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  • Milchstau – Symptome, Ursachen und Tipps

    Milchstau – Symptome, Ursachen und Tipps

    Die Freude ist groß, dass Kind ist gesund zur Welt gekommen. Alles könnte so gut sein. Das Wochenbett hat so gut begonnen. Doch dann tauchen plötzlich Stillprobleme auf. Die Brust beginnt zu schmerzen. wird hart und heiß: Ein Milchstau.

    Dies ist übrigens nichts ungewöhnliches, etwa ein Drittel aller stillenden Mütter bekommt in den ersten Wochen zumindest einmal wunde und schmerzende Brustwarzen.

    Damit es nicht schlimmer wird und sich wohlmöglich noch zu einer Brustentzündung entwickelt, lies nachfolgend unseren Beitrag:

    Was ist ein Milchstau?

    Während der Schwangerschaft wird der Körper vor allem auf die Geburt vorbereitet. Auch wenn er in dieser Zeit schon mit den Vorkehrungen für die Milchbildung beginnt, muss sich die Brust erst an das regelmäßige Saugen gewöhnen.

    Bei einem Milchstau fließt die Milch nicht richtig aus der Brust ab, wodurch sich das Gewebe verhärten und die Brust sehr empfindlich auf Druck reagieren kann. Es können sich auch rote Flecken oder ein harter Knubbel bilden, der dann bis nach der nächs­­ten Stillmahlzeit bleiben kann.

    Der Übergang von einem Milchstau zu einer Brustentzündung, die auch Mastitis genannt wird, ist fließend. Die beschriebenen Symptome sind identisch. Bei einer Mastitis steigt das Fieber jedoch höher und häufig kommt noch Schüttelfrost dazu. Es fühlt sich wie eine Grippe an und du fühlst dich müde und abgeschlagen.

    Zudem wollen die verhärtete Stellen einfach nicht abschwellen. In einigen Fällen tritt ein eitriges Sekret aus der Brustwarze. Bei einer Mastitis wird dir dein Arzt ein stillverträgliches Antibiotika verschreiben, so das du dein Kind weiterhin stillen kannst.

    Wie kommt es zu einem Milchstau?

    Die Brustdrüse besteht aus mehreren Drüsenlappen, in denen sich die milchproduzierenden Bläschen befinden. Durch weitvernetzte Milchgänge wird die Milch von den Bläschen zur Brustwarze transportiert.

    Ein Milchstau entsteht, wenn diese Milchgänge blockiert sind, weil sie nicht komplett geleert wurden bzw. geleert werden konnten und der Druck in den Milchgängen ansteigt.

    Für einen Milchstau können folgende Punkte verantwortlich sein:

    • Eine übermäßige Milchproduktion oder
    • ein fehlender Milchspendereflex oder
    • mechanisch bedingter Milchstau.

    Übermäßige Milchproduktion: Es kommt immer wieder mal vor, dass die Brust mehr Milch produziert, als das Baby gerade trinken möchte. Gerade in der Phase, in der das Kind beginnt, länger oder gar durchzuschlafen, kommt es immer häufiger vor, dass das Kind nachts nicht mehr an der Brust trinken will.

    Oder wenn Brei zu gefüttert wird und so eine Stillmahlzeit ausfällt, kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Diese Ungleichgewichte können in einem Milchstau enden, zumal die „Brust“ bis zu zwei Tage brauchen kann, um sich an die neue Menge anzupassen.

    Der fehlende Milchspendereflex: Die für alle Beteiligten neue herausfordernde Situation löst Spannungen bis hin zu Stress aus. Häufige Stressauslöser sind Schlafmangel, eine traumatische Geburt, zu viel Besuch, Beziehungsstreitigkeiten. Stress fördert die Produktion von Adrenalin und Cortisol mit der Folge, dass das milchbildende Kuschelhormon Oxytocin vom Stresshormon Cortisol überlagert wird und den sogenannte Milchspendereflex behindert. Mit dem Resultat, das die Milch nicht abfließt und sich stattdessen in den Milchgängen staut.

    Mechanisch bedingter Milchstau: In den meisten Fällen ist ein Milchstau jedoch mechanisch bedingt. Dieser kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. das falsche Anlegen oder Saugen des Babys, sowie zu kurze oder zu wenige Stillzeiten. Diese Ursachen haben zur Folge, dass die Brust der stillenden Mutter nicht vollständig entleert wird. Des Weiteren kann das Abfließen der Milch durch zu kleine BHs, zu enge Kleidung oder falsch angelegte Tragehilfen gestört werden.

    An welchen Symptomen erkenne ich einen Milchstau?

    • Die Brust schmerzt, ist berührungsempfindlich und gerötet.
    • Sie ist übermäßig prall und warm bis heiß.
    • Es haben sich harte Stellen oder Knoten gebildet, die sehr weh tun.
    • Auch ein leichtes Fieber kann dazukommen.

    Zur Beruhigung: So schmerzhaft das Ganze für dich auch ist, dein Kind hat keine negativen Auswirkungen dadurch.

    Was hilft gegen einen Milchstau und wie kann ich vorbeugen?

    Der ultimativ beste Tipp einen Milchstau aufzulösen, besteht in der funktionsfremden Nutzung eines Vibrators! und wird mittlerweile selbst von Hebammen empfohlen.

    Stressabbau

    Stress gehört mit zu den häufigsten Auslösern eines Milchstaus und so sollte aus diesem Grund mit als erstes hinterfragt und ggf. abgebaut werden. So solltest du, sofern du betroffen bist, immer wieder probieren dich mit deinem Baby ins Bett oder auf eine Couch zu legen. Im Wochenbett ist Kuscheln, Schlafen und Stillen und Stillen, Schlafen und Kuscheln angesagt.

    Falls Du eine schmerzhafte und oder traumatische Geburt erlebt hattest, solltest Du dich, wenn möglich, um eine professionelle Begleitung zur Aufarbeitung kümmern.

    Bespreche am besten vor der Geburt mit deiner Familie bzw. Verwandtschaft eine Besuchsregelung, wie sie dir zusagt. Wenn du erschöpft und extrem emotionalisiert von der Geburt nach Hause kommst, fällt es dir vermutlich viel schwerer für deine Bedürfnisse einzustehen.

    Schau, ob dein Partner Urlaub nehmen kann oder du ggf. eine gute Freundin oder deine Mutter/Schwiegermutter bitten kannst, dir soviel wie möglich im Haushalt unter die Arme zu greifen.

    Stillanpassungen bei Milchstau oder zum Vorbeugen

    Sanfte Wärme hilft die Blutgefäße und Milchgänge deiner Brust zu weiten und erleichtert es so deinem Kind die Milch abzutrinken. Dies erreichst du indem du deine Brust vor dem Stillen mit warmen Tüchern, einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche anwärmst.

    Stillen hilft am besten einen Milchstau aufzulösen, auch wenn das Stillen sehr weh tut und Überwindung kostet. Lege dein Kind an, so oft wie es danach verlangt.

    Ein Festhalten an Stillzeiten ist nicht hilfreich, sondern schädlich!

    Erleichtern kannst du dein Stillen, indem du eine Stillposition auswählst, bei der der Unterkiefer deines Babys zur schmerzenden Stelle zeigt. So wird die Saugwirkung auf den verstopften Milchgang verstärkt.

    Gestaute Milch wird nicht alt und kann immer unbedenklich getrunken werden.

    Probiere dein Kind bei jedem Stillen abwechselnd an beide Brüste anzulegen und ihm genügend Zeit zu geben, jede Brust leer zu trinken.

    Ein absoluter Geheimtipp ist übrigens: Der Vibrator! Nicht ohne Grund sind die Hersteller auf Hebammenkongressen vertreten. Das Vibrieren „schüttelt“ den Stau frei. Alternativ kannst du ein Gerät mit ähnlicher Wirkung (elektrische Zahnbürste…) nutzen.

    Falls Du keinen Vibrator oder ähnliches zur Hand hast und nach dem Stillen noch immer Knötchen in einer Brust fühlst, streiche deine Milch nach dem Stillen selbst weiter aus. Dabei umfasst du deine Brust mit Daumen und Zeigefinger (C-Griff), wobei beide Finge jeweils ca. 3 cm Abstand zur Brustwarze haben sollten. Hebe dann die Brust leicht an und drücke sie sanft mit Daumen und Finger in Richtung Brustkorb.

    Anschließend schiebe jetzt gleichzeitig deinen Daumen und Zeigefinger mit leichtem Druck in Richtung Brustwarze zusammen ohne dass die Finger dabei über die Haut rutschen.

    Du kannst Dir auch eine Milchpumpe von deinem Arzt verschreiben lassen und kostenlos in einer Apotheke ausleihen. So kannst Du die ggf. Muttermilch für später aufbewahren.

    Es bietet sich an, deine Brustwarze nach dem Stillen mit etwas Muttermilch einzureiben. Dies kann die Heilung beschleunigen.

    Stillpositionen bei Milchstau

    • Die Wiegeposition oder Footballhaltung ist hilfreich, wenn sich die empfindsamen und harten Stellen seitlich der Brust befinden.
    • Wenn die schmerzende Stelle unterhalb der Brustwarze liegt, stillst du am einfachsten im Liegen.
    • Falls der Milchstau oberhalb deiner Brustwarze vorliegt, legst du dein Kind am besten auf ein dickes Kissen und hockst dich im Vierfüßlerstand verkehrt herum über dein Baby. So dass dein Gesicht über den Füßen deines Kindes schaut.

    Nach kurzer Zeit solltest du eine Erleichterung in deiner Brust spüren.

    Kühlen

    Du kannst deine Milchproduktion verringern, in dem du deine Brüste nach dem Stillen kühlst. Dies lindert den Schmerz und lässt die Schwellung in deiner Brust etwas abklingen. Zur Kühlung kannst du Brust-Kompressen kaufen, Quarkwickel oder Weißkohlblätter-Umschläge verwenden, die du 20 Minuten auf deine Brust legst. Diese passen sich zudem noch besser an deine Brust an.

    Quark- oder Weikohlblätter-Wickel machen

    Sowohl Weißkohlblättern als auch Quark wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen. Hier erfährst du, wie du sie vorbereiten kannst.

    Für jede Brust nimmst du zwei Blätter von der Küchenrolle oder ein einfach zwei dünne Tücher. Dann schneide in der Mitte je ein Loch für deine Brustwarzen. Wickle oder lege das erste Blatt bzw. Tuch um deine Brust und bestreiche es mit 20%-igen gekühlten Quark, dann bedecke den Quark mit dem zweiten Blatt/Tuch. Anschließend drücke die beiden Blätter/Tücher leicht zusammen. Danach legst du dich am besten hin und entspannst.

    Wenn du gekühlte Weißkohl­blätter statt Quark nimmst, ritze diese zuvor mehrfach mit einem Messer ein. So kann der Saft besser austreten. Die harte Rippe der Blätter walzt du mit einem Nudel­holz flach. Anschließend drapierst du das oder die Blätter um deine schmerzende Brust, wobei du wie beim Quarkwickel die Brustwarze aussparst. Danach lege ein Küchentuch oder Blatt von der Küchenrolle darüber.

    Gegebenenfalls kann dein Partner, dir die Quarkwickel oder Weißkohlwickel vorbereiten und im Kühlschrank für die nächste Brustkühlung lagern. Dabei darf der Quark ruhig zwischen den beiden Lagen Küchenrolle einweichen. Um das Zusammenkleben der Quarkwickel zu verhindern, kannst du zwischen den Quarkwickel Frischhaltefolie legen. Um zwischendurch auch mal aufstehen zu können, kannst du die vorbereiteten Wickel auch in deinen BH stecken.

    Stillpositionen

    • Wenn sich die schmerzenden und harten Stellen seitlich von der Brust befinden, kannst du die Wiegehaltung oder die Footballhaltung als Stillposition wählen.
    • Wenn die schmerzende Stelle unterhalb der Brustwarze liegt, ist es am einfachsten, du stillst im Liegen.
    • Oberhalb der Brustwarze löst du den Milchstau am besten im Vierfüßlerstand. Dafür legst du dein Baby vorher auf ein dickes Kissen und stellst dich dann im Vierfüßlerstand über dein Baby, so dass dein Gesicht auf die Füße deines Kindes schaut.

    Das Anlegen kann besonders schmerzhaft sein, aber schon nach wenigen Minuten solltest du Erleichterung in den betroffenen Stellen spüren. Je nachdem, wie viel dein Kind schon trinkt, kann es helfen, die Milch weiter auszustreichen.

    Tees

    Wenn dein Körper zu viel Milch produziert, kannst du deine Milchmenge durch stillhemmenden Pfefferminz- oder Salbeitee verringern. Da deren Wirkung stark ausfallen kann, solltest du dich vorab auf jeden Fall von einer Stillberaterin und deiner Hebamme beraten lassen.

    Kleidung

    Versuch deine Kleidung so zu wählen, dass du nichts trägst was im Brustbereich eng anliegt.

    Wann muss ich zum Arzt?

    Wenn du die oben genannten Tipps anwendest, sollte sich innerhalb von 24 Stunden eine deutliche Besserung einstellen. Auch wenn die Rötung und die Knoten es länger brauchen könnten, sollten zumindest deine Schmerzen und dein Fieber deutlich nachlassen. Wenn dem nicht so ist, suche unbedingt deinen Arzt auf, um eine Mastitis auszuschließen oder ggf. behandeln zu lassen.

    Eure Mira (Stillberaterin nach AfS)

    Beitragsfoto: IT Stock Free / Photo Images

     

  • Die wichtigsten Fakten über Muttermilch und die Vorteile des Stillens

    Die wichtigsten Fakten über Muttermilch und die Vorteile des Stillens

    Die Bildung der Muttermilch

    Für die Bildung der Muttermilch ist das Hormon Prolaktin verantwortlich. Es wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert und ist zusammen mit weiteren Hormonen für die Produktion der Muttermilch in der Brustdrüse der Mütter nach der Geburt verantwortlich. Zusätzlich stärkt es den Mutterinstinkt und sorgt dafür, dass eine Mutter die Bedürfnisse ihres Neugeborenen schnell und selbst im Schlaf wahrnimmt.

    Sobald das Baby zu saugen beginnt, aktiviert das das Hormon Oxytocin den Milchflussreflex. Es wird auch als Bindungshormon bezeichnet, weil es die Bindung zwischen Mutter und Kind fördert. Nicht selten wird es von Frauen als ein unangenehmes Ziehen und Drücken wahrgenommen. Alle für die Produktion der Milch zuständigen Stoffe nehmen die Zellen in den Milchbläschen aus dem Blutkreislauf der Mutter.

    Die allererste Milch, die nach der Entbindung dem Baby zur Verfügung steht, nennt man Vormilch oder Kolostrum. Für den Fall, dass das Baby, wie z.B. bei einer Frühgeburt vor dem geplanten Geburtstermin zur Welt kommt, stellt der Körper die Vormilch schon mehrere Wochen vor dem geplanten Termin zur Verfügung.

    Damit es mit dem Milcheinschuss nach der Geburt gut klappt, ist es wichtig, dass das Baby innerhalb der ersten zwei Stunden nach Geburt, die Chance hat an die Brust der Mutter zu saugen. Legt man das Baby mit direktem Körperkontakt umgehend auf den Bauch der Mutter, wird es selbstständig den Weg zur Brust finden. Diese Vorgehensweise ist am natürlichsten und fördert die Milchbildung.

    Die Vormilch (Kolostrum)

    Die Vormilch hilft dem Baby, den Darmtrakt vom Säuglingspech zu reinigen, das sich vor der Geburt im Darm angesammelt hat. Wenn das Baby Kolostrum trinkt, werden gleichzeitig die milchproduzierenden Drüsen der Mutter und der Milchflussreflex stimuliert und der Körper des Kindes für die Verdauung vorbereitet.

    Das Kolostrum besteht aus einem wertvollen Mix aus Wachstums-, Immun- und Heilungsstoffen und nicht zuletzt aus wertvollen Darmbakterien. Zumindest dieses flüssige Gold sollte jedes Baby erhalten, selbst wenn es später abgestillt werden sollte.

    Das Kolostrum bieten dem Baby zukünftig einen größtmöglichen Schutz vor Krankheitserregern, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Je häufiger das Baby angelegt und stillt wird, desto schneller wird die Übergangsmilch gebildet. Der anschließende Übergang zur „reifen“ Muttermilch kann bis zu 2 Wochen dauern.

    Viele Mütter machen sich Sorgen, dass sie zu wenig Vormilch haben, weil die Menge des Kolostrums gerade mal einem Teelöffel entspricht. Sie ist jedoch genau der Aufnahmefähigkeit, des noch nicht fertig „ausgebildeten“ Magens angepasst. Zudem setzt sie die Verdauung des Babys in Gang. In Folge kann das Kindspech, als erster Stuhlgang, ausgeschieden werden.

    So ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn ein Baby in den ersten Lebenstagen an Gewicht verliert. Das Kolostrum enthält doppelt so viel Kalorien wie die spätere Muttermilch und ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

    Sogar für die bessere Bewältigung vom Geburtserlebnis ist durch das Kolostrum gesorgt, indem es Beta-Endorphine beinhaltet, die dem Kind helfen, die schmerzhaften Erlebnisse unter der Geburt zu vergessen.

    Milcheinschuss

    Zwei bis sechs Tage nach der Entbindung schießt die Milch ein. Der Körper der Mutter stellt von der Vormilch (Kolostrum) auf die „normale“ Muttermilch um. Diese Umstellung kann bis zu 14 Tagen dauern. Die Brust der Mutter verändert sich dabei, sie wird groß und spannt häufig. Was nicht selten unangenehm für die „junge“ Mutter ist.

    In der Zeit des Milcheinschusses und auch danach sollte die Stillende sich bewusst sein, dass die Milchbildung zusätzliche Energie von ihr abverlangt. D.h. sie wird vermutlich mehr Hunger haben und auch wesentlich mehr Schlaf und Ruhe brauchen als sonst.

    Wenn die Mutter und ihr Baby nicht von Anfang an und rund um die Uhr beisammen sind, wie z.B. häufig nach einem Kaiserschnitt und anderen Notfallsituationen, schießt die Milch erst etwas später als sonst ein.

    Zu viel Muttermilch

    In den ersten Tagen oder auch danach kann es vorkommen, dass die Brust zu viel Milch gebildet. Das macht es dem Baby häufig schwer, die pralle Brustwarze anzusaugen. Zudem fällt es ihm dann schwer, die schneller fließende Milch zu schlucken.

    Durch das Auflegen von kalten Kompressen nach dem Stillen, kann die Milchbildung etwas gedrosselt werden. Es ist auch möglich vor dem Stillen eine kleine Milch ausstreichen oder abzupumpen. Normalerweise pegelt sich die Milchmenge aber mit der Zeit auf den Bedarf des Babys ein. Die Größe der Brust geht damit auch zurück.

    Zu wenig Muttermilch

    Wenn vermutet wird zu wenig Milch zu haben, sollte das Baby möglichst häufig, am besten nach Bedarf, angelegt werden.

    Das heißt, dass das Baby immer direkt anlegt werden sollte, sobald es anzeigt, dass es Hunger hat. Diesen signalisiert ein Baby nicht erst, wenn es weint oder zu schreien beginnt.

    Es ist bereits vorher erkennbar, wenn es unruhig wird, mit seinem Mund nach der Brustwarze seiner Mutter sucht oder mit dem Gesicht seine Haut berührt.

    Die Menge der produzierten Milch orientiert sich immer an der Nachfrage, d.h. wieviel Milch ausgestrichen, abgepumpt oder getrunken wird.

    Die Nachfrage bestimmt die Menge der zur Verfügung stehenden Muttermilch

    Der Bedarf an Muttermilch ändert sich gemäß der Nachfrage durch das Baby. Die Anpassung der Milchmenge an den veränderten Bedarf kann bis zu 2 Tage dauern. Dies kommt z.B. bei einem Wachstumsschub, wenn weniger Milch benötigt wird oder wenn die Mutter abstillt vor.

    Der gesunde Körper einer Mutter ist problemlos in der Lage genug Milch für Zwillinge oder auch Drillinge zu produzieren.

    Die wichtigsten Fakten über Muttermilch

    Muttermilch enthält immer die perfekte Zusammensetzung

    Die Muttermilch enthält die wichtigsten Inhaltsstoffe für die Entwicklung eines Kindes, wobei die Anzahl und Aufteilung der Anteile sich immer zeitnah an die Anforderungen des Babys anpasst .

    Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich, sowohl über die gesamten Stillzeit hinweg, wie auch im Verlauf eines Tages und selbst während einer einzigen Stillmahlzeit.

    Die Muttermilch passt sich dem Alter des Babys an, den Jahreszeiten, dem aktuellen Bedarf des Kindes und auch der Tageszeit an. Das ist schon unglaublich genial von der Natur vorgesehen, doch noch nicht alles. Die Zusammensetzung der Muttermilch ist selbst in den beiden Brüsten einer Frau unterschiedlich.

    Und manchmal entscheiden sich Babys nur für eine Seite der Brust, selbst wenn sie weniger prall ist. Vielleicht weil sie ihm gerade besser schmeckt oder aber gerade die Inhalte vorhält, die es gerade braucht.

    Muttermilch wirkt je nach Tageszeit einschläfernd oder aufmunternd

    Die Muttermilch enthält zum Abend hin mehr Seretonin, was das Baby ruhig und schläfrig macht. Einschlafstillen ist also etwas ganz normales und von der Natur genial eingerichtet. Gibt es etwas schöneres als am Busen des wichtigsten Menschen im Leben sanft und satt in den Schlaf zu gleiten? Angenehmer und wirkungsvoller als jedes Schlaftraining.

    Über den Tag enthält die Muttermilch dagegen mehr anregende Stoffe. Diese helfen dem Baby wach zu werden und durch den Tag zu kommen.

    Jungs erhalten mehr Fett als Mädchen

    Die Muttermilch unterscheidet bei ihrer Zusammensetzung zwischen Jungs und Mädchen. Und so wächst der Busen der Schwangeren stärker, wenn sie einen Jungen als wenn sie ein Mädchen erwartet. Zudem ist ihre Energiezufuhr ist höher. Studien zeigen, dass die Muttermilch für Jungs allein ein Viertel mehr Fett beinhaltet und reicher an Proteinen und Milchzucker ist als die für die Mädchen.  

    Es wird zwar vermutet, dass der Körper der Mutter während der Schwangerschaft das Geschlecht bereits kennt und sich auf die entsprechende Zusammensetzung vorbereitet, doch warum die Jungen mehr Energie erhalten ist noch unklar.

    Optimale Verteilung von Fett, Proteine und Kohlenhydrate

    Die vielen Diskussionen und Hypes der Erwachsenen um Kohlenhydrate, Proteine und Fette, lassen Babys kalt. Denn sie bekommen bereits die perfekte Mischung in Form der Muttermilch.

    Diese perfekte Zusammensetzung der Muttermilch besteht aus durchschnittlich 3,5% Fett, 1-1,5% Protein und 7,0 % Kohlenhydrate und ist perfekt auf die Entwicklung des Babys abgestimmt. Wobei die Entwicklung des Gehirns in den ersten Monaten nach der Geburt im Mittelpunkt steht.

    Die Kohlenhydrate bestehen größtenteils aus Laktose und sind u.a. für die Süße der Milch verantwortlich. Einfluss auf die Fettzusammensetzung hat dabei die Ernährung der Mutter, die Stilldauer und wie oben erwähnt das Geschlecht des Kindes.

    Das perfekte Mischverhältnis von Kasein und Laktalbumin (Eiweiße) in der Muttermilch sorgt dafür, dass sie vom Baby gut verdaut werden kann.

    Die Muttermilch ist auf die Verdauung des Babys ausgelegt

    Wichtige Bakterien in der Muttermilch bereiten den Verdauungstrakt auf feste Nahrung vor, da er nach der Geburt noch nicht ausgereift ist. Aus diesem Grund sollte das Baby in den ersten 6 Monaten nur an der Brust gestillt werden und die Muttermilch über das erste Lebensjahr hinaus dem Kind zur Verfügung stehen.

    Im Gegensatz zur Ersatzmilch und fester Nahrung ist die Muttermilch sehr leicht verdaulich und optimal auf den unreifen Verdauungstrakt ausgelegt.

    Da die Muttermilch in den ersten Wochen noch kaum verdaut werden kann und nur kurz im Verdauungstrakt verweilt, kann das Baby zu Beginn nach jedem Stillen Stuhlgang haben.

    Neben den extrem wichtigen Darmbakterien liefert die Muttermilch die zusätzlich notwendige Nahrung (Humanmilch-Oligosaccharide) für diese gleich mit. Die so nur in der Muttermilch vorkommen.

    Darmbakterien wirken präbiotisch und liefern Ballaststoffe, die für das Wachstum von Bakterienstämmen und für die Verdauung wichtig sind. Zudem sorgen sie für die Stärkung der Darmflora. und verhindern Anheftung krankhafter Bakterien an die Darmwand. Das ist umso wichtiger, da sich das Immunsystem im Darm befindet.

    Muttermilch – die perfekte Nahrung für das Gehirn

    Menschen sind Traglinge, das heißt, sie werden zwar unfertig geboren (ähnlich wie Nesthocker) werden aber, wie bei den Affen, von Anfang an getragen.

    Und so ist die Muttermilch nicht vorrangig auf Wachstum, sondern auf die optimale Entwicklung des Gehirns ausgelegt. Kuhmilch ist daher keine optimale Alternative zur Muttermilch.

    Neueste Forschungen zeigen, dass gestillten Babys über 20 bis 30% mehr weiße Substanz im Gehirn hervorbringen als Babys, die mit Ersatzmilch gefüttert werden.

    Die weiße Substanz im Gehirn ist Teil des zentralen Nervensystems und besteht aus Leitungsbahnen (Nervenfasern), die für die Vernetzung der verschiedenen Gehirnregionen genutzt wird.

    Muttermilch ist lebendig

    Ein Teelöffel Muttermilch enthält 3 Millionen lebende mütterliche Zellen, die für die Bekämpfung von Krankheitserreger zuständig sind.

    Diese Zellen setzen sich unter anderem aus Leukozyten, Lymphozyten und Makrophagen zusammen und hemmen das Wachstum von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten. Sie sind sogar in der Lage Krebszellen zu zerstören. So gesehen ist jede Stillmahlzeit eine kleine Spritze für die Immunabwehr des Babys.

    Die Muttermilch enthält Stammzellen

    Muttermilch enthält zwischen 10.000 und 13.000.000 lebende Stammzellen pro Milliliter, die sich in beliebige Körperzellen wie z.B. Gehirnzellen oder Darmzellen entwickeln können.

    Über die Muttermilch nimmt das Baby Stammzellen auf, die sich im Blut, im Magen, in der Bauchspeicheldrüse, im Thymus, in der Milz, in der Leber, und sogar im Gehirn wiederfinden.

    Die Muttermilch, die Apotheke des Babys

    Muttermilch wirkt wie ein hochwirksames und spezifisches Medikament. Sie schützt vor Krankheitserregern, ist entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Dabei nimmt der Körper der Mutter über den Speichel des Babys wahr, was ihm fehlt und produziert in der „hauseigenen Apotheke der Mutter“, die dafür notwendigen Abwehrstoffe.

    Doch auch bei der Mutter kann sie heilend wirken, zum Beispiel bei wunden Brustwarzen, indem man einfach etwas Muttermilch auf die Brustwarzen streicht. Auch ein wunder Babypopo heilt schneller, wenn man ihn mit ein paar Tropfen Muttermilch bestreicht.

    Muttermilch kann durchaus als Wundermittel bezeichnet werden, da sie bei den verschiedensten Wehwehchen wirkt und das völlig natürlich, kostenlos und ohne Nebenwirkungen.

    Muttermilch kann Gene verändern

    In einer Studie, die Stuhlproben von drei Monate alten (gestillte und nicht gestillte) Babys untersuchte, konnte nachgewiesen werden, das bestimmte Inhalte der Muttermilch gesundheitsfördernde Gene eines Babys einschaltet.

    Diese Gene betreffen vor allem das Verdauungssystem und somit in Folge sehr wahrscheinlich auch das Immunsystem. Die Auswirkungen dieser Genveränderung ist sehr wahrscheinlich bis in das Erwachsenenalter spürbar.

    Zusammenfassend – die Vorteile von Muttermilch

    Die erste Milch nach der Geburt wird Kolostrum genannt. Sie erleichtert dem Säugling den Start ins Leben und ist mit einer Vielzahl an wichtigen Nährstoffen angereichert. Dies hat ihr den Beinamen „Flüssiges Gold“ verschafft.

    Das Kolostrum enthält vor allem Vitamine, Proteine, Natrium, Chlorid, Kalium und einen bunten Cocktail an Abwehrstoffen, die wie eine erste Impfung auf das Neugeborene wirkt.

    Sie hat immer die richtige Temperatur und steht „jederzeit“ und überall frisch und wohltemperiert zur Verfügung. Da die Muttermilch arm an Keimen ist, erkranken gestillte Babys viel seltener und wenn dann nur weniger extrem an Atemwegs- und Durchfallerkrankungen. Zudem leiden sie auch viel seltener an Allergien.

    Die Muttermilch enthält viele wertvolle Abwehrstoffe und bieten dem Baby so einen großen Schutz vor bakteriellen und viralen Erkrankungen. Lange und voll gestillte Kinder besitzen ein besseres Immunsystem.

    Unteranderem aus diesem Grund empfiehlt , die WHO Babys in den ersten 6 Monaten ausschließlich zu stillen und nach der Einführung von Beikost parallel weiter zu Stillen .

    Ausblick

    Die Forschung hat, was die Muttermilch und das Stillen betrifft, vermutlich gerade erst die Spitze des Eisbergs erreicht. Wir können gespannt sein, welche faszinierenden Ergebnisse sie in den nächsten Jahren noch entdeckt.

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto: oksanashufrych / canva
  • Stillen sollte nicht weh tun

    Stillen sollte nicht weh tun

    Schmerzen beim Stillen sind immer ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt und geändert werden sollte, egal ob es sich hierbei um eine andere Stillposition oder eine entspanntere Lebensführung handelt. In den meisten Fällen suchen bzw. verlassen wir uns auf Experten, ob es nun Ärzte, Hebammen oder Therapeuten sind.

    Stillen – ein beidseitiger Lernprozess

    Vielen jungen Müttern wird „eingeredet“, dass Stillen etwas ganz Natürliches ist und jede Mutter und jedes Baby es können. Und es ist auch so. Nur wenigen Müttern fehlt die Voraussetzungen zur Milchbildung. Nichtsdestotrotz ist das Stillen ein beidseitiger Lernprozess von Mutter und Kind.

    Beim Stillen wird das Liebeshormon Oxytocin ausgeschüttet, welches der Mutter hilft, sich während des Stillens zu entspannen und wohl zu fühlen. Trotzdem hört man sehr häufig von Müttern, die unter Schmerzen stillen und sich teils wochenlang mit wunden Brustwarzen herumquälen.

    Und falls es mit der Milch nicht so weit her ist, wird der Stillenden die Mär von der vererbten Milchbildungsschwäche eingeredet.

    Wochenbettbetreuung und Stillberatung

    Vor der Geburt stehen andere Themen, wie die vielerorts aufwendige Suche einer Hebamme oder Doula und der Nestbau im Vordergrund und so ist die Mutter schnell verunsichert, wenn es mit dem Stillen nicht direkt klappt.

    Nicht zuletzt, da eine Wochenbettbetreuung und Stillberaterin immer schwieriger zu finden ist, da diese von vielen Hebammen aus von uns nachvollziehbaren Gründen nicht mehr angeboten werden.

    Durch die Schließung vieler Geburtskliniken und die damit verbundene Konzentration der Gebärenden auf die übrigen Geburtshäuser ist eine ausreichende Betreuung der werdenden und der jungen Mütter immer weniger gewährleistet. So auch in Bezug auf eine professionelle Stillberatung.

    Zudem ist das Ausbildungsniveau von Hebammen in Bezug aufs Stillen sehr unterschiedlich und in der Ausbildung von Ärzten nimmt es einen nur sehr geringen Stellenwert ein. Dabei gehörte die Stillberatung mit zu den originären Tätigkeiten einer Hebamme.

    Es stimmt tatsächlich, dass fast jede Mutter die Voraussetzung zur Milchbildung mitbringt. Aber das Stillen selbst ist ein Lernprozess, der vielen externen Einflussfaktoren unterliegt.

    Früher wurde das Stillwissen von Generation zu Generation weitergegeben. Vermutlich haben Mädchen es schon von klein auf immer wieder beobachten können und wussten daher, wie man ein Baby am besten anlegt.

    In ihrer Hilflosigkeit schmieren sich Frauen alles mögliche auf ihre Brust, was der Markt an Produkten und Hausmittelchen so hergibt. Das diese, wenn überhaupt, nur die Symptome behandeln und viele davon die Sache noch verschlimmert, können sie nicht wissen.

    Wir empfehlen sich zeitnah Hilfe und Unterstützung zu holen

    In den ersten Tagen nach der Geburt fühlen sich die Brustwarzen nicht selten empfindlich oder gereizt an. Möglicherweise liegt dies am sehr hohen Prolaktinspiegel zu Beginn der Stillzeit. Sobald aber die Beschwerden, über eine etwas unangenehme Irritation der Brustwarze hinaus gehen, sollte unvermittelt eine professionelle Stillberaterin aufgesucht werden. Bestenfalls hat die Mutter eine stillerfahrende Wochenbetthebamme an ihrer Seite, die direkt unterstützend eingreift.

    Evolutionsbiologisch ist eine längere Stillzeit vorgesehen, bei der sich nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter wohl fühlt. Wenn diese aber unter andauernden Schmerzen leidet, beendet sie die Stillbeziehung zu ihrem Kind frühzeitig. Deshalb empfehlen wir allen jungen Müttern sich nach der Geburt, so früh wie möglich Hilfe und Unterstützung zu suchen.

    Stillerfahrene Hebammen und professionelle Stillberaterinnen beraten ihre anvertrauten Mütter individuell, sowohl beim Stillen wie auch beim Abstillen und sind nicht darauf aus, alle Mütter zum Langzeitstillen zu überreden.

    Euer Babytalk-Team

    * Prolaktin ist bei der Frau ein wichtiges Reproduktionshormon. Es allein ermöglicht der Mutter, ihr Neugeborenes mit Muttermilch zu ernähren. Darüber hinaus sorgt Prolaktin dafür, dass während der Stillphase die Eierstockfunktion ruhig gestellt wird, damit die Frau in dieser Zeit nicht wieder schwanger werden kann. Dies setzt voraus, dass die Mutter ihr Kind 7x oder häufiger am Tag stillt („Natürliche Geburtenkontrolle“… Quelle Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie .

    Beitragsfoto: RomanovaAnn / Getty Images Pro
  • Das erste VEGANE Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere – Werbung

    Das erste VEGANE Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere – Werbung

    Hallo Ihr Lieben,
    wir haben gute Nachrichten für alle, die bisher keines der Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere bzw. für Mamis (to be) einnehmen konnten, weil diese schlichtweg NICHT VEGAN waren und zudem meist noch scheußlich schmeckten. Es heißt adfetal.

    adfetal hat das erste VEGANE Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere, Stillende und Mamis mit Kinderwunsch entwickelt, welches NICHT AUS FISCHRESTEN und sonstigen tierischen Bestandteilen besteht!

    Was ihr noch wissen solltet, wenn euch ein Nahrungsergänzungsmittel empfohlen wurde, welches insbesondere Folsäure beinhaltet:

    Ihr solltet unbedingt auf die Mischung der einzelnen Bestandteile achten, denn eine ungünstige Zusammensetzung sorgt bei vielen Präparaten dafür, dass sich die Elemente gegenseitig in der Wirkung ausschalten bzw. den Effekt enorm reduzieren.

    Ein absolut wirksames Mittel für Schwangere und Mamis

    Mit adfetal habt ihr ein absolut unkompliziertes Mittel, das ihr durchgängig in gleicher Dosierung einnehmen könnt. Es ist eines der wirksamsten Mittel, da es die einzelnen Komponenten perfekt dosiert. So, dass diese sehr gut zusammen wirken.

    Wir finden es einfach toll, dass man nicht mehr länger ekelhaften Fischgeschmack aushalten muss. Und seinemBaby trotzdem etwas gutes tun kann!

    Ihr könnt das adfetal unter dem über den nachfolgenden Link auf Amazon.de bestellen. Zudem gibt es dieses tolle Nahrungsergänzungsmittel in den meisten Apotheken. Und natürlich auf der Homepage von adfetal selbst:

    https://www.adpharm.eu/adfetal

    Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne Kugelzeit und eine schöne Kuschelzeit mit Eurem Baby!

    Eure Babytalk-Redaktion

    Mira und Deva

  • Stillen – mehr als nur Nahrungsaufnahme

    Stillen – mehr als nur Nahrungsaufnahme

    Das „Wunder“ des Stillens

    Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickeln sich durch den Hautkontakt beim Stillen die meisten Neurologischen Verbindungen im Gehirn.

    Und wenn das Kind einen Viruserkrankung hat, die die Mutter noch nicht hatte, gibt das Baby diesen „Virus“ durch den Speichel beim Nuckeln an den Körper der Mutter weiter. Dieser entwickelt daraufhin Antikörper zur Stärkung des Immunsystems des Babys und gibt ihn über die Muttermilch an das Baby zurück.

    Stillen ist bzw. sollte der Moment der Zweisamkeit zwischen Mutter und Kind sein.

    Stillen ist die Möglichkeit in einem von häufig viel Beschäftigungen und Ablenkungen geprägtem Tagesablauf zur Ruhe zu kommen und sich „auszutauschen“. Dabei probiert das Baby über die Augen in Kontakt mit der Mutter zu treten.

    Wenn die Mutter dann abgelenkt ist durch ihr Smartphone oder auch nur durch ein Buch, vermittelt sie nicht die Botschaft „ich bin nicht für Dich da!“. Aber gerade dieses ganz für sie dasein ist so wichtig für die hilflosen und von seinen Eltern abhängigen Babys.

    Babys sind „immer“ im hier und jetzt verwurzelt und denken nicht über irgendwelche Eventualitäten nach. Von „Natur aus“ entspannen wir, wenn wir uns „sicher fühlen“. Und wenn Mama während des Stillens nicht zur Ruhe kommt, kann dies vom Baby schon in Richtung „lauernde Gefahr“ wahrgenommen werden und es unruhiger werden lassen.

    Und nicht zuletzt tut uns Eltern in dieser extrem schnelllebigen, „immer erreichbar sein müssenden“ und unruhigen Zeit jedes „Innehalten“ gut.

    Durch Geborgenheit beim Stillen Vertrauen stärken

    Je mehr Momente Babys diese Ruhe und Geborgenheit genießen können umso größer wird ihr „Ur-„ Vertrauen und die Bindung zu ihrer Mutter.

    Wenn Babys diese Geborgenheit beim Stillen nicht finden, beginnen sie häufig auf sich aufmerksam zu machen. Beispielsweise durch unruhige Bewegungen und „Kopfschütteln“ (nicht zu verwechseln mit dem Suchreflex). Im Sinne von „Komm Mama, sei bei mir“.

    Und sollte dies nicht zum Ziel führen wird es schnell zu Schreien beginnen. Viel mehr Möglichkeiten haben sie ja auch nicht.

    Mutter telefoniert beim Stillen

    Stillen als Einschlafritual

    Schlaf, Kindlein, schlaf: Ob ein Baby leicht einschlafen kann oder seine Eltern wach hält, kann auch von der Muttermilch abhängen. Tagsüber produzierte Milch ist anders zusammengesetzt als nachts gebildete.

    Spanische Forscher sahen genauer hin und erkannten: Am Tag enthält die Muttermilch mehr eher anregende Stoffe, in der Nacht mehr beruhigende.

    Ein Baby sollte die abgepumpte Muttermilch immer zu der Tageszeit bekommen, zu der sie auch gebildet wurde, da die Zusammensetzung der Muttermilch variiert und dies nicht nur im Tag-und-Nacht-Rhythmus.

    Es ist demnach nicht sinnvoll, morgens abgepumpte Milch bis abends aufzubewahren, um sie dem Säugling dann mit der Flasche zu geben. Man würde vor dem Schlafen gehen ja auch keinen Kaffee mehr trinken.

    Ihre Zusammensetzung variiert auch je nach Alter des Säuglings verschieden und ist dessen Bedürfnissen immer optimal angepasst.

    Nicht zuletzt bietet das Einschlafstillen die Möglichkeit diese wunderschöne Zeit für das Kind gefühlt bis in den Schlaf auszuweiten.

    Fazit

    Ich will damit nicht sagen, dass es nicht ok ist, wenn Mama mal nicht so viel Ruhe hat. Vielleich weil da noch einige andere Kleine oder Große oder Aufgaben ihre Aufmerksamkeit wünschen oder suchen. Oder sie einfach mal wieder Frau sein möchte und sich mit ihren Freundinnen und / oder Freunde treffen möchte.

    Doch es ist wichtig zumindest einmal am Tag diese Zweisamkeit des Stillens in Ruhe zu „begehen“ und zu genießen. Und dies am besten mit direktem Hautkontakt.

    Nicht zuletzt ist es eine „Investition“ in die Zukunft, die man bzw. frau noch sehr zu schätzen lernen wird. Vor allem, wenn die Kleinen ihre kleinen und großen Trotzphasen, auch Pubertät genannt, durchlaufen.

    Euer Deva (Babytalk-Autor)

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  • Danke Mama, dass Du mich an deine Milchbar nuckeln lässt

    Danke Mama, dass Du mich an deine Milchbar nuckeln lässt

    Du lässt mich immer an deiner Milchbar nuckeln, egal, ob ich mich am Morgen melde, wenn Du Dich vor dem Badezimmerspiegel anmalst. Oder mittags, wenn Du in der Küche stehst und für Dich und Papa, was zu essen kochst. Und ich muss Dir gestehen, dass es mir wirklich leid tut, dass ich gerade immer dann aus meinem viel zu kurzen Mittagsschlaf erwache, wenn ihr essen wollt.

    Vor allem am Nachmittag, wenn Tante Käthe zum Kaffee kommt und mich mit ihren feuchten Küssen abschleckt. Bist du da und befreist mich aus ihrem nach 4711 riechenden riesigen Brüsten.

    Am Abend wenn du deine Lieblingsserie schaust und dich vor Lachen krümmst und nicht zuletzt mitten in der Nacht, wenn Mond und Sterne schützend vom schwarzen Himmel auf uns hinabschauen. Immer hörst Du mich und lässt mich die leckerste Milch der Welt schlürfen.

    Und wenn meine volle Windel wieder mal zu duften beginnt, legst Du mich stolz auf die Wickelkommode, um mir meinen Popo wieder schön sauber zu machen und ihn anschließend so liebevoll mit duftendem Öl eincremest.

    Deinen süßer Nektar nuckeln

    Selbst wenn ich nur einen Pups mache, kommst Du und schaust nach mir und hältst mich in deinen Armen und schaust mich so voller Liebe an. Mmmhhh, einfach zum wegchillen.

    Wenn ich Durst habe und mir leider häufig vergeblich bemühe den richtigen Ton zu finden, kommst Du und lässt mich an deine Milchbar und gibst mir von deiner köstlichen Milch.

    Und wenn mein kleiner Körper dann voller Wonne zu kribbeln beginnt, dass ich Dich versehentlich vor Übermut in deine Brustwarzen zwicke, quietscht Du nur und tust so, als ob nichts gewesen wäre. Dafür liebe ich Dich soooooo!

    Leider ist das alles auch so entspannend, dass ich dabei immer ganz schnell wieder einnicke. Und Dich nicht voller Dankbarkeit anstrahlen kann. Auch wenn Du mir dann immer wieder vergeblich auf den Rücken klopfst, schaffe ich es einfach nicht.

    Doch dafür bekommst Du dann ein kräftiges Bäuerchen von mir zielgenau auf deine schöne Bluse gespuckt. Doch sei versichert, Du bist meine beste – und einzige – Mama 😉

    Und ich verspreche Dir, auch heute wieder mein Bestes zu geben, Dich zum Strahlen zu bringen.

    Euer Finn (Babytalk – Charmeur)

    Verlosung: Wir verlosen gerade die wunderschöne limitierte SchmusePuppe Arielle Marie von Kokadi.

    Beitragsfoto: Elena P. / shutterstock
    
  • Clustern – Wenn sich das Baby zur Raupe Nimmersatt entwickelt

    Clustern – Wenn sich das Baby zur Raupe Nimmersatt entwickelt

    Clustern – Aktuell wird Marie (11 Monate alt) nachts häufig wach, um kurz an meiner Brust zu nuckeln und zurück ins Träumeland zu schweben. Für einige Zeit kam sie mit Pausen von 4 bis 5 Stunden sehr gut klar.

    Das wird im Fachjargon sogar schon als „durchschlafen“ betitelt. Doch es gibt immer wieder Phasen – wie gerade jetzt – da kommt sie stündlich. Oder öfter. Merkt euch: Je dunkler meine Augenringe, desto öfter war sie wach.

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

    Oft wird die Phase sogar von einem Wimmern, schnellem Atmen oder heftigen Bewegungen begleitet. An der Brust beruhigt sie sich schnell, der Atem normalisiert sich und schläft friedlich ein.

    Ich erkläre unserer großen Tochter manchmal, dass sie vielleicht schlecht geträumt hat. „Von leeren Titties“ stimmt sie mir zu. Vielleicht hat Marie in Wahrheit aber auch einfach Schmerzen.

    Wachstumsschmerzen, Zahnschmerzen. Egal. Irgendwas löst ein Unwohlsein aus. Und ich bin da. Immer. Jedes Mal.

    Das war nicht immer so. Bei meiner Großen noch, da habe ich mir reinreden lassen: „Das Kind muss durchschlafen“. „Zu viel essen ist doch nicht normal, sie wird nicht satt, fütter zu!“. “Wechsel mal auf 1er-Milch oder mach Schmelzflocken mit rein, damit sie länger satt bleibt!“.

    Es waren gut gemeinte Ratschläge. Aber das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

    Marie clustert einfach nur. Das ist ein natürlicher Prozess, den man mit Zufüttern oder gar dem Schnuller nicht stören sollte.

    Was ist Clustern?

    Der Begriff Clustern kommt aus dem Englischen und bedeutet „anhäufen“. Gerade frischgeborenen Babys wird zugeschrieben, zu clustern. Dieses Anhäufen der Mahlzeiten ist normal und kommt oft vor!

    Das liegt daran, dass sie anatomisch noch gar nicht in der Lage sind, größere Mengen an Nahrung aufzunehmen. Die Mägen von Neugeborenen sind winzig klein und wachsen erst mit der Zeit.

    Doch leider ist ihr Energieverbrauch noch recht hoch, das Stillen erschöpft sie schnell. Also clustern bzw. essen sie in kleinen Abständen immer wieder kleine Portionen.

    Die Babys essen dabei über mehrere Stunden hinweg, schlafen dabei ein, wachen wieder auf, um weiter zu essen. Dieses Clusterfeeding ist ein völlig natürlicher Prozess.

    Durch das häufige Saugen wird Prolaktin freigesetzt, das Hormon bewirkt die Milchbildung und sorgt so langfristig für ordentlich Nachschub. Daher ist es auch contra-produktiv, wenn ihr anfangt zuzufüttern:

    Je öfter und länger Babys angelegt werden, desto mehr Prolaktin wird ausgeschüttet und desto mehr Milch wird produziert. Eine simple Rechnung. Mit steigender Größe des Magens, vergrößern sich automatisch auch die Zeitintervalle des Stillens.

    Warum das Schnullern in dieser Zeit schädlich sein kann

    Durch das lange Stillen beim Clusterfeeding produzieren die Babys ein Hormon (Cholezystokinin) welches ein Sättigungsgefühl auslöst – auch, wenn sie noch nicht satt sind.

    Nach kurzer Zeit fällt der Hormonspiegel, damit das Sättigungsgefühl und die Babys essen, bis sie wirklich satt sind. Würde man hier nun mit einem Schnuller eingreifen, würde man das sensible System aushebeln.

    Das Kind ist vor dem Sättigungsgefühl ruhig gestellt und nimmt weniger Nahrung zu sich. Es nimmt also auch nicht so stark zu.

    Demnach empfehle ich euch, nur in Extremsituationen zum Schnuller zu greifen und euch einfach nicht irritieren zu lassen. Egal was Opa, Oma, Tante oder beste Freundin (am besten kinderlos) zu euch sagen. (Wenn schon Schnuller, dann empfehlen wir einen entwicklungs- und kiefergerechten Schnuller, Hinweis der Redaktion)

    Clusterfeeding bei älteren Babys

    Mit jedem Wachstums- oder Entwicklungsschub kann es allerdings sein, dass Babys erneut zum Clustern neigen. Auch das ist völlig normal!

    Der Energiebedarf der Kinder ist in dieser Zeit höher, sie brauchen mehr Nahrung. Lasst euch nicht verunsichern, macht Netflix an und versucht diese Zeitspannend möglichst relaxed durchzustehen. Es wird auch wieder besser.

    Clustern auch bei Flaschenkindern?

    In meinem Babykurs war eine junge Mutter, die sich durch das Essverhalten ihres Kindes stark verunsichert zeigte. Es war ein Flaschenkind (4 Monate), welches die Mahlzeiten nicht wie „vorgeschrieben“ auf der Packung einnahm:

    Mal war es mehr, mal war es weniger, als die angeratene Durchschnittsmenge. Dann hat das Baby auch noch sämtliche Zeitpläne der Mutter verworfen und sich entschieden unregelmäßig Hunger zu haben.

    „Ich habe doch keine Lust das Baby jede Stunde zu füttern! Und planen kann ich so auch nichts mehr!“.

    Viele Stillmütter werden bei dieser Frustration wohl nur milde lächeln, immerhin gehört das bei ihnen ja dazu. Gleichmäßige Mengen? Keine Ahnung, wir haben keinen eingebauten Messbecher.

    Regelmäßige Mahlzeiten? Nun gut, es gibt noch Hebammen, die empfehlen das Kind nur alle 4 Stunden zu stillen und es bis dahin „hungern“ zu lassen. Das ist aber ziemlich altbacken, eine Quälerei und einfach nur falsch.

    Aufgeklärte Mütter stillen nach Bedarf – so wie es Naturvölker eben auch tun. Unsere Große bekam die Flasche ab dem 6. Monat.

    Clustern, das Bedürfnis nach Liebe

    Mir kam es aber nie in den Sinn feste Zeiten einzuführen oder dem Kind das Essen zu verweigern, nur, weil es mir nicht in den Zeitplan passt.

    Babys sind Lebewesen und keine Roboter.  Sie müssen früh genug in der Leistungsgesellschaft funktionieren. Aber bitte nicht mit 4 Monaten.

    Auch Flaschenkinder erleben Entwicklungsschübe, benötigen kurzzeitig mehr Energie und damit Nahrung. Was aber ebenfalls zum Tragen kommt: Füttern bedeutet Nähe (hierzu empfehlen wir euch unseren Beitrag „Stillen – mehr als nur Nahrungsaufnahme„, Hinweis der Redaktion.)

    Babys stillen durch das Nuckeln – sei es an der Brust oder der Flasche – oft zudem ihr Bedürfnis nach Nähe. Sie liegen dabei im Arm ihrer Mama. Fühlen sich sicher und geborgen.

    Und manchmal da brauchen sie eben auch mal mehr Sicherheit und Geborgenheit. Zum Beispiel nach einem Tag voller neuer Eindrücke. Unter diesem Gesichtspunkt fällt es den genervten Eltern vielleicht leichter das Clustern zu ertragen.

    Vertraut eurem Gefühl

    Und bitte seht von Schritten ab, die gern in Foren oder anderen Plattformen kommuniziert werden: „Gebt dem Baby endlich Abendbrei, damit es durchschläft!“, “Wechselt doch auf 1er/2er Nahrung“, “Gebt Schmelzflocken in die Flasche, dann ist sie länger satt“.

    Auch wir haben diese Tipps erhalten und umgesetzt. Bis wir festgestellt haben, dass sie nichts bringen. In den meisten Fällen ist das Verhalten des Babys völlig normal.

    Natürlich gilt – wie immer – das Gefühl der Eltern. Wenn ihr denkt, dass euer Baby zu wenig zunimmt oder ein Mangel vorliegt, sprecht mit Experten. Fragt euren Kinderarzt, eine Stillberaterin oder Hebamme.

    Aber bitte unterlasst Experimente auf eigene Faust. Wer zudem unter Schlafentzug durch anhaltendes Clustern leidet, sollte sich ebenfalls Hilfe holen.

    Generell sollte Clustern dem Baby gut tun, ohne die Mama komplett auszulaugen. Ein wichtiges Resümee, welches ich selbst auf die harte Tour gelernt habe.

    Eure Yasmin (Babytalk – Autorin)

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    Beitragsfoto: Tomsickova Tatyana / shutterstock
  • Der Stillstreik – wenn dein Baby die Brust anschreit

    Der Stillstreik – wenn dein Baby die Brust anschreit

    Stell dir vor, dein Stillbaby hat Hunger und anstatt zu trinken, schreit es völlig verzweifelt die Brust an. Es streckt sich in deinem Arm durch, ist völlig außer sich und man merkt, dass es gerade sehr verzweifelt ist. Dies nennt man einen Stillstreik. Nur WARUM fragt ihr euch sicherlich.

    So einen Stillstreik erleben die meisten Stillmamis mindestens einmal in der Zeit, in der sie ihr Kind stillen. Und es ist für alle zunächst einmal sehr irritierend. Ist das Stillen bisher Beruhigungsmittel Nummer Eins für das Baby gewesen, so hat man nun das Gefühl, dass seine Wut noch mehr wächst, sobald man es anlegen möchtest …

    Erst einmal: Verfallt nicht in Panik. Der Instinkt von uns Mamas setzt in uns Stresshormone frei, sobald unser Baby schreit. Und wenn wir dann auch noch Sorge haben müssen, dass unser Baby satt wird bzw. genug Flüssigkeit zu sich nimmt, sind unsere Nerven extrem unter Druck gesetzt.

    Doch gerade in dieser Situation heißt es: Einen kühlen Kopf bewahren!

    Frage 1: Warum schreit euer Baby die Brust an?

    Die Antennen von Babys sind so unfassbar fein justiert, dass es für Erwachsene sehr schwer ist, den Grund für das Abwenden von der Brust der Mama herauszufinden.

    Zunächst einmal könnte es an der Ernährung in den letzten Tagen liegen. Habt ihr etwas gegessen, was dem Kind eventuell Bauchschmerzen verursachen könnte? Es ist kaum zu glauben, aber Babys riechen so etwas schon, bevor sie die Milch aus der Brust probiert haben!

    Aber auch ein Störfaktor in der Umgebung könnte ein Grund für einen Stillstreik sein. Hat sich im Raum, in dem ihr stillt etwas verändert? Riecht der Raum anders? Hat sich das „Gefühl“ des Raumes verändert?

    Ein Baby braucht zum Trinken das Gefühl, dass die Situation um Euch beide herum gerade absolut keine Gefahr beinhaltet. In diesem Zusammenhang prüft auch einmal eure eigenen Emotionen im Augenblick:

    Regt ihr euch gerade über etwas auf? Liegt Streit in der Luft? Oder: Seid ihr gerade sehr in Freude geraten (auch sehr starke positive Gefühle irritieren Babys)?

    Frage 2: Was mache ich, damit mein Baby nicht verhungert?

    Hier ist eure ganze Aufmerksamkeit gefragt. Denn instinktiv greifen viele Mamis zur Flasche, um das Baby zu sättigen. Das ist auch absolut nachvollziehbar und nicht direkt verkehrt.

    Macht dies aber bitte nur in Begleitung einer Hebamme oder Stillberaterin, denn ohne eine kompetente Begleitung passiert es vielen Müttern, dass das Baby aus Versehen abgestillt wird.

    Die Flasche trinkt sich viel leichter als die Brust. Und auch, wenn ihr die Milch abpumpt, ist dieser Vorgang nicht gleichzusetzen mit dem Trinken des Babys.

    Spürt in euch hinein, ab wann es besser wäre jemanden zur Hilfe hinzuziehen. Wenn das Baby nur einmal zum Zeitpunkt einer Mahlzeit in einen Stillstreik verfällt, ist das alles natürlich kein Problem. Ihr könnt die Milch abpumpen und dem Baby in der Flasche anbieten, ohne gleich Hilfe holen zu müssen.

    Sollte der Stillstreik aber über Tage hinweg aufrecht erhalten bleiben und ihr gerne wieder voll stillen möchtet, lass euch beraten. So verhindert ihr, dass ihr traurig nach mehreren Tagen feststellen müsst, dass die Milch weniger wird .

    Ich wünsche euch, dass diese Phase möglichst schnell vorüber geht. Bei LA LECHE LIGA  findet ihr übrigens professionelle Hilfe bei Stillproblemen:

    In Deutschland: LA LECHE LIGA

    Österreich: LA LECHE LIGA

    Schweiz: LA LECHE LIGA

    Luxemburg: LA LECHE LIGA

    Liebe Grüße

    Eure Mira (Babytalk-Redaktion)

    Kommentar einer Leserin:

    Mein Sohn hat solche Phasen immer wenn er grad einen „Wachstumsschub“ hat.. also diese Entwicklungsschübe, die im ersten Jahr in gewissen Abständen auftreten ca. um die 5. 8. 12. etc… Woche. Er ist dann immer ein bis drei Tage (meistens beginnt es am Nachmittag bis zum späten Abend) ziemlich durch den Wind.

    Man kann ihm dann nichts recht machen und auch die Brust, die sonst alles wieder gut macht wird nur angeschrien … Bei ihm hilft es gut es einfach immer wieder zu probieren und auszusitzen … irgendwann trinkt er dann doch (Hunger ist halt der beste Koch) und nach ein paar Stunden ist der Spuk zum Glück meistens wieder vorbei.

    Kann da nur das Buch „Oje, ich wachse“ empfehlen! Ich finde man versteht die Kleinen dann einfach besser wenn sie mal wieder Terror machen und du weist was da grad im Gehirn von so einem Baby abgeht welche neuen Eindrücke es gerade verarbeiten muss usw.

    Und das tolle ist es steht dann auch immer was sie danach alles neu können bzw. lernen und dann hat man auch immer was auf das man sich freuen kann, wenn die Phase vorbei ist.

    Nicole Schernhorst

    Beitragsfoto:Stillstreik: Thawornnurak / shutterstock
  • Stilldemenz – Vergesslichkeit frisch gebackener Mamas

    Stilldemenz – Vergesslichkeit frisch gebackener Mamas

    Hilfe, Mama hat das Abendessen verkohlt!

    Stilldemenz – Wieso vergesse ich den Termin beim Zahnarzt – wieso verkohlt die Pizza im Rohr und erst der angekokelte Geruch erinnert mich an sie? Und wieso überhaupt lass ich die Windelpackung im Drogeriemarkt stehen und bin heilfroh, als die freundliche Frau an der Kasse mich lachend am Telefon beruhigt:

    „Machen sie sich mal keine Sorgen, ich habe die Windeln beiseite gestellt. Die haben sie bei mir stehen lassen. Stilldemenz, kommentiert sie. Ein anderes Mal trägt sie mir die Windeln auf den Parkplatz hinterher. Dankbar blicke ich sie durchs offene Autofenster an.

    Das schlimmste Erlebnis in dieser Richtung war, als ich losgefahren bin mit einer Packung Tiefkühlpizzen und frischen Erdbeeren auf dem Autodach. Zum Glück ging es erst im Schritttempo über den Parkplatz. Die komischen Blicke und Lichthupen eines anderen Autofahrers brachten mich auf die Idee mal anzuhalten, und einen Blick nach hinten zu werfen.

    Als ich neben dem Baby keine Einkäufe erblickte, fiel es mir wie ein Geistesblitz wieder ein: „Du hast doch vorhin das Zeug aufs Dach gelegt, um die Hände zum Anschnallen frei zu haben. Mist!“

    Irreführender Begriff

    Ist das normal? Was passiert mit mir?
    Stilldemenz, Wochenbettdemenz oder Schwangerschaftsdemenz heißt im Volksmund diese Vergesslichkeit werdender und frisch gebackener Mamas. Dabei ist der Begriff irreführend.

    Der Zustand der Vergesslichkeit hat keineswegs etwas mit der richtigen Krankheit Demenz zu tun. Es gibt auch keine wissenschaftlichen Nachweise, dass sich das Phänomen ausschließlich auf hormonelle Veränderungen im Zuge der Geburt zurückführen lässt.

    Viele Schwangeren können auch schon gegen Ende der Schwangerschaft nicht mehr gut schlafen – sei es aufgrund von strampelnden Kinderfüsschen im Bauch oder weil sie mit dem dicken Bauch keine geeignete Schlafposition mehr finden. Auch Sodbrennen ist im letzten Schwangerschaftsdrittel ein häufig genannter Grund für einen schlechten Nachtschlaf.

    Stilldemenz: Akuter Schlafmangel eine mögliche Ursache

    Die hohe Vergesslichkeit und das Gefühl sich nichts mehr merken zu können, nichts mehr auf die Reihe zu bekommen, hat wohl vielmehr mit dem akuten Schlafmangel als auch mit der hohen sozialen Erwartungshaltung, welche die Gesellschaft an die jungen Mütter hat, zu tun.

    Wer ständig aus dem Tiefschlaf gerissen wird und das über einen langen Zeitraum von mehreren Monaten, ist nicht topfit – weder geistig noch körperlich. Wissenschaftliche Studien belegen sehr wohl die Wirkung von Schlafentzug: Dieser führt zu Reizbarkeit – ach nee – aber eben auch zu Konzentrationsschwäche bis hin zu Gedächtnisschwund.

    Daher ist es kein Wunder, dass bei mir die so genannte Stilldemenz besonders stark aufgetreten ist. Zumindest nachdem mich über ein Jahr lang drei Kinder jede Nacht zusammengerechnet bis zu zehn mal aufgeweckt haben.

    Die gute Nachricht: Das Phänomen verschwindet auch wieder. Ich kenne keine Mutter, die durch die Geburt ihrer Kinder dauerhaft ihr Gedächtnis verloren hätte.

    Selbst die anstrengendste Zeit schlafloser Nächte geht irgendwann vorbei. Und mit der Regeneration und dem zurückgewonnenen Schlaf kommt auch die geistige Fitness zurück.

    Tipps gegen Vergesslichkeit

    Was also ist zu tun, damit der Alltag nicht im totalen Chaos ausartet? Der wohl einfachste Tipp sind Post-it-Zettel. An der Haustür klebt ein kleiner gelber Zettel mit dem Hinweis „Schlüssel vergessen? Handy dabei?“, am Kühlschrank klebt eine Erinnerung, welche Lebensmittel ausgehen, und am Herd ein Klebezettel mit dem Hinweis: „Alles ausgeschaltet?“

    Die gute alte Einkaufsliste ist auch nicht verkehrt. Einfach alles aufschreiben oder noch besser aufschreiben lassen. Wem das zu altmodisch ist, oder wer befürchtet, auch diese ohnehin nur zuhause auf dem Küchentisch liegen zu lassen, fotografiert sie mit dem Handy ab.

    Es gibt auch Menschen, die haben aus diesem Grund das bloggen angefangen. Einfach weil sie es satt hatten, ständig nach ihren vielen Zetteln zu suchen. So haben sie ihre Informationen über Kindererziehung, To-Do-Listen und gute Tipps zu Ernährung und Hausmittelchen einfach im Internet fest gehalten. In Form eines privaten, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Webblogs.

    Welcher Lerntyp man ist?

    Erst einmal heißt es jedoch herauszufinden, was für ein Lerntyp bin ich? Merke ich mir Informationen über das Gehör oder über das Sehen? Knapp zwei Drittel der Menschen sind visuelle Lerntypen: Sie lernen z.B. am besten auswendig, wenn sie sich etwas aufmalen.

    Wie habt ihr in der Schule am besten gelernt?

    Wer sich in der Prüfung genau an die aufgemalten Diagramme im Heft erinnert. Und bei Vorträgen am liebsten alles mitschreibt, gehört in diese Gruppe. Für diese Menschen ist es das beste, sich Schilder, am besten noch mit kleinen Bildchen oder Piktogrammen dazu, zu malen. Erst durch das selber malen, auch gern groß und bunt, springt der Merkprozess an.

    Auditiven Typen – etwa 30 % der Menschen – bringt es viel, sich die To-Do-Liste per Diktiergerät, Video oder Sprachaufzeichnung mit dem Handy aufzunehmen.

    Weiter 5% gehören zum motorisch haptischen Typ. Diese Gruppe merkt sich Informationen über Bewegung und Berührung. Vielleicht hilft es diesen Menschen, sich zur Erinnerung einen bestimmten Gegenstand dafür, oder ein damit verknüpftes Symbol, in die Jackentasche zu stecken oder an den Rückspiegel im Auto zu hängen?

    Selten ist der emotionale Typ, der Informationen am besten über Empfindungen, Atmosphäre oder Gefühle aufnimmt. Hmm, dazu fällt mir nur ein, mal zu versuchen, die Einkaufsliste zu singen oder zusammen mit der besten Freundin ein lustiges Gedicht aus den meist vergessen Dingen zu machen? Vielleicht hilft der Vergesslichen ja die Erinnerung an den gemeinsamen Abend?

    Die Mehrzahl der Menschen erinnern sich zum Glück ohnehin auf verschiedene Weisen, sind also Mischtypen. Daher einfach mal ausprobieren und nachdenken, wie man selbst sich am besten an etwas erinnert.

    Stilldemenz: Sorge für Ruhe und Entspannung 

    Doch alle diese Tipps bekämpfen mal wieder nur die Symptome. Am wichtigsten sind zwei Dinge: Erstens, bitte keinen Druck von außen machen lassen.

    In den ersten Wochen mit Baby erwartet niemand von einer jungen Familie einen perfekten Haushalt. Und wenn es das Umfeld vielleicht unterschwellig doch tut, oder die frisch gebackene Mutter zumindest so ein Gefühl hat, dann bittet um Hilfe.

    Teilt Eure Gäste ein und spannt sie für Euch ein. Lasst Euch Kuchen mitbringen, anstatt selbst einen zu backen. Traut Euch, bittet um Hilfe und nehmt angebotene Hilfe auch an.

    Ausruhen ist das A und O. Denn die so genannte Stilldemenz ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich eine Mama zu viel zumutet.

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: TeodorLazarev / shutterstock
  • Stillen in der Öffentlichkeit

    Stillen in der Öffentlichkeit

    Stillen in der Öffentlichkeit, eigentlich das normalste in der Welt, doch leider wird es nicht von allen und überall so gesehen. Verena hat uns hierzu einen schönen Beitrag geschrieben, den wir Euch gerne vorlegen.


    Mein Mann, ein paar Freunde und ich sitzen im lärmend vollen, fröhlichen Biergarten. Alles wie immer – außer: Wir haben unser kleines, süßes Baby dabei. Das quengelt ein wenig. Dann brüllt es. Da macht das Baby auf dem Arm halten und Duzidu den Freunden plötzlich keinen Spaß mehr.

    Der kleine Schreihals mit offenbar gutem Lungenvolumen wird zur Mama zurück gereicht mit den Worten: „Hat der vielleicht Hunger?“ Naheliegend, auch für Nichtmütter und Nichtväter. Alle schauen die junge Mama an, was die nun wohl macht.

    Cool bleiben, Mama

    Stillen in der Öffentlichkeit Eltern mit stillendem Baby in einem Park
    Maria Sbytova / shutterstock

    Es ist das erste Mal, das Frau in einer vergleichbaren Situation ist. Schließlich ist es ganz was anderes, mit seinem Baby vormittags im Park spazieren zu gehen und sich zum Stillen für ein ruhiges, schattiges Plätzchen zu entscheiden.

    Da kommen zwar auch schon mal Menschen vorbei, die einen Blick auf eine stillende Mutter werfen – sei dieser nun zweideutig, fragend oder gar missbilligend. Ich selbst habe vorwiegend wohlwollende Blicke erlebt, denn die meisten Menschen sind fasziniert von kleinen Babys.

    Doch zurück zum Biergarten-Szenario: Innerlich total aufgeregt beschließt die junge Frau ihr brüllendes Kind anzulegen. Immerhin eine gute Chance, dass es wirklich Hunger hat und gleich wieder satt und zufrieden ist. Sie nestelt an ihrem Still-BH herum und denkt sich: „Es sind ja nur Sekunden in denen meine Brust unbedeckt ist, das werde ich ja jetzt wohl überstehen.

    Saugt das Baby daran, ist alles gut.“ Irgendwie ist es schon eine Herausforderung, das Stillen in der Öffentlichkeit. Nicht jeder Mensch ist so freizügig, dass es ihm/ihr nichts ausmachen würde, einfach vor allen anderen – Fremden, Freunden oder Bekannten – die Hüllen fallen zu lassen. Das ist eine natürliche Hemmschwelle und dabei geht es erst einmal gar nicht so sehr um das Bedürfnis des Kindes, sondern um die Mutter.

    Stillen in der Öffentlichkeit – Alles eine Frage der Gewohnheit

    Die junge Frau hat sich in weiser Voraussicht ein leichtes Baumwolltuch mitgebracht. Das legt sie jetzt schützend um das Baby und sich selbst. Diese Schutzmaßnahme wirkt beruhigend sowohl auf die stillende Mutter als auch auf das Kind selbst. Wenn nämlich die Mama innerlich nervös ist und sich gar schämt, weil sie in der Öffentlichkeit ihrem Säugling die Brust gibt, klappt es oft mit dem Stillen auch nicht so richtig.

    Gerade am Anfang, wenn die beiden noch nicht so ein eingespieltes Team sind, kann es passieren, dass die Position zum entspannten Trinken nicht passt oder nicht genug Milch fließt. Je entspannter die Mutter, desto besser klappt alles.

    Ich habe auch schon Frauen gesehen, die sich ein Kissen mitgebracht haben. Denn es ist nicht immer so gemütlich, das Baby in der Armbeuge zuhalten. Wie ich finde eine gute Idee, auf die ich selbst als frischgebackene Mama nicht gekommen bin. Das musste ich durch eine Schleimbeutelentzündung im Ellbogen büßen. Vor lauter Beflissenheit, es dem Kind recht gemütlich zu machen, habe ich mir selbst eine schlechte Haltung angewöhnt.

    Je länger die Stillbeziehung dauert, desto mehr verändert sie sich auch. Mutter wie Kind gewöhnen sich an die gemeinsame Kuschelmahlzeit. Dem gemeinsamen Auftritt in der Öffentlichkeit kommt das zugute. Das Kind weiß bald, was zu tun ist und dockt ganz von allein an sobald es darf.

    Allerdings werden gerade Langzeitstillende in der Öffentlichkeit oft komisch angeguckt. Während es für viele normal ist, dass ein Säugling an der Brust trinkt, reagieren mehr Leute befremdet, wenn sie sehen, dass ein zwei- oder dreijähriges Kleinkind an der Brust trinkt.

    Warum Stillen in aller Öffentlichkeit?

    Vielleicht fragt sich jetzt so manche, warum soll ich mir das überhaupt antun, warum mache ich mir es nicht einfach zuhause auf dem Sofa gemütlich? Irgendwie stimmt das auch. Vor allem in den ersten Wochen mit einem Neugeborenem ist es wirklich viel entspannter für alle Beteiligten einfach daheim im vertrauten, privaten Raum zu bleiben.

    Die Zeit des so genannten Wochenbetts, also die ersten sechs bis acht Wochen, ist eine Zeit des Ausruhens und Zueinanderfindens. Auch dauert es ein wenig sich kennen zu lernen, damit sich das Dreamteam einspielen kann. Hebammen raten dazu, diese ersten Wochen wirklich langsam zu machen, auszuruhen und das Wochenbett regelrecht als heilige Zeit zu respektieren.

    Das ist für diese Zeitspanne auch gut so. Und es heißt ja nicht, gar nicht hinaus zu gehen. Frische Luft ist auch für Neugeborene eine Wohltat. Es bedeutet einfach, sich und dem Kind eine Pause vom Alltag und den damit häufig  verbundenen Stress zu gönnen.

    Denn wer will wochen- oder monatelang zuhause bleiben? Der Tag kommt, an dem Mama wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will. Und sich nur wegen dem Stillen zuhause zu verstecken, wäre doch sehr schade. Sich das Leben so einzuengen, weil Stillen in der Öffentlichkeit manchen Leuten noch immer ein Tabu zu sein scheint? Nein, danke.

    Stillende Mütter in der Öffentlichkeit

    Daher ist es wunderschön, immer mehr stillende Frauen in der Öffentlichkeit anzutreffen. Vielleicht macht das weiteren Frauen Mut sich auch trauen. Wer sich geniert und sich sicher ist, sein Kind nicht im Biergarten vor der Clique oder auch nur vor Wildfremden stillen zu wollen, findet womöglich eine andere Lösung für sich: Sucht Euch eine Location als Treffpunkt aus, die Rückzugsmöglichkeiten bietet.

    Das kann ein Restaurant mit Lounge sein oder einem Bereich mit Sofas und gemütlichen Sitzgelegenheiten. Oder ihr packt das Kind kurzerhand ein, verabschiedet Euch für einen Moment und begebt Euch alleine mit ihm in einen naheliegenden Park. Es ist auf jeden Fall ratsam sich anfangs vorher Gedanken zu machen, wie ihr euch die ungewohnte Situation so angenehm wie möglich einrichten könnt.

    Stillen in der Öffentlichkeit Mutter stillt ihr Baby in eine Gebüsch
    Kolbakova Olga /shutterstock

    Es gibt auch Frauen, die setzen sich am liebsten in ihr geparktes Auto. Wichtig ist, dass es für einen selbst stimmt. Und nicht dass eine Frau sich gezwungen sieht, sich im öffentlichen Raum zu verstecken – etwa in der Umkleidekabine eines Kleidergeschäfts oder gar auf der Toilette! Soll alles schon vorgekommen sein!

    Wer in so eine Situation gerät, muss sich nicht eingeschüchtert fühlen, sondern darf den Mut haben (möglichst laut) zu sagen: „Sie haben soeben eine kaufwillige Kundin verloren. Ich komme so schnell nicht wieder in ihren Laden und berichte meinen Freunden von ihrem Verhalten einer stillenden Mutter gegenüber!“

    Eure Verena (Babytalk – Autorin)

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