Kategorie: Allgemein

  • Bericht einer Hausgeburt

    Bericht einer Hausgeburt

    In Anbetracht der immer weniger vorhandenen Hebammen wird eine Hausgeburt leider für immer weniger Eltern eine Option sein, deshalb ist es uns ganz besonders wichtig, Euch diese wunderbare Erfahrung lesen zu lassen!

    Denn nur, wenn wir Eltern in Zukunft weiterhin unsere Hebammen unterstützen, können wir erreichen, dass dieser Job nicht ausstirbt.

    DANKE Kerstin (Blog: fraumama.de) für diese wunderschöne Aufzeichnung!


    05.03.2015 – 20:00 Uhr:

    alle Kinder sind im Bett, ich merke hier und da einen hart werdenden Bauch, genau wie die letzten Wochen auch schon. A., meine Hebamme hat mir schon mehrere Mittelchen gegeben, die das Baby vielleicht aus seiner Höhle locken könnten, aber es zeigt sich durchgehend unbeeindruckt von meinen Bemühungen.

    Ich bin bereits 8 Tage über den Entbindungstermin, A. darf mich höchstens bis zum 10. Tag begleiten. Für den nächsten morgen habe ich einen Termin beim Frauenarzt.

    A. möchte, dass er noch einen Ultraschall macht, um zu sehen, dass es dem Baby noch gut geht. Mir ist das recht, langsam werde ich ja selbst nervös. Bis jetzt hatte ich eine Klinikgeburt immer verdrängt.

    Stefan unterbricht meine Gedanken: „wir sollten uns langsam mal unterhalten, was wir machen, wenn das Baby noch länger auf sich warten lässt. Wo gehen wir dann hin?“

    Also schaue ich mir online Bilder von den Krankenhäusern und deren Kreißsälen in der Umgebung an. Es gibt insgesamt 4, die in Frage kommen würden. Ne, denke ich mir wütend – ich will da nicht hin!

    Ich will da nicht die sterilen Gänge auf und ab tigern und mich mit den Krankenhaus-Routinen rumärgern. Ich bin empört. Ich WILL da nicht hin!

    Ich gehe in mein Gebärzimmer, schaue sehnsüchtig auf den Pool, der seit Tagen aufgeblasen da steht und seufze tief.

    21:00 Uhr:

    Zu dem hart werden kommt ein leichtes ziehen hinzu, fühlt sich relativ regelmäßig an. Ich denke mir: na? Willst du mich mal wieder veralbern? Und schaue nebenbei auf die Uhr: Alle 5 Minuten, ziemlich genau.

    22:00 Uhr:

    Ich sage Stefan, dass ich mal in die Wanne gehe, wahrscheinlich ist der Spuk dann eh wieder vorbei, aber dann ist wenigstens Ruhe.

    22:30 Uhr:

    In der Wanne kommen die Wellen weiterhin, werden nicht stärker, aber auch nicht schwächer. Na gut, mal sehen, was draus wird.

    23:00 Uhr:

    Ich gehe wieder aus der Wanne raus und merke schon, wie mir ziemlich viel „Badewasser“ die Beine runterläuft. Sicher Urin, denke ich mir, meine Blase fühlt sich die letzten Tage ständig voll an.

    Ich gehe auf die Toilette, entleere meine Blase, es tröpfelt noch immer leicht aus meiner Scheide.

    Ich fasse in mich hinein – nein das riecht nicht süßlich, riecht nach nichts. Vielleicht doch Badewasser? Ich mache schon wieder viel Lärm um nichts denke ich mir.

    Ziehe meine Schlafanzughose hoch, beim Bücken kommt nun doch einiges aus mir heraus. Das kann nun doch nicht mehr vom Baden sein – mein Herz macht einen Hüpfer – darauf hab ich soooo sehnsüchtig gewartet!

    Ich rufe A. an, sie kommt und freut sich!

    23:30 Uhr:

    A. bestätigt, dass es FW ist. Da ich noch keine starken Wehen habe, schicke ich sie wieder nach Hause. Ich möchte nicht beobachtet werden. Sie geht.

    Dann rufe ich meine Mutter und meine Schwester an, sie haben 1 Stunde Anfahrtsweg. Sie kommen. Meine Mama soll sich während der Geburt um die 4 Kinder kümmern, meine Schwester soll Fotos machen und filmen.

    06.03.2015: 00:30 Uhr:

    Meine Mama und E. kommen, freuen sich. Die Wehen sind minimal stärker, aber ich spüre: das dauert noch.

    Wir sitzen im Wohnzimmer und quatschen, nach und nach werden alle müde, die Augen werden schwerer. Da ich merke, dass es diese Nacht nichts mit dem Entbinden wird, beschließe ich, die Kinder doch am nächsten morgen in Schule und KiGa zu schicken.

    Ich möchte nicht auch noch 4 ungeduldige Kinder herumsausen haben. Außerdem haben wir kaum geschlafen und können alle etwas Ruhe gebrauchen.

    Die Wehen kommen weiterhin unregelmäßig stark, mal recht leicht, dann wieder eine stärkere – was wird das werden, denke ich mir.

    08:00 Uhr:

    A. kommt, hört die Herztöne ab, alles ok da drinnen. Ich schicke sie wieder. Sie hat viele Termine und ich spüre: ich brauche sie noch nicht.

    Sie vergewissert sich mehrmals, ob sie wirklich fahren soll, spricht mit mir ihre Termine in der Umgebung durch und möchte gegen Mittag wieder mit mir telefonieren.

    Es tut sich nicht besonders viel, ich döse vor mich hin, hab keine Lust auf Bewegung, will einfach meine Ruhe.
    Die ganze Zeit über habe ich Schleimabgang.

    Na wenigstens zeigt mir das, dass ich tatsächlich in der Geburt stecke, denke ich mir.

    14:00 Uhr:

    A. kommt erneut, sie wirkt etwas besorgt, wir sprechen es beide nicht aus, aber ich weiß, dass sie sich Gedanken um den Zeitfaktor macht, denn nach Blasensprung darf sie mich nur 24 Stunden betreuen.

    Ich schicke sie wieder weg, die Herztöne sind gut, dem Baby geht es gut, das ist das Wichtigste.

    20:00 Uhr:

    die Kinder sind im Bett, den ganzen Tag bin ich durchs Haus getingelt, hab hier und da Wehen veratmet und nun sind sie so gut wie weg. Nichts lässt auf eine baldige Geburt schließen, mir kommen die abstoßenden Bilder der Kreißsäle in den Sinn.

    Ich gehe da nicht hin! Basta! Dann bleib ich lieber alleine ohne Hebamme daheim. Ich bin leicht verzweifelt und irgendwie trotzdem innerlich ruhig. Etwas sagt mir: es wird schon alles gut.

    21:00 Uhr:

    A. kommt. Sie möchte mir einen Einlauf machen. Ich willige ein – alles, Hauptsache daheim.

    Sie verabschiedet sich – gegen 22.30 Uhr will sie wieder anrufen, sollte ich mich nicht vorher melden. Ich gehe auf die Toilette, fühle mich gut, dann kann ich mich später wenigstens hemmungslos gehen lassen, denke ich mir.

    Ich schicke Stefan ins Bett, er soll schlafen. Hat sich den ganzen Tag um alles gekümmert und ist todmüde, das sehe ich ihm an.

    21:30 Uhr:

    Puh, wo kam das denn jetzt her? Ich hänge gebückt über der Küchentheke und schnaufe richtig fest. Schon die zweite so starke Wehe innerhalb von 5 Minuten.

    Und gleich wieder eine. In meinem Unterleib hallt der Schmerz noch nach. Ich will Wärme! Schnell lasse ich in der Pause Wasser in den Pool laufen. Hoffentlich dauert es nicht so lange.

    Und wieder eine! Ich drücke E., meiner Schwester mein Handy in die Hand und sag ihr, sie soll die Abstände messen.

    Meine Mutter meint aus dem Hintergrund: „jetzt geht aber was weiter, oder?“ Ich antworte etwas genervt: „sieht danach aus, oder?“

    22:00 Uhr:

    Der Pool ist voll, ich kann es kaum erwarten endlich Wärme um mich rum zu haben. Ziehe mich aus und steige schnell rein. Die Wehen kommen alle 2 Minuten und sind so schmerzhaft dass ich bereits richtig tief atme, stöhne, töne.

    Ich weise E. an, Stefan zu wecken. Stefan kommt, total verpennt, kann gar nicht glauben was hier los ist, eben war doch alles ruhig. Ich sage ihm, er soll A. anrufen und dann den Ofen anmachen. Mir ist kalt trotz des warmen Wassers.

    22:30 Uhr:

    A. kommt. Sie tastet nach dem Muttermund 4-5 cm – schöne Scheiße denke ich mir, das kann ja noch heiter werden, wenn das noch lange so weiter geht.

    Ich bin nicht mehr in der Lage zu sprechen, Stefan streichelt mir den Kopf, ich bin bei mir, bei den Wehen, versuche, so gut wie es geht, mit ihnen mitzugehen.

    23:00 Uhr:

    Ich spüre, wie das Köpfchen tiefer kommt, fühle in meine Scheide, spüre etwas festes weiches. Komm Baby, komm raus, ich fange dich auf, ich hab dir das so oft versprochen in den letzten Wochen.

    A. lässt mich ganz in Ruhe. Ich bin so froh, bin daheim in meinem Wohnzimmer und kann endlich mein Baby auffangen.
    Der Kopf kommt, ich spüre es. Ich lehne mich kniend an den Rand des Pools.

    Eine Hand halte ich gegen meine Scheide, dehne vorsichtig nach allen Seiten, möchte etwas Platz schaffen. Das Köpfchen kommt, ich halte vorsichtig dagegen und drücke mit meinem Atem leicht mit. Es brennt und drückt.

    Ich weiß: nur noch ein bisschen und wir haben es geschafft. Ich merke, wie die Panik in mir aufsteigt, kann mich aber gut beruhigen. Ich spüre gar keine Wehen mehr, konzentriere mich auf nichts, lass es einfach kommen.

    Der Kopf ist geboren, ich bin so glücklich! A. meldet sich hinter mir: „wenn das Köpfen kommt, dann geh einfach mit. „Häh? Ich erwidere: „der Kopf ist schon da…“.

    …Verwunderung. Meine Mutter kommt näher.

    Ich wechsle die Position, setze mich wieder in Rückenlage. A. möchte an mich hingreifen, aber ich sage ihr, dass ich es selbst auffangen will. Und das tue ich. Ich drücke noch einmal nach und fange mein Baby auf.

    23.16 Uhr:

    Geschafft, ich hab’s ganz alleine geschafft!

    Die Nabelschnur ist etwas kurz, ich bekomme das Baby gerade bis zum Bauchnabel. Ich versuche ihm zwischen die Beine zu sehen.

    Es ist ein Mädchen, so wie ich es mir gedacht habe. Meine 5. Tochter, Matilda Anna, ist da! Um mich herum kullern die Tränen, ich kann’s noch gar nicht begreifen!

    Da die Nabelschnur so kurz ist, und bereis auspulsiert, nabeln Stefan und A. sie noch im Pool ab. Jetzt können wir kuscheln. Matilda schreit kräftig, es geht ihr gut. Sie fängt sofort an zu saugen.

    Die Plazenta kommt ein paar Minuten später nach. Gegen 24 Uhr steigen wir aus dem Pool, mir ist kalt geworden, und ich möchte nicht, dass Matilda friert.

    Wir ziehen um aufs Sofa, ich habe nur einen kleinen Riss an der Klitoris, wir entscheiden nicht zu nähen. A. erledigt den Papierkram, während wir staunen und kuscheln. Meine Mama und E. verabschieden sich bald, wollen uns unsere Ruhe lassen.

    Die Kinder hab ich letztlich nicht dazu geholt, weil ich mich in dem Moment nicht dabei wohl gefühlt hätte. Am nächsten Morgen wachen sie aber schon früh durch Matilda’s Weckrufe auf und kommen alle zum Begrüßen in unser Bett.

    Ich sehe mich um – 5 Töchter und den besten Mann der Welt – das ist das pure Glück!

    Eure Kerstin (Babytalk – Autorin)

    Foto: Tomsickova Tatyana / shutterstock
  • Der erste Zahnarztbesuch, wann und wie sollte dieser stattfinden

    Der erste Zahnarztbesuch, wann und wie sollte dieser stattfinden

    Wann steht der erste Zahnarztbesuch an? Die Häufigkeit, mit der das Kind die Praxis besuchen sollte, hängt meistens von seiner Mundgesundheit ab. Es ist wichtig, an die tägliche Mundhygiene zu denken. Es ist ebenso wichtig, die Zähne eurer Kinder täglich zu pflegen. Karies und Zahnfleischprobleme können sich schnell bei euren Kleinen entwickeln, oft machen sich erste Anzeichen einer Entzündung gar nicht bemerkbar.

    Der erste Zahnarztbesuch sollte so früh wie möglich stattfinden

    Doch wann sollten Eltern das erste Mal mit ihren Kindern zum Zahnarzt? Zahnärzte empfehlen: So früh wie möglich!

    Ausgewogene Ernährung, ein zahnfreundlicher Schnuller oder Beißring, tägliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche. So bleiben euren Kindern lästige Zahnschmerzen meistens erspart.

    Für die Gesundheit eurer Kinder ist es sehr wichtig, ab dem ersten Lebensjahr auf ihr richtiges und regelmäßige Zähne putzen zu achten. Doch es bleibt die Frage: Wann steht der erste Zahnarztbesuch an?

    Regelmäßigkeit der Kontrollbesuche

    Die Häufigkeit, mit der das Kind die Praxis besuchen sollte, hängt meistens von seiner Mundgesundheit ab.

    Viele Zahnärzte empfehlen, dass der erste Zahnarztbesuch etwa sechs Monate nach dem ersten Zahn erfolgen sollte. Kinderzahnärzte möchten ihre Patienten gerne schon sehen, wenn das Kind „zahnt“.

    Typischerweise brechen die ersten Frontzähne im Alter von acht Monaten durch. Doch warum so früh? Fest steht: Schon der erste Zahn kann Karies bekommen und auch das junge Zahnfleisch kann sich entzünden.

    Dann tut das Zähneputzen weh, und der Teufelskreis beginnt.

    Auch wenn dieser Zeitpunkt vorzeitig erscheinen mag: Für euch Eltern bietet es tatsächlich eine Chance, sich frühzeitig über eine optimale Mundhygiene für euer Kind zu informieren. Kinder lernen so früh, dass das Zähneputzen nicht mit Schmerzen verbunden ist.

    Spielerisch Zähneputzen lernen

    Die ersten Zähne könnt ihr zum Beispiel mit einem Wattestäbchen reinigen. In der Folge sollte das Zähneputzen spielerisch erlernt werden, unter anderem mit einem Beißring.

    Die Zahnbürsten selbst sollten möglichst weich sein. Beim Zähneputzen selbst ist das „wie oft“ nicht so wichtig wie das „wie gut“.

    Die Zähne sollten von allen Seiten sauber gehalten werden. Zuckerhaltige Getränke zur Beruhigung der Kinder sollten vermieden werden, denn sie sind tatsächlich Gift für die Zähne.

    Der Zucker wird durch den Zahnbelag (Plaque) in Säure umgewandelt, was wiederum den Zahnschmelz schädigt.

    Nach dem ersten Zahnarztbesuch ist es für eure Kleinen am besten, regelmäßig alle sechs bis zwölf Monate zum Check-Up zu gehen. Sollte euer Kind ein höheres Kariesrisiko entwickeln, sind auch kürzere Intervalle sinnvoll.

    Nichts ist für Kinderzahnärzte schlimmer, als Milchzähne ziehen zu müssen.

    Auf Zahnfleischentzündungen achten

    Achten Sie schon früh auf die ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung. Ein präventiver Ansatz für das Kind ist immer noch der effektivste Weg für eine Mundgesundheit.

    Spätestens im Alter von drei Jahren sind beim Baby alle 20 Milchzähne vorhanden. Und allerspätestens dann sollten Eltern einen Zahnarzt aufsuchen.

    Doch je später Kinder zum ersten Mal einen Zahnarzt sehen, desto größer ist die Chance, dass der Zahnarzt Karies oder ein anderes Problem erkennt.

    Wenn dann die erste Erfahrung mit Bohren und Schmerzen verbunden ist, wird sich das Kind nur ungern wieder zum Zahnarzt trauen. Natürlich gibt es einige Situationen, wo Eltern sofort zum Zahnarzt gehen sollten.

    Wenn das Kind einen Milchzahn verliert, ist das ganz natürlich.

    Aber wenn ein Unfall passiert und der Zahn abbricht, sollten Eltern das Kind zum Zahnarzt bringen, ganz egal, in welchem Alter. Ich empfehle den Eltern schon beim Durchstoßen des ersten Zahnes einen Zahnarzt aufsuchen, sowie es die meisten Kinderzahnärzte es auch tun..

    Das Kind und der Arzt werden es den Eltern danken.

    Euer Dr. Herbert Pick (Zahnheilkunde)

    Beitragsfoto: shutterstock / Pazargic Liviu
    
  • Fehlgeburt – Wie damit weiterleben und umgehen?

    Fehlgeburt – Wie damit weiterleben und umgehen?

    Fehlgeburt – ein heikles Thema

    Eine Fehlgeburt ist ein sehr heikles Thema, das selbst in den betroffenen Familien häufig ausgesperrt bzw. totgeschwiegen wird. Zu groß ist die Angst, durch diesen Verlust, der „Angst, versagt zu haben“ und dem damit verbundenen Schmerz den Boden unter den Füßen zu verlieren.

    Bevor ich weiter auf die Antwort auf die oben genannte Frage eingehe, möchte ich klarstellen, dass jede betroffene Mutter bzw. Familie für sich entscheiden muss, wie sie mit dieser Trauer und diesem Schmerz weiterleben kann. Da werden gut gemeinte Ratschläge nicht selten als Schläge wahrgenommen.

    Warum geht ein Ungeborenes?

    Wenn Ungeborene oder Neugeborene gehen, liegt es nie daran, dass die Mutter oder jemand anderes etwas falsch gemacht hat. Der Grund ist, dass diese „Engel“ gekommen waren, um durch ihr frühes Gehen allen, die sich betroffen fühlen, etwas mitzuteilen. Darin gibt es keinen Raum für „Schuld“.

    Es geben immer alle ihr Bestes, wie „wenig“ es von außen oder im Nachhinein auch scheinen mag. Hilfreich ist, wenn die betroffene Mutter Raum für ihre Trauer erhält, und ggf. auch für ihre Wut auf sich, das Leben oder auf Gott.

    Es ist für die „Verarbeitung“ dieses Traumas wichtig, dass darüber gesprochen wird und das Sternenkind einen Platz in dieser Familie erhält.

    Ansonsten wird das Unterdrücken der Angst vor dem Schmerz der Mutter bzw. den Eltern fortwährend Kraft kosten. Zudem kann es sein, dass ein anderes Kind (Familienmitglied) den „Schmerz“ auf sich nimmt und darunter leidet oder es als „Lebens-„Aufgabe auffasst seine Eltern an diesen zu erinnern.

    Wie trauert man „richtig“?

    Nicht selten sind Mitmenschen über den Umgang einer Mutter mit ihrer Fehlgeburt schockiert, egal ob sie sich ihrem Schmerz hingibt und in Selbstmitleid versinkt oder scheinbar gefühllos damit umgeht.

    Jeder Mensch hat und braucht seinen eigenen Weg und seine Zeit, mit Trauer und Verlust umzugehen. Das afrikanische Sprichwort „Niemand weiß, wie schwer der Rucksack ist, den man nicht selber trägt“, drückt dies sehr treffend aus.

    Es gibt keinen richtigen Weg zu trauern. Wir haben alle unsere unterschiedlichen Päckchen zu tragen, die es uns leichter oder eben schwerer machen, mit Trauer und Verlust umzugehen.

    Wie sage ich es meinem Kind?

    Wann und wie ich meinem Kind von der Fehlgeburt erzähle, hängt zunächst vor allem vom Alter des Kindes ab. Egal welche Sprache man auch verwendet, wichtig ist, dass der „Tod“ des Geschwisterkinds und die Tatsache, dass niemand dafür verantwortlich ist, klar ausgedrückt werden.

    Denn vor allem Kinder fühlen sich schnell für alles, was in der Familie geschieht, verantwortlich, und tragen diese „Schuld“ häufig bis zu ihrem Tod mit sich. Es sei denn, sie finden durch professionelle Unterstützung oder andere Wege eine Art Heilung.

    Für kleine Kinder ist es häufig hilfreich, das Geschehene in eine Geschichte mit Tieren oder eine Art Märchen zu verpacken.

    Wenn Kinder die Transformation bzw. den Tod der Raupen und die Wiedergeburt als Schmetterling, der irgendwann in den Himmel fliegt, verstehen, kann man dies auch auf das Sternenkind übertragen.

    Oder man erzählt ihnen, dass es nun zu einem Stern geworden ist und liebevoll und lichtgebend auf uns hinabschaut …

    Älteren Kindern kann man auch schon mitteilen, dass der Tod zum Leben gehört wie die Geburt. Und dass es denen, die von uns gegangen sind, gut geht, dort wo sie nun sind. Und dass sie uns empfangen, wenn wir ihnen einmal folgen.

    Wie gebe ich dem Sternenkind einen Platz in der Familie?

    Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, ich möchte hier nur einige aufführen und würde mich sehr freuen, wenn weitere von Euch Lesern kommen.

    So ist es sehr hilfreich, ein Foto aus der Schwangerschaft zu rahmen und ihm einen Platz in der Küche, im Wohn- oder Esszimmer zu gebe. An einen Platz, wo es allen Familienangehörigen immer wieder ins Auge fällt.

    Des Weiteren kann es helfen, an den Tagen, an denen sich ihr „Gang nach Hause“ jährt, darüber zu reden und eine Kerze anzuzünden.

    Was tun, wenn der Schmerz nicht nachlässt und der Funktionsmodus nicht endet?

    Ganz wichtig ist es bei einer Fehlgeburt, jemanden an seiner Seite zu haben, der „einfach“ nur zuhört, getreu dem Motto: geteiltes Leid ist halbes Leid. Ansonsten gibt es in zumindest in größeren Orten Selbsthilfegruppen für betroffene Mütter bzw. Eltern.

    Und wenn dies nicht möglich ist oder nicht hilft, sollte nicht gezögert werden, professionelle Hilfe, sprich einen Therapeuten aufzusuchen.

    Wie kann der Partner oder die Familie helfen?

    Die hilfreichste Unterstützung liegt in dem Verständnis für den Umgang mit dem Schmerz der betroffenen Mutter bzw. den betroffenen Eltern. Dies ist vor allem dann möglich, wenn man selber nicht zu sehr emotional involviert ist.

    Des Weiteren ist es, wie ich bereits oben schrieb, eine große Hilfe, der / den Betroffenen ein offenes Ohr zu schenken und ggf. dabei liebevoll zu halten.

    Auch kann es beim Umgang mit dem Schmerz der Betroffenen helfen, wenn andere einem im Alltag zur Seite stehen. Und, falls vorhanden, sich um weitere Kinder kümmern.

    Ich bin mir bewusst, dass manche meiner Aussagen auf großen Widerstand stoßen können bzw. werden. Vielleicht wird die Zeit es erlauben, dass manche von denen, die dies empfinden, die Wahrheit und den Frieden in diesen Worten empfangen können.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    In diesem Zusammenhang könnte euch auch unser Beitrag über einen plötzlichen Kindstod von unserer Hebamme Anja Lehnertz interessieren, Hinweis der Redaktion.

    P.S. Eure Fragen beantworte ich gerne als Kommentar oder anonym als Email.

    Beitragsfoto: Vera Borovskaia / shutterstock
    Pinterest: yacobchuk von G Images Pro (über Canva)
  • Verlosung: Pinkes Rockstar-Girl Bobby Car

    Verlosung: Pinkes Rockstar-Girl Bobby Car

    Hallo Ihr Lieben,

    heute melden wir uns aus dem Urlaub, mit einer großartigen Überraschung für Euch:)

    Dieses geniale Bobby Car von BIG haben wir bekommen, um einen unserer Leser glücklich zu machen!

    Das tolle brandneue ROSA Rockstar-Girl Bobby Car kommt mit der Extraausstattung „super leise Reifen“ daher und schont damit nicht nur die Nerven der Eltern, sondern auch die Fußböden der Nation.

    Das Design trumpft mit einem“Tankdeckel“ (zum Beispiel für den Schnuller?) sowie wunderschönen silbernen Felgen!

    Wir haben das Bobby Car einmal durch die Redaktion sausen lassen und sind begeistert! Nicht nur das schnittige Design ist sehr stylisch, die Räder sind wirklich klasse und viel leiser als gewöhnlich!

    Was müsst ihr nun tun, um dieses tolle Gefährt zu gewinnen??

    – Werdet Fan unserer Fanpage auf Facebook oder abonniert unseren Newsletter

    – schreibt uns in dem Kommentarfeld, was Euch bei der Geburt besonders gut getan hat. Egal ob Kaiserschnitt oder natürliche Geburt, wir sind auf alle Tipps sehr gespannt:)

    Teilnahme bis zum 15. Februar 12 Uhr.

    Viel Glück!

    Eure Babytalk Redaktion

    P.S.: Gewinner des Einhorns ist: Simone Fonseca

  • Das Wochenbett – Tipps für die ersten acht Wochen mit dem Baby

    Das Wochenbett – Tipps für die ersten acht Wochen mit dem Baby

    Wenn man in der Schwangerschaft an die Zeit nach der Geburt also an das Wochenbett denkt, ist man meist voller Vorfreude, kann es kaum abwarten, dass endlich die Zeit des Kuschelns beginnt.

    Kaum eine werdende Mutter macht sich großartig Gedanken darüber, was in den ersten Wochen alles mit ihrem Körper passiert. Man kann bereits vor der Geburt einige Sachen vorbereiten, damit man nicht direkt in Stress verfällt, sobald das Baby da ist.

    Aber zunächst einmal möchten wir hier ein paar Fakten über das Wochenbett für Euch auflisten:

    Das Wochenbett heißt so, weil es in der Tat empfohlen wird, dass die frisch gebackene Mutter viel Zeit im Bett verbringt bzw. sich viel Ruhe gönnen sollte. Natürlich mit dem Baby.

    Die meisten Mamas, die diesen Tipp ignorieren und zu schnell zu viel körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind, werden anschließend häufig von ihrem Körper in Form von Entzündungen oder ähnlichem gebremst.

    Warum ist das so, auch wenn man sich nach einer natürlichen Geburt bereits schnell wieder sehr fit fühlt?

    Im Körper der Mutter passiert nach der Geburt sehr viel:

    • Die Wunde von der Plazentaloslösung heilt in der Gebärmutter, während diese sich in einem irren Tempo wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammenzieht. Das Wundsekret kommt in Form einer starken Blutung, die aber recht schnell geringer wird.
    • Der Milcheinschuss kommt und sorgt für eine Neuregulierung des Stoffwechsels: Schließlich muss der Körper nun immer genug nährreiche Milch bereit stellen.
    • Das passiert auch erst einmal, wenn die Mutter schon vor der Geburt genau wusste, dass sie nicht stillen möchte … Wenn dies der Fall ist, muss „abgestillt“ werden.
    • Die Strapazen einer Geburt werden gerne schnell vergessen, doch der Körper möchte sich nun erst einmal erholen.

    Das gleiche gilt auch für das Baby. Das Baby hat Schwerstarbeit geleistet. Egal, ob vaginale Geburt oder Kaiserschnitt, mit dem ersten Atemzug beginnt eine enorme Wandlung, nicht nur des Stoffwechsels.

    Mit dem neuen Erdenbürger beginnt ein völlig neuer Alltag! Nun wäre es gut Zeit zu haben, sich kennenzulernen. Schließlich muss eine neue Familienroutine muss gefunden werden.

    Na, man kann schon erkennen, dass zum Wochenbett möglichst alles vorbereitet sein sollte, oder? Zum Beispiel sollten in den ersten Tage keine große Einkäufe anstehen. Deswegen haben wir hier eine Einkaufsliste für Euch vorbereitet.

    Diese Dinge sollten am besten schon vor der Geburt im Haus sein:

    • Die Erstausstattung für das Baby (um Himmels Willen, kauft nicht erst auf den letzten Drücker diese Sachen!)
    • Binden für den Wochenfluss. Im Allgemeinen braucht kaum eine Frau die ganze Packung, aber es lohnt sich, wenigstens zehn bis zwanzig von den berühmt berüchtigten Wöchnerinnen-Binden (bei dm zum Beispiel die „Pelzys“). Denn eine normale Binde „schafft“ den Wochenfluss der ersten Tage einfach nicht und man möchte sich ja nicht unbedingt die Wäsche ruinieren.
    • Achtung: Auf keinen Fall Tampons benutzen! Wir haben von Ärzten bestätigt bekommen, dass diese beim Wochenbett sehr schell zu Infektionen führen, die sich ganz einfach vermeiden lassen, wenn ihr dies berücksichtigt.
    • Es lohnt sich im übrigen auch, für die ersten Tage mit dem starken Wochenfluss entweder alte oder wirklich billige Unterhosen zu nutzen.
    • Nahrungsmittel, die haltbar sind und schnell zubereitet werden können. Vor allem, wenn der Papa die ersten Wochen nicht zu Hause bleiben kann und auch sonst niemand zur Unterstützung da sein kann. Es ist sehr verwunderlich, wie wahnsinnig müde eine Mutter sein kann;) Da kann einer sogar das Kochen schon zu viel werden …
    • Da das Baby den körpereigenen Geruch der Eltern liebt (über den Geruch erkennt es die ersten Wochen am meisten), sind Duschgele ohne Duftstoffe super. Auch auf besonders viel Chemie sollte frau gerne verzichten, um Allergien zu vermeiden.
    • Damit man nicht gleich nach der Geburt Shoppen muss, empfiehlt es sich, Still BH´s auch in zwei Nummern größer als bei der Geburt daheim zu haben. Die Brüste wachsen oft mit dem Milcheinschuss um zwei Größen!
    • Stilleinlagen

    Von Hebammen empfohlen:

    • Brustwarzen-Creme
    • Chinesische Kraftsuppenmischung (bei der Hebamme erfragen)
    • Babybäuchlein-Öl
    • Weißkohlblätter (welche enorm angenehm sind, wenn die Brust sehr schmerzt, am besten schön kühl aus dem Kühlschrank)
    • Stilltee

    Langeweile

    Übrigens: das Baby schläft die ersten Wochen sehr viele Stunden (bis zu siebzehn) pro Tag! So entsteht im besten Falle ein Leerlauf für die Mutter, den man sehr gut nutzen kann, um selbst ein wenig Schlaf nachzuholen und um vorzuschlafen.

    Im Wochenbett kommen in der Regel kommen Wochen mit einer oder mehreren Stillunterbrechungen auf eine Mutter zu.

    Aber es sollte auch genügend Beschäftigung geben (Bücher, Handarbeit etc.), damit keine Langeweile während des Wochenbett aufkommt (ja, das glaubt man kaum, aber die gibt es!!).

    Ausgenommen man hat bereits ein oder mehrere Kinder. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn man im Wochenbett von einer guten Freundin oder der Mutter, sofern man sich mit ihr gut versteht, unterstützt wird.

    Es ist übrigens nicht empfehlenswert, aus Langeweile besonders viel fernzusehen. Zu viel Fernsehen soll bekanntlich Depressionen fördern.

    Besucher während der Wochenbett – Zeit:

    Natürlich wollen viele Freunde und Verwandte so schnell wie möglich den neuen Erdenbürger besuchen und bestaunen. Das kann man auch keinem übel nehmen;)

    Aber: Denkt daran, dass nicht nur ihr, sondern auch das Baby viel Ruhe braucht! Die täglich neuen Eindrücke überfordern, die Neugeborenen sehr schnell, deren Verarbeitung nicht selten von Schreien begleitet werden.

    Aus diesem Grund wäre es ratsam zu Beginn keinen Übernachtungsbesuch im Wochenbett zu planen.

    Und die Besucher, die tagsüber kommen, sollten über ein Zeitlimit informiert werden, denn länger als eine Stunde sollte man am Tag nicht seine Aufmerksamkeit auf andere richten müssen.

    Das ist zuletzt natürlich vor allem von Euch selbst abhängig. Eltern sind diesbezüglich sehr unterschiedlich. Nur nehmt Euch nicht zu viel vor und achtet auf Eure Grenzen!

    Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne Kuschelzeit!

    Hier findet ihr einen Bericht einer Babytalk-Leserin über ihr nicht so entspanntes Wochenbett.

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

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  • Babys haben ein Recht aufs Schreien bzw. Weinen

    Babys haben ein Recht aufs Schreien bzw. Weinen

    Was ist damit gemeint, „Babys haben ein Recht aufs Schreien“? Soll ich, wenn mein Baby schreit bzw. weint, es einfach Schreien lassen und mich nicht davon „ablenken“ zu lassen? Nein, ganz und gar nicht.

    Dieser Artikel bezieht sich nicht auf sogenannte Schreibabys. Nähere Informationen zu Schreibabys findet ihr unter folgendem Link.

    Hilfe mein Baby schreit. „Als mein kleiner Sonnenschein gerade auf die Welt kam, wurde ich immer fast verrückt vor Sorge, wenn es wieder soweit war.

    Ich konnte es nicht aushalten, da ich immer dachte, wenn ich eine gute Mutter bin, dann bekomme ich mein Baby schnell beruhigt. Und irgendwie war da auch so etwas wie ein „je besser die Mama, desto schneller schreit das Baby nicht mehr oder gar nicht erst!“ in mir …

    In der Tat konnte ich schnell fühlen, warum mein Baby schreit. Aber das hieß leider mitnichten, dass ich es immer sofort beruhigt bekam.

    Denn bei Bauchweh oder einem Wachstumsschub & Co. kann man nicht einfach mal schnell mit einer Flasche oder einer frischen Windel helfen. Und das machte mir sehr zu schaffen, da ich das Schreien als Qual für mein Baby empfand.

    Inzwischen weiß ich, dass Schreien für Babys keine Qual ist, solange man dem Baby vermittelt, dass man sein Möglichstes tut, um ihm zu helfen und es dabei nicht allein lässt und Körperkontakt hält“.


    Baby-Syndrom

    Wenn wir Eltern werden, beginnt neben einer wundervollen spannenden Zeit auch eine schmerzhafte Zeit. In der wir an unsere Hilflosigkeit und manchmal bis zur Verzweiflung gebracht werden.

    Einerseits ist es noch sehr konfliktfrei, da unsere jungen Erdenlinge noch nicht sprechen und somit noch nicht widersprechen können. Andererseits wissen wir häufig nicht, was sie brauchen oder wollen.

    Und da wir diese Süßen so lieben und sie so schutzlos sind, wollen wir sie um alles in der Welt beschützen. Dieses Gefühl kommt vor allem dann hoch, wenn unser Baby schreit. Dieses „Baby-Syndrom“, welches durch das Aussehen von Neugeborenen Tieren und Menschen in uns einen Beschützer, Versorgerinstinkt und nicht zuletzt eine Art „Kuschelbedürfnis“ weckt.

    Überlegt mal, wie viele Katzenvideos ihr schon bei YouTube geschaut habt;-)

    Euer Baby schreit aus Reizüberflutung

    Schreien und Weinen ist abgesehen von der Mimik und in gewisser Weise einer rudimentären Gestik, die einzige Möglichkeit unserer Babys auf sich aufmerksam zu machen. Doch vor allem ist sie eine „Begleiterscheinung“ des Verarbeitens, der vielen neuen Eindrücken. In dieser ihnen so fremden Welt.

    Aus diesem Grund ist es auch ratsam unsere Kinder in den ersten Wochen und Monaten nicht allzu vielen Eindrücken auszusetzen. Und wenn diese kleinen, so hilflos aussehenden Wunder, dann Anfangen zu schreien, wollen wir dies so schnell wie möglich beenden.

    Was uns in der Regel nicht bewusst ist, dass dieses Schreien eine tief in uns verborgene Traurigkeit weckt. Welche wir verdrängt haben und nicht wieder hochkommen lassen wollen.

    Gebärmutterheimweh: Babys brauchen Nähe und Geborgenheit 

    Was unsere Babys in diesem Moment und auch über die Kinderzeit hinweg brauchen? Ist empathische Nähe. Sie wollen gehalten und „ausgehalten“ werden. Sie allein schreien zu lassen, stärkt ihre „Überzeugung“ – es nicht wert zu sein / nicht liebenswert zu sein. Und wenn sie sich in diesem Fall nach einiger Zeit allein beruhigen, ist es nicht, weil sie es gelernt haben sich selber zu beruhigen. Sondern weil sie aus Resignation ihren hohen Energieverbrauch, den das Schreien verursacht, senken müssen!

    Vielleicht schafft ihr es auch, euch beim Halten eures schreienden Kindes – euer Inneres Kind (ihr als schreiendes Baby oder Kind) vorzustellen.

    Mit oder ohne diese Vorstellung schenkt ihr mit dieser inneren Haltung auch eurem inneren Kind Halt und Geborgenheit. Was zugleich zur Heilung eurer alten Traumata beiträgt.

    Wenn es die Situation erlaubt, ist viel direkter Hautkontakt extrem förderlich!

    Eigene Erfahrung mit meiner Tochter

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die Mutter meiner Tochter in ersten Wochen häufig nicht die „Nerven“ hatte. Unsere, häufig wie um ihr Leben schreiende, Tochter zu halten.

    Dann nahm ich sie in meine Arme und lief mit ihr schaukelnd durch die Wohnung. Oder hielt sie einfach auf der Couch sitzend liebevoll in den Armen.

    Auch wenn mich ihr Schreien sehr berührte, hatte ich damals schon das Vertrauen, dass „alles gut ist“. Woher dieses Vertrauen damals kam, weiß ich nicht. Doch ich vermute, es ist in uns allen, wenn wir es denn zulassen.

    Mit meiner heutigen Erfahrung empfehle ich allen dabei bewusst und wenn möglich, durch die Nase ohne größere Unterbrechung zu atmen. Jeder bewusste Atemzug nach oben (in die Brust oder den Kopf) schützt uns, in unsere aufkommenden Gefühle zu fallen bzw. zu versinken.

    Er hilft uns unsere Gefühle zu tragen und wenn wir dies lernen, kommen unsere Kinder nicht in die „Versuchung“, sie für uns zu tragen. Denn das ist es, was alle Kinder machen, wenn ihre Eltern es nicht schaffen.

    Unsere Zweifel verunsichern uns

    Dieses nicht wissen, warum unser Kind so schreit, verunsichert uns mit am meisten. Wir haben Angst etwas Falsches zu tun, bzw. etwas Richtiges nicht zu tun.

    Deswegen möchte ich allen jungen Müttern und Vätern mit auf den Weg geben, sich und ihrem „Bauchgefühl“ so gut wie möglich zu vertrauen. Und wenn man dies gerade nicht wahrnehmen kann, die eigene Mutter, den Kinderarzt oder seine Hebamme zu fragen.

    Die Erfahrung wird euch zeigen, dass der Grund, warum euer Baby schreit,  nur sehr selten schwere Erkrankungen sind. Außer sie sind mit diesen auf die Welt gekommen. Viel häufiger sind es osteopathische Probleme, bedingt durch die Schwangerschaft oder die Geburt. Diese sind glücklicherweise sehr gut und erfolgreich durch einen Osteopathen zu behandeln.

    Eltern geben immer ihr Bestes

    Und was immer ihr macht, es ist immer das Beste, was ihr in diesem Moment tun könnt. Auch wenn eure Kinder sich häufig mehr wünschen und auch „verdient hätten“.

    Übrigens gibt es fünf „Schrei-Laute“ an denen man häufig erkennen kann, was unsere Kleinen gerade brauchen. NEH-Laute des Babys bedeuten, „ich habe Hunger bzw. will an die Brust“, OWH-Laute des Babys bedeuten, „ich bin müde“, EH – ich muss aufstossen, EAIRH – ich habe Bauchweh und HEH – mir ist nicht gut.

    Auch wenn es für das Baby am hilfreichsten ist, diesen Stress durchs gehaltene Schreien abzubauen, gibt es für die Momente, wo ihr gerade nicht die Nerven und Gelassenheit habt, euer schreiendes Baby zu tragen – die Option, ihm einen Schnuller anzubieten.

    Doch in der Verbindung mit möglichen Kieferschädigungen (Kreuzbiss) fragt man sich als Mutter / Vater schnell, kann ich das meinem Baby antun oder gibt es einen Schnuller den ich ohne Bedenken meinem Kind geben kann?

    Wo finde ich Hilfe, wenn mein Baby schreit?

    Falls Euer Baby aber doch ohne Erkrankung mehrere Stunden am Stück schreit, findet Ihr unter dem folgenden Link eine Schreiambulanz in Eurer nähe.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Und falls ihr auch an einem humorvolleren Zugang zu diesem Thema interessiert seid, findet ihr diesen unter folgendem Link: „Lasst mich doch einfach mal schreien“. Einen humorvollen Beitrag von Karlchen, unserem 6 Monate alten „Babytalk-Experten“.

    Beitragsfoto: Artush / shutterstock
    
  • Tipps für eine glückliche Schwangerschaft

    Tipps für eine glückliche Schwangerschaft

    „Neun Monate empfindest du nichts als pures Glück!“… Diese Erwartung scheint die Gesellschaft an Schwangere zu haben. Vor allem, wenn es um die Emotionen der werdenden Mutter während der Schwangerschaft geht.

    Aber ist dem wirklich so? Ist eine schwangere Frau neun Monate einfach nur glücklich? Schwimmt sie in einem Meer aus Endorphinen, rosa und hellblauem Babyglück?

    Sagen wir so: Wir würden es jeder Bald-Mama wünschen;) Aber mal ehrlich: Die Schwangerschaft ist alles andere als leicht. Zur Gewichtszunahme, die gegen Ende gewaltig zu schaffen machen kann, kommen vor allem Sorgen, Ängste und Zweifel.

    Was darf man ohne schlechtes Gewissen essen? Ist der eine Schluck vom Sekt des Partners jetzt schlimm? Und was hat das Zwicken im Unterleib zu bedeuten?

    Meidet Dr. Google

    Dr. Google ist der neue beste Freund einer Schwangeren. Und mit seinen uneindeutigen und Katastrophen prophezeienden Ergebnissen zugleich der größte Feind. Unter uns gesagt:

    Lasst es mit dem googeln sein. Es macht einen so verrückt, dass nicht nur Euer Stresspegel, sondern auch der des ungeborenen Kindes steigt. (mehr dazu … Klick) Hinweis der Redaktion.

    Besser ist es, zunächst einmal den Arzt eures Vertrauens zu kontaktieren. Am Wochenende kann man übrigens auch im Krankenhaus anrufen.

    Zur Beruhigung von allen Schwangeren, die wie ich dazu neigen, sich nicht zu trauen, Sorgen am Telefon anzusprechen: Ich habe gehört, dass man sich lieber mit direkten Fragen auseinander setzt als mit ergoogelten Katastrophen;)

    Veränderungen auf vielen Ebenen

    Die Lebenssituation ändert sich gewaltig. Die Paarbeziehung unterzieht sich einer rundum-Veränderung. Gerade beim ersten Kind wandelt sich das Leben mit einem mal ziemlich gewaltig.

    Und selbst wenn das Kind schon lang ersehnt ist, kann das Paare ganz schön auf den Kopf stellen. Deswegen heißt es: Nutzt die neun Monate der Schwangerschaft, die ihr habt, um Euch auf die neue Zeit einzustellen.

    Stöbert in Ruhe durch die Babyabteilungen, genießt die Vorfreude und vertraut auf Mutter-Natur: Jeder kann eine super Mama / ein super Papa sein, solange man sich selbst die Chance dazu gibt.

    Schwangerschaft Herz, Rosen und Schwangerschaftstest

    Hier nun ein paar konkrete Tipps für eine schöne Schwangerschaft:

    Wellness

    Gönnt Euch richtig schöne Auszeiten! Ein bisschen Wellness darf man seinem Körper, der gerade so großartiges schafft, ruhig gönnen! Ein schönes Wohlfühl-Bad oder eine Pediküre (die Füße haben so viel zu tragen, gerade gegen Ende der Schwangerschaft…), besonders leckere Teesorten. Alles was uns gut tut, ist nun besonders willkommen und kommt immer auch dem Baby zugute, welches die Entspannung ebenfalls zu spüren bekommt.

    Bequeme Kleidung

    Weiche und bequeme Kleidung ist ein absolutes MUSS, denn in der späteren Schwangerschaft mit einem „Kugelbauch“ muss man sich echt nicht von zwickenden Hosen oder kratzenden Pullovern nerven lassen.

    Gutes Essen in der Schwangerschaft

    Entschleunigen ist angesagt. Den Tee mal auf altbewährte Methode in einem Beutel ziehen lassen und die Teemaschine ignorieren. Ausgiebig Frühstücken! Regelmäßige Mahlzeiten sind ein wichtiger Energielieferant und sollten genug Zeit bekommen. Nicht zu viele Termine an einem Tag vereinbaren…

    Vermeidet Vergleiche mit anderen Schwangeren

    Keine Vergleiche mit anderen Schwangeren! Denn jede Mama ist einzigartig, kein Bauch gleicht dem anderen. Keine Schwangerschaft gleicht der anderen. Die Hochschwangere, die außer einer tollen Kugel aussieht wie ein Model, würde ihre Übelkeit gerne gegen ein paar Pfunde mehr eintauschen;)

    Genießt eure Zweisamkeit

    Nutzt die Zweisamkeit noch einmal so richtig ausgiebig! Einfach mal spontan Essen gehen, Schwimmen gehen ohne Riesenaufwand, spontane Städtetrips. All das wird die kommenden Jahre nicht mehr so einfach sein.

    Und je mehr Pluspunkte auf der positiven Seite des „Partnerschaftskontos“ stehen, umso leichter fällt es die Nachgeburtszeit mit den vielen Entbehrungen (vor allem für die Väter) gut zu überstehen.

    Fragt nicht Dr. Google zu eurer Schwangerschaft!

    Lasst Google oder Mütter-Foren bloß links liegen! Ihr wollt nicht wissen, was für Komplikationen es in einer von zehntausend Schwangerschaften gibt. Schon alleine das Lesen von Symptomen kann einen panisch werden lassen, obwohl es dem Baby total gut geht! Und die Angst überträgt sich auch auf das Baby – total unnötig!

    Fotoshooting

    Ein Fotoshooting und / oder Gipsabdruck vom Babybauch ist im achten Monat eurer Schwangerschaft eine wunderschöne Erinnerungsidee. Die Kunstfee Steffi verwandelt solche Abdrücke zu wahren Kunstwerken.

    Baby-Shower-Party in der Schwangerschaft

    Wie wäre es mit eine Babyshower-Party? Bei dieser kann man noch einmal mit den besten Freundinnen die Vorfreude teilen und ein paar Teile der Erstausstattung schenken lassen.

    Erstausstattung fürs Baby

    Im Bezug auf die Erstausstattung könnt ihr unsere Liste nutzen, die ihr bekommt, wenn man sich für den Newsletter (in der Sidebar oben) anmeldet. Darin steht auch, was ihr absolut NICHT braucht!

    So, dies sind ein paar Tipps, die ich als Mama an Euch weiter geben kann.

    Ich wünsche Euch eine wundervolle Schwangerschaft, genießt die neun Monate, sie gehen so schnell vorbei;)

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto: Inga Mezentseva / shutterstock
    Foto 2: Denise / pixelio.de
  • Schlafen im Eltern- bzw. Familienbett

    Schlafen im Eltern- bzw. Familienbett

    Wie haben es unsere Vorfahren gehalten?

    Schlafen im Familienbett – Die meisten Kinder haben vermutlich bis vor gut 100 Jahren immer im gleichen Raum wie ihre Eltern geschlafen. Es gibt keine Erkenntnisse dazu, dass dies besondere Probleme für die Entwicklung der Kinder nach sich zog.

    Und wenn man in der Geschichte bis zum Beginn der Menschheit zurückgeht, wird einem schnell bewusst, dass das Schlafen in der Nähe von vertrauten Menschen vermutlich schon von Anbeginn an „normal“ ist bzw. war.

    Dort bedeutete die Anwesenheit der Eltern (bzw. anderer erwachsenen Mitglieder der Gemeinschaft) Sicherheit vor Gefahren. Wie die durch wilde Tiere oder extremen Wettersituationen.

    Diese „Ur-“Ängste sind immer noch in den „Genen“ verankert. Und so genießen Babys die Sicherheit und Geborgenheit, die ihnen die Nähe ihrer Eltern im Familienbett vermittelt.

    Was würde sich ein Baby wünschen?

    Versetzt Euch mal für einen Moment in die Situation eines Babys, das neun Monate lang eng mit seiner Mutter verbunden war. Es kennt ihren Herzschlag, ihren Atemrhythmus, ihren Geruch, einfach alles von ihr.

    Dies bzw. seine Mutter gehört für das Baby einfach zu ihm und seinem Leben. Dann kommt es mit der Geburt zu dem Ende dieser vertrauten und Sicherheit und Geborgenheit schenkenden „Zweisamkeit“.

    Dies ist wahrscheinlich eines der dramatischen Erlebnisse im Leben eines Menschen, wie sanft die Geburt auch gewesen sein mag. Das Neugeborene findet sich plötzlich in einer weiten, unbekannten, grellen und „lauten“ Welt wieder.

    Was vermutet ihr, wünscht sich da ein Baby? – Ich würde mir Geborgenheit und Nähe wünschen und die würde ich am ehesten im Familienbett finden.

    Bis zum 3. Lebenjahr können wir unsere Kinder fast nicht verwöhnen

    Verwöhnen wir durch das Schlafen lassen im Familienbett unsere Kinder? In den ersten drei Lebensjahren können Sie als Eltern ihre Kinder fast nicht verwöhnen.

    Alles, was Sie ihnen aus Liebe und nicht eines schlechten Gewissens wegen schenken, stärkt ihr Wohlbefinden und Selbstvertrauen. Und ist es nicht genau das, was wir unseren Kindern mitgeben wollen?

    Damit möchte ich nicht sagen, dass alle Eltern ihre Kinder in ihrem Familienbett schlafen lassen sollen. Denn was ein Kind sich noch wünscht, sind glückliche und entspannte Eltern. Und wenn das für sie bedeutet, ohne ihr Kind in oder neben ihrem Bett zu schlafen, dann ist das so!

    Seinen Gefühlen vertrauen

    Vertraut euren Gefühlen und ihr werdet wissen, was das Beste für euch und die euch anvertrauten Kinder ist.

    Lasst euer Kind nicht aus Angst dauernd in eurem Familienbett schlafen. Oder weil ihr es nicht aushaltet, wenn euer Kind Probleme hat. Sondern vor allem dann, wenn es sich für Euch (Mutter und Vater) gut anfühlt.

    Es ist wichtiger für ein Kind, entspannte und ausgeschlafene Eltern zu haben, als mit ihnen in einem Bett zu schlafen.

    Übermüdete und verzweifelte Eltern schalten schnell in einen Auto(-funktions)modus. Sind getrennt von ihren Gefühlen und reagieren angespannt und genervt, was wiederum die Kinder verunsichert.

    Plötzlicher Kindstod

    Es gibt viele verschiedene Studien in Bezug auf den plötzlichen Kindstod, dessen tatsächliche Ursachen noch immer ungeklärt sind. Manche besagen, dass das Schlafen im Familienbett das Risiko erhöht. In diesen Aussagen sind allerdings nicht die unterschiedlichen Umstände weiter berücksichtigt worden.

    So gehen in diese Studien auch die Kindstode ein, wo ein Kind nur eine Nacht im gemeinsamen Familienbett geschlafen hat.

    Zudem werden Kinder eher mal ins Familienbett geholt, wenn es ihnen eh nicht so gut geht. Häufig sind sie krank oder machen gerade einen Entwicklungsschub durch. Oder durchleben eine Phase mit vielen „Alpträumen“.

    Des Weiteren sind viele Faktoren, wie das Rauchen eines oder beider Elternteile im Familienbett oder Drogenkonsum der Eltern, die die Gefahren eines plötzlichen Kindstod sehr stark erhöhen, nicht rausgerechnet.

    Ein klarer Zusammenhang besteht nicht

    Zudem gibt es vermutlich wie bei vielen kritisch gesehenen Themen genauso viele Befürworter wie Kritiker.

    So weist Abraham Bergman, emeritierter Professor am Harborview Medical Center in Seattle, darauf hin, dass der plötzliche Kindstod nur ein statistischer Zusammenhang sei und es nicht bewiesen sei, dass das Bett-Teilen für sich genommen zum plötzlichen Kindstod führt.

    Der Tod eines Menschen, vor allem eines Kindes, so bedauernswert und tragisch er für die betroffenen Eltern ist, gehört genauso zum Leben wie die Geburt. Aus meiner Arbeit als Familien- uns Traumatherapeut kenne ich viele solcher Tragödien.

    Schicksalsschlag, der plötzliche Kindstod

    Meistens zeigte sich hinter diesen Schicksalen, dass der Tod des Kindes eine Art „Geschenk des Himmels“ war, sich über das bisherige und zukünftige Leben Gedanken zu machen und für sie wichtige „Veränderungen“ anzugehen.

    Denn ein „Weiter so“ ist den betroffenen Eltern nach solch einem Erlebnis nicht möglich. Das heißt nicht, dass die Eltern durch ihren bisherigen Lebensstil eine Mitverantwortung für den Tod ihres Babys tragen.

    Auch wenn ich es nicht gleichsetzen möchte, sehe ich es ähnlich wie eine sehr schwere Krankheit, zum Beispiel einen Herzinfarkt, nach dem sich nicht selten die Prioritäten im Leben dieses Menschen grundlegend ändern.

    Vieles, was früher von großer Bedeutung war, wie beispielsweise die berufliche Karriere, schwindet, und vieles, was zuvor nicht oder weniger Beachtung fand, wie die Beziehung zu seinem Partner und Kindern, erfährt nun größere Bedeutung.

    Dr. Jan Sperhake, Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), gibt in der Zeitschrift ELTERN (10/2012) folgende Information:

    „Wenn jedoch das Kind selbst keine Risikofaktoren aufweist und die Eltern alle üblichen Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Vor allem, wenn die Eltern nicht rauchen, ist das Risiko für das Kind im Familienbett wahrscheinlich nur gering erhöht.

    Sicherheits-Voraussetzungen

    Vorausgesetzt, es trägt einen Schlafsack, kann nicht unter eine Daunendecke oder mit dem Kopf in ein Kissen oder eine Kuhle geraten.“

    Bei Kleinkindern und Babys kommt es während der Nacht nicht selten zu Atemaussetzern, was aber in der Regel nicht bedrohlich ist, und wenn, ist die Chance, dass sie durch das vertraute Atmen ihrer Eltern zum weiter atmen animiert werden, sehr groß.

    Und wenn nicht, sind die Eltern durch ihre Nähe zu ihnen schneller in der Lage, aktiv zu werden. Babys, die im Familienbett schlafen, sollen in der Regel seltener in der Nacht wach werden, und wenn doch, dann schlafen sie leichter bzw. schneller wieder ein.

    Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass sich der Schlafrhythmus von Mutter und Kind annähert. Und so wird die Mutter auch nicht aus einer Tiefschlafsphase geweckt, wenn das Baby Hunger bekommt und schläft anschließend leichter wieder ein und ist am morgen ausgeruhter.

    Das Liebesleben der Eltern im Familienbett

    Viele Eltern befürchten, dass ihr eh dürftiges Liebes- bzw. Sexleben nach der Geburt des Kindes weiter abflaut, wenn das Kind im Familienbett schläft. Das ist natürlich möglich, doch nicht notwendigerweise so.

    Auch wenn Sex in unserer Zeit, durch die „68 Revolution“ von vielen Tabus befreit wurde und nicht mehr „nur“ auf die Ehe beschränkt ist und nicht zuletzt durch ihre dauernde Anwesenheit in den Medien und der Werbung scheinbar überall präsent ist, scheint es insbesondere für Eltern klare gesellschaftliche Richtlinien für ihr Sexualleben zu geben.

    Streit ja – Liebe nein

    Es ist zwar bekannt, dass Kinder nicht unbedingt jeden heftigen Streit mitbekommen sollten, doch nichtsdestotrotz bekommen sie gerade in unserer Zeit sehr viele Streitigkeiten mit, was nicht zuletzt eine Scheidungsrate von fast 50 Prozent nahelegt. (mehr dazu … Klick) Hinweis der Redaktion.

    Doch was spricht dagegen, dass Eltern Sex haben, während ihre Kinder im gleichen Zimmer schlafen? Sex, als Ausdruck von tiefer Zuneigung und Liebe. Was, wenn nicht das, wollen wir unseren Kindern in Bezug auf Beziehungen mitgeben?

    Es macht kleinen Kindern eher Angst, wenn sie durch eine geschlossene Tür oder dünne Wände Stöhnen und andere laute Geräusche vernehmen, die sie nicht zuordnen können.

    Da entspannen sie sich schneller, wenn sie doch mal in der Nacht im Elternschlafzimmer aufwachen sollten.

    Falls der Sex mit Kind in einem großen Familienbett passieren sollte, darf der Sex auch mal sanfter sein. Und falls es doch mal weniger ruhig zugehen soll, sind Vater und Mutter für ihre leiblichen Bedürfnisse nicht aufs Schlafzimmer beschränkt.

    Stillen im Familienbett

    Mütter, die ihr Kind in ihrem Schlafzimmer oder Familienbett schlafen lassen, stillen ihre Babys häufiger länger. Sie können sie nicht selten in einer Art Halbschlaf anlegen und wieder ab stöpseln und weiterschlafen.

    Was sie nicht selten ausgeruhter werden lässt, als wenn sie nachts in einer Art „Habachtstellungsschlaf“ in ihrem Bett liegen, mit einem Ohr immer bei ihrem Baby im Kinderzimmer sind, um mitzubekommen, wenn es sich durch schreien oder weinen meldet.

    Gemeinsam Schlafen gehen?

    Je nach Schlafrhythmus geht das Baby mit den Eltern oder früher ins Bett. Eine gute Möglichkeit ist es, das Baby bis zum eigenen Schlafen gehen in einem Trage- bzw. Babykörbchen neben sich schlafen zu legen.

    Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, sich dazu zu legen, bis es eingeschlafen ist, was zwar die eigene „freie Zeit“ beeinträchtigt, doch ansonsten ein schönes Ritual ist und zudem die Nähe zu den Eltern und das Vertrauen ins Leben stärkt.

    Zudem sollte nicht vergessen werden, dass Familienbett mit Kissen oder anderen Utensilien „Rausfall“-sicher zu machen.

    Der Einfluss des Familienbetts auf die Entwicklung der Kinder

    Das Schlafen im Familienbett bzw. Elternschlafzimmer gibt unseren Kindern die Chance durch diese Geborgenheit schenkende Nähe ihr Ur-Vertrauen zu stärken. Babys, die nachts wach werden und weinen, lernen häufig wesentlich schneller, sich durch die Anwesenheit und Nähe ihrer Eltern wieder zu beruhigen und einzuschlafen. Dies stärkt das Selbstvertrauen, allein mit starken Emotionen umzugehen.

    Auf das Alleinschlafen vorbereiten

    In der Regel bemerkt das Kind den Zeitpunkt, wann es besser ist, dass Familienbett bzw. Elternschlafzimmer zu verlassen und allein in seinem Zimmer zu schlafen. Und äußert dies dann auch gegenüber seinen Eltern.

    Das eigene Zimmer sollte, zumindest bis es für das Kind normal ist, allein darin zu schlafen, nicht als Bestrafung genutzt werden, wobei Bestrafungen in aller Regel nur selten hilfreich sind. Belohnungen für „gewünschtes“ Verhalten sind dagegen wesentlich effektiver und entwicklungsfördernder.

    Kissenschlachten im Familienbett

    Auch wenn sie bereits in ihrem eigenen Bett/Zimmer schlafen, wurde das gemeinsame Schlafen im Familienbett für unsere Liebsten von klein auf ein Ort der Geborgenheit und Nähe. Und wenn es gewollt ist, bleibt es dies auch, wenn sie größer werden. Dann kommen sie am Wochenende immer wieder mal zum Kuscheln oder für eine lustige Kissenschlacht mit ihren Eltern. Kann man den Tag besser beginnen?

    Fazit zum Familienbett

    Es liegt in der Verantwortung der Eltern, ob sie sich für das Familienbett entscheiden, oder was das Beste für sie ist, womit sie sich am wohlsten fühlen. Denn dies ist dann auch das Beste für das Kind.

    Denn auch, wenn sich Kinder häufig etwas anderes wünschen, ist ihnen am Wichtigsten, dass es ihren Eltern gut geht. Und es liegt nicht in ihrer Verantwortung, sich um das Wohlergehen ihrer Eltern zu kümmern. Sie dürfen alles freiheraus „äußern“ bzw. kundtun, was sie wollen.

    Es ist allein die Aufgabe der Eltern zu entscheiden, was sie zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse brauchen und darauf zu achten, nicht über ihre Grenzen zu gehen.

    Diese Aufgabe ist wesentlich schwerer, als es scheint, und kann im Grunde nur von Eltern beurteilt werden.

    Sie sollten sich dabei nicht zu sehr von eigenen Erfahrungen als Kind und scheinbaren gesellschaftlichen Regeln beeinflussen lassen. So ähnlich wir Menschen uns auch sind, haben wir doch unterschiedliche Bedürfnisse.

    Liebe Grüße und angenehme Nächte!

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Wir würden sehr gerne erfahren, wie Ihr es handhabt und welche Erfahrungen Ihr gemacht habt.

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  • Einschlafprobleme bei Babys und Kleinkindern

    Einschlafprobleme bei Babys und Kleinkindern

    Einschlafprobleme mit Kleinkindern: Viele Eltern kennen das Problem, dass ihre Liebsten nicht einschlafen „wollen“ oder können. Dabei wünscht man sich nach vielen schlafreduzierten Nächten, nichts sehnlicher als Ruhe und einen entspannten gemeinsamen Abend auf der Coach.

    Als Familientherapeut kenne ich das Thema aus meiner Praxis und habe festgestellt, dass das Problem häufig nicht bei den Kleinen, sondern an den Eltern liegt.

    Da sich dies für viele Leser bestimmt unglaublich anhört, habe ich mich entschieden, den Beitrag nicht persönlich zu schreiben. Sondern ein Feedback von einer betroffenen Mutter zu veröffentlichen.

    Mit diesem Beitrag möchte ich nicht alle Einschlafprobleme von Kleinkindern auf die „Haltung“ der Eltern zurückführen, doch euch Eltern dafür sensibilisieren, dass ihr und eure Haltung dazu sehr wohl einen Einfluss darauf haben kann:

    Erfahrungsbericht einer betroffenen Mutter

    Dass „Erziehen“ nichts mit dem Einüben oder Abgewöhnen von (un)erwünschten Verhaltensweisen zu tun hat, hatte ich vor einigen Jahren schon von meinem Hund gelernt.

    Der mit meiner auf vielen Übungen basierenden Erziehung nichts anfangen konnte. Und auf den ich mich erst richtig verlassen konnte, nachdem ich mich entschieden hatte, wirklich seine „Rudelführerin“ zu sein.

    In letzter Zeit habe ich mich in verschiedenen Sitzungen mit Deva mit Konflikten und Problemsituationen auseinandergesetzt, die im Alltag mit meinen beiden kleinen Kindern aufgetreten sind.

    Dabei konnte ich mehrmals auf sehr beeindruckende Weise erfahren, wie sich eine klare innere Haltung auf die „Erziehung“ von Kindern auswirkt. Und wie meine Einstellungsänderung zu einem veränderten Verhalten meiner Kindern führen kann.

    So hat sich beispielsweise ein für mich extrem belastendes „Schlaf-Problem“ meiner Tochter fast wie von selbst gelöst.

    Die Situation sah für mich so aus: Meine 1,5 Jahre alte Tochter hatte seit ihrer Geburt so gut wie in keiner Nacht mehr als 3 Stunden am Stück geschlafen.

    Die erste Nachthälfte verbrachte sie in der Regel in ihrem Bett. Danach konnte ich sie nach den Mahlzeiten meistens nicht wieder dorthin zurücklegen. Stattdessen  schlief sie dann in meinem Bett – neben mir, an mich gekuschelt oder auch auf mir liegend.

    Da ich mittlerweile meine Arbeit wieder aufgenommen hatte und tagsüber fit sein musste, wurde dieses Verhalten für mich zunehmend zum Problem.

    Ungewöhnliche Verursacher für Einschlafprobleme

    Devas erste Reaktion auf meine Schilderung der Einschlafprobleme war für mich überraschend: „Willst du das Kind nicht endlich mal in Ruhe schlafen lassen?!“ –

    Die Erkenntnis, dass in der Tat ICH und nicht meine Tochter der Schlüssel war, stellte sich bei mir nicht sofort ein.

    Dass ein Kind in dem Alter natürlich nicht verhungert, wenn es nachts mehr als drei Stunden ohne Milch auskommen muss. Und sich im Gitterbett direkt neben mir wahrscheinlich auch nicht allein oder im Stich gelassen fühlt, war sicherlich keine große Neuigkeit für mich.

    Umso erstaunlicher war, dass meine Tochter direkt in der folgenden Nacht allein in ihrem Bett schlief. „Es ist noch zu früh für Milch“ reichte, damit sie sich ganz schnell beruhigte und wieder schlafen legte.

    Ich hatte es nach der Sitzung mit Deva geschafft. Ich schaffte es die Gefühle, die das weinende Kind bei mir auslöste, nicht mehr automatisch mit denen meiner Tochter gleichzusetzen. So konnte ich ihr offenbar mit viel größerer Souveränität und innerer Ruhe vermitteln, dass die Situation wirklich ok war.

    Es folgten einige weitere Nächte, in denen sie meine neue Haltung mehr oder weniger vehement auf die Probe stellte. Doch schließlich kam die Erkenntnis, dass die Lösung ihrer Einschlafprobleme wirklich so „einfach“ gewesen war.

    Für die auf diese Weise zurückgewonnene und nun schon selbstverständlich gewordene Nachtruhe bin ich Deva sehr dankbar.

    Einschlafprobleme Baby trinkt sein Fläschchen

    Allein bei Tagesmutter bleiben

    Die gleiche Erfahrung konnte ich machen, als es darum ging das meine Tochter allein bei der Tagesmutter blieb. Obwohl ich mehrere Tage mit ihr zusammen dort war, konnte ich nicht mal das Zimmer verlassen. Zumindest nicht ohne, dass sie zu schreien begann.

    Als ich mit Deva meine bei ihrer Geburt aufgekommene Überzeugung „Sie schafft es nicht.“ bearbeitete, konnte ich am nächsten Tag ohne Probleme die Wohnung ihrer Tagesmutter verlassen.

    Mittlerweile kann ich sehen, dass eine „unaufgeräumte“ Gefühlswelt meinerseits sich auf meine Tochter überträgt. Und entsprechend dazu führen kann, dass meine Tochter wieder häufiger und länger weint.

    Ich habe dann die Möglichkeit, meine Einstellung zu korrigieren anstatt das „Problem“ meiner Tochter zuzuschreiben – und es klappt meistens!

    Ich hoffe, mit diesem Erfahrungsbericht ein wenig Klarheit in eines der größten Probleme in der Babyzeit gebraucht zu haben.

    Wir freuen uns über Eure Erfahrungen im Kommentar und gehen dort gerne auf Eure Fragen ein:)

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

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  • Einfluss der Geburt auf die Persönlichkeit des Babys

    Einfluss der Geburt auf die Persönlichkeit des Babys

    Und welchen Einfluss hat unsere Geburt auf unser späteres Leben? Allen Eltern geht es darum ihren Kindern eine sanfte und sichere Geburt und somit einen schönen Start ins Leben zu ermöglichen.

    Nachfolgend findet ihr meine Erfahrungen und Kenntnisse aus meiner Arbeit als Therapeut, Persönlichkeitsentwickler und Vater zu diesem Thema. Früher dachte man, Neugeborene wären wie ein ungeschriebenes Blatt und somit absolut gefühllos.

    Wenn kleine Eingriffe vorgenommen wurden, wurden diese in der Regel ohne Betäubung durchgeführt. Schreien und Weinen wurden als Reflexe abgetan, so als ob sie noch kein Schmerzempfinden hätten.

    Heute weiß man, dass sie bereits im Mutterleib ganz viel mitbekommen, und diese Erfahrungen häufig ihr späteres Leben beeinflussen.

    Schwangerschaft – Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt

    Im Mutterleib nimmt der Embryo alle Gefühle der Mutter wahr, ob Angst, Trauer, Freude oder Schmerz. Die Gedanken zu den Gefühlen bleiben den Embryos/Föten dagegen verborgen. Dies ist vor allem in den ersten Lebensjahren so extrem, da Babys in dieser Zeit, alles was um sie herum geschieht als von ihnen bewirkt wahrnehmen. Sie sind der Mittelpunkt allen Lebens um sie herum. Sie fühlen sich verantwortlich, wenn Mama oder Papa lacht oder weint.

    Wenn eine werdende Mutter, durch einen Todesfall im engeren Verwanden- oder Bekanntenkreis sehr viel Traurigkeit während der Schwangerschaft fühlt, was vollkommen verständlich ist, wird das heranwachsende Kind später das Leben sehr wahrscheinlich mit viel Trauer und Schmerz verbinden und dies somit immer wieder in sein Leben ziehen.

    Es sei denn, viele positive Ressourcen, wie z.B. eine enge und liebevolle Bindung zur Mutter (und Vater) nach der Geburt, überlagern die traurigen Gefühle.

    Wir können uns wie eine Festplatte vorstellen, die während der Schwangerschaft/Geburt mit viel schmerzhaften Erfahrungen beschrieben wird. Die spätere Liebe überschreibt nun die Festplatte mit ganz viel positiven Gefühlen und daraus entstehenden Überzeugungen, wie „ich bin liebenswert“. Dies hebt mit der Zeit immer mehr die Chance, dass der Lesekopf der Festplatte immer häufiger auf ein positives Gefühl/Überzeugung trifft als zuvor.

    Geburt im Kreissaal vs. natürliche Klinikgeburt

    Die Geburt sollte, sofern nichts Medizinisches dagegen spricht in einer aufrechten Haltung von statten gehen, denn generell wirkt beim „Hocken“ die Schwerkraft unterstützend bei der Geburt mit. In der aufrechten Haltung der Gebärenden hat ihr Becken zudem den größtmöglichen Raum, so dass dem Kind beim Stehen und Knien der Mutter viel Platz im Becken geboten wird.

    Und den meisten Frauen geht es besser, wenn sie dazu zwischendurch immer wieder umher laufen. Wenn es medizinisch nicht zu riskant ist, sollte das Neugeborene nach der Geburt erstmal auf dem Bauch oder in dem Arm der Mutter liegen.

    Gott sei Dank ist dies mittlerweile in den allermeisten Geburtskliniken unterstützt. Unsere Geburt ist eines der traumatischsten Erlebnisse in unserem Leben.

    Wir werden aus einem geborgenen Heim, der Gebärmutter, in der wir uns sicher fühlen, in der wir die Geräusche (Herztöne, Atem, Organe…), Gerüche und die Stimme der Mutter/Eltern kennen, „herausgerissen“. Und in eine schier „grenzenlose“ und fremde Welt mit unzähligen neuen Eindrücken geboren. Dies macht jedem Neugeborenen Angst.

    Es ist wie eine Art „Sterben“, ein Eintritt in eine unbekannte Welt. Aus diesem Grund brauchen diese neuen Erdenbürger in den darauffolgenden Wochen/Monaten noch viel Nähe und nicht zu viele fremde Eindrücke.

    Geburt Baby wird bei Kaiserschnitt geholt

    Intuitiv legt man sie zum Schlafen in ein kleines Bettchen oder macht ein größeres durch „Decken oder andere kuschelige Dinge“ die nicht die Atmung des Babys gefährden kleiner.

    Kaiserschnitt

    Bei einem Kaiserschnitt geht es besonders darum, die eher negativen Rahmenbedingungen der Geburt, viel Licht und häufig auch Zeitnot durch eine möglichst RUHIGE Geburtsatmosphäre auszugleichen. Und der „hilflosen“ Mutter und dem Ungeborenen mit viel Wertschätzung zu begegnen.

    Verständnisvolle Frauenärzte klopfen, sofern es die Zeit zulässt, nach dem Aufriss der Bauchdecke an der Gebärmutter an. Und kündigt die Kontaktaufnahme an, um dem Fötus auf den bevorstehenden „Gewaltakt“ vorzubereiten.

    Geburtsvorbereitung Schwangere liegt auf einem Ball

    „Hallo du Kleines, gleich wird jemand mit seinen Händen zu dir durchdringen und dich aus deinem schönen Heim herausheben und deiner Mutter auf die Brust legen. Sie ist gerade etwas aufgeregt, doch mach dir keine Sorgen, es geht ihr gut und sie freut sich auf Dich.“

    Hausgeburt und Geburt in einem Geburtshaus

    Bei Geburten in der heimischen Wohnung oder in einem Geburtshaus wird, wenn möglich, häufig der Raum abgedunkelt und nur Kerzen- bzw. sanftes Licht verwendet.

    Ruhige oder entspannende Musik kann dem neuen Erdenbürger, zudem den Schritt in die neue Welt erleichtern. Allen Anwesenden ist in einem solchen Fall bewusst, dass eine entspannte Atmosphäre sehr wichtig und vor allem sehr hilfreich ist. In so einer ruhigen Atmosphäre kann die Gebärende, sich leichter entspannen. Nicht selten wird der werdenden Mutter vorgeschlagen noch ein kurzes warmes Bad zu nehmen.

    Viele Mütter genießen das Ritual zu einer ähnlichen Tageszeit bei entspannter Musik mit dem Ungeborenen in Kontakt zu gehen. Sie erzählen ihm über ihren Tag, ihre Wünsche und ggf. auch Ängste, sofern diese nicht zu extreme Emotionen hervorrufen.

    Wassergeburt Gebärende in einer Wanne

    Diese Musik kann dann auch während der Schwangerschaft abgespielt werden.

    Wassergeburt

    Eine Wassergeburt kann zu Hause, in einem Geburtshaus und in den meisten Kliniken vorgenommen werden. Dabei hockt die Gebärende in einer körperwarmen „Wanne“ und wird bestenfalls mit dem Atem unterstützt sich zu entspannen.

    Dabei wird darauf geachtet, dass der Aufenthalt nicht zu lange ist, da er sonst zu einer Belastung für Mutter und Kind werden kann. Hockt sich die Frau hin, kann der kindliche Kopf leichter in den engen Beckenausgang hineinrutschen.

    Je entspannter die Gebärende ist, desto leichter und schmerzfreier wird die Geburt. Es gibt auch Mütter, die so im vertrauen sind, dass sogar das erste Kind leicht und zügig zur Welt kommt. Hier sind es vor allem die eigenen mit der Geburt verbundenen Gedanken und Überzeugungen der Mutter, die die Geburt ihres Babys beeinflussen.

    Häufig sind diese, u.a. durch erzählte Horrorgeburten, mit sehr viel Angst besetzt. Dies lässt die Mutter nicht zuletzt im Beckenbereich verspannen. Was es der Gebärmutter schwerer macht sich zu öffnen. Hier wirkt das warme Wasser entkrampfend und der Beckenboden wird elastischer und gibt leichter nach.

    Das Wasser ist außerdem das Element, wo sich das Neugeborene am heimischsten und wohlsten fühlt. Es hat ja nun einmal sein bisheriges Leben in solchem verbracht. Übrigens: sobald das Kind geboren ist, macht es durch Paddelbewegungen von sich aus deutlich, wann es aus dem Wasser gehoben werden muss, um seinen ersten Atemzug zu tun. Die meisten Babys paddeln sogar selbst an die Oberfläche.

    Bei der Geburt im körperwarmen Wasser ist die „neue Welt“ nicht mehr ganz so fremd.

    Alle der hier aufgeführten Geburtsarten haben ihren spezifischen Einfluss auf das kommende Leben des neuen Menschen.
    (Weitergehende Informationen über die Geburt im warmen Wasser findet ihr hier.)

    Überzeugungen über das Leben

    Nachfolgend habe ich einige typische Überzeugungen aufgeführt, die bei der Geburt entstehen und unser zukünftiges Leben beeinflussen können. Warum? Weil wir alle ersten Erfahrungen, die wir als Mensch auf dieser Welt machen, erstmal als absolute Wahrheit annehmen.

    Ob Babys in diesen Situationen, diese Überzeugungen übernehmen, hängt nicht zuletzt von den vertrauensstärkenden Erfahrungen und vor allem von der liebevollen Zuwendung ihrer Eltern und weiteren unterstützenden Überzeugungen über das Leben ab.

    • Wenn das Neugeborene nach der Geburt, aus welchem Grund auch immer, nicht bei der Mutter liegen und auch nicht beim Vater auf den Arm kann, fördert dies die Angst des Verlassen Werdens und/oder „ich bin nicht liebenswert“.
    • Falls das Baby geholt werden muss, verstärkt es die Überzeugung, „Ich habe versagt, ich schaffe es nicht allein“.
    • Eine eingeleitete Geburt, kann die Überzeugung fördern, „Ich habe keine Zeit“.
    Geburt Mutter liegt mit Baby auf dem Bauch im Bett und wird von ihrem Mann geküsst

    Fazit zur perfekten Geburt

    Nichtsdestotrotz bin ich der festen Überzeugung, dass wir als Eltern, Hebamme und Ärzte nur unser Bestes geben können. Und wenn es dann doch eine eher traumatische Schwangerschaft oder Geburt wird, dann ist es so.

    Mehr als sein Bestes geben kann man nicht! Die daraus resultierenden Erfahrungen und Überzeugungen, so wenig Lebensfreude sie auch ausdrücken mögen, werden dann für das Kind wichtig sein. Sie werden ihm helfen seine Persönlichkeit zu entwickeln und seinen Platz im Leben zu finden.

    Und so kann z.B. die Geburtsüberzeugung „Ich schaffe es nicht“ gerade dazu führen, dass dieser Mensch in seinem Leben alles daran setzt „Alles zu schaffen, was er sich vornimmt und Großes vollbringen“.

    Werdende Mütter sollten bei der Wahl der Geburtsart vor allem auf ihr Gefühl hören und schauen, wem sie am meisten vertrauen. Vertrauen ist absolut notwendig, um während der Geburt entspannen zu können. Wenn sie sich sicher fühlt, fühlt sich auch ihr Ungeborenes sicher.

    Sie sollte zudem für sich überlegen, wem sie dabei haben möchte, wobei Gedanken, dies kann ich jenem oder jener nicht antun, nicht hilfreich sind. Gespräche mit dem ungeborenen Baby fördern die Entspannung sowohl der Mutter als auch des Babys.

    Nach der Geburt ist es vor allem wichtig, dass die frischgebackene Mutter ihr Baby in ihren Armen oder auf ihrer Brust halten kann. Dies gewährleistet für beide, dass die während der Schwangerschaft aufgebaute Bindung nicht unterbrochen wird. Und der nicht immer schmerzfreie Prozess der Geburt, gut verarbeitet werden kann.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)


    Nachfolgend findet ihr einen Kommentar einer Leserin, die eine traumatische Geburt hatte und was sie danach beobachten konnte:

    Also ich habe durch die Schwangerschaft eine seltene Krankheit namens ppcm (= peripartum cardiomyopathy; zu Deutsch: schwangerschaftsbedingte Herzinsuffizienz) bekommen.

    Hatte in der 39. SSW noch ein extremes hellp (HELLP ergibt sich aus den englischen Begriffen für den Abbau der roten Blutkörperchen (haemolysis), für erhöhte Leberwerte (elevated liver enzymes) und für die erniedrigte Zahl von Thrombozyten (low platelets), weshalb ein Notkaiserschnitt bei mir vorgenommen werden musste, bei dem ich und meine Maus fast gestorben wären.

    Das ist jetzt 8 Monate her und ich habe eine posttraumatische Belastungsstörung zurückbehalten. Jedes Mal, wenn ich (vor allem kurz nach der Geburt) mit meiner Psychologin darüber gesprochen habe, war die Kleine auch dabei und begann immer wieder zeitgleich extrem zu weinen und zuschreien an.

    Wenn ich mit dem „Erzählen“ fertig war, hörte sie auch auf.

    Meine Psychologin hat dann immer gesagt, dass die Kleine das genauso fühlt bzw. gefühlt hat und das Ganze mit mir gemeinsam verarbeitet.

    Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die Geburt sich sehr wohl im Unterbewusstsein manifestiert. Sie bleibt (nach meiner Vorstellung) als Bilder verankert und prägt uns alle individuell.

    Wie so oft ist es so, dass wir Menschen Dinge nicht glauben und verstehen, die wir nicht greifen oder sehen können.

    Menschen die eine ganz normale unkomplizierte Geburt erlebt haben, tun sich wahrscheinlich noch schwerer, sowas nachzuvollziehen.

    Sabrina (Babytalk-Leserin)


    Kaiserschnitt Filmbild mit Schwangeren im Krankenhaus

    Übrigens wurde am 19.06.2017 im ARD ein Beitrag gesendet, welcher aufzeigt, warum immer öfter unnötige Kaiserschnitte gemacht werden (ca. 5_Minuten):

    Beitragsfoto: zlikovec / shutterstock
    2 Foto: jomphong / shutterstock
    3 Foto: Kazenon / shutterstock
    4 Foto: ChameleonsEye/ shutterstock
    5 Foto: nata-lunata / shutterstock 
    Pinterestfoto: gorodenkoff von Getty Images (über Canva)