Kategorie: Mama Talk

  • Babys lernen laufen – Die Magie der ersten Schritte

    Babys lernen laufen – Die Magie der ersten Schritte

    Laufen lernen: Wir freuen uns Euch diesen tollen Beitrag über die Magie der ersten Schritte von unserer Babytalk – Autorin Dr. Kerstin Bosch vom Blog (www.kidfoot.de) vorstellen zu können.


    Der Moment der ersten Schritte unserer Kinder ist immer wieder magisch. Ihnen eröffnet sich eine ganz neue Welt, die es zu entdecken gilt. Sie bekommen im wortwörtlichen Sinne eine andere Sicht auf die Dinge.

    Schlagartig haben sie, was die Wahrnehmung und Bewegung angeht, ganz neue Möglichkeiten. Nicht umsonst wird der Laufbeginn als einer der großen Meilensteine der kindlichen Entwicklung bezeichnet.

    Zeit lassen zum Laufen lernen

    Jedes Kind sollte diesen Moment der ersten Schritte ganz allein für sich bestimmen, denn jedes hat einen eignen inneren Masterplan, nach dem alles abläuft. Uns als Eltern fällt es nicht immer leicht das Kind einfach mal machen zu lassen und nicht zu helfen.

    Aber es ist enorm wichtig, dass die Kinder diese Erfahrungen selbständig machen, ohne Hilfe von außen. Häufig zeigen Kinder, die zu früh hingestellt oder immer an der Hand geführt wurden, in ihrer späteren motorischen Entwicklung Defizite.

    Fallen gehört zum Laufen lernen

    Laufen lernen ist ein enormer Schritt für den gesamten Körper und braucht einfach Zeit und Übung. Dass die Kinder in der ersten Zeit des Laufen lernens oft hinfallen, ist von der Natur so vorgesehen und enorm wichtig für die weitere Entwicklung. In den seltensten Fällen verletzen sich Kinder dabei ernsthaft.

    Grundsätzlich lernen Kinder nicht spontan auf einmal laufen. Man kann es ihnen auch nicht einfach ‚beibringen’. Vielmehr ist es ein langer, sehr individueller Prozess, der quasi schon mit dem ersten selbständigen Kopfheben in Bauchlage seinen Anfang nimmt.

    Das Langhangeln an kippsicheren Gegenständen (Sofa, Stühle, Kommoden, usw.) ist die Vorstufe des freien Gehens. Hier ist der Seitschritt einer der ersten wichtigen Erfahrungen. Irgendwann lösen die Kinder von selbst die Hände und machen allein die ersten Schritte.

    Wann geht´s los mit dem Laufen?

    Der Zeitpunkt der ersten selbständigen Schritte variiert von Kind zu Kind. Es gibt Laufanfänger, die sind gerade mal 10 Monate alt. Das ist recht früh. Andere brauchen etwas länger, weil sie stattdessen mit anderen Dingen, wie zum Beispiel dem Sprechenlernen beschäftigt sind – oder sie sind einfach etwas gemütlicher. Der Durchschnitt liegt bei ca. 14-15 Monaten. Alles zwischen 12-18 Monaten liegt noch im Normbereich.

    Laufen lernen – Ab wann braucht das Kind Schuhe?

    Schon bevor die ersten Schritte gemacht werden, fragen wir Eltern uns, wann unser Kind das erste Paar Schuhe tragen soll und kann. Grundsätzlich gilt: Keine Schuhe vor Laufbeginn! Und auch dann kann man sich oft noch Zeit lassen, bevor das erste richtige Paar an die Füße kommt.

    Denn eigentlich braucht der gesunde Kinderfuß keine Schuhe. Der Fuß bringt von Natur aus alles mit, was er zum Gehen und Stehen braucht: Ein Fettpolster zur optimalen Druckverteilung und eine weiche, formbare Struktur, die sich im Laufe der Zeit der Belastung anpasst.

    Daher ist es wichtig, möglichst lange auf weiche, flexible Alternativen wie Lederpuschen oder Stoppersocken zurück zu greifen.

    Liebe Grüße Eure Kerstin (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: Syda Productions / shutterstock
  • Wochenbett: Erfahrungsbericht einer Leserin – Ein unromantisches Paradebeispiel

    Wochenbett: Erfahrungsbericht einer Leserin – Ein unromantisches Paradebeispiel

    Wir freuen uns Euch den ersten Beitrag einer Babytalkleserin vorstellen zu können, die gerne ihre Erfahrungen mit dem Wochenbett mit Euch teilen wollte. Über unsere Facebookseite kommentierte sie unseren Wochenbettbeitrag, denn es ist nicht immer alles „Friede, Freude Eierkuchen“. Aber lest selbst.

    Und Vielen Dank an Christina für diesen Einblick!


    Das Wochenbett war für mich eine sehr intensive Erfahrung. Als ich vom Krankenhaus nach Hause kam sagte mir keiner, dass hier das Wort Chaos eine ganz neue Bedeutung erhalten würde.

    Wochencouch statt Wochenbett hätte es besser getroffen

    Die ersten 5 Wochen tat ich nichts außer auf der Couch zu liegen und 20 Stunden am Stück zu stillen. Diese Stillerei hat mich so entkräftet – ich war einfach nur fertig. Ich lag nicht auf der Couch, ich war die Couch!

    Ich war die Insel von der sich mein Zwerg nicht weglegen lies, während mein Lebensgefährte versuchte irgendwie unseren Haushalt zu meistern und gleichzeitig schon nervös war, was er mir jeden Tag kochen sollte.

    Wenn unser Schatz mal nicht auf mir schlief, ging das Geschrei los. Stundenlang dieses weinende Baby – niemand sagt dir, das Neugeborene so lang schreien können.

    Es wird nur immer erzählt, wie toll das Wochenbett doch sei – Tag und Nacht im Bett zu liegen und den Kleinen zu betrachten. Ich lag keinen einzigen Tag verliebt im Bett und genoss das Wochenbett.

    Für mich war es die Hölle auf Erden. Das Wochenbett war für mich ein Meer der Gefühle, ein ständiges auf und ab. Ich musste mich oft den Wellen hingeben, denn die schwappten auch so manches mal über.

    Gedankenkarussell

    Alle Gedanken schossen mir durch den Kopf: Ich vermisse die Zweisamkeit zu meinem Partner. Mein Baby ist das schönste Kind der Welt. Werden wir das alles schaffen?!

    Wie lange halt ich das weinende Baby noch aus, ohne selbst komplett in Tränen auszubrechen. Tu ich mir das nochmal an?! Ich hab so viel geweint wie noch nie in meinem Leben.

    Ich fühlte mich oft alleine und doch war ich gleichzeitig die glücklichste Mama auf Erden. Mein Partner war total überfordert. Das weinende Baby , die heulende Mama und der Haushalt, der Wocheneinkauf und das Planen der nervigen Besuche.

    Selbstvorwürfe

    Ja genau nervigen!!! Es ist absolut zum Kotzen jeden Tag jemanden auf der Matte stehen zu haben während die Wohnung eh schon ein totaler Müllberg ist.

    Es war so extrem chaotisch bei uns, dass ich mich geschämt habe, wenn jemand zu uns kommen wollte. Die Leute erwarten ja eine frische, glückliche Mama, die ihnen das dauerschlafende Baby reicht, während sie Kaffee kocht und den Gästen Kuchen anbietet.

    Wie dem auch sei, ich hatte das pure, authentische Wochenbett mit vielen Höhen und Tiefen. Ich konnte das pure Leben im Haus spüren und bin stolz diese Zeit überstanden zu haben.

    Liebe Grüße Eure Christina Watzinger (Babytalk – Fan)

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    Beitragsfoto: Boryana Manzurova / shutterstock
    Pinterestfoto: Comstock von Photo Images (über Canva)
  • Unerfüllter Kinderwunsch: Wenn das zweite Kind auf sich warten lässt …

    Unerfüllter Kinderwunsch: Wenn das zweite Kind auf sich warten lässt …

    Wenn Ihr bereits ein Kind habt kennt Ihr diese Frage genau: „Und, wann kommt Nummer Zwei!?“ Meist umspielt ein freudiges Lächeln die Lippen des Gegenübers und dann kommt die zwinkernde Erwartungshaltung.

    Man rätselt, ob Nummer Zwei vielleicht sogar schon unterwegs ist und kann die Antwort kaum erwarten. Ich erzähle Euch, warum mich diese Frage so nervt und wie ich meine Antwort gefunden habe.

    Der Kinderwunsch

    Der Wunsch nach einem zweiten Kind taucht bei vielen Eltern auf. Mal früher, mal später. Und er ist nicht weniger stark als beim ersten Kind. Zumindest bei mir nicht. Wir haben uns so sehr ein Geschwisterchen für unsere Tochter gewünscht.

    Am Anfang ist man ja noch völlig entspannt. Schließlich ist man jung und gesund und somit steht einer Schwangerschaft nichts im Wege. Also haben wir uns eines Tages entschieden, nicht mehr zu verhüten und schwanger zu werden.

    Nach drei erfolglosen Monaten habe ich angefangen, nach Gründen zu suchen. Vielleicht war alles etwas stressig in letzter Zeit!? Oder wir haben zu wenig geschlafen!? Uns zu ungesund ernährt!? Und drei Monate sind ja nun wirklich noch nicht lang…

    Warum werde ich nicht schwanger?

    Mittlerweile war ein halbes Jahr vergangen und ich war immer noch nicht schwanger. Ich machte mir Sorgen und malte mir alle möglichen Horror-Szenarien aus: Zysten, Tumore, Unfruchtbarkeit durch den ersten Kaiserschnitt – alles schon da gewesen.

    Als wäre das nicht schon genug, fragen plötzlich alle, ob wir denn kein zweites Kind wollen. Diese Frage ist wie ein Schlag ins Gesicht. Denn er sagt indirekt: du bist nicht fähig, denn du wirst nicht schwanger.

    Am Anfang habe ich diese Frage weggelächelt und behauptet, dass wir uns Zeit lassen und die Große zunächst alleine aufwachsen lassen wollen, um ihr möglichst viel Aufmerksamkeit zu schenken.

    Diese Antwort war gut, denn dann wurde nicht weiter gefragt. Doch irgendwann konnte ich das nicht mehr. Ich wollte die anderen nicht anlügen und vor allem wollte ich mich nicht anlügen. Ich war nicht perfekt, nicht vollkommen.

    Aber das war in Ordnung für mich. Also antwortete ich, dass wir uns ein zweites Kind wünschen, es aber momentan nicht klappt. Und diese Antwort war für mein Gegenüber oft ein Schlag ins Gesicht. Ich hörte Entschuldigungen und sah Scham.

    Alles wird gut

    Ein unerfüllter Kinderwunsch – sei es das erste oder das dritte Kind – ist ein Tabuthema. Wer spricht schon gerne drüber, dass etwas mit ihm nicht stimmt!? Ich habe versucht, mich nicht zu sehr hineinzusteigern.

    Ich habe auf mich geachtet und mich gesund ernährt, aber ich habe weitergelebt wie bisher. Und ich habe die Momente mit meiner Tochter sehr geschätzt.

    Dann kam ich an den Punkt, an dem ich gesagt habe: wenn es nicht sein soll, dann ist es so. Ich habe ein gesundes Kind und allein das ist schon ein Wunder. Einen Monat später hatte ich einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen und alles war gut…

    Mein Rat an alle, die schwanger werden möchten: versucht, Euch keinen Stress zu machen. Ich weiß – das ist leicht gesagt, aber steigert Euch nicht zu sehr in diese Gedanken hinein und macht Euch selbst nicht fertig. Das Glück wird auch zu Euch kommen.

    Eure Bernice (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: Napawadee Thaisonthi / shutterstock
  • Pseudokrupp Husten – Was tun?

    Pseudokrupp Husten – Was tun?

    Was tun bei Pseudokrupp Husten?

    Jeder hat es bestimmt schon mal gehört. Pseudokrupp Husten, ich hatte es schon öfters mal in Foren gelesen, aber mich nie so wirklich darüber informiert. Denn ich dachte immer, uns wird das nicht passieren. Unsere Große hatte das schließlich auch nicht. Tja nur leider kam alles anders.

    Hier erzählt unsere Autorin Nicole euch von Ihren Erfahrungen mit Pseudokrupp Anfällen ihrer Tochter und was ihr tun könnt, wenn euer Kind auch betroffen ist.


    Wie es begann

    Ich weiß es noch ganz genau, es war ein Abend im Oktober, wir brachten unsere kleine Tochter, damals knapp 1,5 Jahre alt, wie gewohnt ins Bett. Wir blieben noch auf und schauten Tv. Es ist übrigens typisch, dass er ganz plötzlich in der Nacht auftritt.

    Aber gegen 23 Uhr war nichts mehr wie sonst. Unsere Tochter erwachte und keuchte, als wenn sie etwas verschluckt hätte. Sie bekam keine Luft mehr und lief um den Mund blau an. Ich hatte Panik und vor allem Angst.

    Ich hatte wirklich Todesangst um mein Kind. Mein Mann rief sofort den Notarzt, dieser sollte ganz bald bei uns sein. Ich wusste nicht, was ihr fehlte und suchte zuerst nach ihrem Schnuller, um zu schauen ob dort ein Stück fehlte.

    Zum Glück war er ganz, dies konnte es also nicht sein. Ich war mir sicher, dass sie etwas verschluckt hatte. Denn so röcheln habe ich wirklich noch niemanden gehört.

    Diagnose Pseudokrupp Husten

    Es waren bestimmt (und glücklicherweise) nur 5 Minuten bis der Notarzt bei uns war. Doch für mich fühlte es sich wie Stunden an. Wir versuchten sie zu beruhigen, aber nichts half.

    Sie hatte Panik, Angst zu ersticken und das sah man in ihren Augen. Diesen Blick werde ich wohl nie wieder vergessen.
    Dann war endlich der Notarzt da. Er untersuchte sie gründlich und kam sofort zur Diagnose Pseudokrupp Husten.

    Wir waren erstmal wirklich „beruhigt“, weil sie nichts verschluckt hatte. Sie bekam sofort Kortison in Form einer Inhalation. Dies wirkte auch wirklich sehr sehr schnell, ihre Atmung beruhigte sich und auch unsere Tochter wurde ruhiger.

    Der Notarzt nahm uns dann noch 1 Nacht zur Beobachtung mit und mir war das wirklich Recht. Denn ich hatte immer noch panische Angst, dass dies wieder passiert und ich wieder nicht weiß was ich machen soll.

    Am nächsten Morgen war unsere Tochter wieder fit und man merkte nichts mehr von ihrem Krupp Anfall. Kurz vor unserer Entlassung kam ein sehr netter Arzt zu uns und klärte mich über den Pseudokrupp auf.

    Genau diese Tipps möchte ich jetzt an Euch weitergeben:

    • Das wichtigste ist die Beruhigung. Denn je entspannter das Kind ist, umso besser ist es.
    • Außerdem hilft es mit dem Kind an die kalte, frische Luft zu gehen. Wir saßen oft dick eingemummelt auf dem Balkon und haben die Sterne gezählt. Diese Kälte hilft beim Abschwellen der Schleimhäute und dadurch bekommt es wieder mehr Luft.
    • Oder wo es ganz schlimm war, sind wir auch mal nachts um 2 im dicken Schneeanzug auf den Spielplatz gegangen. Ablenkung, Beruhigung und kalte Luft haben wirklich die beste Wirkung bei Pseudokrupp. Wenn es draußen zu warm ist, kann man sich notfalls auch mit seinem warm eingepackten Kind vor den offenen Kühlschrank setzen.
    • Warme feuchte Luft hingegen hilft nicht und kann die Beschwerden teilweise sogar noch verschlimmern. Also wenn möglich meiden.
    • Wenn eine halben Stunde nach einem Anfall keine Besserung eintritt, solltet ihr überlegen ein Kortison Zäpfchen zu geben. Und wenn nach spätestens 1 h mit Zäpfchen keine Besserung ersichtlich ist, solltet ihr wirklich in die Klinik fahren. Leider waren unsere Anfälle teilweise auch so schlimm, dass wir 2-3 mal in der Klinik zum inhalieren waren.
    • Vorbeugend hilft nur immer gut zu lüften und feuchte Tücher aufzuhängen, dies hat bei uns definitiv Linderung gebracht.

    Ende gut, alles gut

    Emily ist mittlerweile 6 Jahre alt und bekommt keinen Krupp mehr. Sie bekam diese Anfälle bis sie ca 5 Jahre alt war. Jeder Anfall war schlimm für mich, aber mit jedem bin ich ein Stück weit gelassener geworden.

    Vor allem wusste ich, was zu tun war und das meine Tochter nicht ersticken wird, auch wenn es sich so anhörte.

    Für mich ist der wichtigste Tipp an alle Eltern dort draußen, auch wenn es sehr sehr schwer ist, bleibt ruhig. Denn je mehr Ruhe ihr ausstrahlt, desto entspannter ist auch euer Kind.

    Liebe Grüße Eure Nicole (Babytalk – Autorin)

    Nachfolgend findet ihr eine sehr verständliches und hilfreiches Aufklärungsvideo:

    Beitragsfoto: Africa Studio / shutterstock
  • Der erste Urlaub mit dem Baby

    Der erste Urlaub mit dem Baby

    Der erste Urlaub mit dem Baby ist etwas ganz besonderes. Aber dieser Urlaub muss definitiv nicht stressiger werden als ohne Kind. Es benötigt nur etwas mehr Planung. Unsere Autorin Nicole hat Euch im folgenden Beitrag wichtige Punkte aufgeführt, die Ihr beachten solltet, damit es mit dem ersten Urlaub mit dem Baby klappt und Ihr auch noch Erholung erfahrt.

    Diese Planung möchten wir Euch hiermit erleichtern. Wir zeigen, wie Ihr am besten plant und welche Punkte Ihr beachten solltet.

    Der erste Urlaub mit dem Baby

    Am Wichtigsten ist die Überlegung, wohin die Reise gehen soll. Wählen Sie ein Land mit einer guten Infrastruktur. Das erleichtert Euch vieles. Auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gibt es sehr schöne Urlaubsregionen, wo Ihr mit Eurem Baby entspannen könnt. Beispielsweise in Kinderhotels.

    Dort findet Ihr alles, was Ihr braucht. Von der Wickelstation bis zum Babyplanschbecken. Für alles wäre vor Ort gesorgt. Auch die kurzen Anfahrtszeiten sind ein absoluter Vorteil, denn auf langen Reise fangen Babys gerne an zu quengeln, weil die neuen Eindrücke und Situationen es überfordern.

    erste Urlaub mit dem Baby Mutter spielt mit Baby in einem Swimmingpool

    Tipps für Reisen in den Süden

    Sollte es Euch aber eher in den Süden zieht, müsst Ihr einige Punkte beachten.

    Achtet darauf, dass das Hotel vor Ort einen Kinderarzt bereit stellt. Dies ist wichtig falls das Baby mal krank werden sollte.

    Außerdem solltet Ihr einen Wasserkocher mitnehmen. Die Wasserqualität ist nicht so gut wie in Deutschland, deshalb halb ist es empfehlenswert, sogar gekauftes Wasser mindestens 5 Minuten abzukochen.

    Auch Babynahrung solltet Ihr am besten von zu Hause mitnehmen. Denn die Qualitäten unterscheiden sich teilweise sehr.

    Achtet darauf, dass Euer Kind bei Reisen ins Ausland, auch innerhalb der EU, einen Kinderreisepass benötigt. Diesen sollte man rechtzeitig beantragen.

    Die wichtigsten Punkte an die man denken sollte:

    • Wenn Ihr fliegt, ist es empfehlenswert, Euer Baby beim Start und bei der Landung zu füttern, dies hilft beim Druckausgleich.
    • Wenn Ihr mit dem Auto reist kauft am besten einen Schattenspender für die Autoscheiben. Somit ist das Kind vor der Sonne geschützt.
    • Achtet bei der Hotelbuchung am besten schon im Vorfeld darauf, dass auch ein Kinderbett zur Verfügung steht. Bei den meisten Hotels kann man dies problemlos dazu buchen.
    • Achtet auch auf genügend Babynahrung im Gepäck. Wenn das Baby gestillt wird, hat man damit natürlich wenig Mühe, ansonsten nehmt sicherheitshalber genügend Milchpulver von der gewohnten Nahrung mit.
    • Packt lieber etwas mehr Kleidung, ein. Denn meistens kann man vor Ort nicht waschen und Babys kleckern gerne etwas voll.
    • Besonders wichtig gerade im Ausland ist der richtige Sonnenschutz: Sonnencreme, Sonnenhüte, UV Schutzkleidung und ggf. eine Strandmuschel.
    • Schnuller, Ersatzschnuller, Flaschen und etwas Spielzeug sollten auch in den Koffer wandern. Besonders das Lieblingsspielzeug nicht vergessen!;)
    • Ein Kinderwagen und eine Babytrage sind eigentlich das idealste Reisegepäck. Die Trage kann man für den Strand oder für unwegsames Gelände nutzen und der Kinderwagen ist beispielsweise abends sehr praktisch. So kann das Kind schlafen und Ihr könnt trotzdem noch entspannt draußen sitzen und ein kühles Getränk genießen.
    • Auch die Reiseapotheke sollte nicht vernachlässigt werden, was dort am besten mit soll besprecht Ihr am besten mit Eurem Kinderarzt. Der kann seine Empfehlungen auf das Urlaubsland abstimmen

    Eine gute Planung ist unverzichtbar

    Eine gute Planung ist also auf jeden Fall wichtig. Hier habe ich noch eine kleine Checkliste zum Ausdrucken zusammengestellt:

    Mit dieser vergesst Ihr sicherlich nichts mehr.

    Aber am aller Wichtigsten ist es, genießt Euren den Urlaub. Denn je entspannter wir Eltern sind, umso entspannter sind auch unsere Kinder.

    Der erste Urlaub mit Eurem Baby wird immer etwas ganz besonderes bleiben, und da ist es vollkommen egal wohin die Reise geht.

    Eure Nicole (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: serpeblu / shutterstock
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  • Beikostrezepte fürs Baby zum Selbermachen

    Beikostrezepte fürs Baby zum Selbermachen

    Wir freuen uns, Euch einen Beitrag von Nicole Wolf zum Thema Beikostrezepte vorstellen zu können. Sie erzählt Euch, wie ihr Babybreie ganz einfach selber machen könnt. Nicole schreibt auf ihrem Blog (Zickigsüss) über ihren kunterbunten, mal fröhlichen mal traurigen Familienalltag.


    Einfache Beikostrezepte zum Nachmachen

    Der Übergang vom Stillen oder der Flasche, zur Brei Nahrung ist ein großer Schritt. Dieser benötigt Zeit, Geduld und Ausdauer. Denn gerade am Anfang wird dies nicht immer einfach sein. Hier findet ihr, einige wertvolle Tipps, die den Übergang von der Milch zur festen Nahrung erleichtern.

    Spätestens im 5-7 Monat werden nicht mehr alle Kinder von Milch alleine mehr satt. Jetzt solltet ihr mit der Breikost beginnen. Diese Umstellung solltet ihr langsam angehen.

    Der erste Brei sollte die Mittagsmahlzeit ersetzen. Wenn ihr selber kocht, fangt mit einer Sorte Gemüse an, beispielsweise mit Karotten oder Kartoffeln. In der zweiten Woche könnt ihr dann eine zweite Sorte Gemüse dazu nehmen.

    Ab der dritten Woche könnt ihr nun auch langsam Fleisch mit in eure Beikostrezepte pürieren. Dieser langsame und schonende Übergang zur Beikost überfordert euer Baby nicht, denn es muss sich erstmal an das Kauen und Schlucken festerer Nahrung gewöhnen.

    Wenn ihr selber kocht, empfiehlt sich eine größere Menge zu kochen und diese dann einzufrieren. Dies geht am besten in kleinen Gläsern oder Frischhaltedosen.

    Achtet beim selber kochen immer darauf, dass ihr eine sättigende Komponente mit ins Gläschen mixt. Dies könnten beispielsweise Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Couscous sein.

    Die beliebtesten Anfänger Beikostrezepte zum selber kochen, haben wir hier:

    Breikostrezept: Apfel Hirse Brei      

    Babyschüssel mit Brei

    Zutaten für 4 Gläschen:

    • 4 süße Äpfel
    • 4 Bananen
    • 8 Esslöffel Hirseflocken
    • 8 Teelöffel Mandelmus
    • 150 ml Wasser
    • 4 Teelöffel Rapsöl

    Zubereitung:

    Die Zubereitung ist ganz einfach, Äpfel und die Banane schälen und in kleine Stückchen schneiden. Danach fügt ihr alle Zutaten in einen Mixer und püriert es auf höchster Stufe, bis alles schön cremig ist.

    Breikostrezept: Apfel Birnen Brei          

    Breischüssel mit Äpfeln, Birnen und Hirseflocken

    Zutaten für 4 Gläschen:

    • 400 g Äpfel und Birnen
    • 80 g Haferflocken
    • 560 ml Wasser
    • 4 Teelöffel Rapsöl

    Zubereitung:

    Das Obst schälen und mit etwas Wasser  in einem Topf schmoren, bis es weich ist. Danach das restliche Wasser und das Öl hinzugeben und bei mittlerer Hitze warm werden lassen. Wichtig ist, dass es nicht mehr kocht. Zum Schluss die Haferflocken hinzufügen und alles pürieren.

    Breikostrezept: Apfel Karotten Brei

    Zutaten für 4 Gläschen:

    • 4 Äpfel
    • 200 g Karotten
    • 200 g Kartoffeln
    • 400 ml Wasser
    • 4 Teelöffel Rapsöl

    Zubereitung:

    Die Karotten und die Kartoffeln schälen, in kleine Stücken schneiden und mit dem Wasser in einen Topf geben. Nun sollte dies ca. 10 Minuten kochen, danach die geschälten und geschnittenen Äpfel dazu geben und nochmals 5 Minuten kochen lassen.

    Nun den Topf vom Herd nehmen und alles pürieren. Das Wasser bitte nicht abgießen, sondern mit pürieren. Zum Schluss das Öl hinzufügen.

    Breikostrezept: Brokkoli Kartoffel Brei    

    Brokkoli-Kartoffelbrei

    Zutaten für 4 Gläschen

    • 400 g Brokkoli
    • 320 g Kartoffeln
    • 8 Esslöffel Haferflocken
    • 8 Esslöffel Apfelsaft
    • 4 Esslöffel Rapsöl

    Zubereitung:

    Den Brokkoli und die Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und mit etwas Wasser ca. 10 Minuten kochen bis alles ganz weich ist. Danach das Wasser abgießen und die Haferflocken unter das Gemüse mischen. Den Apfelsaft und das Öl hinzufügen und alles pürieren.

    Wichtiger Hinweis für eure ersten Beikostrezepte

    Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss. Babybrei solltet ihr nie würzen. Salz beispielsweise kann sich ungünstig auf die noch nicht vollständig ausgebildeten Nieren auswirken. Auch auf andere Zutaten wie scharfe Gewürze, Nüssen oder Aromen solltet ihr erst noch verzichten. Denn nach den monatelangen Milchgenuss ist der unverfälschte Geschmack von Obst und Gemüse schon spannend genug für Babys Gaumen.

    Eure Nicole (Babytalk – Autorin)

    In diesem Zusammenhang könnte Euch unser Beitrag „Ein Löffelchen für mich, ein Löffelchen für Dich“ zur Beikosteinführung auch interessieren, (Hinweis der Redaktion).

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  • Flugreisen mit Baby

    Flugreisen mit Baby

    Flugreisen mit Baby sind gar nicht so ohne. Ich, Andrea, jedenfalls hatte im Vorfeld unserer Reise nach Thailand ordentlich Muffensausen. Und ich habe mir im Netz die Finger wund gegoogelt auf der Suche nach Tipps rund um den Flug.

    Aber so richtig viel finden konnte ich nicht. Deswegen habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht, jetzt wo ich vier Langstreckenflüge überstanden habe.

    Langstrecke mit Baby: Tipps fürs Reisen

    Wir sind mit dem Baby, damals acht Monate, und meiner Tochter, 3 Jahre alt, nach Thailand geflogen. Statt Langstrecke am Stück haben wir uns für geteilte Flüge entschieden. Von Berlin nach Doha und anschließend von Doha nach Bangkok.

    Der Hinflug war über Nacht. Im Vorfeld dachte ich darüber nach, dass dies vielleicht problematisch sein könnte, eben weil die Kinder unter Umständen nicht schlafen.

    Aber wisst ihr was: DAS war gar kein Problem. Im Nachhinein muss ich sagen: Lieber Nacht- als Tagflug. Denn auch wenn vermutlich alle Eltern bangen, dass die Kinder nicht (gut) schlafen, das erledigt in der Tat irgendwann einfach die Müdigkeit.

    Schlafen im Flugzeug

    Während meine Kinder bereits kurz nach dem Start beinahe vorbildlich eingeschlafen sind, hatten es andere Kinder da schwerer. Sie weinten oder waren total überdreht. Das ist für die Eltern sicherlich schwer, aber machbar.

    Glaubt mir, ihr müsst euch und euren Kindern nur vertrauen.

    Für Babys bis zu zehn Monaten gibt es bei den meisten Airlines Babybetten, die vorbestellt werden müssen. Der Vorteil: Ihr bekommt einen Platz mit ziemlich viel Beinfreiheit, weil diese Babybetten nur an ganz bestimmten Plätzen eingehangen werden können.

    Babykorb im Flugzeug

    Der Nachteil: Bei Start, Landung und (leichten) Turbulenzen müssen die Babys aus den Babybetten genommen werden.

    Und das kann dann im Zweifelsfall bedeuten, dass euer Kind vielleicht gerade eingeschlafen war und ihr euer Baby wieder aufwecken müsst. Außerdem müssen die Kleinen zur Sicherheit immer angeschnallt sein.

    Das ist natürlich richtig und wichtig, aber mein Sohn hatte darauf so gar keine Lust. Ich trug ihn also die gesamte Zeit über in meinen Armen und das hat mich dann doch ziemlich beruhigt. Ich habe nämlich, zu allem Überfluss auch noch schlimme Flugangst.

    Alles in allem also eine ungute Ausgangslage. Die nichtsdestotrotz auch schön war, denn ob ihr es glaubt oder nicht, Kinder lenken einen kolossal ab.

    Ich habe das im Vorfeld nicht geglaubt, aber trotzdem es einige Turbulenzen gab, hatte ich wenig Zeit für Ängste.

    Flugreisen mit Baby Mutter liest Kind im Flugzeug vor

    Kinder müssen sich bewegen

    Beim Zwischenaufenthalt haben wir die Kinder spielen lassen. Also meine große Tochter, das Baby wollte zu dem Zeitpunkt vor allem über den Boden krabbeln. Ich glaube dies ist enorm wichtig, dass ihr eure Kinder immer spielen lasst, dass es wirklich anstrengend für die Kleinen.

    Und ich habe noch einen Tipp für euch: für die größeren Kinder sind kleine Aufmerksamkeiten sicher eine tolle Idee.

    Ich hatte für meine Tochter, mein kleines Runzelfüßchen, wie ich sie nenne, zwei kleine Bücher im Gepäck. Nach jedem Teilabschnitt des Fluges habe ich sie überrascht und ihr eines davon geschenkt.

    So hatte sie eine kleine Freude und hat gemerkt, wie stolz wir auf sie sind. Zum anderen hatten wir so für den Urlaub noch zwei weitere Bücher die wir vorlesen konnten.

    Tagflug mit Baby

    Der Rückflug war im Vergleich übrigens ungleich schwieriger. Denn wir flogen gegen 8.00 Uhr früh ab, was natürlich bedeutet, dass wir mitten in der Nacht aufstehen mussten. Die Laune war nicht besonders gut.

    Und im Flugzeug wurde es nicht besser. Wir versuchten das Baby mit Büchern zu locken, mit kleinen Spielen. Was letztlich half, war spazieren gehen.

    Immer im Kreis im Flugzeug umher. Bereitet euch darauf vor viele, viele Meter zu laufen. Aber seid gewiss, dass sich ganz viele Stewardessen um euren kleinen Schatz kümmern wollen.

    Wir jedenfalls haben unseren Sohn teilweise gar nicht mehr gesehen, weil alle ihn einmal halten wollten. Das ist vielleicht nicht bei jeder Airline üblich, aber ich will glauben, dass auch ihr tolle Begleiter_innen findet.

    Tipps für Flugreisen mit Baby

    Ein kleiner Tipp: Nehmt auch etwas mit, das die Kinder noch nicht kennen. Fürs Baby hatten wir ein neues Klapperspielzeug und Bücher dabei. Allerdings interessierte sich unser Sohn rein gar nicht dafür.

    Für unsere ältere Tochter hatten wir den TipToi Stift im Gepäck, den wir aber auch nicht auszupacken brauchten. Denn zum Glück gab es auf dem Hinflug genügend Schlaf und auf dem Rückflug die hilfsbereiten Stewardessen und Stewards.

    Handgepäck fürs Baby

    Was ihr auf jeden Fall ausreichend im Handgepäck haben solltet sind Windeln und Wechselwäsche. Nehmt nicht nur ein, sondern besser drei Bodys mit. Auch ein T-Shirt für euch ist eine gute Idee.

    Und lieber sechs Windeln statt drei. So ein Flug ist lang und die Babys vielleicht nervös. Oder sie bespucken sich oder euch.

    Sobald eure Kinder nicht mehr voll gestillt werden, sind auch Snacks und Wasser eine gute und wichtige Idee. Wir bekamen während des Flugs Essen für die Kinder und jede Menge Wasser, dennoch mochten unsere Kleinen natürlich auch das mitgebrachte Obst und die kleinen Brezeln.

    Entspannte Flugreisen mit Baby

    Den wohl wichtigsten Rat, den ich euch mit auf den Weg geben möchte: Entspannt euch. Eure Kinder werden das alles so viel besser meistern als ihr glaubt. Und sollten sie weinen und unruhig sein, dann verkrampft euch nicht.

    Ihr helft euren Kindern am besten, wenn ihr für sie da seid. Das gibt ihnen Sicherheit. Und euch ganz sicher auch.

    Für die, die Angst haben, ihre Kinder werden zu laut: Es sind Kinder. Denkt immer daran: Sie haben jedes Recht auch mal laut zu werden. Und meiner Erfahrung nach sind Menschen auf Langstreckenflügen bereit, fremde Kinder zu bespaßen.

    Lasst euch auf dieses Abenteuer ein! Flugreisen mit Baby sind absolut möglich und ihr werdet mit ganz besonders schönen Momenten belohnt.

    Eure Andrea (Babytalk – Autorin)

    Mehr Tipps zum Thema Reisen mit Kindern findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern„, Hinweis der Redaktion.

    Beitragsfoto: Tarasenko16Dima / shutterstock 
    Foto 2: Tarasenko16Dima / shutterstock
  • Spätgebärende = Risikoschwangerschaft – Bitte holen Sie sich ihre Verunsicherung ab!

    Spätgebärende = Risikoschwangerschaft – Bitte holen Sie sich ihre Verunsicherung ab!

    Spätgebärende gleich Risikoschwangerschaft

    Ich fand es in meiner ersten Schwangerschaft (da war ich gerade 35 geworden) schon doof ständig als Spätgebärende bezeichnet zu werden. Als Spätgebärende werden im allg. Frauen benannt, die das 30. Lebensjahr deutlich überschritten haben. Das Wort Risikoschwangerschaft schwirrte auch immer in meinem Kopf rum.

    Ich habe mal bei Wikipedia geschaut, was da über Spätgebärende steht:

    Als Spätgebärende werden im Allgemeinen Frauen benannt, welche zum Zeitpunkt der Geburt das klassische Schwangerschafts- und Gebäralter zwischen 18 und 30 Jahren deutlich überschreiten.

    Wow, das sitzt. Das klassische Gebäralter! Es gibt also ein klassisches Gebäralter! Wer legt das denn fest? Und viel mehr, wie legt man das fest? Dass man über 18 Jahre alt sein sollte, das sehe ich ja ein.

    Frau sollte volljährig sein und wissen was sie tut. Wenn ich mich an meine Reife mit 18 erinnere, nein da war ich definitiv noch nicht reif genug für ein Kind. Aber das soll hier nicht das Thema sein. Es geht vielmehr darum, wann man zu alt für ein Kind ist.

    Ich war gerade 35 geworden, wir hatten geheiratet, da wurde ich, geplant und gewünscht, schwanger. Für mich war das der perfekte Zeitpunkt.

    Zu oft den falschen Mann kennengelernt

    Ich hatte 18 Jahre meines Lebens gearbeitet, oft den falschen Mann kennengelernt und mir die Hörner abgestoßen. Deshalb war das für mich genau der richtige Zeitpunkt.

    Da ich am Anfang unter extremer Übelkeit litt, war ich krankgeschrieben und las viel im Internet über Schwangerschaft und Babys. Natürlich verunsicherten mich auch jedes Mal die Wörter Spätgebärende und Risikoschwangerschaft.

    Als Spätgebärende beim Triple-Test

    Mein Frauenarzt meinte auch, dass wir unbedingt einen Triple-Test machen sollten. Ich wäre ja nicht mehr die Jüngste (hat er wirklich gesagt). Und wir müssten uns über die Konsequenzen, die ein schlechtes Testergebnis bringen würden, klarwerden.

    Die Zeit, die ich auf das Ergebnis warten musste, war extrem belastend. Mein Arzt ging beim nächsten Mal dann ungefähr zwei Sekunden auf das Ergebnis ein: „Ist völlig unauffällig“. Das war es.

    Versteht mich nicht falsch. Ich war natürlich dankbar für dieses Ergebnis, nur hatte ich mir doch so viele Gedanken gemacht. Was ist, wenn ein schlechtes Ergebnis rauskommt? Was folgt dann?

    Weitere Abklärungen? Eventuell sogar ein Abbruch? Schrecklich diese Gedanken!

    Triple-Test ist mit Vorsicht zu genießen

    Später las ich über den Triple-Test, dass er doch eher sehr mit Vorsicht zu genießen sei und häufig schlechte Ergebnisse herauskämen, die völlig gesunde Babys hervorbringen.

    Aber so ein bisschen behielt ich immer die Angst im Hinterkopf. Wir bekamen ein gesundes Mädchen.

    Als ich dann das zweite Mal mit 38 schwanger wurde, war das auch der richtige Zeitpunkt. Die Schwester war zweieinhalb und genauso wollten wir es. Ich hatte meinen Frauenarzt gewechselt.

    Der neue ist und war sehr entspannt. Er hielt mich keinesfalls für zu alt. Der Ultraschall war von Anfang unauffällig. Und vom Triple-Test war er auch nicht überzeugt und inzwischen war der auch überholt.

    Er gab mir die Möglichkeit einen sehr kostspieligen Bluttest machen zu lassen. Wenn ich mich recht erinnere, sollte der Test 800 Euro kosten. Aber mein Frauenarzt meinte, dass wir uns dieses Geld getrost sparen könnten. Wir machten den Test nicht.

    Screening für Spätgebärenden

    Beim Screening schickte er uns zu einem wahren Experten, weil er dort jede seiner Ü35 Patientinnen hinschickt. Der versicherte uns auch, nach einer tollen Untersuchung, das unser Kind gesund ist.

    Ich war entspannt. Wir bekamen einen gesunden Jungen.

    Ich finde, jede Frau darf für sich selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft ist. Im Endeffekt entscheiden es sowie unsere Kinder.

    Und die Ärzte sollten sich nicht auf ihre Vorgaben versteifen und jede Ü-35-Mutti als Spätgebärende und als Kandidatin für ein behindertes Kind einstufen. Wir Frauen von über 35 sind heute anders und frischer als die Frauen vor 40 Jahren.

    Auch sollte die Presse nicht über jede späte Mutter herfallen, als wäre sie die absolute Gebär-Sensation. Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hier und da, wäre nicht schlecht.

    Eure Nadine (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto:  Photographee.eu / shutterstock
  • Der erste Zahnarztbesuch, wann und wie sollte dieser stattfinden

    Der erste Zahnarztbesuch, wann und wie sollte dieser stattfinden

    Wann steht der erste Zahnarztbesuch an? Die Häufigkeit, mit der das Kind die Praxis besuchen sollte, hängt meistens von seiner Mundgesundheit ab. Es ist wichtig, an die tägliche Mundhygiene zu denken. Es ist ebenso wichtig, die Zähne eurer Kinder täglich zu pflegen. Karies und Zahnfleischprobleme können sich schnell bei euren Kleinen entwickeln, oft machen sich erste Anzeichen einer Entzündung gar nicht bemerkbar.

    Der erste Zahnarztbesuch sollte so früh wie möglich stattfinden

    Doch wann sollten Eltern das erste Mal mit ihren Kindern zum Zahnarzt? Zahnärzte empfehlen: So früh wie möglich!

    Ausgewogene Ernährung, ein zahnfreundlicher Schnuller oder Beißring, tägliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche. So bleiben euren Kindern lästige Zahnschmerzen meistens erspart.

    Für die Gesundheit eurer Kinder ist es sehr wichtig, ab dem ersten Lebensjahr auf ihr richtiges und regelmäßige Zähne putzen zu achten. Doch es bleibt die Frage: Wann steht der erste Zahnarztbesuch an?

    Regelmäßigkeit der Kontrollbesuche

    Die Häufigkeit, mit der das Kind die Praxis besuchen sollte, hängt meistens von seiner Mundgesundheit ab.

    Viele Zahnärzte empfehlen, dass der erste Zahnarztbesuch etwa sechs Monate nach dem ersten Zahn erfolgen sollte. Kinderzahnärzte möchten ihre Patienten gerne schon sehen, wenn das Kind „zahnt“.

    Typischerweise brechen die ersten Frontzähne im Alter von acht Monaten durch. Doch warum so früh? Fest steht: Schon der erste Zahn kann Karies bekommen und auch das junge Zahnfleisch kann sich entzünden.

    Dann tut das Zähneputzen weh, und der Teufelskreis beginnt.

    Auch wenn dieser Zeitpunkt vorzeitig erscheinen mag: Für euch Eltern bietet es tatsächlich eine Chance, sich frühzeitig über eine optimale Mundhygiene für euer Kind zu informieren. Kinder lernen so früh, dass das Zähneputzen nicht mit Schmerzen verbunden ist.

    Spielerisch Zähneputzen lernen

    Die ersten Zähne könnt ihr zum Beispiel mit einem Wattestäbchen reinigen. In der Folge sollte das Zähneputzen spielerisch erlernt werden, unter anderem mit einem Beißring.

    Die Zahnbürsten selbst sollten möglichst weich sein. Beim Zähneputzen selbst ist das „wie oft“ nicht so wichtig wie das „wie gut“.

    Die Zähne sollten von allen Seiten sauber gehalten werden. Zuckerhaltige Getränke zur Beruhigung der Kinder sollten vermieden werden, denn sie sind tatsächlich Gift für die Zähne.

    Der Zucker wird durch den Zahnbelag (Plaque) in Säure umgewandelt, was wiederum den Zahnschmelz schädigt.

    Nach dem ersten Zahnarztbesuch ist es für eure Kleinen am besten, regelmäßig alle sechs bis zwölf Monate zum Check-Up zu gehen. Sollte euer Kind ein höheres Kariesrisiko entwickeln, sind auch kürzere Intervalle sinnvoll.

    Nichts ist für Kinderzahnärzte schlimmer, als Milchzähne ziehen zu müssen.

    Auf Zahnfleischentzündungen achten

    Achten Sie schon früh auf die ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung. Ein präventiver Ansatz für das Kind ist immer noch der effektivste Weg für eine Mundgesundheit.

    Spätestens im Alter von drei Jahren sind beim Baby alle 20 Milchzähne vorhanden. Und allerspätestens dann sollten Eltern einen Zahnarzt aufsuchen.

    Doch je später Kinder zum ersten Mal einen Zahnarzt sehen, desto größer ist die Chance, dass der Zahnarzt Karies oder ein anderes Problem erkennt.

    Wenn dann die erste Erfahrung mit Bohren und Schmerzen verbunden ist, wird sich das Kind nur ungern wieder zum Zahnarzt trauen. Natürlich gibt es einige Situationen, wo Eltern sofort zum Zahnarzt gehen sollten.

    Wenn das Kind einen Milchzahn verliert, ist das ganz natürlich.

    Aber wenn ein Unfall passiert und der Zahn abbricht, sollten Eltern das Kind zum Zahnarzt bringen, ganz egal, in welchem Alter. Ich empfehle den Eltern schon beim Durchstoßen des ersten Zahnes einen Zahnarzt aufsuchen, sowie es die meisten Kinderzahnärzte es auch tun..

    Das Kind und der Arzt werden es den Eltern danken.

    Euer Dr. Herbert Pick (Zahnheilkunde)

    Beitragsfoto: shutterstock / Pazargic Liviu
    
  • Das Wochenbett – Tipps für die ersten acht Wochen mit dem Baby

    Das Wochenbett – Tipps für die ersten acht Wochen mit dem Baby

    Wenn man in der Schwangerschaft an die Zeit nach der Geburt also an das Wochenbett denkt, ist man meist voller Vorfreude, kann es kaum abwarten, dass endlich die Zeit des Kuschelns beginnt.

    Kaum eine werdende Mutter macht sich großartig Gedanken darüber, was in den ersten Wochen alles mit ihrem Körper passiert. Man kann bereits vor der Geburt einige Sachen vorbereiten, damit man nicht direkt in Stress verfällt, sobald das Baby da ist.

    Aber zunächst einmal möchten wir hier ein paar Fakten über das Wochenbett für Euch auflisten:

    Das Wochenbett heißt so, weil es in der Tat empfohlen wird, dass die frisch gebackene Mutter viel Zeit im Bett verbringt bzw. sich viel Ruhe gönnen sollte. Natürlich mit dem Baby.

    Die meisten Mamas, die diesen Tipp ignorieren und zu schnell zu viel körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind, werden anschließend häufig von ihrem Körper in Form von Entzündungen oder ähnlichem gebremst.

    Warum ist das so, auch wenn man sich nach einer natürlichen Geburt bereits schnell wieder sehr fit fühlt?

    Im Körper der Mutter passiert nach der Geburt sehr viel:

    • Die Wunde von der Plazentaloslösung heilt in der Gebärmutter, während diese sich in einem irren Tempo wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammenzieht. Das Wundsekret kommt in Form einer starken Blutung, die aber recht schnell geringer wird.
    • Der Milcheinschuss kommt und sorgt für eine Neuregulierung des Stoffwechsels: Schließlich muss der Körper nun immer genug nährreiche Milch bereit stellen.
    • Das passiert auch erst einmal, wenn die Mutter schon vor der Geburt genau wusste, dass sie nicht stillen möchte … Wenn dies der Fall ist, muss „abgestillt“ werden.
    • Die Strapazen einer Geburt werden gerne schnell vergessen, doch der Körper möchte sich nun erst einmal erholen.

    Das gleiche gilt auch für das Baby. Das Baby hat Schwerstarbeit geleistet. Egal, ob vaginale Geburt oder Kaiserschnitt, mit dem ersten Atemzug beginnt eine enorme Wandlung, nicht nur des Stoffwechsels.

    Mit dem neuen Erdenbürger beginnt ein völlig neuer Alltag! Nun wäre es gut Zeit zu haben, sich kennenzulernen. Schließlich muss eine neue Familienroutine muss gefunden werden.

    Na, man kann schon erkennen, dass zum Wochenbett möglichst alles vorbereitet sein sollte, oder? Zum Beispiel sollten in den ersten Tage keine große Einkäufe anstehen. Deswegen haben wir hier eine Einkaufsliste für Euch vorbereitet.

    Diese Dinge sollten am besten schon vor der Geburt im Haus sein:

    • Die Erstausstattung für das Baby (um Himmels Willen, kauft nicht erst auf den letzten Drücker diese Sachen!)
    • Binden für den Wochenfluss. Im Allgemeinen braucht kaum eine Frau die ganze Packung, aber es lohnt sich, wenigstens zehn bis zwanzig von den berühmt berüchtigten Wöchnerinnen-Binden (bei dm zum Beispiel die „Pelzys“). Denn eine normale Binde „schafft“ den Wochenfluss der ersten Tage einfach nicht und man möchte sich ja nicht unbedingt die Wäsche ruinieren.
    • Achtung: Auf keinen Fall Tampons benutzen! Wir haben von Ärzten bestätigt bekommen, dass diese beim Wochenbett sehr schell zu Infektionen führen, die sich ganz einfach vermeiden lassen, wenn ihr dies berücksichtigt.
    • Es lohnt sich im übrigen auch, für die ersten Tage mit dem starken Wochenfluss entweder alte oder wirklich billige Unterhosen zu nutzen.
    • Nahrungsmittel, die haltbar sind und schnell zubereitet werden können. Vor allem, wenn der Papa die ersten Wochen nicht zu Hause bleiben kann und auch sonst niemand zur Unterstützung da sein kann. Es ist sehr verwunderlich, wie wahnsinnig müde eine Mutter sein kann;) Da kann einer sogar das Kochen schon zu viel werden …
    • Da das Baby den körpereigenen Geruch der Eltern liebt (über den Geruch erkennt es die ersten Wochen am meisten), sind Duschgele ohne Duftstoffe super. Auch auf besonders viel Chemie sollte frau gerne verzichten, um Allergien zu vermeiden.
    • Damit man nicht gleich nach der Geburt Shoppen muss, empfiehlt es sich, Still BH´s auch in zwei Nummern größer als bei der Geburt daheim zu haben. Die Brüste wachsen oft mit dem Milcheinschuss um zwei Größen!
    • Stilleinlagen

    Von Hebammen empfohlen:

    • Brustwarzen-Creme
    • Chinesische Kraftsuppenmischung (bei der Hebamme erfragen)
    • Babybäuchlein-Öl
    • Weißkohlblätter (welche enorm angenehm sind, wenn die Brust sehr schmerzt, am besten schön kühl aus dem Kühlschrank)
    • Stilltee

    Langeweile

    Übrigens: das Baby schläft die ersten Wochen sehr viele Stunden (bis zu siebzehn) pro Tag! So entsteht im besten Falle ein Leerlauf für die Mutter, den man sehr gut nutzen kann, um selbst ein wenig Schlaf nachzuholen und um vorzuschlafen.

    Im Wochenbett kommen in der Regel kommen Wochen mit einer oder mehreren Stillunterbrechungen auf eine Mutter zu.

    Aber es sollte auch genügend Beschäftigung geben (Bücher, Handarbeit etc.), damit keine Langeweile während des Wochenbett aufkommt (ja, das glaubt man kaum, aber die gibt es!!).

    Ausgenommen man hat bereits ein oder mehrere Kinder. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn man im Wochenbett von einer guten Freundin oder der Mutter, sofern man sich mit ihr gut versteht, unterstützt wird.

    Es ist übrigens nicht empfehlenswert, aus Langeweile besonders viel fernzusehen. Zu viel Fernsehen soll bekanntlich Depressionen fördern.

    Besucher während der Wochenbett – Zeit:

    Natürlich wollen viele Freunde und Verwandte so schnell wie möglich den neuen Erdenbürger besuchen und bestaunen. Das kann man auch keinem übel nehmen;)

    Aber: Denkt daran, dass nicht nur ihr, sondern auch das Baby viel Ruhe braucht! Die täglich neuen Eindrücke überfordern, die Neugeborenen sehr schnell, deren Verarbeitung nicht selten von Schreien begleitet werden.

    Aus diesem Grund wäre es ratsam zu Beginn keinen Übernachtungsbesuch im Wochenbett zu planen.

    Und die Besucher, die tagsüber kommen, sollten über ein Zeitlimit informiert werden, denn länger als eine Stunde sollte man am Tag nicht seine Aufmerksamkeit auf andere richten müssen.

    Das ist zuletzt natürlich vor allem von Euch selbst abhängig. Eltern sind diesbezüglich sehr unterschiedlich. Nur nehmt Euch nicht zu viel vor und achtet auf Eure Grenzen!

    Wir wünschen Euch allen eine wunderschöne Kuschelzeit!

    Hier findet ihr einen Bericht einer Babytalk-Leserin über ihr nicht so entspanntes Wochenbett.

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

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