördern. Das Anlegen des Neugeborene nach der Geburt verstärkt die Nachwehen, wenn nicht wird der Mutter das wehenfördernde Hormon Oxytocin verabreicht.

    Die Nachwehen, die normalerweise zwischen. 10 und 30 Minuten dauern, sind zwar schmerzhaft, aber lange nicht mehr so schlimm wie die Geburtswehen.

    Kontraktionen der Gebärmutter verkleinern die Oberfläche an der die Plazenta an der Gebärmutter sitzt und führt dazu, dass sie sich abzulösen beginnt. Sie wird dann mit ungefähr 300 ml Blut ausgeschieden. Die starken Kontraktionen der Gebärmutter fördern zudem die Stillung der Blutung, indem sie die Gefäße abklemmen. Freigesetzte Gerinnungsfaktoren tragen zusätzlich zur Blutungsstillung bei.

    Erst nach der Geburt des Mutterkuchens ist die eigentliche Geburt abgeschlossen.

    Vorzeitige Plazentaablösung und deren Ursachen

    Eine vorzeitige Plazentalösung kann je nach Ausmaß der Ablösung eine akut lebensbedrohliche Situation darstellen. In sehr wenigen Fällen wird notfalls eine Geburt eingeleitet oder ein Kaiserschnitt vorgenommen. Glücklicherweise ist dies ein sehr seltenes, aber leider auch sehr tragisches Ereignis. Denn häufig kann das Leben des Kindes nicht gerettet werden kann.

    Ein vorzeitige Plazentalösung hat häufig folgende Ursachen:

    • hohes Alter der Schwangeren
    • zu starker Zug an der Plazenta durch eine zu kurze Nabelschnur oder eine Nabelschnurumschlingung
    • plötzlich auftretende Druckveränderungen innerhalb der Gebärmutter (z.B. nach einem Blasensprung)
    • Mangelhafte Versorgung der Plazenta mit Sauerstoff
    • Gefäßveränderungen, die zu einer verminderten Haftung führen (
    • körperliches oder psychisches Trauma (z.B. Sturz auf den Bauch, Unfall, Todesfälle)
    • Bluthochdruck
    • Blutgerinnungsstörung
    • zu viel Fruchtwasser
    • Tabak- und Kokainkonsum
    • Gefäßerkrankungen der Schwangeren
    • Infektion des den Fetus umgebenes Gewebe

    Nachgeburtsprüfung

    Die Nachgeburt wird sehr sorgfältig Form, Gewicht und das Aussehen (Plazenta, Häute der Fruchtblase, Nabelschnur) untersucht, um ausschließen zu können, dass Teile der Plazenta in der Gebärmutter verblieben sind.

    Falls Reste der Plazenta noch in der Gebärmutter verblieben sind (sog. Placenta accreta), wird der Arzt eine Ausschabung vornehmen, die in einer Kurznarkose durchgeführt wird, da diese Reste sonst zu gefährlichen Blutungen, Wucherungen und Infektionen führen können. die teilweise erst Tage nach der Geburt auftreten, aber für die Mutter lebensbedrohlich sein können.

    Zudem wird der Mutterkuchen auf Verkalkungen untersucht, die auf eine verminderte Funktion der Plazenta hinweisen können, was häufig bei Raucherinnen der Fall ist.

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto: Jean-Patrick Godbout / Getty Images
  • Kinderwunsch und der Einfluss unserer Psyche

    Kinderwunsch und der Einfluss unserer Psyche

    Es gibt viele unzählige Berichte und Erfahrungen über die Ursachen, warum es mit dem Kinderwunsch nicht klappt. Ich möchte aufgrund meiner Erfahrung in der Arbeit mit Kinderwunscheltern tiefer auf die bekanntesten Einflüsse eingehen.

    Wünsche ich mir oder brauche ich ein Kind?

    Bei vielen meiner Klientinnen mit einem Kinderwunsch stellt sich häufig heraus, dass sie zwar denken, dass sie sich ein Kind wünschen, um diesem all ihre Liebe zu schenken.

    Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sie sich gerade gar nicht in der „Lage“ sehen Liebe zu schenken, sondern selbst bedürftig nach Liebe und Nähe sind. Die sie sich nicht zuletzt unbewusst durch die Zeit mit ihrem Kind erhoffen.

    In diesen Fällen braucht die Frau ihr Kind mehr als dass es sich eines wünscht.

    Der darauffolgende Prozess macht ihnen dann meistens sehr schnell bewusst, wie sie unbedacht auf die Wünsche und Bedürfnisse all der anderen eingehen und ihre wie selbstverständlich hintenanstellen.

    In vielen Fällen stellt sich dabei heraus, dass alte unbewusste Schuldgefühle der Grund sind. Da diese Schuldgefühle fast ausnahmslos ihren Ursprung in ihrer eigenen Schwangerschaft, Geburt oder ihren ersten Lebensjahren hatten, stellen sie sich sehr schnell als unberechtigt heraus.

    Kinder als Mittel um sich ganz zu fühlen bzw. das Loch in einem zu füllen

    Eine nicht erfüllende Partnerschaft ist wie eine nicht heilen wollende Wunde. Sie hinterlässt einen leeren Raum im Herzen des Liebenden. Es fühlt sich für den Liebenden so an, als ob etwas fehlen würde, um sich ganz, vollständig und somit liebenswert zu fühlen.

    Diese „Leere im Herzen“ führt auch häufig zu einem Kinderwunsch, um die Leere durch die Nähe und Liebe zum Baby zu füllen. Was wie oben bedeutet, dass ein Kind mehr gebraucht als gewünscht wird.

    Kinderwunsch als Klebstoff einer Partnerschaft

    In meiner Arbeit als Paarberater mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Paare zwar große Schwierigkeiten haben, sich aber unbedingt ein Kind wünschen.

    In tiefergehender Betrachtung stellt sich meist heraus, dass der Zeitpunkt des Kinderwunsches aufkam, als das Feuer der Beziehung erlosch.

    Manchmal ist der Hausbau der erste Versuch wieder „Leben in die Beziehung zu bringen“. Manchmal der zweite nach der Erfüllung eines Kinderwunsches.

    Wenn Paare dann beginnen die Enttäuschungen ihrer Beziehung aufzuarbeiten und sich (wieder) trauen für ihre Bedürfnisse einzustehen, entspannt sich der Kinderwunsch und ein Kind fühlt sich willkommen und macht sich auf den Weg.

    Manchmal kommen verzweifelte Paare zu mir, bei denen sich der Kinderwunsch  bereits zu einer Art „Wahn“ geworden ist. Sie haben sich so sehr ihrem Wunsch nach einem Kind verschrieben, dass sie alle anderen Bedürfnisse diesem Wunsch untergeordnet haben.

    Doch wenn es dann mit der Schwangerschaft nicht gleich klappt, gleicht die Vorfreude auf das zukünftige Kind die zurückgestellten Bedürfnisse nicht mehr aus. Die abnehmende Vorfreude und das gleichzeitig zunehmende Gefühl, dass einem etwas fehlt, blockiert den Kinderwunsch.

    Auch wenn es nicht immer nachzuvollziehen ist, warum und wann ein Kind geboren wird, achtet ein Teil, wie in der „Natur“, darauf, ob es gerade passt. Unterdrückte Bedürfnisse, Anspannung und Beziehungsstress gehören, allerdings selten dazu.

    Kinderwunsch zur Erfüllung der Rolle als Eltern-/Mutter

    Auch wenn man es in dieser scheinbar so aufgeklärten Welt kaum glauben kann, fühlen sich viele Frauen zumindest unbewusst, ohne Kind, nicht als „vollständige/richtige“ Frau. Doch auch die Natur des weiblichen Körpers hat mit ihrem inneren Fortpflanzungstrieb und den dazugehörigen Hormonen, einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Psyche einer Frau. Dazu kommen die, durch die Sozialisation immer wieder vermittelten Überzeugungen, dass es die Aufgabe einer Frau ist, Kinder zu gebären.

    Doch da dieser vermeintliche Kinderwunsch den eigenen Bedürfnissen diametral gegenüberstehen, „blockieren“ die eigentlichen Wünsche dem des Kinderwunsches.

    Fazit „oder“ der Einfluss des Entspanntseins auf den Kinderwunsch

    Alle obenstehenden Aspekte wirken sich negativ auf den Entspannungszustand von Mann und Frau und damit auf den Kinderwunsch aus.

    Spannungen in der Beziehung, auf der Arbeit, in der Familie und in einem selbst, fördern die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol. Diese beiden Stresshormone werden vom Körper produziert, um uns vor Gefahren zu schützen. Sie stärken uns für einen Kampf sowie für die Flucht.

    Beide hemmen allerdings die Produktion der schwangerschaftsfördernden Sexualhormone Östrogen und Testosteron und verringern somit auch die Erfolgschancen einer künstliche Befruchtung.

    Regelmäßiger Sport, die Entschleunigung des Alltags und die Klärung von Beziehungsstress wirken sich dagegen positiv auf den Abbau von Adrenalin und Cortisol sowie die Produktion von Östrogen aus. Immer wieder wird mir von Paaren erzählt, dass sie nach erfolglosen Versuchen ein Kind zu zeugen eines adoptiert haben und kurz danach noch ein eigenes Kind bekamen. Was vermutlich häufig mit dem Nachlassen des Kinderwunsch-Stresses zusammenhängt.

    Euer Deva (Kinderwunsch- & Paartherapeut)

    Beitragsfoto: Dmitry Melnikov / shutterstock