Kategorie: Allgemein

  • Die Crux bei der Geschlechterbestimmung mittels Ultraschalluntersuchung

    Die Crux bei der Geschlechterbestimmung mittels Ultraschalluntersuchung

    Geschlechterbestimmung: Das Geschlecht ist aktuell ein heißes Thema. Gefühlt dreht sich alles um Gendermarketing, RosaBlauFalle und die Frage danach, wann endlich das veraltete „zwei Geschlechter-System“ aufgebrochen und revolutioniert wird.

    Im krassen Gegensatz dazu gibt es auf der anderen Seite eben Menschen, für die alles noch ganz einfach ist: Entweder das Baby gehört zu #TeamRosa oder #TeamBlau. Junge oder Mädchen. Kaum ist das Geschlecht bekannt, gibt es Freudentränen. Oder eben auch nicht.

    So wie bei mir. Da war nämlich kurzzeitig das blanke Entsetzen. Der reinste Schock.

    Im Traum sah ich ein Mädchen

    Warum? Angefangen hatte es schon bei meiner ersten Tochter. Nachdem überraschenderweise bekannt wurde, dass ich schwanger war, wurde ich mit den üblichen Fragen konfrontiert: Wie weit bist du schon? Ist es geplant? Junge oder Mädchen?

    Interessanterweise war ich mir bei meiner Großen direkt sicher: Das ist ein Mädchen. Es gibt eine Nacht, da habe ich von einem Mädchen mit wunderschönen, langen Haaren in einem Kleid geträumt, dass über eine Wiese getanzt ist.

    Nach dem Aufwachen war mir sofort klar: Das war meine Tochter. Mein Baby wird ein Mädchen.

    Geschlechterbestimmung: Besser als 85 Prozent wird es nicht

    Die Frauenärztin jedoch war sich nie sicher. Nach dem ersten großen Ultraschall hatte sie eine Tendenz: „Das Baby ist zu 60 Prozent ein Mädchen, aber ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen“. Musste sie auch nicht.

    Mein Bauchgefühl wusste ja bereits Bescheid. Es wird ein Mädchen. Ende. Gegen Ende der Schwangerschaft wurden die Schätzungen zwar zielsicherer, aber niemals klar. Am Tag der Geburt war meine Tochter zu „85 Prozent ein Mädchen“.

    Im Kreißsaal war die Spannung für alle Anwesenden groß. Ich wusste, dass mein Bauch mich nicht täuschen würde. Als der Arzt sie in den Händen hielt, hat er mich kurz geschockt: „Ah wie schön, Sie haben ja einen Jungen erwartet, oder? – Kleiner Spaß, es ist ein Mädchen!“. Uff, die zwei heftigsten Sekunden meines Lebens.

    Immerhin war das komplette Kinderzimmer rosa und sämtliche Klamotten hatten Hello Kitty und Co. aufgedruckt. Das wäre schon recht amüsant geworden. Meine Große ist übrigens mittlerweile knapp 5 Jahre alt, hat Haare bis zum Po, trägt nur Kleider und tanzt für ihr Leben gern…

    Geschlechterbestimmung – Bauch vs. Ultraschall

    Als ich dann mit meiner jüngeren Tochter schwanger war, wusste mein Bauch Bescheid: Mädchen. Diesmal habe ich von einer recht schnellen, fast schmerzfreien Geburt geträumt. Im Arm hielt ich anschließend mein süßes MÄDCHEN.

    Mir war klar, dass mein Bauch wieder die korrekte Prognose abgegeben hatte. Allerdings war die Frauenärztin da anderer Meinung. Nachdem ich im Kopf bereits meine beiden Mädchen gemeinsam spielen, kuscheln und toben sah, hieß es: „Es wird ein Junge!“.

    Ich war platt. Sollte mein Bauch sich diesmal so heftig geirrt haben? Sind die Bilder in meinem Kopf, meine Träume alle falsch? Uff, ich musste schlucken. Für mich war das Baby in meinem Bauch ein Mädchen.

    Junge oder doch Mädchen: Ich hatte nur einen Mädchen-Namen. Im Kopf war ich nicht bereit für „Junge“. Mein Kopf hat blockiert, da mein Bauch weiterhin „Mädchen“ ausgestrahlt hat.

    Ich war verwirrt. Traurig. Enttäuscht von meinem Bauchgefühl, dass mich scheinbar betrogen hatte. Was war mit meinem Bauch los? Warum hatte ich all diese Bilder im Kopf?

    Irgendwie konnte ich mein Bauchgefühl aber nicht loslassen. Statt nach Jungennamen zu suchen und neue Klamotten zu shoppen, habe ich meinem Mann gesagt, wir warten ab. Das Gefühl ließ mich nicht los.

    Und dann war der Schniepel plötzlich weg

    Nach einigen Wochen des Wartens stand die nächste, große Untersuchung an. Der 3D-Ultraschall. Und dann sprach die Ärztin ganz selbstverständlich von einem Mädchen.

    Ich musste nochmal nachfragen: Es wird ein Mädchen? Ja.

    Sie sah mich fragend an. Scheinbar ist es nicht üblich, sich über ein zweites Mädchen zu freuen. Ich muss in dem Moment wohl ziemlich verrückt ausgesehen haben, weil ich fast vom Stuhl getanzt wäre.

    Die Prognose Mädchen hielt sich in der restlichen Zeit. Doch was war mit dem Schniepel passiert? Das Stummelchen, was sie wohl mit einem Penis verwechselt hatte, schien ein Teil der Nabelschnur gewesen zu sein, was sich in den Ultraschall gemogelt hatte.

    Egal. Ich war einfach froh, dass mein Bauch mich nicht im Stich gelassen hatte und erneut richtig lag. In ALLEN Punkten. Die Geburt verlief relativ schnell:

    Die Schmerzen waren ohne PDA erträglich und vor allem, war ICH dieses mal die erste, die mein Baby im Arm hatte. Ich konnte im aufrechten Vierfüßler gebären und mein Baby direkt auf mich legen.

    Es war das schönste Gefühl, was ich jemals hatte. „Du siehst so glücklich aus“, waren die ersten Worte meines Mannes. Und das war ich. Glücklich über das wunderbar perfekte Baby. Und vergessen war das hin und her der Geschlechterbestimmung.

    Glücklich, dass ich mich auf mein Bauchgefühl einfach wieder verlassen konnte.

    Eure Yasmin (Babytalk-Autorin)

    Beitragsfoto: Dragon Images / shutterstock
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  • Wassergeburt – Ein Trend unserer Zeit?

    Wassergeburt – Ein Trend unserer Zeit?

    Wassergeburt: Kinder kommen an vielen verschiedenen Orten auf viele verschiedene Arten zur Welt. Einer davon ist im Wasser. Man könnte meinen, dies sei ein moderner Trend unserer Zeit. Aber wenn man ein bisschen Recherche betreibt, gibt es Hinweise, dass es schon im alten Ägypten und in der Antike Wassergeburten gab. Bei den Griechen hat es anscheinend sogar Tempel mit Wasserbecken gegeben, wo die Frauen zum Gebären hingingen.

    Weiter wird angenommen, dass auf den Hawaii-Inseln hunderte von Generationen im Wasser geboren wurden. Historisch gesehen, erscheint also die Wassergeburt als keine innovative Praxis, sondern eher als eine traditionelle. Das Aufkommen der modernen Medizin brachte einen Tiefpunkt in die Geschichte der Wassergeburten. Erst seit den 70er Jahren geniesst die Wassergeburt in der westlichen Welt wieder an Ansehen.

    Wanne in der Eröffnungsphase des Geburtsprozesses

    Es gibt Frauen die nutzen die Wanne nur in der Eröffnungsphase des Geburtsprozesses und gehen dann für die eigentliche Geburt wieder an „Land“. Andere Frauen möchten auch die Austreibungsphase und die eigentliche Geburt im Wasser erleben. Wenn ein Kind tatsächlich im Wasser geboren wird, spricht man von einer Wassergeburt. Aber warum überhaupt soll man im Wasser gebären oder ein Teil der Geburt im Wasser verbringen? Es gibt mehrere Gründe die dafür sprechen.

    Das warme Wasser scheint wie ein Schmerzmittel zu wirken. Es gibt bereits viele Studien, die deutlich aufzeigen, dass Frauen die in der Eröffnungsphase in der Badewanne sind, deutlich weniger Schmerzmittel benötigen. Vor allem bei den Erst-Gebärenden zeigt sich ein großer Unterschied bezüglich des Einsatzes von Schmerzmitteln.

    Das Gleiten durch das Element Wasser ist für die meisten Menschen etwas Entspannendes, manchmal schon fast etwas Spirituelles. Während der Geburt scheinen für viele Frauen genau diese Attribute des Wassers wichtig zu sein.

    Wegen des entspannenden Effekts des Wassers ist es für sie einfacher die Ruhe zwischen den Wehen zu finden. Zudem hat man im Wasser eine deutlich größere Bewegungsfreiheit. Die Gebärende kann fließend von einer Geburtsposition in die nächste wechseln. Auch dies hilft der Entspannung und fördert den Geburtsfortschritt.

    Geringeres Dammschnitt-/riss – Risiko bei Wassergeburt

    Ein weiterer Grund für eine Wassergeburt ist die deutlich niedrigere Rate an Dammschnitten und -rissen. Das warme Wasser fördert die Elastizität des Dammes und senkt somit das Risiko einer Geburtsverletzung.

    Auch für das Kind scheint die Wassergeburt sanfter zu sein. Das Baby hat im Geburtskanal einen starken Druck auf den Kopf. Kinder die im Wasser geboren werden, haben durch das Gewicht des Wassers einen deutlich schonenderen Druckabbau. Zudem werden Licht und Geräusche zu Beginn nur gedämpft wahrgenommen.

    Das Kind wird ganz langsam aus dem Wasser gehoben. Dies kann bis zu einer Minute dauern. Da das Kind noch via Nabelschnur mit Sauerstoff angereichertem Blut versorgt ist, besteht keine Erstickungsgefahr für das Neugeborene.

    Und Dank des Tauch-Reflexes bekommt das Neugeborene erst dann den Impuls Luft zu holen, wenn das Gesicht mit der Luft in Kontakt kommt. Aufgrund all dieser Gründe spricht meiner Meinung nach sehr viel für eine Wassergeburt oder ein Entspannungsbad. Ich gehöre selber auch zu den Hebammen die sehr gerne Wassergeburten betreuen.

    Eure Dayo (Hebamme)

    Beitragsfoto:  Vladimir Mucibabic / shutterstock
  • Woran man beim Kind Borreliose erkennt

    Woran man beim Kind Borreliose erkennt

    Mit diesem Beitrag über Borreliose möchten wir die Chance nutzen, möglichst viele Eltern zu erreichen. Denn immer wieder wird derzeit von Zecken im Übermaß berichtet. Hinzu kommt ein Irrglaube, was diese Tiere betrifft, den wir unbedingt aufklären möchten.

    Zunächst einmal ein Erfahrungsbericht: Vor knapp zwei Jahren wurde meine Tochter von einer Zecke gebissen.

    Zunächst dachten wir uns nichts weiter dabei, aber nach wenigen Tagen entwickelte sich dieser typische „Ausschlag“: An der Stelle, an der die Zecke saß, bildete sich ein roter Ausschlag, der einen Kreis bildete, der wiederum innen weiß blieb. Dieser Kreis breitete sich vom Ohr ausgehend (da saß die Zecke) über den Tag über das Gesicht aus. Der Kranz wanderte und verblasste gleichzeitig.

    Am Tag drauf begann es wieder von vorne: Ein neuer Kranz bildete sich an immer der selben Stelle und wanderte über den Tag verteilt, bis er wieder verblasst war. Daher kommt auch der Name „Wanderröte“, mit dem man unter anderem diesen typischen Verlauf des Ausschlages bezeichnet.

    (Anmerkung der Autorin: Leider sind meine Fotos von damals qualitativ nicht so gut, dass wir sie hier als Beitragsfotos einstellen wollen. Wer gerne zwei verschiedene Stadien der Wanderröte sehen möchte, kann dies mit jeweils einem Klick HIER und HIER)

    Unwissende Krankenhäuser

    Wir waren mit unserem Kind in drei Krankenhäusern. Eines davon war die Uniklinik Homburg. In allen Krankenhäusern wurde der Kleinen Blut abgenommen, um die Antikörper im Blut zu messen. Und ich bekam drei Mal die Aussage:

    „Ihr Kind hat nichts. Da ist nichts im Blut, also hat sie auch keine Borreliose. Machen Sie mal locker, dass ist nur ein Ausschlag, wie ihn Kinder eben haben …“

    Heute weiß ich: Unsere Tochter hatte damals in der Tat eine akute Borreliose!

    Glaubt den Ärzten nicht, wenn sie Euer Bauchgefühl belächeln und behaupten, Euer Kind hätte nichts, wenn euer Kind dieses Hautbild aufweist!!!

    Eine Mutter hat nicht ohne Grund eine haarscharfe Intuition (und ich will einfach mal behaupten, Papas auch)!

    Der einzige Arzt, der das richtig erkannte, war mein Frauenarzt, der mit ganzheitlichen Methoden auch Kinder und sogar Männer behandelt.

    Er sah den Ausschlag und schickte mich UMGEHEND zu einem bestimmten Arzt, der mich dann endlich ernst nahm. Das war in einem Borreliosezentrum. Fast 300 km von unserer Heimat entfernt.

    Dort erklärte man mir, dass die Antikörper erst nach einigen Wochen im Blut vorzufinden sind, und der Ausschlag DAS INDIKATIONSSYMPTOM schlechthin ist. Also nochmal ganz deutlich:

    Hat ein Mensch diesen Ausschlag (roter Ring, innen weiß, siehe Beitragsbilder) irgendwo am Körper, HAT ER BORRELIOSE!

    Borreliose behandeln

    Und die muss SOFORT mit einem Antibiotikum behandelt werden, um die Spätfolgen zu reduzieren.

    Wir konnten erst nach neun Wochen mit der Therapie beginnen, wodurch sich die gefährlichen Bakterien bereits im gesamten Körper ausgebreitet hatten …

    Das Kind musste vier Monate lang eine ganze Flasche Antibiotikum am Tag einnehmen, was nicht nötig gewesen wäre, wenn man die Borreliose gleich entsprechend therapiert hätte.

    Nehmt also eure Füße in die Hand, wenn euer Bauchgefühl, egal bei welcher Erkrankung, Alarm schlägt. Denn die Natur hat es uns nicht grundlos geschenkt.

    Noch ein Irrglaube kursiert im Lande, dieses mal eher bei den Eltern selber:

    Viele sagen „Mein Kind ist ja geimpft, es kann also gar nicht Borreliose bekommen.“

    Das ist falsch! Geimpft werden kann bisher nur gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), welche auch von Zecken übertragen wird. Wohlgemerkt eine sehr schlimme Krankheit, umso besser, dass dies möglich ist. Borreliose ist mit dieser „Zeckenimpfung“ aber nicht abgedeckt!

    Also: FSME ist NICHT Borreliose. Gegen Borreliose kann nicht geimpft werden!

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto:  AnastasiaKopa / shutterstock
  • Die besten Tipps für heiße Sommertage mit den Kleinsten

    Die besten Tipps für heiße Sommertage mit den Kleinsten

    Tipps für heiße Sommertage: Wann wird es mal wieder richtig Sommer, … Lange haben wir darauf gewartet, dass es wieder Sommer wird. Doch was machen mit den Kleinsten, wenn wir es schon selber kaum mehr in der Hitze aushalten?

    Nachfolgend findet ihr viele Tipps unserer grandiosen Babytalk-Community für heiße Sommertage, die wir bei einer vergangenen Verlosung erfragt haben.

    Tipps für heiße Sommertage:

    Tipps zum „Abkühlen“:

    Tipps für heiße Sommertage: Kind unter einem Wassersprenger
    • Planschbecken unter einem Sonnenschirm, auf dem Balkon oder im Schatten aufbauen
    • Wäschekorb mit Wasser füllen
    • eine Wasserballon-Schlacht veranstalten
    • den Rasensprenger im Garten an machen und gemeinsam durch laufen
    • Spritzen mit dem Gartenschlauch
    • eine Schüssel Eiswürfel und ein paar Becherchen
    • unter einer Dusche mit lauwarmen Wasser spielen, mit 10 Monaten der Hit und dabei die Hände vor den Duschkopf halten
    • Gießkannen
    • Wassereimer
    • Waschbecken, Bade- oder Duschwanne
    • kindersichere Ventilatoren
    • Feuchte Stoffwindeln
    • Wasserpistolen
    • Wasserrutschbahnen
    • beim Spazieren gehen den Kinderwagen mit einem feuchten Tuch abdecken und auf genügende Sauerstoffversorgung des Kindes achten
    • die kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen und/oder die Füße in eine Wasserschüssel stecken
    • nur in Pampers oder Badehose/Unterhose rumrobben lassen
    • Beißring ins Eisfach legen und zum „Lutschen“ geben
    • für extreme Momente immer wieder T-Shirts in kühles Wasser zum Anziehen legen und nicht länger als fünf Minuten tragen lassen (länger wird nicht empfohlen, wegen Erkältungsgefahr)
    • Wasser Becher und Strohhalme und Blibberblasen machen lassen
    • natürlich Rasensprenger an und drüber hüpfen, krabbeln oder durchlaufen
    • Schaukeln (Netzschaukel) im Schatten geschützt mit einem Tuch, das gibt luftigen „Fahrtwind“.
    • Die Kids verkriechen sich unter ihrem Trampolin und ihr lasst es dann mit dem Wasserschlauch darauf regnen. Dass ist dann wie eine Riesen Dusche, wenn es durch das Trampolin prasselt. Die Kids lieben das und gleichzeitig sitzen sie auch noch im Schatten.

    Besonders unsere Kleinen müssen vor zu viel direkter Sonneneinstrahlung geschützt (und mit Sonnencreme eingecremt) werden. Ein schattiges Plätzchen ist für Babys ganz wichtig! Achtet zudem darauf, dass das Köpfchen mit einem Sonnenhut, der auch über Ohren und Nacken geht, geschützt ist. Zieht ihnen keine Polyester- oder Nickybodys über, sondern Baumwolle; die ist nämlich atmungsaktiv.

    Tipps zum Spielen:

    • Entweder der Garten Schlauch oder Eiswürfel zum Rühren oder in einem Wasserbehälter schmelzen lassen oder ein Fetzen zum Spielen der immer wieder nass gemacht wird oder ein Kübel mit Wasser und verschiedene Löffel und Schöpfer zum rausschöpfen.
    • eine Wasserballon-Schlacht veranstalten
    • natürlich Rasensprenger an und drüber hüpfen, krabbeln oder durchlaufen
    • Schneeballschlachten mit künstlichem Schnee im Garten
    • Seifenblasen machen
    • Wasserbomben so lange kneten bis sie platzen
    • Planschbecken und eine Wasserbahn mit Schiffen zum Spielen
    • Planschbecken auf die Terrasse, großen Bagger rein und er darf „Losbuddeln“
    • Sandkästen, hälfte Wasser, hälfte Sand zum Matschen
    • eine Plane auslegen und Fingerfarben drauf und mit Wasser wegspritzen oder Plane auslegen und Wasser und Seife drauf zum Rutschen
    • Kübel Wasser und Kübel mit Sand daneben, mit Förmchen und Becher
    • nicht zuletzt natürlich die Besuche eines Frei- oder Spaßbades, sowie von Seen und Strände

    An heißen Tage ist es besonders wichtig zwischendurch immer wieder Ruhephasen einzubauen.

    Tipps zum Essen

    • ein Eis essen gehen, am besten, wo es ein großes Wasserspiel oder Springbrunnen zum Abkühlen gibt
    • selbstgemachtes Eis aus Obstmus oder aus pürierten Früchten und Buttermilch oder Muttermilcheis
    • Wassereis selber machen (z.B. aus O- oder Apfelsaft)
    • jede Menge Getränke, insbesondere Wasser und Apfelschorlen
    • leckeres Obst und rohes Gemüse
    • Wassermelonen sind eine Wohltat bei heißen Temperaturen

    Bitte daran denken, dass warme Getränke bei großer Hitze dem Körper auf Dauer mehr helfen als kalte Getränke, so z.B. etwas abgekühlte Früchtetees. Kalte Getränke (und Eis) lassen den Körper glauben, dass es ist ihm zu kalt ist und regt dadurch den Körper an, mehr Kohlehydrate zu verbrennen, um die Körpertemperatur zu erhöhen.

    Vollgestillte Babys brauchen keine zusätzlichen Flüssigkeiten. Wenn ihnen Flüssigkeit fehlen sollte, werden sie sich diese durch mehr oder häufigeres Stillen holen. Zudem passt sich die Muttermilch den besonderen Bedürfnissen des Babys an heiße Tage an.

    Noch eine Hinweis von uns: Babys an heißen Tagen nie allein im Kinderwagen oder Auto lassen auch nicht im Schatten. Das wissen zwar eigentlich alle Eltern. Das Problem ist jedoch, dass es wir denken, ich springe ja nur mal kurz in den Laden, Arztpraxis … und bin ja gleich wieder zurück. Doch nicht selten kommt dann irgendetwas dazwischen, z.B klingelt das Handy, was nicht mal an uns Eltern liegen muss und es dauert dann doch länger und dies kann besonders für die ganz Kleinen gefährlich werden. Denn im Auto und selbst im Kinderwagen staut sich die Hitze noch wesentlich stärker und im Stand findet fast kein Luftaustausch mehr statt.

    Wir denken mit diesen Tipps für heiße Sommertage, werdet ihr alle gut durch den Sommer kommen. Viele Grüße

    Euer Babytalk-Team

    Beitragsfoto u. Foto2: FamVeld / shutterstock
    Foto3: Dudaeva / shutterstock
    
    
  • Osteopathie beim Baby – Folgen einer Geburt und deren Behandlungsmöglichkeiten

    Osteopathie beim Baby – Folgen einer Geburt und deren Behandlungsmöglichkeiten

    Osteopathie beim Baby: Jede Zelle des Körpers hat ihre eigene Bewegung. Osteopathen erspüren diese Bewegungen. Überprüfen sie auf Einschränkungen und korrigieren sie, wenn nötig gezielt mit den speziellen Techniken der Osteopathie. Diese sanfte, manuelle Behandlungsmethode arbeitet ausschließlich mit dem leichten Druck der Hände.

    Begründet wurde die Osteopathie von Dr. Andrew Taylor Still bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Der amerikanische Arzt forschte lange Zeit, um seine für die heutige Osteopathie grundlegenden Einsichten über Gesundheit und Krankheit und den menschlichen Körper, aufzuschreiben.

    Ich selbst bin mit dieser naturheilkundlichen Heilungsmethode erst nach meiner zweiten Geburt in Berührung gekommen.

    Heute denke ich, dass meine erste Geburt viel sanfter hätte verlaufen können, wenn ich bereits in der Schwangerschaft so behandelt worden wäre. Mein Kind hätte vermutlich weniger schreien müssen und seine Ruhe und seine Balance nach einer schweren Geburt früher wiedergefunden.

    Der weibliche Körper ist während der Schwangerschaft enormen Veränderungen ausgesetzt

    „In der Schwangerschaft ist der weibliche Körper enormen Veränderungen  ausgesetzt, wie z.B. einer veränderten Statik und hormonell bedingt weicherem Gewebe.“

    „Das kann zu vielfältigen Beschwerden führen.“ erklärt die Osteopathin Annette Wöhler. „In diesen Fällen ist eine osteopathische Behandlung gut geeignet, die Anpassungsvorgänge zu unterstützen.“

    In der Praxis der Expertin, die auf ganzheitliche Physiotherapie und Osteopathie spezialisiert ist, sind speziell ausgebildete Experten für die Behandlung von Kindern zuständig.

    Sie rät Schwangeren, sich bereits mit dem Thema Unterstützung durch Osteopathie und ganzheitliche Behandlungsformen auseinanderzusetzen:

    Für die Geburt ist es notwendig, dass sich die Beckenknochen frei zueinander bewegen können. Gibt es Spannungen in diesem Bereich, ist es sinnvoll schon vor der Geburt eine Osteopathin aufzusuchen.“

    Diese Verspannungen sind häufig den traumatischen Erfahrungen und den damit verbundenen Ängsten in Bezug auf Geburten und dem Thema Loslassen und Vertrauen geschuldet. Hinweis der Baby-Redaktion.

    Wann sollte man zum Osteopathen?

    Meine erste Geburt hatte mich mehr geschlaucht, als ich mir das damals eingestanden hatte. Alles ist so euphorisch, so aufregend nach einer Geburt.

    Wer denkt da an die junge Mutter? Wohl am allerwenigsten sie selbst. Vor lauter Glück, vor lauter Baby gucken und Baby streicheln, Baby beruhigen und füttern, vergisst sie schnell sich selbst.

    Erst einige Wochen nach der Geburt habe ich bemerkt, dass sich nichts so von allein wieder eingerenkt hatte. Zumindest nicht so wie das Omas, Tanten und andere Mütter beruhigend behauptet hatten.

    Ich fühlte mich total abgespannt, verbogen und verzerrt. Ja, verzerrt! Meine Körpermitte hatte sich verschoben, meine Leisten taten weh, das Kreuzbein war verspannt. Eigentlich tat mir einfach alles vom Bauchnabel abwärts furchtbar weh.

    Dabei bin ich brav zur Rückbildung getigert und habe gewissenhaft, die dort von der Hebamme gezeigten Übungen, auch zuhause durchgeführt. In der Schwangerschaft hatte ich sogar mit Yoga begonnen und viel in meinen Körper hineingehört.

    Wo war nur mein harmonisches Körpergefühl hin?

    Osteopathie beim Baby und am Kopf einer Frau

    Früher musste ich nie über meinen Körper nachdenke. Er machte keine Probleme, war einfach ok so wie er war.

    Als das Ganze begann sich bei der zweiten Schwangerschaft zu wiederholen, hatte ich mehr Glück. Klar renkt sich das auch ohne Osteopathie irgendwie wieder ein. Dies hat ja auch nach der ersten Geburt funktioniert. Doch wieso sich das Leben schwerer machen als nötig?

    Durch Zufall bekam ich nach der Geburt der Zwillinge die Visitenkarte einer Osteopathin in die Hand gedrückt. Eigentlich für die Babys, die mit einem Kaiserschnitt zur Welt gekommen waren.

    Spontan beschloss ich auch einen Termin für mich selbst auszumachen – aus dem reinen Bauchgefühl heraus, dass mir das gut tun könnte.

    Und es war ein erhebendes Erlebnis. Ich konnte regelrecht spüren wie mein Körper wieder ins Lot gerückt wurde. Daraufhin habe ich für alle drei Kinder Termine ausgemacht.

    Annette Wöhler hält eine osteopathische Behandlung nicht prinzipiell nach jeder Geburt für notwendig. „War die Geburt schwer, ist auch eine Behandlung für die Mutter empfohlen.“ Ansonsten gilt es wie beim Kind, dem Körper Zeit zu geben. Und die körpereigenen Selbstheilungskräfte wirken zu lassen. Typische Beschwerden der Mutter nach der Geburt sind Rückenschmerzen im Lenden- und Brustwirbelbereich sowie Beckenschmerzen.“

    Osteopathie bei Säuglingen - Die 5 häufigsten Gründe mit Säuglingen zu einem Osteopathen zu gehen

    Osteopathie beim Baby

    Was verstehen Spezialisten überhaupt unter einer schweren Geburt? „Eine osteopathische Behandlung von Neugeborenen ist vor allem dann sinnvoll: wenn es zum Einsatz von Hilfsmitteln wie Saugglocke oder PDA gekommen ist, oder ein Kaiserschnitt stattgefunden hat“.

    Klar ist jede Geburt anstrengend und Säuglinge wie Gebärende sind erst einmal erschöpft und ruhebedürftig. Das ist ganz normal und es braucht Zeit und Ruhe, um wieder zu sich zu kommen und zurück zu seiner Mitte zu finden.

    Sie rät ihren Patientinnen zudem zu Osteopathie, wenn ihre Geburt zwar natürlich, aber besonders schwer, lang oder auch extrem kurz war.

    Dennoch empfiehlt sie erst einmal abzuwarten und dem Neugeborenen Zeit und Ruhe zuhause zu geben. Vor allem wenn beim Kind alles gut läuft und die Geburt problemlos abgelaufen ist. In diesen Fällen ist es gut, das Baby erstmal in seiner neuen Umgebung ankommen zu lassen.

    Falls die Eltern aber den Wunsch verspüren, das Kind einmal anschauen zu lassen, genüge es, das Baby der Osteopathin ab vier bis sechs Wochen nach der Geburt vorzustellen.

    Das Kind arbeitet sich während der Geburt mit Hilfe der mütterlichen Wehen durch den Geburtskanal. Auf das Baby wirken dabei enorme Kräfte ein.

    Anpassungen nach der Geburt stellen riesige Herausforderungen dar

    Osteopathie beim Baby: Nach der Geburt stellt die Anpassung an die neue Umgebung eine riesige Herausforderung dar. So kommt es immer wieder vor, dass bei Kindern Spannungen im Gewebe zurückbleiben. Diese sind häufig auf den Geburtsvorgang oder die Lage im Mutterleib zurückzuführen.

    Die Osteopathin unterstützt diesen Anpassungsvorgang, indem sie Spannungen im Gewebe löst.

    „Schon Neugeborene können Symptome aufweisen wie Bauchweh und Verdauungsprobleme, häufiges Schreien, Vorzugshaltungen, vermehrte oder verminderte Körperspannung oder Schwierigkeiten beim Stillen“.

    Häufig entstünden diese Symptome durch Anpassungsschwierigkeiten des kindlichen Organismus oder persistierende Spannungen im Gewebe. Wenn dies der Fall ist, kann eine osteopathische Behandlung sehr gut helfen.

    „Auch bei Kleinkindern können typische Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Haltungsabweichungen oder motorische Unruhe durch Spannungen im Gewebe ausgelöst sein“. Hier kann eine osteopathische Behandlung Verbesserungen erreichen.

    Immer mehr Krankenkassen beteiligen sich übrigens an den Kosten für eine osteopathische Behandlung.

    Eure Verena Wagner (Babytalk-Autorin)

    Nachfolgend findet ihr einen Bericht einer „betroffenen“ Mutter zu Osteopathie beim Baby, Hinweis der Redaktion.

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  • Ultraschalluntersuchungen: Der gläserne Bauch – Der Palast des Kindes

    Ultraschalluntersuchungen: Der gläserne Bauch – Der Palast des Kindes

    Ultraschalluntersuchungen: In der Traditionell Chinesischen Medizin wird die Gebärmutter auch Palast des Kindes (Bao Gang) und das Kind der Kaiser genannt. Mit diesen Bezeichnungen wird das Mystische, heilige und wertvolle um das werdende Leben deutlich.

    Übertrage ich das nun in die westliche Sichtweise muss ich mich fragen, was ist das besondere an so einem Palast in dem ein Kaiser wohnt?! Es ist ein geschützter Ort, mit mystischen Geschichten, ein Rückzugsort und ab und an erhalten bestimmte Menschen eine Audienz und dürfen in das innerste vordringen.

    Ich kenne keinen Palast, der mit einem gläsernen Dach oder einer gläsernen Aussenwand versehen ist und transparent und durchsichtig für alle ist. Ebenso wie das Leben des Kaisers. Welcher Kaiser würde das auch wollen?

    Was machen wir aber genau mit unserem Palast, der Gebärmutter und ihrem Bewohner, dem Kaiser, dem Kind in der Schwangerschaft? Wir durchleuchten, untersuchen, schallen – wir versuchen einen gläsernen Bauch entstehen zu lassen in dem wir alles krankhafte, pathologische finden wollen, um es dann zu behandelt und gesund zu machen.

    Zunahme der Ultraschalluntersuchungen

    Aber ist es das, was ein Kaiser in seinem Palast braucht und sich wünscht? Aus einem Ultraschall am Ende einer Schwangerschaft mit niedriger Frequenz der Schallwellen wurde über nur wenige Jahre eine Ultraschallmanie. Aus festgeschriebenen (Mutterschaftrichtlinien) 3 Ultraschallen in der Schwangerschaft werden nun gefühlte 100.

    Es gab auch eine Veränderung der Frequenz der Schallwellen. Hier werden nun deutlich stärkere Frequenzen in den letzten Jahren eingesetzt ohne das es ein Risiko-Nutzen-Abwägung gibt.

    Tragbare Ultraschalleinheiten, Herztonüberwachungsgeräte für Zuhause komplimentieren das System der Überwachung, das nun auch 24 h zu Hause stattfinden kann. Die Gebärmutter ist der Palast des Kindes und gehört geschützt.

    Bis heute sind die Folgen der Ultraschalluntersuchungen nicht hinreichend erforscht. Die Forschungsergebnisse die es gibt, zeigen eine deutliche Beeinträchtigung des Ungeborenen und seiner Umgebung bei einer Ultraschallsitzung. Zu beobachten in der Praxis sind Kinder die sich die Hände vor das Gesicht halten und Anzeichen von Stress (heftige Bewegungen) deutlich zeigen.

    Weil die Bedenken nicht ausgeschlossen werden konnten, sind nach Ende 2020  3D Ultraschalluntersuchungen nicht mehr erlaubt. Sofern keine medizinische Notwendigkeit besteht.

    Absolute Sicherheit gibt es nicht

    Als Hebamme muss ich auf diese Risiken aufmerksam machen. Wir haben die Natur nicht im Griff. Auch eine völlige Überwachung bringt uns nicht mehr gesunde oder lebende Kinder. Im Gegenteil – Bindung heißt das Zauberwort.

    Wir müssen Vertrauen aufbauen und ja wir müssen auch unser Schicksal annehmen. Kaum ein Frauenarzt macht bei einer Vorsorge noch die Leopoldschen Handgriffe zur Lagebestimmung des Ungeborenen im Mutterleib. Er/sie benutzen lieber den Ultraschall. Wozu?

    Ist es nicht wunderbar mit dem Ungeborenen über die Bauchdecke zu kommunizieren? Diese kleinen Antworttritte auf meinen Kontakt. Dieses innehalten, welche Hände da nun auf dem Bauch liegen. Dieses sich in die Hand des werdenden Papas schmiegen.

    Nein, das reicht heute anscheinend kaum noch aus!

    Und ich verstehe die verunsicherten werdenden Mütter. Es wird suggeriert, dass es eine völlige Sicherheit mit Ultraschallvertrag, IGEL – Leistungen, Pränataldiagnostik, Schwangerschaftsvorsorge, CTG Kontrollen usw. gibt. Dabei weiß jeder – es gibt keine Garantie auf ein lebendes, gesundes Kind.

    Also versucht doch den Palast, Palast sein zu lassen. Ein Ort der Ruhe, der Mystik und der Geborgenheit und kommt in Euer Vertrauen. Der Lebensplan ist schon längst geschrieben und ändern kann ihn auch kein Ultraschall mehr.

    Ein Beitrag von Anja Lehnertz (Babytalk-Hebamme)

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  • Erziehung – Was Kinder unter einem NEIN verstehen

    Erziehung – Was Kinder unter einem NEIN verstehen

    Erziehung ohne Nein: Habt ihr schon einmal darauf geachtet, wie häufig ihr zu euren Kleinen „Nein“ oder „das geht nicht“, „dass kannst du nicht haben“ etc. sagt? Studien meinen es sind weit über 100 verneinende Aussagen dieser Art pro Tag.

    Was ist an einem NEIN verwerflich?

    An sich nichts. Nur verstehen vor allem eure Kleinen unter einem NEIN nicht nur den „Ausschlag eines Wunsches“, sondern: „Ich bin nicht OK“, was für sie gleichbedeutend ist, mit „Ich bin nicht liebenswert !!!„.  Das liegt daran, dass Kleinkinder ihre Bedürfnisse und Wünsche noch nicht von ihrer „Person“ trennen können. Dies fällt übrigens auch noch vielen Erwachsenen sehr schwer.

    Viele von Euch können sich bestimmt nicht mehr daran erinnern, was sie empfunden haben. Das liegt vor allem daran, weil sich das Meiste davon vor allem auf einer uns unbewussten Ebene abspielt.

    Was nun? Sollt ihr jetzt euren Kindern etwa immer alles geben, was sie sich wünschen und keine Grenzen mehr setzen???? – Nein.

    Doch ihr könnt eure Kommunikation bzw. Formulierungen verändern. Dies ist zwar zu beginn etwas „mühseelig“, doch es ist eine lohnenswerte Investition in die Beziehung zu eurem Kind.

    Hier ein paar Beispiele wie ihr ein NEIN umgehen könnt:

    Kind: „Ich will jetzt fernsehen!“  –  Mama: „Nein, Du darfst jetzt kein Fernsehen mehr schauen!“

    – besser: „Ich kann verstehen, dass Du jetzt gerne Fernsehen möchtest. Was ich Dir anbieten kann, ist, dass wir jetzt erst in Ruhe zu Abendessen und wenn wir gemeinsam den Tisch abgeräumt haben, lese ich Dir gerne noch eine Geschichte vor. „

    Kind (im Geschäft): „Ich will diese Puppe!!!!!“  –  Mama: „Nein, die gibt es nicht.“

    – Unsere Vorschläge: „Oh, ja, diese Puppe ist wirklich schön. Die hätte ich auch gerne gehabt. (Hier geht es darum, unserem Kind Verständnis für ihr Bedürfnis/ihren Wunsch zu schenken.)

     oder „Diese Puppe werde ich Dir zwar nicht kaufen, doch was ich Dir vorschlagen kann, ist, dass wir, wenn ich mit dem Einkaufen fertig bin, ein Eis essen gehen“.

    Es ist besser, euren Kindern Verständnis für ihre Bedürfnisse/Wünsche entgegen zu bringen und ihnen eine Alternative anzubieten. Dies ist aber nicht immer zwingend notwendig. Es hilft aber in Stresssituationen häufig, euer Kind schneller zu beruhigen. Es sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden.

    Ebenso ist es gerade bei Kleinkindern hilfreicher ihnen je nach Alter eine oder mehrere Alternativen vorzuschlagen, als sie „offen/frei“ nach ihren Wünschen zu fragen. Denn das überfordert sie.

    Papa: „Na, was sollen wir am Wochenende unternehmen?“ Kind: Ich will ins Disney Land.“

    Wenn ihr eure Kleinen häufiger nach ihren Wünschen fragt und dann ablehnen (müsst), fühlen sie sich nicht ernstgenommen und nehmen auch eure Fragen nicht mehr ernst. Und verlieren dann schnell ihr Vertrauen, in euren Wunsch sie glücklich zu machen und an eure Liebe.

    Ich möchte noch ausdrücklich betonen, dass einzelne Neins das Selbstbewusstsein von Kleinkindern nicht unbedingt schwächen werden, da sie ansonsten bestimmt noch viel Anerkennung, Wertschätzung und Bestätigung von euch erhalten.

    Erziehung ohne Nein - Kind greif beim Einkaufen in die Eistruhe

    Erziehung: Das Vertrauen unserer Kinder wächst mit jeden JA.

    Je mehr ihr eine Nein vermeidende Kommunikation übt, umso stärker wächst das Vertrauen eurer Kinder euch gegenüber und zu sich selbst.

    Vor allem in Gefahrensituationen sind Neins wenig hilfreich. Da ihnen in diesen Momenten die Aufforderung fehlt, was sie stattdessen machen sollen.

    Ich empfehle euch in diesen Situationen klar auszudrücken, was euer Kind machen soll, wie z.B. „Bleib stehen!“ oder „Stopp!“, „Komm zu mir!“ (…). Dabei gilt: je kürzer und klarer umso besser!

    Hilfreich ist es, wie in allen Anweisungen euren Kindern zu sagen, was ihr euch von ihnen wünscht und nicht, was ihr euch nicht wünscht. „Betrete nicht den Rasen“, „Denke jetzt nicht an einen rosa Elefanten“.

    Diese Anweisungen gehen häufig in die „Hose“. Da unser Gehirn mit Bildern arbeitet und es für die Worte „nicht“ und „verboten“ (und vielen gleichbedeutenderen) keine klaren Bilder gibt, werden diese Worte in unseren „Bildern“ weggelassen. Und es bleiben Bilder übrig, wie sie den Rasen betreten oder es taucht ein Rosa Elefant vor ihrem inneren Auge auf.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung als Papa, dass es eine sehr anstrengende, aber auch lohnenswerte Investition, in ein entspannteres Familienleben und in das Selbstbewusstsein unserer Kinder ist und kann euch dies nur nahelegen.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns eure Erfahrungen, Fragen und Ideen in diesem Zusammenhang mitteilt, z.B. Welche „Neins“ findet ihr besonders schwer, umzuformulieren?

    Werbung: Unser Buch

    Wenn ihr gerne noch mehr darüber erfahren möchtet, wie ihr eure Kinder liebevoll in die Selbstständigkeit begleiten könnt, findet ihr in unserem Buch „Glückliche Kinder brauchen entspannte Eltern“ welches im Humboldt-Verlag erschienen ist, wertvolle Tipps.

    Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto: HTeam / shutterstock
    Foto 2: Andrey Burstein / shutterstock
  • Clustern – Wenn sich das Baby zur Raupe Nimmersatt entwickelt

    Clustern – Wenn sich das Baby zur Raupe Nimmersatt entwickelt

    Clustern – Aktuell wird Marie (11 Monate alt) nachts häufig wach, um kurz an meiner Brust zu nuckeln und zurück ins Träumeland zu schweben. Für einige Zeit kam sie mit Pausen von 4 bis 5 Stunden sehr gut klar.

    Das wird im Fachjargon sogar schon als „durchschlafen“ betitelt. Doch es gibt immer wieder Phasen – wie gerade jetzt – da kommt sie stündlich. Oder öfter. Merkt euch: Je dunkler meine Augenringe, desto öfter war sie wach.

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

    Oft wird die Phase sogar von einem Wimmern, schnellem Atmen oder heftigen Bewegungen begleitet. An der Brust beruhigt sie sich schnell, der Atem normalisiert sich und schläft friedlich ein.

    Ich erkläre unserer großen Tochter manchmal, dass sie vielleicht schlecht geträumt hat. „Von leeren Titties“ stimmt sie mir zu. Vielleicht hat Marie in Wahrheit aber auch einfach Schmerzen.

    Wachstumsschmerzen, Zahnschmerzen. Egal. Irgendwas löst ein Unwohlsein aus. Und ich bin da. Immer. Jedes Mal.

    Das war nicht immer so. Bei meiner Großen noch, da habe ich mir reinreden lassen: „Das Kind muss durchschlafen“. „Zu viel essen ist doch nicht normal, sie wird nicht satt, fütter zu!“. “Wechsel mal auf 1er-Milch oder mach Schmelzflocken mit rein, damit sie länger satt bleibt!“.

    Es waren gut gemeinte Ratschläge. Aber das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

    Marie clustert einfach nur. Das ist ein natürlicher Prozess, den man mit Zufüttern oder gar dem Schnuller nicht stören sollte.

    Was ist Clustern?

    Der Begriff Clustern kommt aus dem Englischen und bedeutet „anhäufen“. Gerade frischgeborenen Babys wird zugeschrieben, zu clustern. Dieses Anhäufen der Mahlzeiten ist normal und kommt oft vor!

    Das liegt daran, dass sie anatomisch noch gar nicht in der Lage sind, größere Mengen an Nahrung aufzunehmen. Die Mägen von Neugeborenen sind winzig klein und wachsen erst mit der Zeit.

    Doch leider ist ihr Energieverbrauch noch recht hoch, das Stillen erschöpft sie schnell. Also clustern bzw. essen sie in kleinen Abständen immer wieder kleine Portionen.

    Die Babys essen dabei über mehrere Stunden hinweg, schlafen dabei ein, wachen wieder auf, um weiter zu essen. Dieses Clusterfeeding ist ein völlig natürlicher Prozess.

    Durch das häufige Saugen wird Prolaktin freigesetzt, das Hormon bewirkt die Milchbildung und sorgt so langfristig für ordentlich Nachschub. Daher ist es auch contra-produktiv, wenn ihr anfangt zuzufüttern:

    Je öfter und länger Babys angelegt werden, desto mehr Prolaktin wird ausgeschüttet und desto mehr Milch wird produziert. Eine simple Rechnung. Mit steigender Größe des Magens, vergrößern sich automatisch auch die Zeitintervalle des Stillens.

    Warum das Schnullern in dieser Zeit schädlich sein kann

    Durch das lange Stillen beim Clusterfeeding produzieren die Babys ein Hormon (Cholezystokinin) welches ein Sättigungsgefühl auslöst – auch, wenn sie noch nicht satt sind.

    Nach kurzer Zeit fällt der Hormonspiegel, damit das Sättigungsgefühl und die Babys essen, bis sie wirklich satt sind. Würde man hier nun mit einem Schnuller eingreifen, würde man das sensible System aushebeln.

    Das Kind ist vor dem Sättigungsgefühl ruhig gestellt und nimmt weniger Nahrung zu sich. Es nimmt also auch nicht so stark zu.

    Demnach empfehle ich euch, nur in Extremsituationen zum Schnuller zu greifen und euch einfach nicht irritieren zu lassen. Egal was Opa, Oma, Tante oder beste Freundin (am besten kinderlos) zu euch sagen. (Wenn schon Schnuller, dann empfehlen wir einen entwicklungs- und kiefergerechten Schnuller, Hinweis der Redaktion)

    Clusterfeeding bei älteren Babys

    Mit jedem Wachstums- oder Entwicklungsschub kann es allerdings sein, dass Babys erneut zum Clustern neigen. Auch das ist völlig normal!

    Der Energiebedarf der Kinder ist in dieser Zeit höher, sie brauchen mehr Nahrung. Lasst euch nicht verunsichern, macht Netflix an und versucht diese Zeitspannend möglichst relaxed durchzustehen. Es wird auch wieder besser.

    Clustern auch bei Flaschenkindern?

    In meinem Babykurs war eine junge Mutter, die sich durch das Essverhalten ihres Kindes stark verunsichert zeigte. Es war ein Flaschenkind (4 Monate), welches die Mahlzeiten nicht wie „vorgeschrieben“ auf der Packung einnahm:

    Mal war es mehr, mal war es weniger, als die angeratene Durchschnittsmenge. Dann hat das Baby auch noch sämtliche Zeitpläne der Mutter verworfen und sich entschieden unregelmäßig Hunger zu haben.

    „Ich habe doch keine Lust das Baby jede Stunde zu füttern! Und planen kann ich so auch nichts mehr!“.

    Viele Stillmütter werden bei dieser Frustration wohl nur milde lächeln, immerhin gehört das bei ihnen ja dazu. Gleichmäßige Mengen? Keine Ahnung, wir haben keinen eingebauten Messbecher.

    Regelmäßige Mahlzeiten? Nun gut, es gibt noch Hebammen, die empfehlen das Kind nur alle 4 Stunden zu stillen und es bis dahin „hungern“ zu lassen. Das ist aber ziemlich altbacken, eine Quälerei und einfach nur falsch.

    Aufgeklärte Mütter stillen nach Bedarf – so wie es Naturvölker eben auch tun. Unsere Große bekam die Flasche ab dem 6. Monat.

    Clustern, das Bedürfnis nach Liebe

    Mir kam es aber nie in den Sinn feste Zeiten einzuführen oder dem Kind das Essen zu verweigern, nur, weil es mir nicht in den Zeitplan passt.

    Babys sind Lebewesen und keine Roboter.  Sie müssen früh genug in der Leistungsgesellschaft funktionieren. Aber bitte nicht mit 4 Monaten.

    Auch Flaschenkinder erleben Entwicklungsschübe, benötigen kurzzeitig mehr Energie und damit Nahrung. Was aber ebenfalls zum Tragen kommt: Füttern bedeutet Nähe (hierzu empfehlen wir euch unseren Beitrag „Stillen – mehr als nur Nahrungsaufnahme„, Hinweis der Redaktion.)

    Babys stillen durch das Nuckeln – sei es an der Brust oder der Flasche – oft zudem ihr Bedürfnis nach Nähe. Sie liegen dabei im Arm ihrer Mama. Fühlen sich sicher und geborgen.

    Und manchmal da brauchen sie eben auch mal mehr Sicherheit und Geborgenheit. Zum Beispiel nach einem Tag voller neuer Eindrücke. Unter diesem Gesichtspunkt fällt es den genervten Eltern vielleicht leichter das Clustern zu ertragen.

    Vertraut eurem Gefühl

    Und bitte seht von Schritten ab, die gern in Foren oder anderen Plattformen kommuniziert werden: „Gebt dem Baby endlich Abendbrei, damit es durchschläft!“, “Wechselt doch auf 1er/2er Nahrung“, “Gebt Schmelzflocken in die Flasche, dann ist sie länger satt“.

    Auch wir haben diese Tipps erhalten und umgesetzt. Bis wir festgestellt haben, dass sie nichts bringen. In den meisten Fällen ist das Verhalten des Babys völlig normal.

    Natürlich gilt – wie immer – das Gefühl der Eltern. Wenn ihr denkt, dass euer Baby zu wenig zunimmt oder ein Mangel vorliegt, sprecht mit Experten. Fragt euren Kinderarzt, eine Stillberaterin oder Hebamme.

    Aber bitte unterlasst Experimente auf eigene Faust. Wer zudem unter Schlafentzug durch anhaltendes Clustern leidet, sollte sich ebenfalls Hilfe holen.

    Generell sollte Clustern dem Baby gut tun, ohne die Mama komplett auszulaugen. Ein wichtiges Resümee, welches ich selbst auf die harte Tour gelernt habe.

    Eure Yasmin (Babytalk – Autorin)

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    Mit dem Gutscheincode FAMAG2019 erhaltet ihr im Memola-Shop einen Rabatt von 40 Euro auf die 3in1 Federwiege.

    Beitragsfoto: Tomsickova Tatyana / shutterstock
  • Ultraschallgeräte für zu Hause – Wohin führt die Sorge ums Baby?

    Ultraschallgeräte für zu Hause – Wohin führt die Sorge ums Baby?

    Wir möchten ein Thema aufgreifen, welches viel Potential für Diskussionen bereit hält, Ultraschallgeräte für zu Hause. Wir werden es weiterhin im Auge behalten und Euch berichten.

    Per Facebook-Anzeige bekamen wir ein Unternehmen vorgestellt, welches Ultraschallgeräte für Schwangere vermietet und verkauft. Nun kann man also schon selber eine Rundumüberwachung des Fötus zu Hause vornehmen (…).

    Im redaktionellen Team war sofort eine ungläubige Sprachlosigkeit zu spüren. Da wir aber keine Mediziner sind und immer versuchen, möglichst objektiv an brisante Themen heranzugehen, haben wir uns an einen sehr erfahrenen Frauenarzt gewendet.

    Expertenmeinung eines erfahrenen Frauenarztes zu Ultraschalluntersuchungen

    Unser Experte ist Professor Dr. med. Kai J. Bühling aus Hamburg. Er ist nicht nur Dozent an der Universität, sondern als Gynäkologe auch in seiner Praxis mit den Themen „Schwangerschaft und Pränataldiagnostik“ vertraut.

    Seine Antwort auf unsere Frage, was man von dem Ultraschall-Gerät für zu Hause halten soll, lautet folgendermaßen:

    „Ich bin derzeit sehr skeptisch. Sogar bei Durchführung von einem erfahrenen Frauenarzt können Schwangere die wesentlichen Dinge häufig nicht erkennen, weil ihnen einfach die Erfahrung fehlt.

    Was ist, wenn man den Herzschlag nicht einstellen kann? Was ist, wenn das Gesicht deformiert erscheint, weil die Lage des Kindes vielleicht gerade ungünstig ist?

    Um eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu können, müssen sogar Ärzte sehr viel „üben“. Wie das in so kurzer Zeit gelingen soll, ist mir schleierhaft.

    Ich würde das Geld daher lieber in ein gutes Ultraschallbild beim Frauenarzt oder ein 3-D-Bild investieren, was dieser erstellen kann.
    Die Ultraschalluntersuchungen zu Hause werden vermutlich eher verunsichern, zudem sind es natürlich nicht die besten Geräte, die für den Hausgebrauch vermietet werden.“

    Dem haben wir nur noch eine Kleinigkeit hinzuzufügen:

    Stellt Euch mal vor, Euer Baby bekommt ständig in der Schwangerschaft die Panikausbrüche zu spüren, wenn etwas vermeintlich nicht mit ihm stimmt. Mit welcher Prägung soll es dann auf die Welt kommen?

    Sehr wahrscheinlich wird es ein Leben lang die unbewusste Überzeugung haben, die in etwa lauten könnte: „Ich bin nicht richtig, wie ich bin“. Wir bitten Euch, statt solchen Möglichkeiten lieber Eurem Bauchgefühl zu vertrauen!

    Und wenn ihr wissen wollt, ob es Eurem Baby gut geht, wendet Euch an Eure Hebammen und / oder Frauenärzte. Diese sind erfahren und kompetent, was Eure Minis angeht und werden Euch in der Regel nicht unnötig verunsichern.

    Wir wünschen allen Schwangeren eine schöne und hoffnungsvolle Schwangerschaft. Hierzu möchten wir Euch noch unseren Beitrag „Ultraschalluntersuchungen: Der gläserne Bauch – Der Palast des Kindes“ unserer Babytalk-Hebamme Anja Lehnertz ans Herz legen, Hinweis der Babytalk-Redaktion.

    Mittlerweile ist ein Gesetz beschlossen worden, wonach ab dem 01.01.2021  3D-Bilder von Ungeborenen verboten sind, wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht. So schön und spannend auch wir die Bilder finden, sind wir froh, dass diese Untersuchungen nun bald nicht mehr erlaubt sind. Nicht zuletzt weil spätere Gefährdungen des Embryos nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

    Euer Babytalk-Redaktion

    Beitragsfoto: Andrey_Popov / shutterstock
  • Weinen ist heilsam! Warum halten wir es so schwer aus?

    Weinen ist heilsam! Warum halten wir es so schwer aus?

    Wie oft habe ich den Satz : ,, du brauchst nicht weinen “ oder „ du gefällst mir aber gar nicht, wenn du weinst “, von Eltern gehört. Leider muss ich immer wieder feststellen das Erwachsene immer noch positive und negative Gefühle trennen und bewerten.

    Warum haben Eltern immer den Drang das Weinen beenden zu wollen? Ich kann’s echt nicht verstehen, warum man als Eltern denkt, man habe die Pflicht sein Kind „ruhig zu stellen“. Oder ist es etwa nicht gesellschaftsfähig, wenn es nörgelt , wütend ist oder halt weint!

    Denkt dann jemand man wäre eine schlechte Mutter und hätte sein Kind nicht im Griff? Ich find es definitiv total unpassend seinem Kind beizubringen, seine Gefühle zu unterdrücken.

    Für das spätere Leben kann dies schwere Folgen haben.

    Ganz wichtig ist es, zu verstehen das Weinen neben Schreien eines der ersten Fähigkeiten ist, die Kinder beherrschen – wenn sie sich verletzen, unwohl fühlen, Hunger haben oder einfach Müde sind.

    Zweitens bin ich der Ansicht, wir Eltern haben die Pflicht unser Kind durch diese Trauer / diesen Schmerz zu begleiten und das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

    Wir alle haben doch Emotionen in uns, die wir raus lassen möchten, egal ob Ärger, Angst, Trauer, Freude oder Glück!

    Sie haben alle etwas gemeinsam, sie wollen wahrgenommen/gehört werden!

    Was würdet ihr euch wünschen, wenn ihr weinen „müsst“?

    Stellt euch vor, euch wäre zum Heulen – euch geht es richtig beschissen – und jemand sagt: ach Mensch hör doch auf zu weinen, das war/ist ja wohl echt nicht so schlimm! Oder psshhhhh!

    Es würde sich alles in euch anstauen und Ihr würdet noch trauriger sein als zuvor. Was würdet ihr euch in so einem Moment wünschen? Richtig !!!!

    Ein lieber Mensch, der euch durch die Trauer begleitet und auffängt! Und dabei nicht „vollquatscht“.

    Also nehmen wir uns als Eltern doch auch einmal Zeit und schauen, warum unser Kind weint, begleiten es durch die Emotion(en). Und umhüllen es mit all der Liebe, die wir haben. Weinen ist Heilsam!

    „Was Seife für den Körper ist, sind die Tränen für die Seele.“ besagt ein altes jüdisches Sprichwort.

    Durch die eigene Erfahrung mit meinem Sohn durfte ich feststellen, dass sich ausweinen sehr positiv auf die Psyche meines Kindes ausgewirkt hat.

    Nach meinem Gefühl wirkt er danach viel entspannter und die Phasen in denen er weint verkürzen sich.

    Ich sehe es als positives Ereignis, wenn mein Zwerg zu mir kommt und sich ausweinen möchte. Ich habe dann das Gefühl, dass er weiß , dass er bei mir genau so sein kann, wie er ist, ob glücklich, traurig oder ängstlich.

    Eure Christina (Babytalk-Fan)

    Beitragsfoto: PhotoMediaGroup / shutterstock