Schlagwort: Babyschlaf

  • Schlafregression – wenn dein Baby nicht mehr schlafen kann

    Schlafregression – wenn dein Baby nicht mehr schlafen kann

    Als Schlafregression bezeichnet man das „plötzliche“ Zurückfallen des Schlafverhaltens eines Kindes auf einen früheren Entwicklungstand, insbesondere, wenn die Ursache des Rückfalls auf einen Wachstumsschub des Babys zurückzuführen ist. Diese Wachstumsschübe sind Phasen in denen euer Baby durch kognitive oder motorische (Weiter-) Entwicklungen neue Fähigkeiten erlangt.

    Wenn euer Kind in der letzten Zeit nachts nur noch ein bis zwei Mal wach wurde, wird es bei einer Schlafregression nun wieder häufiger wach.

    Häufig liegen die Entwicklungssprünge im kognitive und/oder motorischen Bereich, wenn euer Kind z.B. zu krabbeln, zu stehen oder mit dem Laufen beginnt. In diesen Phasen ist das Gehirn eures Kindes vor allem in der Nacht, so sehr mit der Verarbeitung dieser neu erlernten Bewegungsabläufe beschäftigt, dass deren Schlaf oberflächiger und unruhiger wird.

    Nicht selten üben Babys, wenn sie in der Nacht wach werden, dass was sie am vorherigen Tag(en) neu erlernt haben. So kann es sein, dass sie nachts ausdauernd immer wieder probieren sich auf den Bauch zu drehen. Wenn ihr diese Wachstumsschübe mitbekommt, könnt ihr euer Kind unterstützen, wenn ihr seine Umgebung so anpasst, dass es die neuen Fähigkeiten sicher üben kann. Dies macht sowohl euer Kind als auch euch Eltern stolz und beruhigt zudem seinen Schlaf wieder.

    Schlafregression und Wachstumsschübe

    Wenn auch nicht alle, so werden doch viele Wachstumsschübe von Schlafregressionen eines Kindes begleite. Dies liegt u.a. daran, dass ihr sie mit zunehmendem Alter und gefestigter Schlafroutine häufig nicht mehr als Störung wahrnimmt. Viele Kinder haben mit 5/8 Woche, sowie mit 4,6,8,10,12 und 18 Monaten einen Wachstumsschub, wobei eine Schlafregression zwischen 1 und 2 Wochen andauern kann.

    Eine Schlafregression ist nicht nur wegen den nächtlichen Schlafunterbrechungen von Eltern und Kind mühsam, dazu kommt, dass häufig auch der mühsam eingeübte Tagesablauf wieder durcheinander geschmissen wird.

    Dabei ist es wichtig, dass ihr euch immer wieder vor Augen haltet, dass auch dieser Schub wieder vorbei geht und sich ansonsten über die Fortschritte eures Kindes zu erfreuen.

    Tipps zur Bewältigung der Schlafregressionen

    Bedenkt, dass euer Baby mit eurem Limbischen System verbunden ist und somit eure Stimmungen und Gefühle die eures Kindes beeinflussen. Und wenn ihr Angst bzw. Stress bekommt, „es nicht zu schaffen“, überträgt sich dieser auf euer Baby.

    Dieser Stress macht es eurem Kind nicht gerade leichter, diese aufregende und auch beängstigende Zeit gut zu überstehen. Deshalb schaut, von welchen Seiten ihr Unterstützung bekommen und euch Auszeiten für Ruhe und andere Bedürfnisse schaffen könnt. Diese manchmal extrem anstrengenden Wochen gehen vorbei und ihr könnt nicht mehr als euer bestes geben.

    Schlaf- und Wachzeiten

    Probiert die kürzeren Schlafzeiten über Tag, so gut es geht, zu ähnlichen Uhrzeiten bei zuhalten. Dies verhindert, dass euer Kind übermüdet und dies würde nicht nur bei eurem Kind, sondern anschließend auch bei euch zu Stress führen.

    Mit jedem weiteren Entwicklungsschub brauchen Babys weniger schlaf und schaffen es länger wach zu bleiben. Nachfolgend findet ihr eine Übersicht über die „typischen“ Längen der Wachzeiten für Babys und Kleinkinder.

    0-6 Monate: ca. 1-2 Stunden
    6–12 Monate: ca. 2–3,5 Stunden

    Bis zum zweiten Lebensjahr dehnt sich diese Zeit auf bis zu fünf Stunden aus.

    An den obenstehenden Wachzeiten könnt ihr euch zumindest grob orientieren, doch macht euch keinen Stress, wenn euer Kind eine andere „Meinung“ dazu hat. Die Crux an diesen Entwicklungs-/Übersichtstabellen ist, dass sie einerseits Sicherheit vermitteln, aber bei Abweichungen auch die Ängste von uns Eltern verstärken. Dabei verlieren Eltern immer wieder den ganz individuellen Entwicklungsplan ihres Kindes aus den Augen.

    Babys brauchen regelmäßig und somit auch tagsüber ihren Schlaf, ihr Gehirn verbraucht sehr viel Energie bei der Verarbeitung der neu gewonnenen Eindrücke und nicht zuletzt für die Aufrechterhaltung der körperlichen Lebensfunktionen. Je älter die Kinder sind, ums so eher können durch Wachstumsschübe hervorgerufene Schlafregressionen bei manchen dazu führen, dass sie tagsüber weniger Schlafzeiten brauchen und auch schon mal ihren Mittagsschlaf verweigern.

    Ausnahmen sind die Wachstumsschübe, wenn Kinder ihren Schlafrhythmus von drei auf zwei Schlafzeiten umstellen, was in der Regel um den 8. Monat herum der Fall ist und ebenso, wenn die Umstellung von zwei zu einem Mittagsschlaf erfolgt. Diese Umstellung geschieht sehr individuell zwischen einem und eineinhalb Jahren.

    Wachstumsschübe machen hungrig

    Vermutlich werden eure Kinder während ihrer Wachstumsschübe einen größeren Hunger haben. Vor allem Kinder, die gestillt werden, wollen ihren erhöhten Energiebedarf bzw. Hunger auch nachts öfter stillen.

    Sobald sich die Muttermilch an die neuen Bedürfnisse eures Kindes angepasst hat, entspannt sich das Schlafverhalten eures Babys. Und wenn ihr eurem Baby tagsüber häufiger eure Brust oder Nahrung anbietet, wird es nachts seltener aus Hunger wach.

    Eure Mira

    Beitragsfoto: encrier / Getty Images Pro
  • Mittagsschlaf: ja, nein, wann, wie lange?

    Mittagsschlaf: ja, nein, wann, wie lange?

    Wer kennt das Kind nicht, das Kind am Nachmittag in sein Bett zu bekommen, um seinen Mittagsschlaf machen lassen. Doch so unterschiedlich Kinder sind, so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse nach Schlaf.

    Unbestreitbar ist der Schlaf für unsere Kleinen extrem wichtig, nicht zuletzt für ihren „extremen“ Wachstum in den ersten Lebensmonaten. Dieser regelt sich im Babyalter häufig von allein, wenn auch nicht immer im Einklang mit den Schlaf- und Ruhebedürfnissen ihrer Eltern. In dieser Zeit wird der Schlaf zudem noch für die Verarbeitung ihrer vielen Eindrücke benötigt.

    Vornehmlich im Schlaf wird das Hormon Somatropin ausgeschüttet, welches essentiell für ein normales Wachstum von uns Menschen ist. Aus diesem Grund ist auch der Schlaf unserer Kinder in den ersten Jahren so immens wichtig.

    Tipps zum Mittagsschlaf

    Da es mit dem regelmäßigen Mittagsschlaf nicht immer so leicht läuft, nachfolgend ein paar Tipps von mir:

    • Hilfreich ist es die Kleinen immer zu gleichen Zeit hinzulegen. Dies trägt zudem dazu bei, dass die Kinder sich an einen regelmäßigen Rhythmus gewöhnen.
    • Als Zeit bietet sich die Zeit nach dem Mittagessen zwischen 12 und 14 Uhr an. Dann wird viel Energie für die Verdauung aus dem „Kopf“ in den Bauch gezogen, was gleichzeitig zu ihrer Müdigkeit beiträgt.
    • Eine Ruhepause zwischen 60 und 90 Minuten ist angemessen. Sie sollte nicht lang sein, so dass sie bis zum Abend wieder müde sind. Mit zunehmendem Alter darf sollte die Dauer den sich zeigenden Bedürfnissen der Kinder angepasst bzw. gekürzt werden.
    • Der Abstand zwischen Mittags- und Nachtschlaf sollte mindestens 4 Stunden betragen, sonst werden sie vermutlich noch nicht wieder schlafen können.
    • Nicht selten werden sie am Nachmittag noch mal müde und es bietet sich an ihnen eine Ruhephase schmackhaft zu machen und ihnen vorzuschlagen ein Hörbuch zu hören oder auf einer Federwiege zu entspannen.

    Bis wann brauchen Kinder einen Mittagsschlaf?

    Das ist ganz unterschiedlich. Manche Kinder brauchen mit 2 Jahren keinen Mittagsschlaf mehr. Andere brauchen noch bis zu ihrem fünften Lebensjahr mittags eine kleine ca. 30 bis 60-minütige Ruhepause. Wichtig ist es, den Kindern keinen Druck zu machen, dass sie schlafen „müssen“. Dadurch kann es passieren, dass Schlaf in dem Kopf der Kleinen mit Druck und Stress verknüpft wird. Und auf „Anordnung“ können selbst wir nicht schlafen.

    Was tun, wenn dein Kind partout keinen Mittagsschlaf halten möchte?

    Ihr könnt probieren, das Zimmer abzudunkeln und euch zumindest kurz zu ihnen zu legen und eine Geschichte erzählen oder vorlesen. Gegebenenfalls könnt ihr ihnen auch ein Hörbuch anmachen.

    Und wenn das alles nicht hilft, haben eure Kleinen vielleicht Spaß sich ein Bilderbuch anzuschauen.

    Versucht so gut es geht entspannt und gelassen zu bleiben. Wenn ihr in Stress geratet, wird der Adrenalinspiegel eurer Kinder sehr vermutlich auch ansteigen. Was nicht gerade eine gute Voraussetzung fürs Schlafen oder zur Ruhe kommen ist.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    In diesem Zusammenhang könnte dir auch unser Beitrag „Mein Kind schläft nicht ein.“ interessieren (Hinweis der Redaktion).

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  • Danke Mama, dass ich bei Dir schlafen darf

    Danke Mama, dass ich bei Dir schlafen darf

    Babyschlaf – Mama, Du glaubst gar nicht wie ich es heute Nacht wieder genossen habe in deiner Nähe zu schlafen, deinen Atem zu lauschen, dein Herz schlagen zu hören und vor allem „Dich zu riechen“.

    Du duftest wie eine frischgepflügte Rose nach einem kurzen Frühlingsregen, wenn ich Dich in deinem wohlverdienten „Mamaschlaf“ betrachte. Mmmhhh. Als wärst Du die Mona Lisa persönlich. In diesen Momenten fühle ich mich immer sooo wohlig.

    Und als ich in der Nacht durch einem Traum aufschreckte, beruhigte mich dein ruhiger Atem und flugs war ich schon wieder auf Wolke sieben. Und genoss ein weiteres Mal meinen tiefen und erholsamen Babyschlaf in deiner Nähe.

    Da stört es mich überhaupt nicht, dass Du zuvor mit Papa wieder probiert hast, Yoga im Bett zu machen. Das sieht auch immer recht amüsant aus, wie ihr euch hin und her wälzt.

    Langsam aber sicher gewöhne ich mich auch daran, dass Du dabei so laut stöhnst. Denn anscheinend geht es Dir danach immer ganz besonders gut und schnurrst wie unsere süße Katze, wenn Du sie kraulst. Danach fällst du immer in einen ruhigen und entspannten „Mamaschlaf“.

    Im Schlaf siehst du wie ein Engel aus

    Nun liege ich schon etwas länger wach in meinem Bettchen neben Dir und genieße es, Dich noch ein wenig im Schlaf zu beobachten.

    Du siehst im Schlaf immer wie ein Engel aus. So entspannt und selig. Ich kann mich dann kaum noch zurückhalten Dich durch eine kurze Schreiattacke zu wecken, damit du mich ganz doll an dich drückst.

    Und so warte ich noch ein bisschen bis Du gleich deine strahlend grünen Augen aufschlägst und mich so liebevoll anstrahlst, als wäre ich das schönste Baby auf der ganzen Welt. Mmmhhh.

    Übrigens, auch heute verspreche ich Dir wieder mein Bestes zu geben, Dich zum Strahlen zu bringen.

    Dein Finn (Babytalk – Charmeur)

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  • Babyschlaf – Mein Kind schläft nicht ein

    Babyschlaf – Mein Kind schläft nicht ein

    Tipps zum sanften Ein- und Durchschlafen

    Kinderschlaf – So viele junge Mamas haben Augenringe und gähnen unentwegt. Wie gut kann ich sie verstehen, auch mein Sohn hat ewig gebraucht, bis er gelernt hatte durchzuschlafen. Wie sollte er denn einschlafen, wenn sein Kopf sich dreht von all dem Neuen, das er gerade erlebt hat, die Gedanken rattern und die Comicfiguren aus dem Zeichentrickfilm munter vor seinem inneren Auge auf und abhüpfen?

    Kein Wunder, dass er da jeden Abend vor dem Einschlafen fünf, sechs mal sein Bett verlässt und zu Mama und Papa marschiert? Die sind ja schließlich auch noch wach, warum muss ich denn schlafen?

    Egal ob Baby oder Kleinkind – fiese Schlafprogramme à la Ferbern mit Kinder schreien lassen, damit sie das Einschlafen alleine hinkriegen und ähnlichem sind gefährlich, schaden mehr, als dass sie nützen und brauchen übernächtigte Mütter in keiner Entwicklungsphase.

    Eine liebevolle Einschlafbegleitung bringt zärtliche Kuschelstunden mit sich, und unzählige wunderbare Momente für Eltern und Kinder. Das Gefühl von Geborgenheit ist es, was nicht nur Kinder sicher und zufrieden einschlafen lässt – egal wie alt sie sind.

    Kinderschlaf im Familienbett oder eigenes Zimmer

    Es gibt kein Patentrezept für acht Stunden Babyschlaf am Stück. Wenn wieder eine Mutter sagt: „Meine schläft ja schon seit Wochen durch!“, heißt das womöglich nichts anderes, als dass sie ihr Baby um Mitternacht zuletzt gestillt hat und dieses dann erst wieder gegen sechs Uhr morgens aufgewacht ist.

    Ab sechs Stunden redet man bei Säuglingen nämlich von Durchschlafen. Natürlich passt es viel besser zum Erwachsenenschlaf, wenn das Kind am späteren Abend eine unruhige Schlafphase hat. Da fühlen wir uns viel ausgeschlafener, als wenn uns das Kind mehrmals in den frühen Morgenstunden weckt.

    Richtig gut geschlafen habe ich übrigens erst wieder, als ich 16 Monate nach dem ersten Baby Zwillinge bekam. Ich bin zum Teil bis zu zehnmal in der Nacht aufgestanden, denn jeder der drei Kinder wachte zu unterschiedlichen Zeiten auf.

    Irgendwann war ich dann aber so erschöpft, dass ich nicht mehr gleich beim ersten Quak eines Kindes erwachte. Endlich konnte ich schlafen und die Kinder gewöhnten sich daran, dass ihr nächtliches Quak nicht immer umgehend beantwortet wurde. Von da ab wurde es besser.

    Aufgefallen ist mir diese Schieflage, als ich die erste Nacht außer Haus verbracht habe und der Papa allein mit den Kindern zuhause blieb. Auf meine Frage hin, wie seine Nacht denn so gewesen sei, antwortete er: „Prima, wir haben alle durchgeschlafen!“ Ich war sprachlos.

    Wieso weckten mich die Kinder auch in ihrem zweiten und dritten Lebensjahr noch mehrmals pro Nacht? Hatte er das Glück gehabt, eine der seltenen Durchschlafnächte zu erwischen? Das ließ mir keine Ruhe und insgeheim wuchs der Verdacht in mir, das der liebe Papa einfach so fest geschlafen hatte, dass er überhaupt nichts mitbekam.

    Als ich ihn wieder einmal im Kinderzimmer schlafen sah, eingeschlafen beim Vorlesen, während die Kinder auf ihm herumkletterten, fühlte ich meine Erkenntnis bestätigt.

    Nicht bei jedem Kindergeräusch aufspringen

    Von da an war mir klar, dass ich mir dringend ein dickeres Fell zulegen musste. Natürlich legt man einen leichten Schlaf nicht so mir nichts dir nichts ab und die Natur hat es bestimmt auch so eingerichtet, dass Mütter nachts aufwachen, wenn ihre Kinder krähen. Doch so ein gewisses Maß an Relaxtheit ist reiner Selbstschutz.

    Machte also in Zukunft jemand Pieps, hörte ich das selbstverständlich immer noch. Ich drehte mich aber jetzt erst einmal genüsslich wieder um und versuchte weiter zu schlafen, anstatt wie früher mich sofort zur nächtlichen Tröst- oder Stillrunde bereit zu machen.

    Und siehe da, oft gaben die lieben Kleinen anscheinend im Schlaf oder Halbschlaf Geräusche von sich, um dann einfach wieder tief und fest einzuschlafen. Es wäre ja kontraproduktiv für beide Seiten hier verfrüht einzugreifen.

    Nicht zu hören ist um einiges leichter, wenn das Kind in einem anderen Zimmer schläft. Liegen alle zusammen in einem Familienbett, weckt man sich gegeneinander schneller auf. Das muss einem schon klar sein, wenn man einen leichten Schlaf hat.

    Andererseits ist es auch so richtig entspannt, sein Baby zu stillen, wenn es neben einem liegt. Dazu muss Mama oft gar nicht so richtig wach werden sondern erledigt das im Halbschlaf.

    Ein Trost – Irgendwann wird es besser

    Kinderschlaf - Mutter kuschelt mit Baby

    Ein Trost für alle, die schon lange nicht mehr durchgeschlafen haben: Es wird besser. Irgendwann lernt jedes Kind ganz von alleine durchzuschlafen. So viele Schlaftypen es bei erwachsenen Menschen gibt, so verschiedenen sind die Kleinen in ihren Schlafgewohnheiten.

    Deshalb probiere einfach verschiedene Schlafsituationen aus. Schläft mein Baby viel besser in einem eigenen Bett oder gar Zimmer durch, obwohl ich mir immer ein Familienbett für uns vorgestellt habe?

    Wacht es abends auf, wenn die Großen ins Bett krabbeln, es unruhig ist oder evtl. das Licht noch einmal eingeschaltet wird? Schläft es am besten mit Rolladen vor den Fenstern im Dunkeln oder mit einem kleinen Nachtlicht?

    Hat es die Möglichkeit in der Nacht ins Elternbett rüber zu kommen und schläft dann ohne großes Aufhebens weiter, wenn es sich an Papa kuscheln darf?

    Denn wenn es sich alleine in seinem Kinderzimmer fühlt und weint, weil es aufwacht und Angst kriegt, möchte es seinen Platz vielleicht lieber bei seinen Eltern haben und schläft im großen Familienbett inmitten des größten Trubels selig ein.

    Wie verbringt Dein Kind den Tag?

    Ein weiterer Fakt für gutes Durchschlafen ist der Tagesablauf des Kindes. Wenn ein Baby schon tagsüber stundenlang schläft, ist es logisch, dass es in der Nacht topfit sein wird. Oft haben sich Schlaf- und Wachphasen geradezu umgekehrt. Dann dauert es auch einige Wochen bis das Kind sich daran gewöhnt, seine Hauptschlafphasen in die Nacht zu verlagern.

    Je älter ein Kind wird, desto besser versteht es auch, dass die Zeit in der es dunkel ist, zum Schlafen da ist. Es ist also absolut verkehrt, sich mit dem in der Nacht erwachten Kind zum Spielen hinzusetzen. Tag und Nacht müssen für das Kind klar unterscheidbar sein. Sonst wird es nichts mit einem regelmäßigen Kinderschlaf.

    Wacht das Kind immer schon um fünf Uhr morgens auf und ist putzmunter, darf es den Tag auch gern allein beginnen. Meine Kinder hatten diese Phase alle und ich habe dann stets ein Hörspiel angemacht und ihnen ein Spielzeug hingestellt, etwas mit dem sie sich gut eine Weile allein beschäftigen konnten, wie Lego, Duplo oder Bauklötze.

    Dazu gab es die Auskunft: „Mama ist noch zu müde, um so früh aufzustehen, aber du darfst spielen!“ und schon war Mama wieder im Bett. Oft half auch ein Trick: „Guck mal, es ist draußen noch dunkel, es ist mitten in der Nacht, wir müssen unbedingt noch weiter schlafen!“ Einen Versuch ist das wert.

    Mit jedem Monat, den ein Kind auf der Welt ist, braucht es weniger Schlaf. Während in den ersten drei Monaten noch 15 bis 16 Stunden Schlaf angesagt sind, nimmt das Schlafbedürfnis bis zum 11. Monat um zwei Stunden ab.

    Kinderschlaf: Wieviel Stunden Schlaf braucht mein Kind

    Im zweiten Lebensjahr schläft ein Kleinkind etwa 12,5 Stunden. Zwischen drei und fünf Jahren wieder eine Stunde weniger und im Grundschulalter braucht es immer noch zehn Stunden erholsamen Kinderschlaf pro Nacht.

    Während sich der Schlaf eines Säuglings in mehrstündige Etappen von Schlaf und Wachsein aufteilt, verlagert er sich mit der Zeit zunehmend in die Nacht. Übrig bleibt der nachmittägliche Mittagsschlaf, der bis ins vierte Lebensjahr empfohlen wird.

    Kinderschlaf am Tag? Viele Kinder wollen aber schon mit zwei oder zweieinhalb Jahren nicht mehr am Tag schlafen. Das ist ein Zeichen, das ihnen der Nachtschlaf ausreicht.

    Schlafen Kinder spät nachmittags, kann auch das Auswirkungen aufs Ein- und Durchschlafen haben. Zwischen den Schlafphasen sollten immer mindesten zwei, besser drei Stunden liegen. Je früher der Mittagsschlaf abgehalten wird, desto müder ist das Kind dann abends.

    Das Tricksen mit den Schlafenszeiten funktioniert nicht beliebig. Der Zeitrahmen ist aber schon etwas beeinflussbar. Es hilft oft schon, sich über das kindliche Schlafbedürfnis Gedanken und die individuellen Schlafgewohnheiten bewusst zu machen.

    Sanftes Einschlafen

    Damit ein kleines Kind erkennt, dass jetzt die Nachtruhe beginnt, helfen zudem Rituale. Ein Schlaflied, ein warmes Bad mit beruhigendem Lavendelduft, eine sanfte Massage oder einfach nur das Anziehen eines Schlafanzuges sowie Zähneputzen und Vorlesen unterstützen einen ruhigen Kinderschlaf.

    Kinder brauchen ebenso wie wir klare Signale und genügend Zeit zum Runterfahren.

    Deshalb raten Experten auch vom Fernsehen direkt vor dem Schlafengehen ab. Die Kinder sind dann aufgeregt und aufgedreht. Viel besser ist es eine geborgene und entspannte Schlafsituationen herzustellen, z.B. eine Geschichte zu erzählen, zu beten, den Tag Revue passieren lassen beim gemeinsamen Kuscheln oder sich zusammen ein Bilderbuch anzuschauen.

    Eure Verena Mami rocks (Babytalk-Autorin)

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  • Expertenrat: Plötzlicher Kindstod – Morgen früh, wenn Gott will … Tipps von unserer Hebamme

    Expertenrat: Plötzlicher Kindstod – Morgen früh, wenn Gott will … Tipps von unserer Hebamme

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    Die ist eine Zeile aus einem der beliebtesten Kinderlieder. Was aber wenn Mutter oder Vater zum Bett ihres Kindes kommen und es dort leblos liegt? Wenn das Kind unbemerkt und still, scheinbar kerngesund – einfach so verstorben ist. Dann erhält diese Zeile eine ganz neue Bedeutung.

    Plötzlicher Kindstod oder Sudden Infant Death Syndrom (SIDS) lautet jedes Jahr  in ca. 160 Fällen in Deutschland die Diagnose für den Tod des Kindes.

    Damit bleib der plötzliche Kindstod die häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr der Kinder und lässt Eltern verstört mit den Fragen „warum unser Kind“ und „was haben wir falsch gemacht“ zurück.

    Einen Höhepunkt der Sterberate der Kinder wird zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat verzeichnet, dabei sind Jungs etwas häufiger betroffen als Mädchen. Die Diagnose SIDS kann erst nach einer Obduktion des Kindes gestellt werden, denn auch andere Todesursachen können eine Rolle spielen.

    Bis heute sind die genauen Ursachen des Plötzlichen Kindstodes ungeklärt. Forschungsergebnisse zeigen allerdings potentielle vermeidbare Risikofaktoren, die ein Auftreten des SIDS wahrscheinlicher machen.

    Dazu gehören:

    • Die Bauchlage des Kindes zum Schlafen
    • Die Schlafumgebung (kein Nestchen, keine Kopfkissen, keine Decke, kein Fell)
    • Das Rauchen in der Nähe des Kindes / auch passiv
    • Das Verzichten auf das Stillen
    • Überwärmung
    • Ungenügende Luftzirkulation

    Was kann ich aktiv tun?

    Große Aufklärungskampagnen, initiiert durch die Elterninitative GEPS  in den 1990 Jahren, konnten die Sterberate um 90% (1997 – 1300 Kinder) senken.

    Vor allem durch die folgenden Punkte:

    • Stillt euer Kind
    • Verwendet einen Babyschlafsack anstelle von Bettdecken. Bei Jako-O findet ihr eine große Auswahl an Babyschlafsäcken (Werbung)
    • Achtet darauf eine feste und atmungsaktive neue Babymatratze zu verwenden, die frei von Schadstoffen ist
    • Zudem sollte sie einen abnehmbaren und bei 60°C waschbaren Bezug haben sowie im Idealfall über feste Trittkanten verfügen
    • Euer Baby sollte im eigenen Babybett, jedoch im Elternschlafzimmer schlafen
    • Verzichtet unter anderem auf Kissen, Stofftiere oder Schaffelle im Babybett
    • Achtet auf eine passende Raumtemperatur und verhindert eine mögliche Überhitzung
    • Raumtemperatur zum Schlafen zwischen 16 – 18 Grad
    • Rauchen gilt als Hauptrisiko – sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Umgebung des Kindes!
    • Geht mit eurem Kind regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen

    TIPP

    Es ist für Eltern daher sehr empfehlenswert einen Erste – Hilfe – Kurs für Babys und Kinder zu besuchen. Hier lernet ihr die korrekte Wiederbelebung durch Fachkräfte.

    Der plötzliche Kindstod ist schon in der Bibel beschrieben und wird immer ein Schicksalsschlag für alle betroffenen Eltern bedeuten. Dazu kommt die große Schuldfrage und die Ermittlungen der Kriminalpolizei.

    Geschulte Notfallseelsorger mit einem Paket an Hilfsmaßnahmen sollten vor Ort immer tätig werden. Der sensible Umgang der Gesellschaft und Unterstützungsangebote müssen zügig greifen, denn die Eltern müssen Ihre Zukunft zu Grabe tragen.

    Plötzlicher Kindstod – Weiterführende Links

    Eure Anja (Babytalk – Autorin)

    Hinweis der Redaktion: Wir finden das obengenannte Schlaflied, auch wenn es höchstwahrscheinlich einen wahren Kern beinhaltet, nicht für Babys oder Kinder geeignet ist. Es könnte ihnen Angst machen.

    Beitragsfoto: ChameleonsEye / shutterstock
  • Was tun, wenn Babys nicht einschlafen wollen?

    Was tun, wenn Babys nicht einschlafen wollen?

    Babyschlaf: Diese Frage stellen sich viele vor allem junge Eltern, wenn sie sich verzweifelt fragen, wie sie ihr Kind zum Schlafen bringen, um endlich zur Ruhe zu kommen. Häufig herrscht die Angst vor, dass die Kleinen direkt einen regelmäßigen Schlafrhythmus bräuchten, damit es später keine Schwierigkeiten gibt. Das ist nicht so. Viele Neugeborene haben zu Beginn keinen regelmäßigen Schlafrhythmus.

    Das wichtigste und gleichzeitig schwierigste ist die Schlafzeiten des neuen Familienmitglieds mit dem eigenen irgendwie in Einklang zu bringen.

    Viele Eltern haben Angst, dass ihre Kinder nicht genug Schlaf bekommen könnten oder ihre Wachzeiten auf die Schlafzeiten der Eltern verlegen könnten. Doch dies geschieht eher an besonders „stressigen“ oder aufregenden Tagen für die Familie oder bei Erkrankungen der Kleinen.

    In den meisten Fällen übernehmen die Neugeborenen den Schlafrhythmus der Mutter. Auch wenn die häufig erschöpften Mütter und Väter froh sind, wenn sie ihre Babys recht früh ins Bett bekommen, klappt dann das Einschlafen sehr häufig nicht auf Anhieb.

    Tipps bei Einschlafproblemen des Babys

    • Es gibt eine relativ leichte Ausrichtung an die man sich auch in diesen Situationen richten kann: „Glückliche Kinder brauchen glückliche bzw. entspannte Eltern“. Hilfreich ist es, wenn das „Schlafen gehen“ zum Ritual wird und die Kleinen zuvor nicht zu vielen Reizen, wie seltener Besuch, neue Umgebungen etc. ausgesetzt sind.
    • Ein abgedunkelter und ruhiger oder z.B. mit klassischer Musik beschallter Raum kann ebenfalls Wunder wirken. Meine Tochter bekam noch während der Schwangerschaft am Abend regelmäßig „Que Sera Sera (Whatever Will Be, Will Be …)“, von Doris Day vorgespielt und konnte sich später bei der vertrauten Musik recht schnell entspannen.
    • Es schadet auch weder der Mutter noch dem Vater, wenn sie zur Schlafenszeit noch etwas mit dem Baby im Bett kuscheln.
    • Machen sie sich als betroffene Eltern keinen Stress, wenn ihr Baby noch nicht schlafen möchte. Lassen sie es in einer Babyschale oder eine andere gemütliche und sichere Schlafmöglichkeit neben sich liegen. Und wenn sie noch mal raus wollen oder müssen, nehmen sie es einfach in einem Tragetuch mit.
    • Ungewöhnliche doch probate Einschlafhilfe von denen ich gehört habe, sind das Baby zum Einschlafen im Auto herumzufahren oder GESICHERT auf eine laufende Waschmaschine/Trockner zu legen.

    Kinder lieben es in der Nähe ihrer Eltern zu sein, egal wo. Babys können selbst bei lauter Musik schlafen, wenn sie müde sind. Was natürlich nicht heißen soll, dass eine Diskothek unbedingt der beste Ort für kleine Babys und Kinder ist.

    Babyschlaf: Babys holen sich den Schlaf, den sie brauchen!

    Hilfreich ist es sich nicht zum Abend hin „verrückt“ zu machen, ob das Kleine nun gleich einschlafen wird oder nicht. „Wenn es unruhig ist, nehmen sie es auf den Arm oder tragen sie es mit einem Tuch vor ihrem Körper“.

    Das ist für gesunde und satte Babys das einzige, was sie brauchen. Sie müssen und sollen nicht immer beschäftigt werden, wenn sie wach sind.

    Und so ist es auch ok, wenn sie im Elternbett oder daneben in einem eigenen Bettchen oder halt Babyschale wach liegen und vor sich hin brabbelnd. Wobei das Baby generell nicht zu lange in einer Babyschale liegen sollte.

    Vorbereitendes zum Babyschlaf während der Schwangerschaft

    Schon während der Schwangerschaft kann man das Schlafen zu einem Ritual machen. U.a. in dem die werdende Mutter sich selber um einen zumindest relativ regelmäßigen Schlafrhythmus bemüht. Dies kann sie zudem mit entspannender Musik und einem Gespräch mit dem Embryo verbinden.

    Dies stärkt von Beginn an die Mutter-Kind-Bindung, das Vertrauen in eine unkomplizierte Schwangerschaft sowie Geburt und entspannt.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

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