Kategorie: Allgemein

  • Hebamme meets Doc – bzw. wie eine Zusammenarbeit nicht aussehen sollte

    Hebamme meets Doc – bzw. wie eine Zusammenarbeit nicht aussehen sollte

    Bericht unserer Hebamme Anja zum Internationalen Hebammentag

    Ich, Anja, bin eine Befürworterin der Zusammenarbeit auf Augenhöhe von ärztlichen Geburtshelfern und Hebammen. In den letzten Tagen musste ich mich aber des öfteren, über das despektierliche Verhalten einiger Vertreter der ärztlichen Geburtshelfer in Bezug auf unseren Berufstand der Hebamme, aufregen.

    Nachfolgend findet ihr ein leider nicht allzu seltenes Beispiel, wie diese „Zusammenarbeit“ aus ärztlicher Sicht aussieht.

    Hier ein Praxisbeispiel

    Eine Hebamme hat einen verzweifelten Mann am Telefon, der bereits rund 60zig andere Hebammen vergeblich angerufen hat, um für seine Freundin eine Wochenbettbegleitung mitten im Sommer zu finden.

    Ich lasse mich breitschlagen und schiebe die Betreuung doch noch ein, mit dem Hinweis, dass wir hier und da zeitliche und örtliche Kompromisse finden müssen.

    Der Mann ist einfach nur dankbar, dass sich

    • jemand zurückgemeldet hat
    • der Wohnort mich nicht abschreckt und
    • das ich wenigstens einen Kompromiss anbieten kann.

    Dann folgt der Erstkontakt

    Auf der Hinfahrt muss ich noch über mich selber grinsen. Da ich mich nicht wirklich hier in der Umgebung auskenne, liegt der Wohnort nicht nur weit ab vom Routenplan der meisten Kolleginnen, sondern eigentlich auch von meinem. Ich ärgere mich, das ich nicht vorher geschaut habe. Naja, denke ich noch, wir werden einen Kompromiss finden.

    Etwas verwundert war ich im Vorfeld über die ausschließliche Kommunikation über den Mann. Gut, aber auch das kenne ich aus meiner Arbeit als Hebamme. Mal sehen was mich erwartet.

    Schon in den ersten 2 Minuten wird mir klar, hier kann ich keine Kompromiss -Wochenbettbetreuung anbieten. Hier ist irgendwas worauf ich achten muss, aber was? Ist es die dominate Art, wie der Ehemann uns am Tisch platziert oder die sehr ruhige Art der jungen Schwangeren?

    Bei der Durchsicht des Mutterpasses zeigt sich nichts außergewöhnliches. Junge Erstgebärende ohne Kreuze im Risikokatalog. Laut Mutterpass sitzt eine völlig physiologische (heißt: ohne körperliche oder psychologische Beeinträchtigungen) Schwangere vor mir. Aber trotzdem bleibt das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt.

    Hebamme-  Mutterpassauszug
    Auszug aus einem Mutterpass

    Ich erhebe meine eigene Anamnese. Viel zu oft habe ich schon erlebt, dass die Einträge im Mutterpass unvollständig oder fehlerhaft sind. Wir Hebammen arbeiten nach der Salutogenese und erheben eine Anamnese die in alle Richtungen fragt, alles miteinbezieht und hoffentlich alles bedenkt.

    Ergebnis (ein kleiner Auszug)

    Eine junge, arbeitslose Schwangere mit einer chronischen, schweren psychischen Erkrankung, Klinikaufenthalt über ein Jahr in der Vergangenheit, Medikamente abgesetzt, das Rauchen aufgegeben, ab und an suizidale Gedanken, soziale Isolation durch den Wohnort, aktuell in therapeutischer Behandlung. Psychische Erkrankungen in der Familie bekannt. Gelder der Mutter – Kind Stiftung genehmigt.

    Ressourcen (nur ein Teil)

    Oma und Opa des Kindsvater wohnen in der Nähe, der Mann unterstützt sie nach Kräften, Therapeut ist offen für Schweigepflichtentbindung für mich als Hebamme, usw…

    Und jetzt platzt mir der Kragen. Natürlich nicht vor dem Paar, aber im Auto auf der langen Rückfahrt.
    Diese Frau steht vor einer großen Krise und befindet sich mitten in einer, denn das ist die Schwangerschaft, Geburt und erst Recht das Wochenbett.

    Allein der Schlafentzug wird sie vielleicht schnell an den Rand ihrer eigenen Ressourcen bringen und da reicht dann auch kein Therapeut. 
    Laut Mutterpass ist sie eine völlig physiologische Schwangere. Was ist denn dann eine nicht physiologische Schwangere?

    Diese Familie braucht ein Netzwerk, den doppelten Boden für Krisensituationen. Da sollte ich doch als behandelnder Arzt einen Blick für haben und mich aktiv drum kümmern. Warum ist der Mutterpass fehlerhaft ausgefüllt? Ein Dokument das uns auf den ersten Blick einen Eindruck verschaffen soll. hier ist es ein fatal falscher.

    Ich stecke jetzt als Hebamme mittendrin und habe gefühlt eigentliche genau für so eine Klientin keine Zeit. Nicht der Gynäkologe wird Abends oder am Wochenende angerufen, wenn eine akute Überforderung droht, das bin ich. Und ich bin die, die jetzt zügig alles ins Rollen bringen, die sich Gedanken machen muss, was kommen könnte und den Worstcase durchgehen muss.

    Keine Sorge ich mache das gerne und mit großer Sorgfalt. Doch was wäre aber, wenn ich nicht die 60zigste Hebamme gewesen wäre, die endlich zugesagt hat? Warum ist es so schwer von ärztlicher Seite aus, eine Zusammenarbeit mit der verantwortlichen Hebamme und dem Netzwerk (Jugendamt, Familienhebamme, Therapeuten, Familie) für solche Familien anzustreben?

    Unsere Pflicht als Hebamme ist es, jedem Kind einen guten Start zu ermöglichen und besonders bei einer psychisch erkrankten Mutter.
    Das ist manchmal unser Alltag – „die Kuh vom Eis zu holen“.

    Eure Anja (BabytalkHebamme)

    Beitragsfoto: Kzenon / Canva
  • „Der überwachte Bauch“ von Doris Moser

    „Der überwachte Bauch“ von Doris Moser

    Wir möchten Euch ein besonders tolles Buch vorstellen, „Der überwachte Bauch“, besonders empfehlenswert für alle Schwangeren.

    In dem Beitrag „Der gläserne Bauch“ von unserer Hebamme Anja wird ja schon sehr deutlich, wie ihre / unsere Einstellung zur ständigen Überwachung des Babys im Bauch ist. Wir sind kein Freund davon, das Baby zu messen, zu bewerten und ständig Untersuchungsmethoden auszusetzen, bei denen wir nicht wissen, ob diese vielleicht doch noch schädliche Nebenwirkungen auf das Baby haben.


    Die Störung dieser besonderen „Wachstumsruhe“ empfinden wir als wenig hilfreich.

    Schwangerschaft - Embryo

    Um zu verstehen, welche Untersuchungen überhaupt notwendig sind. Und vor allem auch, inwiefern das Ergebnis einer bestimmten Untersuchung überhaupt sinnvollen Input bringt, empfehlen wir euch unbedingt dieses sachliche aber vor allem spannende Buch von Doris Moser:

    Doris Moser bringt es auf den Punkt, warum viele Untersuchungen in der Schwangerschaft nicht wirklich hilfreich sind.

    Sie hinterfragt aber auch, woher das überhaupt kommt und warum eine Schwangerschaft heute fast einer Krankheit gleicht.

    Unser Herzblut ist es, dass Mütter und Väter wieder mehr der Natur und sich selbst vertrauen. Natürlich gibt es Pathologien, bei denen wir nur dankbar um die Medizin sein können.

    Und es gibt ebenso Situationen, in denen es absolut nachvollziehbar ist, dass Eltern sich möglichst schnell von dem Wohlbefinden ihres Babys vergewissern möchten.

    Wir werden dieses Buch in die Babycoachakademie integrieren, in der wir bald Doulas nach Lamaze Standard ausbilden. Denn das Wissen um Sinn und Unsinn von Untersuchungen ist unfassbar wichtig. Auch für Doulas:)

    Liebe Grüße

    Eure Mira und Deva

  • Töpfer Mamacare – Pflege für Schwangere in Bio-Qualität / Werbung

    Töpfer Mamacare – Pflege für Schwangere in Bio-Qualität / Werbung

    Hallo Ihr Lieben! Vor allem diejenigen unter Euch, die gerade schwanger sind oder ein Baby haben, sind besonders angesprochen. Es geht in unserem heutigen Beitrag um eine Bio-Pflegeserie, die extra für Mamis und Babys „Mamacare“ entwickelt wurde.

    Der Körper von Mamis: Ein Wunderwerk

    Zu keinem anderen Zeitpunkt verändert sich der Körper einer Frau tiefgreifender als während einer Schwangerschaft und nach der Geburt. Verantwortlich dafür sind – wie so häufig – die Hormone: Sie sorgen dafür, dass das Baby im Bauch der Mutter sorgenfrei heranwachsen kann. Sie sind aber mit verantwortlich dafür, dass sich häufig die Haare verändern, das Bindegewebe lockerer wird und manche Schwangere ihre Haut nicht wieder erkennt.

    Genau dafür hat Töpfer Mamacare entwickelt: Mit der Kraft der Natur geht jedes Produkt auf die speziellen Bedürfnisse werdender und junger Mütter ein.

    Dehnungsstreifen: Was hilft dagegen?

    Manuelles Mamacarae: Mit regelmäßigen Bauchmassagen kann den Dehnungsstreifen vorgebeugt werden.

    TiPP: Mach die Massage zu einem Ritual für deinen Partner und dich und lass dich von ihm liebevoll und sanft in aller Ruhe massieren. Das pflegt nicht nur deinen Babybauch. Es gibt deinem Partner zudem das Gefühl, ein Teil dieser wunderbaren Schwangerschaft zu sein. Männer mögen es ihre Liebsten etwas Gutes zu tun.

    Die Creme riecht so gut

    Woher kommt der wundervolle Geruch? Sind Duftstoffe im Pflegeöl? Nein, das Pflegeöl ist parfümfrei und schont daher die immer empfindlicher reagierenden Nase der werdenden Mama. Der zarte Geruch kommt nur von den enthaltenen Ölen.

    Mamacare bei wunden Brustwarzen?

    Diese Sorge haben alle stillenden Mamis: Kann man irgendwie verhindern, dass die Brustwarzen wund werden? Und wenn es doch einmal „zu spät“ ist, was hilft dann?

    Unsere Hebamme Anja empfiehlt: Viel frische Luft!

    Viel Sonne und frische Luft tut Deinen Brustwarzen gut und beschleunigt die Wundheilung. Anja empfiehlt daher, bei wunden Brustwarzen häufiger mal auf den BH zu verzichten.

    Weitere Tipps gegen wunde Brustwarzen

    • Beginne das Anlegen an der Brustwarze, die weniger wund ist. So fließt die Milch auf der zweiten Seite leichter, da das Saugen Deines Kindes bereits den Milchspendereflex ausgelöst hat.
    • Wechsle die Stillpositionen regelmäßig und achte darauf, dass Dein Kind richtig anliegt, um das wund werden Deiner Brustwarzen zu vermeiden. Denn nur dann bekommt es die jeweilige Brustwarze richtig zu fassen und kann sie halten. Dein Baby sollte jedoch mindestens 10 Minuten auf jeder Seite trinken.
    • Stille Dein Baby lieber häufiger statt länger! Dann ist sein Hunger nicht so groß und es saugt weniger gierig. Außerdem ist die Brust nicht so voll und das Baby bekommt sie besser zu fassen.

    Und noch ein Tipp: Die Brustwarzensalbe braucht vor dem nächsten Stillen nicht abgewaschen werden, da die Zusammensetzung der Salbe absolut unbedenklich für das Baby ist. Sie ist parfümfrei, geschmacks- und geruchsfrei und verzichtet zudem auf tierische Inhaltsstoffe.

    Wenn es bereits zu spät ist und die Brustwarzen schmerzen, hilft Sonnenblumenöl, Silberhütchen und im „Notfall“, das Lasern der Brustwarzen.

    Eine eigene Seite voller Hebammentipps

    Töpfer hat ihre Mamacare Produkte allesamt zusammen mit Hebammen entwickelt und hält für Euch auf der Ratgeberseite noch viele weitere Tipps bereit. Vorbeischauen lohnt sich!

    Uns haben diese Cremes vollends überzeugt. Und Euch?

    Euere Babytalk-Redaktion Mira und Deva

    Beitragsfotos: Mom Breast Feeding Baby von Alena Ozerova / CANVA.COM und WenPhotos / FreeFotos von CANVA.com

  • Joie – ein Interview mit einem erfolgreichen Babymarkenhersteller – Werbung

    Joie – ein Interview mit einem erfolgreichen Babymarkenhersteller – Werbung

    Liebe Babytalk-Freunde, wir haben einen spannenden Beitrag über Joie aus der Welt der Kinderwagen und Buggies für euch.

    Vor kurzem haben wir ja einen Joie-Buggy verlost, heute möchten wir Euch die Marke Joie in diesem Post etwas näher vorstellen: Wir hatten die Chance den Vertriebs-Verantwortlichen (der Schweiz) Guido Voigt zu interviewen.

    Welche Idee stand hinter der Gründung von Joie?

    Das Hauptziel war es eine Marke, mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt zu etablieren. Die Gründer von Joie kamen alle aus dem nahen Umfeld der Babybranche und hatten oft folgendes festgestellt: Bei den Produkten auf dem Baby-Markt leiden oftmals die Qualität, die Funktion oder die Schadstofffreiheit unter den guten Preisen. In der Überzeugung es besser machen zu können, wurde 2009 Joie gegründet. Der Name Joie setzt sich übrigens aus dem Namen der erstgeborenen Tochter des Gründers und dem englischen Begriff für Freude, also „Joy“ zusammen.

    Joie - Baby im Reisebett

    Welches Ziel verfolg Joie?

    Da Joie damit wirbt, dass Käufer bei ihnen das beste Produkt für sein Geld bekommen, wollten wir wissen, was diese besonders auszeichnet:

    Joie verfolgt das Ziel, junge Eltern in ihrem Alltag mit ihrem Baby so gut wie möglich zu unterstützen und das Leben mit Kind somit zu erleichtern.

    So ist ihr Reise-Buggy „Pact Lite“ beispielsweise so klein und leicht, dass er in das Gepäckfach einer Flugzeugkabine passt! Die Babyschale „i-Level“ kann man ganz einfach flach zusammenlegen, sodass das Baby unterwegs angenehmer schlafen kann. Und der „Litetrax“ Buggy kann man mit einer Hand zusammenklappen. Sogar, während man ein Kind auf dem Arm hat. Praktisch jedes ihrer Produkte ist so durchdacht, dass es Eltern und Kindern zugutekommt. Ohne Kompromiss im Preis, der Qualität, der Sicherheit oder im Komfort.

    So haben sie in Bezug auf Sicherheit und Verträglichkeit ein eigenes innovatives und zertifiziertes Testlabor aufgebaut, in dem sogar externe Firmen ihre Produkte testen lassen.

    Ihr sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis kann Joie dadurch gewährleisten, dass sie alles selbst herstellen. So fallen Zwischenhändler weg und sie können den Preisvorteil direkt an uns, ihre Kunden weitergeben. Das hat zum einen den Vorteil, dass sie immer ganz genau wissen, was in ihren Produkten steckt.

    Joie - Mutter mit Baby im Buggy

    Was macht Joie anders?

    Guido Voigt ist davon überzeugt, dass der größt Unterschied darin besteht, dass sie nichts zusammenkaufen, sondern wirklich alles im eigenen Haus herstellen.

    Zudem ist Joie stolz darauf, dass es ihnen im hartumkämpften Baby-Markt in der Schweiz gelungen ist, mit bewährten Argumenten erfolgreich tätig zu sein. Man hat lokale Ansprechpartner, ein eigenes Lager und bietet eine herausragende und schnelle Serviceleistung direkt vor Ort, in der Schweiz.

    Außerdem wird gezielt auf einen kompetenten Fachhandel gesetzt, damit vor allem gut ausgebildete BeraterInnen die jungen Eltern eine ehrliche, individuelle und kompetente Beratung bieten können.

    Das Kernstück, die Produktentwicklung von Joie

    Ihr globales Entwicklerteam besteht aus einer britischen Designergruppe, einer internationalen Produktentwicklung und einer technischen Entwicklungsabteilung. Diese arbeiten Hand in Hand miteinander.  Und lassen jedes neue Produkt von ihrem Firmengründer absegnen, bevor es in die Produktion kommt.

    Ihre Stoffe/Materialien richten sich stets nach den neuesten Trends. Nicht zuletzt streben sie bei ihrer Produktentwicklung immer danach, die Ansprüche modebewusster Eltern zu berücksichtigen. So beachten sie besonders die Themen Mitwachsen, Multifunktionalität, vereinfachte Bedienung, Vermeidung von Fehlmanipulationen (d.h. falsches Montieren), Lifestyle wie Reise- oder ÖV-Tauglichkeit, Nachhaltigkeit, Komfort.

    Mit diesem Ansatz scheinen sie den Nerv der Zeit getroffen zu haben: Die Nachfrage ist definitiv da, was wir in der Reaktion auf unser Gewinnspiel im Januar bemerken konnten.

    Wir würden uns freuen, wenn ihr uns Fragen mitteilt, die Euch noch auf dem Herzen brennen. Wir leiten diese dann an Joie weiter.

    Liebe Grüße,

    Euere Babytalk-Redaktion

    Über Guido Voigt

    Guido Voigt, General Manager Wonderland Switzerland AG, ist seit gut 2 Jahren für den Vertrieb der Marke Joie in der Schweiz verantwortlich. Vorher war er Geschäftsführer für diverse Unternehmen in der Baby- und Kleinkindbranche und verfügt über eine 30-jährige Expertise.

  • Schwangerschaftsübelkeit – der Fluch der ersten Wochen – ein Erfahrungsbericht

    Schwangerschaftsübelkeit – der Fluch der ersten Wochen – ein Erfahrungsbericht

    Schwangerschaftsübelkeit: Ich liege erschöpft in der Sonne und bekomme Schüttelfrost, das erste Zeichen für mich. Es geht wieder los. Genervt stehe ich mit einem kurzen Blick auf die Uhr – 15.38 Uhr von meiner Liege auf. Schleppe meinen müden Körper auf seinen Weg. Auf dem Weg zu meinem Gemach verabschiede ich mich von meinem Freund und meinen Kindern. Ich verschwinde bist morgen früh irgendwann.

    Mein Zufluchtsort ist für die nächsten Stunden und die Nacht, mein Schlafzimmer. Mein Elend kann beginnen, die Schwangerschaftsübelkeit oder auch unter dem Begriff Hyperemesis bekannt, hat mich wieder im Griff. Es dauert nicht lange und ich würge, stoße wie wahnsinnig Luft auf, erbreche immer und immer wieder. Gefühlt habe ich eine symbiotische Beziehung zu meiner grünen Schüssel. Sie begleitet mich in diesen Momenten.

    Die Schwangerschaftsübelkeit läßt meine Zuversicht weichen

    Ich leide, fühle mich elendig. Meine Zuversicht weicht dem Gejammer. Die Geräusche außerhalb meines Zimmers nerven mich. All meine Sinnesorgane würde ich gerne verschenken. Ich kann nichts riechen, selbst mich nicht. Und laute Geräusche werden wieder unerträglich. Geschmacklich kann mich nicht mal meine geliebte Cola zum trinken überzeugen.

    Alle Lebensmittel werden nach ihrer Erbrechbarkeit analysiert. Apfelmus ist gerade mein Favorit. 5 Löffel habe ich heute geschafft. Das geht nun schon 4 Wochen so, 4 Kilogramm weniger, nichts hilft. Auch Medikamente bringen keine Besserung, außer noch mehr Müdigkeit. Sie wird eine meiner täglichen persönlichen Wiederauferstehungen.

    Jeden Tag auf´s neue, Jammern, Kübeln, auf Schlaf hoffen. Irgendwann in den Schlaf finden, um am anderen Morgen aufzustehen und zu hoffen, dass meine Schwangerschaftsübelkeit vorbei oder wenigstens ein wenig besser geworden ist. Dann frühstücken (lächerlich kleine Portionen), mich erholen, um dann spätestens ab 14.00 Uhr zu merken, sie schleicht wieder um mich.

    Lebensqualität ist was anderes

    In diesen von  Schwangerschaftsübelkeit geprägten Wochen verliert man alle Lebensqualität. Es ist ein reines Existieren.  An manchen Tagen sogar weniger als das. Das in dieser Zeit der Gedanke an einen Abbruch hochkommt, kann ich gut nachvollziehen. Dies würde zu einer sofortige Verbesserung der Situation führen. Hätte aber langwierige Folgen. Es ist ein Kampf an das Positive zu denken und guter Hoffnung zu bleiben. Wir Gebärende brauchen dann mehr als nur Medikamente. Eine Haushaltshilfe, positive Worte – wir brauchen Ganzheitliche Unterstützung und das am besten 24 Stunden am Tag.

    Eure Anja (Babytalk – Hebamme)

    P.S Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen hielten leider weitere Wochen an. Irgendwann war ein Krankenhausbesuch nicht mehr umgänglich. Ambulant lies ich mir Infusionen geben. Schon bei meiner anderen Tochter lag ich 4 Wochen stationär, das wollte ich dieses Mal auf keinen Fall.

    Wie dann später die Geburt verlief, könnt ihr hier nachlesen.

    Beitragsfoto:  Dean Drobot / Canva
  • Warum sollte jede Kreißsaalgeburt von einer Doula begleitet werden?

    Warum sollte jede Kreißsaalgeburt von einer Doula begleitet werden?

    Eine Mama erzählt im Rückbildungskurs von ihrer Geburt mit einer Doula. Und trifft damit einen Nerv. Denn die meisten anderen Mütter, die ebenfalls im Krankenhaus entbunden haben, wünschten sich nun, sie hätten VOR der Geburt ihres Kindes gewusst, was eine Doula ist.

    Damit Ihr dieses Wissen nun bereits vor der Geburt habt, erklären wir Euch, was eine Doula macht und warum sie gerade in der heutigen Zeit eine große Hilfe ist.

    Vorab: Eine Doula ersetzt keine Hebamme! Sie kommt mit zur Geburt und begleitet Euch auf einer viel persönlicheren Ebene als Eure Hebamme.

    Wie wird man Doula?

    Es gibt eine Handvoll qualifizierter Ausbildungen, deren Absolventen aufgrund ihrer guten Vernetzung mit den jeweiligen Verbänden leicht zu finden sind.

    Diese Ausbildung ist ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg, eine Doula zu werden. Hinzu kommen viele Praktika. Doulas berichten, dass insbesondere auf das Wissen rund um die Abläufe der Geburt als auch das Erlernen Kommunikation unter enormen Stress, wichtige Einheiten sind.

    Denn die Doula wird, wenn man sie bucht, eine wichtige Rolle als Geburtsbegleiterin übernehmen und muss sehr gut kommunizieren können. Außerdem bringt sie viele Fertigkeiten mit, die der werdenden Mutter und somit auch ihrem Baby dabei helfen, zu entspannen. Und Entspannung ist ja nun mal eine Grundvoraussetzung für eine sichere Geburt.

    Wo liegen die Grenzen in der Arbeit einer Doula bzw. was unterscheidet eine Doula von einer Hebamme?

    Doulas durchlaufen keine medizinische Ausbildung, sondern eine Ausbildung, die in etwa der eines Coaches entspricht. Wobei natürlich auch das Wissen rund um die Physiologie der Geburt nicht zu kurz kommt.
    Viele Eltern, die eine Doula unter der Geburt hatten, beschreiben ihre Anwesenheit wie eine „helfende Elfe“, die auf die nicht selten hektische Atmosphäre harmonisierend einwirkt.

    Entspannungstechniken, Massagetechniken, Atemübungen, schmerzlindernde Bewegungen sowie Bewegungen, die die Geburt positiv beeinflussen, sind ebenfalls Bestandteil der Ausbildung.

    Was sagen Hebammen über Doulas?

    Eine nicht unbegründete Sorge werdender Eltern, die eine Doula buchen möchten, ist die, was die Hebamme, die die Geburt begleiten wird, über deren Anwesenheit sagen wird. Man hört sogar Gerüchte Doulas aus Kreissälen rausgeworfen bzw. gar nicht erst zu den Eltern gelassen wurden.

    Woher kommt diese Kritik?

    Hebammen haben es derzeit aus bekannten Gründen (INTERNER LINK ZU EINEM BEITRAG) schon nicht leicht mit ihrem Stand. Sie müssen sich immer wieder aufs Neue behaupten und oft gegenüber Ärzten durchsetzen, um nicht von ihrer Verantwortung und Führungsrolle für die Geburt „entbunden“ zu werden.

    Da ist es gut nachvollziehbar, dass sie zunächst einmal argwöhnisch einer Menschengruppe gegenüberstehen, die vermeintlich in der Königsdisziplin „Geburt“ mitmischen möchte.

    Hebammen erkennen den Vorteil von Doulas

    Hebammen, die bereits eine Doula erlebt haben, sind dagegen sogar hoch erfreut über ihre Anwesenheit und ihren entspannenden Einfluss auf die Gebärende, die mentale Arbeit leistet und sich ihrer Rolle im Kreißsaal sehr bewusst ist.

    Ein Satz der wirklich oft von Hebammen ausgesprochen wird lautet: „Das schlechte Gewissen, wenn man zu einer anderen Mutter eilen muss, wird gleich viel kleiner, wenn man weiß, dass sie die Eltern nicht alleine lassen!“

    Welche Vorteile erleben Eltern unter der Geburt mit einer Doula?

    Die Frage kann man nicht in einem Satz beantworten, aber eine Statistik gibt klare Signale:
    Eltern, die eine Doula buchen, laufen wesentlich weniger Gefahr, die Kontrolle über die Geschehnisse zu verlieren. Interventionen werden nachweislich, um die Hälfte reduziert und die Eltern fühlen sich selbst bei der „besten Hebamme der Welt“ (die leider einfach selten die ganze Zeit bei den Eltern bleiben kann, selbst wenn sie es wollte) noch sicherer.

    Eltern, die eine Doula buchen, laufen wesentlich weniger Gefahr, die Kontrolle über die Geschehnisse zu verlieren. Interventionen werden nachweislich, um die Hälfte reduziert und die Eltern fühlen sich selbst bei der „besten Hebamme der Welt“ (die leider einfach selten die ganze Zeit bei den Eltern bleiben kann, selbst wenn sie es wollte) noch sicherer.

    Die Doula bringt ein gewisses Portfolio an Techniken mit, die zur Entspannung beitragen, Ängste nehmen und Schmerzen lindern. Sie kann „dolmetschen“, also Formulierungen, mit denen Hebammen und Ärzte kommunizieren, übersetzen, dass sie zum einen verständlich werden und zum anderen nicht mehr beängstigen. Oft sind es gerade die unbedacht „reingeworfenen“ Fachausdrücke, die furchteinflößend klingen, obwohl sie keine akute „Gefahr“ beschreiben.

    Eine Doula bietet eine durchgehende Betreuung während der Geburt

    Eine Doula hat Zeit und steht der Gebärenden die ganze Zeit Seite bzw. zur Verfügung. Sie zieht sich in den Hintergrund zurück, wenn sie merkt, dass das Paar gerade Ruhe braucht. Doch sie kommt durch ihre empathische Art auch schnell wieder zum Vorschein, wenn sie spürt, dass sie wieder gebraucht wird.

    Dadurch fühlen sich übrigens auch die Väter wesentlich wohler, da sie selber auch mental aufgefangen werden. Und einen kompetenten „Partner“ an ihrer und der Seite ihrer Frau wissen. Man darf nicht vergessen: Auch die werdenden Väter fühlen sich schnell ihrer Kontrolle beraubt, wenn sie nicht mehr verstehen, was um sie herum passiert. Und vor allem, wie sie ihrer Liebsten nicht helfen können.

    Und was, wenn es dann doch ein ungeplanter Kaiserschnitt wird? Waren die Kosten für die Doula dann „umsonst“?

    Nein. Ganz im Gegenteil. Die Doula ist auch im Operationssaal eine wundervolle Begleitung. Spätestens nach der OP, wenn die Mutter nicht alleine aufstehen kann, spüren Kaiserschnitt-Eltern die Anwesenheit einer Doula sehr deutlich: Sie reduziert das Aufkommen eines Geburtstraumas bei MUTTER und KIND merklich.

    Eine Doula kann man sich aussuchen. Eine Hebamme inzwischen nur noch selten

    Insbesondere Geburten in einem Kreißsaal sind derzeit menschlich gesehen nicht immer glücklich besetzt. Dies muss nicht unbedingt an einer unsympathischen Hebamme liegen. Auch die Tatsache, dass man nicht selten zu einem Zeitpunkt in die Klinik kommt, an dem viele Geburten zeitgleich stattfinden. Nicht selten wirkt sich dies so aus, dass die arbeitenden Hebammen sehr gestresst sind.

    Dies hat zur Folge, dass sie nur wenig Zeit für ein Elternpaar haben. Und sollte dann wirklich im „Worst-Case-Fall“ die Chemie zwischen werdender Mutter und Hebamme nicht stimmen, ist zum Glück eine Doula anwesend. Eine, die man sich selber ausgesucht hat und der man bzw. frau vertraut.
    Sie bleibt auch nach der Geburt noch einige Zeit bei der Mutter bzw. den Eltern.

    Auf Wunsch kann sie den „neuen“ Eltern bei den ersten Handgriffen / Schritten als Eltern helfen.  Denn häufig kann die Hebamme nicht mehr lange nach der Geburt dabei sein. Und dann hilft die Doula, wenn das Baby schreit und die Eltern unsicher sind.

    Was kostet eine Doula?

    Die Kosten einer Geburtsbegleitung durch eine Doula liegen etwa zwischen 500,- und 800,- Euro. Sie beinhaltet eine Rufbereitschaft in den zwei Wochen vor und nach dem Entbindungstermin. Dazu kommen mindestens zwei Gesprächen, einen Geburtsbericht (auf Wunsch) und das Verbrauchsmaterial unter der Geburt.

    Bisher werden die Kosten noch nicht von den Krankenkassen übernommen, allerdings kann man mit vielen Doulas Ratenzahlungen vereinbaren. Der Mehrwert einer Doula ist einfach unbezahlbar!

    Fazit: Eine Doula ist eine Bereicherung im Alltagsgeschehen der Kreißsäle, vor allem durch ihre 1:1 Betreuung. Und dies nicht nur mental, sondern nachweislich auch für eine leichtere Geburt.

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Bist Du an dieser wundervollen Arbeit einer Doula interessiert? Wir bilden Doulas nach internationalen Standards aus. Nähere Informationen zu dieser sehr fundierten Ausbildung findest Du hier. Falls Du mindestens 15 Stunden pro Woche beschäftigt bist, hast Du die Chance auf  eine Bildungsprämie/-scheck im Wert von 500 Euro. (Hinweis der Redaktion)

    Beitragsfoto: Kzenon / shutterstock
    Pinterest: Newman Studio / Getty Images Pro
  • Das erste VEGANE Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere – Werbung

    Das erste VEGANE Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere – Werbung

    Hallo Ihr Lieben,
    wir haben gute Nachrichten für alle, die bisher keines der Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere bzw. für Mamis (to be) einnehmen konnten, weil diese schlichtweg NICHT VEGAN waren und zudem meist noch scheußlich schmeckten. Es heißt adfetal.

    adfetal hat das erste VEGANE Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere, Stillende und Mamis mit Kinderwunsch entwickelt, welches NICHT AUS FISCHRESTEN und sonstigen tierischen Bestandteilen besteht!

    Was ihr noch wissen solltet, wenn euch ein Nahrungsergänzungsmittel empfohlen wurde, welches insbesondere Folsäure beinhaltet:

    Ihr solltet unbedingt auf die Mischung der einzelnen Bestandteile achten, denn eine ungünstige Zusammensetzung sorgt bei vielen Präparaten dafür, dass sich die Elemente gegenseitig in der Wirkung ausschalten bzw. den Effekt enorm reduzieren.

    Ein absolut wirksames Mittel für Schwangere und Mamis

    Mit adfetal habt ihr ein absolut unkompliziertes Mittel, das ihr durchgängig in gleicher Dosierung einnehmen könnt. Es ist eines der wirksamsten Mittel, da es die einzelnen Komponenten perfekt dosiert. So, dass diese sehr gut zusammen wirken.

    Wir finden es einfach toll, dass man nicht mehr länger ekelhaften Fischgeschmack aushalten muss. Und seinemBaby trotzdem etwas gutes tun kann!

    Ihr könnt das adfetal unter dem über den nachfolgenden Link auf Amazon.de bestellen. Zudem gibt es dieses tolle Nahrungsergänzungsmittel in den meisten Apotheken. Und natürlich auf der Homepage von adfetal selbst:

    https://www.adpharm.eu/adfetal

    Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne Kugelzeit und eine schöne Kuschelzeit mit Eurem Baby!

    Eure Babytalk-Redaktion

    Mira und Deva

  • Mein Baby schreit. Doch warum – und was braucht es?

    Mein Baby schreit. Doch warum – und was braucht es?

    Baby schreit: Mit der Geburt des sehnlichst erwünschten und erwarteten Babys stellt sich den frischgebackenen Eltern die Frage: „Warum schreit mein Baby?“

    Experten unterscheiden die folgenden 5 Schreiarten von Babys:

    1. Hunger
    2. Müdigkeit / Überreizung
    3. Zu warm oder zu kalt
    4. Schmerzen
    5. Langeweile

    Wieso weint mein Baby?

    Es gibt viele Gründe warum ein Baby weint oder schreit. Möglicherweise hat das Baby Schmerzen oder es ist hungrig. Aber vielleicht ist es ihm auch zu warm oder zu kalt. Es kann müde sein oder sich langweilen und will Aufmerksamkeit. Auch der Wunsch geknuddelt zu werden oder eine volle Windel kann der Grund sein. Seltener hat es Fieber.

    Auf den ersten Blick scheint Babygeschrei also nicht so leicht gedeutet werden zu können, schließlich können sie sich ja noch nicht artikulieren.

    Erfahrene Mütter meinen, dass es relativ schnell zu erlernen ist, die verschiedenen „Schreiarten“ zu unterscheiden. Vor allem, wenn man sein Baby und seine kleinen Bewegungen aufmerksam beobachtet. Ob es nun am Mutterinstinkt liegt oder nicht, erlernen können es auf jeden Fall auch andere Bezugspersonen, die viel und aufmerksamen Kontakt mit dem Kind haben. Vermutlich lernen es die Mütter nur schneller, wenn sie ihrem viel beschriebenen Bauchgefühl vertrauen. Es werden grob 5 Schreiarten von Babys unterschieden.

    1.    Hunger

    Und das, weil die Sättigung durch die Milch nur zwei bis vier Stunden anhält. Man erkennt diesen „Hungerschrei“ an einem Schmatzgeräusch, welches immer energischer wird, je länger der Hunger ungestillt bleibt. Begleitet wird dieses Quengeln durch stetiges Wenden des Kopfes und dem Versuch zu saugen. Dabei ist nichts sicher, was sich in Griffnähe befindet, ob Schnuller, Finger oder Tücher …

    Diese Zeichen sollten so zeitnah wie möglich mit der Brust oder einem Fläschchen beantwortet werden.

    2.    Müdigkeit / Überreizung

    Die Müdigkeit zeigt das Baby mit kurzen Jammerlauten an, die immer härter und lauter werden und in einem lauten Schrei münden. Nach kurzer Pause steigert sich dieses Schreien. Nicht selten strampelt das Baby dabei mit seinen Händen und Füßen, blinzelt häufiger und gähnt.

    In diesen Fällen sollte man beunruhigende Licht- und Geräuschquellen „ausschalten“ oder das Baby in sein reizarmes Schlafzimmer tragen und durch sanftes Hin- und Herwiegen helfen einzuschlafen. Dabei kann es sich auch um das Elternschlafzimmer und / oder Familienbett handeln.

    3.    Zu warm oder zu kalt

    Wenn es dem Baby zu warm ist, äußert es dies mit einem von Jammertönen begleitetem Hecheln. Zudem bilden sich häufig rötliche Flecken auf seinem Gesicht und/oder Oberkörper.

    In diesem Fall sollte man einfach einen kühleren Ort aufzusuchen oder dem Baby, sofern möglich, noch etwas auszuziehen.

    Wenn es dem Baby dagegen zu kalt ist, schreit es mit zitternder Oberlippe und hat kalte Füße und Hände. Die Haut kann dabei bläulich erscheinen.

    Sollte dies der Fall sein, bietet es sich an, das Baby wärmer einzupacken und/oder an seinen warmen Körper zu drücken.

    4.    Schmerzen

    Wenn Babys wegen Schmerzen schreien, tun sie dies aus Leibeskräften. Sie werfen sich dabei hin und her und japsen nach Luft. Dieser Schrei ist sehr intensiv und berührt uns am stärksten. Er ist alles durchdringend und sehr hoch.

    Falls ein Baby so schreit, sollte man prüfen, ob es äußerliche Verletzungen aufweist, wie einen wunden Po, eine zwickende Windel oder z.B. einen Hautausschlag. Bei Blähungen oder Bauchschmerzen kann der Flieger-Griff Linderung verschaffen.

    5.    Langeweile

    Langeweile beim Baby äußert sich körperlich häufig mit strampelnden Beinchen und rudernden Ärmchen. Sollte dies durch ein mit Pausen unterbrochenes mittellautes Jammern begleitet werden, will das Baby beschäftigt werden. Nicht selten wirkt es dabei unruhig und spielt mit seinen Fingerchen.

    Abhilfe kann häufig schon durch das Sprechen mit dem Baby erreicht werden. Sollte dies jedoch nicht ausreichen, kann man ihm seine Umgebung, anwesende Menschen oder Dinge zeigen und somit seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken.

    Falls keine Schreiart passt

    Falls keine dieser 5 Schreiarten bzw. Situationen zutreffen sollte oder das Schreien außergewöhnlich lange anhält sollte man einen Kinderarzt aufsuchen, um auf Nummer sicher zu sein. Wenn es nicht besonders lange anhält und keine Erkrankung vorliegt, geht es darum, sein Kind zu sich zu nehmen, am besten mit Hautkontakt und sich zu entspannen.

    Damit vermittelt ihr dem Kind, dass es sicher ist. Wenn wir uns selber zu sehr verrückt machen, übertragen wir den „Stress“ auf unser Baby und es fühlt sich nicht geborgen. Näheres dazu findet ihr unter unserem Beitrag „Babys haben ein Recht aufs Schreien„.

    Euer Deva (Familientherapeut)

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    Beitragsfoto: cassinga / Getty Images Pro
  • Meine erste selbstbestimmte Geburt

    Meine erste selbstbestimmte Geburt

    Selbstbestimmte Geburt trotz „Risikoschwangerschaft“?

    43 Jahre alt, chronische Erkrankung, Zustand nach Kaiserschnitt, Mehrgebärende, großes Kind und viel Fruchtwasser, ET+8 – rein Geburtsmedizinisch eine Risikoschwangerschaft. So fühlten sich auch die ersten Monate, durch die starke Hyperemesis bzw. Schwangerschaftsübelkeit an. Dieses kleine Wesen überraschte uns mit seinem Ankommen. War unter diesen Umständen eine selbstbestimmte Geburt möglich?

    Sofort war mir bewusst ich wollte dieses Mal keinen Kompromiss unter der Geburt weder im Geburtsort, der Geburtsform, noch in der Betreuung eingehen. Bei allen vorherigen Geburten war dies der Fall.

    Kein Kompromiss hieß für mich die Hebamme meines Vertrauens bei einer geplanten Hausgeburt. Leider musste die Hebamme aus persönlichen Gründen ihre Zusage widerrufen. Was nun?  Neu orientieren? Nein, das erschien mir alles zu anstrengend. Mein Partner und ich redeten viel in den nächsten Wochen. Er bestärkte meinen Wunsch der Geburt im Kreise meiner Familie und zur Not auch ohne anwesende Hebamme.

    Beunruhigende Probleme

    Plötzlich dann medizinische Probleme. Querlage der Kleinen (was mich nicht so beunruhigte, da ich Mehrgebärende war), eine erhöhte Menge Fruchtwasser und ein plötzlicher Perzentilen Sprung im Geburtsgewicht (diese beiden Dinge beunruhigten mich dann schon). „Schaffe ich die Geburt eines 4000g Kindes? Habe ich einen unentdeckten Schwangerschaftsdiabetes, der dann meine Geburt zu Hause im Kreis der Familie kosten würde?“

    Da war ich nun, wo ich dieses Mal nicht hinkommen wollte. Fremdgesteuert, nachdenklich, weit ab von meinen ureigenen Wünschen. Kurz kam ich von meinem Weg ab, Tränen flossen. Ich wollte dieses Menschenkind so unbedingt zu Hause willkommen heißen.

    Zurück ins Vertrauen kommen

    Ich musste mich fangen, wieder in mein Vertrauen in mich, dem Menschenkind und meinen Körper kommen. Was mir half war die Natur, der Wald und das Element Wasser. Ich spürte, dass das beobachten eines Bachlaufes mich mir wieder näher brachte. Und auch mein Partner bestärkte mich in meinem Wesen.

    Die kommenden, wehenden Nächte verbrachte ich mit meiner Hündin zu den Füssen am Kamin. Ich lud mir eine Wehenapp runter, um in meinen Geburtsvorbereitungskursen irgendwann mitreden zu können. Am ET passierte nichts – obwohl es doch immer hieß, die Kleine wäre 2 Wochen voraus.

    Unzählige Tassen Himbeerblättertee, Heublumendampfsitzbäder, Datteln (nie verzehrt), Nelkenöltampons, Leinsamen, meine Hypnose CD, den dicken Bauch anmalen, Bauchfotos und einen Bauchabdruck versüßten mir das warten.

    Dann am ET+7 die CTG Kontrolle in der Klinik. Die Klinik in der ich mich widerwillig zur Geburt angemeldet hatte. Die Klinik konnte nichts für meine Nichtakzeptanz. Ich wollte dort einfach nicht hin, nicht diskutieren über Oxytocingaben, Braunülen, Geburtspositionen usw. Vielleicht hätte ich diese dort nie gehabt, aber das Wissen, dass es unter der Geburt so kommen könnte, reichte aus. Prompt war das CTG mit Wehen durch Brustwarzenstimulation nicht 100%ig. Stunden später dann die erneute Fahrt zur CTG Kontrolle in die Klinik. Genau diese Unruhe wollte ich nicht.

    ET + 8 mit der Geduld am Ende

    Geburt - Schangerschaftsbauch mit Herzchen

    ET+8 war meine Geduld am Ende. Leichte Wehen, aber keine Regelmäßigkeit trotz Wehenapp zu erkennen. Sonnenschein. Am späten Nachmittag gönnte ich mir einen Spaziergang mit meiner Tochter Fee im Wald. Mitten im Wald dann eine Wehe, die mich nichts mehr halten ließ.

    Ich musste so etwas von lachen. Da stand ich mitten im Wald mit völlig nasser Hose. Für alle Leser – es war kein Blasensprung. Zu Hause bekochte ich noch meine Lieben. Mitten drinnen dann die erste Wehe, die mich doch sehr an die 4 anderen Geburten erinnerte. Die erste echte Wehe. Ich freute mich – Jetzt geht es los.

    Ähm und wie!!! Vielleicht doch lieber jetzt noch nicht. Wir informierten die Geburtsfotografin und das Kamerateam. Eine Hebamme hatten wir keine mehr gefunden.

    Ein kraftvoller Wehensturm

    Die Geburt begann mit einem Wehensturm, kraftvoll, überrumpelt, kaum Pausen, Druck wie verrückt, peinliche Situationen, der Schrei nach einer Pause – nur einer Pause. Für alle Fachleser – ich schrie nach Partusisten ;). Diese unfassbar starken Rückenschmerzen, dieses Becken was gefühlt zerbrach, kurz der Gedanke – „wie geht es wohl Ida mit diesem Wehensturm?“

    Ich versuchte die Herztöne zu finden, die für eine Sekunde gefundenen Herztöne 133 spm, beruhigten mich. Mein Freund drückte wie verrückt gegen mein Becken, um mir den Schmerz zu erleichtern. Er war meine Rettung, seine Arme zitterten. Die Kinder, die um mich rum waren, nahm ich kaum wahr.

    Mehr als kurze Wehenpausen

    In den mehr als kurzen Wehenpausen, kurze klare Gedanken. Wie sollte man mich jetzt verlegen? Schreiend mit diesen Wehen? Unmöglich, dass würde nie gehen. Es musste alles klappen. „Ob der Muttermund wohl auf geht?“ Ich sah kurz unter mich. Zeichenblutung und Druck. Der Muttermund ging auf. Ich verschrie die Wehen im Stehen am Seil. „Aber passt auch der Kopf ins Becken?“

    „In die Wanne, ich will jetzt in die Wanne.“ In der Wanne brachte selbst das Wasser keine Ruhe. Druck, Druck und noch mehr Druck. Dieser Druck. „Auaaah“. Irgendwas kam da. Der Schmerz des Fire Ring, die Glückshaube war geboren, dann der Kopf und dann schwamm sie dort vor mir. Ich griff nach ihr und nahm sie hoch.

    Eine glückselige Geburt

    Ida – geboren nach nur 60 min ab der ersten Wehe. Glückseligkeit im Raum mit allen Familienmitgliedern. Für einen großen Moment stand die Zeit still.

    Meine erste (Allein-) Geburt, in der ich mich so gar nicht alleine fühlte. Ich war noch nie so nahe bei der Kraft meines Körpers. Diese 60 Minuten waren die Versöhnung für alle Kompromisse der vorherigen Geburten. Sie waren nicht risikoreich oder verantwortungslos. Sie waren der Geburtsweg den ich mir für uns gewünscht und erseht hatte.

    In tiefer Dankbarkeit Eure Anja (Babytalk – Hebamme)

    Ein sehr persönliches, aber zu wundervolles Video der Geburt von Ida, um es nicht zu zeigen.

    Cerstin Jütte – Video: Doula & Geburtsfotografie Cerstin Juette

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  • Mittagsschlaf: ja, nein, wann, wie lange?

    Mittagsschlaf: ja, nein, wann, wie lange?

    Wer kennt das Kind nicht, das Kind am Nachmittag in sein Bett zu bekommen, um seinen Mittagsschlaf machen lassen. Doch so unterschiedlich Kinder sind, so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse nach Schlaf.

    Unbestreitbar ist der Schlaf für unsere Kleinen extrem wichtig, nicht zuletzt für ihren „extremen“ Wachstum in den ersten Lebensmonaten. Dieser regelt sich im Babyalter häufig von allein, wenn auch nicht immer im Einklang mit den Schlaf- und Ruhebedürfnissen ihrer Eltern. In dieser Zeit wird der Schlaf zudem noch für die Verarbeitung ihrer vielen Eindrücke benötigt.

    Vornehmlich im Schlaf wird das Hormon Somatropin ausgeschüttet, welches essentiell für ein normales Wachstum von uns Menschen ist. Aus diesem Grund ist auch der Schlaf unserer Kinder in den ersten Jahren so immens wichtig.

    Tipps zum Mittagsschlaf

    Da es mit dem regelmäßigen Mittagsschlaf nicht immer so leicht läuft, nachfolgend ein paar Tipps von mir:

    • Hilfreich ist es die Kleinen immer zu gleichen Zeit hinzulegen. Dies trägt zudem dazu bei, dass die Kinder sich an einen regelmäßigen Rhythmus gewöhnen.
    • Als Zeit bietet sich die Zeit nach dem Mittagessen zwischen 12 und 14 Uhr an. Dann wird viel Energie für die Verdauung aus dem „Kopf“ in den Bauch gezogen, was gleichzeitig zu ihrer Müdigkeit beiträgt.
    • Eine Ruhepause zwischen 60 und 90 Minuten ist angemessen. Sie sollte nicht lang sein, so dass sie bis zum Abend wieder müde sind. Mit zunehmendem Alter darf sollte die Dauer den sich zeigenden Bedürfnissen der Kinder angepasst bzw. gekürzt werden.
    • Der Abstand zwischen Mittags- und Nachtschlaf sollte mindestens 4 Stunden betragen, sonst werden sie vermutlich noch nicht wieder schlafen können.
    • Nicht selten werden sie am Nachmittag noch mal müde und es bietet sich an ihnen eine Ruhephase schmackhaft zu machen und ihnen vorzuschlagen ein Hörbuch zu hören oder auf einer Federwiege zu entspannen.

    Bis wann brauchen Kinder einen Mittagsschlaf?

    Das ist ganz unterschiedlich. Manche Kinder brauchen mit 2 Jahren keinen Mittagsschlaf mehr. Andere brauchen noch bis zu ihrem fünften Lebensjahr mittags eine kleine ca. 30 bis 60-minütige Ruhepause. Wichtig ist es, den Kindern keinen Druck zu machen, dass sie schlafen „müssen“. Dadurch kann es passieren, dass Schlaf in dem Kopf der Kleinen mit Druck und Stress verknüpft wird. Und auf „Anordnung“ können selbst wir nicht schlafen.

    Was tun, wenn dein Kind partout keinen Mittagsschlaf halten möchte?

    Ihr könnt probieren, das Zimmer abzudunkeln und euch zumindest kurz zu ihnen zu legen und eine Geschichte erzählen oder vorlesen. Gegebenenfalls könnt ihr ihnen auch ein Hörbuch anmachen.

    Und wenn das alles nicht hilft, haben eure Kleinen vielleicht Spaß sich ein Bilderbuch anzuschauen.

    Versucht so gut es geht entspannt und gelassen zu bleiben. Wenn ihr in Stress geratet, wird der Adrenalinspiegel eurer Kinder sehr vermutlich auch ansteigen. Was nicht gerade eine gute Voraussetzung fürs Schlafen oder zur Ruhe kommen ist.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    In diesem Zusammenhang könnte dir auch unser Beitrag „Mein Kind schläft nicht ein.“ interessieren (Hinweis der Redaktion).

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    Beitragsfoto: MNStudio / shutterstock