Autor: Deva Wallow

  • Aller liebsten Dank und alles liebe zum Muttertag

    Aller liebsten Dank und alles liebe zum Muttertag

    Das Babytalk-Team bedankt sich bei allen Müttern für ihre wundervolle Arbeit wünscht ihnen alles Liebe zum Muttertag

    Alles Liebe zum Muttertag liebste Mama. Ich muss Dir unbedingt mal ein ganz großes Lob aussprechen. Jeden Tag werden die Haufen in meiner Windel größer und größer. Und was soll ich sagen? Du schimpfst nicht. Dabei gib ich mir wirklich richtig viel Mühe.

    Übrigens liebe ich es, wenn Du beim Wechseln immer deine schöne Nase so schön kraus ziehst. Ich könnte mich dann immer wieder ausschütteln vor Lachen.

    Ich genieße es so und bin Dir soooo dankbar, wenn Du mich morgens so liebevolle anschaust, selbst wenn ich Dich ganz früh wieder wecke und das auch wenn ich die Nacht zuvor durchgeschrien habe. Und Du mich tapfer auf deinen Armen gehalten hast, so wie Du immer dein Bestes gibst.

    Dankbar bin ich Dir auch für deine Geduld beim Stillen und Füttern, egal ob ich dabei immer wieder einschlafe oder den Möhrenbrei auf deiner Bluse verteile.

    Auf gar keinen Fall möchte ich vergessen Dir Danke zu sagen, dass ich es liebe die Schränke in der Küche auszuräumen und Dir so dankbar bin, dass Du mich läßt und nicht mit mir schimpfst.

    Doch kannst Du mir bitte sagen, warum Papa immer sagt, dass ich noch zu klein bin, um geschäftsfähig zu sein. Und das nur, damit er mich dann auf einen blöden Eimer setzen kann. Dabei will ich ja auch unbedingt ganz schnell geschäftsfähig werden.

    Was mache ich denn bloß falsch?

    Jeden Tag strecke und recke ich mich, um endlich größer zu werden. Investiere fast meine ganze Energie dahinein die Duftnote meiner Haufen von Tag zu Tag zu verbessern.

    Und auch das Zielen beim Pipi machen klappt immer besser. Beim letzten Mal habe ich dann auch endlich Papas Hemd getroffen. Doch auch danach schien er nicht wirklich stolz auf mich zu sein.

    Warum sich danach seine Stirn so in Falten gelegt hat und er einen knallroten Kopf bekam, weiß ich zwar nicht, doch es sah wirklich süß aus. Aber auch das reicht anscheinend immer noch nicht. Es ist zum Verzweifeln.

    Kannst Du mir bitte sagen, was ich noch tun kann, damit ich endlich geschäftsfähig bin.

    Du fragst Dich, warum ich so unbedingt ganz schnell geschäftsfähig sein möchte? Na, weil ich Dir dann zum Muttertag deine Lieblingsblumen im Internet bestellen kann. Doch bis es soweit ist, habe ich mir Papas Kreditkarte ausgeliehen.

    Muttertag - meine liebste Mama - Baby mit Blumen im Arm

    Ich verspreche Dir auch heute am Muttertag wieder mein Bestes zu geben, Dich zum Strahlen zu bringen.

    Alles Liebe dein Finn (Babytalk – Charmeur)

    Beitragsfoto: evgenyatamanenko / Getty Images Pro
    Foto2: Ecaterina Glazcova / shutterstock
  • Babynahrung ab dem 9. Monat – was kann es essen

    Babynahrung ab dem 9. Monat – was kann es essen

    Babynahrung: Für Babys im 9-ten Lebensmonat stellt die Muttermilch immer noch die beste Nahrungsquelle dar und schenkt ihm beim Stillen zudem die Nähe, die es braucht.

    Dennoch gibt es verschiedene Gründe, warum die Mutter nicht mehr Stillen möchte oder kann. Manche Kinder werden auch einfach immer neugieriger, was andere Nahrung betrifft, vor allem, wenn es ältere Geschwister hat.

    Auch wenn in diesem Alter die Beikostreife des Babys erreicht sein sollte, gibt es ein paar Dinge, die bei der Baby-Ernährung noch beachtet werden sollten.

    Sobald Kinder andere Nahrung als Muttermilch erhalten, entwickeln sie schnell ein Interesse, die Vielfalt und ihre Vorlieben an Lebensmittel zu erkunden. Dabei solltet ihr euer Kind nicht zwingen etwas zu probieren, was es nicht möchte. Der Geschmack eures Kindes ändert sich immer wieder im Laufe seiner Entwicklung. Bietet eurem Kind, die von ihm zuvor abgelehnte Nahrung einfach später wieder an.

    In dieser Phase des Übergangs von Babynahrung zur Familienkost machen sich zudem mögliche Nahrungsunverträglichkeiten bemerkbar. Diese sollten unbedingt berücksichtig werden, auch wenn sie sich später wieder legen können. Sofern die Kinder bis zum 10-ten Lebensmonat voll gestillt werden, ist für diesen Einstieg in die Familienkost keine Breiphase notwendig.

    Babynahrung für Kinder ab dem 9. Lebensmonat

    Gemüse

    Als Gemüse kann dem Kind alles gereicht werden, wann es mag und dies am besten zu Beginn als Fingerfood. Dies können beispielsweise gedämpfte Blumenkohl- bzw. Brokkoliröschen, Möhrenstöcken oder Paprikastreifen sein.

    Obst

    Dem Kind dürfen alle Obstsorten sowohl in frischer als auch in getrockneter Form angeboten werden. Diese sollte entkernt sein! und in handliche Stücke zubereitet sein. Da Beeren und Zitrusfrüchte für unsere Kleinen schwer verdaulich sind und sollten sie nur in begrenzten Mengen angeboten werden.

    Eier

    Eier, vor allem hartgekocht, als Omelett oder gut durchgebratenes Rührei, sind nicht nur eine gut Eiweißquelle, sie enthalten zudem Eisen und Zink.

    Getreide

    Sobald eure Kinder neugierig darauf schauen, was der Rest der Familie auf dem Teller hat und beginnen danach zu greifen, legt ihnen ab und zu einfach ein Brotstückchen oder ein Stück Reiswaffel in greifbare Nähe. Sobald sie diese mit ihren Händen greifen können, sind sie auch in der Lage sie zu kauen, zu schlucken und zu verdauen.

    Behaltet sie dabei im Auge, damit es sich nicht durch Unachtsamkeit an einem Stück verschluckt.

    Getränke

    Kinder vertragen in diesem Entwicklungsstand vor allem Wasser und ungesüßten Tee und zur Abwechslung ggf. auch mal einen stark mit Wasser verdünnten Fruchtsaft.

    Da Kinder in diesem Alter noch zu klein sind, um von sich aus nach etwas zu trinken zu verlangen, ist es an uns Eltern ihnen regelmäßig, sowohl zu den Mahlzeiten als auch zwischendurch – etwas anzubieten. Wobei sie im Alter von einem bis drei Jahren ca. 600 bis 700 ml Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen sollten.

    Milch

    Mit Beginn des zweiten Lebensjahres dürfen Kinder handelsübliche Kuhmilch (pasteurisiert oder ultrahocherhitzt) und andere Milchprodukte zu sich nehmen. Dabei sollten 300 Gramm bzw. Milliliter pro Tag allerdings nicht überschritten werden. Zu viel Milch für Babys verlangt Schwerstarbeit von Nieren und Stoffwechsel.

    Falls euer Kind keine Milch mag, ist Jogurt eine gute Alternative, Quark dagegen nicht, weil er zwar viel Eiweiß, jedoch wenig Kalzium liefert.

    Vegane „Milchdrinks“ wie Hafer-, Mandel- oder Dinkeldrinks sollten noch nicht als Milchersatz gegeben werden, da das Gehirn des Kindes sich noch voll im Wachstum befindet und dafür viel Eiweiß braucht.

    Ein zu großer Verzehr von Einweißprodukten begünstigt eine Übergewichtigkeit von Kindern.

    Unsere Tipps wie es mit dem Essen klappt

    • Lasst euer Kind beim Essen nicht alleine. Falls es mit einigen .Nahrungsmitteln überfordert ist (z.B. mit Brotkrümeln), braucht es eure Hilfe. Kinder essen wie wir Erwachsene lieber und eher mehr, wenn es Gesellschaft hat.
    • Sprecht während des Essens mit eurem Kind und ermuntert es zum Essen, indem ihr ihm aufbauendes Feedback gibt.
    • Wenn euer Kind ein Nahrungsmittel nicht essen möchte, probiert es einfach nach einigen Tagen noch einmal.
    • Kinder brauchen Rituale und das gilt auch fürs Essen und so solltet ihr euer Kind langsam darin unterstützten seinen eigenen Essrhythmus mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu finden.
    • Sobald euer Kind den Mund verschließt, den Kopf wegdreht oder Löffel bzw. den Teller wegschiebt, zeigt es euch, dass es nichts mehr essen möchte. Dies solltet ihr akzeptieren. Das altbekannte Motto „Was auf den Tisch kommt, wird gegessen“ sollte weder für Babys noch für Kinder gelten.
    • Denkt daran, es mit unterschiedlichen Konsistenzen zu probieren. Manchmal lehnt euer Kind etwas ab, weil es seine Konsistenz nicht mag. Möglicherweise mag es lieber ganz grob statt fein Püriertes oder rundes statt eckiges? Oder es möchte etwas, was es selbst in der Hand nehmen kann?
    • Wie über die gesamte Entwicklung eurer Kinder seid ihr seine Vorbilder und so übernimmt es sowohl eure guten als auch schlechten Essgewohnheiten.

    Euer Deva (Babytalk-Team)

    Beitragsfoto: tatyana_tomsickova / Getty Images Pro
  • Mutter-Kind-Bindung: Babys brauchen unsere Aufmerksamkeit

    Mutter-Kind-Bindung: Babys brauchen unsere Aufmerksamkeit

    Mutter-Kind-Bindung: Babys fühlen sich nach ihrer Geburt in dieser fremden, lauten und hellen Welt verloren. Das Einzige, was ihnen hilft sich einigermaßen sicher zu fühlen, ist die aktive Aufmerksamkeit ihrer vertrauten Mutter. In den ersten Wochen geschieht dies vor allem über direkten Augenkontakt.

    Immer auf der Suche nach Gefahren

    Überlegt mal, was macht ihr, wenn ihr euch in einer fremden Umgebung befindet, wo ihr die Menschen nicht versteht?

    Vermutlich achtet ihr auf deren Mimik und Gestik und Körperhaltung und hofft darüber ihre Haltung euch gegenüber herauszufinden. Sind sie euch feindlich oder wohlgesonnen sind. Dies ist ein uralter menschlicher Instinkt. Und wenn euch auch nur eine Person in dieser Umgebung einigermaßen vertraut ist oder ihr mit dieser Person kommunizieren könnt, sucht ihr vermutlich erstmal dessen Nähe.

    Ziemlich genauso geht es Babys, wenn sie in die Welt geboren wurden und fast täglich neue Dinge und Menschen sehen, hören, riechen und deren Emotionen wahrnehmen. Diese Erfahrungen müssen erstmal verdaut werden. Dafür brauchen und suchen sie die Nähe ihrer Eltern, insbesondere ihrer Mutter, weil ihnen deren „Stimme“ und deren Geruch aus der Schwangerschaft vertraut sind.

    Auch wenn sie nicht in der Lage sind, sich körperlich und verbal dem entsprechend zu äußern oder gar logisch zu denken, sind sie uns in diesem Alter in Bezug auf ihre Wahrnehmung noch haushoch überlegen. Sie nehmen zwischenmenschliche Spannungen, wie zwischen ihren Eltern und anderen Mitmenschen, sehr genau wahr und sind sich deren Emotionen wesentlich bewusster als wir Erwachsene.

    Mutter-Kind-Bindung durch direkten „Augen-“Kontakt

    Aus vielen wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass in den ersten drei Lebensjahren eines Menschen die „frühkindliche Bindung“ stattfindet. Das heißt, hier werden über die Beziehung zu den Eltern, die Überzeugungen über sich selbst und seine Umwelt geprägt. Dazu gehören Überzeugungen, wie ich bin liebenswert oder nicht, ich kann meinen Eltern vertrauen oder nicht, die Welt ist sicher oder nicht … . Fühlt sich ein Kind in den ersten drei Lebensjahre geborgen, geliebt und angenommen, hat es danach im Leben einfacher.

    Die Beziehung bzw. Bindung zu den Eltern findet, mangels Kommunikationsmöglichkeiten über Körperkontakt, wie z.B. beim Stillen (Berührungen) und vor allem über die Augen statt und ist die Grundlage für eine lebenslange vertrauensvolle Bindung. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer wieder in direkten Augenkontakt mit eurem Baby zu gehen und auf sein Verhalten zu reagieren. Dies gibt ihm zudem das Gefühl „wichtig“ zu sein und als „Wesen“ wahrgenommen zu werden.

    Ablenkung unserer Aufmerksamkeit

    Unser „Wohlstand“ und die damit verbundenen Haushaltsgeräte haben dazu geführt, dass uns sehr viel Arbeit im Haushalt abgenommen wird. Dennoch haben wir viel weniger Zeit für unsere Babys und Kinder. Der größter „Zeitfresser“ ist dabei das Smartphone gefolgt vom Fernsehen, welche Mütter und Väter häufig ablenken. So fehlt den Kindern das direkte Feedback, dass sie sich gerade in Sicherheit befinden. Zudem fühlen sie sich nutzlos und „unwirksam“, da sie immer wieder die Erfahrung machen, keinen Einfluss auf ihre Umwelt zu haben. Dies lässt sie mit der Zeit ihren „Lebenssinn“ verlieren.

    Wenn ich eh nicht wahrgenommen werde und mein Dasein nichts verändert, hat mein Leben keinen Sinn.

    Die Frage, wie sich die Nutzung von Smartphones durch Mütter und Väter auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt, wurde vor eineinhalb Jahren wissenschaftlich nicht näher untersucht. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat dies nun in folgender Studie nachgeholt: «Smart Start – Wie nutzen werdende Eltern ihr Smartphone?» Die Studie widmet sich dem Einfluss der elterlichen Smartphone-Nutzung auf die Eltern-Kind-Beziehung in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt.

    Studie mit depressiven Müttern

    In einer Studie wurde untersucht, wie stark Kleinkinder auf direkte Reaktionen durch ihre Mütter angewiesen sind. Die Mütter agierten wenig bis gar nicht mit ihren Babys. Sie sahen ihre Kinder nicht an und ihre Gesichtsausdrücke wirkten abwesend. Es zeigte sich, dass bereits drei Monate alte Babys gestresst reagierten und zu brabbeln begannen. Dabei ruderten sie mit ihren Armen und Beinen und probierten immer wieder den Kontakt zu ihrer Mutter herzustellen.

    In dem nachfolgenden Video reagieren Mütter kurzzeitig nicht auf die Interaktiongesuche ihrer Babys und schauen diese „nur“ abwesend an. Ihre Reaktion zeigt sehr nachdrücklich, was das mit ihnen macht.

    Das Video ist aktuell leider von youtube runtergenommen worden. Ich hoffen, dass sich das zeitnah klären wird.

    https://www.youtube.com/watch?v=apzXGEbZht0

    Tipps, wie wir es schaffen können unseren Kindern wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken

    Meiner Meinung nach ist Entschleunigung eine oder gar die Grundvoraussetzung hierfür. Nur wenn wir wieder entspannter und gelassener werden, gewinnen wir den Blick für das Wesentliche im Leben zurück. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Unser hohes „Lebenstempo“: kurz Frühstücken, schnell zur Arbeit, in den Pausen die nächsten Aufgaben und Herausforderungen planen bzw. lösen und auf der Heimfahrt schnell noch Einkaufen, Kind abholen und je nachdem noch schnell einen Kaffee schlürfen um die nächste Folge unserer Lieblingsserien nicht zu verpassen, Kind abfüllen und ins Bett bringen, nächste Folge …

    Auch wenn dies absichtlich überspitzt formuliert ist, befinden wir uns bereits lange vor dem ersten Kind (nicht selten schon während der Schulzeit) in solch einem Hamsterrad. Nicht selten auch als „Modern Art of Life“ bezeichnet. Nicht selten versteckt sich die Angst etwas zu verpassen oder nicht (gut) genug zu sein dahinter.

    Das Gefährliche daran ist vor allem, dass wir dies nicht wahrnehmen und uns auch gar nicht mehr anders vorstellen können. Anders ausgedrückt „wir haben den Kontakt zu unserem Inneren Kind“ verloren“, welches immer wieder (vergeblich) versucht uns auf unsere Bedürfnisse und Gefühle aufmerksam zu machen.

    Wobei das „Liebes-“ Hormon Oxytocin vor, bei und nach der Geburt alles daran setzt uns mit unserem „Inneren Kind“ wieder zu verbinden. So dass wir allein durch den Anblick unseres Babys berührt werden.

    Es bedarf viel Disziplin und Geduld, um aus diesem Hamsterrad heraus zu kommen!

    Sich auf das konzentrieren, was man gerade macht

    Dabei kann es hilfreich sein, sich immer wieder bewusst dafür zu entscheiden, sich nur auf die Sache zu konzentrieren, die man gerade macht, unabhängig davon, ob es sich um Arbeits- oder Haushaltsaufgaben handelt. Auch wenn viele Computer und Menschen es zur Perfektion bringen, so zu tun, als ob sie multitaskingfähig wären, sind sie es nicht. Die Prozessoren bzw. das Gehirn arbeiten ständig und extrem auf Hochtouren.

    bewusst langsam gehen

    Bei allen Gängen, die Chance zu nutzen, bewusst bzw. absichtlich wesentlich langsamer zu gehen. Dies bringt uns sehr schnell aus unserem „Trott“ raus.

    bewusst langsam essen

    Wie viele es als Kind von ihren Eltern gesagt bekamen, ist es nicht nur für die Verdauung, sondern auch zum Runterkommen, hilfreich lange zu kauen. Ich kenne noch die Empfehlung alles 30-mal zu kauen.

    bewusst zu atmen

    Dabei kommt es gar nicht so genau darauf an, welche Atemtechnik man verwendet, solange sie einem gut tut. Wichtig ist, dass man sich auf seinen Atem konzentrieren „muss“.

    in der Natur (Wald) spazieren gehen

    Spaziergänge im Wald helfen uns extrem schnell zu entspannen bzw. runter zu kommen.

    das Handy beiseite legen

    Es ist hilfreich, sich „zu trauen“ bei Gängen außer Haus sein Handy willentlich zu Hause zu lassen.

    Handarbeiten

    Für die, die es mal gelernt haben, ist Stricken oder Häkeln eine gute Beschäftigung, doch auch das Malen von Mandals oder das … kann sehr entspannend wirken.

    Über die Entschleunigung fällt es uns leichter achtsam zu sein und wieder viele Dinge neu und somit auch anders wahrzunehmen. Wir wünschen Euch die Ruhe und Gelassenheit für eine verlässliche  Mutter-Kind-Bindung mit ganz viel Interaktion vor allem über die Augen und über körperliche Nähe.

    Euer Deva (Persönlichkeitsentwickler und Familientherapeut)

    Beitragsfoto: Syda Productions

  • Produktvorstellung und Verlosung: Die HAPPY FLOW BOX für die Schwangerschaft

    Produktvorstellung und Verlosung: Die HAPPY FLOW BOX für die Schwangerschaft

    Du bist schwanger und voller Vorfreude auf dein Baby?

    Du möchtest dich ganzheitlich und bestärkend auf die Geburt vorbereiten?

    Und du möchtest dir selber monatlich kleine Überraschungen senden lassen, die dir nicht nur ein Lächeln ins Gesicht sondern auch wohltuende Dinge nach Hause zaubern?

    Dann solltest du dir unbedingt die Seite von der Flowbirthing-Mentorin Tina Plath ansehen!

    Bei ihr findest du neben einem ganzheitlichen Geburtsvorbereitungskurs auch die tollsten Überraschungsboxen für eine schönere Kugelzeit:

    Die Happy Flow Box: Überraschungsbox zum Wohlfühlen für dich zu Hause

    Mit bis zu acht Boxen kannst du dir selber eine wiederkehrende Freude machen, oder aber auch machen lassen. Die Produkte, die in die Happy Flow Box gelangen, sind handerlesene Produkte, bei denen man merkt, dass das Konzept dieser Box sehr gut durchdacht und mit Liebe umgesetzt wird.

    Die Produkte sind alle qualitativ hochwertig und vermitteln ein Flair von Leichtigkeit und Freude.

    Wir möchten besonders betonen, dass man deutlich merkt, dass hier keine Kooperationen mit Firmen, die ihre Produkte bewerben wollen vorliegt, sondern dass die Gründerin von sich aus die Produkte, die sie in die Boxen packt, ausgewählt hat, da diese einfach wirklich Freude machen.

    Noch ein sehr positiver Punkt: Du musst keine Kündigungsfrist im Kopf speichern, da die Box mit dem errechneten Geburtstermin deines Babys von alleine abbestellt wird.

    Man geht also kein Risiko ein und braucht sich nach der Bestellung um nichts mehr kümmern:)

    Hochwertige Produkte für die Schwangerschaft

    Da wir nicht einfach nur eine tolle Idee hier vorstellen, sondern auch einer unserer Leserinnen eine Freude machen wollen, verlosen wir eine (einmalige) Box!

    Sie hat uns alleine schon beim Öffnen für die Fotos sehr positiv angesprochen, denn es strömt ein sehr angenehmer Duft aus ihr heraus.

    Enthalten sind eine Duftkerze von Meraki, ein Raumspray aus 100% naturreinen, ätherischen Ölen, ein Bademilch-Extrakt, ein Wohlfühl-Tee und 4 Karten mit wunderschönen, entspannenden Motiven, die als Gutscheinkarten gedacht sind, mit denen du dir selber Aufmerksamkeit / Me-Time-Momente schenken kannst.

     

    Wir verlosen diese Box auf Instagram / Facebook:

    Zum Gewinnspiel

     

    Viel Glück und viel Freude!

    Euer Babytalk-Team

     

  • Trennung trotz Kinder – Was ist die beste Entscheidung?

    Trennung trotz Kinder – Was ist die beste Entscheidung?

    Trennung trotz Kinder: Immer mehr Paare stellen sich die Frage, ob sie sich trotz Kinder trennen sollen, weil sie sich von einander entfernt haben oder es für ihre Kinder durchstehen sollen.

    Ich möchte in diesem Beitrag keine generelle Empfehlung aussprechen, vor allem, weil ich glaube, dass es keine gibt. Vielmehr möchte ich auf die Fragen und Sorgen der Partner in Bezug auf die Entwicklung und Beziehung zu ihren Kindern eingehen.

    Fragen in Bezug auf den Partner stehen in diesen Situationen seltener im Fokus.

    Wie sehr werden die Kinder aufgrund der Trennung leiden?

    Als „betroffener“ Vater und aus den Erfahrungen meiner Praxis als Familien- und Paartherapeut kann ich sagen, Kinder leiden immer unter einer Trennung ihrer Eltern, egal ob still oder sichtbar.

    Die Leiden sind vielfältig, Kinder fühlen sich fast immer schuldig für die Trennung und das vorausgegangene Leid ihrer Eltern, da sie sich noch nicht getrennt von ihnen wahrnehmen können. Dies können sie erst nach dem „Rubikon“, ein Entwicklungsschritt, den Kinder um das 9.- 10. Lebensjahr vollziehen und ab dem sie sich als eigenständige Menschen wahrnehmen können. Danach können sie die Verantwortung für die Schwierigkeiten ihrer Eltern zumindest teilweise bei ihren Eltern lassen.

    Sie fühlen sich bei Streitereien als auch bei einer Trennung so gut wie immer zwischen den Stühlen stehend. Auch wenn Kinder ihre beiden Elternteile lieben, besteht nicht selten eine engere Bindung zu einem Elternteil, was ihre „unschuldige“ Seele besonders schwer belastet. Bei einem Streit, fühlen sie sich in einem Loyalitätskonflikt „zu wem soll / muss ich jetzt stehen“.

    Wie sehr leiden die Kinder unter der Beziehung ihrer Eltern?

    Eine entscheidende Frage, die sich Eltern stellen sollten, lautet: wie sehr ihre Kinder in der aktuellen Situation leiden. Die Schwierigkeiten ihrer Eltern bekommen sie mehr mit, als sich die allermeisten Eltern vorstellen können und dass auch dann, wenn sie deren Streits nicht direkt mitbekommen.

    Sie spüren vor allem die Emotionen, nehmen das veränderte Eltern- und Familienleben sowie die veränderte Körperhaltung und Mimik wahr. Je nachdem wie offensichtlich die Beziehungsprobleme der Eltern sind, ist es nicht selten, dass sie immer wieder in eine Hab-Acht-Stellung fallen und nur darauf warten, wann der nächste Streit los geht oder auch eskaliert.

    Dies blockiert sehr häufig eine geborgene und vertrauensvolle Entwicklung ihrer Kinder.

    Die Chancen einer Trennung

    Auch wenn sich fast alle Kinder wünschen, dass ihre Eltern nach einer Trennung wieder zusammenkommen, freuen sie sich auch, wenn ihre Eltern nach einer Trennung entspannter sind. Ebenso bieten neue Partner der Eltern die Chance, eine glückliche Beziehung und die dazugehörigen Verhaltensweisen kennenzulernen. Die wichtigsten Verhaltensmustern sind Wertschätzung, Vertrauen, Empathie, die Fähigkeit zu vergeben und viele mehr.

    Trennung trotz Kinder und deren möglichen Prägungen und Leiden

    Negative Prägungen

    Die Beziehung der Eltern ist die Vorlage für die späteren Beziehungen ihrer Kinder. So kommt es häufig vor, dass sich die Beziehungsprobleme der Eltern bei ihren Kindern wiederholen. Typische Beziehungsmuster sind Untreue, Gewalt, viele laute Streitigkeiten, sowie nicht ausgedrückte Meinungsverschiedenheiten, nebeneinanderher leben bzw. sich nicht einlassen/vertrauen zu können.

    Positive Prägungen

    Nicht nur die ersten, sondern auch spätere Beziehungen ihrer Eltern stellen Blaupausen für ihre eigenen Beziehungen im  Jugend- und vor allem im Erwachsenenalter dar. Die Kinder haben bei beiden Elternteilen die Chance zu erfahren, wie es denen besser geht, wenn sie nicht zusammenleben. Kinder wünschen sich das ihre Eltern „glücklich“ sind, noch mehr, als dass ihre Eltern zusammenleben. Auch wenn es in der heutigen Zeit nichts ungewöhnliches mehr ist sich scheiden zu lassen, war es vor 25 Jahren für viele Eltern noch immer ein No-Go. Und wenn die Eltern es schaffen nach einer Trennung wieder glücklich zu werden, fällt es ihren Kindern leichter diese Option für sich zu treffen.

    Trotz Trennung Eltern bleiben

    Auch wenn wir uns trennen, bleiben wir unser Leben lang Eltern unserer Kinder. Dafür ist es wichtig, dass wir uns so friedvoll wie möglich scheiden. Dies setzt voraus, dass wir uns unseren Teil für die Probleme anschauen und die Verantwortung dafür übernehmen.

    Ansonsten werden wir die Persönlichkeitsanteile, die wir an unserem PartnerIn verurteilten, auf unsere Kinder übertragen, denn sie besitzen zu 100% die Eigenschaften ihrer Mütter und Väter.

    Fazit: An einer Beziehung und an sich arbeiten

    Die Schwierigkeiten, die sich vor allem in engen Beziehungen auftuen, weißen uns daraufhin, dass wir da etwas verurteilen. In der Regel sind es Urteile, die wir von unseren Eltern häufig in Bezug auf uns übernommen haben. Unsere Partner (Beziehungen) spiegeln uns unsere Urteile, auf dass wir diese loslassen können und uns immer mehr so annehmen wie wir sind. In diesem Sinne ist „Beziehungsarbeit“ vornehmlich „Arbeit“ an bzw. für uns selbst. Hier ein paar sehr typische Urteile: 

    • Ich bin nicht okay, was soviel heißt, wie ich bin nicht liebenswert, wenn ich soviel Nähe brauche (Klammere)
    • Ich bin nicht liebenswert, wenn ich meine Bedürfnisse (Wünsche) ausdrücke
    • Ich bin nicht liebenswert, wenn ich ausgelassen bin
    • Ich bin nicht liebenswert, wenn ich „zu selbstbewusst bzw. zu stark“ bin 

    Alle Probleme bzw. Urteile, die wir in einer Beziehung nicht bearbeiten, bringen nehmen wir mit in die nächsten Beziehungen. Selbst, wenn der neue Partner zu beginn, so vollkommen anders ist. Wir bringen ihn dazu, uns vor die gleichen „Herausforderungen“ zu stellen, die wir in unserer vorherigen Beziehung nicht gelöst haben. Und alle Themen, die wir als Eltern auflösen bzw. heilen, brauchen unsere Kinder nicht mehr auflösen.

    Ich wünsche allen betroffenen Paare den Mut sich ihre Urteile anzusehen.

    Deva (Paar- und Familientherapeut)

    Beitragsfoto: Prostock-Studio / Getty Images
  • Dürfen Schwangere Honig in der Schwangerschaft konsumieren?

    Dürfen Schwangere Honig in der Schwangerschaft konsumieren?

    Nicht wenige Schwangere sind verunsichert und fragen sich, ob sie Honig in der Schwangerschaft und nicht zuletzt auch in der Stillzeit Honig essen dürfen.

    Warum sollte Honig in der Schwangerschaft gefährlich sein können für das ungeborene Kind?

    „Aufgrund seiner Naturbelassenheit ist Honig für Säuglinge unter 12 Monate nicht geeignet“. Solche Warnhinweise sind auf Honiggläsern zu finden. Dies liegt daran, dass Mediziner davor warnen Kinder unter einem Jahr Honig zu essen zu geben. Denn Honig kann in selten Fällen das Bakterium Clostridium Botulinum enthalten, welches ein lähmendes Gift entwickeln kann, welches bei Kindern, die von Natur aus noch keine vollständig entwickelte Magen- und Darmflora besitzen, zu schweren Erkrankungen führen kann. Diese Erkrankung wird auch Säuglingsbotulismus genannt.

    Aufgrund dieser Gefahr gibt es die Vermutung, dass ein Fötus sich auch mit diesem Bakterium infizieren könnte. Da der Honig jedoch den Magen- und Darm-Trakt der werdenden Mutter durchläuft, werden diese von den Keimen und Bakterien der Schwangeren unschädlich gemacht.

    Honig kann zudem Listerien beinhalten, welche sich aber aufgrund des hohen Zuckergehalts des Honigs nicht vermehren können. Nicht zuletzt enthält Honig antimikrobielle Substanzen, welche eine Vielzahl von Mikroorganismen bekämpfen, was durch viele wissenschaftliche Studien belegt ist. Womit Listerien für Schwangere ungefährlich sind.

    Somit erhält der Fötus über die Plazenta vom verspeisten Honig nur seine Nährstoffe.

    Listerien treten in der Schwangerschaft häufiger auf, was daran liegt, dass sie in mehreren tierischen Lebensmitteln, wie Milchprodukte, geräucherten Fisch und manchen Fleischerzeugnissen vorkommen können. Zudem sind sie immer wieder auf pflanzlichen Lebensmitteln, wie z.B. in vorbereiteten Salaten zu finden.

    Verzerr von Honig in der Schwangerschaft

    In Honig stecken eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe, wie zum Beispiel

    • Aminosäuren und Enzyme
    • Vitamine A, B2, B6 sowie
    • Niacin und Pantothensäure
    • Mineralstoffe, wie Natrium, Kalium, Eisen und Kalzium und
    • viele Spurenelemente

    Diese Inhaltsstoffe fördern ein gesundes Wachstum für das ungeborene Kind.

    Zucker und Honig nur in Maßen essen – Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes

    Da Honig fast zu 80% aus Zucker besteht und pro 100 Gramm ca. 300 Kilokalorien enthält, sollten Schwangere nicht zu viel davon zu sich nehmen. Denn gerade in der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes, wenn Schwangere übermäßig Gewicht zu nehmen. Diese kann für Mutter und Kind langfristige und schwerwiegende Folgen haben.

    Studien, die Honig antidiabetische Wirkungen zuschreiben, beziehen sich nicht auf Schwangerschaftsdiabetes, sondern nur auf den Typ 1 und 2. Somit kann es für Schwangere ratsam sein während der Schwangerschaft soweit wie möglich auf Zucker und Honig zu verzichten und die Empfehlungen ihrer Ärzte folgen.

    Wie bei fast allen Lebensmitteln kommt es auch beim Verzerr von Honig auf die Menge an. Denn über die Dauer der Schwangerschaft kann ein zu großer Konsum von Honig zu einer zu unnötig hohen Gewichtszunahme führen. Somit ist nichts dagegen einzuwenden ein Brötchen mit Honig zu bestreichen oder auch Tee und Kaffee mit Honig statt mit Zucker zu süßen.

    Honig während der Stillzeit?

    Honig ist auch während der Stillzeit für Mütter unbedenklich zu genießen, da die Erreger, welche Bakterien ermöglichen, auch unter ungünstigen Bedingungen wie Hitze, Kälte und Austrocknung zu überleben, nicht über die Muttermilch aufs Baby übertragen werden.

    Allerdings sollten entzündete Brustwarzen der Mutter nicht mit Honig bestrichen werden, da das Baby in diesem Fall beim Stillen den Honig aufnehmen kann und sich so womöglich mit dem Erreger infiziert.

    Honig in der Schwangerschaft – Fazit

    Honig ist für Schwangere und stillenden Mütter ohne Gefahr zu genießen. Aufgrund des hohen Zuckergehalts sollte dies in Maßen geschehen. Da viele Medikamente bei Erkältungen für Schwangere nicht geeignet sind, bietet Honig eine gute Alternative, um die damit verbundenen Beschwerden zu lindern.

    Einen qualitativ hochwertigen und geschmackvollen Honig bekommst du auf https://www.manuka-honig.de/.

    Kinder unter 12 Monaten sollten kein Honig erhalten, da deren Immunsystem schlichtweg noch nicht bereit ist, um sich gegen mögliche Erreger durchzusetzen.

    Euer Babytalk-Team

  • Tipps für einen kindgerechten Babyschlaf

    Tipps für einen kindgerechten Babyschlaf

    Babyschlaf: Babys besitzen ein relativ kurzes Schlaffenster, in denen sich die Pforten von „Schlummerland“ öffnen und sie leichter in den Schlaf gleiten. Doch wehe, wenn diese nicht eingehalten werden.

    Sie haben wie wir Erwachsenen eine innere Uhr, die ihnen zu verstehen gibt, wann es Zeit für ein kurzes Schläfchen und wann zum wach sein ist. Nur zwischen Tag und Nacht können sie zu Beginn noch nicht so gut unterscheiden.

    So wie wir schlecht einschlafen können, wenn unsere biologische Uhr auf „wach“ steht, ebenso so schwer ist es für uns wach zu bleiben, wenn sie auf „Schlaf“ steht.

    Und natürlich hängt die Zeitspanne, wie lange euer Baby wachbleiben kann, neben seinem Alter von seinem ganz individuellen Schlafbedürfnis und davon ab, wie lange und gut es zuvor geschlafen hat.

    Vor allem für Neugeborene ist es enorm wichtig, dass sie kein Schläfchen auslassen. Egal ob es sich dabei über ein Nickerchen am Tage oder in der Nacht handelt. Denn in diesem Fall schüttet ihr kleiner Körper das Hormon Kortisol aus. Kortisol hat in Bezug auf unseren Schlaf eine abgemilderte Wirkung wie Adrenalin. So als hätten wir vor dem Schlafen gehen Cola oder Kaffee getrunken.

    Die Pforten für den Babyschlaf

    Um die Pforten für den Babyschlaf nicht zu verpassen, ist es wichtig, dass ihr darauf achtet, wann euer Baby beginnt müde zu werden. Denn wenn es übermüdet, und ihr es Schlafen legt, schreit es womöglich länger als sonst. Und nicht selten braucht es dann auch länger, um in den Schlafmodus zu finden. Vermutlich solange, bis es durch das Schreien das Kortisol in seinem Körper „abgebaut“ hat. Und wenn es dann doch endlich eingeschlafen ist, ist es vermutlich völlig erschöpft und es wird wahrscheinlich unruhiger, leichter und kürzer schlafen. Kennt ihr das?

    In der Regel führt ein solch unausgeglichener Schlaf zu einem Teufelskreis aus Übermüdung, Kortisolausschüttung, verpasster Schlafbeginn, unruhiger Schlaf, Übermüdung, Kortisolausschüttung … und so weiter und so weiter.

    Daher ist es umso wichtiger, dass ihr die Zeitspanne im Auge behaltet, in denen euer Baby normalerweise seine Umwelt voller Neugier beobachtet und genießt. Wenn ihr dann bemerkt, dass sich langsam aber sicher die Pforten zum Schlummerland öffnen, merkt euch die Anzeichen.

    Müdigkeitsanzeichen des Babys

    Typische Anzeichen ihrer Müdigkeit sehen folgendermaßen aus:

    • es wird unruhig, quengelig, auch wenn es gerade gestillt wurde
    • bekommt glasige Augen, die es sich reibt
    • beginnt zu gähnen und reibt sich die Äuglein
    • es nimmt uns und seine Umwelt immer weniger wahr und starrt ins Leere
    • seine Bewegungen werden langsamer
    • es beginnt möglicherweise an seinem Daumen zu lutschen
    • oder verlangt seinen Schnuller.

    Das Schlaffenster

    Wenn es trotz aller Bemühungen nicht müde wird, viel schreit, unruhig und sehr aktiv ist, habt ihr das Schlaffenster, was in der Regel zwischen 10 bis 20 Minuten beträgt, vermutlich verpasst. Denn dies sind typische Anzeichen für die Übermüdung eures Babys.

    Sollte es euch dagegen noch entspannt wirken und euch neugierig anlächeln, ist es wohl noch nicht müde.

    Ziel sollte es sein, das passende Zeitfenster zu erkennen, um unseren Schatz ohne viel Quengelei und Protest in sein Bettchen oder ins Familienbett zu legen.

    Der Schlaf eines Baby beginnt sich erst wenige Wochen nach der Geburt zu organisieren. Die Schlafzyklen bilden sich nun immer mehr heraus und der Schlaf teilt sich klarer in Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und Traumschlafphasen auf.

    Neben dem Erkennen der Müdigkeitsanzeichen ist es aber auch wichtig, wie ihr dann reagiert. Probiert ihm statt zu stillen, andere Einschlafhilfen oder „Rituale“ anzubieten. Was nicht heißt, dass es nicht ok ist, wenn das Baby danach verlangt.

    Ins Bettchen legen

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie man sein Baby den Übergang in den Schlaf erleichtern kann:

    • Voraussetzung ist, dass  es satt und eine trockene Windel trägt.
    • Je nach Alter und Vorliebe könnt ihr euer Baby auch einpucken (bitte beachtet dabei, ob euer Baby das auch mag!) oder einen Schlafsack anziehen (sehr empfehlenswert).  
    • Das Zimmer, in dem ihr euer Baby ablegt, ob es nun in seinem eigenen Bett und Zimmer oder in eurem Familienbett ist, sollte abgedunkelt sein. Insbesondere sind hierbei auch Quellen künstlichen Lichts zu beachten (Handy, Babyphone, Spielzeug). Viele Kinder mögen es, wenn ihnen ein Lied zum Einschlafen vorgesungen oder gespielt wird. Dabei ist es am besten, immer das gleiche Lied bzw. Ritual zu begehen. Dies erhöht den Wiedererkennungsfaktor, der wichtig ist, um dem Gehirn des Babys „Schlafenszeit“ zu signalisieren.
    • Vielleicht mögt ihr euer Baby bevor ihr es in „sein“ Bett legt noch einen Moment herumtragen und sobald es die Augen zum ersten Mal geschlossen hat, legt ihr es sanft in sein Bettchen.
    • Viele Babys mögen es zudem, wenn sie dann noch etwas Körperkontakt mit euch haben. So könnt ihr eure Hand mit kurzen Unterbrechungen immer wieder auf sein Bäuchlein legen.
    • Wenn es für euch ok ist, könnt ihr auch neben eurem Baby stehen bleiben und beruhigend mit ihm reden, „sch“-Laute machen, ihn streicheln, sein Bettchen sanft schaukeln bzw. rütteln, ihn streicheln oder leicht an der Seite klopfen.

    Ergänzende Hinweise zum Babyschlaf

    Entgegen vielen empfohlenen Trends gibt es Babys, denen das ständige, liebevoll gemeinte Hochnehmen und Herumtragen einfach zu viel ist. Und dann gibt es Babys, die es brauchen sich leise in den Schlaf zu „weinen“. Was in diesem Fall nur wenige Minuten dauert, wogegen sie auf dem Arm wesentlich länger schreien. Falls euer Kind es braucht sich „ruhig“ in den Schlaf zu weinen“, empfehlen wir euch ruhig und voller Vertrauen, dass sie es schaffen, in ihrer Nähe zu bleiben.

    Probiert die für euch beide passende Form mit der Zeit immer weniger anzuwenden. Sonst wird es schnell zu einer neuen Einschlafgewohnheit und euer Schatz wird dies möglicherweise eine sehr lange Zeit einfordern.

    Hinweis: Legt euer Neugeborenes nicht immer erst hin, wenn es bereits fest schläft. Denn dann verpasst es eine ganz wichtige Gewöhnungsmöglichkeit, die euch beiden das Leben später schwerer machen kann.

    Fazit zum Babyschlaf

    Je entspannter und geduldiger ihr an die „Sache“ geht, umso schneller findet ihr heraus, was eurem Schatz hilft den Übergang in seinen Schlaf zu finden. Denn vielen Babys macht es zu Beginn Angst „Loszulassen“. Aus diesem Grund brauchen sie die Sicherheit, dass ihr da seid. So ist es hilfreich, wenn ihr  die Tür zu euch auflasst, damit es immer wieder eure Stimmen hört. Denn zu beginnt hat es eher noch einen leichten Schlaf.

    Wenn ihr diese Dinge beachtet, kann das Thema Babyschlaf wesentlich entspannter werden, da ihr die natürlichen Signale und Bedürfnisse eures Babys erkennt und annehmt.

    Euer Deva (Babytalk-Team)

    Beitragsfoto: encrier / Getty Images Pro
  • Schlafen in der Schwangerschaft ist leichter gesagt als getan

    Schlafen in der Schwangerschaft ist leichter gesagt als getan

    Die besten Tipps, um Schlaf zu finden

    Fast alle Schwangeren leiden im dritten Trimester unter Schlafstörungen. Dabei ist es vor allem in der Schwangerschaft wichtig erholsamen und kraftspendenden Schlaf zu finden, denn Geburt und die Zeit des Wochenbetts werden bis an die letzten Kraftreserven gehen.

    Schwangerschaft, eine Höchstleistung für Körper und Geist

    Der Körper einer Schwangeren leistet regelrecht Höchstleistungen und da sind Ruhe und Entspannung ebenso wichtig wie regelmäßiger Schlaf. Diese Stunden der Ruhe

    Viel Ruhe, Entspannung und ein paar extra Stunden Schlaf. Gerade während der Schwangerschaft wird das oft empfohlen. Denn das kommt nicht nur der werdenden Mutter zugute, deren Körper Höchstleistungen absolviert. Auch das Ungeborene braucht die Ruhestunden für seine Entwicklung im Mutterleib. Doch für viele Frauen ist es gar nicht so einfach, erholsamen Schlaf zu finden. Es gibt viele Gründe, warum vor allem Schwangere nachts immer wieder aufwachen oder gar nicht erst einschlafen können.

    • Beim Einschlafen drehen sich die Gedanken nur um das Baby, und der Kopf will einfach nicht zur Ruhe kommen.
    • Die hormonelle Umstellung sorgt bereits zu Anfang der Schwangerschaft für schlaflose Nächte.
    • Häufiger Harndrang auch schon zu Schwangerschaftsbeginn lässt dich keine Nacht durchschlafen.
    • Der große Babybauch lässt es kaum zu, eine bequeme Schlafposition zu finden.
    • Das Baby tritt und bewegt sich gerade dann, wenn du schlafen möchtest.

    Schlafen in der Schwangerschaft, welche Positionen sind erlaubt?

    Gerade die richtige Schlafposition ist wichtig, wenn du zur Ruhe kommen möchtest. Das ist während der Schwangerschaft – vor allem im dritten Trimester – gar nicht mehr so einfach. Grundsätzlich gilt: So lange es bequem ist, kannst du deine Schlafposition frei wählen.

    Schlafen in der Schwangerschaft: auf dem Bauch

    Gegen das Schlafen in der Bauchlage spricht nichts, solange es für dich angenehm ist schadet es nicht. Das Baby ist durch die Fruchtblase sicher geschützt. Ab einem gewissen Umfang wird die Bauchlage jedoch für jede Schwangere auf Dauer unangenehm. Sie wird sich dann weder bewusst noch unbewusst im Schlaf auf ihren Bauch drehen.

    Schlafen in der Schwangerschaft: auf dem Rücken

    Sobald das zunehmende Gewicht beginnt auf die inneren Organe, großen Gefäße und Nerven zu drücken, wird das Schlafen in Rückenlage immer unangenehmer. Zum Ende der Schwangerschaft hin drückt der Bauch auch auf die Hohlvene, die das Blut aus den unteren Extremitäten zum Herzen transportiert.

    Zudem unterstützt sie die Nieren dabei Schadstoffe aus dem Körper zu filtern. Wird dieser Blutfluss zu lange verringert, gefährdet es die Versorgung des Babys.

    Da die Verringerung des Blutflusses jedoch auch für die Schwangere unangenehm ist, wird diese normalerweise von alleine wach, wenn sie sich auf den Rücken dreht bzw. zu lange in dieser Position verharrt.

    Schlafen in der Schwangerschaft: auf der Seite

    Das Schlafen auf der Seite ist irgendwann, die einzige noch einigermaßen annehmbare Position für die Schwangere. Diese Position entlastet sowohl ihren Bauch als auch ihre inneren Organe und dabei auch die Hohlvene.

    Aus diesem Grund sollte sich die Schwangere frühzeitig an die Rückenlage und vor allem an das Schlafen auf der linken Seite gewöhnen. Da das Blut in dieser Position frei zirkulieren kann, gibt es am frühen Morgen kaum noch dicke Beine.

    Stillkissen oder andere längliche Kissen unterstützen dabei, trotz dickem Bauch eine einigermaßen ertragbare Schlafposition zu finden. Um die Muskeln rund um das Becken zu entlasten, sollten die Kissen dafür zwischen den Beinen, unter dem Bauch und in den Rücken der Schwangeren verteilt werden. Ein Stillkissen tut es aber auch und so bietet es sich an, dieses bereits vor dem letzten Trimester der Schwangerschaft, statt erst zur Geburt zu kaufen.

    Diese Einschlafrituale können auch helfen

    • Digitale Geräte sollten mindestens eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen ausgeschaltet werden.
    • Ein aromatisches Bad bei Kerzenschein und entspannender Musik entspannt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.
    • Weniger trinken, erspart der Schwangeren, nachts nicht zu oft auf die Toilette zu müssen.
    • Zum Abschalten ist es hilfreich, sich vor dem Schlafen den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen
    • Nicht nur zum Runterkommen, sondern und was noch viel wichtiger ist, unterstützen Gespräche mit dem Ungeborenen den Bindungsaufbau.

    Trotz aller Tipps und Rituale ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mehrheit der Schwangeren in den letzten Wochen vor der Geburt unter zu wenig Schlaf leiden wird. Umso wichtiger ist es, dass sie immer wieder probiert sich tagsüber Ruheinseln für ein kurzes Nickerchen zu schaffen.

    Es ist nicht mehr lang und ihr werdet es schaffen!

    Euer Deva (Babytalk-Redaktion)

  • Geburtspositionen – hockend, auf allen vieren oder doch lieber liegend?

    Geburtspositionen – hockend, auf allen vieren oder doch lieber liegend?

    In den letzten 200 Jahren hat die liegende Geburtsposition, die aufrechte Position immer mehr verdrängt. Die liegende Gebärposition ist für den Geburtsprozess ungünstiger und für die Frau oft schmerzhafter.

    Es gibt eine unbestätigte Geschichte, dass der Ausgangspunkt der liegenden Geburt mit dem französischen Sonnenkönig Ludwig des 14. zusammenhängt. Der soll den Fabel gehabt haben, Frauen bei der Geburt zu beobachten. Damit er dies würdevoll im Sitzen tun konnte, mussten die Schwangeren vor ihm auf einen Tisch liegend gebären. Diese Geschichte hat sich in dem Begriff „Kaiserschnitt“ verewigt.  

    Bis ins 19. Jahrhundert besaßen viele Haushalte einen Gebärhocker, da das Hocken eine sehr verbreitete Geburtsposition war. Der Stuhl wurde häufig als Mitgift mit in die Ehe gebracht. Es ist bzw. war ein kleiner Stuhl ohne Lehne mit einer Aussparung für das Baby. Eine in der damaligen Zeit typische Gebärposition war zudem im Stehen.

    Die Rapide Abnahme der Hebammen, die auch Hausgeburten begleiten haben dazu geführt, dass ca. zweidrittel aller Geburten in einem Kreißsaal stattfinden und auch die Kaiserschnittrate rapide gestiegen ist.

    Rückbesinnung zu aufrechten Geburtspositionen

    In der jüngeren Vergangenheit hat eine Rückbesinnung, in die für die Frau günstigeren aufrechten Geburtspositionen begonnen. Dabei gebären die meisten halbsitzend auf dem flexiblen Bett im Kreißsaal. Das Ergebnis einer Umfrage auf www.eltern.de besagte, dass gut 60 Prozent der 1700 aller teilgenommenen Leser im Kreißsaalbett gebären, 10 Prozent in der Hocke und ebenso viele auf allen vieren. 14 Prozent entbinden in einer anderen Position.

    Die beste Geburtsposition ist die, in der sich die Gebärende am wohlsten fühlt.

    Es ist empfehlenswert, vor der entscheidenden Phase im Geburtsprozess, so viele Geburtspositionen wie möglich auszuprobieren. In den letzten 30 Minuten fehlt einer Gebärenden dafür vermutlich die „Muse“ und die Zeit.

    Dafür sind vor allem Hebammen ausbildende Geburtskliniken geeignet, da die Hebammenschülerinnen mehr Zeit haben und motivierter sind, einer Frau dabei zu begleiten.

    Geburtspositionen

    In der Hocke

    Geburtspositionen Hocken

    Sobald die Austreibungsphase beginnt, geht die Gebärende mit jeder Wehe in die Hocke. Warum ist das hilfreich? Immer wenn die Schwangere in die Hocke geht, kippt ihr Becken nach vorne und die Schwerkraft senkt das Gewicht des Babys nach unten Richtung Gebärmuttermund.

    Vorteile: Die Schwerkraft schiebt das Baby mit nach unten und unterstützt so die Frau beim „Pressen“ und weist ihr zugleich die Richtung, wohin.

    Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil besteht darin, dass der Mann eine aktive Rolle während der Geburt einnehmen kann, indem er seine Frau von hinten stützt. Zudem sollte er seine Partnerin während des gesamten Geburtsprozesses, sofern sie es mag, sanft massieren.

    Nachteile: Diese Geburtshaltung ist für die Gebärende wie für die Hebamme und Arzt eine sehr anstrengende und unbequeme Haltung.

    Im Liegen

    Geburtspositionen Im Liegen

    Trotz der Vorteile der anderen Gebärpositionen entbinden die meisten Schwangeren in Deutschland noch immer im Liegen, wenn auch häufig mit halbangestellter Rückenlehne. Dies liegt vermutlich mit an den Geburtsbildern, wie sie in allen Arten von Filmen mit Geburten gezeigt werden.

    Vorteile: Diese Gebärposition ist vor allem für die Geburtshelfer bequem, zudem haben sie so einen guten Blick auf das Geburtsgeschehen.

    Nachteile: Der Druck des Schwangerschaftsbauches kippt das Steißbein nach vorne und verengt so den Eingang in den Gebärmuttermund. Zudem fühlen sich viele Entbindende in dieser Gebärposition dem Prozess und Helfern ausgeliefert. Dies und die liegende Haltung lassen sie in eine Passivität fallen, worunter häufig die Stärke der Wehen leidet.

    Nicht zuletzt drückt die Vena cava, eine Hohlvene, die für die Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind verantwortlich ist.

    Auf allen vieren

    Geburtspositionen Auf allen vieren

    Die Schwangere hockt sich auf alle viere und verteilt ihr Gewicht gleichmäßig auf Beine und Arme. Dies kann auf dem Boden, auf dem Bett oder in einer Wanne sein. Auf dem Bett kann sich die Gebärende bei aufrechtgestellter Rückenlehne mit ihrem Oberkörper und Armen dort abstützen.

    Vorteile: Die Schwangere hat mehr Bewegungsspielraum und kann u.a auch ihr Becken kreisen lassen. Dies schafft dem Baby Platz und unterstützt es, seinen Weg durch den Geburtskanal zu finden. Dadurch, dass das Becken dem Baby einen größeren Raum bietet, kommt es im Vierfüßlerstand nur sehr selten zu Dammrissen bzw. Dammschnitte.

    Nachteile gibt es nicht und wenn dann eher für die Geburtsbegleiter.

    Im Endeffekt muss die Schwangere schauen, wann unter der Geburt ihr welche Position zusagt. Denn jeder Schmerz ist ein Zeichen, dass die aktuelle Position in diesem Moment nicht geburtsfördernd ist.

    Wir vom Babytalk-Team wünschen allen Schwangeren eine sichere Geburt.

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  • Milchstau – Symptome, Ursachen und Tipps

    Milchstau – Symptome, Ursachen und Tipps

    Die Freude ist groß, dass Kind ist gesund zur Welt gekommen. Alles könnte so gut sein. Das Wochenbett hat so gut begonnen. Doch dann tauchen plötzlich Stillprobleme auf. Die Brust beginnt zu schmerzen. wird hart und heiß: Ein Milchstau.

    Dies ist übrigens nichts ungewöhnliches, etwa ein Drittel aller stillenden Mütter bekommt in den ersten Wochen zumindest einmal wunde und schmerzende Brustwarzen.

    Damit es nicht schlimmer wird und sich wohlmöglich noch zu einer Brustentzündung entwickelt, lies nachfolgend unseren Beitrag:

    Was ist ein Milchstau?

    Während der Schwangerschaft wird der Körper vor allem auf die Geburt vorbereitet. Auch wenn er in dieser Zeit schon mit den Vorkehrungen für die Milchbildung beginnt, muss sich die Brust erst an das regelmäßige Saugen gewöhnen.

    Bei einem Milchstau fließt die Milch nicht richtig aus der Brust ab, wodurch sich das Gewebe verhärten und die Brust sehr empfindlich auf Druck reagieren kann. Es können sich auch rote Flecken oder ein harter Knubbel bilden, der dann bis nach der nächs­­ten Stillmahlzeit bleiben kann.

    Der Übergang von einem Milchstau zu einer Brustentzündung, die auch Mastitis genannt wird, ist fließend. Die beschriebenen Symptome sind identisch. Bei einer Mastitis steigt das Fieber jedoch höher und häufig kommt noch Schüttelfrost dazu. Es fühlt sich wie eine Grippe an und du fühlst dich müde und abgeschlagen.

    Zudem wollen die verhärtete Stellen einfach nicht abschwellen. In einigen Fällen tritt ein eitriges Sekret aus der Brustwarze. Bei einer Mastitis wird dir dein Arzt ein stillverträgliches Antibiotika verschreiben, so das du dein Kind weiterhin stillen kannst.

    Wie kommt es zu einem Milchstau?

    Die Brustdrüse besteht aus mehreren Drüsenlappen, in denen sich die milchproduzierenden Bläschen befinden. Durch weitvernetzte Milchgänge wird die Milch von den Bläschen zur Brustwarze transportiert.

    Ein Milchstau entsteht, wenn diese Milchgänge blockiert sind, weil sie nicht komplett geleert wurden bzw. geleert werden konnten und der Druck in den Milchgängen ansteigt.

    Für einen Milchstau können folgende Punkte verantwortlich sein:

    • Eine übermäßige Milchproduktion oder
    • ein fehlender Milchspendereflex oder
    • mechanisch bedingter Milchstau.

    Übermäßige Milchproduktion: Es kommt immer wieder mal vor, dass die Brust mehr Milch produziert, als das Baby gerade trinken möchte. Gerade in der Phase, in der das Kind beginnt, länger oder gar durchzuschlafen, kommt es immer häufiger vor, dass das Kind nachts nicht mehr an der Brust trinken will.

    Oder wenn Brei zu gefüttert wird und so eine Stillmahlzeit ausfällt, kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Diese Ungleichgewichte können in einem Milchstau enden, zumal die „Brust“ bis zu zwei Tage brauchen kann, um sich an die neue Menge anzupassen.

    Der fehlende Milchspendereflex: Die für alle Beteiligten neue herausfordernde Situation löst Spannungen bis hin zu Stress aus. Häufige Stressauslöser sind Schlafmangel, eine traumatische Geburt, zu viel Besuch, Beziehungsstreitigkeiten. Stress fördert die Produktion von Adrenalin und Cortisol mit der Folge, dass das milchbildende Kuschelhormon Oxytocin vom Stresshormon Cortisol überlagert wird und den sogenannte Milchspendereflex behindert. Mit dem Resultat, das die Milch nicht abfließt und sich stattdessen in den Milchgängen staut.

    Mechanisch bedingter Milchstau: In den meisten Fällen ist ein Milchstau jedoch mechanisch bedingt. Dieser kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. das falsche Anlegen oder Saugen des Babys, sowie zu kurze oder zu wenige Stillzeiten. Diese Ursachen haben zur Folge, dass die Brust der stillenden Mutter nicht vollständig entleert wird. Des Weiteren kann das Abfließen der Milch durch zu kleine BHs, zu enge Kleidung oder falsch angelegte Tragehilfen gestört werden.

    An welchen Symptomen erkenne ich einen Milchstau?

    • Die Brust schmerzt, ist berührungsempfindlich und gerötet.
    • Sie ist übermäßig prall und warm bis heiß.
    • Es haben sich harte Stellen oder Knoten gebildet, die sehr weh tun.
    • Auch ein leichtes Fieber kann dazukommen.

    Zur Beruhigung: So schmerzhaft das Ganze für dich auch ist, dein Kind hat keine negativen Auswirkungen dadurch.

    Was hilft gegen einen Milchstau und wie kann ich vorbeugen?

    Der ultimativ beste Tipp einen Milchstau aufzulösen, besteht in der funktionsfremden Nutzung eines Vibrators! und wird mittlerweile selbst von Hebammen empfohlen.

    Stressabbau

    Stress gehört mit zu den häufigsten Auslösern eines Milchstaus und so sollte aus diesem Grund mit als erstes hinterfragt und ggf. abgebaut werden. So solltest du, sofern du betroffen bist, immer wieder probieren dich mit deinem Baby ins Bett oder auf eine Couch zu legen. Im Wochenbett ist Kuscheln, Schlafen und Stillen und Stillen, Schlafen und Kuscheln angesagt.

    Falls Du eine schmerzhafte und oder traumatische Geburt erlebt hattest, solltest Du dich, wenn möglich, um eine professionelle Begleitung zur Aufarbeitung kümmern.

    Bespreche am besten vor der Geburt mit deiner Familie bzw. Verwandtschaft eine Besuchsregelung, wie sie dir zusagt. Wenn du erschöpft und extrem emotionalisiert von der Geburt nach Hause kommst, fällt es dir vermutlich viel schwerer für deine Bedürfnisse einzustehen.

    Schau, ob dein Partner Urlaub nehmen kann oder du ggf. eine gute Freundin oder deine Mutter/Schwiegermutter bitten kannst, dir soviel wie möglich im Haushalt unter die Arme zu greifen.

    Stillanpassungen bei Milchstau oder zum Vorbeugen

    Sanfte Wärme hilft die Blutgefäße und Milchgänge deiner Brust zu weiten und erleichtert es so deinem Kind die Milch abzutrinken. Dies erreichst du indem du deine Brust vor dem Stillen mit warmen Tüchern, einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche anwärmst.

    Stillen hilft am besten einen Milchstau aufzulösen, auch wenn das Stillen sehr weh tut und Überwindung kostet. Lege dein Kind an, so oft wie es danach verlangt.

    Ein Festhalten an Stillzeiten ist nicht hilfreich, sondern schädlich!

    Erleichtern kannst du dein Stillen, indem du eine Stillposition auswählst, bei der der Unterkiefer deines Babys zur schmerzenden Stelle zeigt. So wird die Saugwirkung auf den verstopften Milchgang verstärkt.

    Gestaute Milch wird nicht alt und kann immer unbedenklich getrunken werden.

    Probiere dein Kind bei jedem Stillen abwechselnd an beide Brüste anzulegen und ihm genügend Zeit zu geben, jede Brust leer zu trinken.

    Ein absoluter Geheimtipp ist übrigens: Der Vibrator! Nicht ohne Grund sind die Hersteller auf Hebammenkongressen vertreten. Das Vibrieren „schüttelt“ den Stau frei. Alternativ kannst du ein Gerät mit ähnlicher Wirkung (elektrische Zahnbürste…) nutzen.

    Falls Du keinen Vibrator oder ähnliches zur Hand hast und nach dem Stillen noch immer Knötchen in einer Brust fühlst, streiche deine Milch nach dem Stillen selbst weiter aus. Dabei umfasst du deine Brust mit Daumen und Zeigefinger (C-Griff), wobei beide Finge jeweils ca. 3 cm Abstand zur Brustwarze haben sollten. Hebe dann die Brust leicht an und drücke sie sanft mit Daumen und Finger in Richtung Brustkorb.

    Anschließend schiebe jetzt gleichzeitig deinen Daumen und Zeigefinger mit leichtem Druck in Richtung Brustwarze zusammen ohne dass die Finger dabei über die Haut rutschen.

    Du kannst Dir auch eine Milchpumpe von deinem Arzt verschreiben lassen und kostenlos in einer Apotheke ausleihen. So kannst Du die ggf. Muttermilch für später aufbewahren.

    Es bietet sich an, deine Brustwarze nach dem Stillen mit etwas Muttermilch einzureiben. Dies kann die Heilung beschleunigen.

    Stillpositionen bei Milchstau

    • Die Wiegeposition oder Footballhaltung ist hilfreich, wenn sich die empfindsamen und harten Stellen seitlich der Brust befinden.
    • Wenn die schmerzende Stelle unterhalb der Brustwarze liegt, stillst du am einfachsten im Liegen.
    • Falls der Milchstau oberhalb deiner Brustwarze vorliegt, legst du dein Kind am besten auf ein dickes Kissen und hockst dich im Vierfüßlerstand verkehrt herum über dein Baby. So dass dein Gesicht über den Füßen deines Kindes schaut.

    Nach kurzer Zeit solltest du eine Erleichterung in deiner Brust spüren.

    Kühlen

    Du kannst deine Milchproduktion verringern, in dem du deine Brüste nach dem Stillen kühlst. Dies lindert den Schmerz und lässt die Schwellung in deiner Brust etwas abklingen. Zur Kühlung kannst du Brust-Kompressen kaufen, Quarkwickel oder Weißkohlblätter-Umschläge verwenden, die du 20 Minuten auf deine Brust legst. Diese passen sich zudem noch besser an deine Brust an.

    Quark- oder Weikohlblätter-Wickel machen

    Sowohl Weißkohlblättern als auch Quark wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen. Hier erfährst du, wie du sie vorbereiten kannst.

    Für jede Brust nimmst du zwei Blätter von der Küchenrolle oder ein einfach zwei dünne Tücher. Dann schneide in der Mitte je ein Loch für deine Brustwarzen. Wickle oder lege das erste Blatt bzw. Tuch um deine Brust und bestreiche es mit 20%-igen gekühlten Quark, dann bedecke den Quark mit dem zweiten Blatt/Tuch. Anschließend drücke die beiden Blätter/Tücher leicht zusammen. Danach legst du dich am besten hin und entspannst.

    Wenn du gekühlte Weißkohl­blätter statt Quark nimmst, ritze diese zuvor mehrfach mit einem Messer ein. So kann der Saft besser austreten. Die harte Rippe der Blätter walzt du mit einem Nudel­holz flach. Anschließend drapierst du das oder die Blätter um deine schmerzende Brust, wobei du wie beim Quarkwickel die Brustwarze aussparst. Danach lege ein Küchentuch oder Blatt von der Küchenrolle darüber.

    Gegebenenfalls kann dein Partner, dir die Quarkwickel oder Weißkohlwickel vorbereiten und im Kühlschrank für die nächste Brustkühlung lagern. Dabei darf der Quark ruhig zwischen den beiden Lagen Küchenrolle einweichen. Um das Zusammenkleben der Quarkwickel zu verhindern, kannst du zwischen den Quarkwickel Frischhaltefolie legen. Um zwischendurch auch mal aufstehen zu können, kannst du die vorbereiteten Wickel auch in deinen BH stecken.

    Stillpositionen

    • Wenn sich die schmerzenden und harten Stellen seitlich von der Brust befinden, kannst du die Wiegehaltung oder die Footballhaltung als Stillposition wählen.
    • Wenn die schmerzende Stelle unterhalb der Brustwarze liegt, ist es am einfachsten, du stillst im Liegen.
    • Oberhalb der Brustwarze löst du den Milchstau am besten im Vierfüßlerstand. Dafür legst du dein Baby vorher auf ein dickes Kissen und stellst dich dann im Vierfüßlerstand über dein Baby, so dass dein Gesicht auf die Füße deines Kindes schaut.

    Das Anlegen kann besonders schmerzhaft sein, aber schon nach wenigen Minuten solltest du Erleichterung in den betroffenen Stellen spüren. Je nachdem, wie viel dein Kind schon trinkt, kann es helfen, die Milch weiter auszustreichen.

    Tees

    Wenn dein Körper zu viel Milch produziert, kannst du deine Milchmenge durch stillhemmenden Pfefferminz- oder Salbeitee verringern. Da deren Wirkung stark ausfallen kann, solltest du dich vorab auf jeden Fall von einer Stillberaterin und deiner Hebamme beraten lassen.

    Kleidung

    Versuch deine Kleidung so zu wählen, dass du nichts trägst was im Brustbereich eng anliegt.

    Wann muss ich zum Arzt?

    Wenn du die oben genannten Tipps anwendest, sollte sich innerhalb von 24 Stunden eine deutliche Besserung einstellen. Auch wenn die Rötung und die Knoten es länger brauchen könnten, sollten zumindest deine Schmerzen und dein Fieber deutlich nachlassen. Wenn dem nicht so ist, suche unbedingt deinen Arzt auf, um eine Mastitis auszuschließen oder ggf. behandeln zu lassen.

    Eure Mira (Stillberaterin nach AfS)

    Beitragsfoto: IT Stock Free / Photo Images