Schlagwort: Baby schreit

  • Mein Baby schreit. Doch warum – und was braucht es?

    Mein Baby schreit. Doch warum – und was braucht es?

    Baby schreit: Mit der Geburt des sehnlichst erwünschten und erwarteten Babys stellt sich den frischgebackenen Eltern die Frage: „Warum schreit mein Baby?“

    Experten unterscheiden die folgenden 5 Schreiarten von Babys:

    1. Hunger
    2. Müdigkeit / Überreizung
    3. Zu warm oder zu kalt
    4. Schmerzen
    5. Langeweile

    Wieso weint mein Baby?

    Es gibt viele Gründe warum ein Baby weint oder schreit. Möglicherweise hat das Baby Schmerzen oder es ist hungrig. Aber vielleicht ist es ihm auch zu warm oder zu kalt. Es kann müde sein oder sich langweilen und will Aufmerksamkeit. Auch der Wunsch geknuddelt zu werden oder eine volle Windel kann der Grund sein. Seltener hat es Fieber.

    Auf den ersten Blick scheint Babygeschrei also nicht so leicht gedeutet werden zu können, schließlich können sie sich ja noch nicht artikulieren.

    Erfahrene Mütter meinen, dass es relativ schnell zu erlernen ist, die verschiedenen „Schreiarten“ zu unterscheiden. Vor allem, wenn man sein Baby und seine kleinen Bewegungen aufmerksam beobachtet. Ob es nun am Mutterinstinkt liegt oder nicht, erlernen können es auf jeden Fall auch andere Bezugspersonen, die viel und aufmerksamen Kontakt mit dem Kind haben. Vermutlich lernen es die Mütter nur schneller, wenn sie ihrem viel beschriebenen Bauchgefühl vertrauen. Es werden grob 5 Schreiarten von Babys unterschieden.

    1.    Hunger

    Und das, weil die Sättigung durch die Milch nur zwei bis vier Stunden anhält. Man erkennt diesen „Hungerschrei“ an einem Schmatzgeräusch, welches immer energischer wird, je länger der Hunger ungestillt bleibt. Begleitet wird dieses Quengeln durch stetiges Wenden des Kopfes und dem Versuch zu saugen. Dabei ist nichts sicher, was sich in Griffnähe befindet, ob Schnuller, Finger oder Tücher …

    Diese Zeichen sollten so zeitnah wie möglich mit der Brust oder einem Fläschchen beantwortet werden.

    2.    Müdigkeit / Überreizung

    Die Müdigkeit zeigt das Baby mit kurzen Jammerlauten an, die immer härter und lauter werden und in einem lauten Schrei münden. Nach kurzer Pause steigert sich dieses Schreien. Nicht selten strampelt das Baby dabei mit seinen Händen und Füßen, blinzelt häufiger und gähnt.

    In diesen Fällen sollte man beunruhigende Licht- und Geräuschquellen „ausschalten“ oder das Baby in sein reizarmes Schlafzimmer tragen und durch sanftes Hin- und Herwiegen helfen einzuschlafen. Dabei kann es sich auch um das Elternschlafzimmer und / oder Familienbett handeln.

    3.    Zu warm oder zu kalt

    Wenn es dem Baby zu warm ist, äußert es dies mit einem von Jammertönen begleitetem Hecheln. Zudem bilden sich häufig rötliche Flecken auf seinem Gesicht und/oder Oberkörper.

    In diesem Fall sollte man einfach einen kühleren Ort aufzusuchen oder dem Baby, sofern möglich, noch etwas auszuziehen.

    Wenn es dem Baby dagegen zu kalt ist, schreit es mit zitternder Oberlippe und hat kalte Füße und Hände. Die Haut kann dabei bläulich erscheinen.

    Sollte dies der Fall sein, bietet es sich an, das Baby wärmer einzupacken und/oder an seinen warmen Körper zu drücken.

    4.    Schmerzen

    Wenn Babys wegen Schmerzen schreien, tun sie dies aus Leibeskräften. Sie werfen sich dabei hin und her und japsen nach Luft. Dieser Schrei ist sehr intensiv und berührt uns am stärksten. Er ist alles durchdringend und sehr hoch.

    Falls ein Baby so schreit, sollte man prüfen, ob es äußerliche Verletzungen aufweist, wie einen wunden Po, eine zwickende Windel oder z.B. einen Hautausschlag. Bei Blähungen oder Bauchschmerzen kann der Flieger-Griff Linderung verschaffen.

    5.    Langeweile

    Langeweile beim Baby äußert sich körperlich häufig mit strampelnden Beinchen und rudernden Ärmchen. Sollte dies durch ein mit Pausen unterbrochenes mittellautes Jammern begleitet werden, will das Baby beschäftigt werden. Nicht selten wirkt es dabei unruhig und spielt mit seinen Fingerchen.

    Abhilfe kann häufig schon durch das Sprechen mit dem Baby erreicht werden. Sollte dies jedoch nicht ausreichen, kann man ihm seine Umgebung, anwesende Menschen oder Dinge zeigen und somit seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken.

    Falls keine Schreiart passt

    Falls keine dieser 5 Schreiarten bzw. Situationen zutreffen sollte oder das Schreien außergewöhnlich lange anhält sollte man einen Kinderarzt aufsuchen, um auf Nummer sicher zu sein. Wenn es nicht besonders lange anhält und keine Erkrankung vorliegt, geht es darum, sein Kind zu sich zu nehmen, am besten mit Hautkontakt und sich zu entspannen.

    Damit vermittelt ihr dem Kind, dass es sicher ist. Wenn wir uns selber zu sehr verrückt machen, übertragen wir den „Stress“ auf unser Baby und es fühlt sich nicht geborgen. Näheres dazu findet ihr unter unserem Beitrag „Babys haben ein Recht aufs Schreien„.

    Euer Deva (Familientherapeut)

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  • Der Stillstreik – wenn dein Baby die Brust anschreit

    Der Stillstreik – wenn dein Baby die Brust anschreit

    Stell dir vor, dein Stillbaby hat Hunger und anstatt zu trinken, schreit es völlig verzweifelt die Brust an. Es streckt sich in deinem Arm durch, ist völlig außer sich und man merkt, dass es gerade sehr verzweifelt ist. Dies nennt man einen Stillstreik. Nur WARUM fragt ihr euch sicherlich.

    So einen Stillstreik erleben die meisten Stillmamis mindestens einmal in der Zeit, in der sie ihr Kind stillen. Und es ist für alle zunächst einmal sehr irritierend. Ist das Stillen bisher Beruhigungsmittel Nummer Eins für das Baby gewesen, so hat man nun das Gefühl, dass seine Wut noch mehr wächst, sobald man es anlegen möchtest …

    Erst einmal: Verfallt nicht in Panik. Der Instinkt von uns Mamas setzt in uns Stresshormone frei, sobald unser Baby schreit. Und wenn wir dann auch noch Sorge haben müssen, dass unser Baby satt wird bzw. genug Flüssigkeit zu sich nimmt, sind unsere Nerven extrem unter Druck gesetzt.

    Doch gerade in dieser Situation heißt es: Einen kühlen Kopf bewahren!

    Frage 1: Warum schreit euer Baby die Brust an?

    Die Antennen von Babys sind so unfassbar fein justiert, dass es für Erwachsene sehr schwer ist, den Grund für das Abwenden von der Brust der Mama herauszufinden.

    Zunächst einmal könnte es an der Ernährung in den letzten Tagen liegen. Habt ihr etwas gegessen, was dem Kind eventuell Bauchschmerzen verursachen könnte? Es ist kaum zu glauben, aber Babys riechen so etwas schon, bevor sie die Milch aus der Brust probiert haben!

    Aber auch ein Störfaktor in der Umgebung könnte ein Grund für einen Stillstreik sein. Hat sich im Raum, in dem ihr stillt etwas verändert? Riecht der Raum anders? Hat sich das „Gefühl“ des Raumes verändert?

    Ein Baby braucht zum Trinken das Gefühl, dass die Situation um Euch beide herum gerade absolut keine Gefahr beinhaltet. In diesem Zusammenhang prüft auch einmal eure eigenen Emotionen im Augenblick:

    Regt ihr euch gerade über etwas auf? Liegt Streit in der Luft? Oder: Seid ihr gerade sehr in Freude geraten (auch sehr starke positive Gefühle irritieren Babys)?

    Frage 2: Was mache ich, damit mein Baby nicht verhungert?

    Hier ist eure ganze Aufmerksamkeit gefragt. Denn instinktiv greifen viele Mamis zur Flasche, um das Baby zu sättigen. Das ist auch absolut nachvollziehbar und nicht direkt verkehrt.

    Macht dies aber bitte nur in Begleitung einer Hebamme oder Stillberaterin, denn ohne eine kompetente Begleitung passiert es vielen Müttern, dass das Baby aus Versehen abgestillt wird.

    Die Flasche trinkt sich viel leichter als die Brust. Und auch, wenn ihr die Milch abpumpt, ist dieser Vorgang nicht gleichzusetzen mit dem Trinken des Babys.

    Spürt in euch hinein, ab wann es besser wäre jemanden zur Hilfe hinzuziehen. Wenn das Baby nur einmal zum Zeitpunkt einer Mahlzeit in einen Stillstreik verfällt, ist das alles natürlich kein Problem. Ihr könnt die Milch abpumpen und dem Baby in der Flasche anbieten, ohne gleich Hilfe holen zu müssen.

    Sollte der Stillstreik aber über Tage hinweg aufrecht erhalten bleiben und ihr gerne wieder voll stillen möchtet, lass euch beraten. So verhindert ihr, dass ihr traurig nach mehreren Tagen feststellen müsst, dass die Milch weniger wird .

    Ich wünsche euch, dass diese Phase möglichst schnell vorüber geht. Bei LA LECHE LIGA  findet ihr übrigens professionelle Hilfe bei Stillproblemen:

    In Deutschland: LA LECHE LIGA

    Österreich: LA LECHE LIGA

    Schweiz: LA LECHE LIGA

    Luxemburg: LA LECHE LIGA

    Liebe Grüße

    Eure Mira (Babytalk-Redaktion)

    Kommentar einer Leserin:

    Mein Sohn hat solche Phasen immer wenn er grad einen „Wachstumsschub“ hat.. also diese Entwicklungsschübe, die im ersten Jahr in gewissen Abständen auftreten ca. um die 5. 8. 12. etc… Woche. Er ist dann immer ein bis drei Tage (meistens beginnt es am Nachmittag bis zum späten Abend) ziemlich durch den Wind.

    Man kann ihm dann nichts recht machen und auch die Brust, die sonst alles wieder gut macht wird nur angeschrien … Bei ihm hilft es gut es einfach immer wieder zu probieren und auszusitzen … irgendwann trinkt er dann doch (Hunger ist halt der beste Koch) und nach ein paar Stunden ist der Spuk zum Glück meistens wieder vorbei.

    Kann da nur das Buch „Oje, ich wachse“ empfehlen! Ich finde man versteht die Kleinen dann einfach besser wenn sie mal wieder Terror machen und du weist was da grad im Gehirn von so einem Baby abgeht welche neuen Eindrücke es gerade verarbeiten muss usw.

    Und das tolle ist es steht dann auch immer was sie danach alles neu können bzw. lernen und dann hat man auch immer was auf das man sich freuen kann, wenn die Phase vorbei ist.

    Nicole Schernhorst

    Beitragsfoto:Stillstreik: Thawornnurak / shutterstock
  • Schlafprobleme mit Baby: Warum uns die Federwiege gerettet hat

    Schlafprobleme mit Baby: Warum uns die Federwiege gerettet hat

    Federwiege: An Schlaf war im ersten Jahr mit unserer großen Tochter nicht zu denken. Sie war ein „Schreibaby“ und schrie von 18-23 Uhr in einer Tour durch. Tagsüber schlief sie nie länger als 20 Minuten – es sei denn, ich habe sie abgelegt, dann gar nicht mehr. Über Monate hinweg. Anfangs hatten wir noch versucht das Problem zu bekämpfen: Tragen, Osteopathie, Massage, Zäpfchen…

    Wir haben gefühlt alles ausprobiert und letztlich half einfach akzeptieren und durchhalten. In diesem Jahr habe ich schier meine Lebenslust und Ehe verloren. Aber wir haben es geschafft, zusammengehalten und mittlerweile ist die Große 4 Jahre alt und ein guter Schläfer.

    Und dann fing sie an zu schreien…

    Warum ich das erzähle? Weil das helfen wird unsere Ängste zu verstehen. Vor einigen Monaten hat unsere zweite Tochter die Familie komplett gemacht. Die Geburt war ein Traum, der Aufenthalt im Krankenhaus entspannt und die ersten Nächte zu Hause ganz angenehm.

    Und dann fing es an: Unsere Baby Erbse fing ebenfalls an zu schreien. Mitten in der Nacht, ohne sichtbaren Grund. In dem Moment stürzten alle Bilder wieder auf mich ein: Tränen, Geschrei, Wut auf den Partner. Ich wurde getriggert und hatte Angst davor, dass es nun wieder so werden würde – nein, schlimmer. Immerhin hatte ich noch ein großes Kind zu versorgen und konnte dann nicht einfach in den Standby-Modus gehen.

    Ich versuchte Ruhe zu bewahren, denn mir war auch klar, dass Babys die Unruhe der Eltern merken würden. Wie das aber immer so ist, wenn man versucht an etwas bestimmtes nicht zu denken… Ein kleiner Teufelskreis bahnte sich an.

    Ein Tipp aus heiterem Himmel

    Doch zum Glück hatte ich bereits einen Platz im Pekip-Kurs und von meinen Problemen erzählt. Mir wurde direkt eine Federwiege vorgeschlagen. Bei unserer Großen hatten wir damals eine elektrische Wippe, die vom Kind nicht akzeptiert wurde und ich war skeptisch.

    Also habe ich zunächst in einer regionalen Facebook-Gruppe gefragt, ob mir jemand eine Federwiege testweise ausleihen könnte. Und siehe da: Wir bekamen eine Wiege inklusive Motor zum Ausprobieren. Damit ist die Wiege immer in Bewegung und muss nicht extra angestubst werden.

    Schon in der ersten Nacht zeichnete sich ein Erfolg ab –  scheinbar behalten die Forscher der Universität in Genf Recht: Sie fanden heraus, dass Schaukeln dafür sorgt, dass Menschen schneller und tiefer einschlafen können. Die Hirnforscher Sophie Schwartz und Michel Mühlethaler fragten sich, warum Babys eigentlich gewiegt werden und haben aufgrund dieser Beobachtung ihre Studie zum menschlichen Schlafverhalten aufgebaut.

    Mittlerweile ist die Wiege mehrmals täglich im Einsatz und beschert mir Luft zum atmen und sanften Schlaf für´s Baby. Die Erbse hat die Wiege sofort akzeptiert und verbringt dort ihren Mittagsschlaf sowie die erste Schlafphase in den Abendstunden. Anschließend wandert sie mit uns ins Familienbett. Alles total entspannt!

    Im Alltag, bei Freunden und im Urlaub – Immer dabei

    Mittlerweile nehmen wir unsere Fedewiege überall hin mit, wenn wir eingeladen sind. Durch die Türhalterung können wir sie an jedem Türrahmen anbringen. Selbst im Urlaub im Familienhotel war es kein Thema die Wiege einfach im Aufenthaltsraum anzubringen.

    Es gibt aber auch Halterungen für die Deck und freistehende Gestelle für den Indoor- und Outdoor Bereich. Wir nutzen allerdings nur die Türklammer, da sie sich als sehr flexibel herausgestellt hat.

    Wie funktioniert die Federwiege?

    Das sanfte Schaukeln einer Federwiege soll an den Mutterleib erinnern: Hier befand sich das Baby in einer Art Schwerelosigkeit und wurde stets geschunkelt. Das Baby fühlt sich geborgen und sicher und kann so sanft einschlafen. Durch den Hängemattenstoff wird zudem der Rundrücken des Babys unterstützt.

    Viele Hebammen sind von der Funktionalität der Ferderwiegen überzeugt und empfehlen sie an ihre Schützlinge weiter. Dazu gehören auch Hebamme Rania Neinert aus der Hebammenpraxis Friedrichsdorf, sowie die Hebammen der Praxis Absdorf.

    Die meisten Federwiegen werden allein durch die Bewegungen des Kindes in leichte Schwingungen versetzt. Es gibt aber Babys, die stetige Bewegung brauchen und ansonsten aufwachen (wie unsere Baby Erbse). Da bietet sich ein Motor wie der Kemaly swing2sleep-Motor sehr gut an.

    Aber nicht nur in puncto Schlaf kann die Federwiege unterstützend wirken. Leidet das Baby beispielsweise unter starken Krämpfen, weil es einen schwierigen Start ins Leben hatte, können die sanften Schwingungen dazu beitragen, das Baby zu entkrampfen.

    Wem kann eine Federwiege helfen?

    Plump gesagt allen Eltern. Insbesondere aber Eltern, die einfach gestresst sind, weil sie vielleicht ein „Schreibaby“ haben, welches stetig in Bewegung sein muss. Gerade, wenn ältere Geschwisterkinder im Spiel sind, kann eine Federwiege entlastend wirken.

    Babys, die unter den „Dreimonatskoliken“ leiden, können laut Hebamme Jule Tilgner beruhigt werden und sich spürbar besser fühlen. Auch Frühgeborene sollen von den Wiegen profitieren, um Anpassungsschwierigkeiten zu vermeiden.

    Was kostet eine Federwiege?

    Der Preisrahmen ist groß. Je nach Model, Stoffart und Befestigungsmöglichkeit kosten die Federwiegen zwischen 170 bis 450 Euro.  Einige Anbieter bieten allerdings auch Miet-Konzepte an. So können die Wiegen – zu vergleichsweise kleinem Geld – monatsweise ausgeliehen werden. Alternativ finden sich auf dem Gebrauchtmarkt auch schon etliche Federwiegen inklusive praktischem Zubehör.

    Wer jetzt noch damit hadert eine Federwiege zu kaufen, verdeutliche ich nochmals zusammengefasst die Vorteile dieser Investition:

    Vorteile einer Federwiege auf einen Blick:

    • Unterstützt das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit
    • Beruhigt Schreibabys/Babys mit Dreimonatskoliken
    • Vermindert Anpassungsschwierigkeiten von Frühgeborenen
    • Positiver Einfluss auf Gleichgewichtssinn und motorische Entwicklung
    • Große Flexibilität, da viele Federwiegen verschiedene Montagemöglichkeiten mitbringen
    • Kann krampflösend wirken
    • Rückenschonend, durch gekrümmtes Liegen (Rundrücken)
    • Geringere Gefahr eines „Plattkopfes“
    • Je nach Wiege und Ausstattung geringe Anschaffungskosten (oder Möglichkeit probeweise für kleine Geld zu mieten)
    • Kein Stubenwagen notwendig

    Unsere Federwiege ist aktuell bis 15 Kilogramm einsetzbar. Es gibt aber auch noch Versionen für ältere Kinder. Je nachdem wie gut die Erbse die Federwiege dann noch annimmt, werden wir dann nochmals in unseren Lebensretter investieren! Für mich gehört die Federwiege zu den klaren „Must-Haves“ junger Eltern – direkt neben Reboardern und Tragesystemen.

    Liebe Grüße Eure Yasmin (Babytalk-Autorin)

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    Beitragsfoto: Yasmin Neese
  • Babys schütteln IST lebensgefährlich!

    Babys schütteln IST lebensgefährlich!

    Schütteltrauma: Dein Baby schreit und schreit und schreit. Minuten, Stunden, Tage, vielleicht sogar Wochen lang hörst du dein Kind nur schreien. Du hast schon so viel probiert, um dein Baby zu beruhigen und scheinbar hilft nichts, es wird sogar noch schlimmer.

    Du bist mit den Nerven am Ende, völlig kraftlos und erschöpft und willst einfach nur noch Ruhe. Im Folgenden findest du Tipps, wie du mit dieser Situation umgehen kannst. Eines aber solltest du nicht tun: Dein Baby schütteln, denn das kann tödlich enden!

    Gefahr eines Schütteltrauma ´s

    Unter Schütteln versteht man ein gewaltsames, ruckartiges Hin- und Herpeitschen des Kopfes. Dabei kann es bei Babys und Kleinkindern schnell zum sogenannten Schütteltrauma (engl.: shaken baby syndrome oder abusive head trauma) kommen, da ihr Kopf im Verhältnis zum Rumpf sehr groß und die Nackenmuskulatur noch nicht ausgereift ist.

    Der Kopf eines Babys ist zudem noch sehr flüssigkeitsreich. Am Häufigsten sind Säuglinge zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat betroffen. Deutschlandweit sterben jährlich zwischen 100 und 200 Kindern an den Folgeschäden eines Schütteltraumas.

    Wird das Baby oder Kleinkind gewaltsam geschüttelt, verschiebt sich das Gehirn. Dadurch zerreißen Venen, die das Gehirn mit der Dura Mater (der Hirnhaut im inneren der Schädelhöhle) verbinden. Außerdem kann das Aufprallen des Gehirns zu Quetschungen und Prellungen führen. Weiterhin kommt es zu Wassereinlagerungen und Blutungen im Kopfinneren.

    Durch diese Verletzungen kommt es zu irreparablen Zell- und Nervenschädigungen, die Seh- und Sprachstörungen, geistige Behinderungen und in vielen Fällen den Tod nach sich ziehen können. Die Gesamtmorbidität (Sterblichkeitsrate) bei Säuglingen wird nach einem Schütteltrauma auf 90 Prozent geschätzt!

    Symptome eines Schütteltrauma ´s

    Wurde ein Baby oder Kleinkind geschüttelt, sind oft keine äußerlichen Hinweise erkennbar, was die Diagnose für Ärzte wiederum häufig sehr schwierig macht. Die Symptome eines Schütteltrauma ´s können von Schläfrigkeit und Trinkschwäche über Schreckhaftigkeit, Unwohlsein und Erbrechen bis hin zu völliger Apathie, epileptischen Anfällen, Herz-Rhythmusstörungen und Atembeschwerden reichen.

    Eine Abgrenzung zu einem normalen Infekt kann schwierig sein, wenn Informationen zu dem vorangegangenen Schütteln fehlt. Dadurch kann wertvolle Zeit verstreichen, in der das Kind richtig untersucht und behandelt werden könnte. Eltern und andere Bezugspersonen sollten daher immer Angaben dazu machen, wenn das Kind geschüttelt wurde, da nur bei schneller Diagnose eventuell Schlimmeres noch vermieden werden kann.

    Wenn du dein Kind geschüttelt hast, lass es bitte sofort untersuchen und erkläre, was passiert ist! Da ein Baby ein sehr verletzliches Gehirn hat, kann auch schon leichtes Schütteln schwere Folgen haben und sollte immer untersucht werden.

    Zur richtigen Einschätzung der Situation wird das Kind per bildgebendem Verfahren wie Computer- oder Magnetresonanz-Tomographie untersucht. Je nach Befund erfolgt dann die Behandlung. Bei akuter Lebensgefahr werden die lebenswichtigen Funktionen stabilisiert (Atmung, Herzschlag,…) und Hirnblutungen operativ behandelt.

    Zur Beobachtung gehören Kinder mit Schütteltrauma immer für mindestens 24 Stunden in klinische Beobachtung. Langzeitschäden wie epileptische Anfälle und Entwicklungsstörungen oder geistige Behinderung können medikamentös bzw. mit gezielter Förderung behandelt werden.

    Schütteltrauma Baby schütteln Mutter mit schreiendes Baby auf dem Bett liegend

    Das Baby hört nicht auf zu schreien – was kann ich tun?

    Wenn ein Baby über mindestens drei Wochen an drei Tagen die Woche drei Stunden lang schreit, wird es als Schreikind bzw. Schreibaby bezeichnet. Aber auch wenn ein Baby nicht in diese Definition passt, können Eltern unter dem Schreien des Kindes leiden.
    Ein schreiendes Baby zerrt an den Nerven und irgendwann können Mutter oder Vater nicht mehr.

    Die Nerven sind am Ende und man will einfach nur mal Ruhe, nur mal kurz. Das ist verständlich. Eins sollte aber immer dabei immer ein Tabu sein: Gewalt am Kind! Anschreien, Schlagen und auch definitiv Schütteln sind Formen von Gewalt am Kind oder am Baby.

    Wenn du also nicht mehr weiter weißt und einfach nicht mehr kannst, dann leg dein Baby an einen sicheren Ort, an dem es sich nicht verletzen und von dem es auch nicht herunterfallen kann und nimm kurz Abstand von deinem Kind. Geh, wenn nötig in einen anderen Raum und atme tief durch. Beruhige dich bevor du wieder zu deinem Kind gehst und bitte eine andere Person, sich für eine Weile um dein Baby zu kümmern.

    Wenn dich zur Zeit niemand unterstützen kann, benutze Ohrenstöpsel, um dich trotzdem um dein Kind kümmern zu können. Versuche zu entspannen, denn deine Anspannung überträgt sich auch auf dein Kind. Hilfe findest du außerdem vielerorts in sogenannten Schreiambulanzen. Außerdem solltest du dich bei akuter Not an den Kinderarzt und/oder an deine Hebamme wenden.

    Schreien ist Babys Kommunikation

    Babys schreien in den ersten drei Monaten besonders häufig und viel. Sie kommen aus der reizarmen, sicheren und bekannten Umgebung von Mamas Bauch auf eine Welt, die sie nicht kennen. Alles ist neu, alles ist anders und ungewohnt und macht Angst. Viele Reize überfordern Babys und lassen sie vermehrt am Abend lautstark den Tag verarbeiten.

    Viele Babys sind deswegen besonders in den ersten Lebenswochen und -monaten besonders nähebedürftig, um Sicherheit bei Mama zu erfahren. Babys schreien, um ihre Bedürfnisse kundzutun, weil ihnen anfangs kein anderes Mittel zur Kommunikation zur Verfügung steht.

    Sie weinen und schreien, wenn sie Hunger oder Durst haben, wenn ihnen etwas wehtut oder unbehaglich ist oder auch wenn der Tag sehr aufregend war und sie einfach deine Nähe brauchen.

    Wenn dein Baby sehr viel bei dir sein möchte, du aber trotzdem beide Hände frei haben möchtest, kann es helfen, das Kind im Tragetuch oder in einer geeigneten Tragehilfe zu tragen. Für eine erste Unterweisung in der richtigen Bindetechnik wende dich an eine Trageberaterin oder an deine Hebamme.

    Sollte dein Baby insbesonders nachmittags oder abends sehr unruhig sein und viel weinen, dann versuche, die folgenden Tage ruhiger zu gestalten, wenig oder keinen Besuch zu empfangen und mit deinem Kind zuhause zu bleiben. Oft kann ein ruhigerer Tagesablauf schon viel zu Babys Entspannung beitragen.

    Lerne dein Kind kennen

    Setze dich als frisch gebackene Mama nicht unter Druck! Du kannst nicht gleich jedes Schreien und Weinen akkurat deuten. Nimm‘ dir Zeit und lerne dein Baby erst einmal kennen. Am Besten eignet sich dafür das Wochenbett. In dieser Zeit sollte man möglichst wenig unternehmen und sich viel mit dem Baby zuhause in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre aufhalten.

    Die Zeit gehört dir bzw. euch und eurem Baby. Nimm dein Kind viel zu dir, kuschel viel mit ihm und reagiere auf sein Weinen, Schreien und Meckern. Erholt euch beide von der anstrengenden Geburt und den aufregenden Tagen im Krankenhaus.

    Durch Ausprobieren (In den Schlaf wiegen, stillen oder Flasche geben, Blähungen lindern, kuscheln,…) wirst du nach und nach ein gutes Gefühl für die Bedürfnisse deines Kindes bekommen und schneller wissen, was ihm fehlt. Wenn dein Baby jedoch längere Zeit schreit und keine Ursache gefunden werden kann, solltest du dein Kind immer von einem Kinderarzt untersuchen lassen.

    Dein Baby kommt mit der Fähigkeit zur Welt, sich mitzuteilen und um Hilfe zu schreien, wenn es Hilfe benötigt. Als Eltern seid ihr die ersten und wichtigsten Bezugspersonen für euer Kind und solltet ihm diese Hilfe gewähren.

    Wenn ihr merkt, dass eure Kräfte am Ende sind, befolgt bitte die genannten Tipps und holt euch Hilfe. Denn das Schütteln eines Babys und auch Kleinkindes aus Verzweiflung kann tödliche Folgen haben.

    Eure Katharina Tornow (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto 1: SpeedKingz / shutterstock
    Foto 2: MakeStory Studio / shutterstock
    
    
  • Baby schreien lassen: Juniorexpertentipp – „Lass mich doch einfach mal schreien“

    Baby schreien lassen: Juniorexpertentipp – „Lass mich doch einfach mal schreien“

    Schreien lassen: „Lass mich doch einfach mal schreien“. Der humorvolle Babyschrei-Expertenbeitrag von unserem jüngsten Experten „Karlchen“ (6 Monate):

    „Oh je, Mama du hast schon wieder Stress. Was soll ich bloß machen? Wenn du mich doch einfach mal auskotzen und etwas weinen lassen würdest. Mir fehlt doch nichts.

    Es gab heute nur wieder so viel spannendes und aufregendes Neues. Heute morgen kamen Oma und Opa, die mich in ihren Armen hielten und kuschelten. Und dann roch die Oma so komisch, wie die Blumenwiese auf der wir mal gepicknickt haben.

    Anschließend waren wir shoppen und du hast mir alle möglichen Shirts und Hosen angehalten. Dabei gefiel mir der graue Zweireiher an der Schaufensterpuppe am Besten.

    Danach waren wir ja noch in deinem Lieblingscafé, wo so viele fremde Menschen saßen und so viele verschiedene Sprachen gesprochen wurden, dass mir ganz wirr im Kopf wurde.

    Und als ich dann zu schreien begann, hast du mich direkt an deine Milchbar angelegt. Dafür bin ich dir sehr dankbar. Und dann duftete es dort auch noch so extrem nach der braunen Suppe, dass ich ganz zappelig wurde.

    Das alles war zwar etwas viel für mich, aber auch sehr spannend. Und wenn es schon so aufregend ist, dann brauche ich zumindest am Abend mal etwas Zeit, um das alles zu verarbeiten.

    Lass mich bitte schreien!

    Wenn ich schreie, hebst du mich immer wieder hoch über deine Schulter. Und redest etwas von Bauchweh …

    Deinen Rücken mag ich zwar auch, doch deine Brüste entzücken mich da doch wesentlich mehr.

    Mmmhhhpf! Und klopfe mir bitte nicht immer auf meinen Rücken. Das muss doch nun wirklich nicht sein. Wenn ich schreie, muss ich doch nicht immer ein Bäuerchen machen.

    Und dann das komische Gerät, dass du mir immer wieder ins Ohr steckst. Dabei hast du mich doch gerade erst gebadet und mit einem Lappen in meinen Ohren herum geschrubbt.

    Ich fühle mich so wohl, wenn ich einfach nur in deinen oder Papas Armen liegen und einfach mal nach Herzenslust schreien darf. Zudem strenge ich mich dabei doch immer ganz doll an, dass diese schön warmen Tränen über mein Gesicht kullern. Das liebe ich so.

    Wenn ich doch nur schon sprechen könnte …

    Dann könnte ich dir sagen, dass es mir richtig gut geht bei dir und Papa. Doch so mache ich mir immer Sorgen um dich. Du bist doch meine beste Mama.

    Wenn du dich stattdessen doch immer wieder beruhigen könntest, könnte ich mich auch gleich viel leichter wieder entspannen.

    Vielleicht sollte ich mal probieren mit meiner großen Schwester Mira in Kontakt zu gehen und ihr mal zu verstehen zu geben, was ich will und was nicht. Sie kann es dir ja vielleicht besser verklickern. Obwohl ich nicht verstehe, warum ihr dass verklickern nennt. Dabei klickert es doch nur laut, wenn Papa mit seinen Freunden kickert.

    Am liebsten habe ich es, wenn du mich so staunend und liebevoll anschaust. Du riechst ja so verdammt gut. Einfach hinreißend. Wenn ich groß bin, werde ich dich bestimmt heiraten.

    Ich hoffe, ihr hattet euren Spaß und habt die Botschaft verstanden 😉 In diesem Kontext könnten euch unsere Beiträge „Babys haben ein Recht aufs Schreien“ und „Weinen ist heilsam“ interessieren (Hinweis der Redaktion).

    Liebe Grüße

    Euer Karlchen  (Babytalk – Juniorexperte)“

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  • Babys haben ein Recht aufs Schreien bzw. Weinen

    Babys haben ein Recht aufs Schreien bzw. Weinen

    Was ist damit gemeint, „Babys haben ein Recht aufs Schreien“? Soll ich, wenn mein Baby schreit bzw. weint, es einfach Schreien lassen und mich nicht davon „ablenken“ zu lassen? Nein, ganz und gar nicht.

    Dieser Artikel bezieht sich nicht auf sogenannte Schreibabys. Nähere Informationen zu Schreibabys findet ihr unter folgendem Link.

    Hilfe mein Baby schreit. „Als mein kleiner Sonnenschein gerade auf die Welt kam, wurde ich immer fast verrückt vor Sorge, wenn es wieder soweit war.

    Ich konnte es nicht aushalten, da ich immer dachte, wenn ich eine gute Mutter bin, dann bekomme ich mein Baby schnell beruhigt. Und irgendwie war da auch so etwas wie ein „je besser die Mama, desto schneller schreit das Baby nicht mehr oder gar nicht erst!“ in mir …

    In der Tat konnte ich schnell fühlen, warum mein Baby schreit. Aber das hieß leider mitnichten, dass ich es immer sofort beruhigt bekam.

    Denn bei Bauchweh oder einem Wachstumsschub & Co. kann man nicht einfach mal schnell mit einer Flasche oder einer frischen Windel helfen. Und das machte mir sehr zu schaffen, da ich das Schreien als Qual für mein Baby empfand.

    Inzwischen weiß ich, dass Schreien für Babys keine Qual ist, solange man dem Baby vermittelt, dass man sein Möglichstes tut, um ihm zu helfen und es dabei nicht allein lässt und Körperkontakt hält“.


    Baby-Syndrom

    Wenn wir Eltern werden, beginnt neben einer wundervollen spannenden Zeit auch eine schmerzhafte Zeit. In der wir an unsere Hilflosigkeit und manchmal bis zur Verzweiflung gebracht werden.

    Einerseits ist es noch sehr konfliktfrei, da unsere jungen Erdenlinge noch nicht sprechen und somit noch nicht widersprechen können. Andererseits wissen wir häufig nicht, was sie brauchen oder wollen.

    Und da wir diese Süßen so lieben und sie so schutzlos sind, wollen wir sie um alles in der Welt beschützen. Dieses Gefühl kommt vor allem dann hoch, wenn unser Baby schreit. Dieses „Baby-Syndrom“, welches durch das Aussehen von Neugeborenen Tieren und Menschen in uns einen Beschützer, Versorgerinstinkt und nicht zuletzt eine Art „Kuschelbedürfnis“ weckt.

    Überlegt mal, wie viele Katzenvideos ihr schon bei YouTube geschaut habt;-)

    Euer Baby schreit aus Reizüberflutung

    Schreien und Weinen ist abgesehen von der Mimik und in gewisser Weise einer rudimentären Gestik, die einzige Möglichkeit unserer Babys auf sich aufmerksam zu machen. Doch vor allem ist sie eine „Begleiterscheinung“ des Verarbeitens, der vielen neuen Eindrücken. In dieser ihnen so fremden Welt.

    Aus diesem Grund ist es auch ratsam unsere Kinder in den ersten Wochen und Monaten nicht allzu vielen Eindrücken auszusetzen. Und wenn diese kleinen, so hilflos aussehenden Wunder, dann Anfangen zu schreien, wollen wir dies so schnell wie möglich beenden.

    Was uns in der Regel nicht bewusst ist, dass dieses Schreien eine tief in uns verborgene Traurigkeit weckt. Welche wir verdrängt haben und nicht wieder hochkommen lassen wollen.

    Gebärmutterheimweh: Babys brauchen Nähe und Geborgenheit 

    Was unsere Babys in diesem Moment und auch über die Kinderzeit hinweg brauchen? Ist empathische Nähe. Sie wollen gehalten und „ausgehalten“ werden. Sie allein schreien zu lassen, stärkt ihre „Überzeugung“ – es nicht wert zu sein / nicht liebenswert zu sein. Und wenn sie sich in diesem Fall nach einiger Zeit allein beruhigen, ist es nicht, weil sie es gelernt haben sich selber zu beruhigen. Sondern weil sie aus Resignation ihren hohen Energieverbrauch, den das Schreien verursacht, senken müssen!

    Vielleicht schafft ihr es auch, euch beim Halten eures schreienden Kindes – euer Inneres Kind (ihr als schreiendes Baby oder Kind) vorzustellen.

    Mit oder ohne diese Vorstellung schenkt ihr mit dieser inneren Haltung auch eurem inneren Kind Halt und Geborgenheit. Was zugleich zur Heilung eurer alten Traumata beiträgt.

    Wenn es die Situation erlaubt, ist viel direkter Hautkontakt extrem förderlich!

    Eigene Erfahrung mit meiner Tochter

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die Mutter meiner Tochter in ersten Wochen häufig nicht die „Nerven“ hatte. Unsere, häufig wie um ihr Leben schreiende, Tochter zu halten.

    Dann nahm ich sie in meine Arme und lief mit ihr schaukelnd durch die Wohnung. Oder hielt sie einfach auf der Couch sitzend liebevoll in den Armen.

    Auch wenn mich ihr Schreien sehr berührte, hatte ich damals schon das Vertrauen, dass „alles gut ist“. Woher dieses Vertrauen damals kam, weiß ich nicht. Doch ich vermute, es ist in uns allen, wenn wir es denn zulassen.

    Mit meiner heutigen Erfahrung empfehle ich allen dabei bewusst und wenn möglich, durch die Nase ohne größere Unterbrechung zu atmen. Jeder bewusste Atemzug nach oben (in die Brust oder den Kopf) schützt uns, in unsere aufkommenden Gefühle zu fallen bzw. zu versinken.

    Er hilft uns unsere Gefühle zu tragen und wenn wir dies lernen, kommen unsere Kinder nicht in die „Versuchung“, sie für uns zu tragen. Denn das ist es, was alle Kinder machen, wenn ihre Eltern es nicht schaffen.

    Unsere Zweifel verunsichern uns

    Dieses nicht wissen, warum unser Kind so schreit, verunsichert uns mit am meisten. Wir haben Angst etwas Falsches zu tun, bzw. etwas Richtiges nicht zu tun.

    Deswegen möchte ich allen jungen Müttern und Vätern mit auf den Weg geben, sich und ihrem „Bauchgefühl“ so gut wie möglich zu vertrauen. Und wenn man dies gerade nicht wahrnehmen kann, die eigene Mutter, den Kinderarzt oder seine Hebamme zu fragen.

    Die Erfahrung wird euch zeigen, dass der Grund, warum euer Baby schreit,  nur sehr selten schwere Erkrankungen sind. Außer sie sind mit diesen auf die Welt gekommen. Viel häufiger sind es osteopathische Probleme, bedingt durch die Schwangerschaft oder die Geburt. Diese sind glücklicherweise sehr gut und erfolgreich durch einen Osteopathen zu behandeln.

    Eltern geben immer ihr Bestes

    Und was immer ihr macht, es ist immer das Beste, was ihr in diesem Moment tun könnt. Auch wenn eure Kinder sich häufig mehr wünschen und auch „verdient hätten“.

    Übrigens gibt es fünf „Schrei-Laute“ an denen man häufig erkennen kann, was unsere Kleinen gerade brauchen. NEH-Laute des Babys bedeuten, „ich habe Hunger bzw. will an die Brust“, OWH-Laute des Babys bedeuten, „ich bin müde“, EH – ich muss aufstossen, EAIRH – ich habe Bauchweh und HEH – mir ist nicht gut.

    Auch wenn es für das Baby am hilfreichsten ist, diesen Stress durchs gehaltene Schreien abzubauen, gibt es für die Momente, wo ihr gerade nicht die Nerven und Gelassenheit habt, euer schreiendes Baby zu tragen – die Option, ihm einen Schnuller anzubieten.

    Doch in der Verbindung mit möglichen Kieferschädigungen (Kreuzbiss) fragt man sich als Mutter / Vater schnell, kann ich das meinem Baby antun oder gibt es einen Schnuller den ich ohne Bedenken meinem Kind geben kann?

    Wo finde ich Hilfe, wenn mein Baby schreit?

    Falls Euer Baby aber doch ohne Erkrankung mehrere Stunden am Stück schreit, findet Ihr unter dem folgenden Link eine Schreiambulanz in Eurer nähe.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Und falls ihr auch an einem humorvolleren Zugang zu diesem Thema interessiert seid, findet ihr diesen unter folgendem Link: „Lasst mich doch einfach mal schreien“. Einen humorvollen Beitrag von Karlchen, unserem 6 Monate alten „Babytalk-Experten“.

    Beitragsfoto: Artush / shutterstock