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  • Ab wann kann mein Kind in die Krippe

    Ab wann kann mein Kind in die Krippe

    Die Frage, ab wann ein Kind bereit ist in die Krippe / Kita zu gehen, stellen sich wohl die meisten Eltern. Selbst wenn es – etwa berufsbedingt – nicht möglich ist, den Zeitpunkt zu bestimmen. Die Mehrheit macht sich viele Gedanken oder fühlt sich vielleicht gar als Rabenmütter, wenn sie ihre Kinder bereits im ersten Lebensjahr Fremdbetreuen lassen.

    Vom Loslassen und Bereitsein

    Dass das jeder für sich selbst entscheiden muss, ist natürlich klar. Leider ist es nun so, dass sich fast niemand seiner Umgebung entziehen kann. Es gibt unweigerlich viele Meinungen und nicht immer nett gemeinte Kommentare, Urteile und sogar implizite Vorwürfe. Wie so oft, weiß jeder um uns herum am besten, was gut für uns ist.

    Davon soll sich aber keiner Bange machen lassen, sondern auch hier wieder schlicht auf sein Bauchgefühl hören. Es geht nämlich in erster Linie um folgende Frage: Bin ICH selbst bereit, mein Kind an andere Personen, die erst einmal Fremde sind, abzugeben?

    Ein Kind passt sich den Gegebenheiten an, die es vorfindet. Über diesen Satz lohnt es sich, einmal ganz wertfrei nachzudenken. Genauso spürt ein Kind aber, wenn sich seine engste Bezugsperson nicht von ihm lösen kann, es eigentlich nicht weggeben mag.

    Mit dieser Grundanspannung klappt die Außer-Hausbetreuung auch mit drei Jahren oder mit vier Jahren nur mit Mühe.

    Das Alter spielt hier keine Rolle: Wenn die Mutter bzw. die Eltern nicht bereit sind, dass Kind im wörtlichen Sinne abzugeben, auch nur für einen Zeitraum von einigen wenigen Stunden, wird das Kind auch nicht bereit sein, sich von sich aus frei zu fühlen, neue Bindungen einzugehen.

    Dies muss es ja tun, wenn es sich in einem neuen Umfeld, wie es die Krippe eines ist, zu etablieren. Es muss die Gelegenheit haben, sich an dem neuen Ort wohlfühlen zu dürfen und Vertrauen aufzubauen. Wenn es das Gefühl hat, die Mama will mich eigentlich gar nicht hier lassen, möchte es auch nicht bleiben.

    Schlechtes Gewissen der Mutter

    Auch wenn die Mutter dieses Gefühl nicht bewusst auf das Kind überträgt, kann sie trotzdem so etwas ausstrahlen. Ein Klassiker ist hier das schlechte Gewissen, das die Mutter hat. Dabei sind wir wieder beim Gefühl der Rabenmutter angekommen.

    Es ist ganz wichtig, kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sich eine Mutter dazu entscheidet, ihr Kind in die Krippe zu geben. Das hört sich so altmodisch an, aber es leiden leider viele Mütter unter diesem Syndrom – mich eingeschlossen. Liebe Mütter, quält Euch bitte nicht so. Ihr leidet darunter und ebenso Euer Kind.

    Meine persönliche Erfahrung

    Aufgrund unserer umzugsbedingten Wechsel habe ich mit meinen Kindern mehrere Eingewöhnungen durchlebt.

    Der Große ist mit 2,5 Jahren direkt in den Kindergarten gekommen. Wir wollten ihn nicht in die „Babygruppe“ mit seinen Zwillingsgeschwistern – damals 13 Monate alt – geben, weil wir dachten er wäre dafür schon zu groß.

    Im Nachhinein war unser Erstling in diesem Alter im Kindergarten ganz schön gefordert, wenn nicht auch anfangs überfordert. Da ist eine Krippe doch viel behüteter mit weniger Kindern in den Gruppen und mehr Erzieherinnen.

    Die Zwillinge mit ihren 13 Monaten haben es von Anfang an genossen, den vormittag außer Haus zu verbringen. Ich war mir wirklich unsicher, sie – vom Standpunkt meines Umfelds aus gesehen so früh – wegzugeben.

    Natürlich verunsicherten mich die Ansichten um mich herum noch zusätzlich. Doch mit meiner besonderen Situation mit 3 Kindern unter zwei Jahren brauchte ich einfach eine Pause: Ich war am Ende meiner Kräfte.

    Komisch – nicht vermisst zu werden

    Durch einen Zufall musste ich bereits in der ersten Woche der Eingewöhnung die Krippe verlassen, um meinen Mann zur Bahn zu bringen.

    Als ich an diesem zweiten oder dritten Krippentag voll schlechten Gewissens wiederkam, um meinen Kindern in der fremden Umgebung beizustehen, winkte die Kindergärtnerin ab: „Die beiden fühlen sich bestens – gucken Sie mal, wie die schön spielen, Sie brauchen erst in einer Stunde wiederzukommen!“

    Irgendwie komisch gar nicht vermisst zu werden, aber irgendwie wunderschön und erleichternd. Da wusste ich, die Kinder sind bereit und haben richtig Lust darauf, Neues zu entdecken. Ohne diesen Zufall hätte ich mich und damit auch meine Kinder sich wahrscheinlich viel schwerer getan mit dem Loslassen.

    Bei der zweiten Eingewöhnung nach einem Umzug etwa ein Jahr später – also mit knapp zwei Jahren, haben wir etwas ganz anderes erlebt. Lag es an meinem schlechten Gewissen, die Kinder nach dem stressigen Umzug erneut in eine unbekannte Umgebung zu geben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie sich gerade mitten in einer Trotzphase befanden?

    Kein Bock auf eine neue Krippe

    Jedenfalls hatten die Kinder keinen Bock auf diese neue Krippe und haben sich immer wieder gegenseitig daran erinnert, es schrecklich zu finden. Wenn einer mal anfing zu spielen, brüllte der andere umso lauter bis sein Partner wieder mit einstimmte.

    Die Lösung war dann zum einen von Seiten der Krippe her getrennt mit den Kindern etwas zu unternehmen, etwa ein kleiner Spaziergang, um sich besser kennenzulernen. Zum anderen hat der Papa übernommen und indem ich raus war, lief alles bedeutend leichter.

    Die Phase der Eingewöhnung hängt von vielen Faktoren ab und ist daher kein wirklich guter Indikator, ob ein Kind das richtige Alter für die Krippe hat.

    Meinen Beobachtungen und Erfahrungen zufolge ist es aber schon so, dass die Kids mit 13 Monaten einfach in einem Alter waren, indem sie viel Spaß daran hatten, die Welt um sich herum zu entdecken. Da faszinierte sie jedes neue Spielzeug ebenso wie liebe Menschen.

    In der sogenannten Trotzphase, die verstärkt im dritten Lebensjahr auftritt, treten andere Dinge in den Vordergrund, etwa der eigene Willen. Das kann – wie in unserem Fall – mit der Eingewöhnung in die Krippe kollidieren, muss aber natürlich nicht.

    Fremdbetreuung im ersten Lebensjahr?

    Meiner persönlichen Meinung nach und entsprechend der Erfahrungen mit meinen eigenen Kindern und der befreundeter Mütter finde ich das Alter um 12 Monate herum perfekt für den Krippenstart. Früher hätte ich es nicht geschafft, meine Babys abzugeben.

    Zum einen wäre ich nicht gewillt oder bereit dazu gewesen, solange meine Stillbeziehung noch so intensiv war wie im ersten Lebensjahr. Mit dem Abstillen um den ersten Geburtstag herum, konnte ich dann auch loslassen. Die sehr innige Symbiose im ersten Lebensjahr zwischen Mutter und Kind lockerte sich und ich war bereit für Veränderung.

    Es gibt bestimmt Mütter, die das anders sehen und erleben und das ist auch gut so. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Nicht jeder Weg passt für jeden.

    Jede Mutter soll sich aber überlegen, ob sie sich eine Fremdbetreuung tatsächlich vorstellen kann und wenn ja, genau darüber nachdenken, wieviel Zeit in der Woche gut für sie und das Kind wäre. Es gibt ja sehr viele individuelle Lösungen, die im Einzelnen mit der Einrichtung abgesprochen werden können.

    Es ist auch sehr wichtig, genügend Zeit zum Ausprobieren und Eingewöhnen einzuplanen. Ohne Druck und Stress und mit dem Gefühl, zu wissen, was gut für einen ist, klappt der Übergang in diese neue Lebensphase bestimmt ganz wunderbar.

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: Andrey_Kuzmin / shutterstock
  • Zahnen – Wie kann ich meinem Baby helfen? 

    Zahnen – Wie kann ich meinem Baby helfen? 

    Der erste Zahn ist ein großes Ereignis und ein weiterer Schritt in der Entwicklung deines Babys. So freudig wie dieses Ereignis auch ist, genauso schmerzvoll und schlafraubend kann das Zahnen auch sein. Durchschnittlich ab dem 6-ten Lebensmonat fangen die Zähne an schubweise durchzubrechen. Bei den meisten Babys, lassen sich die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer als Erstes blicken.

    Typische Symptome für den Zahndurchbruch:

    Gerade beim ersten Baby sind viele Eltern überfordert und können das veränderte Wesen ihres Babys nicht ganz genau zuordnen. Erfahrene Eltern wissen sicherlich gleich worauf zu achten ist und ob es wirklich nur die Zähnchen sind oder eine ernstere Erkrankung dahinter steckt.

    Aber auch hier entwickeln sich Babys absolut unterschiedlich. Manche Babys bekommen ihre Zähne fast schmerzlos und ohne große Begleiterscheinungen und manche Babys leiden massiv unter dem Zahndurchbruch.

    Typische Symptome sind beispielsweise:

    • Euer Baby steckt vermehrt die eigene Hand oder greifbare Gegenstände in den Mund und kaut darauf rum.
    • Dabei sabbert es vermehrt, eventuell sind sogar wunde Stellen erkennbar
    • Die Wangen sind gerötet und warm
    • Euer Baby hat wenig Appetit und verweigert die Nahrung
    • Euer Baby quengelt vermehrt, schläft schlecht und ist unausgeglichen
    • Das Zahnfleisch ist geschwollen oder gerötet
    • Euer Baby braucht viel Körperkontakt und Nähe
    • Euer Baby möchte ständig an die Brust (Muttermilch lindert den Schmerz)
    • Fieber und Durchfall können auch Begleiterscheinungen sein
    • Wundsein vor allem am Po

    Was Ihr als Eltern tun könnt:

    Damit dein Baby weniger Schmerzen hat, kann man einiges tun um es zu unterstützen.

    • Mit sauberen Fingern und speziellen Silikonfingerlingen kann man das Zahnfleisch des Babys sanft massieren. Natürlich mag das nicht jedes Kind, somit hilft nur ausprobieren, ob diese Methode wirklich Linderung schafft.
    • Auch eine entspannende Fußreflexzonenmassage kann Euer Baby beruhigen. Dafür müsst Ihr einfach die Kuppen der Zehen Eures Babys massieren. Denn dort liegen die Reflexzonen der Zahnleisten.
    • Besonders wichtig ist es, den Hals und die Brust deines Babys trocken zu halten. Denn durch den vermehrten Speichelfluss kann es schnell sein, dass der Strampler oder Body feucht bzw. nass ist. Dies führt schnell zu Erkältungen. Deshalb lasse in der Zeit des Zahndurchbruches, immer ein Lätzchen oder Halstuch um.
    • Außerdem ist eincremen in der Zahnungsphase sehr wichtig, besonders am Mund und am Po. So schützt du dein Baby davor wund zu werden und noch zusätzlich Schmerzen zu bekommen. Gut fettende Feuchtigkeitscremes sind in dieser Phase sehr hilfreich.

    Zusätzlich gibt es noch einige Hilfsmittel die Eurem Baby das Zahnen erleichtern:

    • Beißringe sind eine wahre Erleichterung für Babys. So können sie sich selber helfen und ihren Schmerz etwas „wegkauen“. Besonders hilfreich ist es den Beissring vorher in den Kühlschrank zu legen. Wenn Ihr keinen habt, eignet sich auch ein kalter Waschlappen zum drauf rum Beißen.
    • Auch homöopathische Globuli wie Osanit, Belladonnna und Chamomilla können den Zahnschmerz lindern.
    • Uns hat die Veilchenwurzel sehr geholfen. Sie gilt als schmerzstillend und zugleich desinfizierend. Veilchenwurzeln bekommst Ihr in der Apotheke. Euer Baby kann auf der Wurzel herumbeißen, und somit den Zahnungsschmerz lindern. Es ist aber wichtig die Wurzel immer wieder abzukochen um Bakterien abzutöten.
    • Am Besten ist aber immer noch Ablenkung und viel Körperkontakt. Versucht Eurem Baby viel Ruhe, Liebe und Geborgenheit zu vermitteln. So werdet ihr diese schwierige Phase zusammen überstehen.

    Fazit zum Zahnen

    Ich als Mama, kann allen Mamas von zahnenden Babys nur raten, bewahrt die Ruhe. Denn kuscheln und Geborgenheit, hat bei uns wahre Wunder gewirkt. Je ruhiger und entspannter ich war, desto schneller entspannten sich auch meine zwei Mädels. Außerdem nutzen wir das Dentinox Zahnungsgel. An harten Tagen half es, dieses Gel leicht auf den geröteten Stellen aufzutragen.

    Außerdem hatten meine beiden Mädels Bernsteinketten, ob diese nun wirklich den Schmerz linderten, kann ich nicht sagen, da wir sie dauerhaft um hatten. Ich kann aber sagen, dass wir sehr wenig Probleme mit den Zähnchen unserer Mädels hatten.

    Wir blieben zum Glück fast immer von Fieber und Durchfall verschont. Das Einzige, was wir wirklich sehr intensiv nutzten, war die Veilchenwurzel. Darauf kauten beide Mädels während sehr gerne herum. Man merkte förmlich, wie gut es ihnen tat und wie sie es immer in die Ecke des Mundes steckten, wo es weh tat. Hier dürft ihr wie gesagt nur nicht vergessen, sie abzukochen. Das war eigentlich immer mein Abendprogramm vor dem Schlafen. Somit habe ich es nie vergessen und hatte immer eine frische Wurzel griffbereit.

    Als zweifach Mama weiß ich mittlerweile, dass es vor alle wichtig ist, beim Zahnen entspannt zu bleiben. Auch wenn es an vielen Tagen hart ist und man einfach nur müde ist, half es meinen Mädels beispielsweise immer sehr, wenn ich ihnen ein kleines Lied vorsang.

    Somit beruhigten sie sich schnell und die Veilchenwurzel tat den Rest. Deshalb liebe Mamas, stresst Euch nicht, bleibt relaxt. So kommt auch ihr durch diese schwierige aber wichtige Phase eures Babys.

    Vielleicht interessiert Dich in diesem Zusammenhang unser Beitrag „Zähneputzen: ab wann, wie oft, wie lang und wie genau„, Hinweis der Redaktion.

    Eure Nicole (Babytalk – Autorin)

    Pinterest: BananaStock / Photo Images & Andrey_Popov / shutterstock
  • Kliniktasche – Tipps was unbedingt hinein gehört

    Kliniktasche – Tipps was unbedingt hinein gehört

    Wenn der Geburtstermin immer näher rückt, ist es ratsam die Kliniktasche zu packen.

    Ich habe es beim ersten Kind wirklich auf die leichte Schulter genommen und wurde bitter böse überrascht als unsere Kleine schon in der 34. Woche zur Welt kam. Nichts war gepackt und der Mann zu Hause komplett überfordert. Dies sollte mir bei Kind Nummer 2 nicht passieren, deshalb packte ich meine Kliniktasche damals schon in der 32ten Woche.

    Egal, ob ihr euch für ein Geburtshaus oder ein Krankenhaus entscheidet. Generell würde ich euch empfehlen die Tasche ab der 32. Woche griffbereit irgendwo stehen zu haben. Das vermeidet unnötigen Stress, falls es doch mal früher losgehen sollte.

    Da ich bei meinem zweiten Kind wirklich auf Nummer sicher gehen wollte, habe ich doch glatt gleich 2 Kliniktaschen gepackt. Eine mit dem nötigsten Sachen und eine mit Wechselkleidung etc.  Falls ich doch ungeplant länger im Krankenhaus bleiben müsste. Insbesondere bei einem Kaiserschnitt, der bei mir geplant war, ist ein verlängerter Klinikaufenthalt üblich.

    Das wichtigste für die Kliniktasche:

    Dokumente:

    • Mutterpass
    • Versichertenkarte
    • Personalausweis, Stammbuch oder (bei Unverheirateten) Geburtsurkunde und, wenn vorhanden, Vaterschaftsanerkennung
    • Allergiepass
    • Einweisungsschein

    Falls ihr mit den Gedanken spielt Nabelschnurblut einfrieren zu lassen, dann solltet ihr zusätzlich das Entnahme Set sowie die Einwilligung in eure Kliniktasche legen. Informiert euch am besten vorher in Ruhe, ob dies für Euch in Frage kommt. Schließlich sind hier wichtige Stammzellen enthalten, die für eine Vielzahl an Therapien heutzutage genutzt werden können.

    Für Euch persönlich:

    • Kulturbeutel mit den wichtigsten Sachen: Shampoo, Duschgel, Bürste, Zahnpasta, Zahnbürste, Deo, Haargummis, Creme und alles, was ihr sonst auch im Bad und Toilette benötigt
    • Zwei bis Drei Handtücher, vor allem ein großes Badetuch
    • Drei bis vier Schlafanzüge, da gerade in der ersten Zeit des Milcheinschusses viel daneben gehen kann. Deshalb ist es besser lieber einen Schlafanzug zum Wechseln dabei zu haben. Ich fand die Schlafanzüge zum knöpfen besonders praktisch
    • Drei Still BH´s, probiert aber vorher, ob er gut sitzt und die ideale Größe hat, in diesem Zusammenhang unbedingt an eine Lanolinhaltige Salbe für empfindliche Brustwarzen denken
    • Bequeme Kleidung und Stillhemd, welche auch nach der Entbindung passt und nicht zwickt
    • Haussuche für die Gänge im Krankenhaus
    • Dehnbar Slips, in denen auch Einlagen genügend Platz haben. Achtet darauf, dass sie hoch geschnitten sind, denn nach einem Kaiserschnitt sind zu knappe Slips wirklich unpraktisch
    • Ein Nachtlicht zum Stillen in der Nacht, sowie Musik und Kopfhörer

    Besonders wichtig war für mich mein Handy Ladekabel und alle wichtigen Adressen und Telefonnummern auf einem Zettel. Denn so hat man auch bei leerem Akku die wichtigsten Telefonnummern zur Hand.

    Für die Entbindung

    Für eine entspannte Geburt sind persönliche Sachen immer sehr wichtig. So kann man leichter entspannen und vor allem loslassen. Daher fragt doch schon im Vorfeld, ob ihr eigene Bettwäsche, ein Stillkissen oder eine CD mit Musik mitbringen dürft. So fühlt ihr Euch gleich sicherer und nicht mehr so fremd im doch meist sterilen Krankenhauszimmer.

    Meine Empfehlungen für die Kliniktasche:

    • Ein bis zwei weite und bequeme T-shirts und Hosen. Hier achtet auf die Bequemlichkeit und nicht aufs Aussehen.
    • Dicke Socken, denn kalte Füße hemmen die Wehentätigkeit
    • Gegebenenfalls Badesachen, für Euch ein Bikinioberteil und für euren Partner eine Badehose, falls ihr eine Wassergeburt plant
    • Außerdem solltet ihr an etwas Süßes denken, Müsliriegel, Schokolade, Kaugummi oder Traubenzucker helfen den Hunger zu überbrücken, auch beim werdenden Papa
    • Wasser, Saft oder einfach euer Lieblingsgetränk am besten direkt mit Becher, Deckel und Strohhalm
    • Eventuell auch Wechselkleidung für den Partner, falls ihr gleich ein Familienzimmer beziehen möchtet

    Fürs Baby

    Nach der Entbindung steht natürlich euer Baby im Mittelpunkt. Die Erstkleidung bekommt es in der Regel vom Krankenhaus, aber spätestens bei der Entlassung solltet ihr passende Kleidung dabei haben. Deshalb packt auch für euer Baby genügend Kleidung in eure Kliniktasche. Das Wichtigste für die ersten Tage wären:

    • Kleidung für die Entlassung, Body, Strampler, Jacke (je nach Jahreszeit), Mütze, Spucktücher und eine Kuscheldecke
    • Für den Transport nach Hause braucht ihr eine Babyschale und gegebenenfalls einen Kinderwagen, wenn ihr zu Fuß nach Hause lauft

    Dies waren meine Sachen, die ich in meiner Kliniktasche hatte. Was ich Euch sonst noch empfehlen kann, sind 2-3 große Taschen für die Geschenke, die alle Freunde und Bekannte mitbringen. So könnt ihr gleich alles gut verpacken.

    Bei geplanten Geburten, wie zum Beispiel einen Kaiserschnitt, könnt ihr den Ablauf natürlich besser planen und alles einen Tag vorher nochmal checken. Bei spontanen Geburten ist dies natürlich nicht möglich. Aber stresst euch deswegen nicht, das wichtigste habt ihr mit dieser Liste auf jeden Fall dabei und wenn etwas fehlt, kann man dies auch am nächsten Tag besorgen. Auch die Krankenhäuser sind sehr gut ausgestattet und man kann fast überall Hygieneartikel oder auch Zeitschriften und Bücher kaufen, falls man doch mal was vergisst.

    Am besten packt ihr eure Kliniktasche mit eurem Partner zusammen, so weiß er auch gleich, wo sich was befindet und ihr könnt gemeinsam nochmals drüber schauen. Stellt die Tasche am besten Griffbereit in den Flur, somit kann man sie sofort mitnehmen.

    Ich kann euch nur noch einmal empfehlen, eure Kliniktasche schon ab der 32. Woche fertig stehen zu haben. Dies hätte mir beim ersten Kind wirklich sehr geholfen, denn somit hätte ich gleich alles im Krankenhaus gehabt.

    Eure Nicole (Babytalk-Autorin)

    Beitragsfoto: Kaspars Grinvalds / shutterstock
    Pinterest: & petrenkod G Images Pro (über Canva)
  • Erfahrungsbericht einer Leserin – zwei komplikationslose Geburten trotz Beckenendlage

    Erfahrungsbericht einer Leserin – zwei komplikationslose Geburten trotz Beckenendlage

    Nachfolgend findet ihr einen Bericht einer Babytalk-Leserin über ihre zwei komplikationslosen Geburten trotz Beckenendlage.


    Geburt meines ersten Sohnes aus Beckenendlage, BEL*

    Der Schock kam bei 36+2 als das CTG wehen aufzeichnete, also ins Krankenhaus. Da lag ich 3 Tage. Ab da durfte ich jeden zweiten Tag zum CTG und zur Kontrolle.

    Es war der 29.12.13

    Ab 36+2 immer wieder wehen. Am 28.12 war ich früh zur Kontrolle im Krankenhaus, und wurde heim geschickt mit den Worten:
    Kommen sie am 1.1.14 wieder dann beginnen wir mit dem Einleiten. Die Wehen sind nicht stark genug. 🙁

    Ok, also heim und die komplette Küche geputzt. Bis wir es uns abends auf dem Sofa bequem machten. Ich wollte eigentlich Abendessen machen, als es komisch knackte im Bauch und das Wasser sofort lief. Ich rief meinem Mann zu, dass mir die Fruchtblase geplatzt sei.
    So machten wir uns langsam auf denn weg ins Krankenhaus. 🙂
    Um 18.30uhr waren wir am Kreißsaal und die Ärztin wollte schauen ob es wirklich Fruchtwasser war, und ja, das war es. Da setzten dann auch die Wehen ein. 🙂


    Die Hebamme war selten da, aber mir ging es gut. Bei der dritten Presswehe wurde der Dammschnitt gemacht. Ich merkte ihn nicht. Und zwei weitere Wehen später, war mein Sohn da. 🙂 vom Platzen der Blase bis er da war vergingen nur 3 Stunden. 🙂
    55cm 3530gr 35cm ku

    Geburt des 2. Sohnes aus Beckenendlage

    Von Begann an, saß mein Sohn in meinem Bauch. Schnell stand fest, das er trotzdem spontan zur Welt kommen sollte bzw. wollte.
    Meine Hebamme arbeitet in einem Krankenhaus, in dem das noch gemacht wird.

    Bei 38+0 wurde versucht ihn von außen zu wenden. Aber es klappte nicht. Bei 38+2 hatte ich denn ganzen Tag immer wieder leichte und kurze Wehen. Aus Sicherheit rief ich abends meine Hebamme an, sie kam auch kurze Zeit später und schrieb CTG und schaute nach dem Muttermund. Dieser war bei 5-6 cm. Also fuhren wir ins Krankenhaus (35 min Fahrt).

    Um 22.00 Uhr waren wir im Kreißsaal, Muttermund bei ca 7 cm, die Wehen waren zu kurz und meine Hebamme gab mir ein Mittel, dieses half schnell und die Wehen wurden länger. Inzwischen kamen dann noch eine andere Hebamme und eine Hebammenschülerin.

    Meine Hebamme riet mir es im 4-Füsslerstand zu probieren und nach vielen probieren (Hocker, auf dem Rücken, seitlich liegend und am Tuch) fand ich es so am besten. 🙂 Sie lies mich das aber komplett allein entscheiden. Wofür ich ihr sehr dankbar bin.

    Sie massierte mir dabei den unteren Rückenbereich und tupfte irgendwelche homeopatischen Mittelchen auf denn Damm. 🙂 meine größte Angst war, das wieder ein Dammschnitt nötig wäre, aber das war nicht der Fall. 🙂

    Meine Angst vor einem Dammschnitt

    Als mein Sohn fast da war, sagte ich zu ihr, ich kann nicht mehr. Ich will jetzt einen Kaiserschnitt. Da lachte sie nur und meinte: nein, er ist gleich da. Sie nahm meine Hand und ich konnte schon das Köpfchen spüren.

    Nach zwei weiteren Presswehen war der Po meines Sohn da und eine Presswehe später kam der Rest von meinem Prinzen. Er schrie sofort und hatte super Werte. Er war ganz entspannt und überhaupt nicht gestresst von der Geburt.

    Es war 1.16 Uhr als er auf die Welt kam.
    Ich war stolz ihn trotz bel spontan auf die Welt gebracht zuhaben. 🙂 Ich würde mich immer wieder für eine solche Geburt entscheiden.
    Er war 57 cm groß und 3890 gr schwer und 35 cm ku und ich habe keine Verletzung davon getragen.

    Ich hoffe, ich kann mit meinen Berichten Mama’s Mut machen und zeigen das eine Geburt auch schön sein kann.

    Eure Angelika Müller (Babytalk-Leserin)

    *Ergänzungen der Redaktion

    BEL steht für Beckenendlage (Steißlage)

    Die Beckenendlage ist die häufigste Lageanomalie. Sie wird im Mutterpass mit Gravidogramm BEL (Beckenendlage) vermerkt. Es werden drei Beckenendlagen unterschieden:

    • eine reine Steißlage (das Ungeborene sitzt im Mutterleib und die Beine sind nach oben gestreckt)
    • die Steiß-Fuß-Lage (das Baby hockt im Schneidersitz )
    • die vollkommene Fußlage (die Beine sind nach unten gestreckt).

    Doch nicht immer laufen Geburten so „reibungslos“ ab. Hier findet ihr weitere Geburtsberichte, Hinweis der Redaktion.

    Beitragsfoto: FamVeld / shutterstock
  • Expertenbeitrag: Warum manche Babys unbedingt Schnullern wollen

    Expertenbeitrag: Warum manche Babys unbedingt Schnullern wollen

    Wir freuen uns, Euch heute den Beitrag unserer Babytalk Heilpraktikerin/Osteopathie Kristin Wentingmann vorzustellen, „Warum manche Babys so unbedingt einen Schnuller wollen“.


    Häufig wird sich mit den Fragen beschäftigt Schnuller ja oder nein, welcher Schnuller. Wie oft soll mein Kind einen Schnuller bekommen. Kann ich die Schnuller Nutzung negativ beeinflussen und wie gewöhne ich meinem Kind den Schnuller wieder ab.

    Die für mich als Osteopathin essentiellere Frage ist viel eher:

    Warum braucht ein Kind einen Schnuller?

    Warum gibt es Kinder, die sehr gut ohne Schnuller auskommen oder nur ab und an einen benötigen/fordern. Und warum können manche Kinder gar nicht ohne Schnuller.

    Jedes Neugeborene hat einen Saugreflex, der der Nahrungsaufnahme und der Selbstregulation in Form von Beruhigung dient.

    Aber nicht jedes Neugeborene braucht einen Schnuller, es gibt sogar einige, vor allem die die Gestillt werden, die den Schnuller schlicht weg ablehnen.

    Nach meiner Erfahrung liegt das daran, dass manche Säuglinge mit dem Schnuller versuchen einen Ausgleich des Craniosakralen (Kopf-Kreuzbein-) Rhythmus zu erreichen.

    Um meinen Ansatz verständlicher zu erklären, muss ich etwas ausholen.

    Stressfaktoren

    Jeder Organismus hat eine individuelle Menge an Stressfaktoren, die er aufnehmen und verarbeiten kann, ohne sicht- und spürbare Anzeichen zu zeigen. Und mit Stress meine ich nicht den Ärger im Büro oder mit dem Partner. Im Körper wird erstmal alles als Stress wahrgenommen, was den natürlichen Regelkreis zur Aufrechterhaltung des inneren physiologischen Gleichgewichts im Organismus (natürliche Homöostase genannt) stört oder negativ beeinflusst.

    Dies können Umwelt Belastungen, Amalgam Füllungen oder Unfälle sein. Etwas spezieller auf den Fall eines Säuglings eingegangen, sind dies z.B. unverträgliche Nahrungsmittel oder übermäßiger Stress. Der durch die Geburt verursacht wurde und von dem er sich ohne Unterstützung von außen nur schwer erholt.

    Erhöhte Streßpegel

    Woran man aber einen erhöhten Stresspegel erkennen kann, ist der Craniosakrale Rhythmus. Dies ist ein Mechanismus, den es in jedem Menschen gibt, der aber bei Babys noch deutlich stärker den ganzen Organismus bestimmt und sich bei Unstimmigkeiten zeigt als bei Erwachsenen.

    Warum ist das so? Das liegt unter anderem daran, dass Babys und Kinder noch nicht so voll gestopft sind mit Informationen und Dingen, die sie auf verschiedenen Ebenen bearbeiten müssen. Ein wesentlicher anderer Grund ist die Tatsache, dass bei Säuglingen die Schädelplatten noch sehr weich und zueinander beweglich verschiebbar sind.

    Der Craniosakrale Rhythmus ist eine wiederkehrende Bewegung im menschlichen System, die unter anderem durch die Zyklische Produktion und den Abbau des Gehirn Wassers (Liquor Cerebrospinalis) entsteht.

    Wenn der Craniosakrale Rhythmus ins Ungleichgewicht gerät, kann das viele verschiedene Ursachen haben, die alle unter einem Begriff zusammengefasst werden können, Stress im Organismus.

    Und das hat hat auch wieder Stress für den Organismus zur Folge.

    Was hat das alles mit einem Schnuller zu tun?

    Wie also lässt sich die Katze, die sich in den Schwanz beißt durchbrechen und was hat das alles mit dem Schnuller zu tun?

    Wie ich schon erwähnt habe, ist der Craniosakrale Rhythmus von der Menge des Gehirnwassers abhängig. Das bedeutet, es findet tatsächlich eine kaum messbare Bewegung statt, die grundsätzlich im ganzen Körper, am Kopf und am Kreuzbein (Sakrum), am stärksten spürbar ist.

    Das bedeutet aber auch, dass sich die Schädelknochen für einen ausgeglichenen Craniosakralen Rhythmus frei bewegen können müssen.

    Womit wir bei einer möglichen Ursache für einen eingeschränkten, unausgeglichenen Craniosakralen Rhythmus wären. Bei der Geburt schieben sich physiologisch die Schädelknochen des Säuglings übereinander.

    Das passiert zwangsläufig, damit er durch den Geburtskanal gelangen kann.

    Das ist nicht nur ein notwendiges Übel, sondern auch eine, man könnte sagen, Turboaktivierung des Craniosakralen Rhythmus. Denn diese massive Kompression des Schädels bewirkt eine sehr starke Gegenbewegung. Dies führt zu einer Aktivierung des gesamten Systems auf neurologischer Ebene, welche durch eine Kaiserschnittgeburt nicht „automatisch“ aktiviert wird.

    Nach dem die Kinder auf der Welt sind, stellt sich dann ein normaler gleichmäßiger Craniosakraler Rhythmus ein. Dafür ist es aber wichtig, dass sich die Schädelplatten wieder an ihre physiologischen Positionen begeben.

    Wenn der Geburtsvorgang schwierig oder besonders langwierig war, Saugglocken, Zangen oder ein Kaiserschnitt von Nöten waren, kann es sein, dass dies nicht auf natürlichem Weg passiert. In diesen beiden Fällen wird ein ungleicher Druck auf die Schädelplatten ausgeübt und der Besuch einer OsteopathIn empfohlen.

    Das bedeutet Stress im System!

    Stimulation des Craniosakralen Rhythmus durch das Schnullern

    Der zentralste Kern des Neurologischen -, wie auch des Craniosakralen Systems liegt an der Schädelbasis. Und dieser ist im Wesentlichen über dem Gaumendach positioniert.

    Dort ist ein Punkt, den die Kinder mit dem Schnuller unbewusst zu stimulieren versuchen. Der Schnuller wird beim Saugen immer und immer wieder rhythmisch unter den Gaumen gedrückt.

    Dies ist ein Mechanismus, der von Kindern unbewusst als Stimulations- Mechanismus des Craniosakralen Rhythmus genutzt wird.

    Sollten Ihr Kind nicht ohne Schnuller können, macht es Sinn, so früh wie möglich einen Osteopathen auf zu suchen. Und abzuklären, ob dieses Verhalten ein rein psychologischer Versuch ist Stress aus dem System abzubauen.

    Und sollte es nicht an dieser Thematik liegen, dass die Schädelplatten Schwierigkeiten haben sich nach der Geburt an ihre anatomischen Positionen zu bewegen, kann man Osteopathisch auch viele andere Ursachen, die mit Stress Aufbau im Organismus zu tun haben, unterstützend behandeln.

    Auf jeden Fall kann man den Stress im System abbauen. Wenn dies nur kurzfristig eine Verbesserung mit sich bringt und das Schnuller Problem wiederkommt, oder sich andere Auffälligkeiten zeigen sollten, ist es auf jeden Fall ratsam einen weiteren Fachmann aufzusuchen.

    Liebe Grüße

    Eure Kristin (Babytalk Heilpraktikerin/Osteopathin)

    Beitragsfoto: bedya / shutterstock
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  • Die Magie der Weihnachtsbräuche

    Die Magie der Weihnachtsbräuche

    Weihnachten ist das Fest der Liebe. Wir feiern es gemeinsam mit unseren liebsten Menschen. Doch warum geht so ein besonderer Glanz von diesem Fest zum Jahresende aus?

    Natürlich, es liegt in der dunkelsten Zeit des Jahres: Erinnern wir uns deshalb seit Kindertagen an den Lichterschein, der diese Zeit im kalten Winter unsere Augen glänzen und unsere Herzen erwärmen lässt?

    Dabei ist es ganz gleich, ob eine Familie dieses Fest als Heilige Nacht der Geburt Christi begeht oder eher ein paganes Lichterfest mit keltischen Wurzeln feiert.

    Die Rückkehr des Lichts zur Wintersonnenwende um den 21. Dezember verschmilzt zum Teil mit den christlichen Bräuchen.

    Was habt ihr für Kindheitserinnerungen an die Advents- und Weihnachtszeit? Ist es der Duft aus der Weihnachtsbäckerei, die frischen, grünen Tannenzweige im Adventskranz oder als Dekoration im Hausflur?

    Habt ihr früher Märchen gehört von den Weihnachtswichteln und vom Weihnachtsmann oder eher vom Christkind, seinen Englein und dem Nikolaus, der mit seinem finsteren Kumpan, dem Krampus (in Östrreich, entspricht in Deutschland dem Knecht Ruprecht und in der Schweiz dem Schmutzli, oder Düsseli), um die Häuser zieht?

    Egal, welche Traditionen ihr als Kinder kennengelernt habt, sie sind es, die Eltern nun auch an ihre Kinder weitergeben möchten.

    Und was, wenn Deine eigene Mutter nie Zeit hatte mit Dir welche zu backen, oder wenn Du Dich mehr an die Streitereien Deiner Familie in dieser Zeit erinnerst als an alles andere, an das Schöne, dass es sicher auch gab?

    Möchtest du nicht gerade dann mit Deinen Kinder wundervolle Weihnachten feiern? Und das kann jeder, denn schöne Erinnerungen werden stets von Neuem geboren.

    Zauberhafte Vorweihnachtszeit

    Weihnachten / Weihnachtsbräuche - Weihnachtsplätzchen backen

    Es ist einfach den Zauber dieser Zeit für Kinder so zugänglich zu machen, dass sie ihr ganzes Leben lang mit Freude an diese besondere Zeit im Jahr zurückdenken. Die wichtigsten Zutaten für diesen Zaubertrank sind Zeit zusammen zu verbringen, Lichterglanz, Weihnachtsduft, Musik und Gesang, Geschichten und gemeinsame Aktivitäten.

    Zusammen Backen ist eine schöne Sache, die schon mit ganz kleinen Kindern viel Spaß macht. Sobald das Baby sitzen kann, darf es im Hochstuhl platznehmen und hat einen abwechslungsreichen Spaß beim Zugucken, mit den Förmchen spielen, ein bisschen im Teig drücken und bohren, und ein wenig probieren natürlich auch.

    Auch das Teig kneten macht Kindern ab 2,5 Jahren großen Spaß. In dem Alter halten sie es vielleicht noch nicht ganz bis zum Ende durch und die Mama muss dann helfen, aber Weihnachtsbäcker entfalten ungeahnte Kräfte.

    Zwischen Teig kneten, ausstechen und verzieren können die Kinder sich mit etwas anderem beschäftigen und haben anschließend wieder neue Energie zum Mitmachen.

    Das Weihnachtsplätzchen backen ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen an die Adventszeit und meine Kinder lieben sie genauso.

    Ich kenne auch Mütter, deren Mütter nie gebacken haben und die das jetzt mit ihren Kindern zelebrieren: Denn Kekse backen ist eine absolut sinnliche Erfahrung.

    Es sind gerade die an den Sinnen orientierten Unternehmungen, die uns dauerhaft in Erinnerung bleiben.

    Das sehnlichst erwartete Klingeln des Christkindes mit silbernem Glöckchen, Wochen davor schon das Poltern vom Nikolaus an der Haustüre, sein geheimnisvolles Verschwinden und das Auffinden der mit Nüssen und Mandarinen gefüllten Stiefel.

    Wer gerne bastelt, kann gemeinsam etwas für die Weihnachtszeit dekorieren. Doch das ist überhaupt kein Muss für schöne Weihnachtserinnerungen.

    Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt

    Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, mit der ganzen Familie, ein Bratapfel aus dem Ofen, ein selbst gefüllter Adventskalender oder ein gekaufter mit Schokolade – all dies erfüllt seinen Zweck und die Wiederholung macht auch hier das Ritual aus.

    Je größer die Kinder werden, desto schöner wird das Ganze: Von Jahr zu Jahr erinnern sie sich besser und ihre Vorfreude auf die einzelnen Bräuche wird immer größer.

    Am 4. Dezember, dem Barbaratag gehen wir etwa in den Wald und schneiden zwei bis drei große Zweige ab. Diese erblühen in warmes Wasser gestellt um den Heiligabend herum.

    Traditionell nimmt man dafür Obstgehölz oder Zweige der Forsythie. Ein weiteres Ritual ist das Wunschzettel „schreiben“: Diese lassen sich wunderschön malen oder mit aus dem Spielzeugkatalog ausgeschnittenen Bildern bekleben.

    Waldweihnacht

    Eine wunderbare Tradition ist es, auch den Tieren im Wald eine schöne Weihnacht zu bescheren. Diesen Brauch haben wir bei uns in der Kita und im Kindergarten kennengelernt und führen ihn seitdem fort.

    Dazu suchen wir jedes Jahr einen besonderen Platz im Wald. Für die Tiere binden wir Karotten und Äpfel an Schnüre. Außerdem bringen wir Vogelfutter (lässt sich auch toll selbst machen) zum Aufhängen mit.

    Wir packen für uns selbst heißen Kinderpunsch und eine Dose selbst gebackener Kekse ein. Außerdem dürfen Sternwerfer und ein paar Stumpenkerzen nicht fehlen.

    Diese bekommen einen schönen Platz in der Mitte. Die Gaben für die Tiere werden in die Äste gehängt. Außerdem schmücken wir diese mit bunten Bändern und allerlei von den Kindern für die Tiere Gebasteltem.

    Gemeinsam singen wir unsere liebsten Weihnachtslieder. Reihum dürfen die Kinder eins vorschlagen. (Ich kann zwar nicht wirklich singen, aber das ist nicht wichtig – habe ich gelernt.)

    Dann trinken wir Punsch und essen die Kekse, bevor wir mit unseren Taschenlampen durch den dämmrigen Wald heimwärts wandern. Das ist mein allerliebstes Ritual mit den Kindern geworden.

    Obwohl ich es als Kind nicht kannte, haben wir es für uns zu einem Brauch gemacht. Es ist also nicht nur wichtig, was unsere eigenen Kindheitserinnerungen sind.

    Ganz nach dem Motto: Gutes und Schönes soll weitergegeben und jede Menge Neues ausgedacht werden.

    Weihnachten: Was mir daran so gut gefällt?

    Das unsere Kinder so lernen, worum es bei Weihnachten wirklich geht. Da es sind nicht die vielen großen Geschenke sind, auch wenn diese Weihnachten für die Kinder natürlich auch zu einem großen Event machen, vor dem sie wirklich wochenlang schon aufgeregt sind und auf die Stunde der Bescherung geradezu entgegenfiebern.

    Sondern, dass es bei diesem Fest um Nächstenliebe und Achtsamkeit geht. Darum Freude zu schenken und Liebe unter die Menschen und zu den Tieren zu bringen. Das ist es doch, wofür das Jesuskind ein Symbol ist.

    Einfaches Mürbeteigrezept für Plätzchen mit wenig Zucker

    • 500 g Mehl
    • 1 Paket weiche Butter
    • 2-3 Eier
    • 1/2 Päckchen Backpulver
    • 40-50 g Rohrzucker, ca.
    • 1-2 Päckchen Vanillezucker
    • optional 150 – 200 g gemahlene Haselnüsse, Mandeln, Erdnüsse, Kakao oder Kokosflocken

    Rezepttipp für Weihnachten:

    Bei den meisten Rezepten genügt es völlig, die Hälfte der angegebenen Menge Zucker zu verwenden: Es schmeckt dann immer noch süß genug. Und es kommt ja auch noch jede Menge Verzierung aus Zucker dazu.

    Jetzt alles gut mit den Händen verkneten bis ein kompakter Teigklumpen entsteht. Dann ca. 30 Minuten kühl stellen. Ist der Teig zu klebrig geworden, Arbeitsfläche und Nudelholz mit Mehl bestäuben. Ist der Teig sehr bröselig geworden, können daraus Kugeln geformt werden – mit Zahnstocher werden Lollies draus. Oder Fantasiegebäcke kneten und rollen lassen. Alles in den Ofen und ca. 15 Minuten backen lassen.

    Zum Verzieren nehme ich am liebsten Schokostreusel, Schoko-Raspeln, Mandeln, Rosinen, Cranberries oder bunte Bio-Streusel. In den knallbunten Streuseln ist meistens leider jede Menge Farbstoff drin.

    Eine sinnliche Weihnachtszeit wünscht Euch

    Verena Wagner (Babytalk-Autorin)

    Falls ihr noch nicht mitbekommen habt, dass wir in diesem Jahr wieder einen tollen Adventskalender für euch „auf die Beine gestellt haben“, auf diesem Weg gehts ganz schnell hin zu ihm: Adventskalender

    Welche Magie hat bzw. übt das Weihnachtsfest für euch immer noch oder wieder aus?

    Ps. Habt ihr heute schon in unserem Adventskalender geschaut?

    Beitragsfoto: Yuganov Konstantin / shutterstock
    Foto 2: Lucky Business / shutterstock
  • *Werbung* Die Geschichte des beliebten Spielzeugherstellers Fisher Price

    *Werbung* Die Geschichte des beliebten Spielzeugherstellers Fisher Price

    Hallo Ihr Lieben,

    heute möchten wir Euch noch einmal in den letzten Atemzügen vor Weihnachten mit einem wirklich lustigen Video von Fisher-Price und schönen Erinnerungen an unsere eigenen Kindheits-Erinnerungen aufheitern.

    Das Spielzeug, das schon uns prägte

    Fangen wir doch einfach mal mit einer Frage an, bei der wir damit rechnen, dass sich viele Gesichter aufhellen werden:

    Wer kennt noch dieses witzige Zieh-Telefon aus der eigenen Kindheit? Bei uns in der Redaktion meldeten sich gleich mal drei von vier Kollegen 😉

    Fisher-Price Kinderspielzeug
    Fisher-Price Kinderspielzeug

    Das Telefon gibt es übrigens immer noch! Und auch die Wählscheibe blieb erhalten, da die Käufer sich vehement gegen die Änderung auf Wähltasten sträubten.

    Aber es ist auch einfach herrlich anzusehen!

    Der Markenname „Fischer Price“ setzt sich übrigens aus zwei Nachnamen der Gründer zusammen, zu denen auch Helen Schalle gehörte, die aber im Namen nicht auftaucht:

    Fisher-Price Kinderspielzeug

    Und so haben nun schon seit 87 Jahren die Spielzeuge aus dieser Firma die Kinderzimmer der Welt erobert.

    Jede Menge Lernspaß von Fisher-Price

    Spielzeuge sind natürlich vor allem zum SPIELEN da. Aber warum soll ein Kind nicht auch nebenbei ein paar Alltagssituationen mit dem Spielzeug üben? So entwickelte Fisher-Price im Laufe der Zeit viele niedliche, bunte, lustige, spannende und vor allem alles andere als langweilige Lernspaß-Spielzeuge.

    Das Hündchen ist übrigens das Markensymbol dieser Linie geworden:

    Fisher-Price Kinderspielzeug

    Wir mögen die traditionsbewusste Marke Fisher-Price sehr und haben nun noch dieses lustige Video für Euch, in dem natürlich das TELEFON nicht fehlen darf 😉 Sicher erkennt der oder die eine den oder anderen Charakterzug seines Kindes darin wieder.

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Spielen:)

    Eure Babytalk-Redaktion

    Vielleicht schaut ihr auch nochmal auf unserem Beitrag „Kinderspielzeug zu Naturmaterialien“ vorbei, Hinweis der Redaktion.

  • Erfahrungsbericht einer Leserin zu Thema Gewalt unter der Geburt

    Erfahrungsbericht einer Leserin zu Thema Gewalt unter der Geburt

    Diesen sehr berührenden Bericht über „Gewalt unter der Geburt“ haben wir von unserer Leserin Dekame erhalten. Weder wollen wir werdenden Müttern mit der Veröffentlichung Angst machen, noch ist das, was Dekame schreibt der Alltag. Und das ist auch gut so!

    Wir wollen mit diesem, wie den anderen Berichten, alle Verantwortlichen sowie Beschäftigten im Umfeld der Geburtshilfe für einen wertschätzenden Umgang mit Gebärenden, sowie die Verantwortlichen und die Politik um mehr Unterstützung bei deren Arbeit sensibilisieren. Und nicht zuletzt den betroffenen Frauen eine STIMME geben. Doch lest selbst:


    Die Geburt meiner Maus war sehr unschön und ich weine noch sehr oft, wenn ich daran denke .

    Kontrollgang zum Frauenarzt

    Es fing an, dass ich zu den regelmäßigen Kontrollen zum Frauenarzt ging. Alles war supi bis ich nach einem CTG den Arzt verließ und im Treppenhaus ausrutschte und die Treppe herunterstürzte. Ich hatte schmerzen. Ich schrie. Keiner hörte mich.

    Ich schleppte mich wieder hoch zum Arzt und schilderte was gerade passierte. Ich weinte und sollte mich ins Wartezimmer setzen. Nach ca. 30 Minuten warten, ging ich wieder nach vorne und sagte ich habe schreckliche Schmerzen im Bauch. Ob mir bitte jemand einen Krankenwagen rufen könnte. „Nein!“ lautete die knappe Antwort.

    Der Arzt kommt gleich. Er kam auch schon um die Ecke und bat mich ins Untersuchungszimmer. Eine Ultraschalluntersuchung wurde durchgeführt.

    Meine kleine Maus war im Stress. Was genau konnte oder wollte er mir nicht sagen. Er sagte, sie sei zu klein und wurde wohl nicht genug versorgt. Ich war zuvor nur zum CTG da.

    Wie ins Krankenhaus kommen

    Er sagte ich soll ins Krankenhaus, er macht mir jetzt eine Überweisung fertig. Aber wie soll ich da hin kommen? Ich kann so kein Auto fahren! Ich hatte Schmerzen!

    Das müsste ich jetzt selber klären, war seine Antwort. Na toll. Ich rief meinen Mann an  (führerscheinlos) er solle jemanden anrufen, der mich JETZT abholt und ins Krankenhaus fährt.

    Dies geschah auch sehr schnell. Angekommen im Krankenhaus hieß es Formulare ausfüllen. Ich wurde auf ein Zimmer gebracht und ein Arzt sollte gleich kommen.

    Mein Mann packte meine Kleidung etc. in den Schrank. Eine Schwester kam und war verdutzt, was ich hier mache. Sie sagte, ich soll draußen warten. Hä, warum denn das? Der Arzt kam und fragte mich, warum ich draußen stehe.

    Ab in den Kreißaal

    Ich wurde in den Kreißaal geschoben. CTG.  1 1/2 tage lag ich am CTG. Tag und Nacht. In einem kleinem Raum der aussah wie eine Abstellkammer.

    Ich musste mehrmals den Raum verlassen, weil andere Schwangere auch ans Gerät mussten. So stand ich öfter stundenlang im Flur. Total übermüdet. Ich konnte nicht schlafen.

    Es war irgendwann morgens. Ich hatte 2 Tage schon nix gegessen …  Man brachte mir einfach nichts. Mein Mann war inzwischen zu Hause und musste sich um die anderen zwei Kinder kümmern.

    Irgendwann kam ein Arzt herein und sagte, wir machen jetzt in 15 Minuten den Kaiserschnitt. – Bitte was?! Warum? Nein!

    Ich rief meinen Mann an der sofort zu mir ins Krankenhaus eilte. Meiner Kleinen gehts gar nicht gut. Sie bewegt sich nicht mehr und ihr Herz ist sehr schwach.

    Ich zittere und weinte. Ich will nicht, dass sie stirbt. Mir ging so viel durch den Kopf. Ich zittere so stark, dass ich nicht reden konnte.

    Gewalt unter der Geburt

    Ich hyperventilierte. Zwei Schwestern brachten mich in den OP-Saal. Was passiert jetzt? Was muss ich machen? Lebt sie noch? Was wenn nicht?

    PDA musste gemacht werden, sie versuchten in meinen Rücken zu stechen. Ganze 12 mal. Es gelang ihnen nicht. Ich zitterte zu sehr.

    Ich wurde angeschrien, ich solle gefälligst still halten! Wie? Ich hatte Angst! Keiner sagte mir was jetzt passiert. Ich kotzte nun auch noch alles voll.

    Entschuldigte mich und weinte. Ich wurde in einen anderen OP-Saal gebracht. Ich musste laufen.

    Es ging nicht, weil ich so stark zitterte. Ich brach zusammen. Im anderen Saal angekommen. PDA versuch Nr. 13. Es klappte. Aber auch nur, weil vier Schwestern mich so stark festhielten, dass ich auch aufhörte zu zittern.

    Ich wurde an einen Tropf gelegt, was mich etwas beruhigen sollte. Ich war total benebelt.

    Die PDA wollte nicht wirken

    Ich wurde wieder klar im Kopf als sie sagten ’so, es geht jetzt los ‚ … Aber ich fühlte doch noch alles! Stopp!

    Der Arzt glaubte mir nicht und piekste mir in den Bauch und fragte, ob ich es spürte. Ja verdammt! Es tat höllisch weh! Es wurde etwas gewartet.

    Bis dann die Betäubung wirkte. Sie schnitten mich auf und drückten auf meinen Brustkorb. Warum so fest?! Ich keuchte, da ich keine Luft bekam.

    Ich war weg. Ohnmächtig und bekam nix mehr mit. Als ich aufwachte, hörte ich meine kleine Maus weinen und schreien.

    Ich weinte mit. Sie lebt! Sie ist da! Eine Schwester hielt sie mir ins Gesicht. Gibt sie mir! Nein! Sie wurde weggebracht auf die Säuglingsstation.

    Ich wurde zusammengeflickt und in ein Zimmer geschoben in dem ich sofort unter Schmerzen einschlief oder wieder ohnmächtig wurde? Ich weiß es nicht.

    Am nächsten Morgen

    Am nächsten Morgen bin ich wieder wach geworden. Ich hatte Schmerzen und musste zugleich? Pippi machen.

    Ich rief die Schwester. Die zeigte mir, wie ich am besten aufstehen sollte. Ich ging aufs Klo. Die Schwester war wieder weg. Na toll. Ich kann nicht drücken. Ich kann nicht!

    Aber ich muss doch. Ich drückte auf den Notfallknopf und rief die Schwester, ich kam nicht mehr vom Klo. Es war mir so peinlich.

    Die Schwester kam und schnauzte mich an, dass dies nur ein Notfallknopf ist. Na, wenn das kein Notfall ist, was dann?

    Gerade solch ein Verhalten hat mich immer wieder „verletzt“ und habe es für mich in diesen Momenten als Gewalt unter der Geburt erlebt. Nichtzuletzt weil ich in diesen Tagen bestimmt emotionaler war als sonst. Doch geht es nicht allen jungen Müttern so?

    Ich fragte, wann ich meine Tochter sehen könnte. Ja später. Sie werden dann hochgebracht auf die Säuglingsstation.

    2 Stunden passierte nix. Ich fragte mehrmals nach. Drehte mich unter Schmerzen vom Bett und ging langsam, Schritt für Schritt alleine vom ersten in den zweiten Stock.

    Ich wollte einen Fahrstuhl nehmen, doch diese waren gerade besetzt von den Essenwägen. So nahm ich die Treppe. 30 Minuten brauchte ich. Aber ich hab es geschafft. ALLEINE.

    Ich wollte ja schließlich meine Tochter sehen. Oben angekommen, sah ich sie nicht, aber ich wusste, wo sie lag. Ich konnte sie an ihrer Stimme erkennen. Mein Wunder! Mein kleines Mäuschen. Sie ist so wunderschön …

    Ich wünsche allen werdenden Müttern und Vätern „sensiblere“ bzw. entspanntere Betreuer bei ihrer Geburt, damit sie nicht diese Gewalt unter der Geburt erleben müssen, wie ich.

    Lest hierzu doch noch unseren Beitrag „Gibt es die perfekte Geburt„, Hinweis der Redaktion.

    Eure Dekame Otto (Babytalk-Leserin)

    Mit unserem Weltrekord für Hebammen wollen wir Mithelfen die „Umstände“  bei Geburten von wirtschaftlichen Aspekten zu befreien, damit Frauen solche Erfahrungen von Gewalt unter der Geburt erspart bleiben, Hinweis der Redaktion.

    Beitragsfoto: Tyler Olson / shutterstock
    Pinterest: Tyler Olson & Steve Lovegrove / shutterstock
  • Gewalt unter der Geburt – Ein sehr bewegender Bericht

    Gewalt unter der Geburt – Ein sehr bewegender Bericht

    Am eigenen Leib habe ich erfahren, wie sich Gewalt unter der Geburt anfühlt und möchte diese Erfahrung zum heutigen Roses Revolution Day mit Euch teilen.

    Ich war bereits im Zimmer indem das CTG geschrieben wurde, als sich die neue Hebamme nach dem Schichtwechsel vorstellte. Es war genau die Hebamme, der ich Wochen zuvor meine Vorstellungen meiner Geburt erläutert hatte.

    Sie wusste also Bescheid über meine sanfte Hypnobirthing Geburtsvorstellung ohne Hebamme, ganz für mich alleine, in Ruhe mit meinem Partner.

    Die ersten Stunden waren entspannt

    Ich konnte die Wellen gut veratmen und hatte kaum Schmerzen. Ich wurde in Ruhe gelassen und konnte mit meinem Partner alleine im Kreissaal entspannen. Die Wellen wurden von Stunde zu Stunde intensiver und ich fühlte mich immer wieder durch das Eintreffen der Hebamme sichtlich unwohler.

    Ich hatte schon extreme Schmerzen und gab mich den Wellen vollkommen hin. Immer wieder wurde nach dem Muttermund getastet und immer und immer wieder betonte sie, dass sich nicht wirklich was getan hat. Sehr motivierend nach 15 Stunden Schmerzen.

    Ich saß auf der Toilette und konnte aufgrund der heftigen Wellen nicht mehr ohne Hilfe aufstehen. Die Hebamme kam in die Toilette und fand mich weinend vor. Sie half mir beim Aufstehen. Das Blut lief mir an den Beinen hinunter und ich war einfach nur entkräftet.

    Sie sah mich an und sagte: „Da haben Sie jetzt ihre tolle, schmerzfreie Geburt, die die immer davon reden, wie schön das ist, sollten sich mal einen Tag hier zu uns stellen.“ Dies war die erste Erfahrung der Gewalt unter der Geburt für mich. Ich bejahte, damit ich sie nicht noch genervter machte als sie eh schon war und brach erneut in Tränen aus. Sie brachte mich zum Bett.

    Trotz Schmerzen war ich noch voller Vorfreude

    Nun hatten wir wieder mehr Ruhe. Ich genoss diese Stunden sehr, obwohl ich extreme Schmerzen hatte. Die Momente als Paar, voller Vorfreude auf unsren Sonnenschein. Ich bat meinen Partner mir den Gymnastikball zu geben, damit ich das Becken leichter kreisen konnte.

    Als plötzlich die Ärztin rein kam und ganz empört war, was ich den hier mache. Das sieht wackelig aus und ich sollte mich sofort hinlegen und den Ball weglegen. Ich war schockiert. Konnte aber aufgrund der Schmerzen keinen klaren Gedanken fassen und tat was sie verlangte.

    Wieder wurde nach dem Muttermund geschaut. Ich fühlte mich so hilflos und allein. So unverstanden und klein. Ich hielt noch 5 Stunden durch. Danach merkte ich wie nervös die Ärztin wurde- sie hatte den OP Kittel bereits an und flüsterte der Hebamme zu ob sie schon mit mir gesprochen hätte.

    Sie verneinte, klopfte mir auf den Rücken und lachte,,: ach die schafft das schon! Ich wusste, sie wollte mit Absicht, dass ich noch etwas länger was von meiner ,,schmerzhaften,, Geburt hatte. Ich war am Boden zerstört.

    So hatte ich mir die Geburt nicht vorgestellt

    So hatte ich mir das alles auf keinen Fall vorgestellt. Wieder ließen sie uns alleine im Zimmer und ich konnte verschnaufen. Nach 24 h Leid kam plötzlich die Ärztin herein und forderte mich auf, mich zu melden, wenn die nächste Wehe käme.

    Ich lag im Vierfüßlerstand da und dachte, sie wolle einfach nur schauen, wie ich mit den Wellen fertig wurde. Als die nächste Welle kam, führte sie ohne jegliche Warnung ihre ganze Hand in mich und tastete nach dem Muttermund. Egal ob es notwendig war oder nicht, ohne über ihr tun zu kommunizieren, fühlt es sich für mich wieder an, wie Gewalt unter der Geburt. Ich schrie vor Schmerzen und bat sie sofort aufzuhören.

    Drehte mich um und schrie, dass ich nicht mehr kann. Ich fühlte mich, als hätte ich all meinen Stolz verloren, nackt und um mein Frau sein beraubt. Vergewaltigt und bloßgestellt.

    Sie sah mich an und meinte: „Es wäre Zeit für einen Kaiserschnitt, aber die 24 Stunden Schmerzen waren halt jetzt umsonst, der Kleine rutscht einfach nicht ins Becken.“

    Mich der Gewalt „gebeugt“ – als Mama versagt

    Ich war schockiert! Wie eiskalt sie mir erklärte, dass ich jetzt als Mama versagt hätte. Ich wollte einfach nur meinen Sohn haben und in diesem schmerzhaften Moment war es mir egal wie. Ich unterschrieb den Zettel für den Kaiserschnitt und ließ mich in den OP fahren.

    Als ich da so auf dem OP Tisch lag, konnte ich einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen und wollte einfach nur, dass dieser Tag eine Ende hat und ich endlich mein Kind in den Armen halten kann. Ich bekam die Betäubung und sie erklärte mir, was sie jetzt genau machen.

    Dann begann die Gewalt unter der Geburt

    Plötzlich passierte das, wovor wohl alle Mamas vor einem ungeplanten Kaiserschnitt Angst haben. Ich schrie drei Mal AUA, denn ich spürte, wie sie meine Bauchdecke aufschnitten. Es tat höllisch weh, aber niemand interessierte sich dafür. Und da war es wieder das Gefühl der Gewalt unter der Geburt.

    Sie sagte nur: Ich kann jetzt nicht mit dem Schneiden aufhören und machte weiter. Gott sein dank wurde ich dann in Narkose gelegt. Das für mich so unvorstellbare war, dass im Geburtsbericht angeführt wurde, dass ich so aufgebracht war und deshalb in Narkose gelegt wurde.

    Ich bin heute noch extrem verletzt über diese falsche Behauptung. Nach dem Aufwachen konnte ich nur kurz meinen Sonnenschein sehen, bevor ich 3 Stunden auf der Intensivstation lag.  Wieso, weiß ich bis heute nicht.

    In der Zwischenzeit hatte mein Lebensgefährte unseren Sohn alleine und niemand erklärte ihm, was mit mir los sei oder wo ich bin. Als ich dann ins Zimmer kam und endlich meine Sohn und Lebensgefährten sah, vergas ich alles, was in den letzten Stunden passiert war.

    Bis zu diesem Niederschreiben, hatte ich diesen Schmerz verdrängt

    Erst jetzt keimt sie auf – die Traurigkeit über diese Geburtserfahrung. Ich habe die Gefühle anfangs verdrängt. War so überglücklich diesen Sonnenschein zu haben – dass ich vergaß, wie schlimm diese Geburt für mich war.

    Ich bin traurig und wütend. Traurig, weil ich mein Kind nicht ohne Hilfe auf die Welt bringen konnte. Wütend, dass ich nicht Frau genug war in diesen Stunden klar meine Wünsche zu äußern.

    Dieser Tag sollte der schönste in meinem Leben werden und er wurde der schlimmste.

    Jede Frau hat das Recht auf eine schöne Geburt statt Gewalt unter der Geburt erfahren zu müssen. Was wir bei der Geburt leisten sollte mit Respekt behandelt werden.

    Eine Geburt ist ein Prozess, in dem wir uns vollkommen hingeben – alle unsere Hülle fallen lassen müssen und in die Tiefen des Schmerzes hinabsteigen, um danach das Glück auf Erden zu sehen.

    Mir wurde der schönste Moment genommen und ich werde diesen nie nachholen können. Ich werden lernen müssen nicht nur mit der äußerlichen Narbe, sondern auch mit der innerlichen leben zu müssen.

    Liebe Grüße Eure Christina Watzinger (Babytalk – Leserin)

    Unter diesem Link findet ihr eine weiteren Bericht zu Gewalt unter der Geburt. Und mit unserem Weltrekord für Hebammen wollen wir Mithelfen die „Umstände“  bei Geburten von wirtschaftlichen Aspekten zu befreien. Damit Frauen Gewalt unter der Geburt erspart bleibt. Auch wenn wir wissen, dass der Personalmangel nicht die alleinige Ursache ist, halten wir ihn doch für maßgeblich (Hinweis der Redaktion).

    Beitragsfoto: links Tyler Olson & rechts N1_5.6 / shutterstock
    Pinterest: Tyler Olson & Steve Lovegrove / shutterstock
  • Nachtschreck, was ist das, was können wir als Eltern tun?

    Nachtschreck, was ist das, was können wir als Eltern tun?

    Der Nachtschreck: In diesem Beitrag möchten wir Euch von schlaflosen und zuerst sehr beunruhigenden Nächten berichten, die wir mit Viktoria durchlebten. Stellt Euch folgendes Szenario vor.

    Szenario

    Viktoria schreckt einige Male in der Nacht wimmernd und weinend auf, klettert zu mir Mira ins Bett, kuschelt sich fest an mich und schläft direkt weiter.

    Meine Versuche, sie aufzuwecken sind erfolglos. Viktoria schläft trotz ihrer offensichtlichen Angst so tief, dass ich sie richtig gehend rütteln müsste, um sie zu wecken.

    Nachdem ich im Kindergarten den Tipp bekam, dass viele Kinder in Viktorias Alter an dem sogenannten „Nachtschreck“ leiden, habe ich mich darüber informiert und möchte Euch nachfolgend mitteilen, was ich darüber herausfinden konnte:

    Das Phänomen des Nachtschrecks?

    Das Phänomen des Nachtschrecks, der in der in Fachkreisen auch „pavor nocturnus“ genannt wird, kann ab dem ersten  bis zum 7. Lebensjahr vor allem bei Kleinkindern auftreten. Sie wachen häufig ca. 3 Stunden nachdem einschlafen auf und sitzen dann aufrecht, schreien oder weinend im Bett. In seltenen Fällen laufen sie sogar umher.

    Wie für mich sind diese Nächte mit Viktoria auch für viele andere Eltern eine höchst beunruhigende Erfahrung, auch wenn sie eher zu den harmloseren Schlafstörungen gehört. Wie gesagt, nur in Bezug auf die Kleinen und nicht auf uns Eltern.

    Ein Nachtschreck ist eine Störung des Schlafs, bei dem Euer Kind ca. 3 Stunden nachdem Einschlafen plötzlich aufrecht im Bett sitzt, weint, schreit, stöhnt oder murmelt. Die Augen hat es dabei meistens weit offen, ohne jedoch wirklich wach zu sein.

    Weil Euer Kind in einer Art Grauzone zwischen Schlaf und Wachsein festhängt, nimmt es Eure Anwesenheit nicht wahr und reagiert auf nichts, was Ihr tut oder sagt. Das gute an dem Phänomen ist, dass Eure Kleinen sich am Morgen an nichts erinnern.

    Wie häufig und wann tritt der Nachtschreck auf?

    Die Schlafstörung tritt zwischen 5 bis 30 Prozent der Kinder zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr auf. Je nachdem welche Studie man heranzieht. Sie kann aber auch durchaus bereits bei Einjährigen oder sogar bei Säuglingen vorkommen.

    Der Nachtschreck taucht häufig vor oder nach einschneidenden Erlebnissen auf, wie zum Beispiel dem ersten „bewussten“ Geburtstag: Viktoria wird übermorgen vier;) Oder nach aufregenden Tagen.

    Viktoria macht von ihrem 4. Geburtstag (selber) viele Entwicklungsschritte abhängig, obwohl von außen kein Druck auf sie wirkt … . Sie glaubt zum Beispiel an ihrem Geburtstag plötzlich körperlich GROß zu sein. Am Morgen ihres vierten Geburtstags schaute sie sich direkt ihre Beine an und war enttäuscht, dass sie nicht merklich gewachsen waren;)

    Zudem tritt der Nachtschritt häufig bei der Eingewöhnung in den Kindergarten (oder Kita) wie auch während der Einschulung auf.

    Besonders schlimm ist es für uns besorgte Eltern vor allem deshalb, weil wir eigentlich nichts machen können. Denn nichts hilft, weder beruhigendes Zureden, die Trinkflasche oder das geliebte Kuscheltier.

    Wie sollen uns beim Nachtschreck verhalten?

    Das „einzige“ was betroffene Eltern machen können, ist es, ihre Liebsten so entspannt wie möglich zu begleiten und vor „Verletzungen“ zu schützen. Denn es kann vorkommen, dass diese um sich schlagen oder sich herumwälzen.

    Egal was Ihr macht, es gibt nichts, was den Nachtschreck abkürzen könnte. Er dauert so lange, wie er dauert. Meistens ist es auch gar nicht so hilfreich, wenn wir sie berühren, ansprechen oder gar wecken, da sie in der Regel sowieso nicht darauf reagieren. Das Kind scheint regelrecht in seiner eigenen Welt gefangen zu sein. 

    Das Nachtschreck-Syndrom kann sich gelegentlich wiederholen, ist aber kein regelmäßig auftretendes Schlafproblem. Dass es bei Viktoria jetzt bereits mehrere Nächte hintereinander aufgetreten ist, ist eher selten.

    In der Regel wird diese Schlafstörung von Medizinern als harmlos eingestuft. Es besteht keine Gefahr von Folgeschäden für das Kind. Seid ihr aber trotzdem sehr besorgt, solltet ihr eure Ängste und Bedenken beim nächsten Kinderarzt-Besuch auf jeden Fall zur Sprache bringen.

    Ergänzung: Jetzt nach ihrem 4. Geburtstag und ihrer, wenn auch leicht enttäuschenden Erfahrung, dass sie immer noch „die gleiche“ ist, hat sich ihr Nachtschreck wieder gelegt.

    Was löst ein Nachtschreck aus und wie kann man ihn verhindern?

    Es gibt nichts, was einen Nachtschreck verhindern kann, u.a. weil man sich nicht einmal mehr sicher ist, was genau ihn auslöst. Feststeht, dass Nachtschrecken nicht bedeutet, dass Ihr Kind ein psychologisches Problem hat oder bedrückt ist.

    Wie oben bereits beschrieben können Nachtschrecken ihre Ursache in Stress oder Übermüdung haben oder aber von unregelmäßiger Schlafroutine oder mangelndem Schlaf kommen.

    Wie kann ich einen Nachtschreck von einem Alptraum unterscheiden?

    Im Unterschied zu einem Nachtschreck wird ihr Kind bei einem Alptraum wirklich wach. In der Regel kann es sich an seinen Alptraum erinnern und auch darüber sprechen. Zudem wird Ihre beruhigende Anwesenheit ihr Kind trösten können.

    Wissenschaftlich gesehen finden Alpträume in der Regel während der REM-Phase (Rapid Eye Movement) des Schlafes statt, das heißt in der Regel zwischen 2 und 6 Uhr morgens. Der Nachtschreck erfolgt dagegen oft in den ersten Nachtstunden, in denen das Kind nicht träumt.

    Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Beitrag etwas beruhigen oder „vorwarnen“. Unter diesem Link findet ihr einen Erfahrungsbericht einer Babytalk-Leserin.

    Eure Mira (Babytalk-Redaktion)

    Beitragsfoto: Twin Design / shutterstock