Kategorie: Schwangerschaft

  • Ein besonderes Ritual vor der Geburt: Das Blessingway

    Ein besonderes Ritual vor der Geburt: Das Blessingway

    Was ist ein Blessingway?

    Ein „Blessingway“ ist eine spirituelle und kulturelle Feier, die ursprünglich von den Navajo-Indianern stammt, aber auch von anderen indigenen Gemeinschaften übernommen wurde. In der modernen westlichen Kultur wird der Begriff „Blessingway“ jedoch oft verwendet, um eine alternative Form des Babyshowers oder eine spirituelle Segnungszeremonie für werdende Mütter zu beschreiben.

    Im traditionellen Kontext der Navajo-Indianer ist ein Blessingway eine Zeremonie, die dazu dient, positive Energie zu fördern, Schutz zu gewähren und Segnungen für eine Frau während ihrer Schwangerschaft und Geburt zu erhalten. Die Zeremonie kann Lieder, Gebete, Rituale und Geschenke umfassen, die darauf abzielen, die werdende Mutter zu stärken und zu unterstützen.

    In der modernen Interpretation wird der Begriff Blessingway oft verwendet, um eine Feier für werdende Mütter zu beschreiben, die sich von traditionellen Babyshowern unterscheidet. Statt sich nur auf Geschenke und Spiele zu konzentrieren, betont der Blessingway die spirituelle und emotionale Unterstützung für die Mutter. Es können Elemente wie Meditation, Rituale, Segnungen und das Teilen von Geschichten und Weisheit eingebunden werden, um eine positive und unterstützende Atmosphäre zu schaffen.

    Wer bietet Blessingway Rituale an?

    Blessingway-Rituale werden oft von spirituellen Führern, Geburtsbegleitern, Doula-Praktizierenden, Hebamme oder auch von Frauen in der Gemeinschaft angeboten, die sich auf diese Art von Zeremonie spezialisiert haben. Es gibt auch professionelle Blessingway-Organisatoren oder Zeremonienleiterinnen, die solche Feierlichkeiten für werdende Mütter und ihre Gemeinschaft planen und durchführen.

    Es kann hilfreich sein, lokale spirituelle Gemeinschaften, Geburtszentren, Hebammen-Praxen oder Doula-Dienstleister nach Empfehlungen zu fragen. Es gibt auch Online-Ressourcen und Plattformen, auf denen Sie nach Experten suchen können, die Blessingway-Rituale anbieten. Es ist wichtig, jemanden zu finden, der mit den kulturellen und spirituellen Aspekten vertraut ist und die Bedürfnisse und Wünsche der werdenden Mutter respektiert.

    Wenn Sie daran interessiert sind, ein Blessingway-Ritual zu organisieren, können Sie auch in Erwägung ziehen, dies selbst zu tun, indem Sie Informationen über die traditionellen Elemente sammeln und kreative Wege finden, um eine unterstützende und bedeutungsvolle Zeremonie für die werdende Mutter zu gestalten.

    Wie kann ich selber Blessingway Ritualleiterin werden?

    Zertifizierung zur Ritualleiterin (optional):
    – Einige Ausbilder bieten Zertifizierungen zur Blessingway Ritualleiterin an. Dies ist optional, kann jedoch Ihre Glaubwürdigkeit und Fachkenntnisse stärken.

    Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Arbeit als Blessingway-Ritualleiterin oft mit tiefen emotionalen und spirituellen Aspekten verbunden ist. Eine respektvolle und einfühlsame Herangehensweise ist entscheidend, um Frauen und ihre Gemeinschaften während dieser bedeutenden Lebensphasen zu unterstützen.

  • Zykluscomputer – Erfahrungen mit Daysy

    Zykluscomputer – Erfahrungen mit Daysy

    Unsere Babytalk-Praktikantin Kati nimmt schon länger die Pille und suchte vor gut einem halben Jahr nach ein alternatives und vor allem hormonfreies Verhütungsmittel mit weniger Nebenwirkungen. Sie hatte es schon mit dem Messen ihrer Temperatur und deren Eintragung in eine Temperaturkurve bzw. Fieberkurve probiert. Auf der Suche nach einer komfortableren und praktischeren Variante stieß sie auf Daysy.

    Erfahrungen mit dem Zykluscomputer

    Da sich viele unserer Leser besonders für die Themen Kinderwunsch und Familienplanung, sowie bei den Eltern unter unseren Lesern um das Thema Verhütung interessieren, haben wir unsere Babytalk-Praktikantin Kati diesen Zykluscomputer 6 Monte lang testen lassen. Und was sollen wir euch sagen, sie ist nach anfänglicher Skepsis sehr beeindruckt!

    Wie viele andere Verhütungsmittel auch basiert auch Daysy auf dem Zyklus der Frau. Nachfolgend findet ihr eine kurze Zusammenfassung davon, wie der Zyklus der Frau funktioniert und was dieser Zykluscomputer alles kann.

    Der Zyklus der Frau

    Der Menstruationszyklus ist ein sich ständig wiederholender Kreislauf bestehend aus Aufbauphase (Follikelphase), welche vom ersten Tag des Zyklus bis zum Eisprung dauert und Absonderungsphase (Lutealphase oder Gelbkörperphase), welche die Zeitspanne vom Eisprung bis zur Menstruationsblutung beschreibt. Dabei ist der kann der Zyklus nicht nur von Frau zu Frau, sondern auch von Monat zu Monat variieren. Aus diesem Grund kann der Eisprung zwischen dem 10. Zyklustag und dem 21. Zyklustag und sogar noch später stattfinden. Um den genauen Tag zu bestimmen, musst Du Deinen Zyklus sehr gut kennen, zumindest wenn Du keinen Zykluscomputer wie Daysy benutzt.

    In jedem Zyklus reift eine befruchtungsfähige Eizelle in den Eierstöcken der Frau heran. Zeitgleich bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Um die Mitte dieses Zyklus reift eine Eizelle heran und wird in den Eileiter entlassen.

    Dort kann sie maximal 18 Stunden lang befruchtet werden. Ob es zur Befruchtung kommt, hängt von der Qualität des Zervixschleims ab. Dieser wird im Gebärmutterhals erzeugt. Je nachdem ob er dick und undurchlässig oder eher flüssig und zuckerhaltig ist, hält er die Spermien des Mannes zurück oder lässt sie durch, schützt, leitet und nährt sie. In diesem Fall wird der Ausdruck Schwangerschaftsschleim als Synonym verwendet. Sollte es nicht zu einer Befruchtung kommen, wird das neu gebildete Gebärmuttergewebe wieder abgestoßen und es kommt zur Monatsblutung.

    Mit dieser Blutung werden ca. 150 ml Blut und kleine Mengen der Gebärmutterschleimhaut entsorgt. Diese Vorgänge werden durch bestimmte Hormone im weiblichen Körper gesteuert.

    Mit dem Daysy Zykluscomputer ist es euch möglich die Zyklusphase verlässlich zu bestimmen. Daysy beobachtet euren individuellen Zyklus, insbesondere die Bestimmung eurer frucht- sowie unfruchtbaren Phasen. Diese Phasen bestimmt Daysy auf Basis sensitiver Basaltemperaturmessungen. Unter der Basaltemperatur wird das Temperaturminimum während des Schlafens verstanden. In der Praxis wird unter der Basaltemperatur, die Temperatur nach dem Aufwachen verstanden. Durch diese Funktion ist Daysy auch eine hilfreiche Unterstützung bei dem Wunsch nach einem Kind.

    Die Anwendung von Daysy

    Daysy ist in seinem Handling sehr einfach und selbsterklärend.

    Jeden Morgen nach dem Aufwachen messt ihr mit Daysy eure Temperatur unter der Zunge. Dies dauert nicht länger als 60 Sekunden. Dabei analysiert Daysy direkt euren Zyklus und zeigt euch mittels eines Farbsystems eure fruchtbaren und unfruchtbaren Tage an. Somit kann Daysy sowohl zur Schwangerschaftsplanung als auch zur Verhütung verwendet werden.

    Warum ihr euch auf Daysy verlassen könnt

    Daysy nutzt einen sehr intelligenten Algorithmus, der sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wie auch auf langjährige Erfahrungswerte beruht. Mittels der Messung und Erfassung eurer Daten sowie unter Verwendung statistischer Daten ist es dem Algorithmus möglich, eine genaue Vorhersage eures kommenden Zyklus bzw. Zykluskurve zu berechnen.

    Wie hoch ist die Genauigkeit bzw. der Pearl-Index?

    Der Pearl-Index ist nach dem amerikanischen Biologen Raymond Pearl benannt und gilt als Maß für die Wirksamkeit bzw. Zuverlässigkeit von Methoden zur Empfängnisverhütung.

    Nach Angaben des Schweizer Herstellers Valley Electronics AG bestimmt ihr Zykluscomputer die fruchtbaren Tage mit einer Genauigkeit von 99,4% und erreicht einen Pearl-Index von 1,3. Das bedeutet, dass nur 1,3 von 100 Frauen, die Daysy ein Jahr lang als Verhütungscomputer nutzen, ungewollt schwanger werden. Zudem ist die von Daysy verwendete Temperaturmethode eine der genauesten der Welt. Trotz dessen ist Daysy kein Ersatz für eine Verhütung.

    Wie informiert Daysy euch über euren Zyklus?

    Daysy ist nicht nur ein Gerät zur Messung eurer Temperatur. Über Bluetooth könnt ihr Daysy ganz einfach mit eurem Smartphone verbinden, um weitere Auswertungen zu erhalten. So zeigt euch die DaysyView App neben eurer Temperaturkurve auch euren ganz individuellen Zykluskalender an. Einfach genial!

    So nutzt Daysy ein sehr anschauliches Farbschema zur Darstellung eures Fruchtbarkeitsstatus.

    • rot steht dabei für fruchtbar
    • grün für unfruchtbar
    • gelb dafür das Daysy noch lernt bzw. eine Zyklusschwankung besteht
    • rot, grün und gelb zeigt eine wahrscheinliche Schwangerschaft an
    • rot blinkend zeigt euch euren Eisprung an.

    Neben diesen Informationen erhaltet ihr noch eine Prognose über euren Fruchtbarkeitsstatus für die nächsten Wochen.

    Daysy hat nicht nur unsere Praktikantin Kati, sondern auch uns von seinen Fähigkeiten und Genauigkeit überzeugt.

    Euer Babytalk-Team

  • Mutterschaft – eine besondere Herausforderung und die Entwicklung des Gehirns der Mutter

    Mutterschaft – eine besondere Herausforderung und die Entwicklung des Gehirns der Mutter

    Für die, die es noch nicht wussten, was die typischen Herausforderungen einer Mutterschaft sind, ein Blick in einen ganz normalen Tag einer Mutter.

    Eine Textnachricht am Handy, das Baby schreit und der Postbote klingelt an der Tür. Wofür soll sie sich entscheiden? Wie auch immer sie sich entscheidet, sie bekommt diese Aufgaben gut auf der Reihe. Vermutlich wird sie sich das Baby schnappen, zur Tür eilen und die Textnachricht erstmal ignorieren. – „Der ganz normale Wahnsinn halt.“

    Doch wie soll eine Frau, die schon genug damit zu tun, dass ihr Körper und ihr Körpergefühl sich dermaßen verändern, sowie mit der Menge an aufkommenden Gefühle zurecht zu kommen. Welche in der Schwangerschaft wie aus dem nichts heraus plötzlich auftauchen?

    Erfahrene Mütter und Väter wissen, dass man sich nicht wirklich gut auf eine Elternschaft vorbereitet kann. Da kann man und bzw. frau Bücher über Bücher lesen oder das Internet bis zum letzten Tropfen ausquetschen. Denn Elternschaft hat viel mehr mit dem Kennenlernen des eigenen Ich´s und den damit verbundenen Glaubenssätzen und Emotionen zu tun, als mit der Frage, wie man ein Baby wickelt.

    Was den meisten bisher nicht bekannt ist, das die Natur sich etwas geniales ausgedacht hat, um dem neuen Menschenkind eine möglichst sichere und geborgene Kindheit zu gewährleisten. Das Gehirn der werdenden Mutter wird durch eine fortschreitende Weiterentwicklung ihres Gehirns auf die Herausforderungen ihrer bevorstehenden Mutterschaft und den damit verbundenen Aufgaben vorbereitet.

    Studie über die Entwicklung des Gehirns einer werdenden Mutter

    Eine Studie von Forscher des Institute of Mental Health* sollte und hat es geschafft Licht ins Dunkle zu bringen. Um die Veränderungen des Gehirns von Frauen nach der Geburt aufzuspüren, wurden Gehirnscans von zahlreichen Müttern auf diese Veränderungen hin untersucht.

    Es zeigte sich eine Zunahme der grauen Hirnsubstanz in einigen Arealen der untersuchten Gehirne. Betroffen sind vor allem die Teile des Gehirns, welche für das frühzeitige Erkennen von Gefahren, die Regulation von Gefühlen sowie für die Lösung von Problemen und den damit verbunden Entscheidungen zuständig sind. Diese Veränderungen ermöglichen es den Müttern ihr Baby besser zu verstehen und zu erkennen, was es in jeder Situation braucht.

    Eine Zunahme der Produktion körpereigener Glückshormone sorgt dabei bereits während der Schwangerschaft für eine tiefe Zufriedenheit der schwangeren Frauen. Ein Cocktail aus Endorphinen und dem Kuschelhormon Oxytocin rundet diese Zufriedenheit mit dem Hervorbringen des ganz besonderen Mutterschaftsgefühl ab.

    Wir freuen uns, wenn dieser Beitrag unseren schwangeren Leserinnen zumindest etwas mehr Gelassenheit und Vertrauen in Hinblick auf die Geburt und ihr Muttersein verleiht.

    Euer Babytalk-Team

    *Pilyoung Kim, National Institute of Health, 9000 Rockville Pike, Bethesda, MD 20892‐2670, USA

  • Die Berechnung des Geburtstermines

    Die Berechnung des Geburtstermines

    Kaum hält man den positiven Schwangerschaftstest in der Hand stellt sich vor allem eine Frage: Wann wird das Baby auf die Welt kommen? Diese Frage stellt sich nicht nur aus Neugierde, denn auch der Beginn des Mutterschutzes richtet sich nach dem zu erwartenden Geburtstermin.

    Wie bekommt man nun den Termin heraus, zum Beispiel auch bevor man den voraussichtlichen Geburtstermin von seiner Hebamme oder seinem Frauenarzt erfährt?

    Die formelle Berechnung dieses Termins ist diesen Berufsgruppen vorbehalten, dennoch kann man, sofern die Frau den Tag ihrer letzten Periode kennt, mit einer Formel den ungefähren Termin berechnen:

    Wichtig ist, dass die werdende Mutter weiß, wann ihr letzter Menstruationstag war.

    Mit der Naegele-Regel den Geburtstermin berechnen

    Die gängigste Methode zur Berechnung des Geburtstermins ist die Naegele-Regel.

    Ab dem Datum der letzten Menstruationsblutung subtrahiert man drei Monate und addiert anschließend sieben Tage dazu. Somit erhält man den voraussichtlichen Geburtstermin (ein Jahr später).

     Was bedeutet dieser Termin nun genau?

    Genau ist eigentlich bereits in der Frage das falsche Wort. Denn weder lässt sich ein Baby mit seiner Entwicklung in einen festen Zeitraum drücken noch ist der Zyklus einer Frau immer gleich lang. Es gibt Babys, die sind ein paar Tage oder Wochen eher geburtsbereit, andere Babys lassen sich deutlich mehr Zeit als die typischen 40 Schwangerschaftswochen.

    Deswegen sollte man den errechneten Termin auch nicht als Termin sehen, sondern als Zeitspanne in der die Geburt beginnen kann.

    Von dem errechneten Termin zieht man 14 Tage ab und addiert außerdem 14 Tage drauf. So erhält man den Zeitraum, in dem das Baby sehr wahrscheinlich geboren wird, wenn die Schwangerschaft nicht durch einen pathologischen Grund eher beendet werden muss.

    Nur 10% der Babys kommen an dem vorab berechneten Termin zur Welt.

    Wer nicht rechnen möchte, kann sich zum Beispiel mit Hilfe des Geburtstermin-Rechners von Rossmann den Termin ausgeben lassen.

    Wir wünschen Euch eine wunderschöne Kugelzeit!

    Eure Babytalk – Redaktion

     

     

  • Was tun bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

    Was tun bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

    Drückende Ringe an den Fingern, Schuhe zu eng – geschwollene Beine und Hände sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Bei fast zwei Drittel aller Schwangeren kommen diese Wassereinlagerungen – vor allem im letzten Trimester der Schwangerschaft – vor.

    Neben dem Gewicht des Fetus und der Gebärmutter, steigt die Wassermenge im Körper an. Die Folgen von schwangerschaftsbedingten Wassereinlagerungen können vielfältig sein und enden häufig nicht in geschwollenen Beinen und Füßen. Wenn es in der Schwangerschaft zu längeren Liegezeiten kommt, kann es auch das Gesicht betreffen, welches häufig insbesondere rund um die Augenlider anschwellt.

    Doch vor allem ist es das zusätzliche Gewicht, was es ungewohnter Weise tagaus und tagein mitzuschleppen gibt. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft wird dies für viele Frauen neben dem zunehmend größer werdenden Bauchumfang zu einer belastenden Geduldsprobe. Und dies, obwohl diese auch Ödeme genannten Wassereinlagerungen in der Regel harmlos sind und nach der Geburt relativ schnell wieder abgebaut werden.

    Nach der Geburt können sich Ödeme zwar zunächst noch mal verstärken, bilden sich aber anschließend auch relativ zügig zurück. Dies geschieht in der Zeit des Wochenbetts vor allem durch verstärktes Schwitzen und verstärktes Wasserlassen.

    Wie kommt es zu Wassereinlagerungen?

    Über die Dauer der Schwangerschaft hinweg nimmt das Blutvolumen um bis zu 40 % und die darin enthaltene Menge an Wasser um bis zu 35 % zu. So dass die zusätzliche Wassermenge am Ende der Schwangerschaft zwischen 4 bis 6 Kilogramm ausmacht.

    Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft werden durch Schwangerschaftshormone verursacht. Sie lassen die Gefäße elastischer und durchlässiger werden, so dass Wasser sich in den Zellzwischenräumen des Bindegewebes einlagert. Dies wird durch langes Sitzen und Stehen noch verstärkt. Auch warmes Wetter kann diesen Effekt fördern.

    Die Wandenmuskelpumpe (s.u.) von gesunden und nicht schwangeren Frauen pumpt das Ankommende Blut mühelos durch die Venen zum Herzen hoch. Doch mit zunehmender Schwangerschaft und dies insbesondere an heißen Sommertagen lässt die Funktionsfähigkeit aufgrund der extremen Belastung nach. Zusätzlich drücken im Laufe der Schwangerschaft die anwachsende Plazenta und der Fetus auf die Gefäße und verlangsamen den Blutrückfluss noch stärker.

    Dies hat zur Folge, dass die erhöhte Blutmenge nun wesentlich langsamer durch den Körper der Schwangeren fließt, was durch die Schwerkraft noch verstärkt wird. Das zusätzliche Wasser sammelt sich vor allen in den Extremitäten, wie Beinen und Füßen sowie Armen und Händen und lässt diese schwer anfühlen, anschwellen und so die Haut anspannen.

    Sind Wassereinlagerungen gefährlich bzw. wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

    Auch wenn Wassereinlagerungen in der Regel harmlos sind, sollte unbedingt und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Beine, Hände oder das Gesicht sehr plötzlich anschwillt.

    Wassereinlagerungen Ödeme

    Präeklampsie

    Manchmal weisen Wassereinlagerungen im Gewebe auf eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) hin. Diese selten auftretende, ernstzunehmende Schwangerschaftserkrankung tritt in 3 bis 5% aller Schwangerschaften auf.

    Bei diesen zusätzlichen Anzeichen bei Wassereinlagerungen sollte unbedingt die betreuende Hebamme oder Frauenarzt aufgesucht werden:

    • Schwindel
    • Kopfschmerzen
    • Oberbauchschmerzen
    • Augenflimmern
    • Ohrensausen

    Auch wenn sie selten auftritt, sollte man auf Anzeichen achten, da sie in besonders schweren Fällen tödlich verlaufen kann.

    Zu erkennen ist Präeklampsie an einer relativ rasch auftretenden Anschwellung des Gesichts, der Beine und der Hände. Charakteristisch für sie, ist ein hohen Blutdruck und eine zu hohe Eiweißausscheidung über den Urin.

    Was kann man bei Wassereinlagerungen tun?

    Mit diesen Ernährungs- und Pflegeempfehlungen ist es möglich die Beschwerden durch Wassereinlagerungen ganz natürlich zu mildern.

    Vielen Schwangeren fällt es ab einem bestimmten Zeitpunkt schwer sich viel zu bewegen oder gar längere Strecken zu gehen, dennoch sollte das Ziel bestehen, sich regelmäßig zu bewegen. Denn durch Anstrengung wird die Herzaktivität gesteigert und somit die Blutzirkulation angeregt, die hilft die Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren. 

    Diese zusätzlichen Tipps mildern die Beschwerden:

    • die Beine täglich für ca. 30 Minuten hochlegen und ggf. nachts mit erhöhten Beinen schlafen
    • nicht zu lange Stehen oder Sitzen
    • keine engen Ringe, Schuhe oder Ringe tragen
    • Wechselduschen (kalt-warm) und den Blutkreislauf zu aktivieren
    • Kühlende Tücher / Waschlappen aufs Gesicht legen
    • Ausreichend Flüssigkeit trinken, um den Stoffwechsel anzuregen
    • Obst, Gemüse und eiweißreiche Nahrungsmittel essen
    • das sanfte Ausstreichen der Beine in Herzrichtung aktiviert den Rückfluss des Blutes
    • extreme Hitze und Kälte vermeiden, da es die Blutgefäße weitet
    • ggf. morgens nach dem Aufstehen Kompressions- bzw. Stützstrümpfe anziehen

    Dabei ist es nicht hilfreich sich an die Mobilität von anderen zu orientieren, gemäß einem afrikanischen Sprichwort „Keiner weiß, wie schwer das Päckchen ist, dass ein anderer trägt.

    Hinweis: Die Empfehlung einer salzarmen Kost ist mittlerweile überholt, da sie keinen Einfluss auf die hat und dem Körper wichtige Elektrolyte vorenthält.

    Fazit

    Hinzukommend verändern sich in der Schwangerschaft die Werte der Elektrolyte, die im System der Flüssigkeitsregulation eine wichtige Funktion erfüllen. Das kann die Entstehung der Ödeme begünstigen.

    Nach der Geburt können sich Ödeme zwar zunächst noch mal verstärken, bilden sich aber anschließend auch relativ zügig zurück. Dies geschieht in der Zeit des Wochenbetts vor allem durch verstärktes Schwitzen und verstärkten Harnabgang. Zeitgleich nehmen auch die unangenehmen und „unschönen“ Schwellungen, sowie das Spannungs- und Schweregefühl rasch ab.

    Wir empfehlen euch bei Wassereinlagerungen die Geduld nicht zu verlieren. Macht euch immer wieder bewusst, dass diese unangenehmen Beschwerden nach der Geburt in aller Regel sehr schnell wieder abebben und probiert euch auf das wunderbare Wesen in eurem Bauch zu konzentrieren. Es liebt es mit euch zu „kommunizieren“ bzw. in Kontakt zu treten.

    Eurer Babytalk-Team

    Beitragsfoto: Manuel-F-O / Getty Images

    Erläuterung zur Waden-Muskel-Pumpe

    Bei einer Wadenmuskelpumpe handelt es sich um eine durch Muskelkraft angetriebene „Pumpe“. Unser Körper besitzt mehrere Muskelpumpen, welche die Aufgabe haben venöses Blut zum Herzen zurück zu pumpen bzw. transportieren. Die Wadenmuskelpumpe sorgt insbesondere in den Beinen für das in Gang halten des Blutkreislaufs in den Venen.

  • Schlafen in der Schwangerschaft ist leichter gesagt als getan

    Schlafen in der Schwangerschaft ist leichter gesagt als getan

    Die besten Tipps, um Schlaf zu finden

    Fast alle Schwangeren leiden im dritten Trimester unter Schlafstörungen. Dabei ist es vor allem in der Schwangerschaft wichtig erholsamen und kraftspendenden Schlaf zu finden, denn Geburt und die Zeit des Wochenbetts werden bis an die letzten Kraftreserven gehen.

    Schwangerschaft, eine Höchstleistung für Körper und Geist

    Der Körper einer Schwangeren leistet regelrecht Höchstleistungen und da sind Ruhe und Entspannung ebenso wichtig wie regelmäßiger Schlaf. Diese Stunden der Ruhe

    Viel Ruhe, Entspannung und ein paar extra Stunden Schlaf. Gerade während der Schwangerschaft wird das oft empfohlen. Denn das kommt nicht nur der werdenden Mutter zugute, deren Körper Höchstleistungen absolviert. Auch das Ungeborene braucht die Ruhestunden für seine Entwicklung im Mutterleib. Doch für viele Frauen ist es gar nicht so einfach, erholsamen Schlaf zu finden. Es gibt viele Gründe, warum vor allem Schwangere nachts immer wieder aufwachen oder gar nicht erst einschlafen können.

    • Beim Einschlafen drehen sich die Gedanken nur um das Baby, und der Kopf will einfach nicht zur Ruhe kommen.
    • Die hormonelle Umstellung sorgt bereits zu Anfang der Schwangerschaft für schlaflose Nächte.
    • Häufiger Harndrang auch schon zu Schwangerschaftsbeginn lässt dich keine Nacht durchschlafen.
    • Der große Babybauch lässt es kaum zu, eine bequeme Schlafposition zu finden.
    • Das Baby tritt und bewegt sich gerade dann, wenn du schlafen möchtest.

    Schlafen in der Schwangerschaft, welche Positionen sind erlaubt?

    Gerade die richtige Schlafposition ist wichtig, wenn du zur Ruhe kommen möchtest. Das ist während der Schwangerschaft – vor allem im dritten Trimester – gar nicht mehr so einfach. Grundsätzlich gilt: So lange es bequem ist, kannst du deine Schlafposition frei wählen.

    Schlafen in der Schwangerschaft: auf dem Bauch

    Gegen das Schlafen in der Bauchlage spricht nichts, solange es für dich angenehm ist schadet es nicht. Das Baby ist durch die Fruchtblase sicher geschützt. Ab einem gewissen Umfang wird die Bauchlage jedoch für jede Schwangere auf Dauer unangenehm. Sie wird sich dann weder bewusst noch unbewusst im Schlaf auf ihren Bauch drehen.

    Schlafen in der Schwangerschaft: auf dem Rücken

    Sobald das zunehmende Gewicht beginnt auf die inneren Organe, großen Gefäße und Nerven zu drücken, wird das Schlafen in Rückenlage immer unangenehmer. Zum Ende der Schwangerschaft hin drückt der Bauch auch auf die Hohlvene, die das Blut aus den unteren Extremitäten zum Herzen transportiert.

    Zudem unterstützt sie die Nieren dabei Schadstoffe aus dem Körper zu filtern. Wird dieser Blutfluss zu lange verringert, gefährdet es die Versorgung des Babys.

    Da die Verringerung des Blutflusses jedoch auch für die Schwangere unangenehm ist, wird diese normalerweise von alleine wach, wenn sie sich auf den Rücken dreht bzw. zu lange in dieser Position verharrt.

    Schlafen in der Schwangerschaft: auf der Seite

    Das Schlafen auf der Seite ist irgendwann, die einzige noch einigermaßen annehmbare Position für die Schwangere. Diese Position entlastet sowohl ihren Bauch als auch ihre inneren Organe und dabei auch die Hohlvene.

    Aus diesem Grund sollte sich die Schwangere frühzeitig an die Rückenlage und vor allem an das Schlafen auf der linken Seite gewöhnen. Da das Blut in dieser Position frei zirkulieren kann, gibt es am frühen Morgen kaum noch dicke Beine.

    Stillkissen oder andere längliche Kissen unterstützen dabei, trotz dickem Bauch eine einigermaßen ertragbare Schlafposition zu finden. Um die Muskeln rund um das Becken zu entlasten, sollten die Kissen dafür zwischen den Beinen, unter dem Bauch und in den Rücken der Schwangeren verteilt werden. Ein Stillkissen tut es aber auch und so bietet es sich an, dieses bereits vor dem letzten Trimester der Schwangerschaft, statt erst zur Geburt zu kaufen.

    Diese Einschlafrituale können auch helfen

    • Digitale Geräte sollten mindestens eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen ausgeschaltet werden.
    • Ein aromatisches Bad bei Kerzenschein und entspannender Musik entspannt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.
    • Weniger trinken, erspart der Schwangeren, nachts nicht zu oft auf die Toilette zu müssen.
    • Zum Abschalten ist es hilfreich, sich vor dem Schlafen den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen
    • Nicht nur zum Runterkommen, sondern und was noch viel wichtiger ist, unterstützen Gespräche mit dem Ungeborenen den Bindungsaufbau.

    Trotz aller Tipps und Rituale ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mehrheit der Schwangeren in den letzten Wochen vor der Geburt unter zu wenig Schlaf leiden wird. Umso wichtiger ist es, dass sie immer wieder probiert sich tagsüber Ruheinseln für ein kurzes Nickerchen zu schaffen.

    Es ist nicht mehr lang und ihr werdet es schaffen!

    Euer Deva (Babytalk-Redaktion)

  • Die Zykluslänge einer Frau berechnen

    Die Zykluslänge einer Frau berechnen

    Sobald der Wunsch nach einem eigenen Kind aufkommt, ersehnt sich das Paar nichts dringlicher als endlich schwanger zu werden. Und wenn es nicht direkt klappt mit dem Schwanger werden, wird der Kinderwunsch zum größten gemeinsamen Projekt eines Paares zu werden. Dann gilt es die Zykluslänge zu berechnen um herauszufinden, welche Tage im Zyklus der Frau, die fruchtbarsten sind bzw. an welchen die Chance Schwanger zu werden am größten sind.

    Zykluslänge berechnen: Wie viele Tage dauert der Zyklus einer Frau?

    Vorab was versteht man genau unter dem Zyklus und wie berechnet man ihn? Dieser Zeitraum beginnt am ersten Tag der Menstruation und endet einen Tag vor Beginn der folgenden Monatsblutung. Die Dauer eines Zyklus schwankt nicht nur von Frau zu Frau, sondern ist auch bei einer Frau häufig nicht immer konstant.

    Der Zeitraum bewegt sich heutzutage nicht selten zwischen 22 und 35 Tage. Ursprünglich war orientierte er sich am Verlauf des Mondes, weshalb er auch Monatsblutung genannt wird und dauerte ca. 28 Tage. Früher wurde das Jahr in 13 Mondzyklen (Monate) unterteilt. Tatsächlich kann man den Eisprung einer Frau nur dann verlässlich berechnen bzw. eingrenzen, wenn man bestimmte Eisprungsignale des Körpers dokumentiert und mit in die Berechnung einbezieht.

    Ihr könnt euch auf einfach eine Zyklusrechner euer Handy herunterladen. Es gibt verschiedene einfach zu bedienende Apps.

    Was passiert während eines Zyklus im Körper einer Frau?

    In der ersten Hälfte des Zyklus, ca. 14 Tage, reift eine Eizelle im Eierstock heran. In der zweiten Hälfte löst sich die Eierzelle vom Eierstock, was als Eisprung bezeichnet wird.

    Während dessen bereitet sich die Gebärmutter auf eine mögliche Einnistung einer von einem männlichen Sperma befruchteten Eizelle vor.

    Falls es nicht zu einer Befruchtung kommt, stirbt die Eizelle ab und die Gebärmutterschleimhaut bildet sich wieder zurück. Anschließend wird ihre Oberschicht vom Körper abgestoßen und mit der Monatsblutung ausgeschieden, womit der nächste Zyklus beginnt.

    Wann besteht die größte Chance einer Befruchtung?

    Die Chance schwanger zu werden, ist während eines Zyklus nicht an allen Tagen gleich groß. Die größte Wahrscheinlichkeit, dass eine Eizelle befruchtet wird, besteht kurz vor und am Tag des Eissprungs und somit ca.  14 Tage vor der nächsten Blutung. Nach dem Eisprung kann das Ei in den folgenden 12 bis 18 Stunden vom Sperma des Mannes befruchtet werden. Die männlichen Samenzellen können in der Gebärmutter zwischen 2 und 3 Tage und unter besonders günstigen Voraussetzungen gar bis zu 6 Tage überleben.

    Die Bedeutung des Zyklus für den Kinderwunsch

    Die größte Chance auf eine Schwangerschaft besteht, wenn das Paar ein bis zwei Tage vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr hat. Um möglichst viele Samenzellen im Sperma zu haben, sollte während dieser Zeit ein starker Sexualtrieb etwas gezügelt werden. Vor allem ist es sehr hilfreich, so gelassen wie es einem möglich ist, mit dem Kinderwunsch umzugehen. Zudem verringert Stress die Chance einer Schwangerschaft und gefährdet zudem eure Beziehung.

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto: golubovy / Getty Images
  • Gewichtszunahme in der Schwangerschaft – Wie viel Pfunde dürfen es sein?

    Gewichtszunahme in der Schwangerschaft – Wie viel Pfunde dürfen es sein?

    Ein Baby wiegt am Ende der Schwangerschaft ca. 3500 Gramm mehr. Eine Mutter nimmt dagegen bis zu 14 Kilogramm zu.

    Wie viel Gewicht nimmt eine Frau in der Schwangerschaft zu?

    Wie verteilt sich die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft? Ein Baby wiegt am Ende einer Schwangerschaft ca. 3 bis 4 Kilogramm, doch eine Schwangere nimmt zusätzlich zwischen 8 bis 9 Kilo zu. Wo kommen die zusätzlichen Pfunde her?

    Es verteilt sich auf die Gebärmutter und die dazugehörige Plazenta und das in ihr befindliche Fruchtwasser. Dazu kommt das zusätzliche Gewicht der Brüste und ein größeres Wasser- und Blutvolumen. In der untenstehenden Tabelle findet ihr eine genauere Aufteilung.

    Doch ab wann kann man den Bauch sehen?

    Der Bauch wird typischerweise im zweiten Trimester sichtbar, da sich in diesem Zeitraum die zusätzlichen Kilos ansammeln. Das liegt vor allem an dem gesteigerten Kalorienbedarf der werdenden Mutter. Eine Gewichtszunahme von 1 ½ bis 2 Kilo pro Monat ist ab Beginn des zweiten Trimesters „normal‘“.

    Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

    Wo verteilen sich die zusätzlichen Pfunde auf den Körper?

    Der größte Teil der Gewichtszunahme macht das Baby mit 3,5 bis 4 Kilogramm aus. Des Weiteren macht die Gebärmutter und das Fruchtwasser je 1 Kilogramm aus, die Plazenta ca. 750 Gramm. Die Zunahme des Blut- und Wasservolumen ist für die werdende Mutter und für das heranwachsende Baby extrem wichtig.

    Die Natur bereitet sich durch die zusätzlich aufgebauten Wasserreserven auf mögliche Notfälle vor. Dies kann z.B. ein größerer Blutverlust bei der Geburt oder ein Wassermangel nach der Geburt sein. Durch das gesteigerte Wasservolumen kann die junge Mutter auch bei Wassermangel stillen.

    Was ist, wenn man zwischendurch an Gewicht verliert?

    Bei einer Schwangerschaftsübelkeit oder auch Hyperemesis genannt mit zusätzlichem Erbrechen ist ein Gewichtsverlust normal und in der Regel unproblematisch. Bei Gewichtsverlust ohne diese Symptome sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

    Gewichtszunahme in der Schwangerschaft – Wie viel darf es sein?

    Es bietet sich an, das Gewicht einmal in der Woche zu Hause zu kontrollieren. Hier ist es möglich, immer zur gleichen Zeit und mit der gleichen oder ohne Kleidung zu wiegen. Wieviel Kilogramm Gewichtszunahme im Rahmen liegt, hängt vor allem von dem Ausgangsgewicht ab. Hierzu nimmt man den Body-Mass-Index zur Hilfe. Der BMI wird berechnet, indem man sein Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße dividiert. Wenn er vor Beginn der Schwangerschaft gemessen wird, fällt es leichter die Veränderungen des Körpers zu beurteilen.

    Die nachfolgende Übersicht bietet einen ersten Eindruck, wie viel Gewichtszunahme in der Schwangerschaft unbedenklich für Mutter und Kind ist. Die Zunahme des Körpergewichts während der Schwangerschaft zudem mit der Hebamme und/oder dem Frauenarzt besprochen werden.

    Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

    Welches Risiko besteht für Frauen mit Untergewicht?

    Ein zu geringer Reserveaufbau kann zu Entwicklungsstörungen beim Baby führen und steigert zudem das Risiko einer Frühgeburt. Aus diesem Grunde sollten Frauen mit Untergewicht noch mehr auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung achten. Betroffene sollten ihre Gewichtszunahme regelmäßig kontrollieren und bei zu geringer Zunahme am besten ihren Frauenarzt. Eine notwendige Ernährungsumstellung sollte mit einer speziellen und professionellen Ernährungsberatung einhergehen und auf keinen Fall im Alleingang umgestellt werden.

    Welches Risiko besteht bei Frauen mit Übergewicht?

    Bei Übergewichtigen, die während der Schwangerschaft überdurchschnittlich an Gewicht zunehmen, steigen die Risiken für Mutter und Kind. Häufig kommt ein überhöhter Blutdruck dazu. Betroffene sollten unbedingt einen (Frauen-) Arzt aufsuchen.

    Risiken bei einer aufkommenden Schwangerschaftsdiabetes

    Vor allem Übergewichtige sind häufig von einer Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Auch wenn der Zuckerhalt sich nach der Geburt normalerweise wieder einpendelt, kann er die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel der werdenden Mutter führt zu einem schnellen Wachstum des Babys. Nicht selten kommt die Entwicklung des Herzen und der Lunge nicht mit. Dies birgt ebenso wie ein zu großes Baby ein zusätzliches Risiko.

    Eine Schwangerschaftsdiabetes lässt in vielen Fällen durch viel Bewegung und einer Ernährungsumstellung gut in den Griff bekommen. Die Ernährungsumstellung sollte vor allem in diesen Fällen mit einem Arzt und/oder Ernährungsberater vorgenommen werden.

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto: FtLaudGirl / Getty Images
  • Himbeerblättertee, der Alleskönner vor, unter und nach der Geburt

    Himbeerblättertee, der Alleskönner vor, unter und nach der Geburt

    Himbeerblättertee ein verbreiteter Hebammentipp

    Himbeerblättertee ist ein „Alleskönner“. Er wird von vielen Hebammen zur sanften Geburtsvorbereitung empfohlen. Er wirkt entspannend auf die Beckenmuskulatur und entgiftet den Körper. Zudem übt er einen positiven Einfluss auf die Wehentätigkeit aus.

    Wie wirkt Himbeerblättertee?

    In der Schwangerschaft

    • Der Tee hat eine entspannende und ausgleichende Wirkung auf Körper und Geist.
    • Dadurch wirkt er krampf- und schmerzlindernd, aus diesem Grund wird er bei Regel- und Unterleibsschmerzen empfohlen.
    • Bei Schwangerschaftsübelkeit soll er morgens getrunken Linderung bringen.
    • Die Blätter der Himbeere enthalten Östrogen ähnliche Hormone. Diese fördern die Eizellreifung, als Tee wirkt er zusätzlich regulierend auf den Monatszyklus der Frau.
    • Der Himbeerblättertee bewirkt eine bessere Durchblutung der Gebärmutter und des Beckens, wodurch der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut positiv beeinflusst wird.
    • Viele Erfahrungsberichte in entsprechenden Foren berichten über positive Auswirkungen auf den Kinderwunsch.

    Unter der Geburt

    • Der Tee kann Wehen auslösen, zudem fördert er eine kürzere Geburt und lockert die Muskulatur des Beckens und des Muttermundes.
    • Er ermöglicht eine kürzere, zweite Wehenphase.
    • Wenn die ersten Wehen einsetzen, kann er wahlweise heiß getrunken oder als Eiswürfel gelutscht werden.
    • Sein entspannender und ausgleichender Einfluss unterstützt die Gebärende auch mental.

    Im Wochenbett

    • Über die Anregung der Darmtätigkeit wirkt der Himbeerblättertee entgiftend und entschlackend.
    • Durch seine antibakteriellen Eigenschaften unterstützt er das Immunsystem bei Infektionen.
    • Seine enthaltenen Vitamine und Mineralien stärken das Immunsystem der Mutter.

    Wie wird Himbeerblättertee verwendet?

    Ihr solltet den Himbeerblättertee nicht vor der 34-ten Schwangerschaftswoche trinken, da er Wehen fördernd wirken kann.

    Wie sollte Himbeerblättertee dosiert werden?

    Um eine Überdosierung zu vermeiden, solltet ihr den Tee in Absprache mit eurer Hebamme oder eurem Frauenarzt trinken. Für die 37. Schwangerschaftswoche gilt wieder täglich eine Tasse Himbeerblättertee zu trinken. In der darauffolgenden 38-ten Woche solltet ihr pausieren und dann in der 39-ten Woche wieder 7 Tage lang täglich vier Tassen trinken. Nun kann die Geburt jederzeit losgehen.

    Wie wird Himbeerblättertee zubereitet?

    Ihr nehmt 25g getrocknete Himbeerblätter und übergießt sie mit 600 ml kochendem Wasser. Den Aufguss lasst ihr anschließend 15 Minuten lang ziehen. Als Faustformel gilt einen Teelöffel Himbeerblätter pro Tasse.

    Wenn ihr möchtet, könnt ihr ihn bei Bedarf mit etwas Honig süßen.

    Wo könnt ihr Himbeerblätter(tee) kaufen?

    Getrocknete Himbeerblätter könnt ihr in Apotheken und in Reformhäusern kaufen. Aber auch viele Bio- und Kräuterläden haben sie im Sortiment.

    Ihr könnt Himbeerblättertee mit anderen Teepflanzen kombinieren:

    Dafür mischt ihr ihn je zu gleichen Teilen mit:

    • Johanniskraut
    • Melissenblättern
    • Frauenmantel
    • Zinnkraut
    • Brennnessel und Schafgarbe mischen.

    Wir wünschen allen Schwangeren eine schöne Kugelzeit und eine selbstbestimmte Geburt

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto: HeikeRau / Getty Images
  • Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen

    Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen

    und wie man diese begegnen sollte

    In den aktuellen Zeiten der Corona – Pandemie ist eine Schwangerschaft alles andere als unbeschwerlich. Auch wenn Schwangere und Babys nicht zur Risikogruppe dieses Virus gehören, ist diese Zeit mit vielen Ängsten und Unannehmlichkeiten verbunden.

    In der Schwangerschaft spielen bzw. fahren die Hormone und somit die Gefühle der werdenden Mutter eh schon Achterbahn. Dies in Kombination mit den Kontaktsperren, insbesondere den begrenzten Kontakt mit dem Vater unter der Geburt bzw. nach der Geburt, die Angst vor dem Verlust von Angehörigen (Eltern) und Zukunftsängsten, wie jetzt in der Zeit der Corona Pandemie, sind ein eher unbekömmlicher (wenn auch alkoholfreier) Cocktail.

    Nach den Gesetzen der Natur werden in Zeiten von Gefahr und Nahrungsmangel eher keine Nachkommen gezeugt und ich bin gespannt, ob sich dies in der Geburtenrate im nächsten Jahr 2021 zeigt.

    Ängste in der Schwangerschaft

    Da Embryos die Gefühle der werdenden Mutter und nicht selten auch die des Vaters wahrnehmen, werden sie wohl viel Angst fühlen. Ängste führen immer zu Verspannungen und dies kann in den letzten Wochen der Schwangerschaft dazu führen, so dass es dem Baby erschwert wird sich kopfüber ins Becken zu drehen.

    Wie umgehen mit Ängsten in der Schwangerschaft?

    Auch wenn es sowieso wichtig ist mit dem werdenden Baby zu sprechen, ist es bei ängstlichen Gefühlen umso wichtiger. Auf keinen Fall sollte die schwangere Frau probieren ihre Ängste und Sorgen wegzudrücken oder zu überspielen. Denn diese werden vom Embryo trotzdem wahrgenommen. Viel hilfreicher ist es diese auszudrücken, ganz nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“.

    Sich seine Ängste einzugestehen, beinhaltet zumindest teilweise schon das Vertrauen diese bewältigen zu können. Sowie jeder bewusst genommener tiefer Atemzug bei Angst ein Ja zum Leben bzw. ein sich größer machen als die Angst beinhaltet.

    So kann die werdende Mutter, dass Kind in ihrem Bauch sagen, dass es gerade eine schwierige Zeit ist und sie ab und zu immer wieder Angst bekommt. Doch dass sie nicht allein ist und sich freut, es in ihre Arme zu nehmen und ihr bestes geben wird es zu schützen und zu nähren. Und dass sie diese Zeit gemeinsam gut überstehen werden und es dann auch wieder leichter werden wird. Dabei hilft es sich diese gemeinsame Zeit so schön und plastisch wie möglich vorzustellen.

    Umso stärker wird es das Gefühl von Verbunden- und Geborgenheit mit jedem Austausch stärken.

    Um diese Ängste nicht immer wieder zu schüren, sollte man sich nicht jeden Tag die neuesten Nachrichten anhören und es sich stattdessen so „gemütlich“ wie möglich in dieser Zeit zu machen und wenn schon kein persönlicher Kontakt mit Freunden und Eltern möglich ist, sich per Telefon oder Internet auszutauschen. Und wenn immer möglich Spaziergänge in einem nahe gelegenen Wald machen!!! Bewegung ist das Heilmittel gegen Depressionen schlechthin und zu dem die beste Vorbereitung für die Geburt.

    Wir wünschen allen Schwangeren trotz Corona eine wunderschöne Kugelzeit und eine sichere und schöne Geburt!

    Euer Deva Babytalk-Team

    Beitragsfoto: AntonioGuillem / Getty Images Pro